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Cover Freeing Carter Englisch

Nach außen hin sieht in Carter Shaws Leben eigentlich alles ziemlich gut aus. Er hat gerade sein Senior Year an der High School angefangen, ist der Basketball Star des Teams und seine Freundin ist das hübscheste Mädchen der Schule. Doch in Wirklichkeit ist er nur ein ziemlich guter Lügner, denn seine Familie hat große Probleme.
Sein Dad ist vor langer Zeit gestorben und seine Mutter ist nie über diesen Verlust hinweg gekommen. Aus einer späteren Beziehung hat sie eine weitere Tochter namens Sara, die am Down Syndrom leidet. Alle lieben Sara, doch Carters Mutter braucht immer wieder eine Auszeit von ihrem Leben. Und die nimmt sie sich, indem sie zur Flasche greift. Carter weiß, dass es seiner Mom nicht gut geht, aber sie trinkt nicht jeden Tag und nie, wenn Sara im Haus ist. Es gefällt ihm zwar nicht, aber was soll schon passieren, wenn sie so vorsichtig ist?
Das einzige bisschen Normalität findet Carter in seiner Leidenschaft fürs Basketball spielen und in seinen Freunden. Vor allem seiner Freundin Mel. Doch die benimmt sich in letzter Zeit immer merkwürdiger. Carter weiß, er sollte eigentlich mit irgendjemandem über all das reden, was ihn belastet, aber er kann seine Mutter einfach nicht verraten. Ausgerechnet seine neue Mitschülerin Kira scheint aber seine Lügen zu durchschauen. Kira ist so ganz anders, als alle Mädchen, die Carter kennt. Sie sieht jeden Tag anders aus - ein neuer Kleidungsstil oder eine andere Haarfarbe und Frisur - und Carter weiß nie, was als nächstes aus ihrem Mund kommt. Und doch scheint sie genau das zu sein, was er gerade braucht.
Gerade als es so aussieht, als würde sich alles für Carter doch noch alles fügen, geht seine Mutter aber endgültig zu weit und alles, was sie sich aufgebaut haben, droht zusammen zu brechen.

Eigentlich ist Freeing Carter von Nyrae Dawn ziemlich simpel gestrickt. Die Geschichte ist einfach erzählt und hat eigentlich keine großartigen oder überraschenden Wendungen. Und trotzdem konnte mich dieses Buch überzeugen - gerade wegen seiner Einfachheit. Alkoholiker gibt es in allen Formen und Farben und nicht alle von ihnen sind gewalttätig, heruntergekommen oder hassen die Welt. Es kann der nette Opa von nebenan sein. Oder wie in diesem Fall die eigene Mutter. Carters Mom führt ein eigenes Geschäft, ist freundlich und wirkt auch sonst eigentlich ganz normal. Doch nach und nach muss Carter herausfinden, wie schlecht es eigentlich wirklich um seine Mutter steht und diese für ihn äußerst schwierige Phase der hat die Autorin auf sehr einfühlsame Weise beschrieben.
Dass die Geschichte so einfach gestrickt ist, merkt man aber eigentlich gar nicht unbedingt während des Lesens. Dafür sind die Charaktere viel zu farbenfroh. Carter wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normaler Teenager, musste aber viel zu schnell erwachsen werden und fühlt sich für alles und jeden verantwortlich. Seine Mom ist ein guter Mensch, der seine Kinder über alles liebt, aber vom Leben gezeichnet ist und sich einfach nicht mehr zu helfen weiß. Die kleine Sara mit ihrer fröhlichen Art muss man einfach lieben. Und Kira ist noch einmal eine Kategorie für sich. Sie ist mysteriös, dabei aber sehr sympathisch und mit jeder Menge Eigenarten, die es sehr glaubhaft machen, dass Carter sie nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Überhaupt sind die Beziehungen der Charaktere untereinander allgemein sehr gut gelungen und entwickeln sich nachvollziehbar.

Eigentlich habe ich somit im Prinzip an Freeing Carter von Nyrae Dawn nichts auszusetzen. Allerdings ist es jetzt das dritte Buch, das ich hintereinander von ihr gelesen habe und dabei ist schon auffällig, dass sich viele Elemente wiederholen. Es dreht sich immer um Eltern und den Einfluss auf ihre Kinder. Das gibt zwar genug Stoff für tolle Geschichten, trotzdem würde etwas mehr Abwechslung mal ganz gut tun. Dennoch ist das nichts, was ich dem Buch selbst vorwerfen könnte. Was mir ab und an aber doch aufgefallen ist, ist dass Carter manchmal sehr zum Jammern neigt. Er hat zwar allen Grund dazu, aber er redet sich schon selbst immer erst mal sehr lange gut zu, bevor er zur Tat schreitet. Was außerdem extrem stört, sind die Rechtschreibfehler. Von denen gab es in diesem Buch - zumindest in der E-Book Version - nämlich einfach zu viele.

Trotzdem ist Freeing Carter von Nyrae Dawn ein weiteres sehr gelungenes Buch dieser Autorin und wird sich nicht das Letzte sein, das ich von ihr gelesen habe.
Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir bisher noch nichts bekannt.

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Cover Dir Verfallen Deutsch

Dieses Buch ist nicht für Leser unter 18 Jahren geeignet.

Nachdem sie auf drängen ihrer Mutter ihre Jugend in Texas mit Schönheitswettbewerben verschwendet hat, kann es die 24-jährige Nikki Fairchild kaum erwarten, endlich ihr eigenes Leben zu beginnen. Sie hat gerade ihr Studium beendet und ihren ersten Job bei einer großen Firma für IT-Entwicklung in Los Angeles ergattert. Der Job ist eine Herausforderung und ihr Chef Carl nicht gerade der angenehmste Zeitgenosse, trotzdem könnte Nikki nicht glücklicher sein. Endlich kann sie das tun, was sie liebt, und damit vielleicht endlich die Geister ihrer Vergangenheit hinter sich lassen.
Carl wirft Nikki sofort ins kalte Wasser, denn sie soll ihm helfen, eines seiner neuen Produkte an den Mann zu bringen - und zwar an niemand anderen, als an den berüchtigten Damien Stark. Doch der Milliardär ist nur schwer festzunageln und deshalb hofft Carl mit der hübschen Nikki auf einer Vernissage die Chance zu bekommen, mit Stark ins Gespräch zu kommen.
Als Nikki und Damien sich schließlich begegnen, ist die Arbeit allerdings das Letzte, was sie im Kopf haben. Stark ist der attraktivste Mann, den Nikki je gesehen hat und sie kann sich seiner Ausstrahlung kaum entziehen. Und auch er scheint großes Interesse an ihr zu haben - sogar so großes, dass er Nikki schon nach kurzer Zeit ein sehr pikantes, aber umso verlockenderes Angebot macht.
Doch dafür müsste Nikki mehr von sich Preis geben, als sie normalerweise bereit ist und sich den Schatten ihrer Vergangenheit stellen. Je näher sie ihn kennenlernt, umso deutlicher wird, dass auch Stark einige dunkle Geheimnisse hat. Und manche davon könnten sogar Nikki selbst betreffen...

Ich gebe zu, am Anfang habe ich mich bei Release Me / Dir verfallen von J. Kenner ziemlich stark an die Fifty Shades / Shades of Grey-Reihe erinnert gefühlt: Dunkler Milliardär, der alles haben kann, was er will, geht einen Vertrag mit einer jungen Frau ein, die er kaum kennt, von der er allerdings fasziniert scheint. Ich kann euch aber beruhigen, der Vertrag zwischen Nikki und Stark ist ganz anderer Natur, als der zwischen Christian und Ana. Das soll allerdings nicht heißen, dass es zwischen Nikki und Damien nicht ziemlich schnell sehr heiß zur Sache geht. Er hat große Pläne für Nikki und obwohl sie eigentlich einige Vorbehalte hat, ist sie im Endeffekt genauso unersättlich wie er. Die Erotik hat mir in Release Me / Dir verfallen also grundsätzlich recht gut gefallen. Vor allem, da es diesmal nur ganz kleine Tendenzen zu BDSM gibt und auch die sind eher Spielereien. Für meinen Geschmack gibt es davon nämlich momentan zu viel zu lesen und ist ein etwas abgenutztes Thema. Aber ich schweife ab. ;)
Nikki ist eigentlich ein sehr sympathischer Charakter. Sie ist ein schlauer Kopf und kann nun endlich ihr Geld mit ihrer Intelligenz, statt ihrem Aussehen verdienen, nachdem sie ihre Mutter, Texas und die ewigen Schönheitskonkurrenzen hinter sich gelassen hat. Nikki versteckt allerdings wie gesagt einige Geheimnisse, die sie um jeden Preis für sich behalten möchte. Doch Damien geht ihr so unter die Haut, dass ihr das sehr schwer fällt.

Cover Release Me Englisch

Und das ist Ausgangspunkt einen der drei Aspekte, die mich an Release Me / Dir verfallen gestört haben: Wenn Damien auftaucht, scheint Nikki jegliche Kontrolle zu verlieren. Ein Satz oder Blick genügt und schon reduziert er sie auf ein Häufchen Hormone. Nikki erzählt dem Leser dann gerne lang und breit, wie erregt und feucht sie das macht. Auch in ziemlich unpassenden Situationen ging ihre Fantasie gerne mal mit ihr auf Wanderschaft. Die eigentlichen Sex-Szenen waren dagegen oft verhältnismäßig kurz. Im Endeffekt hätte ich mir bei ihr im Umgang mit Damien einfach etwas mehr Substanz und Stärke gewünscht. Mein zweiter Kritikpunkt betrifft eine der Bedingungen in ihrem Vertrag. Ich möchte keine Details verraten, aber ein bestimmter Aspekt lässt sich im Grunde als Prostitution zusammenfassen und damit konnte ich mich so gar nicht anfreunden. Vor allem, da Nikki dieser Gedanke nicht mal in den Sinn kommt.
Und der dritte Punkt (der mich aber erstaunlicherweise gar nicht so sehr gestört hat) ist, dass die Geschichte eigentlich recht dünn ist. Die meisten Seiten werden auf Sex und die Möglichkeiten, die Damiens Reichtum mit sich bringt, verwendet. Zwischendurch gibt es allerdings immer mal wieder emotionale Hürden zu überwinden oder Hinweise auf Nikkis und vor allem Damiens Geheimnisse und das reicht aus, um das Buch trotz der schmächtigen Handlung nie langweilig werden zu lassen.
Großen Anteil daran hat natürlich Damien Stark selbst. Er ist attraktiv, erfolgreich, geheimnisvoll, einschüchternd und immer in Kontrolle. Eigentlich also wie all die anderen Alphamännchen/Millionäre, über die man schon gelesen hat auch - zumindest auf den ersten Blick. Denn Damien ist um einiges nahbarer und sympathischer, als man meinen möchte. Man merkt von Anfang an, dass zwar an seinem Interesse an Nikki irgendetwas faul ist, allerdings ist er nicht zu dominant und erdrückend, wie ich befürchtet habe. Im Gegenteil, man hat immer das Gefühl, dass eigentlich Nikki die mit der ganzen Macht ist.

Nicht zuletzt deshalb werde ich die Stark Trilogie von J. Kenner auf jeden Fall weiter lesen. Dafür bin ich viel zu gespannt darauf, mehr von Damien, seiner Vergangenheit und seinen Plänen für Nikki zu erfahren.
Der zweite Teil Claim Me / Dir ergeben ist in den USA bereits erschienen und erscheint in Deutschland am 11. November 2013.

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Cover Tegan's Blood englisch

Tegans Leben ist gerade katastrophal. Ihr Freund Matthew hat sich vor ein paar Wochen in ihrem Badezimmer das Leben genommen - dabei waren sie gerade acht Monate zusammen und es lief ziemlich gut. Zwar hat Matthew eine starke Verletzlichkeit ausgestrahlt, aber gerade der Typ Mann, der ein 'rette mich' aussendet, hat Tegan schon immer angezogen. Vielleicht liegt es ja daran, dass ihre Mutter gestorben ist, als sie selbst noch ein Baby war und ihr Vater eher der wortkarge Typ ist.
Tegans Freundin Nicky hat sich die letzten zwei Monate um sie gekümmert, als Tegan ihr normales Leben an der Uni von Tribane aufgegeben hat, um sich ihrem Herzschmerz zu widmen. Doch nun hat Nicky genug: Sie insistiert so lange, bis Tegan sich bereit erklärt, mal wieder vor die Tür zu gehen und dem angesagten Crimson Club endlich einen ersten Besuch abzustatten.

Dort begegnet Tegan dem Clubbesitzer Ethan Cristescu, der atemberaubend gutaussehend ist, aber gleichzeitig auch ihre inneren Alarmglocken läuten lässt. Als Tegan Ethan besser kennenlernt, erfährt sich recht bald, dass ihre Sinne sie nicht getäuscht haben. Ethan ist ein Vampir und alles andere als harmlos. Doch damit nicht genug. Tegan macht noch zwei weitere unheimliche Entdeckungen:
- In ihrer Heimatstadt Tribane versteckt sich eine ganze Parallelwelt und
- ihre Herkunft und ihr Blut scheinen etwas Besonderes zu sein.
Denn egal ob Vampir, Dhampir, Schlächter, Hexe oder Zauberer - alle wollen Tegan auf ihre Seite ziehen und dabei ihr ganz spezielles Blut für die eigenen Zwecke einsetzen...

Tegan's Blood von L. H. Cosway war für mich zunächst schwer einzuschätzen. Den Klappentext hatte ich nur halb gelesen und so hatte ich zunächst ein Fantasybuch erwartet. Und obwohl in der The Ultimate Power-Reihe eine Menge fantastischer Elemente zu finden sind, nehmen die Beziehungen, die Tegan eingeht, aber den meisten Raum ein. Da ist natürlich die zu Ethan zu nennen, aber auch die vergangene zu Matthew und die sich entwickelnde Freundschaft zu der Hexe Rita sind sehr präsent. Insgesamt wird einem aber auch sehr viel Drama geboten, was mich dann wieder eher an eine Contemporary Romance erinnert hat.
Vielleicht ist dieser Mix samt verschiedener Stilelemente der Grund, dass es wirklich lange gedauert hat, bis ich mit der Geschichte überhaupt warm geworden bin. Die Idee von der Heldin, die entdecken muss, dass ihre Welt eine ganz andere ist als gedacht, hat mir gut gefallen. Die Umsetzung in Tegan's Blood hat aber leider nicht so meinen Geschmack getroffen.

Das lag zu einem großen Teil an den beiden Protagonisten:
So war Ethan einfach nicht mein Fall. Der gutaussehende, sexy Vampir, der es gewohnt ist, zu bekommen, was er möchte - er ist wirklich ein wandelndes Klischée. In Kombination mit seiner 'Mädchen-ich-weiß-was-du-brauchst'-Attitüde machte ihn mir das nicht besonders sympathisch.
Auch mit Tegan selbst hatte ich meine Probleme. Ihre Charakterzüge waren wirklich seltsam gemischt: Auf der einen Seite macht sie sich mit einer sehr riskanten Art immer sofort auf den Weg ins Unbekannte, auf der anderen Seite ist sie extrem melancholisch und ewig in der Trauer um ihren verstorbenen Freund gefangen. Trotzdem fühlt sie sich von Ethan angezogen wie die Motte vom Licht. Das hat für mich alles nur bedingt zusammen gepasst.
Ein Lichtblick, was die Charaktere betrifft, war die unangepasste, spröde, irgendwie doch herzliche und magiebegabte Rita. Ihren Charakter wird man im Laufe der Reihe noch näher kennenlernen.

Gewohnt prima war in jedem Fall der Schreibstil von L. H. Cosway. Sehr charmant und ungewohnt war der Begriff, der auch den Serientitel liefert: Denn ultimate Power ist hier die Übersetzung - im Buch selbst steht meist ein mächtigste Kraft. Da muss man als deutschsprachiger Leser eines englischen Buches schon ein wenig schmunzeln. Was es mit dieser Kraft auf sich hat, wird natürlich nicht verraten.
An einigen Stellen blitzte auch der schwarze Humor, der mir schon in Painted Faces so gut gefallen hat, auf. Insgesamt war Tegan's Blood für mich ein interessanter Serienauftakt, der noch Luft nach oben bietet. Wenn man sich an die nicht ganz einfachen Hauptcharaktere gewöhnt hat, hat man dann aber doch seinen Spaß.

Die The Ultimate Power-Reihe umfasst mindestens 4 Teile, von denen 3 schon erscheinen sind. Band 4 Tegan's Power (keine Rezension) soll im Dezember 2013 erscheinen. Zu einer deutschen Übersetzung ist mir nichts bekannt.

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Cover Waiting For Ty Englisch

Seit vier Jahren sind Ty und Landon die besten Freunde. Zwar leben der selbstbewusste Reporter und der zurückhaltende Krebsforscher in unterschiedlichen Städten und sehen sich nur selten, trotzdem können sie mit niemandem so frei reden, wie miteinander.
Dumm nur, dass Landon so ziemlich seit dem Tag, an dem sie sich kennen gelernt haben, in Ty verliebt ist. Doch er weiß, dass daraus niemals etwas werden kann. Ty ist zu erfolgreich bei den Frauen, um auch nur annähernd ähnliche Gefühle wie er zu hegen. Und auch Landon selber hatte bisher nie etwas mit einem Mann. Ty wäre allerdings die große Ausnahme in seinem Leben.

Als Ty für eine Recherche in Landons Stadt sich für einige Tage bei ihm einquartiert, ändert sich allerdings alles: Nach ein paar Bier kommen plötzlich Gefühle in beiden hoch, die sie lange unterdrückt hatten. Sie verbringen eine Nacht miteinander, die perfekter ist, als alles, was sie sich je erträumt hatten.
Doch Ty kann einfach keine Beziehung mit einem Mann haben. Er kommt aus einer extrem religiösen Familie und kann sich nicht vorstellen, dass seine Familie und Freunde jemals eine homosexuelle Beziehung akzeptieren könnten. Momentan ist er sich nicht mal sicher, ob er und Landon überhaupt noch Freunde sein können.
Doch wenn Landon eines ist, dann Optimist und er gibt nicht so schnell auf. Egal wie lange es dauert, er wird auf Ty warten.

Leider ist das auch irgendwie schon die ganze Geschichte in Waiting For Ty von Samantha Ann King. Es handelt davon, wie diese beiden besten Freunde mit ihrer neuen Situation umgehen und weniger von dramatischen Entwicklungen. Die Grundsituation ist für Ty und Landon eigentlich gleich: Beide sind bi, haben aber immer nur Frauen gedated und niemandem von ihrer eigentlichen sexuellen Neigung erzählt. Da enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon fast wieder. Denn Landon hat eigentlich ein recht gutes Verhältnis zu seiner Familien, oder zumindest zu seinen beiden Schwestern. Er hätte kein Problem damit sich zu outen, wenn es nur bedeuten würde, dass er mit der Liebe seines Lebens zusammen sein könnte.
Bei Ty ist das aber ganz anders. Wie gesagt kommt er aus einem strenggläubigen Elternhaus und durfte sich schon von klein auf jeden Sonntag in der Kirche anhören, wie falsch seine Neigungen sind und das er in der Hölle landen wird. Seine Eltern sind Farmer und kennen und wollen auch kein anderes Leben. Tys Bruder Kurt tickt eigentlich genauso. Ty weiß, dass er seine Familie verlieren wird, wenn er sich zu Landon bekennt und das kann er einfach nicht tun.
Beide Männer sind mir auf ihre Arten extrem sympathisch: Der schüchterne und ein bisschen schrullige Landon, der aber weiß wer er ist und auf den man sich immer verlassen kann. Und der nach außen hin selbstbewusste Ty, der Angst hat, nie er selbst sein zu können. Die Entwicklung ihrer Beziehung hat mir sehr gut gefallen. Man hatte während des Lesens wirklich das Gefühl, als würden sich die beiden in und auswendig kennen.

Ginge es also nur um die Charaktere, so hätte mir Waiting For Ty von Samantha Ann King wirklich gut gefallen. Wie gesagt gibt es aber kaum eine nennenswerte Handlung und das hat mir schon erheblich den Spaß verdorben. Das Buch ist sehr, sehr kurz, weswegen Gott sei Dank keine Langeweile aufkam. Gereicht hat das bisschen Geschichte, das man zu lesen bekam, aber dennoch nicht, um ein wirklich gutes Buc auszumachen.

Deswegen taugt Waiting For Ty von Samantha Ann King trotz wirklich sympathischer Charaktere leider zu nicht mehr, als einem sehr kurzen Vergnügen, dem es einfach Handlung fehlte. Wer sich zwei, drei romantische, süße und auch mal heiße Lesestunden mit zwei sympathischen Charakteren machen will, der kann getrost zu diesem Buch greifen. Allen anderen wird vermutlich recht schnell langweilig damit werden.

Zu einem deutschen Erscheinen von Waiting For Ty liegen mir keine Informationen vor.

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Cover The Weight of Souls Englisch

Auf der 16-jährigen Taylor Oh lastet ein uralter Familienfluch: Sie kann die Geister ermordeter Menschen sehen. Gelingt es einem dieser Geister sie zu berühren, bildet sich ein schwarzes Mal auf ihrer Hand. Wenn das passiert, hat Taylor nur noch wenige Wochen Zeit, um den Mörder ausfindig zu machen und das Zeichen auf ihn zu übertragen. Denn über kurz oder lang kommt die Dunkelheit zum Träger des Zeichens und verschlingt in - und Taylor möchte es nicht mehr auf ihrem Körper tragen, wenn das erst einmal passiert. Sie weiß nicht genau, was mit den Menschen geschiet, wenn sie erst einmal in der Dunkelheit verschwinden. Sie geht aber davon aus, dass sie ihre gerechte Strafe bekommen, denn die Geister der Opfer finden danach Ruhe und können ins Licht gehen.
Taylor hat zwar Angst vor den Geistern und würde am liebsten gar nicht mehr aus dem Haus gehen, um sie zu vermeiden, hat sich ihren Schicksal aber mehr oder weniger ergeben. Im Gegensatz zu ihrem Vater. Er ist der festen Überzeugung, Taylor sei einfach nur krank und leidet unter Halluzinationen - wie schon ihre Mutter. Seit Jahren schon ist der Wissenschaftler nun schon auf der Suche nach einem Heilmittel und will nichts von Taylors Erklärungen hören.
Momentan hat sie aber ganz andere Probleme. Einer ihrer Mitschüler ist auf mysteriöse Umstände ums Leben gekommen und erscheint ihr nun als Geist. Es ist aber nicht irgendein Mitschüler. Es ist Justin, der Junge, der ihr Leben seit Jahren zur Hölle macht. Er und seine Clique haben nie eine Gelegenheit ausgelassen, Taylor zu quälen. So wie es aussieht, hat er auch nicht vor, als Toter damit aufzuhören.
Doch Taylor hat keine Wahl, sie muss Justins Mörder finden. Doch wie soll sie das anstellen, wenn Justin sich nur wenig kooperativ zeigt? Die beiden müssen sich zusammenraufen, um Taylors Leben zu retten. Und Taylor stellt dabei fest, dass ihr Justin doch nicht so egal ist, wie sie immer dachte...

The Weight of Souls von Bryony Pearce war endlich mal wieder ein Buch, das mich angenehm überraschen konnte. Es ist eine frische Geschichte mit viel Tempo, die von Anfang an zu fesseln wusste. Dabei ist sie eigentlich alles andere als perfekt. Im Gegenteil, es gibt tatsächlich gleich einige Punkte, die ich theoretisch anzumäkeln hätte. Doch irgendwie ist The Weight of Souls so charmant und interessant, dass mir das Meiste gar nichts mehr ausgemacht hat.
Ein gutes Beispiel dafür sind die Charaktere, die sind nämlich eigentlich eher schwierig. Taylor ist zwar sehr sympathisch und clever, neigt aber auch ein bisschen zum Jammern, kann ganz schön zickig sein und vergisst mit all ihren Problemen gerne mal, dass es auch noch andere Menschen auf der Welt gibt. Die wirkliche Überraschung aber war Justin. Am Anfang hätte ich niemals erwartet, ihn jemals mögen zu können. Denn was er und seine Freunde Tamsin, James, Harley und Pete Taylor und ihren Mitschülern so antun, sind wirklich keine Kleinigkeiten, sondern faustdickes Mobbing. Und trotzdem hat Justin wider Erwarten und nach einigen Erklärungen doch die Kurve gekriegt (auch wenn es sehr knapp war und seine Gründe nur bedingt gerechtfertigt waren).
Auch bei der Geschichte selbst gibt es ab und an ein paar Stolpersteine. Z.B. war ich immer mal wieder ein wenig verwirrt, was das Alter der Figuren angeht. Eigentlich sollten sie um die 16 bis 17 Jahre alt sein. Wenn man aber manchen Kommentaren berücksichtigt, dann sollten sie eigentlich erst 15 sein. Es gibt außerdem immer wieder ein paar Zeitsprünge bzw. eine Geschichte in der Geschichte, die Taylors Fluch und seine Herkunft genauer erklärt. Diese Erzählstränge sind zwar sehr wichtig und spannend, allerdings sind sie meist ziemlich kurz und müssen daher immer wieder aufgenommen werden. Weniger, aber dafür länger Sequenzen hätten für einen flüssigeren Erzählfluss gesorgt.

Und trotzdem hat mir The Weight of Souls von Bryony Pearce wirklich richtig gut gefallen - vermutlich sogar besser, als es mir rein objektiv betrachtet gefallen sollte. Die Geschichte nimmt immer wieder überraschende Wendungen und scheut sich auch nicht, teilweise recht heftige Wege zu gehen, gerade was das Mobbing und die Umstände um Justins Tod angehen. Am Anfang war ich ein wenig skeptisch, da ich die Verhältnisse wirklich extrem fand (wie gesagt, was Justin und seine Freunde tun geht weit über gelegentliche Schulhofhänseleien hinaus). Sobald man aber erst mal tiefer in die Geschichte einsteigt und die Hintergründe zu verstehen beginnt, ist auch das ziemlich gelungen.
An Romantik fehlt es natürlich ebenfalls nicht. Zwar hätte sich die Autorin ein wenig mehr Zeit lassen und auch ein paar romantische Szenen mehr einbauen können, die Liebesgeschichte selbst hat es mir aber total angetan und war wirklich süß.

Wenn man bereit ist, über ein paar kleinere Makel hinweg zu sehen, dann erwartet den Leser mit The Weight of Souls von Bryony Pearce ein tolles Urban Fantasy Abenteuer, das mit viel Charme, Spannung, Humor und Romantik überzeugen kann.

Momentan ist The Weight of Souls noch ein Einzelroman und kann auch als solcher gelesen werden. Dennoch bleibt von der Geschichte noch so viel offen, dass man sich weitere Bücher vorstellen könnte. Ich jedenfalls würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen.
The Weight of Souls erscheint am 1. August in England und am 6. August 2013 in den USA. Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir bisher noch nichts bekannt.

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