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Cover Tegan's Return englisch

Enthält Spoiler für Tegan's Blood.

Tegan ist von Tribane nach Manchester geflohen. Dort lebt sie unter ihrem zweiten Namen Alexandra, hat ihren Uniabschluss nachgeholt und arbeitet jetzt in einer Galerie. Allerdings ist sie ziemlich einsam, weil sie Angst hat, die falschen Leute auf sich und ihr Blut aufmerksam zu machen. Als sie der Vampirschlächter Finn aufsucht und um ihre Hilfe bittet, ein kleines Hexermädchen aus der Hand der Vampire zu befreien, ist Tegan:
- unschlüssig, ob sie sich wirklich der Gefahr aussetzen und nach Tribane zurückkehren soll.
- unschlüssig, ob ihre Sehnsucht nach Ethan sich mit der Tatsache deckt, dass er an der Entführung des Mädchens beteiligt ist.
- unschlüssig, ob sie sich wirklich für viel Geld und einen guten Zweck auf die Seite der Hexer und Vampirschlächter stellen soll.
Als sie in Tribane ankommt, macht sie zwei erschreckende Entdeckungen: sobald sie Ethan sieht, ist es, als würden ihr Verstand und ihr Herz getrennte Wege gehen und außerdem ist ihr Vater spurlos verschwunden...

Tegan's Return von L. H. Cosway hat mir etwas besser gefallen als Tegan's Blood. Trotzdem gibt es einiges, was ich an Band 2 der The Ultimate Power-Reihe zu bemängeln habe. Das Hauptproblem sind wieder die Protagonisten. Tegan scheint durch ihre Abwesenheit von Tribane und ihre Einsamkeit gereift, doch sobald sie Ethan sieht, verwandelt sie sich in ein hormongesteuertes Weibchen. Befindet sie nicht unmittelbar in seinem Einflussbereich, gewinnt ihr Verstand die Oberhand und sie ist in der Lage, Dinge zu tun, dir für sich richtig und wichtig sind. In Finn findet sie einen Freund und Verbündeten, dass es wirklich Spaß macht, die Dialoge der beiden zu lesen. Sie kommen sich auch etwas näher, aber gegenüber Ethan hat Finn natürlich keine Chance. Tja, leider konnte mich Ethan auch in Tegan's Return nicht überzeugen. Er scheint während Tegans Abwesenheit wirklich Herzschmerz gehabt zu haben (oder ist es nur verletzte Eitelkeit?), trotzdem ist sie für ihn eher eine Bettgefährtin als eine Partnerin. Jedenfalls macht es für mich denn Eindruck, wenn er sie bevormundet und ihr sagt, was sie zu denken oder zu fühlen hat.

Neben Finn als Lichtblick (sagt ich schon, dass ich im Team Finn bin, auch wenn das/er keine Chance hat?) ist da ein weiteres Mal Rita, die mich zum Lachen gebracht hat und mich begeistern konnte. Auch einige andere Charaktere, die man im ersten Band schon kennengelernt hat, spielen in Tegan's Return eine größere Rolle und entwickeln sich sichtlich weiter. Wirklich schade, dass dies bei den Hauptcharakteren nicht auch so ist.

Obwohl der eigentliche Schreibstil von L. H. Cosway packend ist, hat mich gestört, dass sich das Buch insgesamt nicht entscheiden kann, was es denn nun ist: ein Fantasybuch, eine Liebesgeschichte, ein Coming of Age-Geschichte (also ein Buch über das Erwachsen werden), eine Vampir- und Hexergeschichte oder ein Buch über Freundschaft. Es ist irgendwie alles ein bisschen, aber nichts richtig. Weder Tegans Herzschmerz, noch das Entdecken weiterer magischer Fähigkeiten, noch die magisch-politischen Verflechtungen in Tribane oder der aufopfernde Kampf um ein kleines Mädchen - alles spielt eine Rolle, aber nichts wird wirklich tiefgehend erzählt oder aufgearbeitet. Wirklich charmant war für mich dann auch nur der Humor: hier kann man L. H. Cosway nichts vormachen, sie entlockt einem mit viel Wortwitz, insbesondere in flapsig-ironischen Dialogen, oft ein Lachen.
Insgesamt habe ich mir von der ganzen The Ultimate Power-Reihe mehr erwartet. Im Vergleich zu Tegan's Blood und dem Nachfolgeband Tegan's Magic (keine Rezension) hat mir Tegan's Return bislang allerdings am besten gefallen. Mal gucken, ob der Abschlussband Tegan's Power (keine Rezension), der im Dezember erscheinen soll, hier noch Punkte gut machen kann.

Fazit: Die Dialoge und der Wortwitz des Buches machen einiges Wett, was die Persönlichkeiten von Tegan und Ethan zu wünschen übrig lassen. Für mich - auch wegen der dominanteren Parts von Finn und Rita - dennoch der bislang beste Teil der Reihe.

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Cover Verhägnisvolles Gold deutsch

Enthält Spoiler zu den ersten beiden Teilen der Need-Reihe.

Zara trauert um ihre Liebe Nick. Er ist im Kampf mit dem Elfenkönig Frank gestorben und von einer Walküre mit nach Walhalla genommen worden.
Auch Zara hat bei dem Kampf einiges abbekommen und musste sich einer schweren Entscheidung stellen. Sie ist nicht stark genug und wurde schwer verletzt. Jetzt kann sie nur noch einer Retten - Astley. Aber würde Nick ihr das verzeihen? Und wie sieht es mit ihrer Gram aus?

Doch Zara ergreift die Chance zu Überleben und lässt sich von Astley, einem Elfenkönig, verwandeln. Nun ist auch sie eine Elfe. Eigentlich etwas, was sie immer vermeiden wollte. Denn sie war zuvor wenigstens ein Halbblut. Gezeugt von einer Menschenfrau und einem Elfenkönig, besaß sie schon vorher einige Fähigkeiten, die sie verwirrt haben. Doch nun hat sie Angst. Angst davor von ihren Freunden und ihrer Familie abgestoßen zu werden. Sie hassen die Elfen - was kein Wunder ist nach den letzten Ereignissen.

Vor allem vor ihrer Großmutter hat sie Angst. Denn Gram ist ein Werwesen. Sie bekämpft die Elfen seit jeher und muss sich nun damit auseinander setzen, dass ihre einzige Enkeltochter ebenfalls zu ihnen gehört. Doch Zara ist nicht böse. Sie bekämpft ihrerseits die Elfen, die das kleine Städtchen Bedford, Maine, tyrannisieren.
Es verschwinden immer mehr Jugendliche und eine Panik macht sich unter der Bevölkerung breit. Doch Zara und ihre Freunde, darunter nun auch der Elfenkönig Astley, können sich der Übermacht nicht allein stellen. Sie brauchen Nick. Er war ein guter Kämpfer und ihrer aller Anführer.
Es gibt eine Chance ihn aus Walhalla zu befreien, doch erst einmal müssen sie den Weg dorthin finden. Immer mehr Hinweise enden in einer Falle mit Toten und Verletzten. Wie viele Menschen- und Elfenleben kann Zara ertragen zu opfern für ihre große Liebe? Und wird er sie überhaupt noch lieben, wenn er erfährt was sie jetzt ist? Sein schlimmster Feind ... ?

Cover Entice englisch

Die Reihe um die (nun) Elfin Zara und ihre Freunde geht in die dritte Runde. Schon am Anfang habe ich gemerkt, dass ich mich an kaum etwas aus dem zweiten Teil erinnern kann und hoffte, die Erinnerung würde wiederkehren. Das tat sie auch, denn es wird häufig auf Vorangegangenes eingegangen und man findet sich so schnell wieder in die Charaktere und Geschehnisse ein. Leider auch in die Dreiecksbeziehung zwischen Zara, Astley und Nick, der in diesem Buch allerdings nur eine winzige Rolle hat.
Zara ist zwischen ihren Gefühlen hin und hergerissen und wird es auch nicht leid darauf hinzuweisen, dass es so ist. Sie zweifelt an sich selbst und ihrem Wesen und man hat das Gefühl, sie tut dies nur um von ihren Freunden eine Bestätigung zu erhalten, dass sie nicht schlecht ist. Das ging mir ein wenig auf die Nerven.
Zudem passiert in diesem Buch eigentlich nicht wirklich viel. Die 320 Seiten lesen sich sehr schnell weg, was eher am Druck liegt und nicht an der fesselnden Geschichte. Zum Ende hin wird die Spannung tatsächlich noch spürbar, weshalb ich doch noch einen halben Stern mehr gebe als beabsichtigt.

Meine Hoffnung, dass dies der letzte Band und somit das Finale der Reihe wird, wurde leider kläglich zerstört, als ich den vierten Band entdeckte. Endure / Verräterisches Gold (keine Rezension) soll nun aber wirklich das Finale werden und ich hoffe inständig, dass es hier richtig zur Sache geht.
Laut Verlag kann man mit dem letzten Band auf Deutsch voraussichtlich Ende 2014 rechnen.

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Cover Faking It Carmack Englisch

Enthält kleine Spoiler für Losing It / Losing it - Alles nicht so einfach.

Eigentlich hatte sich Cade seinen Umzug nach Philadelphia und den damit verbundenen Neuanfang anders vorgestellt. Er macht seinen Magister an der Temple University, fühlt sich aber dort nur bedingt wohl. Außerdem musste er gleich mehrere Jobs annehmen, um sich mit Miete, Lebensunterhalt und Studentenkreditrückzahlungen gerade so über Wasser halten zu können. Seine Wohnung ist ebenfalls nicht gerade in der besten Ecke der Stadt.
Am meisten zu schaffen macht ihm aber, dass seine frühere beste Freundin und erste große Liebe Bliss gemeinsam mit ihrem Freund Garrick ebenfalls nach Philadelphia gezogen ist. Cade ist immer noch nicht über Bliss hinweg gekommen und jedes Mal, wenn er das Paar zusammen sieht, werden alte Wunden wieder aufgerissen. Zumal es zwischen Bliss und Garrick immer ernster zu werden scheint...
Cade kann dabei nicht mehr zusehen. Er braucht einen glatten Schnitt und beschließt daher, erst einmal so viel Abstand wie möglich zu gewinnen. Dann nimmt ein neues und völlig anderes Problem sprichwörtlich an seinem Tisch platz...

Max versucht ihren großen Traum zu verwirklichen. Musik ist ihr Leben und sie möchte unbedingt damit ihr Geld verdienen. Ihrer Band ist der Durchbruch zwar noch nicht gelungen, Max glaubt aber fest daran, dass sie es schaffen wird. Im Gegensatz zu ihren Eltern. Seit einem schweren Schicksalsschlag sind sie extrem überfürsorglich und können kein gutes Haar an Max und ihren vagen Zukunftsplänen lassen. Ihre Berufswahl, ihr Aussehen, ihre Freunde - all das ist ihnen ein Dorn im Auge. Dabei verstellt sich Max sowieso schon so gut es geht für ihre Eltern. Sie haben z.B. keine Ahnung von den Tattoos und Piercings, die Max Körper schmücken und auch ihre Freunde stellt sie ihnen nie vor.
Ihren momentanen Freund Mace kennen sie ebenfalls noch nicht, doch auch er würde ihre konservativen Eltern mit Sicherheit schockieren. Das könnte allerdings ganz schnell Wirklichkeit werden, denn sie haben sich für einen Überraschungsbesuch angekündigt - jetzt gleich. In 5 Minuten sind sie in ihrem Lieblingscafe. Jetzt muss ganz schnell ein Freund her, den sie ihren Eltern auch gefahrlos vorstellen kann. Und dann sieht sie den perfekten Kandidaten allein an einem Tisch sitzen...

Als Max mit dem verrückten Angebot ihren Freund zu spielen auf Cade zukommt, denken sie sich nicht viel dabei. Sie sind unterschiedlich wie Tag und Nacht, verstehen sich aber gut und so sollte es ein leichtes sein, das zu überstehen. Doch schon bald verwischen die Linien und sie sind sich nicht mehr sicher, wem sie eigentlich wirklich etwas vorspielen.

Am Anfang war ich hellauf begeistert von Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel von Cora Carmack. Cade war eigentlich ein Charakter, den ich in Losing It / Losing it - Alles nicht so einfach nicht sonderlich mochte. Umso mehr hat es mich also gefreut, dass er in seiner eigenen Geschichte wesentlich vielversprechender gestartet hat. Dieses Mal ist das Buch sowohl aus der weiblichen, als auch der männlichen Perspektive erzählt, was mir geholfen hat, beiden Figuren wesentlich näher zu kommen. Cade versucht sein Bestes, über Bliss hinwegzukommen, war dabei aber nicht zu weinerlich oder nervig, was mir immer mitunter am Wichtigsten ist. Auch Max ist eigentlich ein recht interessanter und sympathischer Charakter. Sie ist das genaue Gegenteil von Bliss und auch wenn sie ziemlich launisch ist, könnte sie genau der richtige frische Wind sein, den Cade braucht.
Eigentlich fängt ihre Geschichte ja auch ganz nett an. Klar, wirklich realistisch ist es nicht, wie sie sich kennenlernen, aber es passiert von Anfang an so viel in dem Buch, das mir das gar nicht wirklich aufgefallen ist. Ich für meinen Teil konnte die Anziehung zwischen den beiden wirklich nachvollziehen. Auch dass sie einander nicht mit Samthandschuhen anfassen finde ich gut. Leider kann Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel dem guten ersten Eindruck nicht bis zu Ende gerecht werden.

Denn irgendwann hatte ich das Gefühl, alles schon fünf Mal gelesen zu haben. Die Probleme der Figuren haben sich im Kreis bewegt und ständig wiederholt. Sowohl Max als auch Cade haben sich lieber selbst bemitleidet, anstatt sich aktiv aus ihrer Situation zu helfen. Leider passierte das immer wieder und so wurde Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel ab der Hälfte oft etwas langweilig und frustrierend.
Am Schlimmsten waren aber Max Eltern. Klar, sie sollten nervig und übertrieben konservativ sein, manchmal ist Cora Carmack da aber eindeutig übers Ziel hinaus geschossen. Sie haben ständig etwas auszusetzen und lassen sogar zu, dass ihre Schwägerin Max alles andere als nett behandelt. Gleichzeitig waren sie aber auch oft übertrieben herzlich und aufdringlich. Das wollte für mich nicht so ganz zusammen passen.
Auch das Ende von Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel hat mir nur bedingt gefallen. Alles kam irgendwie zu plötzlich und übereilt. Die Reaktion von Max Eltern kam etwas überraschend und insgesamt wurde das Happy End zu sehr erzwungen. Andere Aspekte, die mich deutlich mehr interessiert hätten, wurden komplett unter den Teppich gekehrt und nicht mehr aufgenommen.

Fazit: Nach einem temporeichen und vielversprechenden Anfang, in dem zwei sympathische und vielseitige Charaktere vorgestellt wurden, konnte Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel von Cora Carmack leider im Laufe des Buches doch nicht 100% überzeugen. Dafür war die zweite Hälfte teilweise zu stark von Wiederholungen geprägt und das Ende zu übereilt.
Teil 3 Finding It / Finding It - Alles ist leichter mit dir, der von Bliss und Cades Freundin Kelsey handelt, erscheint am 1. Oktober 2013 in den USA.

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Cover On an Edge of Glass englisch

Elisabeth (Ellie) Jane Glass (24) hat ihr Leben komplett durchgeplant. Seit Jahren arbeitet sie auf ihr großes Ziel hin - Anwältin zu werden. Sie will genau dort ihre Ausbildung machen, wo dies auch schon ihre Eltern und ihr Großvater gemacht haben - an der Columbia Law School. Jetzt ist sie gerade dabei einen ziemlich guten Collegeabschluss zu machen. Doch Ellie hat auch die nächsten Ziele schon feste im Blick: einen hervorragenden Law School Admission Test zu schaffen und sich um ein Internship in einer New Yorker Anwaltspraxis zu bewerben. Doch nicht alles im Leben lässt sich planen und so nimmt ihr Leben einen gänzlich unerwarteten Verlauf, als sie in einem Café einem attraktiven und charmanten Mann begegnet, der sich wenig später als ihr neuer Mitbewohner Ben entpuppt.
Ben ist Musiker. Er spielt Cello im Universitätsorchester und Bass in einer Indierockband. Er ist ein dunkler Typ mit Dreitagebart, langen Haaren, samtiger Stimme und hat gerade eine mehrjährige Beziehung hinter sich, die unschön endete. Womit Ellie nicht gerechnet hat, Ben ist eine Gefahr: für ihren Seelenfrieden, ihr Herz und irgendwie auch für all ihre Pläne...

On an Edge of Glass von Autumn Doughton war eine überraschend schöne und abwechslungsreiche College-Geschichte, insbesondere wenn man bedenkt, dass es ein ehemaliges Gratis-Ebook war. Lesenswert machen das Buch besonders die Charaktere um Ellie herum: Ihr schwuler Freund Mark, der nur ihr bestes will, ihr aber auch schonungslos sagt, wenn sie mal wieder großen Mist gebaut hat. Ellies Mitbewohnerinnen Payton und Ainsley, denen es als Partyqueen und Verbindungsmitglied eigentlich viel eher zuzutrauen gewesen wäre, den Schwur, 'nichts mit dem männlichen Mitbewohner anzufangen' zu brechen. Dann ist da natürlich Ben mit seiner zunächst etwas unnahbaren, aber sehr liebenswerten Art, der außerdem noch eine wunderbare Familie besitzt. Ben ist mir schon bei seiner ersten Begegnung mit Ellie unter die Haut gegangen und war mir, trotz seiner Fehler, sehr sympathisch.
Dass Ellie ihm zwischendurch einfach keine Gelegenheit gibt, sich auszusprechen, ist insgesamt auch mein größter Kritikpunkt an On an Edge of Glass. Ja, Ellie ist manchmal ein anstrengender Charakter. Sie hat das Herz am rechten Fleck und ist eine tolle Freundin. Ihr Drang, alles planen zu wollen, macht sie in Liebesdingen aber zu einer fruchtbaren Versagerin. Denn wenn einem himmelhoch jauchzend oder zu tode betrübt zu Mute ist, sollten Pläne Nebensache sein. Das gilt allerdings nicht für Ellie. Hinzu kommt, dass sie als baldige Collegeabsolventin nicht in der Lage ist, über ihre Gefühle zu reden. Alleine diese Tatsache hat mich schier in den Irrsinn getrieben. Zwar hält auch Ben sich, was seine Intention und Vergangenheit betrifft, erst einmal zurück, doch im Gegensatz zu Ellie kann und will er dann auch mit ihr reden. Meiner Meinung nach machte dieser Zug von Ellie besonders das letzte Drittel von On an Edge of Glass zu einem etwas langgezogenen Drama.

Der Schreibstil von Autumn Doughton war zum Ausgleich sehr charmant und man konnte wirklich viel und herzhaft lachen. Das lag zu einem Großteil an den Wortgefechten zwischen Ellie und Mark und an ihren Betrachtungen zu ihren Mitbewohnerinnen und deren Lebenswandel oder über ihr Leben und den gesamten Kosmos an sich.
Das eigentliche Ende hat mir dann wieder ziemlich gut gefallen. Man sieht, dass man seine Träume nicht aufzugeben braucht, wenn einen die Liebe packt und wenn man bereit ist, auch den einen oder anderen Kompromiss einzugehen. Außerdem versinkt das Buch zum Ende nicht im Kitsch, sondern bleibt lebendig und nachvollziehbar. Ich habe On an Edge of Glass mit einem Lachen beendet und bin mir sicher, nicht das letzte Buch von Autumn Doughton gelesen zu haben.

Fazit: Ein sehr unterhaltsames und oft lustiges Buch, dessen etwa unreife Züge der Protagonistin es einem zwischendurch nicht ganz leicht machen.
Das E-book gibt es aktuell nicht mehr kostenlos, aber immer noch bestechend günstig. Ein Blick lohnt sich. Zu einer deutschen Übersetzung ist mir nichts bekannt.

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Cover Lycidas deutsch

Emily Laing ist wie viele andere Kinder im schrecklichen Waisenhaus Rotherhithe untergebracht. Sie weiß nicht wer ihre Eltern sind und auch nicht warum sie ins Waisenhaus abgegeben wurde, doch eins weiß sie - sobald sie kann, will sie weg von hier. Der Leiter des Waisenhauses ist grausam und vollkommen unmenschlich. Für ihn sind die Kinder nur eine Möglichkeit an Geld zu gelangen und das über verschiedene Wege.
Emily und die anderen Kinder müssen für ihn arbeiten und betteln gehen. Das Schlimmste jedoch ist die Übergabe an Madame Snowhitepink. Diesen Namen hat die kalte Frau von den Kindern auf Grund ihres Aussehens bekommen. Sie ist stark hell geschminkt und trägt dazu pinken Lippenstift. Wenn sie die Kinder anlächelt, bleibt denen fast das Herz stehen. Nicht viele kehren zurück, wenn sie einmal von ihr mitgenommen wurden. Und keiner weiß was mit den Kindern passiert. Nur eine - Aurora, Emilys beste Freundin. Sie war einmal mit bei der schrecklichen Frau, weigert sich aber über die Geschehnisse zu sprechen.
Nicht lange, und Emily soll erfahren, wer hinter dieser Frau steckt.

Eines Abends erscheint Emily eine Ratte in der Küche. Zu aller Verwirrung beitragend spricht diese Ratte und stellt sich als Lord Brewster vor. Er trägt ihr auf, sie solle ein wachsames Auge auf den kleinen Neuzugang haben. Mara heißt sie und ist gerade erst 2 Jahre alt.
Doch dazu kommt Emily nicht mehr. Sie hat beschlossen etwas über ihre Herkunft zu erfahren und schleicht sich nachts in das Büro des Heimleiters. Auf einmal sieht sie leuchtende Augen vor der Fensterscheibe und wirft vor Schreck einen Stapel Bücher um. Sie rennt zum Fenster und sieht eine haarige Gestalt in das Fenster unter ihr springen. Glas splittert und ein kleines Mädchen fängt an zu weinen - Mara! Sie ist entführt worden. Was hat das alles zu bedeuten?
Emily wird vom Heimleiter in seinem Büro erwischt. Sie weiß, dass die Strafe schlimm sein wird und sieht nur einen Ausweg: Flucht! Sie muss ihre Freundin Aurora zurück lassen, doch diese deckt ihr den Rücken und kann Emily somit genug Zeit verschaffen.
Auf ihrem Weg durch die dunklen Straßen Londons wird sie verfolgt. Plötzlich sieht sie sich den gleichen glühenden Augen gegenüber stehen. Das Wesen erschreckt sie. So etwas kann es gar nicht geben! Ein Wesen, halb Mensch, halb Wolf! Doch Emilys Rettung naht. Lord Brewster kommt mit vielen anderen Ratten und gemeinsam gelingt ihnen die Flucht.
Völlig fertig von diesen Erlebnissen und nicht mehr wissend was überhaupt gerade mit ihr passiert ist, wird Emily in das Haus von Herr Wittgenstein gebracht. Seine Aufgabe ist es nun die kleine Emily aufzuklären, was das alles zu bedeuten hat und warum ausgerechnet ihr das passiert.

Der erste Band der Die uralte Metropole-Reihe ist nichts für nebenher. Dieses Buch braucht Zeit und Aufmerksamkeit. Zuerst muss man sich als Leser mit den vielen verschiedenen Lebewesen vertraut machen, um nachher den Anschluss zu behalten, wer zu wem gehört. Der Autor gibt dem Leser erst nach und nach Infos zu den jeweiligen Personen und so braucht es gute 100 - 150 Seiten um ins Buch zu starten. Bei einem über 800 Seiten umfassenden Werk allerdings nichts Ungewöhnliches.
Der Schreibstil von Christoph Marzi sagte mir bereits früher zu, deswegen wusste ich auch von vorn herein, dass dieses Buch trotz seines Umfangs nicht langatmig werden würde. Und dem ist auch so. Er schafft es die Personen richtig darzustellen, aber dem Leser auch Raum zu lassen für eigene Interpretationen.

Ich mag die verschiedenen Figuren sehr gern und habe sie bei jeder Zeile bildlich vor Augen. Sicherlich agiert mancher auch mal unverständlich, aber darum geht es in diesem Buch ja auch. Was ist das Resultat, wenn ich mich so entscheide und nicht anders? Mit diesem Gedanken muss sich Emily immer wieder rumschlagen.
Es gibt eine Kleinigkeit die mich sehr gestört hat, aber im Laufe des Buches etwas abnimmt. Ich will euch nicht verraten was es ist, aber ich glaube ihr werdet es sehr schnell herausfinden ;)
Von mir bekommt dieses Buch definitiv die volle Punktzahl, einfach weil es so wunderschön das jetzige London mit längst vergangenen Zeiten verbindet und das Lesen wirklich Freude bereitet.

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