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Cover The Weight of Souls Englisch

Auf der 16-jährigen Taylor Oh lastet ein uralter Familienfluch: Sie kann die Geister ermordeter Menschen sehen. Gelingt es einem dieser Geister sie zu berühren, bildet sich ein schwarzes Mal auf ihrer Hand. Wenn das passiert, hat Taylor nur noch wenige Wochen Zeit, um den Mörder ausfindig zu machen und das Zeichen auf ihn zu übertragen. Denn über kurz oder lang kommt die Dunkelheit zum Träger des Zeichens und verschlingt in - und Taylor möchte es nicht mehr auf ihrem Körper tragen, wenn das erst einmal passiert. Sie weiß nicht genau, was mit den Menschen geschiet, wenn sie erst einmal in der Dunkelheit verschwinden. Sie geht aber davon aus, dass sie ihre gerechte Strafe bekommen, denn die Geister der Opfer finden danach Ruhe und können ins Licht gehen.
Taylor hat zwar Angst vor den Geistern und würde am liebsten gar nicht mehr aus dem Haus gehen, um sie zu vermeiden, hat sich ihren Schicksal aber mehr oder weniger ergeben. Im Gegensatz zu ihrem Vater. Er ist der festen Überzeugung, Taylor sei einfach nur krank und leidet unter Halluzinationen - wie schon ihre Mutter. Seit Jahren schon ist der Wissenschaftler nun schon auf der Suche nach einem Heilmittel und will nichts von Taylors Erklärungen hören.
Momentan hat sie aber ganz andere Probleme. Einer ihrer Mitschüler ist auf mysteriöse Umstände ums Leben gekommen und erscheint ihr nun als Geist. Es ist aber nicht irgendein Mitschüler. Es ist Justin, der Junge, der ihr Leben seit Jahren zur Hölle macht. Er und seine Clique haben nie eine Gelegenheit ausgelassen, Taylor zu quälen. So wie es aussieht, hat er auch nicht vor, als Toter damit aufzuhören.
Doch Taylor hat keine Wahl, sie muss Justins Mörder finden. Doch wie soll sie das anstellen, wenn Justin sich nur wenig kooperativ zeigt? Die beiden müssen sich zusammenraufen, um Taylors Leben zu retten. Und Taylor stellt dabei fest, dass ihr Justin doch nicht so egal ist, wie sie immer dachte...

The Weight of Souls von Bryony Pearce war endlich mal wieder ein Buch, das mich angenehm überraschen konnte. Es ist eine frische Geschichte mit viel Tempo, die von Anfang an zu fesseln wusste. Dabei ist sie eigentlich alles andere als perfekt. Im Gegenteil, es gibt tatsächlich gleich einige Punkte, die ich theoretisch anzumäkeln hätte. Doch irgendwie ist The Weight of Souls so charmant und interessant, dass mir das Meiste gar nichts mehr ausgemacht hat.
Ein gutes Beispiel dafür sind die Charaktere, die sind nämlich eigentlich eher schwierig. Taylor ist zwar sehr sympathisch und clever, neigt aber auch ein bisschen zum Jammern, kann ganz schön zickig sein und vergisst mit all ihren Problemen gerne mal, dass es auch noch andere Menschen auf der Welt gibt. Die wirkliche Überraschung aber war Justin. Am Anfang hätte ich niemals erwartet, ihn jemals mögen zu können. Denn was er und seine Freunde Tamsin, James, Harley und Pete Taylor und ihren Mitschülern so antun, sind wirklich keine Kleinigkeiten, sondern faustdickes Mobbing. Und trotzdem hat Justin wider Erwarten und nach einigen Erklärungen doch die Kurve gekriegt (auch wenn es sehr knapp war und seine Gründe nur bedingt gerechtfertigt waren).
Auch bei der Geschichte selbst gibt es ab und an ein paar Stolpersteine. Z.B. war ich immer mal wieder ein wenig verwirrt, was das Alter der Figuren angeht. Eigentlich sollten sie um die 16 bis 17 Jahre alt sein. Wenn man aber manchen Kommentaren berücksichtigt, dann sollten sie eigentlich erst 15 sein. Es gibt außerdem immer wieder ein paar Zeitsprünge bzw. eine Geschichte in der Geschichte, die Taylors Fluch und seine Herkunft genauer erklärt. Diese Erzählstränge sind zwar sehr wichtig und spannend, allerdings sind sie meist ziemlich kurz und müssen daher immer wieder aufgenommen werden. Weniger, aber dafür länger Sequenzen hätten für einen flüssigeren Erzählfluss gesorgt.

Und trotzdem hat mir The Weight of Souls von Bryony Pearce wirklich richtig gut gefallen - vermutlich sogar besser, als es mir rein objektiv betrachtet gefallen sollte. Die Geschichte nimmt immer wieder überraschende Wendungen und scheut sich auch nicht, teilweise recht heftige Wege zu gehen, gerade was das Mobbing und die Umstände um Justins Tod angehen. Am Anfang war ich ein wenig skeptisch, da ich die Verhältnisse wirklich extrem fand (wie gesagt, was Justin und seine Freunde tun geht weit über gelegentliche Schulhofhänseleien hinaus). Sobald man aber erst mal tiefer in die Geschichte einsteigt und die Hintergründe zu verstehen beginnt, ist auch das ziemlich gelungen.
An Romantik fehlt es natürlich ebenfalls nicht. Zwar hätte sich die Autorin ein wenig mehr Zeit lassen und auch ein paar romantische Szenen mehr einbauen können, die Liebesgeschichte selbst hat es mir aber total angetan und war wirklich süß.

Wenn man bereit ist, über ein paar kleinere Makel hinweg zu sehen, dann erwartet den Leser mit The Weight of Souls von Bryony Pearce ein tolles Urban Fantasy Abenteuer, das mit viel Charme, Spannung, Humor und Romantik überzeugen kann.

Momentan ist The Weight of Souls noch ein Einzelroman und kann auch als solcher gelesen werden. Dennoch bleibt von der Geschichte noch so viel offen, dass man sich weitere Bücher vorstellen könnte. Ich jedenfalls würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen.
The Weight of Souls erscheint am 1. August in England und am 6. August 2013 in den USA. Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir bisher noch nichts bekannt.

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Cover Faking It Englisch 1

Bliss hat ein Problem. Sie steht kurz davor, ihr letztes Semester an der Universität anzufangen und sollte sich eigentlich Gedanken machen, was sie danach tun will. Schließlich hat man es als Schauspielschüler sowieso schon nicht gerade leicht, einen guten Job zu finden. Doch Bliss plagen gerade ganz andere Probleme. Denn sie ist sich ziemlich sicher, dass sie die einzige 22-jährige Collegeabsolventin ist, die noch ihre Jungfräulichkeit besitzt. Und langsam hat sie keine Lust mehr darauf.
Als sie den großen Fehler begeht, ihrer besten Freundin Kelsey von ihrem...Zustand zu erzählen, sieht sie es als ihre Pflicht, diesen so schnell wie möglich zu beheben und schleift Bliss prompt in die nächstgelegene Bar. Eigentlich macht sich Bliss keine allzu großen Hoffnungen, jemanden zu finden, der ihr wirklich gefällt. Mittlerweile ist sie aber an dem Punkt angekommen, an dem es auch ein Mindestmaß an Anziehung tut. Sie will es einfach nur hinter sich bringen.
Doch dann begegnet ihr Garrick. Er sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern er ist auch charismatisch, aufrichtig nett und eindeutig an ihr interessiert. Und er hat einen BRITISCHEN AKZENT. Bliss ist hin und weg von ihm und ist überzeugt, den perfekten Kandidaten für ein One Night Stand gefunden zu haben. Und tatsächlich scheint Garrick mehr als gewillt zu sein. Doch als sich die beiden kurze Zeit später in Bliss Wohnung wiederfinden und der große Moment kurz bevor steht, bekommt sie plötzlich doch Panik - und schafft, es sich vor Garrick vollkommen lächerlich zu machen.
Zwar ist Bliss der ganze Abend unglaublich peinlich, doch zumindest muss sie Garrick nie wieder sehen. Zumindest bis sie am nächsten Tag in der Uni in ihren Schauspielkurs geht. Und ihren neuen Professor kennenlernt. Den sie keine 8 Stunden vorher allein, nackt und ziemlich verwirrt in ihrem Bett sitzen gelassen hat...

Cover Faking It Englisch 2

Kein Wunder also, dass die Situation für Bliss in Cora Carmacks Losing It / Losing it - Alles nicht so einfach erst einmal ganz schön unangenehm ist. Sie ist eigentlich jemand, der immer alles unter Kontrolle haben muss und alles genau durchdenkt und analysiert. Leider klappt aber selten etwas so, wie sie es sich vorher vorstellt. Denn Bliss lässt sich sehr schnell nervös machen, steht sich gerne selbst im Weg und ist so ziemlich der schlechteste Lügner, den man sich vorstellen kann. Trotzdem mochte ich sie wirklich sehr. Vor allem, da ihre manchmal etwas chaotischen Gedankengänge meist nicht nur ziemlich witzig, sondern auch sehr sympathisch sind. Garrick war da schon eine härtere Nuss. Am Anfang war ich mir nicht so sicher, was ich von ihm halten sollte. Doch schon nach kurzer Zeit war ich ähnlich von ihm angetan, wie Bliss. Er war mal eine angenehme Abwechslung von den ewigen Bad Boys.
Für manche Leser könnte die Lehrer-Schüler-Beziehung allerdings eventuell ein Problem darstellen. Für mich persönlich war das allerdings kein bisschen der Fall. Denn 1. haben sich die beiden ja schon vorher kennengelernt und 2. ist Garrick, der gerade erst seinen Doktor gemacht hat, selbst nur ein paar Jahre älter, als Bliss. Auch wenn es meiner Meinung nicht wirklich skandalös war, hat es der Geschichte trotzdem einen interessanten Twist verliehen und definitiv immer wieder für Spannungen und Konflikte gesorgt.

Doch es gibt auch ein paar Punkte, die mir missfallen haben. Zum einen nimmt die Spanne von Bliss und Garricks erstem Kennenlernen bis zu ihrem unangenehmen Wiedersehen im Hörsaal fast das gesamte erste Viertel des Buchs ein und das war einfach zu viel. Da gibt es gleich ein paar Stellen, die ich als etwa zu langgezogen empfand. Denn eigentlich ist das Buch grundsätzlich eher kurz. Daher wäre es mir lieber gewesen, Cora Carmack hätte uns mehr Szenen aus Bliss und Garricks Alltagsleben gezeigt, als ihr erstes Treffen so lange hinzuziehen.
Außerdem ist mir Bliss manchmal etwas zu nah am Wasser gebaut. Es gibt ein, zwei Situationen, in denen sie arg dramatisch reagiert und zusammenbricht, wenn doch eigentlich noch gar nichts verloren ist.

Cover Losing It Deutsch

Wer mich auch nur bedingt überzeugen konnte, sind die Nebencharaktere. Einige sind wirklich großartig, andere eher überflüssig oder nicht immer sympathisch. Leider trifft das ausgerechnet auch auf Bliss beste Freunde Kelsey und Cade zu. Grundsätzlich mag ich sie, aber beide haben Momente, in denen sie nicht gerade durch Fairness glänzen.

Insgesamt ist Losing It / Losing it - Alles nicht so einfach von Cora Carmack aber eine fröhliche Geschichte über ein Mädchen, das zwar eigentlich nur Sex gesucht, aber viel mehr gefunden hat, und dabei eine große Entwicklung durchmacht. Zwar ist die Handlung relativ einfach gestrickt und der ganze Roman recht knapp geraten, trotzdem bekommt der Leser eine romantische, sympathische, lustige und süße Liebesgeschichte, die einen zufrieden und mit einem Lächeln das Buch zuschlagen lässt.

Und ihre Geschichte geht weiter. Die Novelle Keeping Her / Keeping Her - Nichts einfacher als das (keine Rezension) erscheint am 13. August 2013 und handelt wieder von Bliss. Doch auch andere Charaktere bekommen ihre eigenen Bücher: Cades Geschichte Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel ist bereits erschienen und Kelseys Buch Finding It / Finding It - Alles ist leichter mit dir folgt am 26. September 2013.

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Cover Dirty Laundry Englisch

Als Adam eines Abends seine Wäsche in Tucker Springs Laund-O-Mat wäscht, ahnt er noch nicht, dass dieser Tag ein Wendepunkt für ihn werden wird. Denn als er – mal wieder – von einer Gruppe alkoholisierter Studenten belästigt und beleidigt wird, kommt Rettung von ganz unerwarteter Seite: Plötzlich steht ein Hüne von einem Cowboy vor ihm, der sich als Denver vorgestellt und die Rowdies in Sekunden verscheucht. Was folgt ist eine für Adam sehr untypische Art seinen Dank zu zeigen. Er hat schmutzigen, harten, schnellen und sehr öffentlichen Sex mit seinem Retter.
Für Adam war das ein extremer Schritt, denn er hat Zwangsneurosen. Ordnung bestimmt sein Leben. Doch nicht nur in den offensichtlichen Dingen wie Sauberkeit. Nein, für Adam hat jedes Ding seinen Platz – auch Menschen. Deshalb ist es für ihn schrecklich sich in anderen Häusern aufzuhalten oder (noch schlimmer) Besuch in seiner eigenen Wohnung zu empfangen. Außerdem zweifelt er alles an. Jede noch so kleine Entscheidung, die er im Alltagsleben fällt, stellt er in Frage. Deshalb ging auch seine letzte (und einzige) Beziehung zu seinem Kommilitonen Brad in die Brüche.
Das Abenteuer mit Denver war also aus vielerlei Hinsicht außerhalb seiner Komfortzone. Und sollte sich eigentlich nicht wiederholen. Doch irgendetwas ist an Denver, das Adam zumindest für den Augenblick all seine Neurosen und Ängste vergessen lässt. Vielleicht ist der muskelbepackte Cowboy genau die Therapie, die Adam braucht...

Und diese Therapie fällt in Dirty Laundry von Heidi Cullinan sehr ungewöhnlich aus. Denn zwischen den beiden entwickelt sich eine nicht ganz typische D/s Beziehung, die mir, als eher bedingtem Freund von BDSM, ausnahmsweise mal ganz gut gefallen hat. Zwar ist es sicherlich fraglich, ob es in der Realität psychologisch wirklich so eine gute Idee ist, seine Probleme auf diese Art zu lösen, für Unterhaltung sorgt es allerdings allemal.
Leider konnte ich mich aber dennoch nicht wirklich für Dirty Laundry begeistern und das ist, wie schon bei anderen Büchern dieser Autorin, auf ihren Schreibstil zurückzuführen. Der ist nämlich oft sehr langatmig. Viele Szenen und Momente werden extrem in die Länge gezogen, wenn meine Aufmerksamkeit eigentlich schon längst woanders hingezogen wird und ich das Interesse verloren habe. Besonders stark ist das aufgefallen, wenn es um Adams Neurosen ging. Denn er verrennt sich schon immer sehr gerne in seine Ängste und Panikattacken und dieses ewige Hin und Her in seinem Kopf war mir oft schlichtweg zu viel. Natürlich muss ein OCD Patient sein Leben lang ständig selbst mit diesen Gedanken herumlaufen und eine Kostprobe davon hat das Buch auch durchaus sehr interessant und intensiv vermittelt. Dennoch war es mir in diesem Ausmaß einfach zu viel und hat ein wenig das Lesevergnüge genommen.
Auch dass es eigentlich keinen normalen Sex gibt, sondern er immer etwas mit BDSM und damit auch den Neurosen zu tun hatte, finde ich schade. So richtig konnte ich mich deshalb nie mit der Beziehung zwischen Denver und Adam anfreunden, einfach weil mir ein bisschen die Ruhe, Alltag und Nähe gefehlt habe.

Einige süße, herzliche und romantische Szenen gibt es im dritten Teil der Tucker Springs-Reihe natürlich trotzdem. Dirty Laundry von Heidi Cullinan ist dennoch bisher das Buch, dass mir in dieser Reihe bisher am wenigsten gefallen hat. Dafür war mir die Geschichte in zu viele verschiedene Geschichten gezogen und teilweise einfach zu langweilig.

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Cover Free Souls englisch

Enthält Spoiler für Open Minds / Open Minds - Gefährliche Gedanken und Closed Hearts / Gefährliche Hoffnung, die ersten beiden Bände der Mindjack Trilogy.

Kira kämpft darum, den unwiederbringlichen Verlust von Rafs Liebe und Zuneigung zu verkraften. Am besten kann sie das schwarze Loch in ihrem Herzen durch Aktivitäten für Julians revolutionäre JFA auszufüllen. Seit sie vor einigen Monaten freiwillig vor dem JFA-Hauptquartier in Jackertown aufgetaucht ist, hat sie eine Menge gelernt: Nahkampftechniken, Meditation und die Fähigkeit, in ihrem eigenen Geist Nervenbahnen zu aktivieren oder zu hemmen, machen Kira zu einer ziemlich perfekten Waffe gegen Mindreader aber auch gegen andere Mindjacker.
Kira unterstützt Julians Pläne inzwischen vollkommen. Nicht nur seine einnehmende Art und seine eher unheimlichen Jackerkräfte als Handler, auch seine Integrität gegenüber all seinen Jackerfreunden und -schützlingen haben Kira überzeugt. Julian sieht die Mindjacker als nächsten Evolutionsschritt und glaubt, dass sich über kurz oder lang die Mindreader zu Mindjackern entwickeln werden. Doch diesem eher langsamen Prozess stehen zwei nicht zu unterschätzende Feinde entgegen, die sich mit ihren perfiden Plänen verbündet haben:
- Krestel, obwohl selbst ein Jacker, hasst seine eigene Spezies mit Leib und Seele. Er hat sich das Ziel gesetzt, die Mindjacker auszurotten. Insbesondere Kira steht auf der Liste seiner Wunschopfer ganz weit oben.
- Senator Vellus fährt andere Geschütze auf: Neben den Antijacker-Helmen, plant er ein ganzes Zentrum, in dem Jacker gehalten werden können, ohne eine Gefahr für andere zu werden. Außerdem lässt er eine Barrikade um Jackertown bauen, um Julian und JFA dauerhaft zu isolieren. Im ganzen Land hat er Testlabore eingerichtet, in denen die Menschen auf Jackergene hin untersucht werden. Die, die sich als Jacker entpuppen, werden gekennzeichnet und verlieren ihre Rechte als Mitglieder der Gesellschaft der Mindreader.
Kira, Julian, Ava, Sasha, Anna und die übrigen Revolutionäre müssen sich beeilen, um das Leben der Mindjacker doch noch zum Positiven zu wenden...

Free Souls ist der fulminante Abschluss der Mindjack Trilogy. Das Buch ist wieder extrem spannend und gut geschrieben. Beim Lesen von Free Souls lässt sich kaum etwas vorhersehen, stattdessen darf man sich auf zahlreiche überraschende Wendungen freuen. Zudem gelingt es Susan Kaye Quinn, die Geschichte nicht nur logisch abschließen zu lassen, sondern auch wieder neue Aspekte der Mindjacker-Welt zu zeigen. Kira beispielsweise hat ihre Fähigkeiten enorm erweitert und alleine die Sequenzen, in denen man sie bei ihren Missionen oder beim Eintauchen in ihren Geist begleiten darf, sind atemberaubend. Wann gibt es das mal in einem Buch, dass sich der Geist der Protagonistin dermaßen fortentwickelt, dass alleine das einen zum Weiterlesen bringt?

Drüber hinaus hat mir sehr gefallen, wie Susan Kaye Quinn die Liebesgeschichten über die ganze Mindjack Trilogy aufgebaut hat. Es gibt verschiedene Personen, die sich in Kira verlieben und in die auch sie sich zum Teil verliebt. All das passiert aber ohne Hast, nachvollziehbar und - insbesondere in Closed Hearts / Gefährliche Hoffnung und in Free Souls - nacheinander. Was für eine Wohltat, mal kein endloses Liebesdreieck erleben zu müssen.

Für mich war Free Souls perfekt. Allerdings bleibt eine Frage offen. Vielleicht geht es nur mir so: Doch ich hätte zu gerne gewusst, was Krestel zu dem gemacht hat, der er ist. Zu Senator Vellus bietet einem Susan Kaye Quinn eine tolle Erklärung an, bei Krestel ist das nicht der Fall. Auch die Kurzgeschichten zur Trilogie (Mindjack Origins Collection (keine Rezension)) liefern diesbezüglich keine weitere Aufklärung. Vermutlich muss man sich einfach damit abfinden, dass Krestel ein gefühlskalter, schlauer Psychopath ist, der der klassischen Diagnose (Psychopathie - Wikipedia) insofern widerspricht, als das ihm nicht an einem Ziel mangelt. Beim Lesen/Verschlingen von Free Souls war ich so gebannt, dass mir diese Erklärung nicht gefehlt hat. Im Nachhinein hätte ich es aber zu gerne gewusst.

Fazit: Free Souls ist ein atemberaubender Abschluss der Mindjack Trilogy, der erneut mit vielen überraschenden Wendungen aufwarten kann. Insgesamt hat Susan Kaye Quinn eine fantastische Reihe geschrieben, die eine so spannende Gedankenwelt erschafft, dass man neidisch auf das Wasser in Kiras Welt werden kann. Absolut empfehlenswert.

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Cover Frigid Englisch

Seit er sie als Kind auf dem Spielplatz geschubst hat (und sie ihn dafür Matschkuchen essen lies), sind Sydney und Kyler die besten Freunde - und fast genauso lang ist Syd auch in ihn verliebt. Dummerweise scheint Kyler das nicht zu erwidern.
Mittlerweile sind die beiden 21 und fangen gerade ihr letztes Semester am College an. Während Syd gerade mal einen ernsthaften Freund hatte, mit dem es auch noch nicht gerade im Guten auseinander ging, hat Kyler jede Nacht ein anderes Mädchen in seinem Bett. Eine wirkliche Beziehung hatte er aber noch nie. Trotzdem verletzt es Syd jedes Mal wieder aufs Neue, wenn sie sieht, wie er ein Mädchen nach dem anderen abschleppt. Sie weiß, es wäre besser für sie, ihre Schwärmerei aufzugeben und jemand anderen zu daten, anstatt auf einen Jungen zu warten, der in ihr doch niemals mehr als eine Freundin sehen wird...

Für Kyler ist Sydney immer auf einem unerreichbaren Podest gestanden. Niemand ist gut genug für sie - schon gar nicht er selbst. Da macht es auch keinen Unterschied, dass niemand sie so gut kennt wie er, oder dass sie die schönsten Augen der Welt hat. Doch da er der festen Überzeugung ist, niemals gut genug für sie zu sein, sucht er sich Ablenkung, wo er nur kann - meist in Form von Parties und anderen Frauen.

Als sich die beiden in den Weihnachtsferien auf den Weg zu ihrem alljährlichen Skiurlaub in Kylers Ferienhaus nach Snowshoe machen, ahnen sie noch nicht, was sie erwartet. Von einem Blizzard eingeschneit und mit nichts, dass sie von der Anziehung zueinander ablenken könnte, kommen Gefühle zum Vorschein, die beide jahrelang für sich behalten haben...

Schon wenn man die Zusammenfassung von Frigid von J. Lynn liest, dürfte dem Leser wohl klar sein, dass es sich die beiden Hauptfiguren hier unnötig schwer machen. Und in der Tat ist es oft wirklich frustrierend zu sehen, wie sehr sich die beiden selbst im Weg stehen.
Am Anfang ist das allerdings noch gar nicht so sehr aufgefallen. Die Geschichte ist sowohl aus Kylers als auch Sydneys Sicht geschrieben und so bekommt man sehr schnell ein Gefühl für diese beiden Charaktere. Syd ist ein bisschen naiv und unbedarft, trinkt nur selten und ist ein kleiner Streber, während Kyler ein Party Animal ist und bei den Frauen wie gesagt nichts anbrennen lässt. Eigentlich sollten die beiden nichts gemeinsam haben, ihre Freundschaft funktioniert aber irgendwie. Für beide gibt es niemand wichtigeren als den jeweils anderen und bis zu einem gewissen Grad kauft man ihnen diese Freundschaft auch ab.
Natürlich können die beiden aber nicht einfach reinen Tisch machen und zu ihren Gefühlen stehen, die für beide alles andere als neu sind. Selbst dann nicht, wenn die Anziehung zwischen ihnen nicht mehr zu leugnen ist und es zum ersten Kuss kommt. Es ergibt sich ein ewiges Hin und Her zwischen den beiden. Leider wurde das irgendwann ziemlich frustrierend und auch wenn ich Syd und Kyler grundsätzlich immer noch sehr gern mochte, gehen sie einem nach einer Weile doch schnell mal auf die Nerven.
Da die beiden ja eingeschneit und somit ans Haus gefesselt sind, gibt es über weite Teile der Geschichte nichts, außer der Interaktion zwischen Syd und Kyler. Mir persönlich haben da wirklich Nebencharaktere gefehlt, die ein wenig von dem künstlichen Drama ablenken. Andere Figuren bekommt man nur ganz am Anfang und am Ende der Geschichte zu sehen. Ansonsten muss man sich fast ausschließlich mit diesen beiden Figuren zufrieden geben. Um da ein bisschen dagegen zu wirken, versucht J. Lynn mit einer Seitengeschichte um einen Einheimischen, der noch ein Hühnchen mit Kyler zu rupfen hat, für etwas Abwechslung zu sorgen. Ich für meinen Teil empfand die allerdings als ziemlich albern und unpassend und es hat das Buch eher schlechter als besser gemacht.

Alles in allem ist Frigid ein eher enttäuschendes Buch von J. Lynn, die auch als Jennifer L. Armentrout schreibt. Es ist eine meist nette und romantische Geschichte zwischen zwei besten Freunden, die eigentlich viel mehr als nur Freundschaft wollen. Sie ist leicht, fluffig und ziemlich banal. Die Figuren sind einfach gestrickt, voller Zweifel und neigen zu Drama. Wer ein besonderes Leseerlebnis sucht, dem würde ich dann doch definitiv ein anderes Buch empfehlen.

Frigid ist bisher nur auf Englisch erschienen. Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir bisher noch nichts bekannt.

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