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Cover Deeper Englisch

Die 19-jährige Rain fängt gerade ihren neuen Sommerjob in einem großen Wasserpark in Kalifornien an. Sie ist der jüngste Supervisor im Team und hat genaue Vorstellungen, wie sie es leiten will. Sie duldet keine Regelverstöße und Sicherheit geht immer vor. Unter ihrer Aufsicht stirbt niemand und sie erwartet von allen Mitarbeitern stets vollen Einsatz. Nicht bei allen Kollegen stößt sie damit allerdings auf große Gegenliebe.
Vor allem bei Knight eckt sie von Anfang an an. Er arbeitet bereits seit vielen Jahren im Wasserpark und sieht überhaupt nicht, wieso er den Job nicht alleine machen kann. Er braucht keinen Kontrollfreak wie Rain, der ihm sagt, wie er sein Team zu führen hat.
Doch ob sie wollen oder nicht, die beiden müssen lernen zusammen zu arbeiten – und irgendwie, die sexuelle Spannung, die von Anfang an zwischen ihnen herrscht, zu ignorieren. Denn Rain hat sich selbst ein Versprechen gegeben: Keinen Sex und sie darf sich auf keinen Fall verlieben. Das hat sie nicht verdient, nachdem ihr Freund William letzten Sommer wegen ihr gestorben ist. Daher rührt auch ihr Drang, immer für die Sicherheit aller zu sorgen, ohne Rücksicht auf ihre eigene. Doch Knight kann nicht tatenlos zusehen, wie sich das Mädchen, in das er sich langsam aber sicher verliebt, selbst aufgibt.

Schon kurze Zeit, nachdem ich mit Deeper von Blue Ashcroft angefangen habe, war ich mir ziemlich sicher, dass ich mit diesem Buch und seiner Heldin nicht warm werden würde. Gleich auf der ersten Seite z.B. sagt Rain, "I’m tired of [...] listening to the endless teen conversations that I outgrew last summer. Now I think of deeper things, like how far the ocean goes, and whether stars are alive [...]." Jepp, das ist wirklich tiefgründig. Und so geht es das ganze Buch weiter. Rain nimmt sich und ihren Job unglaublich wichtig und auch wenn es selbstverständlich ist, dass der Job als Bademeister sehr wichtig ist, tut sie gerade so, als herrsche Krieg und sie sei eine Bombenentschärferin (vielleicht erinnert sich der ein oder andere an die How I Met Your Mother Folge mit James Van Der Beek als selbstgefälliger, wichtigtuerischer Bademeister - an ihn hat mich Rain manchmal erinnert ;). Ich verstehe, dass das Trauma, das sie im letzten Jahr durchmachen musste, starke Spuren bei ihr hinterlassen hat. Sympathischer hat sie mir das aber dennoch nicht gemacht. Ihre Schuldgefühle deswegen kann ich ebenfalls nicht unbedingt nachvollziehen, genauso wenig wir ihr übertriebenes Festklammern an dieser Schuld und ihren daraus resultierenden, selbstauferlegten Regeln. Die Verbindung zu William war nämlich nicht gerade stark und innig.
Rain ist aber nur teilweise Schuld, warum mir dieses Buch so gar nicht gefallen wollte. Denn es ist auch in anderen Bereichen furchtbar übertrieben. Wir begleiten Rain nur in den ersten paar Wochen in ihrem neuen Job und allein in dieser kurzen Zeitspanne gibt es gleich mehrere Vorfälle, die Vergewaltigung oder sexuelle Belästigung beinhalten. Man fragt sich ernsthaft, in welchen Verhältnissen die Menschen dort leben, wenn ein paar 14-jährige Jungen gleich zwei weibliche Bademeister in einem gut besuchten Schwimmbad belästigen können und keiner etwas tut. Die meisten Situationen dieser Art kamen mir ziemlich übertrieben, unrealistisch und an den Haaren herbei gezogen vor.
Doch auch abseits der Handlung ist das Buch nicht unbedingt besser. Der Schreibstil ist durchwachsen und oft ziemlich kitschig. "Tiefgründige" Gedankengänge, wie das Beispiel am Anfang der Rezension, gibt es oft und machen das Buch – zumindest in meinen Augen - nicht gerade anspruchsvoller. Außerdem kommt die Autorin oft mit den Namen ihrer Charaktere durcheinander. So wird aus Dan schnell mal Nate und aus Nate Patrick. Mit etwas Glück wurde das allerdings vielleicht mittlerweile behoben, da ich hatte ein Leseexemplar vorliegen hatte.

Der einzige Grund, warum ich Deeper überhaupt noch ein paar Sterne gegeben habe, ist Knight. Zwar hat auch er mit seinem extrem ausgeprägten Beschützerinstinkt ein paar sehr irritierende Eigenschaften, im Grunde fühlt er sich aber wesentlich realistischer und ehrlicher an, als Rain. Auch er hat mit einem schmerzhaften Verlust in seiner Vergangenheit zu kämpfen, der allerdings tausendmal nachvollziehbarer ist, als der von Rain. Knight hat außerdem durchaus ein paar nette Szenen und Oneliner, die das Buch zumindest ein wenig unterhaltsamer gemacht haben.

Doch auch das konnte Deeper von Blue Ashcroft für mich am Ende nicht mehr retten. Zu viel völlig überzogenes Drama und eine sehr anstrengende, unglaubwürdige Heldin haben es mir unmöglich gemacht wirklich Zugang zu diesem Buch zu finden und mich mehr als einmal mit den Augen rollen lassen.

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Branded

28.07.2013
Cover Branded Englisch

In den USA der Zukunft werden Kriminelle nach einem sehr einfachen System verurteilt. Sie und ihre Sünden sind an den farbigen Brandmalen um ihren Hals zu erkennen:

Blau für Lust
Orange für Völlerei
Geld für Habgier
Schwarz für Faulheit
Rot für Zorn
Grün für Neid
Lila für Stolz

Diese Kriminellen werden Sinner (Sünder) genannt und sobald sie nur in Verdacht geraten, eine dieser Sünden zu begehen, werden sie sofort verhaftet. Doch man wird nur den Wenigsten von ihnen auf der Straße begegnen und auch nur dann, um die niedrigsten arbeiten auszurichten. Die anderen Sinner verbringen den Rest ihres Lebens in The Hole (Das Loch), einer Art eigener Stadt, in der die Sinner ohne Regeln leben und nur die wenigsten Insassen alt werden. Manche von ihnen haben dort Jobs zu erledigen, andere müssen um jeden Essensrest kämpfen. Die einzigen, die Kontrolle haben, sind der Commander und die Wächter, die ihre Dominanz und Brutalität bei jeder Gelegenheit demonstrieren.

Doch nicht alle Sinner sind auch wirklich schuldig. Immer wieder landen Unschuldige in dieser Hölle, denn wie gesagt reicht schon eine Beschuldigung und schon wird man ohne Prozess abtransportiert.
So ist es auch der 18-jährigen Lexi ergangen. Sie wird der Lust beschuldigt und ohne Umschweife nach Hole gebracht und mit einem blauen Brandmal versehen. Sie kann sich allerdings noch glücklich schätzen, denn anstatt als Prostituierte (wie die meisten anderen Frauen mit einem blauen Mal), wird sie zur Arbeit im einzigen Krankenhaus der Anlage eingeteilt. Sie ist eine der wenigen Sinner, die unter ständiger Bewachung stehen und sie weiß nicht, warum. Bisher gibt es für sie nichts weiter als ihre Arbeit und ihre Zelle, während sich die anderen Sinner um sie herum gegenseitig töten. Doch die hübsche Lexi löst vor allem bei den Männern noch ganz andere Triebe aus.
Ihre einzige Gesellschaft ist ihr Wächter Cole, der sie vor ihren Mitinsassen beschützt, und sein Hund Zeus. Doch Cole wirkt kalt und skrupellos und Lexi weiß, dass sie ihm nicht vertrauen darf...auch wenn er aus irgendeinem Grund ihr verräterisches Herz schneller schlagen lässt.

Mit der Zeit wird Lexi klar, dass sich irgendetwas in Hole zu verändern scheint. Immer wieder schaffen es Sinner, sich Waffen und Sprengstoff zu besorgen und greifen die Wachen an. Und die Aufstände häufen sich. Irgendwo in der Stadt hat sich ein Widerstand gebildet - und Lexi hat mehr damit zu tun, als sie ahnt.

Die Idee von Branded von Abi Ketner und Missy Kalicicki hat mir richtig gut gefallen. Die Welt, in der Lexi lebt, ist von Gewalt geprägt. Denn selbst die Menschen in Freiheit, leben in ständiger Angst davor, von irgendjemandem einer Sünde beschuldigt zu werden. Außerdem ist das ganze System korrupt und die Kluft zwischen arm und reich ist riesig.
Trotzdem ist Hole noch einmal eine ganz andere Art von Hölle. Mord und Vergewaltigung sind an der Tagesordnung und jeder ist sich selbst der nächste. Außerdem tragen alle ihre 'Verbrechen' für jedermann sichtbar um den Hals mit sich herum und können dadurch schnell zum Opfer werden. Vor allem Lexi mit ihrer blauen Markierung wird von allen nur als Flittchen betrachtet.
Wir lernen Lexi kennen, als die Wächter gerade vor ihrer Tür stehen und sie mit nach Hole nehmen wollen. Von da an nimmt die Geschichte extrem schnell Fahrt auf und ich dachte, dass mich eine spannende neue Dystopie erwartet. Leider kann sich der sehr starke erste Eindruck leider nicht über das ganze Buch hinweg halten.
Denn je weiter die Geschichte fortschreitet, umso mehr häufen sich die Schwachpunkte. Denn Vieles ist doch sehr unlogisch bzw. unrealistisch. Ich persönlich lege bei einer Dystopie und bei Science Fiction allgemein großen Wert darauf, dass die Welt und die Handlung gut durchdacht sind. Die Regierung, die Aufstände, die Entwicklungen - all das muss gerade in diesem Genre Sinn ergeben. Das war bei Branded leider nicht immer der Fall.
Z.B. macht das ganz Konstrukt von Hole nicht besonders viel Sinn. Wenn man die Wächter erst einmal kennen lernt, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass sie die Sinner so frei herumlaufen lassen, wie sie es tun, denn eigentlich ist Kontrolle alles für sie. Außerdem werden den Gefangenen bei ihrer Ankunft alle Habseligkeit abgenommen. Dennoch finden sich gerade im Krankenhaus immer wieder persönliche Gegenstände, wie Bücher, Schmuck oder Kleidung. Auch was die zeitliche und räumliche Aufteilung angeht gibt es immer wieder Fehler. So werden aus ein einigen Tagen gerne mal ein paar Stunden oder etwas, das eben noch ein kurzer Fußmarsch war, ist plötzlich eine Strecke, für das man ein Auto braucht.
Auch die Charaktere und Beziehungen sind nicht immer ganz glaubwürdig. Lexi sagt immer, dass sie niemandem vertrauen kann und stark sein muss. Tatsächlich vertraut sie aber sehr schnell und ist meist ein Häufchen Elend, sobald irgendetwas schief läuft. Wenn sie Freundschaften schließt geht das meist sehr schnell und ohne, dass ich als Leser das nachvollziehen konnte. Colt war mir nach anfänglicher Skepsis zwar deutlich sympathischer, aber auch er hat nicht immer wirklich glaubhaft gehandelt. Einziger Lichtblick war sein Hund Zeus, der immer wieder für ein paar nette Szenen gesorgt hat.
Unterstrichen werden all diese Punkte auch noch von dem sehr groben und teilweise zu simplen Schreibstil. Wert aufs Detail wird hier kaum gelegt. Das Meiste wird schnell und manchmal unverständlich abgehandelt. Vor allem aber das Ende wirkt gehetzt und vergleichsweise flach und ereignislos. Wenigstens bleibt dem Leser aber ein Cliffhanger erspart.

Insgesamt war Branded von Abi Ketner und Missy Kalicicki daher ein sehr schwieriges Buch für mich. Denn auch die wirklich tolle Idee konnte über die vielen Schwachstellen nicht hinwegtäuschen, so dass vor allem die zweite Hälfte eine große Enttäuschung war. Ob ich die nächsten Teile der Sinners-Reihe lesen werde, kann ich deshalb noch nicht sagen.
Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir bisher noch nichts bekannt.

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Cover Tegan's Return englisch

Enthält Spoiler für Tegan's Blood.

Tegan ist von Tribane nach Manchester geflohen. Dort lebt sie unter ihrem zweiten Namen Alexandra, hat ihren Uniabschluss nachgeholt und arbeitet jetzt in einer Galerie. Allerdings ist sie ziemlich einsam, weil sie Angst hat, die falschen Leute auf sich und ihr Blut aufmerksam zu machen. Als sie der Vampirschlächter Finn aufsucht und um ihre Hilfe bittet, ein kleines Hexermädchen aus der Hand der Vampire zu befreien, ist Tegan:
- unschlüssig, ob sie sich wirklich der Gefahr aussetzen und nach Tribane zurückkehren soll.
- unschlüssig, ob ihre Sehnsucht nach Ethan sich mit der Tatsache deckt, dass er an der Entführung des Mädchens beteiligt ist.
- unschlüssig, ob sie sich wirklich für viel Geld und einen guten Zweck auf die Seite der Hexer und Vampirschlächter stellen soll.
Als sie in Tribane ankommt, macht sie zwei erschreckende Entdeckungen: sobald sie Ethan sieht, ist es, als würden ihr Verstand und ihr Herz getrennte Wege gehen und außerdem ist ihr Vater spurlos verschwunden...

Tegan's Return von L. H. Cosway hat mir etwas besser gefallen als Tegan's Blood. Trotzdem gibt es einiges, was ich an Band 2 der The Ultimate Power-Reihe zu bemängeln habe. Das Hauptproblem sind wieder die Protagonisten. Tegan scheint durch ihre Abwesenheit von Tribane und ihre Einsamkeit gereift, doch sobald sie Ethan sieht, verwandelt sie sich in ein hormongesteuertes Weibchen. Befindet sie nicht unmittelbar in seinem Einflussbereich, gewinnt ihr Verstand die Oberhand und sie ist in der Lage, Dinge zu tun, dir für sich richtig und wichtig sind. In Finn findet sie einen Freund und Verbündeten, dass es wirklich Spaß macht, die Dialoge der beiden zu lesen. Sie kommen sich auch etwas näher, aber gegenüber Ethan hat Finn natürlich keine Chance. Tja, leider konnte mich Ethan auch in Tegan's Return nicht überzeugen. Er scheint während Tegans Abwesenheit wirklich Herzschmerz gehabt zu haben (oder ist es nur verletzte Eitelkeit?), trotzdem ist sie für ihn eher eine Bettgefährtin als eine Partnerin. Jedenfalls macht es für mich denn Eindruck, wenn er sie bevormundet und ihr sagt, was sie zu denken oder zu fühlen hat.

Neben Finn als Lichtblick (sagt ich schon, dass ich im Team Finn bin, auch wenn das/er keine Chance hat?) ist da ein weiteres Mal Rita, die mich zum Lachen gebracht hat und mich begeistern konnte. Auch einige andere Charaktere, die man im ersten Band schon kennengelernt hat, spielen in Tegan's Return eine größere Rolle und entwickeln sich sichtlich weiter. Wirklich schade, dass dies bei den Hauptcharakteren nicht auch so ist.

Obwohl der eigentliche Schreibstil von L. H. Cosway packend ist, hat mich gestört, dass sich das Buch insgesamt nicht entscheiden kann, was es denn nun ist: ein Fantasybuch, eine Liebesgeschichte, ein Coming of Age-Geschichte (also ein Buch über das Erwachsen werden), eine Vampir- und Hexergeschichte oder ein Buch über Freundschaft. Es ist irgendwie alles ein bisschen, aber nichts richtig. Weder Tegans Herzschmerz, noch das Entdecken weiterer magischer Fähigkeiten, noch die magisch-politischen Verflechtungen in Tribane oder der aufopfernde Kampf um ein kleines Mädchen - alles spielt eine Rolle, aber nichts wird wirklich tiefgehend erzählt oder aufgearbeitet. Wirklich charmant war für mich dann auch nur der Humor: hier kann man L. H. Cosway nichts vormachen, sie entlockt einem mit viel Wortwitz, insbesondere in flapsig-ironischen Dialogen, oft ein Lachen.
Insgesamt habe ich mir von der ganzen The Ultimate Power-Reihe mehr erwartet. Im Vergleich zu Tegan's Blood und dem Nachfolgeband Tegan's Magic (keine Rezension) hat mir Tegan's Return bislang allerdings am besten gefallen. Mal gucken, ob der Abschlussband Tegan's Power (keine Rezension), der im Dezember erscheinen soll, hier noch Punkte gut machen kann.

Fazit: Die Dialoge und der Wortwitz des Buches machen einiges Wett, was die Persönlichkeiten von Tegan und Ethan zu wünschen übrig lassen. Für mich - auch wegen der dominanteren Parts von Finn und Rita - dennoch der bislang beste Teil der Reihe.

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Cover Verhägnisvolles Gold deutsch

Enthält Spoiler zu den ersten beiden Teilen der Need-Reihe.

Zara trauert um ihre Liebe Nick. Er ist im Kampf mit dem Elfenkönig Frank gestorben und von einer Walküre mit nach Walhalla genommen worden.
Auch Zara hat bei dem Kampf einiges abbekommen und musste sich einer schweren Entscheidung stellen. Sie ist nicht stark genug und wurde schwer verletzt. Jetzt kann sie nur noch einer Retten - Astley. Aber würde Nick ihr das verzeihen? Und wie sieht es mit ihrer Gram aus?

Doch Zara ergreift die Chance zu Überleben und lässt sich von Astley, einem Elfenkönig, verwandeln. Nun ist auch sie eine Elfe. Eigentlich etwas, was sie immer vermeiden wollte. Denn sie war zuvor wenigstens ein Halbblut. Gezeugt von einer Menschenfrau und einem Elfenkönig, besaß sie schon vorher einige Fähigkeiten, die sie verwirrt haben. Doch nun hat sie Angst. Angst davor von ihren Freunden und ihrer Familie abgestoßen zu werden. Sie hassen die Elfen - was kein Wunder ist nach den letzten Ereignissen.

Vor allem vor ihrer Großmutter hat sie Angst. Denn Gram ist ein Werwesen. Sie bekämpft die Elfen seit jeher und muss sich nun damit auseinander setzen, dass ihre einzige Enkeltochter ebenfalls zu ihnen gehört. Doch Zara ist nicht böse. Sie bekämpft ihrerseits die Elfen, die das kleine Städtchen Bedford, Maine, tyrannisieren.
Es verschwinden immer mehr Jugendliche und eine Panik macht sich unter der Bevölkerung breit. Doch Zara und ihre Freunde, darunter nun auch der Elfenkönig Astley, können sich der Übermacht nicht allein stellen. Sie brauchen Nick. Er war ein guter Kämpfer und ihrer aller Anführer.
Es gibt eine Chance ihn aus Walhalla zu befreien, doch erst einmal müssen sie den Weg dorthin finden. Immer mehr Hinweise enden in einer Falle mit Toten und Verletzten. Wie viele Menschen- und Elfenleben kann Zara ertragen zu opfern für ihre große Liebe? Und wird er sie überhaupt noch lieben, wenn er erfährt was sie jetzt ist? Sein schlimmster Feind ... ?

Cover Entice englisch

Die Reihe um die (nun) Elfin Zara und ihre Freunde geht in die dritte Runde. Schon am Anfang habe ich gemerkt, dass ich mich an kaum etwas aus dem zweiten Teil erinnern kann und hoffte, die Erinnerung würde wiederkehren. Das tat sie auch, denn es wird häufig auf Vorangegangenes eingegangen und man findet sich so schnell wieder in die Charaktere und Geschehnisse ein. Leider auch in die Dreiecksbeziehung zwischen Zara, Astley und Nick, der in diesem Buch allerdings nur eine winzige Rolle hat.
Zara ist zwischen ihren Gefühlen hin und hergerissen und wird es auch nicht leid darauf hinzuweisen, dass es so ist. Sie zweifelt an sich selbst und ihrem Wesen und man hat das Gefühl, sie tut dies nur um von ihren Freunden eine Bestätigung zu erhalten, dass sie nicht schlecht ist. Das ging mir ein wenig auf die Nerven.
Zudem passiert in diesem Buch eigentlich nicht wirklich viel. Die 320 Seiten lesen sich sehr schnell weg, was eher am Druck liegt und nicht an der fesselnden Geschichte. Zum Ende hin wird die Spannung tatsächlich noch spürbar, weshalb ich doch noch einen halben Stern mehr gebe als beabsichtigt.

Meine Hoffnung, dass dies der letzte Band und somit das Finale der Reihe wird, wurde leider kläglich zerstört, als ich den vierten Band entdeckte. Endure / Verräterisches Gold (keine Rezension) soll nun aber wirklich das Finale werden und ich hoffe inständig, dass es hier richtig zur Sache geht.
Laut Verlag kann man mit dem letzten Band auf Deutsch voraussichtlich Ende 2014 rechnen.

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Cover Faking It Carmack Englisch

Enthält kleine Spoiler für Losing It / Losing it - Alles nicht so einfach.

Eigentlich hatte sich Cade seinen Umzug nach Philadelphia und den damit verbundenen Neuanfang anders vorgestellt. Er macht seinen Magister an der Temple University, fühlt sich aber dort nur bedingt wohl. Außerdem musste er gleich mehrere Jobs annehmen, um sich mit Miete, Lebensunterhalt und Studentenkreditrückzahlungen gerade so über Wasser halten zu können. Seine Wohnung ist ebenfalls nicht gerade in der besten Ecke der Stadt.
Am meisten zu schaffen macht ihm aber, dass seine frühere beste Freundin und erste große Liebe Bliss gemeinsam mit ihrem Freund Garrick ebenfalls nach Philadelphia gezogen ist. Cade ist immer noch nicht über Bliss hinweg gekommen und jedes Mal, wenn er das Paar zusammen sieht, werden alte Wunden wieder aufgerissen. Zumal es zwischen Bliss und Garrick immer ernster zu werden scheint...
Cade kann dabei nicht mehr zusehen. Er braucht einen glatten Schnitt und beschließt daher, erst einmal so viel Abstand wie möglich zu gewinnen. Dann nimmt ein neues und völlig anderes Problem sprichwörtlich an seinem Tisch platz...

Max versucht ihren großen Traum zu verwirklichen. Musik ist ihr Leben und sie möchte unbedingt damit ihr Geld verdienen. Ihrer Band ist der Durchbruch zwar noch nicht gelungen, Max glaubt aber fest daran, dass sie es schaffen wird. Im Gegensatz zu ihren Eltern. Seit einem schweren Schicksalsschlag sind sie extrem überfürsorglich und können kein gutes Haar an Max und ihren vagen Zukunftsplänen lassen. Ihre Berufswahl, ihr Aussehen, ihre Freunde - all das ist ihnen ein Dorn im Auge. Dabei verstellt sich Max sowieso schon so gut es geht für ihre Eltern. Sie haben z.B. keine Ahnung von den Tattoos und Piercings, die Max Körper schmücken und auch ihre Freunde stellt sie ihnen nie vor.
Ihren momentanen Freund Mace kennen sie ebenfalls noch nicht, doch auch er würde ihre konservativen Eltern mit Sicherheit schockieren. Das könnte allerdings ganz schnell Wirklichkeit werden, denn sie haben sich für einen Überraschungsbesuch angekündigt - jetzt gleich. In 5 Minuten sind sie in ihrem Lieblingscafe. Jetzt muss ganz schnell ein Freund her, den sie ihren Eltern auch gefahrlos vorstellen kann. Und dann sieht sie den perfekten Kandidaten allein an einem Tisch sitzen...

Als Max mit dem verrückten Angebot ihren Freund zu spielen auf Cade zukommt, denken sie sich nicht viel dabei. Sie sind unterschiedlich wie Tag und Nacht, verstehen sich aber gut und so sollte es ein leichtes sein, das zu überstehen. Doch schon bald verwischen die Linien und sie sind sich nicht mehr sicher, wem sie eigentlich wirklich etwas vorspielen.

Am Anfang war ich hellauf begeistert von Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel von Cora Carmack. Cade war eigentlich ein Charakter, den ich in Losing It / Losing it - Alles nicht so einfach nicht sonderlich mochte. Umso mehr hat es mich also gefreut, dass er in seiner eigenen Geschichte wesentlich vielversprechender gestartet hat. Dieses Mal ist das Buch sowohl aus der weiblichen, als auch der männlichen Perspektive erzählt, was mir geholfen hat, beiden Figuren wesentlich näher zu kommen. Cade versucht sein Bestes, über Bliss hinwegzukommen, war dabei aber nicht zu weinerlich oder nervig, was mir immer mitunter am Wichtigsten ist. Auch Max ist eigentlich ein recht interessanter und sympathischer Charakter. Sie ist das genaue Gegenteil von Bliss und auch wenn sie ziemlich launisch ist, könnte sie genau der richtige frische Wind sein, den Cade braucht.
Eigentlich fängt ihre Geschichte ja auch ganz nett an. Klar, wirklich realistisch ist es nicht, wie sie sich kennenlernen, aber es passiert von Anfang an so viel in dem Buch, das mir das gar nicht wirklich aufgefallen ist. Ich für meinen Teil konnte die Anziehung zwischen den beiden wirklich nachvollziehen. Auch dass sie einander nicht mit Samthandschuhen anfassen finde ich gut. Leider kann Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel dem guten ersten Eindruck nicht bis zu Ende gerecht werden.

Denn irgendwann hatte ich das Gefühl, alles schon fünf Mal gelesen zu haben. Die Probleme der Figuren haben sich im Kreis bewegt und ständig wiederholt. Sowohl Max als auch Cade haben sich lieber selbst bemitleidet, anstatt sich aktiv aus ihrer Situation zu helfen. Leider passierte das immer wieder und so wurde Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel ab der Hälfte oft etwas langweilig und frustrierend.
Am Schlimmsten waren aber Max Eltern. Klar, sie sollten nervig und übertrieben konservativ sein, manchmal ist Cora Carmack da aber eindeutig übers Ziel hinaus geschossen. Sie haben ständig etwas auszusetzen und lassen sogar zu, dass ihre Schwägerin Max alles andere als nett behandelt. Gleichzeitig waren sie aber auch oft übertrieben herzlich und aufdringlich. Das wollte für mich nicht so ganz zusammen passen.
Auch das Ende von Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel hat mir nur bedingt gefallen. Alles kam irgendwie zu plötzlich und übereilt. Die Reaktion von Max Eltern kam etwas überraschend und insgesamt wurde das Happy End zu sehr erzwungen. Andere Aspekte, die mich deutlich mehr interessiert hätten, wurden komplett unter den Teppich gekehrt und nicht mehr aufgenommen.

Fazit: Nach einem temporeichen und vielversprechenden Anfang, in dem zwei sympathische und vielseitige Charaktere vorgestellt wurden, konnte Faking It / Faking It - Alles nur ein Spiel von Cora Carmack leider im Laufe des Buches doch nicht 100% überzeugen. Dafür war die zweite Hälfte teilweise zu stark von Wiederholungen geprägt und das Ende zu übereilt.
Teil 3 Finding It / Finding It - Alles ist leichter mit dir, der von Bliss und Cades Freundin Kelsey handelt, erscheint am 1. Oktober 2013 in den USA.

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