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Cover Agamemnon Frost and the Crown of Towers Englisch

Enthält Spoiler zu Agamemnon Frost and the House of Death und Agamemnon Frost and the Hollow Ships.

Endlich ist es Frost und Mason gelungen, Theodora aus den Fängen von Pandarus zu befreien und noch einmal eine Invasion durch die Marsianer zu verhindern. Doch die beiden sind sich bewusst, dass die außerirdischen Eindringlinge noch nicht aufgegeben haben und suchen deshalb weiterhin nach Hinweisen, wo und vor allem in wem sich Pandarus gerade aufhält.
Doch eigentlich plagen Mason gerade ganz andere Probleme. Theodora ist wieder da und der Verlobung zwischen ihr und Frost scheint nun nichts mehr im Wege zu stehen. Jeder Tag, an dem Mason gezwungen ist, Theodora und den Mann, der ihn einfach nicht mehr loslässt, zusammen zu sehen, treibt ihm einen neuen Pfahl durchs Herz. Eigentlich will er nur, dass Frost glücklich ist, doch Mason weiß nicht, wie lange dabei noch zuschauen kann.
Doch dann erfährt das Team, dass die Marsianer ihren finalen Schlag gegen die Menschheit planen. Mason und Frost sind gezwungen, ihre persönlichen Probleme beiseite zu legen und sich und ihre merkwürdigen neuen Fähigkeiten ein letztes Mal zu mobilisieren. Doch da Pandarus nun endlich weiß, dass Masons und Frosts Transformation schiefgelaufen ist und sie seiner Macht nicht mehr unterliegen, sind sich die beiden ziemlich sicher, dass sie dieses Mal nicht mit dem Leben davon kommen werden...

In Agamemnon Frost and the Crown of Towers, dem dritten Teil der Agamemnon Frost-Reihe von Kim Knox, steht dem Titelhelden und unserem Erzähler Mason also ihre bisher schwierigste Aufgabe bevor. Und damit ist der Autorin gleich auch noch das meiner Meinung nach beste Buch der Reihe gelungen.
Die Marsianer führen wieder irgendetwas im Schilde, etwas das größer und gefährlicher, als alles zuvor ist, und das sich um die Crown of Towers dreht. Leider hat niemand bei Station X auch nur den leisesten Schimmer, worum es sich hier handeln könnte. Zu ihrem Glück (oder Unglück) wollen die Außerirdischen aber offensichtlich, dass Frost ihnen auf die Schliche kommt, denn dieses Mal hetzen sie ihm jemanden auf den Hals, zu dem er ein sehr persönliches Verhältnis hat und gehen damit sicher, dass er sich der Sache annimmt.
Von daher ist es kein Wunder, dass Frost dieser Fall besonders schwer zu schaffen macht. Wir haben bereits viele seiner Masken gesehen: Den oberflächlichen Dandy, den knallharten Geschäftsmann, den folgsamen Soldaten und darunter immer den brillante Mann, der niemals aufgibt und der es Mason so angetan hat. Doch dieses Mal kommt selbst er an seine Grenzen und es liegt an Mason, die Kontrolle zu übernehmen. Wie immer hat mir gerade die Dynamik zwischen Frost und Mason sehr gut gefallen. Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, als hätte Frost alle Fäden in der Hand, sind die beiden doch ein Team und auch Mason kann seine Stärken immer mehr ausspielen.
Natürlich tut sich auch innerhalb ihrer Beziehung so einiges. Darauf möchte ich jetzt gar nicht so sehr eingehen, außer dass mir Mason schon immer sehr leid getan hat, wenn er Frost und Theodora beobachten und im schlimmsten Fall (wenn es darum ging den Schein zu waren) auch noch bedienen musste.

Ob und mit wem es ein Happy End gibt, müsst ihr natürlich selber lesen. Ich habe ja schon öfter darauf hingewiesen, dass diese Bücher einfach anders sind und so kann man sich auch nie sicher sein, was als nächstes passiert und wie das Ganze endet. Die Marsianer haben Schreckliches mit der Menschheit vor und der Showdown zwischen diesen beiden Welten fordert einige Opfer.

Insgesamt bin ich mit Agamemnon Frost and the Crown of Towers und dem Ende, dass sich Kim Knox für ihre Reihe ausgedacht hat, aber sehr zufrieden. Wie immer mangelt es nicht an skurrilen Ideen oder dem leicht verschrobenen Humor. Zusätzlich sind Schreibstil und Aufbau dieses Mal etwas klarer strukturiert, als in den ersten beiden Büchern und dadurch ist es wesentlich einfacher der Handlung zu folgen. Frost und sein Modetick und Mason und sein loyales Herz runden die Geschichte perfekt hab. Mein einziger Kritikpunkt ist daher, dass das Buch zu kurz ist.:) Kim Knox hätte definitiv volle Romane statt Novellen aus diesen Geschichte stricken könnten. Trotzdem bin ich sehr froh, dass ich mich damals von den schönen Cover verleiten lies und diese Reihe gelesen habe.

Agamemnon Frost and the Crown of Towers ist der vorerst wohl letzte Teil der Agamemnon Frost-Reihe und erscheint am 14. Oktober 2013.

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Cover Sleeves englisch

Sleeves ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.

In dem Nachtclub Sleeves lässt sich Kel jeden Abend in einen Käfig voller Ketten sperren. Frauen stellen den Großteil des Publikums und ein oder zwei dürfen ihn pro Abend sogar anfassen. Oft nur durch Tücher oder seine Klamotten hindurch, manchmal aber auch seine Haut und das dann auch überall. Die Aufgabe ist immer dieselbe, seine Ketten zu sprengen. Die Frauen fahren voll auf ihn ab und versuchen alles, um ausgewählt zu werden, um ihn nahe sein zu dürfen und ihr Glück mit den Ketten zu versuchen. Dabei ist Kel kein bisschen nett zu ihnen, sondern rüde, vulgär und ungehobelt.
Casey landet eher zufällig im Sleeves, denn ihre Arbeitskolleginnen lassen ihr keine Ruhe, bis sie sich diese Bild von einem Mann auch mal angeguckt hat. Und obwohl sie sich an der Bar versteckt, wählt Kel ausgerechnet Casey aus, ihm im Käfig Gesellschaft zu leisten. Casey weiß erst nicht, was sie mit diesem seltsamen Mann anfangen soll, sieht aber sofort, dass sich Kel hinter einer Fassade aus Aggressivität versteckt, um sein geschundenes Selbst zu verbergen. Als Casey Kel anfasst passiert das, was keiner von beiden erwartet hätte: Sie schaffen eine Verbindung zwischen sich, die ihr Leben völlig auf den Kopf stellen wird...

Was soll ich zu Sleeves sagen. Die Geschichte von Chanse Lowell hat zunächst sehr vielversprechend angefangen. Die erste Begegnung zwischen Casey und Kel ist atemberaubend. Auch das Nachtclubkonstrukt mit dem Käfig, den außer Rand und Band geratenen Frauen und dem mysteriösen Kel wirft zunächst eine Menge Fragen auf, die man als Leser(in) natürlich beantwortet bekommen möchte. Doch leider hat das Buch damit sein Pulver auch schon fast verschossen. Ja, es gibt noch einige heiße Sexszenen und ja, die Geschichte um Kel ist wirklich mysteriös. Doch neben viel Schmalz und Sex ist die eigentliche Geschichte hektisch, wirr und extrem unlogisch noch dazu. Es kam soweit, dass ich irgendwann kopfschüttelnd über dem Buch saß. Dabei bin ich bei erotischen Geschichten noch am ehesten bereit, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen...

An Sleeves haben mich gleich mehrere Dinge gestört:
Zunächst ist da der Wortschatz mit dem Kel so um sich wirft. Wie es dazu kommen kann, dass eine Horde Frauen sich von einem wildfremden Mann auf's Derbste beschimpfen lässt und dafür noch Geld bezahlt, ist mir absolut schleierhaft. Das Netteste was er so zu sagen hat, ist Hure oder Schlampe. Wenn er erst mal unterhalb der Gürtellinie anfängt, geht es richtig los. Doch als wäre das alles nicht schlimm genug, betitelt er auch Casey, die tatsächlich sein Herz erwärmt, regelmäßig mit solchen Ausdrücken. Hätte ich Sleeves auf Deutsch gelesen, hätte ich es vermutlich nicht ausgehalten und abgebrochen. So konnte ich doch noch eine gewisse Distanz zu ihm und seiner großen Klappe halten. Dennoch hätte er meiner Meinung nach ein Einseifen à la Lucky Luke verdient gehabt.

Zu Beginn fand ich die Tatsache, dass Kel Berührungen von Menschen braucht, obwohl sie ihm Schmerzen verursachen, noch interessant. Da wollte ich wissen, welche wissenschafltiche, fantastische oder Science-Fiction-Geschichte sich dahinter verbirgt. Leider war die Auflösung bezüglich der Berührungen total lahm und das ganze wissenschaftliche Konstrukt dahinter unlogisch und absurd. Hier will ich nicht zu viel verraten, doch ein kleiner Spoiler muss an dieser Stelle sein. ACHTUNG SPOILER
Wie kann jemand, der seine Kindheit und Jugend mehr oder weniger als Versuchskaninchen verbracht hat und anscheinend keinerlei Schulbildung erhalten hat, über außergewöhnliche molekularbiologische Kenntnisse verfügen? Natürlich findet die Person dann auch innerhalb von wenigen Tagen ein Gegenmittel, was den FBI-Wissenschaftlern über Jahre nicht gelungen ist. Alles total logisch, oder? Und damit habt ihr jetzt nur einen Blick auf die Spitze des Eisberges in Sleeves erhalten. SPOILER ENDE.

Besonders aufgeregt hat mich dann aber noch etwas anderes an Sleeves - und zwar die Liebesgeschichte. Casey ist Sozialarbeiterin und eine Seele von Mensch. Dass sie total darauf abfährt, von Kel als Hure und ähnliches bezeichnet zu werden, mag ja noch sein, denn sexuelle Geschmäcker sind verschieden. Doch dass sie sich gleich nach dem best Sex ever total in ihn verliebt, obwohl sie ihn noch kaum kennt, fand ich bei der Charakterkonstellation schon schwierig. Aber Casey blickt ja direkt in Kels Herz und lässt sich von seiner Arschloch-Attitüde nicht weiter beeindrucken. Im weiteren Handlungsverlauf macht Kel jedoch eine Sache, die so einfach gar nicht geht. Nie, nicht, never! Doch natürlich verzeiht Casey ihm binnen Stunden, weil er sie ja liebt und es nur gut gemeint hat und ... rhabarber, rhabarber, rhabarber. Da ist mir echt ganz anders geworden und ich habe mich arg an das Lesegefühl von Beautiful Disaster erinnert gefühlt.

Fazit: Guten Gewissens kann ich dieses selbstpublizierte Werk von Chanse Lowell niemandem empfehlen. Unterhaltsam finden Sleeves vielleicht Leser, die auf explizite Sexszenen und Vulgärsprache stehen und denen eine stringente Geschichte nicht so wichtig ist. Ich persönlich mag dirty talk à la Sinners on Tour bei Sexszenen wirklich gerne. Doch wenn sich eine Person auch in der Öffentlichkeit nicht anders ausdrückt, dann finde ich das wenig sozial, bemitleidenswert und alles andere als anregend. Wenn der Story dann auch noch Charme und Logik fehlen, ist wirklich Hopfen und Malz verloren. Den halben Stern zusätzlich gibt es gnadenhalber für den guten Start und für die Tatsache, dass ich das Buch trotzdem unbedingt zu Ende lesen musste. Sleeves hatte wirklich was von einer richtig schlechten Seifenoper: man will sie nicht gucken, kommt aber trotzdem nicht davon los, wenn sie einmal läuft.

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Cover Agamemnon Frost and the Hollow Ships Englisch

Enthält Spoiler zu Agamemnon Frost and the House of Death.

Mit Ach und Krach konnten Frost und Mason den als reichen Sir Randolph getarnten Marsianer Pandarus besiegen und einige seiner technischen Gerätschaften in ihren Besitz bringen. Doch nun ist er untergetaucht und da sich die Agenten und Station X sicher sind, dass er Sir Randolphs Körper mittlerweile abgelegt hat, kann der Außerirdische jetzt so ziemlich jedes andere Gesicht tragen.
Doch Station X konnte durch eine abgefangene Kommunikation der Marsianer eine Spur auftun, durch die Frost und Mason Pandarus finden könnten. Sie hoffen, dass er noch nicht dahinter gekommen ist, dass etwas bei Frosts und Masons merkwürdiger Transformation in einen halbmaschinellen Körper schief gegangen ist und sie nicht seiner Kontrolle unterliegen. Vielleicht können sie sich dadurch weiter als seine Diener ausgeben, um so von innen heraus die Invasion der Marsianer aufzuhalten.
Doch gerade für Mason, der mittlerweile als Kammerdiener bei Frost angestellt ist, kann das äußerst gefährlich werden. Seit seiner Transformation spürt er ständig Pandarus Präsenz in seinem Kopf, die ihm zuflüstert, dass er gerade seinen echten Meister verrät. Das einzige, was Mason noch bei Verstand halten kann, ist seine unglaubliche Anziehung zu Frost. Er scheint immer genau zu wissen, wenn Masons Gedanken wieder abdriften und hält ihn mit einer Berührung oder einem heißen Blick im Zaum. Doch Mason ist sich nur zu bewusst darüber, dass sich Frost nur wegen seiner Schuld- bzw. Verantwortungsgefühle auf ihn einlässt und mittlerweile geht Mason das sehr an die Nieren. Besonders, als dann auch noch Frosts totgeglaubte Verlobte Theodora plötzlich wieder auftaucht...

In Agamemnon Frost and the Hollow Ships, dem zweiten Abenteuer von Agamemnon Frost und Edgar Mason, schickt Kim Knox die ihre beiden Hauptfiguren auf eine ähnlich ungewöhnliche Reise, wie schon in ihrem ersten Buch. Wir befinden uns immer noch in Liverpool im Jahr 1891 und die Welt geht langsam vor die Hunde. Das Augenmerk liegt in diesem zweiten Buch noch deutlicher auf Steampunk, doch anstatt in technischem Luxus, leben die meisten Menschen in verrußter Armut. Kim Knox hat sich wieder einige neue Maschinerien und Gemeinheiten ausgedacht, mit denen die Außerirdischen versuchen, endlich die Herrschaft über diese erbärmliche und schwache menschliche Rasse zu erlangen. Manchmal muss der Leser allerdings auch dieses Mal wieder allerdings alle Viere grade sein lassen und einfach akzeptieren, was die Autoren wieder für abgefahrene Dinge ausgeheckt hat. Gerade das gefällt mir an dieser Reihe aber so gut: Die Dinge laufen hier anders und man muss sich einfach drauf anlassen.
Dennoch, so ganz wollte der Funke zwischen Agamemnon Frost and the Hollow Ships und mir nicht überspringen und das hängt leider auch ein bisschen mit diesem 'anders sein' zusammen. Denn manche Entwicklungen und Ereignisse kommen so überraschend oder plötzlich, dass ich nicht mehr ganz folgen konnte und oft nochmal nachlesen musste. Das war stellenweise sehr verwirrend und chaotisch. Auch die 'marsianischen Fremdwörter' häufen sich. Automata, mechane, kardax, koile, thyreos, pezos und viele mehr. Manche kann man sich gut merken, mit anderen hatte ich allerdings so meine Probleme. Gerade bei den Kreaturen, die die Außerirdischen schaffen, ist die Unterscheidung manchmal recht schwierig und wird hier nicht nochmal wirklich erklärt.

Dass mir Agamemnon Frost and the Hollow Ships dann doch noch ganz gut gefallen hat, ist zum Großteil Frost und Mason und ihrer merkwürdigen Fähigkeiten zu verdanken. Nach wie vor ist die Anziehungen zwischen den beiden unbestreitbar und Frost weiß ganz genau, welchen Einfluss er auf Mason hat. Dieser ist durch die kleine verräterische Stimme in seinem Kopf auch bitter nötig, denn sonst hätte Mason vermutlich schon längst aufgegeben und sich seinem marsianischen Herren ergeben. Doch genau das wirft auch einen Schatten auf ihre Beziehung, denn Mason ist sich sicher, dass sie für Frost nur ein Mittel zum Zweck ist, um Mason bei Verstand zu halten. Auch als Leser war ich mir nie ganz sicher, was in Frost wirklich vor sich geht, denn da wäre ja immer noch Theodora...

Auch wenn Agamemnon Frost and the Hollow Ships nicht ganz meinen Geschmack getroffen hat, so ist Kim Knox ungewöhnliche kleine Reihe um Marsianer, Steampunk, einen sehr modebewussten Dandy und seinen ernsten Kammerdiener schon eine sehr unterhaltsame Mischung. Es wird sicher nicht für jeden Leser funktionieren - dafür sind manche Dinge einfach zu knapp, skurril und unstrukturiert - wer aber mal etwas wirklich anderes lesen will, der könnte mit dieser Reihe auf seine Kosten kommen.

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Cover Goth Girl englisch

Ada Goth lebt zusammen mit ihrem Vater Lord Goth auf dem riesigen Anwesen Ghastly-Gorm Hall. Ihr ist es nicht gestattet ihren Vater zu stören und wurde dazu erzogen, immer sehr laute Boots zu tragen. Denn Lord Goth vertritt die Meinung 'Kinder muss man hören, aber nicht sehen können'. Doch Ada wiedersetzt sich immer mal wieder dem Wunsch ihres Vaters und schleicht auf leisen Sohlen durch das riesige Anwesen.
An diesem Abend wurde sie von einem Geräusch geweckt und sieht sich kurz darauf einer kleinen Maus gegenüber. Wobei es sich eigentlich nur noch um den Geist von Ishmael handelt, denn er ist just an diesem Abend einer Mausefalle zum Opfer gefallen. Ada ist froh endlich jemanden zu haben mit dem sie reden kann und verspricht Ismhael sich um die Mausefalle zu kümmern. So schleichen sie zusammen durch das Haus und landen im zerbrochenen Flügel. Hier darf sich eigentlich keiner aufhalten, denn die Räume beherbergen alte Kunstwerke und wie der Name des Flügels schon sagt, ist es alles baufällig. Doch genau dort findet Ada die Mausefalle.

Beinahe läuft sie dem Schlüsselwächter, Maltravers, des Hauses in die Arme und flüchtet sich so in den großen Garten. Hier darf sie sich eigentlich auch nicht aufhalten, denn es gibt viele Dinge in diesem Garten, die eins zur Innerhäuslichen-Jagd geholten Wesen nun frei durch die Gärten streifen. Ada sieht einen großen Vogel mit einem Pflaster auf dem Bauch und folgt ihm zum neuen Eishaus. Dort trifft sie auf eine ungewöhnliche Person - einen Polar-Forscher. Ada wundert sich, was er wohl im Eishaus macht und er erzählt ihr von der Einladung zur diesjährigen Innerhäuslichen-Jagd. Ada ist verblüfft.
Doch die Zeit drängt und sie muss zurück ins Bett. Am nächsten Morgen ist sie beim Frühstück nicht allein. Sie lernt Emily und ihren kleinen Bruder William kennen. Eigentlich dürften die zwei gar nicht mit Ada sprechen, doch diese ist so glücklich endlich jemanden in ihrem Alter zu haben, dass sie Freunde werden.

Gemeinsam durchstreifen Emily und Ada das Anwesen und landen in einem alten Badezimmer. Dort entdecken sie eine Sirene mit ihren drei Backroundsängerinnen - Harpyien. Auch sie haben eine Einladung zur Jagd bekommen und wurden sofort nach ihrer Ankunft in diesem Gewölbe angekettet. Das haben sie nun nicht erwartet und Ada ist geschockt. Jedes Jahr gibt es diese spezielle Jagd im inneren der Gemäuer und jedes Jahr werden die gleichen Personen eingeladen. Warum in diesem Jahr nicht? Ada und Emily durchkämmen nun gezielter das Anwesen und entdecken noch mehr Wesen, die auf Einladung ihres Vaters kamen und dann eingesperrt worden sind. Das kann unmöglich Lord Goths Idee gewesen sein. Und Ada beschleicht langsam ein grausiges Gefühl. Ist es möglich, dass Maltravers, dieses Jahr andere Pläne hat für die Jagd?

Ich bin im Urlaub an diesem Buch vorbei gelaufen und habe mich beinahe sofort verliebt. Auf der einen Seite kenne ich schon einige Bücher von Chris Riddell und weiß, dass sie voll verrückter Ideen sind, auf der anderen Seite ist die Aufmachung des Buches einfach hinreißend.
Die Totenkopfbordüre auf dem Cover besteht aus einer silbernen Einlegearbeit, der Buchschnitt ist komplett mit violett-metallischem Glanz überzogen und die Bilder sind wahnsinnig detailgetreu. Zudem enthält dieses Buch eine weitere Geschichte - die der Maus Ismhael in einem kleinen Heft.

Es handelt sich bei dieser Geschichte eher um ein Kinderbuch, dennoch machte es mir Spaß es zu lesen. Allein die vielen Einfälle des Autors machen jede seiner Geschichten zu etwas besonderem. Wer würde schon auf die Idee kommen eine Jagd innerhalb des Anwesens zu veranstalten? Oder einen 'noch viel geheimeren Garten' anzulegen, nachdem man schon einen 'geheimen Garten' hat?
Ada ist ein typisches Mädchen. Sie ist neugierig, auf der Suche nach Abenteuern und von Grund auf ein freundlicher Mensch. Ihr Vater hat ihr kaum Liebe entgegen zu bringen, da er den Tod ihrer Mutter vor vielen Jahren noch immer nicht verkraftet hat und Ada ihr mit jedem Jahr ähnlicher sieht. Doch Ada liebt ihren Vater trotzdem und macht das Beste aus dieser Situation.

Da das Buch viele Bilder enthält und auch nicht sehr viele Seiten besitzt, ist es eine putzige Lektüre für Zwischendurch. Goth Girl and the Ghost of a Mouse / Ada von Goth und die Geistermaus ist der Auftakt zu einer Reihe, aber bisher ist nicht bekannt wie viele Bände es geben wird.

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Cover Jekel Loves Hyde Englisch

Als Jill Jekels Vater ermordet wird, wird ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Denn nicht nur trifft sie der Verlust tief, durch die Ermittlungen der Polizei kommt auch nach und nach heraus, dass der Wissenschaftler Chemikalien gestohlen hat und eindeutig etwas Zwielichtiges im Schilde führte. Außerdem hat er Jills gesamte Collegeersparnisse gestohlen.
Ihre einzige Möglichkeit sich jetzt noch ein Studium leisten zu können, ist einen Chemiewettbewerb zu gewinnen, dessen erster Preis ein 30.000 Dollar Stipendium ist. Um ihre Chancen zu steigern, tut sie sich mit ihrem mysteriösen Mitschüler Tristen Hyde zusammen. Gemeinsam wollen sie als Jekel und Hyde die Experimente aus dem Klassiker The Strange Case of Dr. Jekyll und Mr. Hyde rekonstruieren.
Jill kommen da die Unterlagen, die ihr Vater seit Jahre fest verschlossen in seinem Arbeitszimmer versteckt hielt und von denen sie sich absolut fern zu halten hatte, gerade recht. Denn darin befinden sich Dokumente und Anleitungen sie seit über hundert Jahren niemand mehr gesehen hat...
Je tiefer Jill in das Experiment eintaucht, umso mehr sieht sie die Welt und Menschen um sich herum mit anderen Augen: Ihren Vater, der noch Erschreckenderes zu verbergen hatte, als sie geahnt hat. Tristen, der durch dieses Experiment eindeutig mehr zu verlieren hat, als nur ein Stipendium. Und auch Jill selbst. Durch die Ergebnisse, die die jungen Wissenschaftler erzielen, bemerkt sie bald auch an sich Veränderungen. Denn dem sonst so braven und folgsamen Mädchen wird immer klarer, welchen Nervenkitzel es bedeuten kann, manchmal einfach nur böse zu sein...

Puh, wo fange ich bei Jekel Loves Hyde von Beth Fantaskey am besten an? Zu allererst kann ich schon mal sagen, dass ich so meine Schwierigkeiten mit diesem Buch hatte. Auf der einen Seite hatte es eine wirklich interessante Geschichte. Angelehnt an den Klassiker The Strange Case of Dr. Jekyll und Mr. Hyde, den vermutlich jeder zumindest im Groben kennt, wandeln Jill und Tristen auf den Spuren des Wissenschaftlers Dr. Jekyll. Die Geschichte ist clever aufgebaut und bietet immer wieder spannende Twists und Wendungen, die am Ende eine wirklich sehr abwechslungsreiche Geschichte geformt haben. Gleichzeitig - und fragt mich nicht, wie das möglich sein kann - war die Geschichte aber auch oft sehr langsam und träge. Ich habe mehrere Tage für dieses gerade mal 280 Seiten lange Buch gebraucht - und das, obwohl ich es ja eigentlich mochte.

Das interessante an der Geschichte sind vor allem die vielen facettenreichen Charaktere. Niemand ist am Ende des Buchs noch so wie am Anfang – für manche Figuren bedeutet das im positiven Sinne, für andere eher im negativen. Trotzdem bin ich insgesamt sehr angetan von der Charakterentwicklung in Jekel Loves Hyde. Tristen z.B. ist, obwohl die Geschichte nicht nur in Jills, sondern auch in seiner Perspektive geschrieben ist, zunächst etwas undurchschaubar. Er hat oft Probleme seine Wut zu kontrollieren und gerät immer wieder in Schlägereien. Je näher Jill ihn aber kennen lernt, umso mehr entdeckt sie eine sanfte und verletzliche Seite an ihm - aber auch eine noch erschreckendere. Doch die größte Veränderung geht definitiv in Jill selbst vor. Eigentlich ist sie eine brave Musterschülerin, die sich alles gefallen lässt, schüchtern ist und nie auffällt. Das ändert sich aber ab einem gewissen Punkt gewaltig, was sie zu einem ausgesprochen spannenden Charakter gemacht hat. Leider hat aber gerade sie ab und zu Fehler begangen, die mich sehr frustriert haben. Besonders, da sie dazu neigt, Tristen vorschnell zu verurteilen, wenn sie eigentlich die Letzte ist, die dazu das Recht hat.
Gemeinsam haben mir Tristen und Jill aber doch ziemlich gut gefallen. Zwar entwickelt sich ihre Beziehung ziemlich rasant, glaubwürdig war sie meist aber trotzdem und für die nötige sanfte Seite der Geschichte gesorgt.

Erwähnenswert ist außerdem der Schreibstil. Man merkt schnell, dass Beth Fantaskey hier kein Wort zufällig gewählt hat. Ihr Stil ist sehr elegant, düster und auch ein wenig poetisch. Manchmal war das allerdings ein wenig anstrengend, da das schon ganz schön aufs Gemüt schlagen konnte und sicher auch ein wenig für den etwas schleppenden Anfang verantwortlich war. Insgesamt hat er aber doch sehr gut zu dieser düsteren Geschichte gepasst und ihr das gewisse etwas verliehen.

Wäre Jekel Loves Hyde von Beth Fantaskey also gerade in der Anfangsphase nicht ganz so träge, hätte es ein wirklich gutes Jugendbuch sein können. Klar, ohne die manchmal etwas anstrengende weibliche Hauptfigur und ein paar Klischees kommt auch diese Geschichte nicht aus, insgesamt ist sie aber - trotz der düsteren Handlung - doch recht ungewöhnlich und erfrischend.

Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir bisher noch nichts bekannt.

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