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Der Fluch der falschen Frage deutsch

Lemony Snicket sitzt zusammen mit seinen Eltern in einem Café gegenüber vom Bahnhof. Heute soll sein neues Leben anfangen - nach seinem bestanden Abschluss geht es für ihn fort von daheim. Doch der Tag sollte nicht nach Plan verlaufen und so tut er es auch nicht.
Während er am Tisch sitzt und seinen Tee anstarrt kommt eine Frau in das Café gestürmt. Ehe er sich versieht, hat sie ihren Coffee to go in der Hand und braust davon. Sie hat es geschafft einen Zettel auf seinen Schoß fallen zu lassen, den er nun unauffällig liest.
Darin teilt sie ihm mit, er solle aus dem Badfenster klettern und in fünf Minuten in ihrem wartenden Wagen steigen. Lemony Snicket hat so etwas erwartet und entschuldigt sich bei seinen Eltern. Er begibt sich in die Herrentoilette und schafft es die bereits zurechtgelegte Leiter auszupacken und innerhalb der vorgegebenen Zeit aus dem Fenster zu klettern.
Hinter dem Café steht ein grüner Roadster und wartet auf ihn.

Die Frau stellt sich als S. Theodora Markson vor und unterrichtet ihn in aller Kürze was von ihm erwartet wird, wer sie genau ist und was die Mission ist. Lemony Snicket hat eigentlich gar keine andere Wahl als mit zu machen.
So machen sich die zwei auf den Weg ins beschauliche Örtchen Schwarz-aus-dem-Meer um einen Auftrag zu erfüllen. Sie sollen eine gestohlene Statue ihrem rechtmäßigen Besitzer zurück holen, doch so ganz glauben kann Lemony Snicket nicht, dass es sich dabei wirklich um etwas wertvolles handelt.
Schon bald ist ihm klar, dass seine selbsternannte Mentorin keinen Plan von ihrer Arbeit hat und grundsätzlich die falsche Entscheidung trifft. Während ihrer Spurensuche in dem bedrückenden Ort lernt Lemony Snicket allerhand Leute kennen. Unter anderem den hilfsbereiten Bibliothekar Qwertz und die junge Reporterin Moxie Mallahan. Von ihr erfährt er einiges über den Ort und seine Geschichte und kann sich bald zusammenreimen, was wirklich passiert ist.
Aber kann es der Leser auch?

Who Could That Be at This Hour englisch

Ich gestehe, ich habe noch nie etwas von Lemony Snicket gehört, bevor ich von diesem Buch gelesen habe. Dunkel erinnere ich mich jetzt an einen Film mit Jim Carrey in der Hauptrolle, aber gesehen habe ich ihn nicht.
Der Autor berichtet in dieser neuen Reihe über seine jungen Jahre und nimmt den Leser mit auf Lehrreise. Hinter dem Pseudonym Lemony Snicket steht Daniel Handler, der sich bereits mit seinen Kinderbüchern Die schaurige Geschichte von Violet, Sunny und Klaus und Schauriger Schlamassel einen Namen gemacht hat - nun, einen anderen jedenfalls.

Das Buch startet ohne viel Erklärungen und bringt den Leser ohne Umwege in die Welt des jungen Detektives. Die Idee hinter der Geschichte ist gut und auch spannend, leider mangelt es der Umsetzung an Charme und Ausführung. Auch wenn die Hauptfigur in der Ich-Erzählform von seiner Jugend erzählt, kommen mir viele Wörter zu erwachsen vor. Zudem handelt Lemony Snicket viel zu erwachsen für seine Jugend. Das hat mir irgendwie den Glauben an diese Geschichte genommen.
Vieles in dieser Geschichte wird nicht erklärt und hat mich verwirrt zurück gelassen. Das beginnt schon allein damit, dass man nicht weiß, wohin ihn der Zug bringen sollte, wie es kommt, dass er die Leiter dort deponiert hat und vieles mehr.
Vielleicht muss man um das zu verstehen die früheren Bücher des Autors kennen - ich tue es allerdings nicht und hatte gehofft mit diesem Buch einen guten Einstieg in eine neue Reihe zu finden.

Das hat leider nicht geklappt. Schade, ich hatte mir wirklich mehr erhofft von diesem ersten Band.

Einen lieben Dank an den Goldmann für die Übersendung des Rezensionsexemplars.

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Made of Stars

10.10.2013
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Made of Stars Englisch

Die 18-jährigen Halbgeschwister Hunter und Ashlin hatten nie das normalste Familienleben. Sie sind fast gleich alt und haben denselben Vater, Lou, aber verschiedene Mütter. Diese haben Lou nie für die damals sehr verzwickten Umstände verziehen, durch die die Geschwister gezeugt wurden und lassen das auch heute noch niemanden vergessen.
Die einzige Zeit, in der Hunt und Ash mal wirklich loslassen und sie selbst sein können, sind die Sommer, die sie bei ihrem Vater verbringen. Und das liegt fast ausschließlich an einem Menschen: Chance. Der Junge, von dem keiner so richtig weiß, wo er eigentlich herkam, wird schnell zum besten Freund der Geschwister und zu dritt stellen sie allerlei Unfug an. Chance ist ein Wirbelwind, dem sich weder Ash noch Hunter entziehen können und sie entwickeln eine besondere Freundschaft zu ihm.
Nun sind die Geschwister zum ersten Mal seit 3 Jahren wieder bei ihrem Vater, der sich nach einem schweren Unfall lange erholen musste, und wollen die Wintermonate bei ihm verbringen. Hunt und Ash erwarten, dass alles so ist, wie es früher im Sommer auch immer war. Und zunächst sieht es auch tatsächlich danach aus. Sie treffen Chance wieder und es ist, als wären die drei nie getrennt gewesen. Doch nach und nach wird Hunt und Ash wirklich bewusst, was sie als Kinder nicht wahrhaben wollten: Viel von dem, was Chance ihnen über die Jahre erzählt hat, ist gelogen. Er lebt in keinem großen, prächtigen Haus und seine Eltern sind keine erfolgreichen Geschäftsleute. Und dann wären da noch die vielen Unfälle, die er angeblich hatte und in Knochenbrüchen und Blutergüssen endeten...
Beide Geschwister wollen nichts weiter, als ihm helfen, doch Chance will davon nichts wissen. Je ernster Chances Situation allerdings wird, umso mehr Sorgen machen sich Hunter und Ashlin. Als Chance dann plötzlich eines schweren Verbrechens verdächtigt wird, müssen sich die Geschwister fragen, was sie ihrem besten Freund überhaupt noch glauben können...

Made of Stars ist das mittlerweile dritte Buch, das ich von Kelley York gelesen habe und wie schon mit Hushed und Suicide Watch zuvor, konnte sie mich auch dieses Mal wieder komplett begeistern. Dennoch ist Made of Stars alles andere, als ein fröhliches Buch...
Hunter und Ashlin sind wie gesagt keine typischen Geschwister. Sie sehen sich nur selten, haben aber trotzdem eine innige Beziehung zueinander. Die Sommer mit ihrem Vater und vor allem mit Chance sind etwas ganz besonderes für die beiden und eigentlich fühlen sie sich auch nur dort richtig Zuhause. Die Geschichte ist sowohl aus Hunts als auch Ashs Perspektive erzählt und so kann man sich als Leser schnell einen guten Überblick über die einzelnen Charaktere, Beziehungen und Situationen machen. Auch die Geschwister haben ihre Geheimnisse, von denen der jeweils andere keine Ahnung hat, die sie aber indirekt doch betreffen. Trotzdem sind sowohl Hunter als auch Ashlin tolle Charaktere. Sie haben eine innige Beziehung zueinander, können sich 100% aufeinander verlassen und würden beide eigentlich am liebsten für immer bei ihrem Vater bleiben, da sie nur hier wirklich glücklich sind. Vor allem Hunter hat es mir angetan. Seine Mutter und ihr Freund sind Alkoholiker und seine Freundin ist zwar sehr nett, aber auch anspruchsvoll, und so ist Hunt froh, einfach mal eine Weile er selbst sein zu können. Für mich ist er die Figur, mit der ich mich am besten identifizieren konnte und dessen Stimme in dieser Geschichte am meisten Gewicht hat.
Eigentlich ist Made of Stars aber Chances Geschichte. Was Hunt und Ash als Kinder nicht erkannt haben, ist für sie nun als quasi-Erwachsene schmerzhaft klar: Chance wird zuhause geschlagen und wer weiß was sonst noch alles. Doch durch seine Lügen und Halbwahrheiten macht er es den Geschwistern sehr schwer, zu ihm durchzudringen und ihm wirklich zu vertrauen. Deshalb macht es Chance einem nicht immer ganz leicht, ihn zu mögen. Trotzdem ist er ein sehr interessanter und ein wenig skurriler Charakter, mit dem alles in dieser Geschichte steht und fällt und der mir mehr als einmal das Herz gebrochen hat.
Wer viel Romantik möchte, sollte allerdings besser zu einem anderen Buch greifen. Es gibt zwar eine Liebesgeschichte, diese wird aber nur zart angedeutet. Trotzdem geht sie sehr ans Herz. Vielleicht ist sie allerdings nicht unbedingt das, was man am Anfang erwarten würde (vor allem, wenn man diese Autorin nicht kennt). Schubladendenken sollte man bei Kelley York aber sowieso abschalten.

Es dauert eigentlich relativ lange, bis in Made of Stars wirklich etwas passiert, was die Handlung angeht. Darum geht es aber eigentlich auch gar nicht so richtig. Vielmehr geht es in diesem Buch darum, zu fühlen, was die Figuren empfinden und langsam zu erkennen, das Normalität und sich selbst zu finden, nicht immer ein und dasselbe sind. Deshalb ist Made of Stars zwar eher ein ruhiges Buch, das aber dennoch nie langweilig wird. Dafür hat Kelley York zu geschickt mit den Gefühlen ihrer Figuren - und damit auch der des Lesers - gespielt.

Wirklich verwunderlich ist es daher nicht, dass Made of Stars kein 08/15-Ende hat. Es bleiben viele Fragen offen und emotional wirklich damit abschließen kann man eigentlich auch nicht. Direkt nach dem Lesen war ich nicht sicher, was ich davon halten sollte. Mittlerweile finde ich den Schluss aber gut und vor allem sehr passend. Theoretisch könnte noch eine Fortsetzung kommen, ich hoffe (und denke) aber nicht, dass das passiert. Made of Stars ist emotional, realistisch und unverblümt und mit seinem sehr eleganten Erzähl- und Schreibstil genau richtig so, wie es ist.

Auf Englisch ist Made of Stars von Kelley York bereits zu bekommen. Die deutschen Rechte wurden vor einigen Monaten ebenfalls an Random House verkauft, bisher habe ich allerdings noch keine Informationen wann und ob Made of Stars wirklich auch auf Deutsch erscheint.

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Cover Truth or Dare englisch

Enthält Spoiler für His Wicked Games.

Lily und Calder wollen versuchen, ihre sexuelle Anziehungskraft in die Bahnen einer Beziehung zu lenken. Doch die Lebensumstände machen ihnen das nicht einfach. Besonders Calder hat schwer daran zu knabbern, dass er - um die Schulden und Fehlinvestitionen seines Vaters abzudecken - das Familienanwesen und auch sonst alles zu Geld machbare verkaufen musste. Er ist also kein stinkreicher Milliardär mehr, sondern ein Normalsterblicher wie du und ich. Lily findet das kein bisschen schlimm, doch die Presse stürzt sich wie eine Meute Hyänen auf Calder. Als die Frau an seiner Seite bekommt Lily - trotz des Versuchs, sich öffentlich nicht zu äußern - ordentlich ihr Fett ab. Das wiederum geht zu Lasten des Kunstzentrums, welches gerade beginnt, den finanziellen Ruin abzuwenden. Negative Publicity ist da gar nicht gut und ruft zudem Lilys Vater auf den Plan. Als wäre das alles noch nicht schlimm genug, hat Calder Geheimnisse vor Lily und will die Beziehung langsam angehen lassen. Dass bedeutet für ihn, normales daten und der Verzicht auf die heiße körperliche Anziehungskraft zwischen ihnen. Lily ist fassungslos. Doch dann hat sie eine Idee: Schließlich ist Calder einem risikoreichen Spiel nie abgeneigt und so bringt sie ihn dazu, mit ihr Wahrheit oder Pflicht (Truth or Dare) zu spielen. Dabei sind die Einsätze natürlich alles andere als harmlos...

Truth or Dare schließt nahtlos an His Wicked Games an. Nur drei Wochen sind vergangen, seit Calder sein Heim endgültig verlassen musste und er und Lily versuchen wollen, ihre Beziehung auf eine solidere Grundlage zu stellen. Der Schreibstil von Ember Casey ist gewohnt spritzig und witzig und die Partie Wahrheit oder Pflicht, die Lily und Calder da spielen, sorgt für den nötigen Nervenkitzel.
Allerdings führt das Spiel in Kombination mit den sonstigen Ereignissen auch zu einigem Hin und Her. Hier passierte für meinen Geschmack manchmal zu viel in zu kurzer Zeit, sodass mir Truth or Dare doch oft arg gehetzt vorkam. Zwischendurch versinkt das Buch dann in süßlichen Passagen und die ausgleichende entrückte Leidenschaft, die dem ersten Band zusätzlichen Nervenkitzel gebracht hat, war hier weniger häufig präsent.

An sich ist es nicht schlecht, dass Lily und Calder einiges mitmachen müssen bevor sie ihr 'und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage' erreichen. Das Ende ist dann auch wirklich romantisch. Für meinen Geschack war es sogar fast schon einen Tick zu dramatisch-kitschig. Mir hätten etwas weniger Drama und dafür mehr Witz und Erotik vermutlich besser gefallen. Da mich Ember Casey mit His Wicked Games so gut unterhalten hat, habe ich diesbezüglich vielleicht auch einfach zu viel erwartet. Insgesamt kann ich mich aber nicht beklagen, Truth or Dare ist ein sehr unterhaltsames Buch aus dem Erotik- und Romantik-Bereich.

Fazit: Lily und Calder sind auch im zweiten Band der His Wicked Games-Reihe ein unterhaltsames Paar. Etwas weniger Drama und mehr Witz und Erotik hätten den Lesespaß sicher noch erhöht, trotzdem ist Truth or Dare wirklich ein charmantes und lesenswertes Buch. Sicher nicht das letzte Werk, das ich von Ember Casey gelesen habe.

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Yoga ist auch keine Lösung

06.10.2013
EmpfehlungEmpfehlung
Yoga ist auch keine Lösung deutsch

Lena ist gerade dabei ihr Studium in Berlin abzuschließen und ziemlich im Stress. Da hilft es auch nicht, dass ihr Chef Jörg sie an einem Freitagnachmittag bittet in die Agentur zu kommen um noch etwas für ihn zu erledigen. Eigentlich hatte sie sich den Abend anders vorgestellt.
Sie und ihr Freund Ron haben in den letzten Wochen und Monaten nur wenig Zeit füreinander gehabt und als kleine Erinnerung an ihren letzten Urlaub, wollte sie sich an einer Paella versuchen um ihn zu überraschen. Die Zutaten hat sie bereits geholt.

Nun steht sie mit voller Einkaufstüte vor der Agentur und merkt, dass sie ihren Schlüssel vergessen hat. Also muss sie doch erst heim, hat aber so vielleicht noch die Chance kurz Ron zu sehen, bevor sie wieder verschwindet.
Doch was sie in der gemeinsamen Wohnung vorfindet ist alles andere als ein guter Einstieg für einen späteren gemütlichen Abend.
Sie findet Ron im ziemlich zerwühlten Bett vor, mit zwei Gläsern Wein auf dem Nachttischchen und einem ziemlich zerknirschten Gesichtsausdruck. Lena ist geschockt und kann erst gar nicht glauben was sie da sieht. Von der potenziellen Betrugskandidatin fehlt jedoch jede Spur. Als Lena zielstrebig zum Schrank läuft versucht Ron sie aufzuhalten, doch da ist es schon zu spät.
Mitten in Lenas Wäsche sitzt das Übel - doch es ist keine Frau. Ron hat sie allen ernstes mit einem Mann betrogen. Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen sieht sie sich nun ihrem Chef Jörg gegenüber. Lena ist völlig benommen und verlässt fluchtartig die Wohnung. Zu allem Überfluss hat sie auch noch den Einkauf mitgenommen. Wer bitte ist denn so bescheuert, denkt sie sich.

Auf den Treppen vor der Gedächtniskirche sitzt sie nun wie ein Häufchen Elend und heult sich die Augen wund. Wie kann ihr Ron das nur antun? Das Jörg zu so etwas in der Lage ist, war ihr schon immer klar. Aber sie dachte wenigstens bei ihrem Freund würde er sich zurückhalten. Weit gefehlt.
Langsam wandelt sich die Verzweiflung in Wut und sie beschließt nicht nur herum zu sitzen. Die Einkäufe drückt sie einem verdutzen Pärchen in die Hand und beschließt sich eine Fahrkarte zu kaufen und zu ihren Eltern nach Frankfurt zu fahren. Um die Zeit bis zur Abfahrt zu überbrücken macht sie sich auf den Weg zu Burger King gegenüber vom Bahnhofsgebäude und wird an der Kreuzung wartend Zeugin eines Überfalls. Eine ältere Dame wird ihrer Tasche beraubt und ruft verzweifelt um Hilfe. Lena eilt zu ihr und bekommt und versucht sie zu beruhigen. Das klappt einigermaßen. Die ältere Dame stellt sich als Maureen vor und wollte eigentlich Richtung Flughafen um nach Hause zu fliegen. Doch die Tickets sind in ihrer Tasche - und die besitzt nun ein Anderer. Lena kümmert sich rührend um die Dame und kann sie dazu bringen mit ihr gemeinsam Essen zu gehen. So erfährt Lena ein wenig über Maureen und Maureen erfährt was Lena an diesem Tag passiert ist.

Maureen hat ein kleines Häuschen auf Mallorca und hat die Idee - Lena soll zu ihr kommen. Einmal als kleiner Dank für ihre Hilfe und auch um mal richtig abzuschalten. Doch so einfach ist das nicht. Lena hat keine Kleidung dabei und auch ihre Reiseunterlagen sind noch in der Wohnung. Doch schnell ist ein Plan gefasst, wie Lena an ihre Sachen kommt und sich nebenbei noch etwas an Ron rächen kann.
Schon bald sitzt Lena mit Maureen im Flieger Richtung Spanien und kann nicht ganz glauben, dass sie das wirklich tut. Was soll sie nur auf Mallorca? Sie will Maureen auch nicht auf der Tasche liegen, weiß aber nicht wie sie auf der Insel jobben kann. Doch auch dafür hat Maureen eine Lösung. Und wie sich bald herausstellt, hat Maureen für viele Dinge einen Plan - ob Lena weiß auf was sie sich da einlässt?

Die Autorin Elke Becker entführt uns mit ihrem neuen Roman Yoga ist auch keine Lösung wieder in den sonnigen Süden. Nach Ticket ins Glück verschlägt es den Leser nun auf ihre Lieblingsinsel Mallorca. Hier wird Lena in eine für sie völlig neue Welt geworfen und man selbst kann sie dabei begleiten, wie sie darum kämpft ihr Leben wieder in Ordnung zu bringen. Natürlich geht das nicht ohne Probleme von statten und so manches Mal saß ich da und dachte mir 'Och Mensch, die Arme.'
Aber Lena schlägt sich prima und meistert ihren Weg.

Die Figuren in dem Roman sind alle ziemlich gut ausgearbeitet und man kann sich wirklich Jeden bildlich vorstellen. Am charmantesten finde ich jedoch Anna - die Frau für Alles - sie ist einfach Zucker.
Natürlich kommt so ein Roman nicht ohne Liebesgeschichte aus und auch die haben wir in diesem Buch. Da ist einmal das neue Glück von Ron und Jörg, die in diesem Roman nicht nur eine kleine Rolle bekommen, sondern später noch einmal auftreten dürfen. Und dann gibt es da noch den Plan von Maureen, Lena wieder glücklich zu machen und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Das sie sich dafür nicht gerade die beste Methode ausgesucht hat, gibt dem Roman Würze.
Ich mag den Schreibstil von Elke Becker und konnte es jedes Mal kaum erwarten mit meinem Reader auf die Couch zu sinken und mich aus dem herbstlichen Deutschland in die Sonne zu lesen. Die Spannung um Lena und die Anderen bleibt von Seite zu Seite und ich hab beschlossen, dass dieses Buch eine Empfehlung wert ist.

Jetzt kann ich es kaum erwarten bis es ein neues Buch von ihr gibt - mit einer von mir favorisierten Hauptfigur ^^

Ich danke Elke Becker aller herzlichst, für die Chance ihren neuen Roman mit als Erste gelesen haben zu dürfen.

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Cover You Are Mine Englisch

Die Frauen in Chardonia haben kein leichtes Los, denn hier haben die Männer das Zepter in der Hand - genau genommen die Warlocks (Hexenmeister). Sie bilden die Regierung und machen die Gesetze. Frauen sie sind nicht viel mehr, als Diener und Gebärmaschinen. Sie haben zu gehorchen, für ihre Männer schön auszusehen und ansonsten still zu sein. Sollten ihre Meister unzufrieden sein, haben diese das Recht ?ihr Eigentum? zu schlagen, zu verhexen, einen tarnished (Befleckter; eine Art Diener) aus ihnen zu machen, oder sogar zu töten.

In dieser Welt lebt die 17-jährige Serena. Sie kommt aus einer bedeutenden Familie und in ihrem Blut steckt viel Magie. Das bedeutet, dass viele Warlocks an ihr als Ehefrau bzw. Mutter ihrer Kinder interessiert sind. Und so kommt es, dass ihr Vater sie für viel Geld an Thomas, einen aufstrebenden, jungen, aber auch grausamen Warlock, verschachert. Serena weiß, dass er sie nie besser behandeln wird, als ihr ebenso erbarmungsloser Vater und so tauscht sie nur ein Übel gegen ein anderes.
Doch dann kommt alles ganz anders: Bei einem Turnier, in dem Warlocks aus mehreren Ländern gegeneinander antreten, wird Thomas im Kampf getötet und sein ganzer Besitz geht an den Sieger Zade über - inklusive Serena. Doch ihrer neuer Besitzer scheint der Schlimmste von allen zu sein. Er ist ein Envadi. Und jeder weiß, dass diese Hünen nichts weiter als Barbaren sind...
Doch als ihr neuer Meister anstatt sie zu bestrafen in die andere Richtung schaut, als sie gegen eine Regel verstößt, beginnt Serena langsam, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Vielleicht, ganz vielleicht sind Frauen doch nicht dazu bestimmt, ihr Leben allein im Dienst der Männer zu verbringen.

Eigentlich hat mir die Geschichte um Serena in You Are Mine von Janeal Falor richtig gut gefallen. Gerade für weibliche Leser, ist diese misogyne Welt natürlich ziemlich hart, aber dafür umso interessanter. Frauen haben hier wirklich gar nichts zu sagen und alle Männer behandeln ihre Ehefrauen und Töchter wie Dreck. Tatsächlich versuchen sie gerade auch noch eine Klausel durchzusetzen, die mehrere Ehefrauen erlauben soll. Es ist eine furchtbare Welt, die aber voll von Magie und interessanter Ideen steckt, so dass sie einen abwechslungsreichen Schauplatz bietet.
Es ist also kein Wunder, dass Serena nach außen hin wie ein ziemlich demütiges, eingeschüchtertes Mädchen wirkt. Doch dahinter brodelt es. Sie hasst ihren Vater und diese ganze Gesellschaft, doch sie weiß auch, dass sie ihrem Schicksal nicht entkommen kann, wenn sie nicht getötet oder zu einer tarnished gemacht werden will. Außerdem hat Serena schon immer die Strafen, für ihre kleinen Schwestern auf sich genommen, wenn sie konnte und hat viel zu viel Angst, was ihnen passieren könnte, falls sie zu sehr widerspricht.
Erst als Zade auftaucht, lernt sie ein etwas anderes Leben kennen. Trotzdem kann sie dem mächtigen Hünen einfach nicht vertrauen. Wer weiß, was für grauenhafte Strafen er sich ausdenkt, wenn es ihm endgültig mit ihr reicht? Das war der Punkt, an dem Serena ein wenig frustrierend für mich wurde. Denn eigentlich gibt ihr Zade kaum einen Grund, ihm nicht zu trauen. Wenn er sie denn mal, wie ein typischer Warlock behandelt hat, dann in Situationen, die ihm keine andere Wahl ließen. Dass es Serena schwer fällt vertrauen zu fassen, ist absolut verständlich. Aber sie sucht geradezu nach Grausamkeit in seinem Verhalten und dichtet sich manchmal etwas zusammen, das vollkommen irrational ist. Es ist ein sehr langer und mühsamer Weg, bis sich das zumindest etwas legt.
Vermutlich stammt daher auch mein Hauptproblem mit You Are Mine: Es gibt nur sehr wenig Romantik und auch das bisschen, das da ist, erst ganz am Ende. An sich gefällt es mir gut, wenn sich die Dinge langsam, schleichend und mit Bedacht entwickeln. Hier war es aber gepflastert mit Missverständnissen und dank der kompletten Unfähigkeit der Charaktere, den Mund aufzumachen und miteinander zu sprechen, oft sehr mühsam. Etwas mehr aufklärende Szenen zwischen den Hauptcharakteren wären da sehr schön gewesen. Zusätzlich verrennt sich Janeal Faloroft in lange Beschreibungen und Erklärungen zu Kleidern und Schauplätzen. Ich verstehe den Hintergedanken, schließlich geht es um Serenas Unabhängigkeit und die sollte auf keinen Fall von einem Mann abhängen. In diesem Fall geht das aber auf Kosten der Spannung. Zwar gibt es schon immer wieder aufregende oder temporeichen Szenen und vor allem das Ende (das übrigens in sich abgeschlossen ist) gefällt mir richtig gut, insgesamt ist die Geschichte aber doch etwas zäh.

Trotzdem, gefallen hat mir You Are Mine von Janeal Falor schon irgendwie. Die Welt, die Charaktere und die Geschichte selbst haben viel Potential und wenn der Plot nur etwas mehr Tempo und Romantik gehabt hätte, hätte das Buch richtig gut sein können.
Dennoch werde ich vermutlich die anderen Bücher dieser Reihe lesen. Eine Vorgeschichte mit dem Titel Mine to Tarnish, die von Selenas Schneiderin Katherine handelt, erscheint am 2. Dezember 2013. Von dem zweiten Buch Mine to Spellist außer dem Titel bisher noch nicht viel bekannt.

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