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Cover Fangirl englisch

Cath und ihre Zwillingsschwester Wren stehen kurz vor ihrem Collegestart. Doch statt gemeinsam ein Zimmer zu nehmen, wie Cath angenommen hat, will Wren eigene Wege gehen. Sie hat sich sogar absichtlich um eine andere Zimmerbewohnerin beworben und landet in einem anderen Wohnheim als Cath. Cath ist verletzt von Wrens Unabhängigkeitsstreben, versucht aber, Wren nicht aufzuhalten. Und so widmet sie sich nun alleine ihrer Leidenschaft, dem Schreiben von Fanfiction. Sie hat eine riesige Fangemeinde im Internet, die begierig auf jedes neue Kapitel von Simon Snow und Baz in Carry On warten. Diese Geschichten sind auch im Original an einer magischen Schule angesiedelt, wobei die Beziehung zwischen den Charakteren dort eine gänzlich andere ist. Cath ist so talentiert, dass sie im Rahmen ihrer bunten Mischung an Collegekursen auch an einem Kurs über fiktionales Schreiben teilnehmen darf und das, obwohl die Professorin normalerweise gar keine Erstsemester annimmt. Caths neue Mitbewohnerin Reagan ist fasziniert, dass jemand als Hälfte eines Zwillings so in sich zurückgezogen sein kann, obwohl Cath wirklich witzig und schlagfertig sein kann. Zusammen mit ihrem Freund Levi nimmt Reagan Cath unter die Fittiche. Das führt nicht nur zu einigen Konfusionen sondern auch dazu, dass Cath anfängt, über ihren eigenen Schatten zu springen. Auch wenn das sehr riskant für Herz und Seele sein kann...

Lasst euch von dem hübschen, leichten Cover nicht in die Irre führen. Die Geschichte von Fangirl ist alles andere als seicht. Cath und Wren haben schon einiges erlebt und gehen ziemlich unterschiedlich mit diesen Ereignissen um. Das ist ebenso interessant zu lesen, wie die Beziehung der Zwillinge oder die Entwicklung von Cath über ihr erstes Studienjahr hindurch. Cath ist überhaupt ein sehr interessanter Charakter. Sie ist liebenswert und sympathisch, aber auch total in sich gekehrt und schüchtern. Wenn die Kombination aus Reagan, Levi und Studium sie langsam aber sicher aus ihrem Schneckenhaus locken, reagiert sie längst nicht immer logisch. Trotzdem kann ihr anfangs eher spröde wirkender Charakter das Herz des Lesers schnell erobern und man bangt, hofft und leidet mit ihr.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Einblicke, die Rainbow Rowell ihren Lesern in Caths Fanfiction Carry On und die dazugehörigen Originale um Simon Snow bietet. Bücher in Büchern üben immer einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Und hier war es wirklich perfekt. Die Simon Snow Bücher wären interessant zu lesen, aber noch lieber hätte ich ja Caths Fanfictions gelesen. Die Ausschnitte waren einfach wunderbar. Man erkennt wirklich schon nach kurzer Zeit am Stil, ob es sich um das Original oder die Fanfiction-Welt handelt. So was muss man als Autor erst mal hinbekommen.
Überhaupt war der Schreibstil von Fangirl sehr schön. Das Buch setzt auch schwierige Themen humorvoll in Szene und besonders die Darstellung der Charaktere konnte mich überzeugen. Da war zuallererst natürlich Cath, aber auch Levi und Reagan waren – trotz aller Fehler – echte Sympathieträger. Etwas mehr Probleme hatte ich mich Wren, aber dass sollte vermutlich extra so sein. Das Einzige was mich etwas gestört hat, war das Ende. Es ist schön und stimmig, aber eine Menge Fragen bleiben offen beziehungsweise wird die weitere Entwicklung nur angedeutet. Vieles muss man sich am Ende also selber denken. Das passt zwar gut zur Geschichte, dennoch hätte ich an dieser Stelle einfach gerne noch etwas mehr Zeit mit den Charakteren verbracht.

Fazit: Sehr schöne Geschichte mit ein paar wunderbar lebensecht wirkenden Charakteren. Auch die Buch- und Fanfiction-Welt war gelungen umgesetzt. Für Fangirl hätte mir ein etwas weniger offenes Ende zwar besser gefallen, doch insgesamt handelt es sich um ein sehr lesenswertes Buch. Sicher nicht das letzte, das ich von Rainbow Rowell gelesen habe.

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Cover A Kiss by Design Englisch

Seit bereits 5 Jahren ist Emily schon mit Zach zusammen. Sie waren das Traumpaar ihrer High School und auch jetzt im College hat sich daran nichts geändert, auch wenn sie mittlerweile unterschiedliche Schulen besuchen. Klar, in letzter Zeit sehen sie sich nicht so oft und wenn sie sich doch mal treffen, geht es immer nur um Zachs Football Karriere und darum, ihm etwas von seinem Druck zu nehmen. Da gehen Emilys Sorgen und Probleme schnell mal unter.
Das macht aber nicht sonderlich viel, denn für ihre emotionalen Bedürfnisse kann Emily sich immer noch auf ihren besten Freund - und Zachs jüngeren Bruder - Dylan verlassen. Schon seit ihrer Kindheit ist er immer für Emily da gewesen und egal um was es geht, sie weiß sie kann ihm alles anvertrauen. Und er ihr auch.
Zumindest dachte Emily das, bis sie ihn Dylans Rucksack einen Verlobungsring findet. Hat er ernsthaft vor, seine Freundin Denise zu heiraten? Die beiden kennen sich doch gar nicht wirklich. Und wieso hat er Emily nichts von seinem Vorhaben erzählt? Emily ist Eines klar: Sie muss ihren besten Freund davon abhalten, den Fehler seines Lebens zu machen. Selbst wenn sie ihn dafür ein bisschen reinlegen muss. Am Ende wird er ihr dafür dankbar sein.
Doch je mehr ihr Plan Formen annimmt, umso mehr muss Emily sich fragen, warum es ihr so gegen den Strich geht, dass Dylan eine ernsthafte Beziehung hat. Ist sie vielleicht seit Jahren mit dem falschen Bruder zusammen?

Auf den ersten Blick hat A Kiss by Design von Christy Hayes wie eine nette, lustige und leichte Liebesgeschichte gewirkt. Dem Leser ist eigentlich sofort klar, dass Emily mehr für Dylan empfindet und Dylan sowieso schon lange bis über beide Ohren in sie verliebt ist. Nach ein bisschen hin und her sollte es also nicht so schwer sein, diese beiden zu einem Happy End zu bekommen, oder? Falsch. Es geht eine ganze Menge schief.
Auch leicht oder lustig ist diese Geschichte schon nach kürzester Zeit nicht mehr. Denn obwohl viele Entwicklungen am Anfang noch mit Humor genommen werden, geht das schnell unter. Stattdessen quälen sich die Charaktere mit Schuldgefühlen und Zweifeln herum. Und anstatt es besser zu machen und einfach mal ein anständiges Gespräch zu führen, begnügen sie sich mit Halbwahrheiten oder gehen sich gleich gänzlich aus dem Weg. So kommt es auch, dass sich Emily und Dylan eigentlich kaum sehen im Laufe der Geschichte und ihre "Romanze" sich mehr in ihren Köpfen abspielt. Der Funke zwischen den beiden ist bei mir kein bisschen übergesprungen und all die Dramen und negativen Gefühlen haben sich viel zu lange hingezogen, um am Ende auch nur annähernd ein gutes Gefühl bei mir hervorzurufen. Nicht mal wirkliches Interesse konnte ich für die beiden aufbringen. Dafür waren Dylan und vor allem Emily zu wankelmütig und haben ständig ihre Meinungen und Absichten geändert. Außerdem hatte Emily die Angewohnheit, ihre Probleme entweder in ihrem Kopf oder mit ihren besten Freundinnen und Mitbewohnerinnen tot zu quatschen.
Das Sprichwort Zu viele Köche verderben den Brei trifft bei A Kiss by Design ebenfalls ziemlich gut zu. Denn neben Emilys ist das Buch auch noch aus Dylans, Zachs, Raegans, Kaylas und Shelbys (Emlilys beste Freundinnen) Perspektive geschrieben. Das war einfach zu viel und hatte offensichtlich hauptsächlich den Nutzen, die Hauptpersonen und Hintergrundgeschichten für die zukünftigen Bücher der Kiss & Tell-Reihe vorzustellen.

Deshalb ist A Kiss by Design von Christy Hayes nicht unbedingt ein Buch, das ich empfehlen würde. Jedes Potential, das diese Geschichte zunächst hatte, wurde durch gekünsteltes Drama, Manipulationen und zu vielen Erzählern kaputt gemacht. Ich konnte weder den Charakteren noch der Liebesgeschichte etwas abgewinnen, weswegen ich den Rest dieser Reihe wohl nicht verfolgen werde.

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Chiliherzen deutsch

Amanda ist die Neue an der Rezeption im Hotel 'Größenwahn'. Irgendwie passte der Name. Dass ihr Chef sie erst einmal nur für die Spätschicht eingetragen hat um sie in Stresssituationen auszutesten, macht ihr nichts. Im Gegenteil. So verbringt sie die späten Stunden lieber auf Arbeit statt zu Hause. Dort wartet nur Roger auf sie - und ihm möchte sie so wenig wie möglich über den Weg laufen.

Mario ist Barkeeper in der 'SonderBar', die zum Hotel gehört. Seine Arbeit macht ihm Spaß und er scheint auch ein gewisses Talent dafür zu besitzen. Seine Frau Christa und seine Tochter Sarah sieht er so trotz der späten Arbeitszeiten ausreichend.

Als Mario Amanda das erste Mal an seiner Theke sitzen hat, ist er angetan. Sie ist sehr attraktiv und sein Instinkt sagt ihm immer direkt, welches Getränk sie gerade braucht. Schon nach wenigen Abenden fängt sie an leicht mit ihm zu flirten. Trotz seiner Familie geht er darauf ein und merkt schnell, dass Amanda in ihm Gefühle weckt, die Christa noch nie hervorgelockt hat.
Doch auch als die Avancen direkter werden, sträubt er sich davor sich auf die neue Liebe komplett einzulassen. Aber wehren kann er sich dagegen auch nicht.

Und dann ist Amanda plötzlich weg. Von jetzt auf gleich verschwindet sie aus seinem Leben und aus dem Hotel. Jeder wusste schon lange, dass zwischen den beiden etwas läuft und so muss Mario sich nun mit bemitleidenden Blicken auseinander setzen. Selbst Christa weiß Bescheid. Was denkt sie jetzt nur von ihm? Und wie soll er so weiter machen?

Dann erhält er eine Nachricht - von Carmen, einer Freundin von Amanda, von der er noch nie gehört hat - und Amandas Tagebuch. Mario begibt sich auf die Suche nach Amandas Spuren. Wie ist ihr Weg ein Jahr zuvor gewesen? Wo ist sie gelandet? Was hat sie erlebt? Und viel wichtiger: Was ging in Amanda vor, als sie ihn verlassen hat?

Der Roman Chiliherzen von dem Autorenduo Jürgen Schmidt und Sandra Wagner ist eine völlig neue Art des Romans. Man lernt im ersten Teil des Buches nur Marios Sicht kennen und wird mit ihm durch seine Gefühlswelt gezogen. Ab der Hälfte des Buches wechselt die Perspektive und man lernt die andere Seite kennen - Amanda. Durch ihre Tagebucheinträge erfährt der Leser wie sie sich in bestimmten Situationen gefühlt hat und was sie dazu bewegt hat so oder so zu handeln. Auch Amandas Leben wird mehr und mehr beleuchtet.

In einem Interview auf der Autorenseite von Jürgen Schmidt kann man nachlesen wie es den beiden Autoren während des Schreibens ging. So haben sie beispielsweise die Figuren völlig unabhängig voneinander entworfen und ihre Geschichte geschrieben.
Das macht den Roman auch aus. Als Außenstehender kann man immer leicht über das Verhalten eines Menschen urteilen, man erfährt aber nie die wahren Gründe dahinter. In diesem Roman fügen sich erst am Ende alle Teile ineinander und man erkennt das ganze Ausmaß der Tragik hinter der Liebesgeschichte.
Der Schreibstil ist am Anfang gewöhnungsbedürftig. Viele sehr kurze Sätze haben mich etwas durcheinander gebracht und mir den Einstieg in das Buch erschwert. Dennoch ist es im Ganzen ein wirklich gelungenes Werk. Trotz seiner niedrigen Seitenzahl hat man nie das Gefühl durch die Handlung gehetzt zu werden. Im Gegenteil. Beide Autoren schaffen es in aller Kürze eine umfangreiche Geschichte vorzulegen.

Chiliherzen hat mich zum Nachdenken angeregt. Man sollte sich selbst immer treu bleiben - aber auch ein Sprung ins kalte Wasser kann der richtige Weg sein.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei Jürgen Schmidt bedanken, für die Möglichkeit dieses Buch zu lesen und zu rezensieren.

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Cover This Girl Englisch US

Enthält Spoiler zu Slammed / Weil ich Layken liebe und Point of Retreat / Weil ich Will liebe.

Endlich haben Will und Layken es geschafft. All die Ängste und Trauer der letzten zwei Jahre gehören der Vergangenheit an und sie haben ihren gemeinsamen Platz im Leben gefunden. Momentan ist das frisch vermählte Ehepaar Cooper auf ihrer Hochzeitsreise. Keiner von beiden hätte je gedacht, dass sie jemals wieder so glücklich sein könnten. Doch Layken hätte da immer noch ein paar Fragen an ihren Ehemann. Was hat er gedacht, als er Lake zum ersten Mal gesehen hat? Was ging durch seinen Kopf, als er sie vor seinem Klassenzimmer gesehen hat und die schockierende Wahrheit ans Licht kam? Und was hat Lakes Mutter Julia ihm erzählt, nachdem alle von ihrer Krankheit erfuhren?

Auf all das bekommen Layken und der Leser nun Antwort in This Girl von Colleen Hoover, dem finalen Buch der Slammed-Reihe. Im Großen und Ganzen handelt es sich dabei eigentlich um nichts weiter, als ausgewählte bzw. entscheidende Szenen aus Slammed / Weil ich Layken liebe, die wir bereits aus Laykens Sicht kennen. Nun ist Wills Perspektive an der Reihe.
Allzu viel Neues gibt This Girl daher natürlich nicht her. Die meisten Szenen sind wie gesagt bekannt und auch Wills Gedanken hatte ich mir an den entsprechenden Stellen auch ungefähr so vorgestellt. Dennoch hat Colleen Hoover es das ein oder andere Mal geschafft, mich wirklich zu überraschen. Denn es gibt da doch eine ganze Menge Details, die Layken in Slammed / Weil ich Layken liebe entgangen sind. Zum Beispiel hat Will doch deutlich mehr Gespräche mit Julia geführt, als sich Layken bewusst war. Und gerade diese Unterhaltungen lassen manche Teile der Geschichte in einem ganz neuen Licht erscheinen. Trotzdem bleibt es der eigentlichen Handlung meist treu und verändert sie nicht wirklich nachträglich.

Zugegeben, manche Stellen waren doch ein wenig langweilig, besonders wenn man - so wie ich - alle Bücher hintereinander gelesen hat. Ich hatte das erste Buch noch frisch im Kopf und so sehr haben sich viele der Szenen dann doch nicht unterschieden. Spaß hat This Girl aber dennoch gemacht. Es ist bewegend und traurig, gleichzeitig ist es aber auch schön zu sehen, wie sich Will durch die ersten Monate nach seinem ersten Treffen mit Layken quält. Daran ändern auch ein paar etwas langsamere Szenen nichts. Dafür bekommt man eine Menge neue bzw. Hintergrundinformationen, die vielleicht bis dahin noch gar nicht so klar waren.

Cover This Girl Englisch UK

Was mich allerdings doch etwas an This Girl gestört hat, ist dass es sich fast ausschließlich um Lake und Will dreht. Eddie, Gavin und vor allem Kel, Caulder und Kiersten spielen dieses Mal sehr untergeordnete Rollen und haben mir doch sehr gefehlt.
Außerdem hat Colleen Hoover es manchmal ein wenig übertrieben mit dem Einbau neuer und frischer Szenen. Sie sind war nie unlogisch oder widersprechen Slammed / Weil ich Layken liebe, ein paar arg konstruierte bzw. bequem herbeigeführte Elemente gab es aber doch.

Darüber konnte ich aber getrost hinwegsehen. This Girl von Colleen Hoover ist eine schöne Ergänzung zu ihrer Slammed-Reihe. Wirklich nötig ist sie zwar nicht, dafür rundet sie aber die ursprüngliche Geschichte geschickt ab und bietet ein paar neue Einblicke. Außerdem gibt es einen kleinen Ausblick in Will und Laykens Zukunft nach ihrer Hochzeitsreise. Für Fans der Reihe und Figuren also ein absolutes Muss.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Büchern der Slammed-Reihe, sind mir bei This Girl bisher noch keine Informationen über eine deutsche Veröffentlichung bekannt. Aber nachdem das zweite Buch erst im Frühjahr 2014 bei uns erscheint, kann das ja noch kommen.

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Cover Dream Me Off My Feet englisch

Achtung, ab dem 3. Absatz enthält diese Rezension Spoiler.

Kori ist Fotografin und arbeitet teils als Entwicklerin in einem Fotoladen und teils als freie Auftragsfotografin. Seit Ewigkeiten ist sie ein Fan der Rockband Slanker Knox und schreibt schon seit Jahren über deren Bandmitglieder Fanfiction. Diese sind sehr erotisch und drehen sich insbesondere um den Sänger JT Blackwood. Veröffentlicht werden die Geschichten nur in einem geschlossenen Forum, in dem die Beiträge an alle Mitglieder per E-Mail geschickt werden. Was Kori nicht weiß, JT Blackwood persönlich hat sich dort mit einem Frauennamen eingeschlichen; er liest regelmäßig Koris Geschichten und ist völlig fasziniert von ihnen. Als der Fotograf der Band krank wird, denkt JT sofort an Kori als Ersatz. Doch da er sie persönlich gar nicht kennt, besucht er sie inkognito in dem Fotoladen, um sich ein Bild von ihr und ihren Arbeiten zu machen. Auch in Natura kann Kori JT von sich überzeugen und so macht er ihr ein traumhaftes Angebot.
Als die beiden dann wirklich zusammenarbeiten, wird schnell klar, dass da noch mehr zwischen ihnen ist. Nicht nur eine erotische Anziehung, wie beide sie noch nie erlebt haben, sondern auch eine Art mentale Verbindung, die Kori und JT die Gefühle und Gedanken des jeweils anderen lesen lässt, als wären sie ein offenes Buch. Das Problem ist nur, Kori ist nicht nur Fotografin. Sie ist auch glücklich mit ihrer Jugendliebe Mark verheiratet und hat einen Sohn, der fast das Teenageralter erreicht hat...

Dream Me Off My Feet war teilwese ein schwer zu lesendes Buch. Die Idee von der Romanze, die von der speziellen Verbindung zwischen den beiden Protagonisten lebt, war interessant und oft auch sehr schön umgesetzt. Dass Kori und JT über ihre Träume und ihren Geist mehr oder weniger unbewusst und unterbewusst ihr ganzes Leben miteinander geteilt haben, ist ganz sicher ungewöhnlich. Zudem schreibt Stevie Kisner sehr humorvoll und die erotischen Szenen waren besonders zu Beginn des Buches wirklich schön zu lesen. Insgesamt war mir die Umsetzung der Geschichte aber zu langatmig. Das lag daran, dass meiner Meinung nach die Gedankenwelt der Protagonisten zu präsent war und die Handlung dadurch zu wenig voran schritt. Diesem rund 550 Seiten langem Buch hätte eine Entschlackung um etwa 100 bis 150 Seiten sicher gut getan.

Problematisch mag für den ein oder anderen auch sein, dass Kori und JT ihren Gefühlen freien Lauf lassen, obwohl Kori doch glücklich mit ihrem Mann Mark verheiratet ist. Recht schnell versteht man zwar, warum Kori und JT voneinander angezogen werden, wie die Motten vom Licht. Trotzdem ist das Thema Ehebruch auch bei sehr sympathischen Protagonisten nicht für jeden Leser gleich leicht zu verdauen. Ich hatte damit eigentlich nur an einer einzigen Stelle ein Problem und das war zu einem Zeitpunkt, an dem man weiß, dass Mark eine unheilbare Krankheit hat (nein, kein Krebs, sondern ein chronisches Leber- und Nierenversagen).
Und genau diese Krankheit war dann auch mein Hauptproblem mit Dream Me Off My Feet. Als Leser darf man Marks langsames Dahinscheiden nämlich über einen großen Teil des Buches miterleben. Dabei hat Stevie Kisner die medizinischen Tatsachen gut dargestellt. Doch wie Mark mental mit seiner Krankheit umgeht (nämlich, dass er trotz aller Pein mit Frau und Sohn die Tour einer Rockband begleitet, weil er seiner Familie vor dem schlimmen Ende noch schöne Erinnerungen bereiten will), fand ich zwar löblich - in der epischen Breite ausgewalzt - aber ziemlich unglaubwürdig. Hier will ich jetzt wirklich nicht noch mehr verraten, aber da kamen einige Szenen zusammen (auch wie Kori infolge dessen mit ihrem Körper umgeht), die ich wirklich extrem fand. Dagegen waren die ungewöhnlichen mentalen Fähigkeiten von Kori und JT samt dazugehörigen Erläuterungen wirklich Peanuts. Insgesamt war ich zwar froh, dass Kori und JT schließlich ein glückliches Ende erleben durften - bis dahin war es aber ein weiter Weg.

Fazit: Dream Me Off My Feet liefert mit den geteilten Träumen und Leben der Protagonisten einen interessanten Ansatz einer Rockstar-Romanze. Insgesamt war das Buch aber zu langatmig. Für mich solide Unterhaltung - nicht mehr und nicht weniger.
Zu einer deutschen Übersetzung ist mir nichts bekannt.

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