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Cover Weil ich Layken liebe Deutsch

Nachdem ihr Vater sehr überraschend an einem Herzinfarkt gestorben ist, hat die 18-jährige Layken versucht, für ihre Mutter und ihren kleinen Bruder Kel stark zu sein, auch wenn ihr das nicht gerade leicht fällt. Vor allem, als ihre Mutter aus finanziellen Gründen plötzlich beschließt, von Texas nach Michigan in die Nähe von Detroit zu ziehen. Layken ist alles andere als begeistert, dass sie sich jetzt auch noch von ihrem gewohnten Umfeld zu verabschieden muss - und das ausgerechnet in ihrem Abschlussjahr.
Doch als sie in Michigan ankommt und dort ihren neuen Nachbarn Will trifft, sieht der Umzug schon gleich gar nicht mehr so schlimm aus. Layken und Will verstehen sich von Anfang an blendend. Sein Humor und seine Leidenschaft für Poetry Slams beeindrucken Layken sehr. Je näher sie sich kennen lernen, umso klarer wird den beiden, dass sie etwas ganz Besonderes verbindet.
Eigentlich könnte für Layken nach den schrecklichen letzten 6 Monaten nun also endlich alles gut werden, doch ihr Glück hält gerade mal eine Woche an. Denn dann beginnt sie langsam herauszufinden, dass ihre Mutter noch ganz andere Gründe für den Umzug hatte, als bloße Geldsorgen. Und auch ihre aufkeimende Beziehung zu Will wird durch eine schockierende Entdeckung für beide zu einem jähen Ende gebracht...

Lange Zeit lag Slammed / Weil ich Layken liebe von Colleen Hoover ungelesen in meinem Regal herum. Als ich es dann endlich mal in die Hand genommen habe, habe ich es innerhalb weniger Stunden verschlungen. Denn auch wenn sich die Geschichte erst einmal nicht sonderlich außergewöhnlich anhört, hat es dieses Buch wirklich in sich.
Wie gesagt hält Laykens Glück in ihrer neuen Heimatstadt nur sehr kurz an. Was danach folgt ist ein erschütternder Schlag nach der anderen und wie Layken habe ich mit dem meisten wirklich nicht gerechnet. Kein Wunder also, dass Slammed / Weil ich Layken liebe ein unheimlich emotionales Buch ist. Leute wie ich, die beim Lesen eher nah am Wasser gebaut sind, sollten sich definitiv ein paar Taschentücher bereit halten. Doch trotz des ganzen Dramas wirkt das Buch auf mich im Großen und Ganzen aber ziemlich realistisch. Es gibt wenig, was ich schlimmer finde, als künstlich herbeigeführtes Drama und das Gefühl hatte ich hier gar nicht.
Das beste an Slammed / Weil ich Layken liebe sind aber seine Charaktere. Dabei sah es bei Layken allerdings zunächst gar nicht mal so sehr danach aussah, als würde ich sie mögen. Sie kann nämlich ziemlich aufbrausend und kindisch sein. Anstatt sich ihren Problemen zu stellen, läuft sie lieber davon oder hat einen Wutanfall inklusive Brüllen und Türenknallen. Ich muss zugeben, dass mich das am Anfang ein wenig an ihr irritiert hat. Auf der anderen Seite ist sie aber auch ein sehr realistischer Charakter, denn jeder geht anders mit Schicksalsschlägen um. Will ist da allerdings ganz anders als Layken. Er ist eher ruhig und besonnen und wirkt deutlich erwachsener als sie, was auch seine Gründe hat. Auch er hat allerdings seine Macken und Schwächen, allerdings rechtfertigt auch seine Hintergrundgeschichte einiges davon.
Ihnen zur Seite stehen viele weitere Charaktere, die man einfach ins Herz schließen muss. Allen voran wären da Laykens und Wills kleine Brüder Kel und Caulder. Diese beiden sorgen für jede Menge Trubel und Leichtigkeit. Ihnen ist es zum Großteil zu verdanken, dass Slammed / Weil ich Layken liebe den Leser nicht zu sehr runterzieht. Doch auch Laykens beste Freundin Eddie ist ein wundervoller Charakter, der eine wichtige Rolle spielt. Sie ist schräg und laut und dabei einfach bewundernswert.
Was Slammed / Weil ich Layken liebe ebenfalls sehr lesenswert macht, ist Colleen Hoovers außerordentlich schöner Schreibstil. Durch die verschiedenen Gedichte, die immer wieder mit eingebaut wurden, wird der ohnehin schon elegante und flüssige Stil nur noch beeindruckender. Eigentlich kann ich mit Poesie nicht sonderlich viel anfangen, in diesem Fall hat sie allerdings sogar mir gefallen. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass sie mehr an Liedtexte erinnert hat, als an das, was wohl jeder von uns in der Schule ertragen musste.

Cover Slammed Englisch

Ein kleines Detail gibt es aber doch, das mir nicht so ganz gefallen hat: Nämlich das Tempo, in dem sich Wills und Laykens Gefühle entwickeln. Dass man sich schnell mal verguckt glaube ich gerne, die Intensität ihrer Gefühle ist aber doch nochmal eine ganz andere Geschichte. Ich verstehe, wieso Colleen Hoover das so lösen musste (schließlich sind genau diese Gefühle die Ausgangssituation, um die eigentliche Handlung in Gang zu bringen), ein wenig überstürzt hat es sich am Anfang aber dennoch angefühlt.

Doch auch das lenkt nicht davon ab, dass Slammed / Weil ich Layken liebe von Colleen Hoover ein wirklich außergewöhnlich schönes Buch ist. Ich habe gelacht und geweint, war schockiert, traurig und glücklich. Dieser Roman stürzt den Leser in ein Wechselbad der Gefühle und auch wenn mir das Ende die Tränen in die Augen getrieben hat, so ist es doch hoffnungsvoll, passend und einfach schön. Gepaart mit dem wundervollen Schreibstil und den ungewöhnlichen Charakteren, ist Slammed / Weil ich Layken liebe daher mehr als lesenswert. Außerdem gibt es noch ein paar Chuck Norris Witze, die ich noch nicht kannte, als Bonus ;)
Laykens und Wills Geschichte ist allerdings noch nicht ganz vorbei. In Point of Retreat / Weil ich Will liebe setzt sich ihre Geschichte fort.

In Deutschland kommt Weil ich Layken liebe am 1. November 2013 in die Läden.

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Cover Acht Minuten deutsch

Péter Farkas hat in seinem Roman Nyolc Perc / Acht Minuten das Leben eines alten Ehepaares beschrieben, das im Alter bereits an Demenz erkrankt ist. Die zwei leben allein in einer Wohnung und meistern ihr Leben ohne Pflege und aufwendige Hilfe. Lediglich eine Haushaltshilfe die vorbeikommt, erleichtert ihnen das Leben.

Beschrieben wird die Geschichte aus Sicht des Mannes, da er die treibende Kraft in dieser Beziehung ist. Seine Frau ist bereits schwerer erkrankt als er und ist auf seine Hilfe und Fürsorge angewiesen.
So kümmert er sich um ihr Wohlbefinden, ihre Bedürfnisse und ihre Seele. Jeden Morgen sorgt er dafür, dass sie wieder aufwacht und sich ihm widmet, statt ihren Körper völlig zu verlassen.
Mit unendlicher Liebe und Zuneigung kümmert er sich darum, dass sie in Ruhe gelassen wird und sie beide ihr Leben in trauter Zweisamkeit verleben können.
Ab und an wird darauf hingewiesen, dass es noch andere Menschen in ihrer Umgebung gibt, wenigstens eine Tochter. Doch sie bleibt nicht mehr als eine Randerscheinung, da er sie als genau das nur wahrnimmt.

Ich verstehe den Sinn hinter diesem Buch - denke ich - und auch, was der Autor damit vermitteln möchte. Doch die Ausführung hat mich Nerven gekostet. So habe ich ein Buch erwartet, dass als Geschichte aufgesetzt ist über das Leben eines älteren Paares mit Problemen und Einschränkungen. Aber definitiv kein Buch, in dem ich lesen muss wie Exkremente aussehen, welche Beschaffenheit Körperflüssigkeiten haben und wie der Körper verfällt.
Sicher, ein Jeder von uns - sofern er ein hohes Alter erreicht - muss sich früher oder später mit derlei Dingen auseinander setzen, doch ist dies nichts, was ich lesen möchte.

Ich habe etwas völlig anderes erwartet und mich teilweise doch sehr geekelt, deshalb kann ich dem Buch einfach nicht mehr als 2,5 Sterne vergeben. Die Grundidee ist wirklich gut und ich wünschte, der Autor hätte einen anderen Weg gewählt mit diesem Thema umzugehen.

Vielen Dank an den btb-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Cover The Devil's Reprise englisch

Enthält Spoiler für The Devil's Metal. Die Devils-Reihe ist nur für Leser über 18 Jahren geeignet.

April 1975: Vor zehn Monaten haben Sage Knightly und Dawn Emerson alles riskiert, um Sage von seinem Deal mit dem Teufel zu befreien und sein Leben zu retten. Seitdem hat sich viel verändert. Dawn hat ihr Studium abgeschlossen und arbeitet nun für das Creem Magazin. Sage hat eine Solokarriere begonnen und plant gerade seine erste Tour durch Europa, wo er bereits als großer Star gefeiert wird.
In den letzten Monaten haben die beiden kaum voneinander gehört, geschweige denn gesehen. Dawn weiß nicht so recht, wo sie mit Sage steht, nachdem er ihr gesagt hat, dass er sie nicht liebt. Das hat den beiden zwar das Leben gerettet, aber nach allem, was die beiden miteinander durchgemacht haben, auch Dawns Herz gebrochen. Umso überraschter ist sie, als sie plötzlich einen Anruf von Sage bekommt und er sie bittet, ihn auf seiner Europa Tour zu begleiten.
Doch ihr Wiedersehen fällt nicht ganz so aus, wie sie erwartet haben. Nicht nur hat sich Sage durch alles, was im Jahr zuvor geschehen ist, sehr verändert, er hat auch Sex, Drugs and Rock'n'Roll auf eine ganz neue Ebene gehoben. Bald wird ihnen allerdings klar, dass ihre persönlichen Schwierigkeiten gerade ihr geringstes Problem sind. Denn schon bald geschehen merkwürdige Dinge auf dieser Tour, die Dawn und Sage nur zu bekannt vorkommen. Sie müssen sich Dämonen stellen, von denen sie dachten, sie schon lange besiegt zu haben.
Doch dieses Mal geht es nicht um Sages Vertrag mit dem Teufel - sondern um Dawns.

Über ein Jahr mussten die Leser auf die Fortsetzung zu Karina Halles The Devil's Metal warten. Nun kommt The Devil's Reprise endlich und es ist (fast) alles, was ich mir erhofft hatte. In den ersten Kapiteln wird der Leser erst einmal auf den neuesten Stand gebracht: Was Sage und Dawn in den letzten Monaten getrieben haben; eine kleine Zusammenfassung, was in The Devil's Metal passiert ist; wie es emotional um die beiden steht usw. (Kleine Anmerkung: The Devil's Reprise kann man als Einzelroman lesen, weswegen die Erklärungen vielleicht ein klein wenig ausführlicher ausgefallen sind, als sonst üblich). Dawn geht es eigentlich ziemlich gut. Ihr Job bei Creem läuft reibungslos, ihr Vater hat das Trinken aufgegeben und das Tourette-Syndrom ihres Bruders Eric ist auch wie durch ein Wunder geheilt. Sage dagegen kostet seinen Status als Rockstar vollkommen aus. Mit seinem Bandkollegen Tricky lässt er kein Saufgelage, keine Droge, kein Groupie und keine Orgie aus. Nur so scheint er seine Schuldgefühle vergessen zu können. Dementsprechend schwierig fällt das erste Aufeinandertreffen zwischen Sage und Dawn auch aus. Die Anspannung zwischen den beiden ist immer noch ungebrochen und es gibt jede Menge intensive und emotionale Szenen zwischen ihnen.
Natürlich ist auch der Gruselfaktor dieses Mal wieder sehr hoch. Zwar gibt es relativ wenige wirklich beängstigende Szenen, trotzdem erzeugen diese genug Anspannung, um für die richtige Stimmung zu sorgen. Was Sage und Dawn sehen, geht unter die Haut und ich habe am Abend beim Lesen doch lieber das Licht angelassen. ;)
Auch einige alte Bekannte sind mit von der Partie. Dawns beste Freundin Mel z.B., oder auch Sages (und Hybrids Ex-) Manager Jacob. Und Max. Ja richtig, der Ginger Elvis aus Experiment in Terror spielt in diesem Buch eine entscheidende Rolle und gibt einige interessante Einblicke in beide Reihen.
Was The Devil's Reprise neben den Horrorelementen wohl aber am meisten auszeichnet, ist Karina Halles typischer und ganz eigener Schreibstil. Humorvoll, ehrlich, gefühlvoll und oft knallhart erzählt sie die Geschichte sowohl aus Dawns als auch aus Sages Sicht und beweist wieder einmal, dass sie besonders für ihre männlichen Charaktere ein echtes Händchen hat. Außerdem ist es nicht zu übersehen, wie viel ihr Musik bedeutet (vor allem als ehemalige Musikjournalistin) und man hat das Gefühl wirklich mit den Musikern auf Tour zu sein.

Teaser The Devil's Reprise

Einziger kleiner Kritikpunkt ist die Kürze des Buches. Viele Details entwickeln sich ein wenig schnell und auch wenn es das Endergebnis nicht negativ beeinträchtigt hat, hätte ich mir doch ein klein wenig mehr Aufbau gewünscht. Sowohl ein paar weitere gruselige Szenen, als auch mehr Momente zwischen Sage und Dawn wären sicher nicht verkehrt gewesen.

Trotzdem ist The Devil's Reprise von Karina Halle ein ganz wunderbarer Abschluss für diese Reihe. Bis zum Schluss hatte ich nicht den leisesten Schimmer, wie sich das alles wohl auflösen würde. Karina Halle hat ihre Geschichte allerdings zu einem sehr passenden und stimmungsvollen, aber auch bittersüßen Ende gebracht.

The Devil's Reprise erscheint am 29. Oktober 2013 und vorerst leider nur als Ebook und auf englisch.

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Mid Life Love

Die fast 40-jährige Claire Gracen hatte das perfekte Leben: mit ihrer Jugendliebe verheiratet, eine erfolgreiche Karriere als Marketing Direktorin und zwei wunderbare Töchter. Doch der schöne Schein fällt von jetzt auf gleich in sich zusammen, als sie erfährt, dass ihr Mann sie schon seit längerem mit ihrer besten Freundin betrügt. Durch diesen ultimativen Vertrauensbruch tief verletzt, zieht Claire in ihrer Verzweiflung mit den Kindern nach San Francisco. Dort sucht sie sich vertrauenswürdigere Freundinnen und einen neuen, allerdings schlechter bezahlten Job. Nur eine neue Beziehung will sie auf keinen Fall eingehen.
Als sie dem gutaussehenden, aber wesentlich jüngeren Jonathan begegnet, wird Claires Widerstandskraft unter Dauerbeschuss gestellt. Es stellt sich heraus, dass Jonathan der CEO ihrer Firma ist und er will Claire unbedingt für sich gewinnen. Doch Jonathan muss nicht nur einen harten Kampf gegen Claires Minderwertigkeitsgefühle ausfechten, auch von anderer Seite wird beider Beziehung heftig torpediert.

Die Geschichte zwischen Claire und Jonathan in Mid-Life Love ist über weite Strecken extrem gelungen und ungewöhnlich. Alleine zu lesen, wie der 28-Jährige die fast 40-Jährige umgarnt und verführt, ist fantastisch. Jonathan lässt sich so viele schöne Dinge für Claire einfallen, dass einem als Leserin einfach nur das Herz schmilzt. Ebenfalls gut an Mid-Life Love gefallen hat mir, dass es mal nicht die typische Konstellation zwischen Protagonistin und Protagonist war. Kein junges Mädchen, das dem Helden in die Arme sinkt. Kein gebrochener Held, dessen guter Kern von der Heldin gekittet werden muss. Tatsächlich schleppen in Mid-Life Love beide Charaktere ordentliches Gepäck mit sich herum, wobei das Päckchen von Claire weit mehr Auswirkungen auf ihr Leben im Hier und Jetzt hat. Hinzu kommt, dass Whitney Gracia Williams ihre Geschichte mit viel Humor und einigen heißen Szenen gewürzt hat.

Negativ fand ich jedoch, dass mir die Geschichte zum Ende hin zu dramatisch war. Nach der ganzen Scheidungs- und sonstigen Familiengeschichte fand ich es auf Dauer schwer nachzuvollziehen, dass Claire sich so gegen eine echte Beziehung mit Jonathan gesperrt hat. Als reifer Frau mit einiger Lebenserfahrung hätte es ihr einfach besser gestanden, wenn sie früher zu sich und ihrem Herzenswunsch gestanden hätte. Diese Kongresswoche in Kombination mit Jonathans irrer Mutter war mir einfach zu viel.
Im Nachhinein war mir Claires Selbstbewusstsein für eine Frau um die 40 tatsächlich zu gering ausgeprägt und ihr Verhalten gegenüber Jonathan wirklich oft einfach nur ungerecht und lieblos. Doch beim Lesen selber war ich so fasziniert von der ganzen Geschichte, dass es mich weniger gestört hat. Trotz aller Kritik bin schon sehr gespannt auf den zweiten Band, At Last (keine Rezension), in dem wir dann Amanda und Ryan (Claires Ex-Freundin und Ex-Ehemann), wohl auch leibhaftig begegnen werden. Allerdings weiß ich nicht, ob eine weitere Runde enormes Drama wirklich gut zu verkraften ist. Hier hoffe ich auf den humorvollen Schreibstil von Whitney Gracia Williams, der einen auch bei Mid-Life Love immer bei der Stange halten konnte.

Fazit: Insgesamt war Mid-Life Love eine unterhaltsame und andere Art Liebesgeschichte, die trotz aller Tragik, Dramatik und Überzogenheit oft sehr lustig war. Mal ganz ehrlich, wer träumt nicht von einem Mann, der für einen Himmel und Hölle in Bewegung setzt. Trotz seiner befehlsgewaltigen Art war Jonathan echt ein Schatz von einem Mann. Spannend wird noch, ob es im nächsten Band At Last (keine Rezension) am Ende ein Freudenfest gibt oder nicht...
Der zweite Teil der Mid-Life Love-Reihe ist übrigens am 18. Oktober 2013 erschienen.

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Cover Playing Dirty Englisch

Als Mitarbeiterin in einer PR Agentur weiß Sarah, wie sie mit Stars umzugehen hat. Sei es ein drogensüchtiger Rocker, ein arrogantes Popsternchen oder – wie bei ihren neuesten Klienten - eine hinterwäldlerische Country-Band. Die Cheatin' Hearts sind bekannt für ihre Schlägereien, Skandale und Exzesse - all das gehört zu ihrem Image. Doch nun machen sie ihrem Plattenlabel ernsthaft Angst: Der Leadsänger Quentin wurde von seiner langjährigen Freundin Erin, der Fidel-Spielerin der Band, verlassen – für Owen, ebenfalls Mitglied der Gruppe. Dazu kommt noch Quentins Drogenproblem und die Auflösung der Band scheint unmittelbar bevorzustehen. Deshalb soll Sarah zum Anwesen der Gruppe fahren und die Zügel in die Hand nehmen.

Quentin hat für seine Band drei einfache Regeln aufgestellt: 1. Keine Drogen 2. Kein Sex innerhalb der Band und 3. Kein Sex mit dem Feind (aka dem Plattenlabel und deren Repräsentanten). Diese Regeln waren nie sonderlich schwer einzuhalten. Cheatin' Hearts liefern eine gute Show ab und bieten den Fans das, was sie wollen, inklusive Drama und Schlägereien. In Wirklichkeit ist aber alles von der Band kalkuliert. Außer, dass in letzter Zeit einiges schief zu gehen scheint. Es gibt Spannungen innerhalb der Band und mittlerweile scheint Quentin der Einzige zu sein, der sich noch an die Regeln hält.
Zumindest bis er zum ersten Mal Sarah begegnet. Er ist sofort hin und weg von ihr und kann kaum seine Finger bei sich halten. Doch Quentin muss sich von ihr fernhalten, denn Sarah darf auf gar keinen Fall hinter die Geheimnisse der Band kommen, wenn die Cheatin' Hearts nicht alles verlieren wollen, was sie sich aufgebaut haben...

Auf Jennifer Echols bin ich schon vor einigen Jahren durch ihre Jugendbücher aufmerksam geworden. Die meisten von diesen haben mir ziemlich gut gefallen und so habe ich mich auch sehr auf ihre erste Reihe für Erwachsene gefreut. Leider ist die aber eine absolute und vollkommene Bruchlandung.
Ich weiß gar nicht wo ich bei Playing Dirty anfangen soll. Die Charaktere sind schrecklich, die Geschichte lächerlich und unglaubwürdig und es reiht sich ein Klischee ans nächste. Normalerweise bemühe ich mich, ein Buch nicht zu sehr zu verreißen, dieses Mal fällt mir das aber ausgesprochen schwer. Die beiden Hauptcharaktere Sarah und Quentin sind ziemlich anstrengend. Sarah will möglichst taff rüberkommen, weswegen sie sich eine Sängerin namens Natsuko zum Vorbild nimmt. Der kann nämlich niemand was vormachen, deshalb eifert Sarah ihr nach. Doch nicht nur war die ständige Erwähnung dieser mysteriösen Natsuko furchtbar ermüdend, ich fand es auch furchtbar, dass eine 30-jährige Frau sich auf so eine alberne Art und Weise profilieren muss. Quentin war kein Deut besser. Er stellt sich selbst als ungebildeten Hinterwäldler dar und die Geschichten und Dramen die er sich für seine Band ausdenkt sind zum Großteil einfach lächerlich. Natürlich verliebt sich Sarah aber auf Anhieb in ihn und wie jede professionelle Geschäftsfrau ist das erste was sie tut, als sie die Band trifft, sich mit ihnen zu betrinken und mit Quentin rumzuknutschen. Es gibt keinen Spannungsaufbau, keine Annäherung, kein gar nichts. Das Schlimmste aber ist, dass Sarah Quentin sein dümmliches Image abnimmt, obwohl er dabei nicht gerade überzeugend ist. Wieso sie nicht durchschaut, dass er das alles nur spielt, will mir absolut nicht einleuchten, vor allem nachdem sie länger als zwei Stunden mit ihm verbracht hat. Am Ende ist es nämlich Sarah selbst, die dadurch ziemlich dämlich und unbedarft rüberkommt.
Auch die Geschichte selbst gibt nicht viel her. Die Handlung ist extrem träge, es passiert kaum etwas und obwohl sich die Dinge zwischen Sarah, Quentin und der Band sehr schnell entwickeln will keinerlei Chemie zwischen den Charakteren aufkommen. Stattdessen verrennen sich die Figuren in eine übertriebene Lüge nach der anderen.

Es gibt nur zwei Punkte, die mir an Playing Dirty zumindest ein wenig gefallen haben: Zum einen wäre das die Dynamik der Band unter sich, vor allem im Hinblick auf die drei Regeln. Wie oben schon angedeutet hält sich keiner mehr so richtig an sie und ich fand es interessant zu sehen, zu welchem Ergebnis das führte.
Auch der Schreibstil war okay. Zwar gab es doch des Öfteren wirklich langgezogene Strecken, trotzdem war das Buch flüssig geschrieben und hatte den ein oder anderen elegant formulierten Moment.

Nichts davon konnte Playing Dirty von Jennifer Echols aber retten. Dafür waren die Charaktere und die ganze Geschichte zu langweilig, übertrieben oder schlicht unglaubwürdig. Ich persönlich musste mich wirklich durch das Buch quälen und werde vermutlich in Zukunft Abstand von Jennifer Echols Erwachsenenbüchern halten.

Playing Dirty ist das zweite Buch der Stargazer-Reihe, kann aber vollkommen unabhängig davon gelesen werden und erscheint am 29. Oktober 2013.

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