Buchjunkies


Rezensionen Empfehlungen Autoren Reihen Tags Rezensionsarchiv


Rezensionen

656 - 660 von 1374 Rezensionen auf der Seite.

Cover Ghostman deutsch

Der Ghostman. Niemand kennt seinen wahren Namen. Niemand kennt seine wahre Identität. Niemand kann ihn finden - wenn er es nicht möchte.

Jack Delton ist der Mann für die Feinarbeit. Bei jedem großen Coup, der von einem Jugmarker gemacht wird, gibt es einen Ghostman. Einen Mann für die delikaten Dinge, einen Verwandlungskünstler.
Jack Delton ist so ein Mann. Natürlich ist Jack Delton nicht sein richtiger Name, nicht ein Mal er selbst kennt seine Identität noch, dafür ist er schon zu oft in andere Rollen geschlüpft.

Er hatte schon länger keinen Auftrag mehr, der ihn gereizt hat und so verbrachte er die letzten Monate wartend in seinem Apartment in Seattle. Doch dann weckt ihn der Eingang einer E-Mail. Eine ganze Weile starrt er auf den Absender und überlegt. Sollte er so tun als hätte er die Nachricht nie bekommen? Doch der Absender ist alles andere als unbekannt und Jack weiß, dass er ihm noch einen Gefallen schuldet.
Also greift er zum Telefon und ruft die Nummer an. Marcus meldet sich, ein Mann mit dem er vor fünf Jahren ein krummes Ding gedreht hat, bei dem von Anfang an alles schief lief. Und das schlimmste daran war - Jack war derjenige der es vermasselt hat.
Nun fordert Marcus seinen Gefallen ein und ködert Jack mit einem Auftrag.

In Atlantic City sollten zwei Handlanger von Marcus ein Casino ausrauben und dabei 1,2 Millionen Dollar erbeuten. Mit dem Geld sollten Drogen finanziert werden, die dann weiter verkauft werden. Doch bei dem Überfall klappt nichts nach Plan.
Einer der beiden Räuber wird durch einen Kopfschuss getötet und auch Ribbons muss sich in Sicherheit bringen. Da sowohl der Mann vom Casino, als auch die zwei Männer vom Geldtransport tot sind, kann es nur bedeuten, dass es einen weiteren Mann am Tatort gibt. Doch wer ist das? Mit Mühe und Not kann Ribbons mit dem Wagen und der Beute fliehen, wird dabei aber schwer verwundet.

Ribbons ist untergetaucht - samt der Beute - und Jacks Aufgabe ist es nun, ihn zu finden und das Geld an den neuen Eigentümer zu übergeben.
Das klingt nach einer einfachen Aufgabe, doch die Sache hat einen Haken - das Geld ist mit der Bundesbeiladung gesichert. Diese sorgt dafür, dass potenzielle Räuber nichts von ihrer Beute haben. Die Ladung Geldscheine wird auf einer Art kabellosem Akkuladegerät gelagert und sorgt so dafür, dass die Batterien der Bundesbeiladung stets voll geladen sind. Nimmt man das Geld von dieser Platte, aktiviert sich die Batterie. Sollten nun die Scheine nicht innerhalb der nächsten 48 Stunden wieder auf einer solchen Platte landen, geht die integrierte Sprengladung hoch. Das war es dann mit der Beute.
Nur mit speziellen Codes besteht die Möglichkeit die Bundesbeiladung zu entschärfen, doch die liegt keinem der Gangster vor. Also hat Jack nur ein begrenztes Zeitfenster an das Geld zu kommen - und als wenn das noch nicht reichen würde, mischt sich ein weit gefährlicherer Mann ein als Marcus es je sein könnte: der Wolf.
Jeder kennt ihn - jeder fürchtet ihn, doch Jack ist viel zu neugierig um sich Angst einjagen zu lassen und macht sich auf die Suche.

Cover The Ghostman englisch

Ich habe schon sehr geteilte Meinungen zu Ghostman / Ghostman von Roger Hobbs gelesen und hatte dann doch etwas Angst davor es in die Hand zu nehmen.
Die ersten 80 Seiten waren für mich verwirrend. Wer ist jetzt wer und gehört wohin? Und was sollen die ganzen Rückblenden?
Denn das Buch erzählt zwei Geschichten gleichzeitig. Einmal das gegenwärtige Problem mit den 1,2 Millionen Dollar und einmal vom großen Coup, der 5 Jahre zurück liegt und gewaltig in die Hose ging.
Ich habe nicht verstanden warum der Autor das macht. Es war mir irgendwie schleierhaft.

Am Anfang konnte mich das Buch überhaupt nicht mitreißen und ich war gewillt es beiseite zu legen. Doch ich dachte mir, komm 100 Seiten gibst du jedem Buch. Und es hat sich gelohnt. Irgendwie hat es der Autor Roger Hobbs dann doch geschafft mich zu packen. Nun wollte ich doch wissen, was mit Ribbons passiert ist, was der Wolf damit zu tun hat und vor allem wie Jack aus der Sache wieder heraus kommt.
Mit der Zeit habe ich mich dann auch an zu den ständigen Perspektivenwechseln einlassen können und mit Neugier verfolgt, was fünf Jahre zuvor passiert ist. Es gibt einem zudem auch einen guten Einblick, wie Jack zu dem geworden ist, was er nun ist - der beste seiner Art.

Ghostman / Ghostman ist der Debütroman von Roger Hobbs und bietet viel Aktion. Manch einem mag er vielleicht etwas brutal vorkommen, doch ich denke gerade zu dieser Thematik passt es. Kein Mensch würde dem Autor abnehmen, dass sich große Gangster ohne viel Blut und Gewalt umbringen.
Und wer Autoren wie Chris Carter und Richard Laymon kennt, wird über das bisschen Schießerei nur müde lächeln.

Derzeitig schreibt Roger Hobbs an einer Fortsetzung und ich bin tatsächlich gespannt wie es mit Jack weiter geht.

Einen lieben Dank an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe ~ Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover How to Kill a Rockstar englisch

Eliza Caelum (26) liebt Musik. Als sie es mit ihrer ehrlichen Art schafft, den verschlossen Rock Star Doug Blackman und Elizase Held seit Kindertagen zu interviewen, bekommt sie einen Job bei Sonica, einer großen New Yorker Musikzeitschrift. Kurzentschlossen zieht sie nach New York. Dort nehmen sie ihre Bruder Michael und seine Frau Vera unter die Fittiche und besorgen ihr ein Zimmer in einer WG. Ihr Mitbewohner ist Paul Hudson (29), Sänger und Songwriter von Bananafish - der Band, in der ihr Bruder Michael Gitarre spielt. Eliza und Paul sind wie füreinander gemacht mit ihrer Liebe zur Musik, der Verachtung für Retortenbands und marketingkreierten Stars. Sie verlieben sich heiß und innig in einander. Ihre Beziehung wächst und gedeiht und auch Bananafish schafft es, mehr und mehr Fans zu sammeln. Als der Durchbruch nahe ist und Bananafish einen Plattenvertrag bei einem großen Label bekommt, macht Eliza einen gutgemeinten, aber schrecklichen Fehler. Danach ist nichts mehr wie es vorher war und Paul und Bananafish steuern dem Abgrund entgegen...

Liebesgeschichten über Rock Stars mag ich ja besonders gerne. Meist laufen sie nach einem bestimmten Schema ab und am Ende sind Heldin und Held glücklich vereint und die Band sonnt sich selig in ihrem Erfolg. How to Kill a Rock Star ist anders. Das Musikbusiness wird als ein hartes Business beschrieben, in dem man entweder eine Lücke findet und selbst über seinen Erfolg bestimmt oder aber in dem man als Pferdchen der Plattenfirmen ins Rennen geschickt wird. Und genau wie erfolglose Pferde, werden Bands nach einer gewissen Karenzzeit gnadenlos aussortiert. Paul und Bananafish schrammen knapp an der Lücke vorbei und landen im Haifischbecken eines großen Labels. Damit geht der Ärger los.

Tiffanie de Bartolo erzählt Elizas und Pauls Geschichte in How to Kill a Rock Star ganz wunderbar. Sie sind einfach perfekt füreinander und man kann gar nicht anders, als mit ihnen auf Wolke Sieben zu schweben. Als Pauls Band Bananafish den Durchbruch schafft, setzt Eliza - zwar aus einem uneigennützigen Zweck - ihr gemeinsames Glück aufs Spiel. Die Durststrecke, die danach folgt, wird durch tolle Nebencharaktere wie Loring und Doug mitgetragen. Überhaupt waren die Charaktere alle extrem charmant. Das Buch endet dann mit einem besonderen Clou. Doch jeder der seine fünf Sinne besamen hat, kann sich - meiner Meinung nach - einen Teil der Ereignisse schneller zusammenreimen als Eliza. Trotzdem habe ich Titel von vorne bis hinten verschlungen und das ganze Rockstar-Konstrukt wurde atemberaubend und gewitzt dargestellt.

Abzüge gibt es von mir für eine Ungereimtheit, die Elizas Flugangst betrifft und die mich manchmal beim Lesen etwas genervt hat. Ganz klar ist, dass diese Angst logisch und begründet ist. Zwar war sie als Teenager bei einem Therapeuten in Behandlung, hat aber trotzdem keine spezielle Therapie gegen die Flugangst gemacht. Als klar wird, dass Fliegen immer wichtiger wird, unternimmt sie trotzdem nichts dagegen. Hier habe ich mich die ganze Zeit gefragt, warum diese schlaue Frau in diesem Punkt so blind durch die Gegend irrt. Statt sich dann einer Rosskur zu unterziehen, wäre die Flugangst mit professioneller Hilfe bestimmt schneller und leichter zu bewältigen gewesen.

Fazit: Insgesamt hat mir das Buch von Tiffanie de Bartolo aber wirklich viel Spaß gemacht und ich bin froh, dass ich mich endlich überwunden habe, die für ein englisches Ebook ziemlich teure Ausgabe zu kaufen. How to Kill a Rock Star ist lustig, schön, traurig, überkandidelt und sehr unterhaltsam. Definitiv ein empfehlenswertes Buch.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover The Iron Jackal pb englisch

Darian Frey sonnt sich in seiner neuen Berühmtheit, die ihm die Ereignisse in The Black Lung Captain / Schwarze Jagd eingebracht haben. Besonders glücklich macht ihn die Tatsache, dass er mit seiner alten Liebe und ehemaligen Widersacherin Trinica Dracken eine zarte Freundschaft entwickelt, die durch gemeinsame Geschäfte noch verstärkt wird. Doch als er in Trinicas Auftrag eine kostbare Reliquie von den verhassten Sammies klauen soll, wendet sich das Blatt.
Obwohl er die Antiquität nicht anfassen soll, kann Frey den aufreizenden Worten ihrer jungen Führerin Ashua in Samarla natürlich nicht widerstehen und guckt sich die Kostbarkeit näher an. Es handelt sich um ein Schwert aus einem ungewöhnlichen und unbekannten Material. Ehe Frey sich versieht, hat ihn die Waffe in die Hand gebissen und ihm den schrecklichen Fluch des Eisernen Schakals verpasst. Mit Ashuas und Crakes Hilfe bekommt Frey raus, um was für einen Fluch es sich dabei handelt: Darian Frey hat bis zum nächsten Vollmond Zeit, die Reliquie wieder an den Ort zu bringen, von dem sie entwendet wurde. In der Zeit wird ihn der Eiserne Schakal dreimal Heimsuchen, das letzte Mal in der Nacht des Vollmonds selber, um ihm endgültig den Garaus zu machen. Dummerweise hat Frey keine Ahnung wo sich der Ursprungsort der Waffe befindet, noch wie er das rausbekommen soll. Außerdem hat Trinica die Reliquie schon an ihren eigenen Auftraggeber weiterverkauft. Freys Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn bis zum nächsten Vollmond sind es nur noch 12 Tage und Nächte. Zum Glück hat Darian Frey aber ein Crew, die zu ihm hält und bereit ist, für das Leben ihres Kapitäns allerlei auf die Beine zu stellen...

Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich mich in The Iron Jackal mit der Tatsache abgefunden hatte, dass Darian nach dem tollen Auftritt in The Black Lung Captain / Schwarze Jagd erst mal in Selbstbeweihräucherung versinkt. Dann schafft der Depp es auch noch, sich selbst einen Fluch aufzuhalsen, der sich gewaschen hat. Durch den Fluch wird das Leben der Crewmitglieder der Ketty Jay von jetzt auf gleich auf den Kopf gestellt. Doch genau das macht letztendlich auch den Charme von The Iron Jackal aus. Dass man erst gar nicht glücklich mit den Protagonisten ist, doch von der Geschichte immer weiter in seinen Bann gezogen wird. Diese Sogwirkung wird durch den wunderbaren Wortwitz von Chris Wooding noch verstärkt. Irgendwann fiebert man nur noch mit allen Akteuren, also Frey, Silo, Cracke, Jez, Malvery, Hawkins, Pinn und sogar Schlacke mit. Und glaubt mir, in diesem dritten Band der Tales of the Ketty Jay / Captain Darian Frey Saga-Reihe jagt ab der Erbeutung der Reliquie (mithilfe eines ziemlich spektakulären Zugüberfalls) ein Abenteuer das nächste.
Mich persönlich konnten auch die neu eingeführte Figuren begeistern: Ashua, zeigt schon bei ihrem ersten Zusammentreffen mit Frey, dass sie Potential hat. Ihre Vergangenheit ist ebenso interessant und spannend wie die der anderen Crewmitglieder. Doch auch der erst zum Ende hin auftauchende Ugrik war ein echtes Unikat. Überhaupt ist die Charakterentwicklung in The Iron Jackal wieder phänomenal. Über alle bekannten Personen erfährt man neue Dinge. Jedes Crewmitglied entwickelt sich weiter (ja, selbst der strunzdumme Pinn) und einige müssen sich dabei ihren inneren Dämonen stellen - manchmal ist das sogar wörtlich zu nehmen...

Cover The Iron Jackal HC englisch

Ich liebe die Bücher um Darian Frey und die Ketty Jay. Erst hatte ich ziemlich Muffensausen, ob ich dem Wortwitz von Chris Wooding im Original gewachsen bin. Doch Dank des Wörterbuchs im eReader und meinen inzwischen doch gestiegenen Vokabelkenntnissen habe ich nicht nur die wunderbaren Wortgeplänkel zwischen Ashua und Crake auf Kosten von Frey und Pinn verstanden, sondern auch den ironischen Ton, der die Unterhaltung zwischen den Crewmitgliedern oft so charmant macht. Ein kurzes Beispiel will ich euch hier nicht vorenthalten:

"What you don't know about Samarla could fill a library, Cap'n, said Silo."
"What I don't know about libraries could fill a library, Frey replied."

Waren Darian, Crake und Jez bislang meine Lieblinge, konnten in The Iron Jackal besonders Silo und Malvery Sympathiepunkte sammeln. Nun bin ich sehr gespannt, was im nächsten Band alles passieren wird: Gibt es einen Bürgerkrieg? Kann sich Frey seinen innigsten Wunsch erfüllen? Gibt Jez dem Ruf nach? Wird Hawkins Pinn endlich mal eins auf die Mütze geben? Bleibt Ashua ein vollwertiges Crewmitglied? Finden Silo und Malvery ihren Frieden auf der Ketty Jay? So viele Fragen. Zum Glück habe ich The Ace of Skulls (keine Rezension) schon gekauft und kann mir alle Fragen bald selbst beantworten.

Fazit: Auch das dritte Abenteuer um die Crew der Ketty Jay ist absolut Empfehlenswert. Keine Ahnung wie Chris Wooding das immer schafft. Am besten, ihr lest die Bücher selbst.
Zu einer deutschen Übersetzung von The Iron Jackal ist mir noch nichts bekannt. Da die Blanvalet-Tochter Heyne die ersten beiden Bände ins Deutsche übersetzt hat, hoffe ich, dass sie das mit den weiteren beiden Ketty Jay-Büchern ebenfalls machen werden.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover Entflammte Nacht deutsch

Enthält Spoiler zu den ersten Teilen der Parasol Protectorate / Lady Alexia-Reihe.

Alexia Maccon ist zu tiefst gekränkt über die Art und Weise, wie ihr Angetrauter sich ihr gegenüber verhalten hat. Wie kann er es nur wagen an ihr zu zweifeln?
Vom Gut der Werwölfe geflohen, muss sie sich nun in den Schoß ihrer Familie begeben, die alles andere als glücklich mit der Situation sind. Alexia ist eine Schande der Familie und mindert allein durch ihre Anwesenheit die Chancen ihrer Schwestern auf dem Heiratsmarkt. Doch Alexia lässt die Vorwürfe und Sticheleien nicht kampflos über sich ergehen und hat für jeden Kommentar das passende Gegenstück parat.

Nach fast einer Woche sind die Zeitungen voll von ihrem Dilemma und auch die Königin zieht Konsequenzen - Alexia wird aus dem Schattenkonzil geworfen. So kann das nicht weitergehen. Irgendjemand muss ihr doch helfen können ihre Ehre wieder herzustellen. Da bleiben eigentlich nur die üblichen Verdächtigen: Madame Lefoux, Mr. Tunstell und Floote. Sie alle erhalten von Alexia eine Nachricht sich in Madame Lefoux Erfinderwerkstatt zu treffen, doch Alexia lässt auf sich warten. Ihr Weg zum Treffen verläuft definitiv anders als geplant: sie wird angegriffen. Und während sie es beinahe gewohnt ist, dass man ihr nach dem Leben trachtet, ist diese neue Art mehr als unwürdig.
Viele leuchtend rote Marienkäfer mit fiesen Nadeln als Fühler fühlen sich von Alexia magisch angezogen. Sie hat keine Ahnung wer die geschickt haben könnte, hat aber vor sich nicht von ihnen stechen zu lassen und rückt ihnen mit ihrem neuesten Sonnenschirm zu Leibe.

Völlig entkräftet aber immerhin erfolgreich, erreicht sie ein Teehaus und muss auf diesen Schreck erst einmal ihre Nerven beruhigen. Doch auch hier wird sie wie eine Aussätzige behandelt und fällt einen Entschluss. Sie verlässt London!
Ihre Freunde sind zu dem gleichen Entschluss gekommen und helfen ihr mit allen Mitteln. Schon kurz darauf befindet sich Alexia auf Reise, gemeinsam mit ihrer Freundin der Wissenschaftlerin und ihrem Diener Floote verlässt sie London Richtung Frankreich. Dort soll es jemanden geben, der ihr in ihrer Lage helfen kann. Doch ihr Ruf eilt ihr voraus und ihr Weg führt sie weiter bis ins sonnige Italien.

Unterdessen ist Lord Maccon nicht mehr Herr seiner Sinne. Er leidet an der Trennung von seiner Frau und verflucht sie dennoch. Wie konnte sie ihm das nur antun? Dabei dachte er, er kennt Alexia.
Völlig betrunken torkelt er Alpha-Wolf durch die Gänge seines Anwesens und trifft so auf seinen Beta, Professor Lyall. Dieser ist stocksauer auf seinen Alpha. Natürlich kann er nicht glauben, dass Lady Alexia das getan haben soll und dennoch muss er zu seinem Alpha stehen. Das fällt ihm gerade in der jetzigen Zeit sehr schwer. In wenigen Tagen ist Vollmond und es gilt nicht nur das Rudel zusammen zu halten, sondern auch herauszufinden, was in London passiert.
Durch seine Spione hat Professor Lyall erfahren, das der Schwärmer Lord Akeldama samt seiner Drohnen verschwunden ist. Spurlos! Dabei hatte er so gehofft ihn auf die Problematik mit Alexia und Conall ansprechen zu können. Der Uralte Vampir weiß so manche Dinge, die er eigentlich nicht wissen sollte.
Nun bleibt dem Werwolf nichts anderes übrig als selbst alle Fäden zu ziehen und sich um das Rudel und den verschwundenen Vampir zu kümmern.
Interessante Neuigkeiten erhält er dabei ausgerechnet von Ivy, Alexias bester Freundin.

Cover Blameless englisch

Der dritte Band um Lady Alexia setzt nur kurz nach dem Ende des zweiten Bandes an und führt dem Leser die aussichtslose Lage der Außernatürlichen vor Auge. Alexia ist mit einer Situation konfrontiert, die alles andere als leicht ist und noch dazu trachtet ihr beinahe jeder Vampir nach dem Leben. Ohne den Schutz des Rudels ist es für sie noch schwerer sich zu behaupten, doch irgendwie gelingt es ihr immer wieder.
Wäre sonst auch blöd - es gibt ja zwei weitere Teile zur Reihe ^^

Dieser Band ist in meinen Augen nicht ganz so flüssig wie der vorherige, jedoch schlägt er ihn in Sachen Humor um Längen. Gerade die ersten 50 Seiten sprühten nur so vor Wortwitz und ich musste viel vor mich hin grinsen.
So richtig kommt man allerdings der ganzen Hintergründe nicht auf die Spur und es liest sich teilweise wie eine Aneinanderreihung von Vorkommnissen. Das fand ich dann doch wieder sehr schade. Die Passagen in London hätte meiner Meinung nach auch etwas dichter gestreut werden können, aber hauptsächlich geht es nun einmal um Alexia.

Was mich dennoch gestört hat, war die immer wiederkehrende Betitelung von Alexias 'Problem'. Die gleichen zwei Wörter fünf Mal auf einer Doppelseite lesen zu müssen hat mich etwas genervt. Und auch widerspricht sich hier die Autorin in Umfang und Biologie. Ich weiß natürlich nicht, ob sie selbst diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, aber mein - bisher - gesunder Menschenverstand sagt mir, dass die Bewegungen noch nicht derart fortgeschritten sein können.

Alles in allem dennoch ein gutes Buch mit einem versöhnlicherem Ende. Nun lege ich eine Alexia-Pause ein, bevor ich mich den letzten beiden Bänden widme und gespannt bin, wie es mit den Übernatürlichen in London weiter geht.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe ~ Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover Das Gespenst von Canterville deutsch

Im Schloss von Canterville treibt seit 300 Jahren ein Geist sein Unwesen. Sir Simon de Canterville ist dazu verdammt auf ewig in seinem Haus zu spuken und gibt sich dabei allergrößte Mühe. Bisher hat er noch jeden in die Flucht geschlagen und einige sind ihm direkt in den Tod gefolgt.
Doch nun bekommt er neue Hausherren vor die Nase gesetzt und die sind leider überhaupt nicht so schön schreckhaft wie er es von den üblichen Engländern gewohnt ist.

Mr. Otis und seine Familie stammen aus Amerika und sind der Ansicht, Geister gibt es nicht. Zumindest Mr. und Mrs. Otis vertreten diese Meinung. Die Zwillinge freuen sich schon darauf endlich dem Gespenst auf die Schliche zu kommen und Virginia, die einzige Tochter der Familie vertrat die Ansicht, man möge das Geschöpf doch in Ruhe lassen.
Schon in der ersten Nacht tritt Sir Simon in Erscheinung. Mit seinen Ketten rasselt er zu mitternächtlicher Zeit in den Gängen und beschert Mr. Otis eine schlaflose Zeit. So geht das nicht.
Mr. Otis, ein Freund vieler Heilmittelchen und Helferlein, tritt auf den Flur hinaus und sieht sich dem Gespenst gegenüber. Freundlich weist er ihn darauf hin, dass er nicht schlafen könne, wenn jemand solch einen Lärm macht. Gern gibt er ihm ein Mittelchen um seine Ketten zu ölen, damit sei dann aber der Freundschaft auch genüge getan.

Sir Simon ist verdutzt. So etwas ist ihm ja noch nie passiert! Wütend wirft er die Flasche auf den Boden, dass sie zerspringt und eilt in seine Kammer zurück. Auf dem Weg kommt an dem Zimmer der Jungen vorbei und muss auch noch fliegenden Kopfkissen ausweichen.
Das ist ja unerhört! Mit den Nerven am Ende ruht sich der ehemalige Hausbesitzer aus und legt sich einen Schlachtplan zurecht. Er wird diesen Amerikanern schon noch das fürchten lehren und wenn es das Letzte sei was er täte.
Dummerweise hat er diese Rechnung ohne die Familie Otis gemacht. Die sehen überhaupt nicht ein, warum sie sich von einem Gespenst die Ruhe nehmen lassen sollten.
Und so schleicht Sir Simon, einst berüchtigtes Gespenst wie ein Schatten seiner selbst durch die Flure. Einzig das junge Mädchen, Virginia, hat ihm noch nicht böse mitgespielt. Vielleicht kann sie ihm ja helfen?

Jeder hat zumindest schon einmal von The Canterville Ghost / Das Gespenst von Canterville gehört, denn sein Autor ist Weltbekannt und seine Erzählung über das verzweifelte Gespenst ein Klassiker.
Schon einige Regisseure haben sich an der Verfilmung versucht, aber die einzige die ich bisher gesehen habe, hat überhaupt nichts mit dem Original gemein. Sehr schade.

The Canterville Ghost / Das Gespenst von Canterville ist eine wunderbar humorvolle und gleichzeitig auch tragische Geschichte und passt perfekt zu dunklen Jahreszeit.
Gerade am heutigen Tag macht es Spaß sich mit einer Geistergeschichte zu beschäftigen, deshalb lege ich euch auch genau heute dieses Buch ans Herz. Es ist sehr kurzweilig und sehr charmant.
Wer sich an die Originalversion herantraut, kann sie sogar als kostenlose Kindle-Variante erhalten und vielleicht gleich heute noch lesen.

In diesem Sinne - grusliges Schaudern!

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe ~ Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

« Zurück | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 | Weiter »