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Cover I Found You Englisch

Der 22-jährige Jason ist nach New York gekommen, um sich seinen Traum zu erfüllen. Er wollte aus seiner kleinen Heimatstadt in Oregon raus und etwas Eigenes erreichen. Den Laden seiner Eltern, den Jason eigentlich nach dem College übernehmen sollte, und seine Verlobte Lindy hat er deswegen erst einmal zu Hause gelassen und hat sich einen Job bei einem New Yorker Magazin gesucht. Leider ist sein Traum aber nicht so glamourös, wie Jason es sich erhofft hatte. Er lebt in einem kleinen Appartement, sein Boss ist ein Riesenidiot und er hat bisher kaum Freunde gefunden. Langsam aber sicher kommt er zu der Überzeugung, dass es vermutlich besser wäre, zurück nach Hause zu gehen und sich seinem vorgefertigten Leben zu ergeben.
Doch dann begegnet er eines Abends beim Joggen auf der Brücke einem Mädchen. Sie steht an der Brüstung und will sich offensichtlich in die Tiefe stürzen. Jason kann sie gerade noch zurückhalten. Doch was soll er nun mit diesem Mädchen, dessen Name sich nach vorsichtigem Nachfragen als Rachel herausstellt, anfangen? Er kann sie nicht alleine lassen und anscheinend hat Rachel auch niemanden, an den sie sich sonst wenden könnte. Also nimmt Jason sie kurzerhand mit zu sich nach Hause.
Weder seine Mutter noch Lindy sind begeistert, dass er jetzt auch noch eine junge Frau bei sich aufnimmt, die ihn offensichtlich nur ausnutzen will. Doch Jason bringt es nicht über sich, Rachel wieder vor die Tür zu setzen. Irgendetwas hat sie an sich, dass Jason nicht mehr loslässt. Je mehr sich die beiden aber anfreunden, umso klarer wird Jason, wie massiv Rachels Probleme wirklich sind...

Eigentlich hat I Found You von Jane Lark sehr interessant und vielversprechend angefangen. Man hat richtig gespürt, wie zerrissen Jason ist. Einerseits möchte er seinen Traum nicht aufgeben, andererseits wartet Zuhause die ultimative Sicherheit in Form einer Verlobten und eines Familiengeschäfts auf ihn, von dem er sich aber bei beidem nicht mehr sicher ist, ob er es überhaupt haben will. Als er dann Rachel auf der Brücke findet, ändert sich seine Sicht auf die Dinge aber schlagartig und er beginnt zu erkennen, was er im Leben eigentlich alles verpasst hat. Doch nicht alle sehen das so. Wie gesagt sind seine Mutter und Verlobte alles andere als begeistert von seiner neuen Mitbewohnerin. Außerdem ist ganz offensichtlich etwas nicht in Ordnung mit Rachel. Sie ist manchmal unberechenbar und scheint keinerlei Respekt für sich selbst zu haben. Es dauert eine ganze Weile, bis Jason und der Leser wirklich hinter ihre Geschichte kommen, obwohl das Buch sowohl aus seiner, als auch Rachels Sicht geschrieben ist.
Bis hierhin hat mit I Found You eigentlich wirklich ganz gut gefallen. Es war mysteriös, ehrlich und interessant. Doch leider änderte sich das schnell. Denn die Geschichte kam sehr bald ins Stocken und wurde langweilig. Es hat sich nur noch wenig getan bzw. verändert, sobald eine bestimmte Entwicklung erreicht war. Viele Probleme und Gespräche haben sich nur noch wiederholt. So ist I Found You stellenweise sehr langweilig geworden und hätte wesentlich kürzer sein können, ohne irgendetwas zu verlieren.
Mein wirkliches Problem lag aber vor allem bei den Charakteren. Besonders mit Rachel bin ich nicht wirklich warm geworden. Zwar konnte sie einem wirklich Leid tun, denn sie hat in ihrem Leben bereits eine Menge durchgemacht. Dennoch konnte ich mich oft mit ihrem Verhalten nicht ganz anfreunden. Erst sehr spät in der Geschichte wird allerdings bekannt, was genau ihr Problem ist, weswegen ich darauf jetzt nicht genauer eingehen will. Aber im Endeffekt wird diese Sache als Universalausrede für alles verwendet, was Rachel so tut. Und auch wenn der Einfluss definitiv da und nicht zu verleugnen ist, fand ich es etwas schwach, ihr gesamtes Tun darauf abzuwälzen. Denn es gab einige Dinge, die mir an ihr nicht gefielen, die einfach nur an ihr lagen. Doch auch Jason ist nicht unbedingt ein Charakter, der mir Spaß gemacht hat. Er ist einfach zu gut und Rachel ist in ihrem Selbstmitleid niemals müde geworden zu erwähnen, dass er ja etwas viel besseres als sie verdient hätte. Die Freundschaft bzw. Beziehung zwischen den beiden war zwar schon interessant, wurde aber auch sehr schnell kitschig und übertrieben. Dementsprechend ist auch das Ende ausgefallen, das sehr dick aufgetragen ist.
Der Schreibstil war eigentlich okay. Zwar gibt es noch eine Unmenge an Kommafehlern, allerdings könnte sich das mit der Kaufversion noch geändert haben. Was mich aber wirklich gestört hat, war das Setting. Wie gesagt, die Geschichte spielt in New York. Schon nach kürzester Zeit wird dem Leser durch den Stil aber klar, dass Jane Lark Britin ist, was für mich persönlich oft sehr holprig wirkte. Ich verstehe nicht, wieso die Geschichte nicht einfach in London hätte spielen können. Das wäre meiner Meinung wesentlich passender gewesen.

Es ist sehr schade, dass bei I Found You von Jane Lark und mir der Funke nicht überspringen wollte. Denn die Geschichte hatte viel Potential. Mal sehen, vielleicht klappt es ja mit Jane Larks nächstem Buch besser.

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Cover Die Hummerschwestern deutsch

Die Hummerschwestern - das sind Idella und Avis Hillock. Zusammen mit ihrem Vater Bill und dem älteren Sohn Dalton bewohnen sie das kleine Farmhaus auf der Klippe. Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter müssen sie sich um die Hausarbeit allein kümmern, denn die Männer sind entweder auf dem Feld oder dem Wasser unterwegs um ihre Arbeit zu erledigen.
Idella und Avis habe ihre Mutter ebenso sehr geliebt wie Bill seine Frau. Bei der Geburt der dritten Tochter, Emma, gab es Komplikationen und sie starb im Kindbett.
Da sich die Familie nicht um das Baby kümmern konnte, wurde es zu entfernten Verwandten gegeben. Dalton kann seinem Vater nie verzeihen, dass er die Finger nicht von seiner Mutter lassen konnte. Ohne ihn wäre sie noch am Leben.

Doch auch ohne die dicke Luft zwischen den beiden Männern im Haus ist das Leben schwer. Idella und Avis sind grundverschieden. Ohne die Hand der Mutter schlägt Avis aus dem Ruder und führt sich schon in jungen Jahren auf wie eine Dirne. Während Idella die Rolle der Hausfrau übernommen hat, mutiert Avis beinahe zum Jungen. Sie spielt mit den Freunden ihres Vaters Karten und trinkt mit ihnen zusammen Alkohol.
Als es Idella zu viel wird, flieht sie. Nur weg von diesem kleinen schiefen Haus auf den Klippen. Das Wetter dort ist das ganze Jahr rau - doch ihre Mutter liebte das Meeresrauschen. Nur deswegen hat Bill das Haus dort gebaut.

Idella verschlägt es nach Amerika. Dort findet sie als Hausmädchen eine Anstellung und baut sich ein einfaches Leben auf. Doch auch Avis bleibt nicht ewig in New Brunswick. Sie folgt ihrer Schwester nach Amerika und arbeitet in einem Schönheitssalon. Einmal die Woche sehen sich die Beiden und unternehmen was. Idella ist nach wie vor ein Mauerblümchen, während Avis eine hübsche Frau geworden ist.
Doch die beiden sind wie Pech und Schwefel. Auch wenn sie beinahe immer andere Meinungen vertreten.
Dann lernt Idella Edward kennen und das Leben der älteren der beiden Hummerschwestern beginnt eine Wendung zu nehmen.

Cover The Sisters from Hardscrabble Bay englisch

The Sisters from Hardscrabble Bay / Die Hummerschwestern ist der einzige Roman von Autorin Beverly Jensen. Sie ist bereits mit 49 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben und hat die Publizierung ihres Romans nicht mehr miterlebt.

Ich habe viele positive Kommentare über dieses Buch gelesen und hatte mich sehr darauf gefreut. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht.
Das Buch beginnt gut. Man lernt als Erstes die Familie Hillock kennen und muss sich schon bald darauf von einer Figur verabschieden. Soweit fand ich das Buch ziemlich gut, denn die Autorin hat es gut geschafft den Leser in die Welt der Familie einzubringen.

Leider war es das dann auch schon mit dem spannenden Teil. Die Geschichte danach plätschert nur vor sich hin. Es kommt zu keinem Höhepunkt und auch die Figuren werden leider nicht sympathischer. Die Sprache ist teilweise doch sehr einfach ... um nicht zu sagen unangenehm gewählt.
Es wird ständig geflucht und auch der Umgang miteinander ist nicht sehr freundlich.

Ich kann mich mit der Hauptfigur - Idella - leider nicht anfreunden. Man merkt nicht ob ihr etwas am Herzen liegt oder ob es ihr egal ist. Gerade zum Ende des Buches hin, scheint es eher als wäre sie nur noch eine Puppe.
Schade, wirklich, denn die Grundgeschichte an sich ist nicht schlecht gewählt.
Trotz dem leider wenig gelungenen Inhalt, liest sich das Buch leicht weg. Ein wenig muss man aber schon am Ball bleiben, dass es einige Zeit- und auch Ortswechsel gibt während der Geschichte. Mehr als 2 Sterne kann ich jedoch nicht vergeben.

Vielen Dank an den btb-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Cover Christmas Kitsch Englisch

Rustys Leben wurde schon immer komplett für ihn durchgeplant. Er wird nach der High School in Berkley studieren und anschließend als Broker arbeiten - genau wie sein Vater. Er spielt Football, weil er dort die besten Kontakte knüpfen kann und hat die Freunde, die sich seine Eltern für ihn gewünscht haben. Unterm Strich hat Rusty dafür alles, was er sich nur wünschen könnte. Doch was nach außen hin so perfekt aussieht, bedeutet für ihn großen Druck. Denn Rusty weiß, er ist nicht der Hellste. Die einigermaßen anständigen Noten, die er mit nach Hause bringt, sind jeder Menge Arbeit und seinen ausgezeichneten Tutoren zu verdanken. Rusty ist sich ziemlich sicher, dass Berkley der falsche Ort für ihn sein wird. Doch seine Eltern wollen davon nichts hören - und ihr Wort zählt.
Der einzige, dem Rusty sich anvertrauen kann, ist sein bester Freund Oliver. Seit er den quirligen, kleinen Latino in seinem letzten High School Jahr kennen gelernt hat, sind die beiden unzertrennlich - und das obwohl Oliver schwul ist. Rustys Freunde sind davon nur bedingt begeistert, machen aber ihm zuliebe - meistens - gute Miene zum bösen Spiel. Rusty wird ganz schlecht bei dem Gedanken dabei, ohne Oliver an die Uni gehen zu müssen und so langsam fragt er sich, was genau er eigentlich für Oliver empfindet. Und als der ihn am Abend vor seiner Abreise küsst, ist Rusty vollkommen verwirrt...

Christmas Kitsch von Amy Lane wirkt auf den ersten Blick vielleicht ein wenig ernsthafter als es eigentlich ist. Denn auch wenn es einige wirklich ernste Themen behandelt (z.B. Homophobie, Erfolgsdruck durch die Familie und einige mehr), ist Christmas Kitsch insgesamt aber doch eher ein warmherziges Buch mit jeder Menge Humor.
Das ist in erster Linie Rusty zu verdanken. Er ist der Ich-Erzähler dieser Geschichte und ein unglaublich netter Kerl. Wir begleiten ihn bei seinem ersten Semester an der Uni und dem was folgt, als er feststellt, dass er vielleicht nicht für ein Elite College gemacht ist. Es ist fast unmöglich Rusty nicht zu mögen, denn er ist ehrlich und beweist immer wieder, dass er das Herz am rechten Fleck hat. Er selbst hält sich wie gesagt für einen Dummkopf. In der Tat ist er manchmal ein bisschen schwer von Begriff, aber ich würde ihn eher als naiv bezeichnen. Manchmal sind mir seine Selbstzweifel zwar schon ein bisschen auf die Nerven gegangen, insgesamt fand ich seine Art aber sehr charmant und erfrischend.
Die eigentliche Geschichte dreht sich aber um Rusty und Oliver. Es dauert ein Weilchen bis sie zueinander finden, aber diese langsame und ehrliche Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Wir begleiten die beiden im Prinzip auf ihrer ganzen Reise zum Erwachsenwerden (oder zumindest in den entscheidenden Monaten), inklusive Höhen und Tiefen. Das war nicht nur sehr unterhaltsam, sondern oft auch sehr romantisch.

Etwas Besonderes ist Christmas Kitsch aber dennoch leider nicht. Dazu fehlt es der Geschichte an Struktur und Tiefe. Manchmal springt die Erzählung hin und her und ich war mir nicht so sicher was denn eigentlich gerade passiert. Außerdem gibt es kaum Höhen und Tiefen und die Geschichte plätschert eher vor sich hin.
Deswegen war Christmas Kitsch von Amy Lane leider nicht mehr als sehr leichte Unterhaltung, die zwar von extrem liebenswerten Charakteren gelebt hat, der es aber an einem gestrafften Plot gefehlt hat. Wer ein bisschen leichte m/m Romantik oder etwas Weihnachtsstimmung erleben möchte, der könnte hiermit allerdings auf seine Kosten kommen.

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Cover Sea of Tranquility Englisch

Die 17-jährige Nastya möchte eigentlich nur zwei Dinge: Ihr letztes Schuljahr an einer neuen Schule einigermaßen unauffällig hinter sich bringen, ohne, dass jemand hinter das Geheimnis ihrer Vergangenheit kommt, und den Jungen, der ihr alles im Leben genommen hat - ihre Identität, ihre Musik, ihr Leben - zahlen zu lassen. Josh Bennetts Geschichte kennt dafür jeder. Alle wissen, dass über die letzten Jahre hinweg nach und nach seine ganze Familie gestorben ist. Die meisten seiner Mitschüler halten sich so weit wie möglich von ihm fern. Josh kann das nur Recht sein, denn er hat sich vor langer Zeit geschworen, nie wieder einen Menschen an sich heran zu lassen. So kann er wenigstens nie wieder jemanden verlieren.
Zumindest bis er das merkwürdige neue Mädchen an seiner Schule kennenlernt. Urplötzlich taucht Nastya in Joshs Garage auf und scheint sich auch nicht mehr verscheuchen zu lassen, bis sie sich schließlich in jeder Nische seines Lebens eingenistet hat. Doch je näher sich Josh und Nastya kommen, umso klarer wird ihm, dass sie etwas vor ihm verheimlicht und er sie eigentlich gar nicht wirklich kennt...

Allzu viel mehr möchte ich über den Inhalt von The Sea of Tranquility von Katja Millay noch gar nicht sagen. Denn erst nach und nach erfährt man in diesem Buch, was Nastya und auch Josh in ihrem Leben bisher eigentlich genau passiert ist. Dabei hat Katja Millay ganz bewusst darauf geachtet, wann sie welches Detail preisgibt und diesen Genuss möchte ich niemandem vermiesen, in dem ich jetzt zu viel verrate.
The Sea of Tranquility entwickelt sich zunächst ganz langsam - vielleicht sogar etwas zu langsam. Auf den ersten hundert Seiten hatte ich mir manchmal gewünscht, dass die Autorin das Tempo ein bisschen anzieht. Allerdings kann ich auch in diesem Abschnitt nicht sagen, mich gelangweilt zu haben. Dafür ist Katja Millays Schreibstil einfach zu schön. Außerdem erfährt der Leser viele kleine Details, die im Laufe des Buches noch eine große Bedeutung haben werden.
Wenn der etwas träge Anfang erst mal überstanden ist, entfaltet sich The Sea of Tranquility zu einer ganz außergewöhnlichen Geschichte. Bei Nastya ist nichts so, wie es zunächst den Anschein hat – weder ihr Äußeres, noch wer sie eigentlich wirklich ist. Sie ist kein einfacherer Charakter und reagiert nicht immer so, wie sie es vielleicht tun sollte oder man erwarten würde. Gerade das hat sie aber sehr sympathisch und zu einem ausgesprochen interessanten Charakter gemacht. Als sie zum ersten Mal auf Josh trifft, ist sie zwar von Anfang an an ihm interessiert, Liebe auf den ersten Blick und schmalzige Augenblicke zwischen den beiden darf man aber nicht erwarten. Vor allem Josh (die Geschichte ist nämlich sowohl aus Nastyas als auch Joshs Perspektive geschrieben) ist erst einmal gar nicht so sicher, was er davon halten soll, dass das neue Mädchen plötzlich dauernd bei ihm auftaucht. Sie brauchen eine Weile, bis sie sich zusammenraufen und selbst dann plagen sie immer noch Zweifel. Doch nach und nach entwickelt sich eine wunderschöne und glaubwürdige Freundschaft zwischen ihnen, die beiden in vielerlei Hinsicht auf ihr Leben die Augen öffnet - und das Herz bricht. Ob sie allerdings etwas daraus machen müsst ihr selber lesen...

Einen einzigen, winzigen Abzug gibt es aber dafür, dass Nastya eigentlich nichts über ihre Vergangenheit sagen will, aber sehr oft Anspielungen macht, die Josh natürlich zum Nachdenken bringen und langsam aber sicher wahnsinnig machen. Mit der Sprache rausrücken will sie aber dennoch nicht. Das war manchmal ein wenig frustrierend, wird aber wenigstens im Laufe der Handlung zur Sprache gebracht, denn wie gesagt macht das auch Josh sehr zu schaffen.

The Sea of Tranquility von Katja Millay ist ein Buch über Trauer, Wut und Hass, aber auch, wie man darüber hinwegkommt und vielleicht sogar die zweite Chance nutzen kann, die einem das Leben bietet. Die Autorin erzählt ihre Geschichte unheimlich realistisch und emotional, ohne dabei ins Kitschige abzudriften. Die Charaktere sind echt und roh und genau dadurch geht ihre Geschichte besonders unter die Haut. Natürlich ist The Sea of Tranquility eine sehr intensive Geschichte, die dem Leser viel abverlangt und mit den Emotionen spielt, dennoch war sie mir nie zu schwer oder trübselig. Sie hat immer genau den richtigen Ton getroffen.
Besonders Fans von Autoren wie Colleen Hoover oder Tammara Webber kann ich The Sea of Tranquility nur wärmstens empfehlen, doch auch alle anderen sollten sich diese Geschichte nicht entgehen lassen. Es war definitiv nicht das letzte Buch, das ich von Katja Millay gelesen haben werde.

PS: Eigentlich ist The Sea of Tranquility wenn man es genau nimmt aufgrund des Alters der Charaktere ein Young Adult-Buch. Ich persönlich habe es aber wegen ihrer Reife und der Geschichte selbst aber eher als New Adult empfunden - nur als Erklärung, warum ich das Buch mit beiden Kategorien verlinkt habe. Und jetzt viel Spaß beim Lesen. :)

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Cover Curtsies & Conspiracies englisch

Enthält leichte Spoiler für Etiquette & Espionage

Ein halbe Jahr ist Sophronia nun schon an Mademoiselle Geraldine's Finishing Academy for Young Ladies of Quality. Nun steht der erste Test an. Sophronia, die die geborene Spionin ist und inzwischen auch in Etiquette einiges dazugelernt hat, schneidet als Beste ihres Jahrgangs ab. Nun muss sie den Neid und die Häme ihrer Mitschülerinnen ertragen und - zu Sophronias Erstaunen - machen ihre Freundinnen Dimity, Agatha und Sighead insofern mit, als dass sie nicht mehr mit ihr reden. So ist die eben noch höchst zufriedene Sophronia auf einmal ganz schön einsam. Wären da nicht die quirlige Vivie und der Maschinenraumjunge Soap, würde Sophronia ihren Abenteuermut vielleicht verlieren.
Und Abenteuer gibt es in Curtsies & Conspirarcies wieder eine Menge zu erleben. Da ist der Besuch von etwa 12 jungen Gentlemen der Bunson's Academy, zu denen auch Dimitys Bruder Pillover und Lord Felix Mersey gehören. Letzteren hat Sophronia in Etiquette & Espionage auf dem Debütantinnenball ihrer Schwester mitten auf der Tanzfläche stehen lassen - was ziemlich ungehörig für eine junge Lady ist. Doch Felix trägt es ihr nicht nach, im Gegenteil, er ist völlig fasziniert von Sophronia. Und weil Lord Mersey der hochrangigste der Bunson's Besucher ist, macht seine Galanterie es Sophronia nur noch schwerer, ihre Freunde wieder für sich zu gewinnen. Dann ist da noch ein Deal, den Sophronia mit Vivie eingeht und der zu einigen unangenehmen Folgen führt. Außerdem arbeiten Madame Lefoux und Professor Shrimpdittle von Bunson's an einem seltsamen Apparat und das ganze Luftschiff ist auf dem Weg nach London, um dem ersten Versuch des Aetherflugs beizuwohnen. Dann ist da noch die Tatsache, dass jemand hinter Dimity und Pillover her zu sein scheint. Es gibt viel zu tun für Sophronia: eine Menge Fäden sind zu entwirren, einige politische Verwicklungen sind zu durchkreuzen und auch ein Ballbesuch steht wieder auf dem Programm...

Ein langes Jahr Wartezeit liegt hinter mir. Zum Glück konnte Curtsies & Conspirarcies dem gerecht werden. Mir hat der zweite Band der Finishing School-Reihe fast genauso gut gefallen wie der erste. Gail Carriger hat Sophronias Geschichte erneut mit ihrem wunderbar lustigen und sehr charmanten Stil in Szene gesetzt. Man trifft einige bekannte Charaktere wieder, wobei hier das Highlight ganz klar das kurze Intermezzo mit Lord Akledama war.
Sehr gut gefallen hat mir auch Sophronias Entwicklung. Dieses Mal läuft nicht alles so rund und dennoch ist und bleibt sie eine Heldin nach meinem Geschmack. Dass sie in der Lage ist, ihre Taten zu reflektieren, macht sie nur noch sympathischer. Lustig zu sehen ist, dass sie jetzt schon eine echte Herzensbrecherin ist, ohne es überhaupt zu beabsichtigen.

Zum Ende hin hat sich Curtsies & Conspirarcies für meinen Geschmack ein wenig zu schnell aufgelöst. Irgendwie kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein Auftritt in einer solchen Umgebung wirklich so erfolgreich ist. Sorry, für diesen etwas kryptischen Satz, aber es soll ja nicht zu viel verraten werden. Dennoch freue ich mich schon heute auf den nächsten Band, Waistcoats & Weaponry (keine Rezension), der nächsten Herbst erscheinen soll. Dort werden die schon angedeuteten Entwicklungen sicher weitergeführt. Ich bin sehr gespannt.

Fazit: Curtsies & Conspirarcies ist fast so schön, lustig und charmant wie Etiquette & Espionage gewesen. Die Finishing School-Reihe um Sophronia ist ebenso lesenswert wie die Parasol Protectorate / Lady Alexia-Reihe um Alexia.

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