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Cover The House of Hades englisch

Achtung, diese Rezension enthält Spoiler für The Mark of Athena / Das Zeichen der Athene und die übrigen Bänder der The Heroes of Olympus / Helden des Olymp-Reihe.

Annabeth und Percy fallen dem Tartarus entgegen. Nach einem endlos erscheinendem Fall, schaffen sie es tatsächlich, ihre Landung zu überleben. Das Gute daran, sie sind zusammen. Das Schlechte, kein Ort der Welt ist so lebensfeindlich für Halbgötter wie der Tartarus. Sie merken die Auswirkungen sofort. Dabei haben sie sich noch keinen Meter in dieser Hölle fortbewegt. Wie sie jemals die Pforten des Todes in der Unterwelt erreichen sollen, ist ihnen ein Rätsel. Doch wie Percy und Annabeth nun mal so sind, denken sie an vieles, aber nicht ans Aufgeben...
Derweil haben Hazel, Frank, Jason, Piper und Leo zusammen mit Coach Hedge die Statue auf der Argo II geborgen und nun versuchen sie, einen Weg nach Griechenland zu finden und nebenbei Nico de Angelo aufzupäppeln, der - obwohl ein Kind des Hades - beinahe nicht mehr in die Welt der Lebenden zurückgekehrt wäre. Die Aufgabe der Halbgötter ist klar: Sie müssen Griechenland erreichen und unbedingt in das Haus des Hades eindringen. Dieser Temple enthält die Pforten des Todes in der Menschenwelt und bietet Gaeas versammelter Monsterarmee den direkten Weg in diese Welt für ihren Rachefeldzug gegen den Olymp. Doch diese Reise durch die antike Welt ist für Halbgötter alles andere als einfach...

Nach einer endlosen Wartezeit von einem guten Jahr, war ich mehr als glücklich, dass Buch endlich in den Händen zu halten. Und Rick Riordan hat es wieder mal geschafft: The House of Hades / Das Haus des Hades ist fantastisch gewesen. Dieses Mal darf man alle sieben Erzählperspektiven erleben und das ist tatsächlich auch gut so. Man erfährt von allen noch so einiges Neues. Insbesondere Jason und Leo, die mir bislang am wenigsten nahe waren, konnten mich wirklich positiv überraschen. Der eine durch sein Mitgefühl und Verständnis für jemanden mit echtem psychischen Leid und der andere durch seine wunderbare Art, mit einer schwierigen Situation umzugehen. Zu kryptisch? Tja, das ist Absicht. Denn glaubt mir - würde ich euch zu viel von diesen wunderbaren Szenen verraten - wärt ihr nachher wirklich traurig. Frank und Hazel sind ja schon länger meine Lieblinge und konnten mich auch dieses Mal wieder sehr begeistern. Selbst Piper, deren Gabe ja etwas neben denen der anderen verblasst, hat einige tolle Momente. Dass Annabeth und Percy zusammen noch mal besser sind, als jeweils für sich alleine, braucht eigentlich nicht extra betont werden.

Die Darstellung des Tartarus ist Rick Riordan ganz wunderbar gelungen. Wir treffen nicht nur ein paar Bekannte (einen erkennt man nur wieder, wenn man auch The Demigod Files (keine Rezension) gelesen hat), darunter sind sogar ein paar Charaktere, die das Herz des Lesers erobern. Es gab eine Stelle, da musste ich wirklich ordentlich Schlucken. Wer kann aber auch ahnen, dass selbst Giganten und Titanen ein Herz haben können...
Doch auch die Götter und Monster denen die Crew der Argo II begegnet sind sehr, sehr lesenswert. Freut euch auf einen interessanten Aufenthalt in Venedig, ein Wiedersehen mit einer sehr charmanten Göttin und einer ganzen Ansammlung an verrückten Naturgöttern. Hinzu kommt noch das grandiose Finale an zwei Fronten, dass schließlich so ausgeht, wie Hazel es vorhergesehen hat. Doch zum Glück sind Prophezeiungen variabler als man meinen könnte.
Die Schwierigkeiten, die ich bei The Mark of Athena / Das Zeichen der Athene noch hatte, also mich auf vergangene Ereignisse besinnen zu können, hatte ich mit The House of Hades / Das Haus des Hades überhaupt nicht. Entweder ich habe durch den Cliffhanger des letzten Buches einfach mehr drüber nachgedacht, oder aber die sieben Perspektiven waren der entscheidende Faktor. Jedenfalls habe ich rein gar nichts an The House of Hades / Das Haus des Hades auszusetzten. Bis auf die Kleinigkeit, dass wieder ein Jahr Wartezeit ansteht, bis dann am 7. Oktober 2014 endlich der letzte Band The Blood of Olympus erscheint. Der Titel klingt schon mal vielversprechend.

Fazit: Eine spektakuläre Fortsetzung der The Heroes of Olympus / Helden des Olymp-Reihe. Meine Empfehlung lautet: unbedingt lesen. Zum Erscheinen der deutschen Ausgabe ist mir noch nichts bekannt. Ich denke aber mal, dass der Carlsen-Verlag seine Leser kein ganzes Jahr warten lässt.

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Cover Darkfever englisch

MacKayla Lane ist eine fröhliche junge Frau, die Spaß an Sonnenbädern, schicken Klamotten, guter Musik und Treffen mit Freunden hat. Sie wohnt in einer winzigen Kleinstadt in Georgia, USA, und jobbt dort in einer Kneipe, um zwischendurch auch mal am College ein paar Kurse zu absolvieren. Doch ihr unbeschwertes Leben ändert sich von jetzt auf gleich, als ihre ältere Schwester Alina, die ein Jahr in Dublin studieren wollte, dort ermordet aufgefunden wird. Alina hat Mac eine seltsame Botschaft auf dem Handy hinterlassen. Als die irische Polizei den Fall bald aufgrund mangelnder Hinweise zu den Akten legen will, ist Mac nicht mehr zu halten. Alina war immer ihre beste Freundin und nun soll ihr Mörder nicht mal für seine Tat büßen? Sie packt ihre Sachen und reißt gegen den Wunsch der Eltern nach Dublin.
Dort angekommen, macht sie gleich mehrere merkwürdige Entdeckungen: Sie sieht seltsam verunstaltete Wesen aller Art und auch wunderschöne Wesen, die ihr aber ebenso wenig geheuer sind. Eine alte Frau, gibt ihr mithilfe von Kopfnüssen zu verstehen, dass sie eine Gefahr für sich und andere ist. Und dann trifft sie noch den undurchsichtigen Jericho Barrons, der aus irgendeinem Grund besonders an Mac interessiert ist. Denn Mac ist eine Sidhe-Seer, also eine Frau, die die Fae (Feen) sehen kann und die darüber hinaus noch weitere Talente hat. Doch Mac ist nie wie eine Sidhe-Seer erzogen worden, deren Überleben davon abhängt, dass sie bloß keine Fae auf sich aufmerksam machen. Mac hat für Subtilitäten keine Zeit. Schließlich führen die Hinweise, die Alina ihr hinterlassen hat, direkt in die Welt der Fae. Und so taucht sie mit Herz, Leidenschaft und Regenbogenfarben ein in diese neue düstere Welt. Nicht ahnend, dass sie sich bald selbst nicht mehr wiedererkennen wird...

Sage und schreibe zwei Jahre haben die Bücher der Fever-Reihe auf meinem Reader gelegen. Ich hatte schlicht und einfach vergessen, dass ich sie hatte. Shame on me. Nach bislang zwei gelesenen Büchern kann ich schon sagen, die Reihe ist ein echter Schatz. Ganz sicher muss man sich an Mac erst mal gewöhnen. Sie ist ein richtiges Mädchen. Blond, mit super Figur und einem Hang zu bunten, möglichst pinken Klamotten. Doch als es hart auf hart kommt, zeigt sich schnell, dass eine Menge mehr in Mac steckt, als es zunächst den Anschein hat. Mac hat eine extrem schnelle Auffassungsgabe und sie hat die Fähigkeit, auch in den absurdesten und haarsträubendsten Situationen ihren Sinn für Humor nicht zu verlieren. Und selbst, wenn die Woge der Ereignisse sie zu überrollen droht, reichen meist ein paar Stunden Schlaf, etwas Gutes zu Essen oder etwas Schönes für die Sinne, um Mac wiederherzustellen. Ja, manchmal ist sie vielleicht naiv, doch gerade das macht auch ihren Charme aus.

Cover Im Bann des Vampirs deutschKaren Marie Moning lässt Mac persönlich erzählen und diese Tatsache ist ein Glücksgriff. Macs Kopf ist eine Fundgrube an lustigen und abstrusen Gedankengängen. Durch ihre persönlichen Anmerkungen wird Darkfever / Im Bann des Vampirs nie zu düster und muss einfach immer wieder herzhaft lachen. Seien es ihre Kommentare zu Männern, Modesünden, Musikgeschmäcker oder Autos - selten musste ich so viel grinsen und prusten beim Lesen, obwohl die eigentliche Geschichte gar nicht zum Lachen ist. Mac ist wirklich ein Unikat.
Ihr Gegenpart, Jericho Barrons, ist und bleibt ziemlich geheimnisvoll und man lernt ihn zusammen mit Mac nur nach und nach kennen. Natürlich hofft man, dass er einer der Guten ist, schon alleine, weil es widererwarten heftig zwischen den beiden knistert, doch wirklich sicher kann man sich nach dem Genuss des ersten Bandes nicht sein. Er ist jedenfalls ein sehr interessanter Charakter, auch wenn sein Gehabe gegenüber Mac doch manchmal ganz schön unverschämt ist. Zum Glück ist die aber auch nicht ohne und weiß sich zu wehren. Ein Plus ist auch, dass die Fever-Reihe in Dublin spielt. Obwohl ich die Stadt nicht kenne, darf man sie mit Mac zusammen entdecken und das macht einfach Spaß. Dublin scheint definitiv eine Stadt zu sein, die man einmal besuchen sollte. Die Welt der Fae passt natürlich perfekt nach Dublin und Irland. Auch wenn ich nicht unbedingt persönlich in diese Welt eintauchen müsste, ist sie extrem interessant. Insbesondere von Macs Tagebucheinträgen konnte ich gar nicht genug lesen.

Manches an Darkfever / Im Bann des Vampirs fand ich ein wenig überzogen, aber vermutlich muss das bei Mac so sein. Etwas diskrepant fand ich auch die Beziehung zwischen Mac und Alina. Hier wird immer wieder betont wie wichtig Alina doch für Mac ist und umgekehrt. Doch warum zum Teufel hat Alina ihrer kleinen Schwester nicht ein wenig mehr vertraut? Und wie konnte sie nur auf diesen Mann hereinfallen? Fragen über Fragen, denen man sich gemeinsam mit Mac stellen muss und auf die man vermutlich keine endgültige Antwort bekommen wird.

Ich freue mich nach Darkfever / Im Bann des Vampirs schon sehr darauf, auch die nächsten Bände zu lesen. Karen Marie Moning hat mit Mac wirklich eine richtige alltagstaugliche Heldin geschaffen. Sie stolpert weder über ihre eignen Füße, noch ist sie bereit, sich einem Mann - egal wie schön und toll er auch ist - dauerhaft unterzuordnen, noch sieht sie ihr Heil im Abwarten und Tee trinken. Kurz, Mac ist eine richtige Kick-ass-Protagonistin und ich habe mich innerhalb kürzester Zeit in sie verknallt.

Fazit: So unterhaltsam wie die Fever Serie sollte Urban Fantasy immer sein. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Ausflug in die Welt von Mac und Barrons.

P.S.: Die deutschen Titel der Serie sind unsäglich. Besonders vor dem Hintergrund, dass es so gut wie gar nicht um Vampire geht.

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Cover Crash Into You Englisch

Enthält Spoiler zu den restlichen Büchern der Pushing the Limits-Reihe.

Wenn ihre Mitmenschen der 17-jährige Rachel zum ersten Mal begegnen, dann sehen sie eine Tochter aus reichem Hause, die nur Designer Kleidung trägt, eine Eliteschule besucht, ihre Mutter bei Wohltätigkeitsarbeit unterstützt und dort selbst ebenfalls Reden hält. Doch der erste Eindruck trügt. Denn wer Rachel wirklich kennt wüsste, dass sie am liebsten an ihrem Mustang herumschraubt, der Gedanke an öffentliche Reden ihr sprichwörtlich Panikattacken beschert und sie sich in ihrer Familie alles andere als wohlfühlt. Denn Rachels Schwester Colleen ist an Leukämie gestorben - und Rachel ist nichts weiter als ein Ersatz für die perfekte Tochter, die ihre Eltern verloren haben.
Nur einmal wünschte sie sich, dass jemand sie wirklich ihretwillen lieben würde. Doch selbst ihren Brüder scheint es nur noch wichtig zu sein, ihre Mutter glücklich zu machen, egal was es Rachel kostet. Ihre einzige Zuflucht sind ihr Auto und die Momente, in denen sie mal richtig Gas geben kann.

Isaiah ist es gewohnt, dass das Leben es nicht gerade gut mit ihm meint. Seit er 6 Jahre alt war, wurde er von einer Pflegefamilie oder Heim in die nächste geschoben. Momentan lebt er allerdings (unerlaubterweise) mit seinem besten Freund Noah zusammen in einer Wohnung. Doch den beiden geht langsam das Geld aus und wenn Isaiah auf der Straße landet, muss er zurück in seine Pflegefamilie - und das will er mit allen Mitteln verhindern. Also muss er eine Möglichkeit finden, schnell an Geld zu kommen. Das hofft er bei einem illegalen Straßenrennen zu gewinnen.

Dort begegnen sich Rachel und Isaiah zum ersten Mal, als sie gegeneinander antreten. Doch danach kommt an diesem Abend alles ganz anders als erwartet. Isaiah und Rachel bringen sich gemeinsam in schreckliche Schwierigkeiten. Schwierigkeiten für die ihnen gerade mal 6 Wochen bleiben,eine Lösung zu finden...

Schon seit dem ersten Buch Pushing The Limits / Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen warte ich darauf, endlich mehr über Isaiah zu erfahren. Besonders, seit ihm Beth, das Mädchen, für das er alles getan hätte, im zweiten Buch Dare You To das Herz gebrochen hat. Nun erzählt Katie McGarry endlich seine Geschichte.
Und die hat es in sich. Obwohl er wirklich aus ganz miesen Umständen kommt, hat er es bisher einigermaßen geschafft, sich aus größerem Ärger rauszuhalten. Das heißt allerdings nicht, dass er sich nicht schon einen Namen auf der Straße gemacht hätte. Gleich mehrere Kriminelle sind bereits auf ihn aufmerksam geworden und haben erkannt, was er für sie und ihr Geschäft tun könnte. Was mir an Isaiah besonders gut gefällt ist allerdings, dass er sich ernsthaft bemüht nicht auf die schiefe Bahn zu geraten, obwohl es der einfachste Ausweg für ihn wäre...
Doch auch wenn man Isaiah schon aus den anderen Büchern kennt, war es Rachel, mit der ich mich mehr identifizieren konnte. Nach außen wirkt ihr Leben perfekt. Ihre Familie ist wohlhabend und ihre Eltern und vier Brüder wollen sie beschützen, wo sie nur können. Rachel selbst aber erstickt fast. Sie steht immer im Mittelpunkt, aber nicht ihretwegen, sondern nur wegen ihrer verstorbenen Schwester. Sie selbst sein ist da keine Möglichkeit, denn das würde ihre gesamte Familie enttäuschen. Ich jedenfalls kann nur zu gut verstehen, wieso sie ab und zu mal ausbrechen muss und sich deshalb an diesem verheerenden Tag, der ihr ganzes Leben verändern sollte, an der Rennstrecke wieder gefunden hat.
Die Dynamik zwischen Isaiah und Rachel hat sehr gut gefallen. Sie kommen aus gänzlich unterschiedlichen Verhältnissen, haben aber doch mehr gemeinsam, als es zunächst den Anschein hat. Was sie natürlich offensichtlich zusammenbringt, ist ihre Liebe zu Autos. Das spielt eine dementsprechend große Rolle in Crash Into You und hat für einen tollen Hintergrund für diese Geschichte gesorgt.

Cover Crash Into You Englisch2

Trotzdem habe ich auch noch einige Kritikpunkte: Ich bin kein Experte, was die Kriminalität auf den Straßen von Louisville, Kentucky, angeht, allerdings muss ich sagen, dass ich es etwas übertrieben fand, dass ausgerechnet Jugendliche dort zum Großteil die Fäden in der Hand haben. Spannend war das natürlich allemal, allerdings meiner Ansicht nach nicht gerade realistisch.
Auch mit dem Ende hatte ich so meine Probleme. Es kommt etwas abrupt und wirkt in seiner Dramatik ziemlich übertrieben. Mir wäre etwas weniger Drama und dafür mehr Bodenständigkeit lieber gewesen. Für mich wollten die Geschichte und das Ende nicht so recht zusammen passen.

Deshalb hat mir Crash Into You von Katie McGarry von allen Büchern dieser Reihe bisher am wenigsten gefallen - und das, obwohl ich beide Hauptfiguren wirklich gern mochte. Doch leider wirkte es auf mich stellenweise zu gewollt und übertrieben.
Unterhaltsam ist Crash Into You dennoch. Außerdem hat es mit Rachels vier Brüdern Ethan, West, Jake und Gavin sowie Isaiahs Kindheitsfreundin Abby einige interessante neue Charaktere vorgestellt, die eventuell Material für die nächsten Bücher hergeben könnten. Tatsächlich handelt der vierte Teil Take Me On (keine Rezension) von Rachels Bruder West.

Crash Into You erscheint am 26. November 2013 in den USA.
Leider gibt es meines Wissens bisher keine Pläne für eine deutsche Veröffentlichung dieser Serie.

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Cover Fangirl englisch

Cath und ihre Zwillingsschwester Wren stehen kurz vor ihrem Collegestart. Doch statt gemeinsam ein Zimmer zu nehmen, wie Cath angenommen hat, will Wren eigene Wege gehen. Sie hat sich sogar absichtlich um eine andere Zimmerbewohnerin beworben und landet in einem anderen Wohnheim als Cath. Cath ist verletzt von Wrens Unabhängigkeitsstreben, versucht aber, Wren nicht aufzuhalten. Und so widmet sie sich nun alleine ihrer Leidenschaft, dem Schreiben von Fanfiction. Sie hat eine riesige Fangemeinde im Internet, die begierig auf jedes neue Kapitel von Simon Snow und Baz in Carry On warten. Diese Geschichten sind auch im Original an einer magischen Schule angesiedelt, wobei die Beziehung zwischen den Charakteren dort eine gänzlich andere ist. Cath ist so talentiert, dass sie im Rahmen ihrer bunten Mischung an Collegekursen auch an einem Kurs über fiktionales Schreiben teilnehmen darf und das, obwohl die Professorin normalerweise gar keine Erstsemester annimmt. Caths neue Mitbewohnerin Reagan ist fasziniert, dass jemand als Hälfte eines Zwillings so in sich zurückgezogen sein kann, obwohl Cath wirklich witzig und schlagfertig sein kann. Zusammen mit ihrem Freund Levi nimmt Reagan Cath unter die Fittiche. Das führt nicht nur zu einigen Konfusionen sondern auch dazu, dass Cath anfängt, über ihren eigenen Schatten zu springen. Auch wenn das sehr riskant für Herz und Seele sein kann...

Lasst euch von dem hübschen, leichten Cover nicht in die Irre führen. Die Geschichte von Fangirl ist alles andere als seicht. Cath und Wren haben schon einiges erlebt und gehen ziemlich unterschiedlich mit diesen Ereignissen um. Das ist ebenso interessant zu lesen, wie die Beziehung der Zwillinge oder die Entwicklung von Cath über ihr erstes Studienjahr hindurch. Cath ist überhaupt ein sehr interessanter Charakter. Sie ist liebenswert und sympathisch, aber auch total in sich gekehrt und schüchtern. Wenn die Kombination aus Reagan, Levi und Studium sie langsam aber sicher aus ihrem Schneckenhaus locken, reagiert sie längst nicht immer logisch. Trotzdem kann ihr anfangs eher spröde wirkender Charakter das Herz des Lesers schnell erobern und man bangt, hofft und leidet mit ihr.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Einblicke, die Rainbow Rowell ihren Lesern in Caths Fanfiction Carry On und die dazugehörigen Originale um Simon Snow bietet. Bücher in Büchern üben immer einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Und hier war es wirklich perfekt. Die Simon Snow Bücher wären interessant zu lesen, aber noch lieber hätte ich ja Caths Fanfictions gelesen. Die Ausschnitte waren einfach wunderbar. Man erkennt wirklich schon nach kurzer Zeit am Stil, ob es sich um das Original oder die Fanfiction-Welt handelt. So was muss man als Autor erst mal hinbekommen.
Überhaupt war der Schreibstil von Fangirl sehr schön. Das Buch setzt auch schwierige Themen humorvoll in Szene und besonders die Darstellung der Charaktere konnte mich überzeugen. Da war zuallererst natürlich Cath, aber auch Levi und Reagan waren – trotz aller Fehler – echte Sympathieträger. Etwas mehr Probleme hatte ich mich Wren, aber dass sollte vermutlich extra so sein. Das Einzige was mich etwas gestört hat, war das Ende. Es ist schön und stimmig, aber eine Menge Fragen bleiben offen beziehungsweise wird die weitere Entwicklung nur angedeutet. Vieles muss man sich am Ende also selber denken. Das passt zwar gut zur Geschichte, dennoch hätte ich an dieser Stelle einfach gerne noch etwas mehr Zeit mit den Charakteren verbracht.

Fazit: Sehr schöne Geschichte mit ein paar wunderbar lebensecht wirkenden Charakteren. Auch die Buch- und Fanfiction-Welt war gelungen umgesetzt. Für Fangirl hätte mir ein etwas weniger offenes Ende zwar besser gefallen, doch insgesamt handelt es sich um ein sehr lesenswertes Buch. Sicher nicht das letzte, das ich von Rainbow Rowell gelesen habe.

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Cover A Kiss by Design Englisch

Seit bereits 5 Jahren ist Emily schon mit Zach zusammen. Sie waren das Traumpaar ihrer High School und auch jetzt im College hat sich daran nichts geändert, auch wenn sie mittlerweile unterschiedliche Schulen besuchen. Klar, in letzter Zeit sehen sie sich nicht so oft und wenn sie sich doch mal treffen, geht es immer nur um Zachs Football Karriere und darum, ihm etwas von seinem Druck zu nehmen. Da gehen Emilys Sorgen und Probleme schnell mal unter.
Das macht aber nicht sonderlich viel, denn für ihre emotionalen Bedürfnisse kann Emily sich immer noch auf ihren besten Freund - und Zachs jüngeren Bruder - Dylan verlassen. Schon seit ihrer Kindheit ist er immer für Emily da gewesen und egal um was es geht, sie weiß sie kann ihm alles anvertrauen. Und er ihr auch.
Zumindest dachte Emily das, bis sie ihn Dylans Rucksack einen Verlobungsring findet. Hat er ernsthaft vor, seine Freundin Denise zu heiraten? Die beiden kennen sich doch gar nicht wirklich. Und wieso hat er Emily nichts von seinem Vorhaben erzählt? Emily ist Eines klar: Sie muss ihren besten Freund davon abhalten, den Fehler seines Lebens zu machen. Selbst wenn sie ihn dafür ein bisschen reinlegen muss. Am Ende wird er ihr dafür dankbar sein.
Doch je mehr ihr Plan Formen annimmt, umso mehr muss Emily sich fragen, warum es ihr so gegen den Strich geht, dass Dylan eine ernsthafte Beziehung hat. Ist sie vielleicht seit Jahren mit dem falschen Bruder zusammen?

Auf den ersten Blick hat A Kiss by Design von Christy Hayes wie eine nette, lustige und leichte Liebesgeschichte gewirkt. Dem Leser ist eigentlich sofort klar, dass Emily mehr für Dylan empfindet und Dylan sowieso schon lange bis über beide Ohren in sie verliebt ist. Nach ein bisschen hin und her sollte es also nicht so schwer sein, diese beiden zu einem Happy End zu bekommen, oder? Falsch. Es geht eine ganze Menge schief.
Auch leicht oder lustig ist diese Geschichte schon nach kürzester Zeit nicht mehr. Denn obwohl viele Entwicklungen am Anfang noch mit Humor genommen werden, geht das schnell unter. Stattdessen quälen sich die Charaktere mit Schuldgefühlen und Zweifeln herum. Und anstatt es besser zu machen und einfach mal ein anständiges Gespräch zu führen, begnügen sie sich mit Halbwahrheiten oder gehen sich gleich gänzlich aus dem Weg. So kommt es auch, dass sich Emily und Dylan eigentlich kaum sehen im Laufe der Geschichte und ihre "Romanze" sich mehr in ihren Köpfen abspielt. Der Funke zwischen den beiden ist bei mir kein bisschen übergesprungen und all die Dramen und negativen Gefühlen haben sich viel zu lange hingezogen, um am Ende auch nur annähernd ein gutes Gefühl bei mir hervorzurufen. Nicht mal wirkliches Interesse konnte ich für die beiden aufbringen. Dafür waren Dylan und vor allem Emily zu wankelmütig und haben ständig ihre Meinungen und Absichten geändert. Außerdem hatte Emily die Angewohnheit, ihre Probleme entweder in ihrem Kopf oder mit ihren besten Freundinnen und Mitbewohnerinnen tot zu quatschen.
Das Sprichwort Zu viele Köche verderben den Brei trifft bei A Kiss by Design ebenfalls ziemlich gut zu. Denn neben Emilys ist das Buch auch noch aus Dylans, Zachs, Raegans, Kaylas und Shelbys (Emlilys beste Freundinnen) Perspektive geschrieben. Das war einfach zu viel und hatte offensichtlich hauptsächlich den Nutzen, die Hauptpersonen und Hintergrundgeschichten für die zukünftigen Bücher der Kiss & Tell-Reihe vorzustellen.

Deshalb ist A Kiss by Design von Christy Hayes nicht unbedingt ein Buch, das ich empfehlen würde. Jedes Potential, das diese Geschichte zunächst hatte, wurde durch gekünsteltes Drama, Manipulationen und zu vielen Erzählern kaputt gemacht. Ich konnte weder den Charakteren noch der Liebesgeschichte etwas abgewinnen, weswegen ich den Rest dieser Reihe wohl nicht verfolgen werde.

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