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Cover Darkfever englisch

MacKayla Lane ist eine fröhliche junge Frau, die Spaß an Sonnenbädern, schicken Klamotten, guter Musik und Treffen mit Freunden hat. Sie wohnt in einer winzigen Kleinstadt in Georgia, USA, und jobbt dort in einer Kneipe, um zwischendurch auch mal am College ein paar Kurse zu absolvieren. Doch ihr unbeschwertes Leben ändert sich von jetzt auf gleich, als ihre ältere Schwester Alina, die ein Jahr in Dublin studieren wollte, dort ermordet aufgefunden wird. Alina hat Mac eine seltsame Botschaft auf dem Handy hinterlassen. Als die irische Polizei den Fall bald aufgrund mangelnder Hinweise zu den Akten legen will, ist Mac nicht mehr zu halten. Alina war immer ihre beste Freundin und nun soll ihr Mörder nicht mal für seine Tat büßen? Sie packt ihre Sachen und reißt gegen den Wunsch der Eltern nach Dublin.
Dort angekommen, macht sie gleich mehrere merkwürdige Entdeckungen: Sie sieht seltsam verunstaltete Wesen aller Art und auch wunderschöne Wesen, die ihr aber ebenso wenig geheuer sind. Eine alte Frau, gibt ihr mithilfe von Kopfnüssen zu verstehen, dass sie eine Gefahr für sich und andere ist. Und dann trifft sie noch den undurchsichtigen Jericho Barrons, der aus irgendeinem Grund besonders an Mac interessiert ist. Denn Mac ist eine Sidhe-Seer, also eine Frau, die die Fae (Feen) sehen kann und die darüber hinaus noch weitere Talente hat. Doch Mac ist nie wie eine Sidhe-Seer erzogen worden, deren Überleben davon abhängt, dass sie bloß keine Fae auf sich aufmerksam machen. Mac hat für Subtilitäten keine Zeit. Schließlich führen die Hinweise, die Alina ihr hinterlassen hat, direkt in die Welt der Fae. Und so taucht sie mit Herz, Leidenschaft und Regenbogenfarben ein in diese neue düstere Welt. Nicht ahnend, dass sie sich bald selbst nicht mehr wiedererkennen wird...

Sage und schreibe zwei Jahre haben die Bücher der Fever-Reihe auf meinem Reader gelegen. Ich hatte schlicht und einfach vergessen, dass ich sie hatte. Shame on me. Nach bislang zwei gelesenen Büchern kann ich schon sagen, die Reihe ist ein echter Schatz. Ganz sicher muss man sich an Mac erst mal gewöhnen. Sie ist ein richtiges Mädchen. Blond, mit super Figur und einem Hang zu bunten, möglichst pinken Klamotten. Doch als es hart auf hart kommt, zeigt sich schnell, dass eine Menge mehr in Mac steckt, als es zunächst den Anschein hat. Mac hat eine extrem schnelle Auffassungsgabe und sie hat die Fähigkeit, auch in den absurdesten und haarsträubendsten Situationen ihren Sinn für Humor nicht zu verlieren. Und selbst, wenn die Woge der Ereignisse sie zu überrollen droht, reichen meist ein paar Stunden Schlaf, etwas Gutes zu Essen oder etwas Schönes für die Sinne, um Mac wiederherzustellen. Ja, manchmal ist sie vielleicht naiv, doch gerade das macht auch ihren Charme aus.

Cover Im Bann des Vampirs deutschKaren Marie Moning lässt Mac persönlich erzählen und diese Tatsache ist ein Glücksgriff. Macs Kopf ist eine Fundgrube an lustigen und abstrusen Gedankengängen. Durch ihre persönlichen Anmerkungen wird Darkfever / Im Bann des Vampirs nie zu düster und muss einfach immer wieder herzhaft lachen. Seien es ihre Kommentare zu Männern, Modesünden, Musikgeschmäcker oder Autos - selten musste ich so viel grinsen und prusten beim Lesen, obwohl die eigentliche Geschichte gar nicht zum Lachen ist. Mac ist wirklich ein Unikat.
Ihr Gegenpart, Jericho Barrons, ist und bleibt ziemlich geheimnisvoll und man lernt ihn zusammen mit Mac nur nach und nach kennen. Natürlich hofft man, dass er einer der Guten ist, schon alleine, weil es widererwarten heftig zwischen den beiden knistert, doch wirklich sicher kann man sich nach dem Genuss des ersten Bandes nicht sein. Er ist jedenfalls ein sehr interessanter Charakter, auch wenn sein Gehabe gegenüber Mac doch manchmal ganz schön unverschämt ist. Zum Glück ist die aber auch nicht ohne und weiß sich zu wehren. Ein Plus ist auch, dass die Fever-Reihe in Dublin spielt. Obwohl ich die Stadt nicht kenne, darf man sie mit Mac zusammen entdecken und das macht einfach Spaß. Dublin scheint definitiv eine Stadt zu sein, die man einmal besuchen sollte. Die Welt der Fae passt natürlich perfekt nach Dublin und Irland. Auch wenn ich nicht unbedingt persönlich in diese Welt eintauchen müsste, ist sie extrem interessant. Insbesondere von Macs Tagebucheinträgen konnte ich gar nicht genug lesen.

Manches an Darkfever / Im Bann des Vampirs fand ich ein wenig überzogen, aber vermutlich muss das bei Mac so sein. Etwas diskrepant fand ich auch die Beziehung zwischen Mac und Alina. Hier wird immer wieder betont wie wichtig Alina doch für Mac ist und umgekehrt. Doch warum zum Teufel hat Alina ihrer kleinen Schwester nicht ein wenig mehr vertraut? Und wie konnte sie nur auf diesen Mann hereinfallen? Fragen über Fragen, denen man sich gemeinsam mit Mac stellen muss und auf die man vermutlich keine endgültige Antwort bekommen wird.

Ich freue mich nach Darkfever / Im Bann des Vampirs schon sehr darauf, auch die nächsten Bände zu lesen. Karen Marie Moning hat mit Mac wirklich eine richtige alltagstaugliche Heldin geschaffen. Sie stolpert weder über ihre eignen Füße, noch ist sie bereit, sich einem Mann - egal wie schön und toll er auch ist - dauerhaft unterzuordnen, noch sieht sie ihr Heil im Abwarten und Tee trinken. Kurz, Mac ist eine richtige Kick-ass-Protagonistin und ich habe mich innerhalb kürzester Zeit in sie verknallt.

Fazit: So unterhaltsam wie die Fever Serie sollte Urban Fantasy immer sein. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Ausflug in die Welt von Mac und Barrons.

P.S.: Die deutschen Titel der Serie sind unsäglich. Besonders vor dem Hintergrund, dass es so gut wie gar nicht um Vampire geht.

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Cover Crash Into You Englisch

Enthält Spoiler zu den restlichen Büchern der Pushing the Limits-Reihe.

Wenn ihre Mitmenschen der 17-jährige Rachel zum ersten Mal begegnen, dann sehen sie eine Tochter aus reichem Hause, die nur Designer Kleidung trägt, eine Eliteschule besucht, ihre Mutter bei Wohltätigkeitsarbeit unterstützt und dort selbst ebenfalls Reden hält. Doch der erste Eindruck trügt. Denn wer Rachel wirklich kennt wüsste, dass sie am liebsten an ihrem Mustang herumschraubt, der Gedanke an öffentliche Reden ihr sprichwörtlich Panikattacken beschert und sie sich in ihrer Familie alles andere als wohlfühlt. Denn Rachels Schwester Colleen ist an Leukämie gestorben - und Rachel ist nichts weiter als ein Ersatz für die perfekte Tochter, die ihre Eltern verloren haben.
Nur einmal wünschte sie sich, dass jemand sie wirklich ihretwillen lieben würde. Doch selbst ihren Brüder scheint es nur noch wichtig zu sein, ihre Mutter glücklich zu machen, egal was es Rachel kostet. Ihre einzige Zuflucht sind ihr Auto und die Momente, in denen sie mal richtig Gas geben kann.

Isaiah ist es gewohnt, dass das Leben es nicht gerade gut mit ihm meint. Seit er 6 Jahre alt war, wurde er von einer Pflegefamilie oder Heim in die nächste geschoben. Momentan lebt er allerdings (unerlaubterweise) mit seinem besten Freund Noah zusammen in einer Wohnung. Doch den beiden geht langsam das Geld aus und wenn Isaiah auf der Straße landet, muss er zurück in seine Pflegefamilie - und das will er mit allen Mitteln verhindern. Also muss er eine Möglichkeit finden, schnell an Geld zu kommen. Das hofft er bei einem illegalen Straßenrennen zu gewinnen.

Dort begegnen sich Rachel und Isaiah zum ersten Mal, als sie gegeneinander antreten. Doch danach kommt an diesem Abend alles ganz anders als erwartet. Isaiah und Rachel bringen sich gemeinsam in schreckliche Schwierigkeiten. Schwierigkeiten für die ihnen gerade mal 6 Wochen bleiben,eine Lösung zu finden...

Schon seit dem ersten Buch Pushing The Limits / Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen warte ich darauf, endlich mehr über Isaiah zu erfahren. Besonders, seit ihm Beth, das Mädchen, für das er alles getan hätte, im zweiten Buch Dare You To das Herz gebrochen hat. Nun erzählt Katie McGarry endlich seine Geschichte.
Und die hat es in sich. Obwohl er wirklich aus ganz miesen Umständen kommt, hat er es bisher einigermaßen geschafft, sich aus größerem Ärger rauszuhalten. Das heißt allerdings nicht, dass er sich nicht schon einen Namen auf der Straße gemacht hätte. Gleich mehrere Kriminelle sind bereits auf ihn aufmerksam geworden und haben erkannt, was er für sie und ihr Geschäft tun könnte. Was mir an Isaiah besonders gut gefällt ist allerdings, dass er sich ernsthaft bemüht nicht auf die schiefe Bahn zu geraten, obwohl es der einfachste Ausweg für ihn wäre...
Doch auch wenn man Isaiah schon aus den anderen Büchern kennt, war es Rachel, mit der ich mich mehr identifizieren konnte. Nach außen wirkt ihr Leben perfekt. Ihre Familie ist wohlhabend und ihre Eltern und vier Brüder wollen sie beschützen, wo sie nur können. Rachel selbst aber erstickt fast. Sie steht immer im Mittelpunkt, aber nicht ihretwegen, sondern nur wegen ihrer verstorbenen Schwester. Sie selbst sein ist da keine Möglichkeit, denn das würde ihre gesamte Familie enttäuschen. Ich jedenfalls kann nur zu gut verstehen, wieso sie ab und zu mal ausbrechen muss und sich deshalb an diesem verheerenden Tag, der ihr ganzes Leben verändern sollte, an der Rennstrecke wieder gefunden hat.
Die Dynamik zwischen Isaiah und Rachel hat sehr gut gefallen. Sie kommen aus gänzlich unterschiedlichen Verhältnissen, haben aber doch mehr gemeinsam, als es zunächst den Anschein hat. Was sie natürlich offensichtlich zusammenbringt, ist ihre Liebe zu Autos. Das spielt eine dementsprechend große Rolle in Crash Into You und hat für einen tollen Hintergrund für diese Geschichte gesorgt.

Cover Crash Into You Englisch2

Trotzdem habe ich auch noch einige Kritikpunkte: Ich bin kein Experte, was die Kriminalität auf den Straßen von Louisville, Kentucky, angeht, allerdings muss ich sagen, dass ich es etwas übertrieben fand, dass ausgerechnet Jugendliche dort zum Großteil die Fäden in der Hand haben. Spannend war das natürlich allemal, allerdings meiner Ansicht nach nicht gerade realistisch.
Auch mit dem Ende hatte ich so meine Probleme. Es kommt etwas abrupt und wirkt in seiner Dramatik ziemlich übertrieben. Mir wäre etwas weniger Drama und dafür mehr Bodenständigkeit lieber gewesen. Für mich wollten die Geschichte und das Ende nicht so recht zusammen passen.

Deshalb hat mir Crash Into You von Katie McGarry von allen Büchern dieser Reihe bisher am wenigsten gefallen - und das, obwohl ich beide Hauptfiguren wirklich gern mochte. Doch leider wirkte es auf mich stellenweise zu gewollt und übertrieben.
Unterhaltsam ist Crash Into You dennoch. Außerdem hat es mit Rachels vier Brüdern Ethan, West, Jake und Gavin sowie Isaiahs Kindheitsfreundin Abby einige interessante neue Charaktere vorgestellt, die eventuell Material für die nächsten Bücher hergeben könnten. Tatsächlich handelt der vierte Teil Take Me On (keine Rezension) von Rachels Bruder West.

Crash Into You erscheint am 26. November 2013 in den USA.
Leider gibt es meines Wissens bisher keine Pläne für eine deutsche Veröffentlichung dieser Serie.

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Cover Fangirl englisch

Cath und ihre Zwillingsschwester Wren stehen kurz vor ihrem Collegestart. Doch statt gemeinsam ein Zimmer zu nehmen, wie Cath angenommen hat, will Wren eigene Wege gehen. Sie hat sich sogar absichtlich um eine andere Zimmerbewohnerin beworben und landet in einem anderen Wohnheim als Cath. Cath ist verletzt von Wrens Unabhängigkeitsstreben, versucht aber, Wren nicht aufzuhalten. Und so widmet sie sich nun alleine ihrer Leidenschaft, dem Schreiben von Fanfiction. Sie hat eine riesige Fangemeinde im Internet, die begierig auf jedes neue Kapitel von Simon Snow und Baz in Carry On warten. Diese Geschichten sind auch im Original an einer magischen Schule angesiedelt, wobei die Beziehung zwischen den Charakteren dort eine gänzlich andere ist. Cath ist so talentiert, dass sie im Rahmen ihrer bunten Mischung an Collegekursen auch an einem Kurs über fiktionales Schreiben teilnehmen darf und das, obwohl die Professorin normalerweise gar keine Erstsemester annimmt. Caths neue Mitbewohnerin Reagan ist fasziniert, dass jemand als Hälfte eines Zwillings so in sich zurückgezogen sein kann, obwohl Cath wirklich witzig und schlagfertig sein kann. Zusammen mit ihrem Freund Levi nimmt Reagan Cath unter die Fittiche. Das führt nicht nur zu einigen Konfusionen sondern auch dazu, dass Cath anfängt, über ihren eigenen Schatten zu springen. Auch wenn das sehr riskant für Herz und Seele sein kann...

Lasst euch von dem hübschen, leichten Cover nicht in die Irre führen. Die Geschichte von Fangirl ist alles andere als seicht. Cath und Wren haben schon einiges erlebt und gehen ziemlich unterschiedlich mit diesen Ereignissen um. Das ist ebenso interessant zu lesen, wie die Beziehung der Zwillinge oder die Entwicklung von Cath über ihr erstes Studienjahr hindurch. Cath ist überhaupt ein sehr interessanter Charakter. Sie ist liebenswert und sympathisch, aber auch total in sich gekehrt und schüchtern. Wenn die Kombination aus Reagan, Levi und Studium sie langsam aber sicher aus ihrem Schneckenhaus locken, reagiert sie längst nicht immer logisch. Trotzdem kann ihr anfangs eher spröde wirkender Charakter das Herz des Lesers schnell erobern und man bangt, hofft und leidet mit ihr.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Einblicke, die Rainbow Rowell ihren Lesern in Caths Fanfiction Carry On und die dazugehörigen Originale um Simon Snow bietet. Bücher in Büchern üben immer einen ganz besonderen Reiz auf mich aus. Und hier war es wirklich perfekt. Die Simon Snow Bücher wären interessant zu lesen, aber noch lieber hätte ich ja Caths Fanfictions gelesen. Die Ausschnitte waren einfach wunderbar. Man erkennt wirklich schon nach kurzer Zeit am Stil, ob es sich um das Original oder die Fanfiction-Welt handelt. So was muss man als Autor erst mal hinbekommen.
Überhaupt war der Schreibstil von Fangirl sehr schön. Das Buch setzt auch schwierige Themen humorvoll in Szene und besonders die Darstellung der Charaktere konnte mich überzeugen. Da war zuallererst natürlich Cath, aber auch Levi und Reagan waren – trotz aller Fehler – echte Sympathieträger. Etwas mehr Probleme hatte ich mich Wren, aber dass sollte vermutlich extra so sein. Das Einzige was mich etwas gestört hat, war das Ende. Es ist schön und stimmig, aber eine Menge Fragen bleiben offen beziehungsweise wird die weitere Entwicklung nur angedeutet. Vieles muss man sich am Ende also selber denken. Das passt zwar gut zur Geschichte, dennoch hätte ich an dieser Stelle einfach gerne noch etwas mehr Zeit mit den Charakteren verbracht.

Fazit: Sehr schöne Geschichte mit ein paar wunderbar lebensecht wirkenden Charakteren. Auch die Buch- und Fanfiction-Welt war gelungen umgesetzt. Für Fangirl hätte mir ein etwas weniger offenes Ende zwar besser gefallen, doch insgesamt handelt es sich um ein sehr lesenswertes Buch. Sicher nicht das letzte, das ich von Rainbow Rowell gelesen habe.

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Cover A Kiss by Design Englisch

Seit bereits 5 Jahren ist Emily schon mit Zach zusammen. Sie waren das Traumpaar ihrer High School und auch jetzt im College hat sich daran nichts geändert, auch wenn sie mittlerweile unterschiedliche Schulen besuchen. Klar, in letzter Zeit sehen sie sich nicht so oft und wenn sie sich doch mal treffen, geht es immer nur um Zachs Football Karriere und darum, ihm etwas von seinem Druck zu nehmen. Da gehen Emilys Sorgen und Probleme schnell mal unter.
Das macht aber nicht sonderlich viel, denn für ihre emotionalen Bedürfnisse kann Emily sich immer noch auf ihren besten Freund - und Zachs jüngeren Bruder - Dylan verlassen. Schon seit ihrer Kindheit ist er immer für Emily da gewesen und egal um was es geht, sie weiß sie kann ihm alles anvertrauen. Und er ihr auch.
Zumindest dachte Emily das, bis sie ihn Dylans Rucksack einen Verlobungsring findet. Hat er ernsthaft vor, seine Freundin Denise zu heiraten? Die beiden kennen sich doch gar nicht wirklich. Und wieso hat er Emily nichts von seinem Vorhaben erzählt? Emily ist Eines klar: Sie muss ihren besten Freund davon abhalten, den Fehler seines Lebens zu machen. Selbst wenn sie ihn dafür ein bisschen reinlegen muss. Am Ende wird er ihr dafür dankbar sein.
Doch je mehr ihr Plan Formen annimmt, umso mehr muss Emily sich fragen, warum es ihr so gegen den Strich geht, dass Dylan eine ernsthafte Beziehung hat. Ist sie vielleicht seit Jahren mit dem falschen Bruder zusammen?

Auf den ersten Blick hat A Kiss by Design von Christy Hayes wie eine nette, lustige und leichte Liebesgeschichte gewirkt. Dem Leser ist eigentlich sofort klar, dass Emily mehr für Dylan empfindet und Dylan sowieso schon lange bis über beide Ohren in sie verliebt ist. Nach ein bisschen hin und her sollte es also nicht so schwer sein, diese beiden zu einem Happy End zu bekommen, oder? Falsch. Es geht eine ganze Menge schief.
Auch leicht oder lustig ist diese Geschichte schon nach kürzester Zeit nicht mehr. Denn obwohl viele Entwicklungen am Anfang noch mit Humor genommen werden, geht das schnell unter. Stattdessen quälen sich die Charaktere mit Schuldgefühlen und Zweifeln herum. Und anstatt es besser zu machen und einfach mal ein anständiges Gespräch zu führen, begnügen sie sich mit Halbwahrheiten oder gehen sich gleich gänzlich aus dem Weg. So kommt es auch, dass sich Emily und Dylan eigentlich kaum sehen im Laufe der Geschichte und ihre "Romanze" sich mehr in ihren Köpfen abspielt. Der Funke zwischen den beiden ist bei mir kein bisschen übergesprungen und all die Dramen und negativen Gefühlen haben sich viel zu lange hingezogen, um am Ende auch nur annähernd ein gutes Gefühl bei mir hervorzurufen. Nicht mal wirkliches Interesse konnte ich für die beiden aufbringen. Dafür waren Dylan und vor allem Emily zu wankelmütig und haben ständig ihre Meinungen und Absichten geändert. Außerdem hatte Emily die Angewohnheit, ihre Probleme entweder in ihrem Kopf oder mit ihren besten Freundinnen und Mitbewohnerinnen tot zu quatschen.
Das Sprichwort Zu viele Köche verderben den Brei trifft bei A Kiss by Design ebenfalls ziemlich gut zu. Denn neben Emilys ist das Buch auch noch aus Dylans, Zachs, Raegans, Kaylas und Shelbys (Emlilys beste Freundinnen) Perspektive geschrieben. Das war einfach zu viel und hatte offensichtlich hauptsächlich den Nutzen, die Hauptpersonen und Hintergrundgeschichten für die zukünftigen Bücher der Kiss & Tell-Reihe vorzustellen.

Deshalb ist A Kiss by Design von Christy Hayes nicht unbedingt ein Buch, das ich empfehlen würde. Jedes Potential, das diese Geschichte zunächst hatte, wurde durch gekünsteltes Drama, Manipulationen und zu vielen Erzählern kaputt gemacht. Ich konnte weder den Charakteren noch der Liebesgeschichte etwas abgewinnen, weswegen ich den Rest dieser Reihe wohl nicht verfolgen werde.

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Chiliherzen deutsch

Amanda ist die Neue an der Rezeption im Hotel 'Größenwahn'. Irgendwie passte der Name. Dass ihr Chef sie erst einmal nur für die Spätschicht eingetragen hat um sie in Stresssituationen auszutesten, macht ihr nichts. Im Gegenteil. So verbringt sie die späten Stunden lieber auf Arbeit statt zu Hause. Dort wartet nur Roger auf sie - und ihm möchte sie so wenig wie möglich über den Weg laufen.

Mario ist Barkeeper in der 'SonderBar', die zum Hotel gehört. Seine Arbeit macht ihm Spaß und er scheint auch ein gewisses Talent dafür zu besitzen. Seine Frau Christa und seine Tochter Sarah sieht er so trotz der späten Arbeitszeiten ausreichend.

Als Mario Amanda das erste Mal an seiner Theke sitzen hat, ist er angetan. Sie ist sehr attraktiv und sein Instinkt sagt ihm immer direkt, welches Getränk sie gerade braucht. Schon nach wenigen Abenden fängt sie an leicht mit ihm zu flirten. Trotz seiner Familie geht er darauf ein und merkt schnell, dass Amanda in ihm Gefühle weckt, die Christa noch nie hervorgelockt hat.
Doch auch als die Avancen direkter werden, sträubt er sich davor sich auf die neue Liebe komplett einzulassen. Aber wehren kann er sich dagegen auch nicht.

Und dann ist Amanda plötzlich weg. Von jetzt auf gleich verschwindet sie aus seinem Leben und aus dem Hotel. Jeder wusste schon lange, dass zwischen den beiden etwas läuft und so muss Mario sich nun mit bemitleidenden Blicken auseinander setzen. Selbst Christa weiß Bescheid. Was denkt sie jetzt nur von ihm? Und wie soll er so weiter machen?

Dann erhält er eine Nachricht - von Carmen, einer Freundin von Amanda, von der er noch nie gehört hat - und Amandas Tagebuch. Mario begibt sich auf die Suche nach Amandas Spuren. Wie ist ihr Weg ein Jahr zuvor gewesen? Wo ist sie gelandet? Was hat sie erlebt? Und viel wichtiger: Was ging in Amanda vor, als sie ihn verlassen hat?

Der Roman Chiliherzen von dem Autorenduo Jürgen Schmidt und Sandra Wagner ist eine völlig neue Art des Romans. Man lernt im ersten Teil des Buches nur Marios Sicht kennen und wird mit ihm durch seine Gefühlswelt gezogen. Ab der Hälfte des Buches wechselt die Perspektive und man lernt die andere Seite kennen - Amanda. Durch ihre Tagebucheinträge erfährt der Leser wie sie sich in bestimmten Situationen gefühlt hat und was sie dazu bewegt hat so oder so zu handeln. Auch Amandas Leben wird mehr und mehr beleuchtet.

In einem Interview auf der Autorenseite von Jürgen Schmidt kann man nachlesen wie es den beiden Autoren während des Schreibens ging. So haben sie beispielsweise die Figuren völlig unabhängig voneinander entworfen und ihre Geschichte geschrieben.
Das macht den Roman auch aus. Als Außenstehender kann man immer leicht über das Verhalten eines Menschen urteilen, man erfährt aber nie die wahren Gründe dahinter. In diesem Roman fügen sich erst am Ende alle Teile ineinander und man erkennt das ganze Ausmaß der Tragik hinter der Liebesgeschichte.
Der Schreibstil ist am Anfang gewöhnungsbedürftig. Viele sehr kurze Sätze haben mich etwas durcheinander gebracht und mir den Einstieg in das Buch erschwert. Dennoch ist es im Ganzen ein wirklich gelungenes Werk. Trotz seiner niedrigen Seitenzahl hat man nie das Gefühl durch die Handlung gehetzt zu werden. Im Gegenteil. Beide Autoren schaffen es in aller Kürze eine umfangreiche Geschichte vorzulegen.

Chiliherzen hat mich zum Nachdenken angeregt. Man sollte sich selbst immer treu bleiben - aber auch ein Sprung ins kalte Wasser kann der richtige Weg sein.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bei Jürgen Schmidt bedanken, für die Möglichkeit dieses Buch zu lesen und zu rezensieren.

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