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Cover Meant To Be Englisch

Eigentlich kann Julia die Reise nach London mit ihrer Englischklasse gar nicht abwarten. Die Stadt hat große Bedeutung für sie und ihre Familie, denn dort haben ihre Eltern ihre Flitterwochen verbracht. Außerdem ist Julia großer Shakespeare-Fan und sie freut sich sehr darauf, auf seinen Spuren zu wandeln. Einziger Wehmutstropfen ist allerdings, dass keiner ihrer Freunde ebenfalls an der Reise teilnimmt. Weder ihre Schwimmteamkollegen, die einen wichtigen Wettkampf haben, noch ihre beste Freundin Phoebe, die zu einem Familientreffen muss. Und auch nicht ihr großer Schwarm Mark, den sie allerdings eher von der Ferne bewundert (sie ist sich allerdings sicher, er ist ihr MTB - meant to be).
Doch Julia ist fest entschlossen, das Beste daraus zu machen. Als allerdings ausgerechnet Jason Lippincott zu ihrem Arbeitspartner ernannt wird, sieht sie ihren schönen Londontrip schon ruiniert. Er ist der Klassenclown ihrs Juniorjahrgangs und scheint nur zwei Dinge im Kopf zu haben: Flirten und Unsinn machen. Julia kann ihn nicht ausstehen und weiß nicht, wie sie ihn die nächsten 10 Tage bändigen soll.
Und tatsächlich, schon am ersten Abend bringt Jason Julia dazu, sich aus dem Hotel zu schleichen und eine wilde Party zu besuchen - eine Premiere für Julia, die sonst stets alle Regeln befolgt. Nach einem turbulenten und feuchtfröhlichen Abend, hat Julia aber schon wieder die Nase voll von Jason. Doch dann bekommt sie plötzlich immer wieder romantische SMS von einem mysteriösen Jungen namens Chris, den sie auf der Party getroffen hat - an den sie sich aber leider nicht mehr erinnert. Ausgerechnet Jason bietet Julia seine Hilfe an, mehr über diesen Jungen herauszufinden. Und so beginnt für die beiden eine Suche quer durch London.
Doch bald schon muss sich Julia fragen, wer denn nun ihr MTB ist. Chris? Mark? Oder ist es am Ende doch jemand völlig anderes?

Es dauert nicht lang und schon ist Julia in Meant to Be von Lauren Morrill Hals über Kopf in ein Gefühlschaos verstrickt. Für Julia ist das alles andere als einfach zu bewältigen, denn sie ist nicht nur ziemlich unerfahren, sondern auch ein kleiner Kontrollfreak. Sie hält sich an Regeln, hat gute Noten und ist stets durchorganisiert. Es ist also nicht unbedingt weiter verwunderlich, dass einige ihrer Mitschüler erst einmal nicht viel mit ihr anfangen können. Denn obendrein ist sie auch noch ziemlich voreingenommen und verurteilt andere gerne vorschnell. Gerade zu Anfang des Buches hatte ich deshalb mit ihrer Einstellung manchmal etwas zu kämpfen. Erst im Laufe der Geschichte - und durch Jasons Hilfe - schafft Julia es, aus sich heraus zu kommen und die Welt mit etwas anderen Augen zu sehen. Doch auch Jason ist alles andere als perfekt. Er ist in der Tat ein echter Clown und hat nur Unfug im Sinn. Bei Frauen jeden Alters kommt er mit seinem frechen und gleichzeitig attraktiven Aussehen aber immer gut an, was ihn bei seinem Schabernack nur ein Vorteil ist. Doch auch er hat eine tiefere Seite, die immer wieder hervorblitzt und ihn zu einem interessanten Charakter gemacht hat. Allerdings hat er es manchmal wirklich übertrieben, was seine Streiche anging und hat deshalb immer wieder Sympathiepunkte eingebüßt.
Zum Glück schafft es Lauren Morrill mit einem wunderbar witzigen und frechen Schreibstil aber immer, die Figuren am Ende doch sehr sympathisch darzustellen. Gerade Julia kommt oft in die absurdesten Situationen, die zwar vielleicht nicht sonderlich realistisch sind, dem Leser aber sicherlich mehr als einmal zum Grinsen bringen werden.

Für die Handlung selbst benötigt man ein wenig Geduld und Nachsicht. Denn nicht immer ist alles was passiert wirklich logisch. Es kommt zu jeder Menge Verwechslungen und Zufällen, die der Leser wahrscheinlich sehr schnell durchschauen dürfte, bei denen Julia aber lange im Dunkeln tappt. Das war zwar nicht unbedingt störend, aber doch irgendwie ein wenig arg naiv. Bis die Geschichte zu einem Ende kommt, hat sich ein riesen Kuddelmuddel gebildet, das Julia erst mal entwirren muss. Es wurden viele Fragen aufgeworfen und Streits geführt im Laufe des Buchs. Leider ist die Auflösung aber sehr knapp und für meinen Geschmack ein wenig flach und unbefriedigend ausgefallen. Nur auf den letzten 5 bis 6 Seiten wird wirklich über das gesprochen, was auf den restlichen 285 passiert ist und viele Fragen bzw. Streitpunkte bleiben unbeantwortet.

Deshalb ist Meant to Be von Lauren Morrill zwar alles in allem ein sehr witziges, leichtes und schönes Jugendbuch mit einem wirklich unterhaltsamen Schreibstil, aber eben leider auch nicht mehr. Am Ende fehlt der Geschichte ein wenig Tiefgang und das gewisse Etwas. Wenn man allerdings Lust auf leichte Unterhaltung hat, dann ist Meant to Be allerdings dennoch sicher einen Versuch wert. Auch Fans von Anna and the French Kiss / Herzklopfen auf Französisch könnte dieses Buch gefallen, auch wenn Meant to Be nicht ganz an den Charme von Stephanie Perkins Roman herankommen kann.

Über eine deutsche Veröffentlichung ist mir bisher noch nichts bekannt.

Außerdem ein herzliches Dankeschön an nef, die mir dieses Buch zum Geburtstag geschenkt hat. ;)

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Cover The Earl's Christmas Colt Englisch

Lady Arabella hat schon einige Saisons in der Londoner Gesellschaft hinter sich gebracht. Mit 24 ist sie langsam schon ziemlich alt für eine unverheiratete Frau, doch es gab einfach nie einen Mann von angemessenem Stand, der Arabella auch nur annähernd interessiert hätte. Ihre große Liebe gehört aber sowieso ihren Pferden und ein Ehemann würde sie nur von ihnen fernhalten. Ihr unverheirateter Zustand ist daher kein großer Verlust für sie.
Doch Arabellas Bruder Will scheint das anders zu sehen. Seit ihr Vater vor 2 Jahren gestorben ist, liegt es an ihm, sich um die Familienangelegenheiten zu kümmern. Und anscheinend sieht er es an der Zeit, dass Arabella heiratet. Und dann auch noch einen 34-jährigen zukünftigen Herzog. Als Arabella davon erfährt, ist sie wutentbrannt, schnappt sie sich eines ihrer Pferde und macht einen Ausritt, um den Kopf frei zu bekommen. Sie kann nicht anders, als sich einen unangenehmen, arroganten, alten Mann unter ihrem Zukünftigen vorzustellen und versteht nicht, wieso ihr Bruder ihr plötzlich die Entscheidung aus der Hand nimmt. Vor lauter Grübeleien bemerkt sie nicht, dass sie in einen Sturm kommt und es bleibt ihr nichts anderes übrig, als in einer Gastwirtschaft unter zu kommen.
Dort lernt sie allerdings einen attraktiven Pferdezüchter kennen, dem das gelingt, was noch kein Mann zuvor geschafft hat: Er weckt Arabellas Leidenschaft. Doch sie ist nun verlobt und muss sich so weit wie möglich von ihm fernhalten. Sie weiß allerdings noch nicht, dass er ein großes Geheimnis vor ihr hat...

Viel mehr möchte ich zu The Earl's Christmas Colt von Rebecca Thomas nicht verraten, denn das Buch ist mit 70 Seiten sowieso schon kurz genug. Es ist also nicht viel mehr als eine Novelle, was auch der Hauptgrund dafür war, wieso mir dieses Buch nicht so recht gefallen wollte. Der Großteil der Geschichte deckt nur einen Tag ab, an dem sich aber Arabellas ganzes Leben verändert. Dementsprechend schnell und überstürzt fühlen sich auch viele der Entwicklungen an. Zwar kann man nicht so recht von Insta-Love sprechen, denn zum Glück werden sich hier auch am Ende keine Liebesschwüre gegeben. Trotzdem entwickeln sich hier sehr schnell Gefühle. Das Ganze war für mich einfach zu plötzlich und übertrieben und nicht genug, um eine Zukunft darauf aufzubauen - aber das kann auch an dem historischen Setting liegen. Damals lief das zwar wohl so, trotzdem ist das für mich für einen Liebesroman einfach zu wenig.
Arabella selbst hat mir aber eigentlich recht gut gefallen. Sie ist stur, weiß was sie will und tut nicht alles, einfach nur weil ihr Bruder oder irgendein Mann das will. Sie ist also keine typische Jungfrau in Nöten und kann durchaus selbst auf sich aufpassen.
Der Schreibstil ist okay, wenn auch ab und an ein wenig zu steif. Allerdings ist die Geschichte sowohl aus Arabellas, als auch aus der Sicht ihres Love Interests geschrieben, was für ein wenig Auflockerung gesorgt hat.

Doch sonst hat mir The Earl's Christmas Colt von Rebecca Thomas leider nur sehr bedingt gefallen. Die Charaktere waren zwar nett und das Setting schön, aber die Geschichte war einfach zu kurz und simpel gestrickt. Es gibt keine Schichten und eine wirklich romantische Stimmung kam deshalb für mich leider auch nicht auf.

The Earl's Christmas Colt erscheint am 30. Dezember 2013.

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Cover Finnikin I englisch

Das Reich Lumatere ist seit den fünf Tagen des Unaussprechlichen hinter einem undurchdringlichen Schleier verborgen. Damals hat ein Verwandter des Königs die Königsfamilie heimtückisch umgebracht. Bei all den Gräueln, die diese Tat begleitet haben, hat eine sterbende Hexe einen Fluch ausgesprochen und nun kann keiner mehr aus Lumatere hinaus und niemand hinein. Finnikin, den die Götter schon als Neunjährigen vorgewarnt haben, dass dem Land Unheil bevorsteht, konnte in letzter Sekunde das Land verlassen. Die Gräuel dieser fünf Tage trägt er seitdem in seinem Herzen. Zusammen mit seinem Mentor Sir Topher hat er in den letzten zehn Jahren die restlichen Länder von Skuldenore durchquert, immer auf der Suche nach Flüchtlingen aus Lumatere und ihren Geschichten bzw. den Verlusten, die diese erlitten haben.
Nun werde Finniken und Sir Tropher zu einem Kloster gerufen. Dort wird ihnen die junge Novizin Evanjalin vorgestellt. Sie hat Finnikin Namen im Traum gesehen und nicht nur diesen, sondern angeblich auch Lumateres Thronfolger Balthasar, dessen Leiche nie gefunden wurde. Evanjalin ist seltsam, verschlossen und stur. Finnikin traut ihr nicht über den Weg. Doch da die geringe Hoffnung besteht, dass Balthasar doch noch am Leben ist, machen sich Sir Topher und Finnikin auf, ihren Hinweisen nachzugehen. Dabei geraten sie bis in die unwirtlichsten und gefährlichsten Länder Skuldenores. Nach und nach freunden sich Evanjalin und Finnikin an und tatsächlich werden die Gefühle der beiden tiefer. Doch Evanjalin hat Finnikin auch klar gemacht, dass sie in ihren Visionen gesehen hat, dass sie die Braut von Lumateres zukünftigem König sein wird...

Cover Finnikin II englisch

Nachdem mir der zeitgenössische Roman (On the) Jellicoe Road von Melina Marchetta so außerordentlich gut gefallen hat, war ich gespannt, ob die Autorin mich mit Finnikin of the Rock / Winterlicht, dem ersten Band ihrer Fantasyreihe um das Land Lumatere, ebenso verzaubern kann. Und tatsächlich hat mich Melina Marchetta nicht enttäuscht. Auch wenn das Genre anders ist und der Stil entsprechend einem High Fantasy-Werk ist, ist Finnikin of the Rock / Winterlicht ein einziger Genuss. Die Geschichte von Finnikin und Evanjalin deckt die ganze Bandbreite einer spannenden Romanze ab: sie ist süß, traurig, atemberaubend, spannend und mit dem ein oder anderen Twist versehen. Natürlich geht es nicht nur um ihre Zuneigung zueinander, sondern auch um das Reich Lumatere. Hier sollte man Finnikin of the Rock / Winterlicht - wie jedem guten High Fantasy-Buch - ein wenig Zeit geben, um die Zusammenhänge zu erfassen und richtig in den Fluss der Geschichte einzutauchen. Wenn das erst mal gelungen ist, wird Finnikin of the Rock / Winterlicht schnell extrem spannend.

Interessant ist auch, dass man den Protagonisten des zweiten Bandes der The Lumatere Chronicles-Reihe hier schon kennenlernt. Froi ist zunächst kein bisschen nett oder sympathisch - im Gegenteil, er benimmt sich wie ein Tier. Dennoch schafft es die Autorin ihn vom unmöglichen Arschloch, dem man die Pest an den Hals wünscht, zu einem Protagonisten zu machen, für den man erst Bedauern empfindet, dann Mitgefühl aufbaut und letztlich seine Handlungen nachvollziehen kann. Tatsächlich bin ich schon sehr gespannt darauf, ob Froi das Exil endgültig hinter sich lassen kann und zu einem wirklichen Lumaterian wird.

Cover Winterlicht deutsch

Der Schreibstil von Melina Marchetta ist wieder ganz wunderbar. In Finnikin of the Rock / Winterlicht gibt es natürlich auch einige ehrwürdige Teile, die perfekt zu einem solch fantastischen Werk passen und die sich somit deutlich von der modernen Sprache von (On the) Jellicoe Road unterscheiden. Dennoch ist die Sprache vielfältig und melodiös und damit ebenso fesselnd wie der Handlungsverlauf. Zum Abschluss muss ich noch sagen, dass Finnikin of the Rock / Winterlicht eines der schönsten Buchenden hat, die ich je gelesen habe. Es sind nur acht Wörter in drei Sätzen und natürlich kann ich diese hier jetzt nicht verraten. Doch lasst euch gesagt sein, in dem Moment sitzt man da, seufzt und beendet das Buch mit einem glückseligen Lächeln auf den Lippen. Einfach perfekt.

Fazit: Finnikin of the Rock / Winterlicht ist ein ganz wunderbarer Beginn der The Lumatere Chronicles-Trilogie. Für mich bleibt Melina Marchetta (neben wenigen anderen) meine Entdeckung des Jahres 2013.

Soweit mir bekannt ist, ist nur der erste Band der Reihe auf Deutsch erhältlich. Das Buch ist in sich abgeschlossen, dennoch ist es schade, dass die beiden übrigen Bände nicht auch übersetzt wurden. Ebenso ist mir nicht ganz klar, warum bei dem deutschen Cover Evanjalin zu sehen ist. Der englische Titel ist berechtigt - es wird nämlich in erster Linie Finnikins Geschichte erzählt.

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Cover Eva und die Apfelfrauen deutsch

Eva, Nele, Marion, Julika und Dorothee sind Freundinnen im besten Alter. Eva, mit 42 die Jüngste der fünf Freundinnen, kommt beim Fünfzigsten von Julika eine grandiose Idee. Alle sind sie ohne Mann und bis auf Dorothee auch ohne Kinder. So langsam muss man sich überlegen wie es im Alter wird, so ganz alleine.
Warum also keine WG? Nach kurzem Zögern sind alle Feuer und Flamme. Es fehlt nur der richtige Wohnraum. Jede von Ihnen hat eine Wohnung, aber keine Platz um alle bei sich aufzunehmen.

Kurzerhand schalten Sie eine Anzeige. Fünf Frauen auf der Suche nach dem perfekten Haus für die Zukunft.
Doch was sie als Antworten bekommen, ernüchtert alle. Dubiose Immobilienhaie glauben an leichtgläubige Frauen geraten zu sein, junge Frauen glauben die perfekte Lösung für ihre Kinder in einem Haufen Großmütter zu sehen und Männer mit Druck in der Lendengegend hoffen auf Erleichterung.
So haben sie sich das nicht vorgestellt. Die Monate vergehen und nur das Schreiben eines Journalisten scheint seriös zu sein. Er hat von den fünf Damen gehört und möchte gern einen Artikel über sie veröffentlichen. Sie einigen sich darauf es zu versuchen - zu verlieren haben sie ja nichts.

Dann passiert das Unfassbare. Ein Rechtsanwalt meldet sich bei Ihnen und bittet sie zu einem Termin. Eine Frau Anna Staudenroos habe von Ihnen gehört und ihnen ihr Haus samt Grundstück vererbt. Ein großes Anwesen mit einem wunderschönen Apfelgarten in Wannsee - in Wannsee in er Mark. Das sitzt. Einzig Eva und Dorothee können sich mit dem Gedanken anfreunden eine Weile aus Berlin herauszukommen. Nach einigem Zureden stimmen alle überein sich das Haus wenigstens anzusehen.
Anna Staudenroos hat eine Bedingung an ihr Erbe geknüpft. Alle fünf Frauen müssen in diesem Haus wohnen und das wenigstens bis nach der Apfelernte. Erst dann gehört das Haus rechtmäßig den Freundinnen. Sollten sie es nicht schaffen, soll das Haus versteigert und das Geld einem guten Zweck zugeschrieben werden.

Also fahren die Frauen nach Wannsee und verlieben sich beinahe augenblicklich in das Stück Land. Gemeinsam treten sie das Erbe an - doch keiner konnte ahnen was das für sie bedeuten würde. Nun müssen sie zusammen halten und sich durchbeißen. Aber hält ihre Freundschaft das aus?

Eva und die Apfelfrauen von Tania Krätschmar hat mich sofort ins einen Bann gezogen. Die Autorin schreibt mit Witz und Herz und schafft es ihre Figuren wunderbar realistisch darzustellen. Jede der fünf Freundinnen hat eine starke und eine schwache Seite, aber nur zusammen ergeben sie ein Ganzes. Die Hauptperson ist allerdings Eva, sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.
Natürlich ist es nicht leicht für fünf Stadtkinder von jetzt auf gleich Landeier zu werden, doch gemeinsam meistern sie so manche Hürde und es macht wirklich Freude sie dabei zu begleiten.

Natürlich gibt es neben dem großen Thema Freundschaft auch noch etwas Platz für die Liebe. Ich habe relativ schnell gemerkt worauf es hinauslaufen wird und habe mich regelrecht darauf gefreut.
Man merkt, dass sich die Autorin mit dem Landleben auskennt. Sie gibt dem Leser genug Wissen mit auf dem Weg durch das Buch, überfordert ihn aber dabei nicht.

Dank diesem Buch möchte ich nun mehr denn je einen eigenen kleinen Garten haben und hoffe, dass ich nicht nur davon träumen kann.

Einen lieben Dank an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Cover Night Owl Englisch

Night Owl ist nur für Leser über 18 Jahren geeignet.

Eigentlich hat alles ganz harmlos angefangen: Als die 27-jährige Hannah online nach einem Schreibpartner gesucht hat, mit dem sie zusammen an einem Fantasyroman arbeiten kann, stößt sie auf Night Owl aka Matt. Er ist zwar ein etwas komischer Kautz, der jede Menge Bedingungen stellt und auf gar keinen Fall irgendwelche persönlichen Details austauschen will, doch was das Schreiben angeht klicken die beiden sofort. Ihr Geschichte schreibt sich wie von selbst. Ein Erfolgserlebnis kann Hannah gerade auch wirklich gut gebrauchen. Ihr Job bei einer Bank ist alles andere als erfüllend und die Beziehung zu ihrem Loser von Freund hat ebenfalls keine Zukunftsaussichten. Hannah ist mehr als bereit, etwas an ihrem Leben zu ändern.

Das wird schneller passieren als geahnt. Denn hinter Matt versteckt sich niemand anderes als der weltweit gefeierte Schriftsteller M. Pierce. Doch seine Identität will Matt um jeden Preis geheim halten, weswegen er Hannah so wenig wie möglich von sich erzählt. Womit er aber nicht gerechnet hat ist, wie sehr ihm seine junge Schreibpartnerin unter die Haut geht, besonders nach einem ebenso unerwartetem wie erotischen Chatgespräch...

Danach bekommen Hannah und Matt sich gegenseitig nicht mehr aus dem Kopf und es dauert nicht lange, bis sie auch im echten Leben aufeinander treffen. Doch bis dahin hat sich Matt bereits in einem Netz aus Lügen verfangen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Denn er hat Hannah nicht nur seinen Beruf verschwiegen, sondern auch die Beziehung zu einer anderen Frau, die er seit zwei Jahren führt...

Das ist mir noch nie passiert: Ich fange an, eine Rezension zu schreiben, und habe keine Ahnung, wie ich dieses Buch am Ende bewerten werde. Denn wie ich es drehe und wende, irgendwie weiß ich immer noch nicht, was ich von Night Owl von M. Pierce halten soll.
Die Charaktere sind eigentlich erst mal ganz interessant. Hannah ist lustig und nett und - abgesehen von ihrer ehemaligen, etwas nerdigen Gamer-Natur - eigentlich eine ganz normale junge Frau. Wirklich interessant wird es erst, wenn Matt ins Spiel kommt. Er wiederum ist alles andere als normal, sondern ein wandelnder Widerspruch in sich. Er sieht unglaublich gut aus, geht aber nur sehr ungern nach draußen. Er strotzt vor Selbstbewusstsein im Bett, unter Menschen kann er seinem Gegenüber aber kaum in die Augen schauen. Er ist dominant, braucht aber auch immer irgendwie jemanden, der auf ihn aufpasst. All das macht ihn zu einem wirklich interessanten Charakter, über den ich sehr gerne gelesen habe. Und das will wirklich etwas heißen, denn über weite Teile des Buches ist er ein echtes Arschloch. Er betrügt seine Freundin nach Strich und Faden und auch seine zunächst eher mäßigen Gewissensbisse machen das nicht besser. Auch Hannah erzählt er eine Lüge nach der anderen. Es ist allerdings natürlich nur eine Frage der Zeit, bis ihm seine Lügen ordentlich in den Hintern treten. Tatsächlich habe ich erst dann angefangen, ihn als Charakter wirklich zu mögen.
Die Geschichte selbst ist ebenfalls erst einmal ein bisschen merkwürdig. Die Dinge zwischen Hannah und Matt entwickeln sich sehr schnell und schon bald gehen sie richtig zur Sache. M. Pierce nimmt da kein Blatt vor den Mund. Matt ist dominant und sowohl er als auch Hannah stehen auf ziemlich schmutzigen (und etwas erniedrigenden) Dirty Talk. Für mich war das alles ein bisschen übertrieben, aber dennoch unterhaltsam, weswegen ich drüber problemlos hinwegschauen konnte. Als Matts Kartenhaus schließlich zusammenbricht, ändert sich auch der Ton der Geschichte und wird viel ernsthafter. Das war zwar auf jeden Fall unterhaltsam, ist aber ein wenig in altbekannte Klischees abgedriftet und hat nicht wirklich etwas Neues geboten.

Deswegen hat sich meine anfängliche Begeisterung langsam aber sicher ein wenig abgeschwächt, bis Night Owl zwar immer noch ein gutes Buch war, aber eben auch nichts Besonderes. Tja, und dann kam der Epilog, mit dem sich noch einmal alles geändert hat. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich das letzte Mal eine Wendung so aus dem Nichts erwischt hat. Leider kann ich aber immer noch nicht sagen, ob ich diese Wendung nun gut oder schlecht fand. Das hängt vermutlich stark davon ab, wie M. Pierce mit ihrer Geschichte in der Fortsetzung Last Light weiter verfährt.
So oder so wird Night Owl allerdings definitiv im Gedächtnis bleiben, auch wenn ich immer noch nicht sicher bin ob auf positive oder negative Weise. Das wird vermutlich sowieso jeder anders sehen. Den zweiten Band der The Night Owl Trilogy, der im Sommer 2014 erscheint, werde ich allerdings mit ziemlicher Sicherheit auch lesen - dafür bin ich nun viel zu neugierig.

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