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Cover Finnikin I englisch

Das Reich Lumatere ist seit den fünf Tagen des Unaussprechlichen hinter einem undurchdringlichen Schleier verborgen. Damals hat ein Verwandter des Königs die Königsfamilie heimtückisch umgebracht. Bei all den Gräueln, die diese Tat begleitet haben, hat eine sterbende Hexe einen Fluch ausgesprochen und nun kann keiner mehr aus Lumatere hinaus und niemand hinein. Finnikin, den die Götter schon als Neunjährigen vorgewarnt haben, dass dem Land Unheil bevorsteht, konnte in letzter Sekunde das Land verlassen. Die Gräuel dieser fünf Tage trägt er seitdem in seinem Herzen. Zusammen mit seinem Mentor Sir Topher hat er in den letzten zehn Jahren die restlichen Länder von Skuldenore durchquert, immer auf der Suche nach Flüchtlingen aus Lumatere und ihren Geschichten bzw. den Verlusten, die diese erlitten haben.
Nun werde Finniken und Sir Tropher zu einem Kloster gerufen. Dort wird ihnen die junge Novizin Evanjalin vorgestellt. Sie hat Finnikin Namen im Traum gesehen und nicht nur diesen, sondern angeblich auch Lumateres Thronfolger Balthasar, dessen Leiche nie gefunden wurde. Evanjalin ist seltsam, verschlossen und stur. Finnikin traut ihr nicht über den Weg. Doch da die geringe Hoffnung besteht, dass Balthasar doch noch am Leben ist, machen sich Sir Topher und Finnikin auf, ihren Hinweisen nachzugehen. Dabei geraten sie bis in die unwirtlichsten und gefährlichsten Länder Skuldenores. Nach und nach freunden sich Evanjalin und Finnikin an und tatsächlich werden die Gefühle der beiden tiefer. Doch Evanjalin hat Finnikin auch klar gemacht, dass sie in ihren Visionen gesehen hat, dass sie die Braut von Lumateres zukünftigem König sein wird...

Cover Finnikin II englisch

Nachdem mir der zeitgenössische Roman (On the) Jellicoe Road von Melina Marchetta so außerordentlich gut gefallen hat, war ich gespannt, ob die Autorin mich mit Finnikin of the Rock / Winterlicht, dem ersten Band ihrer Fantasyreihe um das Land Lumatere, ebenso verzaubern kann. Und tatsächlich hat mich Melina Marchetta nicht enttäuscht. Auch wenn das Genre anders ist und der Stil entsprechend einem High Fantasy-Werk ist, ist Finnikin of the Rock / Winterlicht ein einziger Genuss. Die Geschichte von Finnikin und Evanjalin deckt die ganze Bandbreite einer spannenden Romanze ab: sie ist süß, traurig, atemberaubend, spannend und mit dem ein oder anderen Twist versehen. Natürlich geht es nicht nur um ihre Zuneigung zueinander, sondern auch um das Reich Lumatere. Hier sollte man Finnikin of the Rock / Winterlicht - wie jedem guten High Fantasy-Buch - ein wenig Zeit geben, um die Zusammenhänge zu erfassen und richtig in den Fluss der Geschichte einzutauchen. Wenn das erst mal gelungen ist, wird Finnikin of the Rock / Winterlicht schnell extrem spannend.

Interessant ist auch, dass man den Protagonisten des zweiten Bandes der The Lumatere Chronicles-Reihe hier schon kennenlernt. Froi ist zunächst kein bisschen nett oder sympathisch - im Gegenteil, er benimmt sich wie ein Tier. Dennoch schafft es die Autorin ihn vom unmöglichen Arschloch, dem man die Pest an den Hals wünscht, zu einem Protagonisten zu machen, für den man erst Bedauern empfindet, dann Mitgefühl aufbaut und letztlich seine Handlungen nachvollziehen kann. Tatsächlich bin ich schon sehr gespannt darauf, ob Froi das Exil endgültig hinter sich lassen kann und zu einem wirklichen Lumaterian wird.

Cover Winterlicht deutsch

Der Schreibstil von Melina Marchetta ist wieder ganz wunderbar. In Finnikin of the Rock / Winterlicht gibt es natürlich auch einige ehrwürdige Teile, die perfekt zu einem solch fantastischen Werk passen und die sich somit deutlich von der modernen Sprache von (On the) Jellicoe Road unterscheiden. Dennoch ist die Sprache vielfältig und melodiös und damit ebenso fesselnd wie der Handlungsverlauf. Zum Abschluss muss ich noch sagen, dass Finnikin of the Rock / Winterlicht eines der schönsten Buchenden hat, die ich je gelesen habe. Es sind nur acht Wörter in drei Sätzen und natürlich kann ich diese hier jetzt nicht verraten. Doch lasst euch gesagt sein, in dem Moment sitzt man da, seufzt und beendet das Buch mit einem glückseligen Lächeln auf den Lippen. Einfach perfekt.

Fazit: Finnikin of the Rock / Winterlicht ist ein ganz wunderbarer Beginn der The Lumatere Chronicles-Trilogie. Für mich bleibt Melina Marchetta (neben wenigen anderen) meine Entdeckung des Jahres 2013.

Soweit mir bekannt ist, ist nur der erste Band der Reihe auf Deutsch erhältlich. Das Buch ist in sich abgeschlossen, dennoch ist es schade, dass die beiden übrigen Bände nicht auch übersetzt wurden. Ebenso ist mir nicht ganz klar, warum bei dem deutschen Cover Evanjalin zu sehen ist. Der englische Titel ist berechtigt - es wird nämlich in erster Linie Finnikins Geschichte erzählt.

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Cover Eva und die Apfelfrauen deutsch

Eva, Nele, Marion, Julika und Dorothee sind Freundinnen im besten Alter. Eva, mit 42 die Jüngste der fünf Freundinnen, kommt beim Fünfzigsten von Julika eine grandiose Idee. Alle sind sie ohne Mann und bis auf Dorothee auch ohne Kinder. So langsam muss man sich überlegen wie es im Alter wird, so ganz alleine.
Warum also keine WG? Nach kurzem Zögern sind alle Feuer und Flamme. Es fehlt nur der richtige Wohnraum. Jede von Ihnen hat eine Wohnung, aber keine Platz um alle bei sich aufzunehmen.

Kurzerhand schalten Sie eine Anzeige. Fünf Frauen auf der Suche nach dem perfekten Haus für die Zukunft.
Doch was sie als Antworten bekommen, ernüchtert alle. Dubiose Immobilienhaie glauben an leichtgläubige Frauen geraten zu sein, junge Frauen glauben die perfekte Lösung für ihre Kinder in einem Haufen Großmütter zu sehen und Männer mit Druck in der Lendengegend hoffen auf Erleichterung.
So haben sie sich das nicht vorgestellt. Die Monate vergehen und nur das Schreiben eines Journalisten scheint seriös zu sein. Er hat von den fünf Damen gehört und möchte gern einen Artikel über sie veröffentlichen. Sie einigen sich darauf es zu versuchen - zu verlieren haben sie ja nichts.

Dann passiert das Unfassbare. Ein Rechtsanwalt meldet sich bei Ihnen und bittet sie zu einem Termin. Eine Frau Anna Staudenroos habe von Ihnen gehört und ihnen ihr Haus samt Grundstück vererbt. Ein großes Anwesen mit einem wunderschönen Apfelgarten in Wannsee - in Wannsee in er Mark. Das sitzt. Einzig Eva und Dorothee können sich mit dem Gedanken anfreunden eine Weile aus Berlin herauszukommen. Nach einigem Zureden stimmen alle überein sich das Haus wenigstens anzusehen.
Anna Staudenroos hat eine Bedingung an ihr Erbe geknüpft. Alle fünf Frauen müssen in diesem Haus wohnen und das wenigstens bis nach der Apfelernte. Erst dann gehört das Haus rechtmäßig den Freundinnen. Sollten sie es nicht schaffen, soll das Haus versteigert und das Geld einem guten Zweck zugeschrieben werden.

Also fahren die Frauen nach Wannsee und verlieben sich beinahe augenblicklich in das Stück Land. Gemeinsam treten sie das Erbe an - doch keiner konnte ahnen was das für sie bedeuten würde. Nun müssen sie zusammen halten und sich durchbeißen. Aber hält ihre Freundschaft das aus?

Eva und die Apfelfrauen von Tania Krätschmar hat mich sofort ins einen Bann gezogen. Die Autorin schreibt mit Witz und Herz und schafft es ihre Figuren wunderbar realistisch darzustellen. Jede der fünf Freundinnen hat eine starke und eine schwache Seite, aber nur zusammen ergeben sie ein Ganzes. Die Hauptperson ist allerdings Eva, sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.
Natürlich ist es nicht leicht für fünf Stadtkinder von jetzt auf gleich Landeier zu werden, doch gemeinsam meistern sie so manche Hürde und es macht wirklich Freude sie dabei zu begleiten.

Natürlich gibt es neben dem großen Thema Freundschaft auch noch etwas Platz für die Liebe. Ich habe relativ schnell gemerkt worauf es hinauslaufen wird und habe mich regelrecht darauf gefreut.
Man merkt, dass sich die Autorin mit dem Landleben auskennt. Sie gibt dem Leser genug Wissen mit auf dem Weg durch das Buch, überfordert ihn aber dabei nicht.

Dank diesem Buch möchte ich nun mehr denn je einen eigenen kleinen Garten haben und hoffe, dass ich nicht nur davon träumen kann.

Einen lieben Dank an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Cover Night Owl Englisch

Night Owl ist nur für Leser über 18 Jahren geeignet.

Eigentlich hat alles ganz harmlos angefangen: Als die 27-jährige Hannah online nach einem Schreibpartner gesucht hat, mit dem sie zusammen an einem Fantasyroman arbeiten kann, stößt sie auf Night Owl aka Matt. Er ist zwar ein etwas komischer Kautz, der jede Menge Bedingungen stellt und auf gar keinen Fall irgendwelche persönlichen Details austauschen will, doch was das Schreiben angeht klicken die beiden sofort. Ihr Geschichte schreibt sich wie von selbst. Ein Erfolgserlebnis kann Hannah gerade auch wirklich gut gebrauchen. Ihr Job bei einer Bank ist alles andere als erfüllend und die Beziehung zu ihrem Loser von Freund hat ebenfalls keine Zukunftsaussichten. Hannah ist mehr als bereit, etwas an ihrem Leben zu ändern.

Das wird schneller passieren als geahnt. Denn hinter Matt versteckt sich niemand anderes als der weltweit gefeierte Schriftsteller M. Pierce. Doch seine Identität will Matt um jeden Preis geheim halten, weswegen er Hannah so wenig wie möglich von sich erzählt. Womit er aber nicht gerechnet hat ist, wie sehr ihm seine junge Schreibpartnerin unter die Haut geht, besonders nach einem ebenso unerwartetem wie erotischen Chatgespräch...

Danach bekommen Hannah und Matt sich gegenseitig nicht mehr aus dem Kopf und es dauert nicht lange, bis sie auch im echten Leben aufeinander treffen. Doch bis dahin hat sich Matt bereits in einem Netz aus Lügen verfangen, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Denn er hat Hannah nicht nur seinen Beruf verschwiegen, sondern auch die Beziehung zu einer anderen Frau, die er seit zwei Jahren führt...

Das ist mir noch nie passiert: Ich fange an, eine Rezension zu schreiben, und habe keine Ahnung, wie ich dieses Buch am Ende bewerten werde. Denn wie ich es drehe und wende, irgendwie weiß ich immer noch nicht, was ich von Night Owl von M. Pierce halten soll.
Die Charaktere sind eigentlich erst mal ganz interessant. Hannah ist lustig und nett und - abgesehen von ihrer ehemaligen, etwas nerdigen Gamer-Natur - eigentlich eine ganz normale junge Frau. Wirklich interessant wird es erst, wenn Matt ins Spiel kommt. Er wiederum ist alles andere als normal, sondern ein wandelnder Widerspruch in sich. Er sieht unglaublich gut aus, geht aber nur sehr ungern nach draußen. Er strotzt vor Selbstbewusstsein im Bett, unter Menschen kann er seinem Gegenüber aber kaum in die Augen schauen. Er ist dominant, braucht aber auch immer irgendwie jemanden, der auf ihn aufpasst. All das macht ihn zu einem wirklich interessanten Charakter, über den ich sehr gerne gelesen habe. Und das will wirklich etwas heißen, denn über weite Teile des Buches ist er ein echtes Arschloch. Er betrügt seine Freundin nach Strich und Faden und auch seine zunächst eher mäßigen Gewissensbisse machen das nicht besser. Auch Hannah erzählt er eine Lüge nach der anderen. Es ist allerdings natürlich nur eine Frage der Zeit, bis ihm seine Lügen ordentlich in den Hintern treten. Tatsächlich habe ich erst dann angefangen, ihn als Charakter wirklich zu mögen.
Die Geschichte selbst ist ebenfalls erst einmal ein bisschen merkwürdig. Die Dinge zwischen Hannah und Matt entwickeln sich sehr schnell und schon bald gehen sie richtig zur Sache. M. Pierce nimmt da kein Blatt vor den Mund. Matt ist dominant und sowohl er als auch Hannah stehen auf ziemlich schmutzigen (und etwas erniedrigenden) Dirty Talk. Für mich war das alles ein bisschen übertrieben, aber dennoch unterhaltsam, weswegen ich drüber problemlos hinwegschauen konnte. Als Matts Kartenhaus schließlich zusammenbricht, ändert sich auch der Ton der Geschichte und wird viel ernsthafter. Das war zwar auf jeden Fall unterhaltsam, ist aber ein wenig in altbekannte Klischees abgedriftet und hat nicht wirklich etwas Neues geboten.

Deswegen hat sich meine anfängliche Begeisterung langsam aber sicher ein wenig abgeschwächt, bis Night Owl zwar immer noch ein gutes Buch war, aber eben auch nichts Besonderes. Tja, und dann kam der Epilog, mit dem sich noch einmal alles geändert hat. Ich kann mich nicht erinnern, wann mich das letzte Mal eine Wendung so aus dem Nichts erwischt hat. Leider kann ich aber immer noch nicht sagen, ob ich diese Wendung nun gut oder schlecht fand. Das hängt vermutlich stark davon ab, wie M. Pierce mit ihrer Geschichte in der Fortsetzung Last Light weiter verfährt.
So oder so wird Night Owl allerdings definitiv im Gedächtnis bleiben, auch wenn ich immer noch nicht sicher bin ob auf positive oder negative Weise. Das wird vermutlich sowieso jeder anders sehen. Den zweiten Band der The Night Owl Trilogy, der im Sommer 2014 erscheint, werde ich allerdings mit ziemlicher Sicherheit auch lesen - dafür bin ich nun viel zu neugierig.

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Cover Ashes to Ashes Englisch

Enthält Spoiler für die restlichen Bücher der Experiment in Terror-Reihe.

Zum ersten Mal seit langer Zeit geht es Perry Palomino richtig gut. Ihre Beziehung zu Dex ist besser, als sie es sich je erträumt hat, ihre gemeinsame Show Experiment in Terror wird immer erfolgreicher und mit Rebecca als neuestes Team-Mitglied arbeitet sie auch noch mit ihrer engsten Freundin zusammen. Das Einzige, das auf Perry lastet, ist die Funkstille zwischen ihr und ihrer Familie. Denn, abgesehen von Ada, hat sie kaum noch Kontakt zu ihnen.
Doch das könnte sich bald ändern. Dex hat einen Fall für die Sendung, der sie an die Küste von Oregon führt - ganz in die Nähe von Perrys Eltern. Sie weiß, dass es an der Zeit für eine Versöhnung ist, auch wenn sie ein ungutes Gefühl dabei hat. Zu allem Überfluss warnt sie sogar Pippa in einem Traum davor, zu ihren Eltern zu gehen. Doch Perry kann es nicht länger aufschieben.
Zuerst muss sich das Trio allerdings um die nächste Episode kümmern: Sie wollen eine Schule besuchen, die früher ein Sanatorium für an Tuberkulose erkrankte Kinder war, und in der gleich mehrere Personen immer wieder von merkwürdigen Vorfällen berichtet haben. Komische Geräusche, flüsternde Stimmen, geisterhafte Erscheinungen... Schon nach kurzer Zeit finden sie heraus, dass nur wenigen Kindern dort wirklich geholfen wurde. Die meisten von ihnen sind gestorben - und nur wenige von ihnen auf natürlichem Weg. Doch nicht alle Kinder sind danach von dem Anwesen verschwunden. Einige sind immer noch da... und sie wollen jemanden zum spielen...

Gleich von Anfang an merkt man, dass an Ashes to Ashes von Karina Halle irgendetwas anders ist. Langsam aber sicher nähern wir uns dem Ende der Experiment in Terror-Reihe (an dieser Stelle muss ich mal kurz in Tränen ausbrechen :?/ ), doch es wird sofort klar, dass die Autorin noch lange nicht fertig mit ihren Charakteren ist und noch Einiges für sie und uns auf Lager hat.
Das wird auch Perry spätestens ab dem Zeitpunkt bewusst, an dem Pippa wieder verstärkt in ihren Träumen auftaucht. Irgendetwas tut sich in der Welt der Dämonen. Doch leider weiß Pippa auch nicht mehr, außer dass etwas Großes bevorsteht und Perry und Dex eine zentrale Rolle darin spielen. Von Beginn an spürt man dadurch die unterschwellige Bedrohung und man fühlt sich fast schon paranoid bei den überall lauernden Gefahren. Gerade das schafft aber genau die intensive und unter die Haut gehende Stimmung, die ich an dieser Reihe so liebe.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das schon öfter gesagt habe, aber Ashes to Ashes ist definitiv eines der gruseligste Bücher in dieser Reihe. Das liegt unter anderem an dem realistischen Hintergrund. Denn auch wenn das Sea Crest Sanatorium fiktiv ist, gibt es reale Orte mit einer ähnlich traurigen Geschichte (z.B. das Waverly Hills Sanatorium). Es wurden fragwürdige Operationen an den kranken Kindern durchgeführt und mit der ständig wachsenden Masse an Neuerkrankungen wurden Platz und angemessene Pflege für die Patienten schnell Mangelware... Doch nicht nur der Schauplatz, auch die Geschichte selbst und natürlich die Kreaturen, die es alle kaum zu erwarten scheinen können, bis sie Perry in ihre Klauen bekommen, sind in diesem Buch noch erschreckender und angsteinflößender, als in Karina Halles anderen Romanen. Ich habe mich gleich zwei Mal dabei erwischt, wie ich eine Pause einlegen musste, bevor ich eine besonders gruselige Szene beenden konnte. Macht euch also auf Einiges gefasst.

Cover Ashes to Ashes UK

Das absolute Highlight sind aber natürlich Dex und Perry. Lange Zeit haben wir darauf gewartet und nun sind sie endlich ein richtiges, echtes Paar, das sich gemeinsam eine Zukunft aufbauen will. Wer allerdings befürchtet, dass es langweilig zwischen den beiden werden könnte, den kann ich beruhigen: Die Chemie zwischen den beiden stimmt nach wie vor und jede einzelne Szene mit Dex und Perry ist ein Genuss. Dex Mundwerk ist wie immer nicht zu schlagen und er liefert uns und Perry gleich mehrere Gelegenheiten, bei denen wir entweder lachen, schmachten oder knallrot werden müssen. Doch auch Perry hat einige tolle Momente und man merkt, dass sie reifer und selbstbewusster geworden ist. Diese beiden sind einfach wundervoll zusammen und gehören an die Spitze der Liste meiner absoluten Lieblingspaare.

Ashes to Ashes ist also alles, was ich mir erhofft hatte, und bietet die perfekte Vorbereitung auf Dust to Dust, dem allerletzten Band der Experiment in Terror-Reihe von Karina Halle. Es ist nicht nur extrem spannend, sondern stellt auch einen neuen und sehr wichtigen Charakter vor, auf den der Leser schon lange gewartet hat. Wenn Ashes to Ashes die Einstimmung auf das Finale dieser Reihe ist, dann können wir uns darauf verlassen, dass das letzte Buch, das im Frühjahr 2014 erscheint, die absolute Krönung dieser außergewöhnlichen Reihe sein wird.

Eigentlich bin kein großer Fan von Trailern, aber dieser ist einfach wunderschön - vor allem mit Sia als musikalischer Untermalung:

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Cover Remember when III englisch

Als Trip Layla anruft, weil er sie wirklich dringend braucht, sind fünf Jahre vergangen. Fünf Jahre in denen sich jeder mit den Ereignissen in New York auseinander setzen musste. Layla ist zurück in ihrer Heimatstadt Norman in New Jersey gezogen und hat sich eine Karriere als Schriftstellerin aufgebaut. Trip hat über die Jahre die Klatschpresse unterhalten: Zu viel Alkohol, dann die Trennung von seiner Verlobten und ein ausgedehnter Entzug. Inzwischen macht er nur noch durch seine Filme oder die wechselnden Frauen an seiner Seite auf sich aufmerksam. Auch wenn Layla solche Bilder immer noch ans Herz gehen, ist sie dennoch relativ zufrieden mit ihrem Leben. Die erste Zeit nach ihrem damaligen Bruch war allerdings für beide schrecklich und schmerzhaft.

Nun sehen sie sich Lyla und Trip also wieder und es ist, als wären sie nie getrennt gewesen. Layla steht ihrem Trip natürlich bei, wenn sie gefragt und gebraucht wird. Beide sehen sich in die Augen und die alte Leidenschaft entflammt ebenso wie der Wunsch, ihre innige Liebe zueinander endlich zu teilen. Und so wagen sie einen Neuanfang. Dieses Mal zusammen und mit dem Ansinnen, offen und ehrlich zueinander zu sein. Zunächst geht auch alles gut und die beiden verbringen eine schöne Zeit in Norman. Sie schaffen es sogar, die längst überfällige Aussprache gut hinter sich zu bringen. Dann lädt Trip Layla zu sich nach Los Angeles ein und Layla kann sich selbst ein Bild davon machen, was so dran ist an dem Zauber von Hollywood. Doch leider ist nicht alles Gold was glänzt und der Ruhm hat ganz schöne Schattenseiten. Die Frage ist, haben Layla und Trip genug vertrauen ineinander und in ihre Liebe, um dem Stand zu halten?

Remember when three - The Finale ist ein schöner Abschluss der Remember Trilogy. Allerdings war es mir insgesamt doch etwas zu zuckersüß. Jahrelang haben sich Layla und Trip nicht gesehen und dann sinken sie sich mehr oder weniger unmittelbar in die Arme. Klar bleiben auch nach ihrer Aussprache Probleme bestehen, aber insgesamt erschien mir das alles zu arg forciert und deutlich stärker aufgesetzt als in den beiden Vorgängerbänden.
Zum Glück ist der Humor von T. Torrest immer noch sehr deutlich spürbar und besonders am Anfang hatte ich viel Spaß an Laylas witzigen Bemerkungen. Hinzu kommt die erotische Komponente, die Layla und Trip bisher nur selten ausleben konnten. Hier ist dem nicht so und zwischendurch geht es ganz schön heiß her.

Nichtsdestotrotz fand ich die Probleme der beiden ziemlich normal. Klar hat nicht jeder mit Starruhm oder Bildern von sich in Klatschmagazinen zu kämpfen, doch die Probleme, die sich daraus ergeben, sind ganz normale Paarprobleme. Da braucht es Ausdauer, Mut, Offenheit und Zuneigung zueinander, um solche Hürden zu bewältigen. Ein wenig Kampfeswille kann auch nicht schaden. Natürlich verfügen Layla und Trip über diese Eigenschaften - sie müssen teilweise nur herausgekitzelt werden. Insgesamt fand ich den Weg dahin aber nicht so weltbewegend oder einzigartig.
Vielleicht hätte ich noch deutlich mehr Freude an Remember when three - The Finale gehabt, wenn die Annäherung der beiden nicht ganz so schnell vonstattengegangen wäre? Oder wenn noch mal wirklich schwarze Wolken über dem Paradies aufgezogen wären? Oder wenn zur Erheiterung noch mehr Reminiszenzen an ihre High School-Zeit lesbar gewesen wären? Ich kann gar nicht so genau sagen, woran es lag, doch insgesamt war mir dieses Buch zu beliebig. Die Einzigartigkeit der Vorgängerbände Remember when und Remember when two - The Sequel hat mir hier eindeutig gefehlt.

Dennoch freue ich mich, dass die Remember Trilogy um Layla und Trip zu einem schönen Ende gefunden hat. Verdient haben es die sympathischen Protagonisten von T. Torrest alle mal. Insgesamt eine sehr lesenswerte und charmante Reihe.

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