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Cover Knowing Jack Englisch

Die 20-jährige Chloe hat sich immer bemüht, es allen Recht zu machen. Sie studiert Kunst an einer Privatuniversität und hat immer gute Noten. Sie hat ihren Eltern nie Kummer bereitet, hatte nie Ärger mit der Polizei, Drogen oder Alkohol. Eigentlich ist sie ein ziemlich braves Mädchen. Zumindest bis an die Öffentlichkeit dringt, dass sie drei Monate lang mit Dr. Carter Ames, einem ihrer Professoren, geschlafen hat. Der hat daraufhin seinen Job verloren. Doch da er bei allen sehr beliebt war, lassen die gesamte Studentenschaft und auch einige der Lehrer ihren Unmut an Chloe aus. Schließlich würde nur eine absolut scheinheilige Schlampe jedem das perfekte Mädchen vorgaukeln, aber hintenherum mit ihrem Lehrer schlafen.
Dass Chloe ernsthaft an Carter gehangen und er ihr das Herz gebrochen hat, als er sich von ihr getrennt hat, scheint niemanden zu interessieren. Chloe hat sich bereits damit abgefunden, dass ihr Senior Jahr wohl alles andere als angenehm werden wird. Doch als sie sogar eine Morddrohung wegen ihrer Affäre bekommt, kriegen es ihre Eltern mit der Angst zu tun - und heuern einen Bodyguard an.
Diese zusätzliche Aufmerksamkeit ist das Letzte, was Chloe möchte. Besonders, als sie ihren Bodyguard kennenlernt: Jack ist 26, dunkel, gefährlich, unglaublich attraktiv und kann gar nicht anders, als aus der Masse der Studenten stechen. Außerdem macht er Chloe rasend – manchmal aus Anziehung, doch meist aus schierer Wut, denn mit seiner dominanten Art kommt sie gar nicht zurecht. Doch sie muss sich auch eingestehen, dass sie und Jack irgendetwas verbindet. Dumm nur, dass Jack genauso wie Carter absolut tabu für sie sein sollte...

Doch wie der Leser in Knowing Jack von Rachel Curtis sehr schnell herausfinden wird, ist Chloe nicht nur jemand, dem es sehr wichtig ist, was andere von ihr halten, sie ist auch extrem dickköpfig. Wenn ihr jemand sagt, sie kann etwas nicht tun, kann man sich sicher sein, dass sie es rein aus Prinzip trotzdem versuchen wird (merkt euch diesen Teil, darauf werde ich nämlich später zurückkommen). Wenn man bedenkt, wie unangebracht ihre Beziehung zu ihrem Professor war, dann ist ihr Interesse an Jack ja doch ein wenig angemessener. Sollte man zumindest meinen, Jack selbst sieht das allerdings völlig anders. Er ist sich seiner Verantwortung bewusst und hat in seinem Job bereits einiges mitgemacht. Er weiß, dass es nicht gutgehen kann, Arbeit und Vergnügen miteinander zu vermischen. So kommt es, dass sich zwischen Chloe und Jack sehr bald eine Hassliebe entwickelt. Denn obwohl sich beide wollen, sollten sie sich aus verschiedenen Gründen auf Abstand halten und das sorgt natürlich immer wieder für Reibungen.
Jack und Chloe sind schon nicht gerade die einfachsten Charaktere und es ist ein ziemliches hin und her mit diesen beiden. Mal gibt Jack seiner Leidenschaft nach, dann ist er wieder hart und abweisend. Im nächsten Moment kann er aber schon wieder zum besitzergreifenden Höhlenmenschen mutieren (das tut er übrigens ziemlich oft. Wer keine Alphamännchen mag, wird vermutlich keine Freude an Jack haben). Es ist also kein Wunder, dass Chloe manchmal ziemlich zickig wird und ihm aus Prinzip nicht gehorcht. Doch Rachel Curtis hat die Sturköpfigkeit ihrer Hauptfigur ganz schön übertrieben. Denn oftmals handelt Chloe dabei einfach nur dämlich. Z.B. macht sie eigentlich gerade ein selbstauferlegtes "Männerfasten". Nach dem Drama mit Carter im letzten Jahr eigentlich eine gute Idee. Doch ihren Vorsätzen kommt ziemlich schnell Jack in die Quere - allerdings bleibt es nicht nur bei ihm. Denn rein um Jack in einer ihrer eher frostigen Phasen eins auszuwischen, fängt sie auch noch etwas mit einem anderen jungen Mann an. Ehrlich gesagt hat mir das Chloe als Charakter ziemlich vermiest. Das war einfach zu biestig und schlicht bösartig.

Die eigentliche Geschichte war...okay. Nichts besonderes, aber auch nicht so übertrieben, wie manch anderer New Adult Roman. Das Ende sah zwischenzeitlich mal ziemlich langweilig und ein wenig zu einfach gestrickt aus. Dann kam allerdings der Epilog. Es gibt zwar keinen wirklichen Cliffhanger, aber dennoch einen kleinen Seitenhieb, der mir kurz mal die Sprache verschlagen hat. Momentan gibt es noch keine Informationen zu einer Fortsetzung von Knowing Jack von Rachel Curtis. Doch wenn ich an das Ende denke, dann ist es fast unmöglich, dass es keinen zweiten Teil geben wird - und den werde ich auch garantiert lesen.

Knowing Jack erscheint am 17. Januar 2014.

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Cover Static Englisch

Damon und Alex sind seit zwei Jahren ein Paar. Zwar ist es nicht immer ganz leicht mit Alex, denn sie hat immer wieder Phasen, in denen sie unter schrecklichen Depressionen leidet, die sie nur mit Alkoholexzessen überwinden kann. Insgesamt waren die letzten beiden Jahre mit ihr aber die glücklichste Zeit in Damons Leben. Dafür nimmt er ihre depressiven Phasen, in die sie meist dann verfällt, wenn sie Kontakt mit ihrer ultra-religiösen Familie hatte, gerne in Kauf.
Gerade stand wieder einer dieser verhassten Familienbesuche für Alex an, doch der ist mittlerweile zwei Tage her und Damon hat seitdem nichts von ihr gehört. Sie meldet sich nicht und reagiert nicht auf seine Anrufe. Langsam macht Damon sich Sorgen und so kommt es, dass er kurze Zeit später vor Alex Haus steht, um nach ihr zu sehen. Doch als die Tür aufgeht, steht nicht etwa Alex vor ihm, sondern ein fremder Mann. Damon kann es nicht glaube, dass Alex ihm das antun würde, aber es sieht ganz so aus, als würde sie ihn betrügen.
Doch als er sich etwas beruhigt hat und den Fremden zu Wort kommen lässt der da vor ihm steht, kommt es noch schlimmer: Denn dieser Mann IST Alex. Alex ist ein Shifter, ein Mensch, der auf Wunsch zwischen beiden Geschlechtern hin und her springen kann. Doch dank einer illegalen Operation, die ihre Eltern ihr aufgezwungen haben, steckt sie nun in diesem Körper fest - wenn es nach ihnen geht für immer.
Damon weiß nicht, wo ihm der Kopf steht. Er liebt Alex - als Frau. Doch er ist durch und durch heterosexuell. Wie kann es mit ihm und Alex weiter gehen? Denn selbst wenn er wieder shiften kann, ist er auch ein Mann. Das ist aber eigentlich erst einmal alles nebensächlich, denn Alex möchte die Operation unbedingt umkehren - auch, wenn es ihn sein Leben kosten könnte.

Nachdem L.A. Witts Static bereits 2012 und 2013 gleich mehrere Preise gewinnen konnte, hatte es schon vor längerer Zeit meine Aufmerksamkeit geweckt. Und tatsächlich ist die Geschichte wirklich äußerst interessant und ungewöhnlich. Leider wollte mir die Ausführung nicht ganz so gut gefallen. Aber erst mal von vorne:
Die Geschichte ist sowohl aus Damons, als auch Alex Sicht geschrieben und der Leser wird sofort mitten ins Geschehen geworfen. Gleich nach wenigen Seiten steht Damon vor Alex Tür und das Unglück nimmt seinen Lauf. Es ist sehr spannend zu lesen, wie Alex in diese Situation gekommen ist und auch von seinem Leben als Shifter zu erfahren. Denn das ist alles andere als einfach. Die Gesellschaft ist geteilter Meinung und viele sehen sie als Anomalie an. So auch Alex eigene Eltern, die seinen Zustand als Strafe Gottes betrachten. Große Teile der Geschichte handeln von der Reaktion von Alex Umfeld, die ihn bisher nur als Frau kannten. Natürlich ist aber Damons Reaktion die einzige, die für Alex wirklich wichtig ist. Er ist es auch, mit dem sich der Leser vermutlich am einfachsten identifizieren kann. Er weiß zwar von Shiftern und ist sogar mit einigen befreundet, hätte aber nie gedacht, dass seine Freundin ebenfalls eine sein könnte. Dementsprechend große Probleme hat er auch, seine, aber auch Alex Sexualität mit der neuen Situation zu vereinbaren.

Cover Static Englisch alt

Doch so interessant die Geschichte auch ist, leider ist sie stellenweise ziemlich langatmig. Wenn erst einmal alle Karten auf dem Tisch sind und auch der Leser über die Shifter informiert ist, stagniert die Geschichte. Es geht nur noch sehr langsam voran und viele Gespräche wiederholen sich bzw. entwickeln sich fast quälend langsam. Dieses zähe Tempo setzt leider bis zum Ende der Geschichte durch und hat mir viel Lesefreude genommen.
Auch vom Ende selbst habe ich mir mehr erwartet. Zwar ist es eine gute und auch passende Weise Damons und Alex Geschichte zu beenden, allerdings hat L.A. Witt von allen Möglichkeiten - und da hätte es einige gegeben - die einfachste und in meinen Augen auch langweiligste gewählt.

Dennoch ist Static von L.A. Witt ein lesenswertes Buch. Zwar kann nichts die Strecken aufwiegen, die es leider nun mal gibt, die Geschichte selbst ist aber dennoch so interessant, spannend und vor allem emotional, dass es sich doch lohnt. Und auch wenn ich mir von dem Ende mehr erwartet habe, war es ein schöner Punkt, sich von den Charakteren zu verabschieden und man kann mit einem guten Gefühl das Buch zuschlagen.

Static erschien bereits 2011. Ab dem 20. Januar 2014 ist nun die Neuauflage erhältlich.

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Cover Allegiant englisch II

Enthält Spoiler zu Divergent / Die Bestimmung und Insurgent / Tödliche Wahrheit.

Tris und Four wollen den Hinweisen von Tris Ahnin auf den Grund gehen. Sie wollen Chicago verlassen. Doch Fours Mutter Evelyn, die mit den Fraktionslosen die Macht übernommen hat, hat etwas dagegen und versucht, die kleine Gruppe an Unbestimmten (Divergent) aufzuhalten. Dennoch schaffen es Tris und Four mehr oder weniger Wohlbehalten in die Außenwelt und dürfen sich dort auf einige unangenehme Wahrheiten gefasst machen: Chicago ist eine von mehreren Städten, die als Versuchspool benutzt wurden. Das Experiment in Chicago gilt durch die sich häufenden Gewaltausübungen als gescheitert - die Stadt mit ihren Bewohnern soll eliminiert werden. Die Divergent (Unbestimmten) sind die erstrebenswerte Lebensform. Ihre Genkombinationen gelten als hochwertig, Personen, die diese nicht haben, gelten als Minderwert. Sprich: Tris und Four sind in einem sich wiederholendem Alptraum gelandet und wollen alles tun, um ihre zurückgelassenen Freunde und Familienmitglieder zu schützen und zu retten. Koste es, was es wollen...

Wie so viele, hatte ich mich total auf das Erscheinen von Allegiant / Letzte Entscheidung gefreut. Wie so viele bin ich sehr enttäuscht worden. Weil ich so enttäuscht war, habe ich die Rezension lange vor mir her geschoben. Mit dem Effekt, dass die Enttäuschung nur immer größer und größer wurde und meine Bewertung des Buches immer schlechter und schlechter. Es hilft alles nichts, deshalb hier der Versuch, ein wenig Ordnung in meine Kritikpunkte zu diesem Abschlussband der Divergent Trilogy-Reihe zu bringen:

Die Perspektiven
Allegiant / Letzte Entscheidung wird aus der Perspektive von Tris und Four erzählt. An sich sollte das ein Garant dafür sein, dass das Buch spannend und unterhaltsam ist. Leider sind sich die beiden Erzählstimmen aber so ähnlich, dass man ohne die Kapitelüberschriften, in denen der jeweilige Erzähler genannt wird, verloren wäre. Wie kann es bitteschön sein, dass ein Mann und eine Frau so gleich klingen? Klar, die zwei haben viel gemeinsam mit ihrem Wechsel von Abnegation zu Dauntless, aber insbesondere Fours eher lamentierende Stimme war wirklich schwer zu ertragen.

Der Handlungsverlauf
Es dauert mehr als zwei Drittel des Buches, bis die Handlung mal ansatzweise in Schwung kommt. Dann geht es ratzfatz und die Geschichte läuft in demselben Muster ab, wie auch schon die Enden von Divergent / Die Bestimmung und Insurgent / Tödliche Wahrheit. Wenn so rückblickend drüber nachdenke, macht es das ganze Buch einfach nur langweilig und lahm.

Cover Allegiant englisch I

Die Auflösung
Ich fand, dass die Auflösung bezüglich der Divergent, der Allegiant, der verschiedenen Experimente und besonders im Hinblick auf die Seren sehr konstruiert erschien und an den Haaren herbeigezogen wirkte. So als hätte Veronica Roth ein Puzzle an Handlungskärtchen vor sich liegen gehabt und so lange Erklärungen und Erläuterungen ersonnen, bis alles so ansatzweise passt. Leider sind dabei der Schreibstil und die Spannung zu kurz gekommen.

Der große Knall - OHNE Spoiler
Eigentlich ist das Event, was ich hier als großen Knall bezeichne mutig und eines der wenigen Dinge, die mir an Allegiant / Letzte Entscheidung tatsächlich gefallen haben. Zumindest die Tatsache, dass es zu diesem großen Knall kommen musste. Dummerweise war das wie und weshalb aber weniger überzeugend. Es kam total plötzlich und wurde auch nicht lange ausgewalzt. Mit dem Effekt, dass es irgendwie unnötig wirkte und mich emotional nicht besonders packen konnte. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht die Absicht der Autorin war.

Der Schreibstil
Ich hatte mich schon darüber beschwert, dass Allegiant / Letzte Entscheidung nicht besonders spannend war und auch die beiden Erzählperspektiven daran wenig ändern konnten. Insgesamt war der Schreibstil von Allegiant / Letzte Entscheidung gar nicht schlecht. Doch leider war er auch nicht so gut, wie in den beiden Vorgängern. Ich weiß nicht, woran es lag, aber Veronica Roth konnte mich mit ihrem Stil hier weder zum Mitfiebern bewegen noch konnte ich das Buch wirklich genießen.

Fazit: Ein Reihenabschluss, der wirklich schwer enttäuscht hat. Am besten lest ihr ihr Allegiant / Letzte Entscheidung selbst und beurteilt dann, ob diese Rezension zu harsch war.

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Cover Lilienträume deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der The Inn at Boonsboro Trilogy / Blüten-Trilogie The Next Always / Rosenzauber.

Owen Montgomery ist hin und weg vom fertigen Hotel. Es sieht wirklich gut aus und die Menschen der Stadt scheinen sich sehr über die Renovierung zu freuen. Nun ist es nicht mehr lang und die ersten Gäste werden in den individuell gestalten Räumen schlafen.
Aber die Arbeit hört nicht auf. Neben den letzten Feinheiten am Hotel muss er sich noch um das Haus für seinen Bruder Beckett kümmern. Schon bald klingeln für ihn und Clara die Hochzeitsglocken und dann soll die Familie in das fertige Haus ziehen.

Avery MacTavish hat ebenfalls alle Hände voll zu tun. Ihre Pizzeria läuft gut und nun ist das Hotel fertig. Die Gäste werden sicherlich auch ihren Laden besuchen und so steht sie schon jetzt unter Strom.
Während ihr Privatleben das reinste Chaos ist, behält sie in geschäftlichen Dingen die Dinge im Auge. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sie einen Plan fasst. Schon seit zwei Jahren beschäftigt sie sich mit dem Gedanken, aber was werden die Montgomerys dazu sagen? Trauen sie ihr das zu? Schließlich steht sie so schon sieben Tage die Woche in der Küche und schuftet.
Aber Avery glaubt fest an sich und als es dann zur familiären Einweihung des Hotels kommt, packt sie ihre Karten auf den Tisch: Sie möchte ein weiteres Restaurant eröffnen. Direkt neben dem Hotel steht ein altes ungenutztes Gebäude und da das Hotel nur über eine Auswahl an kalten Speisen und kleinen Snacks verfügt, wäre es die ideale Ergänzung.

Owen weiß nicht so recht was er von dem Vorschlag mit dem Restaurant halten soll. Er ist hin und hergerissen, denn er sieht wie sich Avery schon in der Pizzeria beinahe totschuftet. Und natürlich hätten sie dann auch weniger Zeit füreinander.
Kurz zuvor haben sie beschlossen zarte Fäden der Leidenschaft zu spinnen. Aber er weiß auch, dass Avery ein ziemlicher Dickschädel ist und wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, setzt sie es für gewöhnlich auch in die Tat um. Ähnlich seiner Mutter Justine.

Eigentlich läuft es gerade ziemlich gut für alle, doch dann benimmt sich Avery merkwürdig. Sie verschiebt ständig ihr nächstes Treffen und geht ihm auch sonst aus dem Weg. Er weiß nicht, dass Avery von ihrer Vergangenheit eingeholt wurde und in Selbstzweifeln ertrinkt.

Cover The Last Boyfriend englisch

Nachdem der erste Band der Reihe ein wenig schleppend anlief, hatte ich hier auf etwas mehr Schwung gehofft. Und den habe ich auch bekommen. Obwohl man nicht sagen kann, dass dieses Buch wahnsinnig spannend und unvorhersehbar ist, macht es Spaß es zu lesen.
Die Liebe zwischen Avery und Owen beginnt schon weit in der Vergangenheit, als beide noch Kinder waren. Schon damals war Avery Owen verfallen und jetzt scheint es, als wenn alles in den richtigen Bahnen läuft.
So gesehen weiß man also was passiert und hat keinen 'Aha'-Moment in diesem Buch. Aber die Art und Weise wie Owen und Avery miteinander umgehen ist wirklich süß. Auf der einen Seite wild und leidenschaftlich und auf der anderen Seite schüchtern und verliebt.

Auch hier gibt es wieder Begegnungen mit dem Hausgeist Lizzy und endlich lernt man etwas mehr über ihre Vergangenheit kennen. Das finde ich sehr schön und denke, es ist ein guter Ausgleich zur Leidenschaft.
Mir hat die Geschichte wirklich rundherum gefallen, warum ziehe ich also einen halben Stern ab?
Ganz einfach - Fehler. Es gibt einfach zu viele Fehler in diesem Buch. Da werden falsche Wörter gesetzt und auch Personen verwechselt. Immer wieder wird Clare - die ja nun glücklich mit Beckett ist - mit Owen in Verbindung gebracht und auch Hope und Avery werden vertauscht. Diese Fehler sind mir besonders zum Ende hin aufgefallen und ich hatte ein wenig das Gefühl, dass Nora Roberts hier zunehmend schludrig wurde.
Ich hoffe nun sehr stark, dass der letzte Band der Reihe wieder besser ist und hier ein Lektorat aufgepasst hat.

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Cover Masquerade Englisch

Enthält leichte Spoiler für Facade / Facade - Bittersüßes Schweigen.

Schon seit langer Zeit hat Maddox nur noch zwei Dinge, an denen ihm wirklich etwas liegt: Seine kleine Schwester Delaney und sein Ziel, eines Tages Tätowierer zu werden. Ansonsten hat er sich und alle anderen im Großen und Ganzen aufgegeben. Seine Eltern können ihm gestohlen bleiben und auch Freunde hat er kaum. Selbst Delaney findet kaum Zugang zu ihm. Auch seine Ausbildung zum Tätowierer macht keine Fortschritte, da er bisher noch in keinem Studio langfristig Glück hatte. Deshalb verdient Maddox sein Geld als Türsteher in einem Club. Das macht es zumindest einfach für ihn, einigermaßen unkompliziert Frauenbekanntschaften für eine Nacht zu machen. Mehr will er gar nicht.
So kommt es auch, dass er eines Nachts Bee kennenlernt...

Bee hatte immer genug Liebe in ihrem Leben. Ihre Eltern würden alles für sie tun und unterstützen sie, wo sie nur können. Doch seit sie als Kind entführt wurde, kann sie damit nicht mehr umgehen. Sie fühlt sich erdrückt von all dieser Liebe und weiß nicht so recht, wie und ob sie diese erwidern kann.
Das Einzige, dass ihr Ruhe und Frieden bringt, ist ihre Leidenschaft zum Tätowieren. Gerade erst hat sie ihr erstes eigenes Studio Masquerade eröffnet und sich damit einen Traum erfüllt.
Für eine Beziehung ist kein Platz in Bees Leben. Die möchte sie aber auch gar nicht. Trotzdem hat sie nichts gegen einen gelegentlichen One Night Stand. Besonders als sie in einem Club den gutaussehenden Maddox kennenlernt, der ihr ziemlich schnell ein eindeutiges Angebot macht.

Eigentlich sollte es das nach dieser einen Nacht zwischen Bee und Maddox gewesen sein. Doch als Maddox sich in einem neuen Tattoo-Studio in der Stadt bewerben will, steht er natürlich ausgerechnet Bee gegenüber.
Beide haben es sich zur Regel gemacht, ihre Bettgeschichten kein zweites Mal zu sehen, doch beide erkennen auch, dass viel vom jeweils anderen in ihnen steckt - und sie vielleicht jemanden gefunden haben, der sie wirklich verstehen könnte.

Im Prinzip kannten wir Maddox Geschichte ja bereits aus Nyrae Dawns letztem Buch der Games-Reihe, Facade / Facade - Bittersüßes Schweigen. Im Vorfeld war ich deswegen ein wenig besorgt, dass Masquerade ein etwas langweilig werden könnte. Meine Sorge hat sich aber glücklicherweise nicht bestätigt. Dafür war alleine Bees Beitrag zur Geschichte schon interessant genug.
Denn Bees Entführung hat ihr wirklich sehr zugesetzt. Allzu viel möchte ich dazu gar nicht sagen. Nur so viel: Es war nicht die schlechte Erfahrung, die man vielleicht erwarten würde. Nein, was ihr zusetzt, ist das, was danach kam; die Rückkehr in ihr altes Leben. Zuneigung, Liebe, Vertrauen. All das sind Dinge, mit denen sie überhaupt nicht umgehen kann und die sie in ihrer Familie und auch bei vielen anderen Leuten zum Außenseiter macht. Aber sie möchte es nicht anders. Zumindest redet sie sich das ein. Obwohl sie manchmal etwas kühl und ziemlich zickig rüberkommen kann, mochte ich Bee beim Lesen doch sehr gerne. Sie weiß ziemlich genau, wo ihre Stärken, Schwächen und Probleme liegen und macht sich und anderen nichts vor. In mancher Hinsicht sind Bee und Maddox sich daher sehr ähnlich. Beide halten die Menschen um sich herum auf Abstand und sind irgendwie verloren. Doch wo Bee vielleicht eher verwirrt ist, ist Maddox wütend. Auf alles und jeden. Denn er kann es nicht an denen auslassen, die es verdient haben. Deswegen ist es mir manchmal ein klein wenig schwer gefallen, mich wirklich in ihn hineinzuversetzen.
Dennoch ist Masquerade eine sehr schöne Geschichte. Vor allem wenn die beiden beginnen, sich langsam aber sicher aneinander an zu nähern. Denn sie ähneln sich nicht nur, was ihre Charaktere angeht, auch ihre Hintergründe haben sie ähnlich belastet. Außerdem verbindet sie die Liebe zu Kunst und Tattoos. Mir hat ihre Geschichte sehr gut gefallen. Vermutlich auch deswegen, weil sie trotz ihrer bewegten Vergangenheit in der Gegenwart ohne große Dramen auskommt. Oder zumindest ohne solche, die sich nicht schon seit dem letzten Buch angekündigt haben. Trotzdem habe ich mich mit Masquerade zu keiner Sekunde gelangweilt. Auch, dass die Paare aus Charade / Charade - Bittersüßes Spiel und Facade / Facade - Bittersüßes Schweigen eine gewisse Rolle spielen, hat mit gut gefallen. Besonders Delaney und Adrian sind sehr präsent und in gewisser Hinsicht ist es genauso ihre Geschichte, wie Bees und Maddox.
Einzig das Ende war mir dann ein klein wenig zu schmalzig. Es ist zwar definitiv schön und hatte seine bewegenden Augenblicke, insgesamt war es mir aber etwas zu gefühlsbetont, wenn man überlegt, wie reserviert Bee und Maddox normalerweise sind.

Fans von Nyrae Dawns Games-Reihe sollten sich davon aber definitiv nicht abschrecken lassen. Es ist eine schöne, traurige und emotionale Geschichte von zwei Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen, die sich aber irgendwie dennoch in einer ähnlichen Situation befinden.
Masquerade erscheint am 7. Januar 2014 in den USA. Bisher habe ich noch keine Informationen über die deutsche Veröffentlichung gefunden. Da der erste Band Charade / Charade - Bittersüßes Spiel aber am 25. Februar 2014 in die deutschen Buchländen kommt, wird vermutlich auch Masquerade irgendwann folgen.

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