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Cover Verrat deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Der verwaiste Thron-Reihe.

Ana Somerstorm ist weiter auf der Flucht vor den Nachtschatten. Doch jetzt ist sie allein. Nachdem sie in einem von Jonans wenigen schwachen Momenten herausbekommen hat, was er ist, haben sich ihre Wege getrennt. Auch wenn Sowohl Ana als auch Jonan wissen, dass sie ohne ihn dem Tode geweiht ist.
Aber Jonan ist auch über den Tod seines Herrn hinaus an seinen Schwur gebunden, Ana zu beschützen. Und so ist es nicht verwunderlich, das Ana sich beobachtet fühlt, während sie allein durch die Wälder reitet.

Gerit hat sich in den Reihen der Nachtschatten einen gewissen Stand errungen und ist ständig in Korvellans Nähe. Auf der Reise von Stadt zu Stadt merkt er, dass er sich wohl fühlt und glücklich dabei ist, mit den Nachtschatten zu reisen.
Da belauscht er ein Gespräch zwischen Korvellan und seiner rechten Hand Schwarzklaue. Offensichtlich ist Korvellan Gerit nicht sehr wichtig, denn Gerit muss mit anhören wie dieser Schwarzklaue gegenüber sagt, dass Gerit keine Bedeutung für ihn hat.
Das schmerzt Gerit, er hatte es sich anders erhofft. Er beginnt zu grübeln und beschließt sein Leben zu ändern.
Als die Nachtschatten sich für die weitere Reise rüsten, bleibt Gerit versteckt zurück. Er wäscht sich den allzu bekannten Geruch seiner Reisegefährten aus den Haaren und beginnt seine Reise nach Norden.

In der Zwischenzeit kehrt Ana in ein Gasthaus ein. Sie ist durchgefroren und nass bis auf die Knochen. Das Gasthaus liegt mitten in den Wäldern und bietet ihr ein warmes Essen und etwas Gesellschaft. Hier erfährt sie vom Tode Rickards und all ihre Hoffnung sinkt. Doch sie darf nicht aufgeben. Ihr Ziel ist weiterhin in das Königreich ihres Verlobten zu gelangen um die Fürstin an ihr Versprechen gegenüber Somerstorm zu erinnern und ihr Unterschlupf zu gewähren. Doch so weit kommt Ana nicht. Als sie am nächsten Tag mit den anderen aus dem Gasthaus gemeinsam aufbricht, werden sie überfallen und zu Sklaven gemacht.
Ihre Entführer maskieren sich mit Tüchern vor den Gesichtern und bringen sie in die nächste Stadt - Srzanizar.
Hier regiert kein König und kein Fürst - hier regieren die Totenmasken. Ihre Entführer sind Frauen und gleichzeitig die Ordnung der Stadt. Doch es dauert nicht lange und der erste Nachtschatten taucht in der Stadt auf.

Puh, ich weiß nicht was ich von diesem zweiten Band halten soll. Irgendwie ist es nichts Halbes und nichts Ganzes. Zwar geht es mit jeder Person einzeln weiter und die Wege führen unweigerlich auch irgendwie hier und dort zusammen, doch erfährt keine der Personen eine wirkliche Weiterentwicklung. Das ist schon etwas frustrierend.
Liegt es an dem Fluch des zweiten Teils? Wird der dritte dafür wieder alles rausreißen? Ich hoffe es. Nachdem der erste Teil der Reihe wirklich gut war, bin ich von diesem Buch mehr als enttäuscht.
Mir geht Ana mit ihren Selbstzweifeln etwas auf den Keks und meiner Meinung nach wird in diesem Buch einfach zu viel gemetzelt.
Das Ende lässt mich etwas ratlos zurück und ich werde nun wohl gleich zum letzten Band greifen um zu sehen was die Autorin aus der Reihe allgemein gemacht hat.

Mit Verrat bin ich leider gar nicht warm geworden. Einzig der Schreibstil macht es einem leicht das Buch zu lesen.

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Cover Holy Frigging Matrimony Englisch

Enthält Spoiler für Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?!.

Drew weiß, wie er sich so eine langweilige Angelegenheit, wie eine Hochzeit interessant machen kann. Gebt ihm gutes Essen, eine offene Bar und jede Menge attraktive Brautjungfern und Drew ist glücklich. Wobei, auf die Brautjungfern kann er mittlerweile gut und gerne verzichten. Seit er Kate in seinem Leben hat, ist er wunschlos glücklich.
Zumindest fast. Denn einen Dorn hat er immer noch im Auge und der begegnet ihm auf der Hochzeit seines besten Freundes Matthew mit Kates bester (und wahnsinniger) Freundin Delores: Billy Warren, frisch gebackener Rockstar und Kates Ex-Freund. Sehr zu Drews Leidwesen sind die beiden aber nach wie vor gut befreundet. Das kann nichts Gutes für diese Hochzeitsfeier bedeuten...

Normalerweise stehe ich dieser Art Kurzgeschichten immer ein bisschen skeptisch gegenüber. Oft sind sie arg kurz, aber kosten dabei trotzdem unangemessen viel Geld. Zugeben, lang ist Holy Frigging Matrimony von Emma Chase ebenfalls nicht, aber dafür macht es extrem großen Spaß.
Holy Frigging Matrimony spielt zwischen Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! und Twisted und handelt wie gesagt von Matthews und Dees Hochzeit bzw. vielmehr über das, was Drew während dieser Feier so anstellt. Es dauert nicht lange, bis er dort auf Billy trifft und dann geht es drunter und drüber. Billy bringt das Schlimmste in Drew zum Vorschein - und genau das wird zu einem riesen Spaß. Denn natürlich ist in Holy Frigging Matrimony der Humor wieder ganz groß geschrieben. Ich musste mehrmals laut lachen. Sei es über Drews Aktionen, Billies Sprüche, oder Dee und ihre Mutter, die beide durch die Hochzeit nur noch verrückter sind, als sonst.

Für Fans der Tangled-Reihe ist Holy Frigging Matrimony von Emma Chase absolute Pflicht. Witzig, romantisch und einfach unterhaltsam entführt einen die Geschichte noch einmal kurz in Drews und Kates Welt. Der Nachteil ist, dass ich die nächsten Bücher am liebsten JETZT SOFORT lesen möchte. ;)

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Cover 13 Englisch

Enthält Spoiler für die übrigen Bücher der Women of the Otherworld-Reihe.

Trotz all der Anstrengungen, die Savannah und ihre Freunde unternommen haben, sieht es so aus, als würde sich ein Krieg nicht mehr vermeiden lassen: Das Supernatural Liberation Movement (SLAM) denkt gar nicht daran, ihr riskantes Vorhaben, die übernatürlichen Rassen an die Spitze der Menschheit zu bringen, aufzugeben. Vor allem ihr Anführer Giles verfolgt seine Ziele rücksichtslos und mittlerweile fast schon fanatisch.
Doch natürlich kann die Gruppe um Savannah das nicht zu lassen. Gerade erst ist es ihnen gelungen, einen großen Schlag gegen SLAM zu erringen und deren Labor, in dem sie weiter an der Formel für Unsterblichkeit gearbeitet hatten, zerstört und dadurch Savannahs Bruder Bryce gerettet.
Doch es dauert nicht lange, da befindet sich Savannah schon wieder in Schwierigkeiten - denn mittlerweile scheint sich auch noch die Unterwelt einzumischen. Dämonische Wesen, die eigentlich überhaupt nichts auf der Erde zu suchen haben, tauchen plötzlich überall auf und richten ein Massaker nach dem anderen an. Die Otherworld steht kurz davor entblößt und für immer zerstört zu werden.
Nun müssen alle noch einmal zusammen arbeiten, um ihre Welt zu retten - Freunde und Feinde, Cabale und Übernatürliche Wesen. Doch selbst wenn ihre ganze Existenz kurz vor dem Untergang steht, so hat manch einer immer noch seine ganz eigenen Ziele...

Das ist er nun also: Thirteen der letzte Teil von Kelley Armstrongs Women of the Otherworld-Reihe. Und so sehr ich diese Serie auch liebe, hat die Autorin meiner Meinung nach doch einen guten Zeitpunkt gewählt, ihre Geschichte zu einem Ende zu bringen.
Für mich lässt sich dieses letzte Buch in zwei große Aspekte aufspalten: Die Geschichte und die Charaktere. Wie immer hat Kelley Armstrong eine komplexe und spannende Handlung aus der Feder gezaubert. Der Krieg ist wie gesagt schon lange keine Sache mehr, in der nur die auf der Erde lebenden übernatürlichen Wesen verstrickt sind, sondern auch die Unterwelt hat jetzt ihre Finger - oder vielmehr Klauen - im Spiel. Gleich mehrere Lord Dämonen (die meisten davon Väter eines unserer Helden) haben reges Interesse an den Geschehnissen und mischen munter mit. Insgesamt hat mir die Entwicklung der Geschichte sehr gut gefallen. Man weiß nie so recht, was als nächstes passiert, oder wer wem auf der nächsten Seite in den Rücken fällt. Die Handlung ist abwechslungsreich und clever.
Doch mittlerweile gibt es leider so viele Nebenerzählungen, Figuren und Intrigen, dass es ein bisschen schwer fällt, noch den Überblick zu behalten. Das hatte zwar den Vorteil, dass Thirteen niemals langweilig wurde, hier und da hat mich aber all das Durcheinander doch ein wenig überfordert. Das manche Details dabei untergehen, ist nicht anders zu erwarten. Z.B. war die Suche, nach Unsterblichkeit noch ein großer Teil in den anderen Büchern, dieses Mal fiel dieser Part aber fast komplett unter den Tisch.

Cover Thirteen Englisch Doch was mir ehrlich gesagt fast wichtiger war als die Geschichte selbst, waren die Charaktere bzw. ihre einzelnen Schicksale - und damit könnte ich nicht glücklicher sein. Über (fast) alle Pärchen erfahren wir etwas in diesem Buch: Clay und Elena, Paige und Lucas, Jeremy und Jaime, Hope und Karl, Eve und Kristof und sogar Cassandra und Aaron. Über die letzten 13 Bücher hinweg habe ich mich in jeden dieser Charaktere verliebt und bin eigentlich sehr zufrieden damit, wie wir die meisten von ihnen zurücklassen. Zwar mussten alle von ihnen einige herbe Schicksalsschläge durchleiden, doch am Ende fühlen sich die Situationen, in der sich die meisten der Figuren befinden, richtig an.
Ausgerechnet die Beziehung zwischen Adam und Savannah war es aber, die mir nicht wirklich viel gegeben hat. Jahrelang habe ich darauf gewartet, dass endlich etwas zwischen den beiden passiert. Und dafür war die Chemie und auch die Auflösung zwischen den beiden ziemlich lau. Ich hatte mir etwas mehr von ihnen erwartet.

Trotzdem ist Thirteen von Kelley Armstrong ein toller Abschluss für die Women of the Otherworld-Reihe. Actiongeladen, komplex, spannend und clever wird die Geschichte zu einem runden Abschluss gebracht. Zwar ist dieses Ende nicht perfekt und manchmal ein klein wenig verwirrend, trotzdem kann man Thirteen wirklich zufrieden zuschlagen.
Ein paar lose Enden gibt es aber dennoch - eines davon sogar richtig groß - so, dass wir uns doch noch nicht für immer von den Women of the Otherworld verabschieden müssen. Die Kurzgeschichte From Russia, With Love setzt z.B. gleich nach Thirteen an. Außerdem hat Kelley Armstrong noch ein paar weiter Kurzgeschichten und Novellen geplant, von denen einige noch in diesem Jahr erscheinen.

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A Piercing Comfort I corwry

Harry ist 29 und ein Wrack. Seit Jahren kann er nicht mehr richtig schlafen und inzwischen hat er auch immer mehr Probleme mit dem Essen. Er hat eingesehen, dass er Hilfe braucht, als er vor seinen Freunden Hermiones Geburtstagskuchen ausgebrochen hat, weil sein Magen einfach keine solche Mengen bei sich behalten konnte. Hermione hat ihn weinend angefleht, endlich etwas zu tun. Infolgedessen sitzt Harry nun in Dracos Therapiezimmer. Draco und Luna haben zusammen mit weiteren Psychotherapeuten eine Therapieeinrichtung für Zauberer gegründet. Im Gegensatz zum St. Mungo's bieten sie keine Tränke und Zauber an, sondern eine Gesprächstherapie, die den Ursachen der Probleme ihrer Patienten auf den Grund gehen soll. Und wie sich zeigt, hat Harry eine Menge Probleme, deren Ursachen in seiner Kindheit und in seinem Kampf gegen Voldemort liegen. Nach und nach lockt Draco im Gespräch Harrys Gedanken aus ihm heraus: Harry ist davon überzeugt, wertlos und nicht liebenswert zu sein und den Menschen, die er liebt, Unglück oder den Tod zu bringen. Am besten wäre es sowieso, wenn er selbst auch endlich stürbe...

Ja, A Piercing Comfort ist harter Tobak. Man erkennt erst nach und nach, wie schlecht es wirklich um Harry steht. Mit jeder neuen Enthüllung blutet einem das Herz mehr für diesen Harry und sein Leben. Zum Glück versteht Draco etwas von seinem Geschäft und schafft es tatsächlich, ihn langsam auf einen neuen Pfad zu bringen. Weg von der Selbstzerstörung hin zur Akzeptanz der eigenen Bedürfnisse, des eigenen Seins und zu einer echten Interaktion mit seiner Umwelt und seinen Freunden. Draco zeigt Harry und dem Leser dabei auch, was für eine fantastische Person Harry eigentlich ist. Die Geschichte von talithan ist keine 100 Seiten lang, aber so intensiv und berührend, dass man kaum glauben mag, dass sie so kurz ist.
Auch die Liebe spielt im Laufe der Geschichte eine Rolle, drängt den Prozess von Selbstzerstörung, Selbsterkennung, Therapie und Gesundung aber nie in den Hintergrund. Es ist wunderbar zu sehen, wie Harry langsam, aber stetig begreift, dass er eben doch liebenswert, wertvoll und ein wunderbarer Mensch ist, der natürlich auch Fehler macht. Als Leser erfasst man das ziemlich bald zusammen mit Draco, der an einer wichtigen Stelle in einem Therapiegespräch sagt:

"You amaze me, Harry. You're amazing. - I have never met another person so giving of himself. And when I think of the environment in which you were raised, and everything you've been through - I'm just amazed. I can hardly believe a person like you could exist, but here you are."

Übersetzung: "Du erstaunst mich, Harry. Du bist erstaunlich. ... Noch nie habe ich eine Person getroffen, die sich so selbstlos hingibt. Und wenn man bedenkt, in welcher Umgebung du aufgewachsen bist und was du alles erlebt hast - Bin ich einfach verblüfft. Ich kann kaum glauben, dass so eine Person existiert und doch bist du hier."

Die Geschichte dreht sich zwar in erster Linie um Harry und seine Therapie mit Draco. Doch auch die Nebencharaktere waren sehr liebenswert. Insbesondere Luna und Ginny konnten mich hier begeistern. Luna ist mit ihrer versponnen Art sowieso oft eine meiner Lieblingsfiguren und hier hat sie sich - entsprechend ihrer Art im Original - perfekt weiterentwickelt. Und Ginny ist einmal mehr zu einer charmanten Frau herangereift, die Harry auf ihre Art immer noch liebt. Wie die beiden sich nach ihrer durchwachsenen Vergangenheit wieder richtig nahe kommen, war wirklich schön zu lesen.

A Piercing Comfort II corwry

Die Geschichte von A Piercing Comfort erstreckt sich über Wochen und Monate und dennoch wirkt sie in keiner Weise langsam oder lang. Im Gegenteil, wegen mir hätte talithan sie ruhig noch ein wenig länger ausbreiten können. Am Ende ist Harry auf einem richtig guten Weg, er hat sogar das Herz der Person gewonnen, das er - nachdem er so lange Zeit nie etwas für sich wollte - erobern wollte. Und auch sein Weg dahin, war wunderbar zu verfolgen. Dennoch hätte ich ihm noch gerne weiter zugeguckt, einfach weil A Piercing Comfort so schön war und Harry hier ein besonders liebenswerter Charakter war. Die emotionale und psychologische Seite dieses Fanfictions hat mich wirklich berührt. Es hat mir einmal mehr gezeigt, dass die Wahrheit des einen, nicht unbedingt die Wahrheit des anderen ist. Und wenn man sich bemüht, kann man selbst auch an den Wahrheiten andere Menschen teilhaben. In diesem Sinne muss ich euch A Piercing Comfort einfach aus vollem Heren empfehlen.

Fazit: Eines der intensivsten und emotional fordernsten Fanfictions, die ich je gelesen habe. Mit A Piercing Comfort hat talithan wirklich ein kleines Juwel geschaffen.
Hier könnt ihr A Piercing Comfort downloaden. Die Bilder sind extra für die Geschichte entstanden und stammen von onthecount (crowry).

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Cover Der Lavendelgarten deutsch

Emilie de la Martinières befindet sich wieder in Frankreich, auf dem Château, das sich bereits seit über 200 Jahren in Familienbesitz befindet.
Und nun ist sie die Herrin über dieses Gemäuer. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, bleibt sie als letzte Erbin ihrer Blutlinie zurück und ist völlig überfordert.
Das große Anwesen fühlt sich genauso fremd an wie Jahre zuvor, als sie nach Paris geflohen ist um weit ab ihrer aristokratischen Herkunft ein normales Leben führen zu können.

Emilie ist das einzige Kind von Édouard und Valèrie de la Martinières. Ihr Vater war schon recht alt, als er ihre Mutter kennenlernte und beide dachte nicht, dass sie noch ein Kind kriegen könnten.
Während Emilie von ihrer Mutter eher geduldet wurde und nie deren Ansprüchen entsprach, brachte ihr Édouard viel Liebe entgegen - sobald er sich von seinen Büchern trennen konnte. Emilies Vater starb früh und so blieb ihr nur noch ihre Mutter. Emilie entsprach in keinerlei Hinsicht ihrer Vorstellung einer anständigen Erbin des Hauses und so blieb Emilie nur die Flucht in ein normales Leben, weit ab von Glamour und Adel.

Nun, nachdem auch ihre Mutter gestorben ist, erbt Emilie nicht nur das Château, sondern auch die Schulden ihrer Mutter. Der berauschende Lebensstil hat einiges an Vermögen gekostet und Emilie steht vor einem Haufen Arbeit - allein.
Der Notar der Familie versucht ihr in allen Dingen zu helfen, doch Emilies Erbe scheint sie zu erdrücken. Ihr erster Gedanke gilt einem Verkauf des kompletten Anwesens, doch kann sie das tun? Ihr Vater liebte das Château und auch die Geschichte der Familie kann unmöglich so enden. Doch was soll sie machen?

Um einen klaren Kopf zu bekommen, fährt sie in den kleinen Ort Gassin und bestellt sich etwas zu essen. Jeder im Ort kennt sie und ihre Familie und bereits halb Frankreich scheint Bescheid zu wissen, vom Tod der großen de la Martinières.
Plötzlich sieht sie sich einem aufdringlichen Fremden gegenüber. Ein junger Mann, Sebastian, verwickelt sie in ein Gespräch und erzählt ihr von einer gemeinsamen Vergangenheit. Seine Großmutter hat einmal die Bekanntschaft von Édouard gemacht und auf ihrem Sterbebett von ihm gesprochen. Er hat den weiten Weg aus England mit dem Wunsch begonnen einmal das Château zu sehen.
Erst ist Emilie überfordert und will flüchten, doch dann springt sie über ihren Schatten und nimmt ihn mit um ihm das Anwesen zu zeigen.

Doch ihr Beginn scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Im Château wurde eingebrochen, ein Schlüssel fehlt und es ist unklar ob sich noch jemand im Haus befindet. Sebastian, ganz Gentleman, geht mit der zitternden Emilie durch das Anwesen und entdeckt im Keller einen verborgenen Raum. Es sieht ganz nach einem Versteck aus, doch wer mag hier gewohnt haben?
Sebastian hilft Emilie bei allen Belangen und schließlich entscheidet sie sich dafür das Anwesen zu behalten und zu sanieren. Es dauert nicht lange und sie verlieben sich ineinander. Bald darauf läuten die Hochzeitsglocken, doch der kleine Raum lässt Emilie nicht los.
Dem Château gehören ebenfalls einige Weinberge an und bei einem Besuch der Betreiber, kommt die Sprache auf die Vergangenheit. Nun erfährt Emilie nicht nur, wie sich Sebastians Großmutter und Édouard kennen gelernt haben, sondern auch, was es mit dem kleinen Raum auf sich hat.
Eine Geschichte die in die Zeit des zweiten Weltkrieges reicht und von Liebe, Verlust und Freundschaft berichtet.

Cover The Light Behind the Window englisch

Es fällt mir irgendwie schwer etwas zu diesem Buch zu schreiben. Es beginnt als einfache Geschichte über die junge Frau Emilie, die das Erbe ihrer Familie antreten muss und damit völlig überfordert ist.
Doch relativ schnell ist klar, dass die eigentliche Geschichte eine ganz andere ist. Und so beginnt dann auch bald die Geschichte in der Geschichte. Emilie bekommt vom Weingutverwalter berichtet, was über 50 Jahre zurück liegt. Die Geschichte spielt sich in Frankreich der 40er Jahre ab, im zweiten Weltkrieg und zeigt anschaulich auf, wie es den Menschen ergangen ist.
Man lernt Emilies Familie besser kennen und auch das Leben von Constance, Sebastians Großmutter. Während man beide Geschichten parallel liest, erkennt man die Auswirkungen der Vergangenheit auf die Gegenwart.
Ich konnte mich nicht entscheiden, welche Geschichte mir besser gefallen hat. Jedes Mal wollte ich am Ende eines Abschnittes wissen, wie es weiter geht und was als nächstes passiert.
Ich konnte mir die Charaktere gut vorstellen und hatte am Anfang schon eine leichte Tendenz, wohin mich dieses Buch bringen wird.
Ein bisschen ablenkend waren die französischen Sätze zu Beginn des Buches - leider gibt es dazu keine Übersetzung, aber ich hoffe einfach mal, dass die Sätze nicht geschichtswichtig waren ^^

Der Schreibstil von Lucinda Riley ist sehr gut und liest sich flüssig weg. Das Buch hat mit seinen knapp 500 Seiten einen guten Umfang um nicht gehetzt aber auch nicht ausschweifend zu wirken.
Ich denke, die Autorin wird auch mit einem weiteren Buch in mein Regal wandern und ich hoffe, dass sie meinen Erwartungen dann noch gerecht werden kann.

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