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Cover No Such Thing Englisch

Eigentlich hatte Alessandro nie vor, in seinen Heimatort Perch Creek zurück zu kehren. Es gibt dort sowieso nur wenige Menschen, die ihn vermissen und am liebsten würde er die Person, die er dort war, einfach hinter sich lassen. Denn Alè ist nicht gerade stolz darauf, wie er seine Mitmenschen früher behandelt hat.
Doch dann stirbt sein Pflegevater und seine Pflegemutter Eunice braucht Hilfe. Sie ist nicht mehr die Jüngste und der Haushalt und die beiden Pflegekinder Tony und Molly sind mehr Arbeit, als sie alleine bewältigen kann. Alessandro übernimmt das aber gerne, schließlich wäre er ohne Eunice und ihre bedingungslose Liebe jetzt vermutlich im Gefängnis. Bestenfalls.
Jetzt braucht er nur noch einen Job, um Eunice auch finanziell unterstützen zu können, und da kommt ihm das 'Hilfe gesucht'-Schild in dem kleinen Cafe Baker?s Dozen gerade recht.

Jaime ist 22 und sollte mitten im Leben stehen. Doch er hat die meiste Zeit seiner Jugend im Krankenhaus verbracht, bis er vor 2 Jahren ein Spenderherz bekommen hat, das ihm im letzten Moment das Leben gerettet hat. Jaime geht es jetzt zwar wieder ziemlich gut, aber er hat es immer noch nicht geschafft, aus sich herauszukommen. Er ist sehr schüchtern, weshalb er auch noch nie geküsst wurde, geschweige denn Sex hatte. Dass er in einer Kleinstadt lebt und schwul ist, macht die ganze Sache nicht einfacher. Er fühlt sich extrem unattraktiv und unsichtbar.
Zumindest bis er die neue Bedienung im Cafe seiner Schwester kennen lernt. Alessandro ist der erste Mensch, der ihn wirklich zu sehen scheint. Und vielleicht hat Jaime in ihm endlich jemanden gefunden, mit dem er seine diversen ersten Male erleben kann.

Doch es gibt noch einen anderen Grund, warum Alessandro damals Perch Creek so schnell wie möglich und für immer hinter sich lassen wollte - und der bringt jetzt jeden in Gefahr, der ihm etwas bedeutet...

Irgendwie wusste ich nicht so recht, woran ich bei No Such Thing von A.M. Arthur war. Zum einen geht es um die Probleme, die junge Homosexuelle in einer bigotten Kleinstadt haben. Aber es geht auch um sexuelle Selbstfindung. Und ein bisschen Sozialdrama ist auch noch mit eingemischt. Grundsätzlich sind das alles Themen, die man zu einer interessanten Geschichte zusammenfügen könnte und in Ansätzen ist das in No Such Thing auch gelungen. Doch leider fühlte sich keiner der Punkte so an, als wäre er zu Ende gedacht worden. Dadurch wirken fast alle Details der Geschichte sehr oberflächlich und es bleiben viele Fragen offen.
Das ist schade, den Alessandro und Jaime sind eigentlich sehr vielversprechende Charaktere. Zwar könnten sie unterschiedlicher nicht sein, doch der erfahrende Bad Boy Alè und der schüchterne, unschuldige Jaime geben tatsächlich ein ziemlich niedliches Team ab. Ursprünglich sollte Alessandro nichts als eine Art Mentor für Jaime sein, doch es dauert nicht lange und die beiden kommen sich auch emotional näher. Was Jaimes...Unterricht angeht, so ist Alessandro natürlich alles, was er sich wünschen konnte. A.M. Arthur scheut sich nicht Jaime viele Dinge ausprobieren zu lassen und Erfahrungen zu sammeln. Für manche Dinge bin ich wohl ein wenig zu prüde/monogam, um sie wirklich genießen zu können, aber No Such Thing hat trotzdem durchaus einige sehr gut gemachte, erotische Szenen zu bieten.
Doch irgendwie fühlt sich dieser Teil der Geschichte komplett losgelöst von der übrigen Handlung an. Alessandro und Jaime scheinen in Perch Creek nur wenige Verbündete zu haben und es kommt immer wieder zu brenzligen Situationen. Irgendwie wirkt das Pärchen in diesen Situationen völlig anders, als wären es zwei ganz andere Menschen. Da hat mir ein bisschen die Kontinuität gefehlt.
Außerdem sind manche der Probleme, vor die Alessandro und Jaime gestellt werden, arg konstruiert. Sie haben z.B. einen großen Gegenspieler, der sich ziemlich unlogisch verhält, nur, damit er in die Geschichte passt.

No Such Thing von A.M. Arthur ist eine Geschichte mit Potential, das aber nur selten voll ausgeschöpft wird. Die Handlung drängt in viele verschiedene Richtungen, ohne die meisten Details wirklich zu einem Ende zu bringen. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass es im Juli wohl eine Fortsetzung geben wird. Allerdings weiß ich nicht, ob diese von Alessandro und Jaime handeln wird, oder von einem der anderen Charaktere in No Such Thing.

No Such Thing erscheint am 17. Februar 2014.

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Cover Froi of the Exiles englisch I

Gute zwei Jahre sind seit Finnikin of the Rock / Winterlicht vergangen. Der 18-jährige Froi ist nicht mehr wiederzuerkennen. Der ehemalige Straßenjunge, der betteln, stehlen und Schlimmeres über sich ergehen lassen musste, um zu überleben, gehört inzwischen mit zur Elite von Lumatere. Dank der Ausbildung verschiedener Oberen des Landes spricht er mehrere Sprachen, ist in Nahkampf und Taktik ausgebildet und versteht die politischen Zusammenhänge in Skuldenore ebenso gut wie seine besten Freunde, die Königin und ihr Gemahl.
Aus diesem Grund erhält Froi den Auftrag, den König von Charyn, umzubringen. Dieser hat damals den Angriff auf Lumatere und die fünf Tage des Unaussprechlichen und ihre grausamen Folgen überhaupt nur möglich gemacht. Froi soll also in die Citavita von Charyn reisen und sich dort als einer der Letztgeborenen, als Olivier de Sebastol, ausgeben. Die Letztgeborenen sind die inzwischen herangewachsene Generation der letzten Kinder von Charyn. So wie Lumatere einst, hat auch Charyn mit einem Fluch zu kämpfen. Dieser ist jedoch noch aktiv und seit 18 Jahren, seit der Geburt von Prinzessin Quintana, ist in Charyn kein Kind mehr zur Welt gekommen. Auch wenn Froi gut vorbereitet ist, der Irrsinn, den ihn am Hof von Charyn erwartet, sprengt jedes Vorstellungsvermögen. Und so bleibt Froi nichts anderes übrig, als sich den Ereignissen auszuliefern. Was Froi (noch) nicht weiß: er ist in Charyn geboren worden und muss bald erkennen, dass ihm das Schicksal des Landes und die verrückte Prinzessin näher gehen, als je gedacht. Damit gerät nicht nur die Mission in Gefahr, sondern auch die Zukunft zweier Länder...

Was für ein Buch. Hat man von Melina Marchetta schon mal etwas gelesen, weiß man, dass die Autorin mit ihren Charakteren oft mehr als unsanft umgeht. So ist es auch in Froi of the Exiles und zwar nicht nur für Froi, sondern auch für Quintana und die übrigen wichtigen Charaktere an Charyns Königshof (und selbst für die Daheimgebliebenen in Lumatere). Was Froi in Charyn erlebt, lässt sich schwierig beschreiben, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Dennoch kann man sagen, dass er wirklich auf allen Ebenen an seine Grenzen gerät. Und dabei wissen wir ja schon vom ersten Buch, dass seine Vergangenheit kein Honigschlecken war. Durch den Fluch und die Ereignisse um Lumatere sind die Bewohner von Charyn furchtsam und ihr König und seine Tochter mehr oder weniger verrückt. Der König ist wahnsinnig vor Angst und lässt niemanden - außer seinen ersten Berater Bestiano - an sich heran. Selbst seine Tochter Quintana sieht ihn nur zu wenigen Gelegenheiten im Jahr. Quintana scheint dagegen eine mehrfach geteilte Persönlichkeit zu haben, was sich in spontanen Stimmungswechseln und gänzlich unterschiedlichem Verhalten äußert. Als einer der Letztgeborenen ist es Oliviers (und damit Frois) Pflicht, ihr mindestens einmal beizuliegen. Ursache ist eine Prophezeiung, nach der die Letztgeborene mit einem der Letztgeborenen als einzige in der Lage sollen, Charyns Fluch zu brechen. Froi hat keine Ahnung, ob er diesem Part seiner Mission gewachsen ist und wie er diesem wilden und unberechenbaren Wesen überhaupt näher kommen soll.

Cover Froi of the Exiles englisch II

Ja, die Geschichte von Froi of the Exiles ist kompliziert und mit den oben genannten Informationen kratze ich schon nur an der Spitze des Eisberges. Doch das ist einer der Gründe, warum Melina Marchettas Geschichten so wunderbar zu lesen sind. Sie sind vielschichtig: Immer gibt es entsetzliche Momente, die man als Leser mit den verschiedenen Charakteren durchleben muss oder erschütternde Wahrheiten und unerwartete Wendungen, die man erst einmal verdauen muss. Ist man nach der anfänglichen Erläuterung der Umgebung und Umstände erst mal soweit vorgedrungen, dass man ansatzweise erfasst, wie tief die emotionale Belastung der Charaktere wirklich ist, hängt man aber längst am Haken der Geschichte. Denn die Handlung ist darüber hinaus einfach nur spannend.
Und dann ist da natürlich noch der wunderbarer Schreibstil, der auch Froi of the Exiles wieder auszeichnet. So seltsam es klingt, niemand schreibt so rau, aufrüttelnd, hart, erschütternd aber auch sanft, innig und nahegehend wie Melina Marchetta. Keine Ahnung wie das vonstattengeht, aber wenn ich ein Buch von Melina Marchetta lese, hänge ich an jedem Wort und genieße jeden Satz. Egal wie sehr man sich dabei innerlich auch windet, wenn es schlimm und schlimmer kommt.
Froi of the Exiles ist insofern noch mal besonders dramatisch, weil das Buch auf mehreren Ebenen mit einem Cliffhanger endet. Man sollte also Quintana of Charyn (keine Rezension), den Abschlussband der The Lumatere Chronicles, unbedingt zur Hand haben, wenn man mit Frois Geschichte startet. So kann man dann nach dem Ende, das einen nach Luft schnappend zurücklässt, gleich weiterlesen.

Tatsächlich freue ich mich heute schon auf den Tag, an dem ich die The Lumatere Chronicles noch einmal lesen werde. Wie The Lord of the Rings / Der Herr der Ringe, Harry Potter oder The Hunger Games / Die Tribute von Panem haben diese Bücher etwas Zeitloses und Ergreifendes und üben damit einen nicht enden wollen Reiz auf mich aus. Vielleicht geht es euch ja ähnlich? Wer gerne auf Englisch lässt, sollte ein Buch von Melina Marchetta unbedingt einmal ausprobieren. Die Bücher werden im Original auch der Rubrik Young Adult zugeordnet. Für Leser unter 16 Jahren sind sie meiner Meinung nach aber nicht geeignet. Zu einer deutschen Übersetzung von Froi of the Exiles ist mir nichts bekannt.

Fazit: Ein wunderbarer zweiter Teil der The Lumatere Chronicles. Froi of the Exiles ist fast noch ergreifender als sein Vorgänger Finnikin of the Rock / Winterlicht. Wer hätte das - nach der ersten Begegnung mit Froi - je gedacht.

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Cover Verrat deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Der verwaiste Thron-Reihe.

Ana Somerstorm ist weiter auf der Flucht vor den Nachtschatten. Doch jetzt ist sie allein. Nachdem sie in einem von Jonans wenigen schwachen Momenten herausbekommen hat, was er ist, haben sich ihre Wege getrennt. Auch wenn Sowohl Ana als auch Jonan wissen, dass sie ohne ihn dem Tode geweiht ist.
Aber Jonan ist auch über den Tod seines Herrn hinaus an seinen Schwur gebunden, Ana zu beschützen. Und so ist es nicht verwunderlich, das Ana sich beobachtet fühlt, während sie allein durch die Wälder reitet.

Gerit hat sich in den Reihen der Nachtschatten einen gewissen Stand errungen und ist ständig in Korvellans Nähe. Auf der Reise von Stadt zu Stadt merkt er, dass er sich wohl fühlt und glücklich dabei ist, mit den Nachtschatten zu reisen.
Da belauscht er ein Gespräch zwischen Korvellan und seiner rechten Hand Schwarzklaue. Offensichtlich ist Korvellan Gerit nicht sehr wichtig, denn Gerit muss mit anhören wie dieser Schwarzklaue gegenüber sagt, dass Gerit keine Bedeutung für ihn hat.
Das schmerzt Gerit, er hatte es sich anders erhofft. Er beginnt zu grübeln und beschließt sein Leben zu ändern.
Als die Nachtschatten sich für die weitere Reise rüsten, bleibt Gerit versteckt zurück. Er wäscht sich den allzu bekannten Geruch seiner Reisegefährten aus den Haaren und beginnt seine Reise nach Norden.

In der Zwischenzeit kehrt Ana in ein Gasthaus ein. Sie ist durchgefroren und nass bis auf die Knochen. Das Gasthaus liegt mitten in den Wäldern und bietet ihr ein warmes Essen und etwas Gesellschaft. Hier erfährt sie vom Tode Rickards und all ihre Hoffnung sinkt. Doch sie darf nicht aufgeben. Ihr Ziel ist weiterhin in das Königreich ihres Verlobten zu gelangen um die Fürstin an ihr Versprechen gegenüber Somerstorm zu erinnern und ihr Unterschlupf zu gewähren. Doch so weit kommt Ana nicht. Als sie am nächsten Tag mit den anderen aus dem Gasthaus gemeinsam aufbricht, werden sie überfallen und zu Sklaven gemacht.
Ihre Entführer maskieren sich mit Tüchern vor den Gesichtern und bringen sie in die nächste Stadt - Srzanizar.
Hier regiert kein König und kein Fürst - hier regieren die Totenmasken. Ihre Entführer sind Frauen und gleichzeitig die Ordnung der Stadt. Doch es dauert nicht lange und der erste Nachtschatten taucht in der Stadt auf.

Puh, ich weiß nicht was ich von diesem zweiten Band halten soll. Irgendwie ist es nichts Halbes und nichts Ganzes. Zwar geht es mit jeder Person einzeln weiter und die Wege führen unweigerlich auch irgendwie hier und dort zusammen, doch erfährt keine der Personen eine wirkliche Weiterentwicklung. Das ist schon etwas frustrierend.
Liegt es an dem Fluch des zweiten Teils? Wird der dritte dafür wieder alles rausreißen? Ich hoffe es. Nachdem der erste Teil der Reihe wirklich gut war, bin ich von diesem Buch mehr als enttäuscht.
Mir geht Ana mit ihren Selbstzweifeln etwas auf den Keks und meiner Meinung nach wird in diesem Buch einfach zu viel gemetzelt.
Das Ende lässt mich etwas ratlos zurück und ich werde nun wohl gleich zum letzten Band greifen um zu sehen was die Autorin aus der Reihe allgemein gemacht hat.

Mit Verrat bin ich leider gar nicht warm geworden. Einzig der Schreibstil macht es einem leicht das Buch zu lesen.

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Cover Holy Frigging Matrimony Englisch

Enthält Spoiler für Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?!.

Drew weiß, wie er sich so eine langweilige Angelegenheit, wie eine Hochzeit interessant machen kann. Gebt ihm gutes Essen, eine offene Bar und jede Menge attraktive Brautjungfern und Drew ist glücklich. Wobei, auf die Brautjungfern kann er mittlerweile gut und gerne verzichten. Seit er Kate in seinem Leben hat, ist er wunschlos glücklich.
Zumindest fast. Denn einen Dorn hat er immer noch im Auge und der begegnet ihm auf der Hochzeit seines besten Freundes Matthew mit Kates bester (und wahnsinniger) Freundin Delores: Billy Warren, frisch gebackener Rockstar und Kates Ex-Freund. Sehr zu Drews Leidwesen sind die beiden aber nach wie vor gut befreundet. Das kann nichts Gutes für diese Hochzeitsfeier bedeuten...

Normalerweise stehe ich dieser Art Kurzgeschichten immer ein bisschen skeptisch gegenüber. Oft sind sie arg kurz, aber kosten dabei trotzdem unangemessen viel Geld. Zugeben, lang ist Holy Frigging Matrimony von Emma Chase ebenfalls nicht, aber dafür macht es extrem großen Spaß.
Holy Frigging Matrimony spielt zwischen Tangled / Wer wird denn gleich von Liebe sprechen?! und Twisted und handelt wie gesagt von Matthews und Dees Hochzeit bzw. vielmehr über das, was Drew während dieser Feier so anstellt. Es dauert nicht lange, bis er dort auf Billy trifft und dann geht es drunter und drüber. Billy bringt das Schlimmste in Drew zum Vorschein - und genau das wird zu einem riesen Spaß. Denn natürlich ist in Holy Frigging Matrimony der Humor wieder ganz groß geschrieben. Ich musste mehrmals laut lachen. Sei es über Drews Aktionen, Billies Sprüche, oder Dee und ihre Mutter, die beide durch die Hochzeit nur noch verrückter sind, als sonst.

Für Fans der Tangled-Reihe ist Holy Frigging Matrimony von Emma Chase absolute Pflicht. Witzig, romantisch und einfach unterhaltsam entführt einen die Geschichte noch einmal kurz in Drews und Kates Welt. Der Nachteil ist, dass ich die nächsten Bücher am liebsten JETZT SOFORT lesen möchte. ;)

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Cover 13 Englisch

Enthält Spoiler für die übrigen Bücher der Women of the Otherworld-Reihe.

Trotz all der Anstrengungen, die Savannah und ihre Freunde unternommen haben, sieht es so aus, als würde sich ein Krieg nicht mehr vermeiden lassen: Das Supernatural Liberation Movement (SLAM) denkt gar nicht daran, ihr riskantes Vorhaben, die übernatürlichen Rassen an die Spitze der Menschheit zu bringen, aufzugeben. Vor allem ihr Anführer Giles verfolgt seine Ziele rücksichtslos und mittlerweile fast schon fanatisch.
Doch natürlich kann die Gruppe um Savannah das nicht zu lassen. Gerade erst ist es ihnen gelungen, einen großen Schlag gegen SLAM zu erringen und deren Labor, in dem sie weiter an der Formel für Unsterblichkeit gearbeitet hatten, zerstört und dadurch Savannahs Bruder Bryce gerettet.
Doch es dauert nicht lange, da befindet sich Savannah schon wieder in Schwierigkeiten - denn mittlerweile scheint sich auch noch die Unterwelt einzumischen. Dämonische Wesen, die eigentlich überhaupt nichts auf der Erde zu suchen haben, tauchen plötzlich überall auf und richten ein Massaker nach dem anderen an. Die Otherworld steht kurz davor entblößt und für immer zerstört zu werden.
Nun müssen alle noch einmal zusammen arbeiten, um ihre Welt zu retten - Freunde und Feinde, Cabale und Übernatürliche Wesen. Doch selbst wenn ihre ganze Existenz kurz vor dem Untergang steht, so hat manch einer immer noch seine ganz eigenen Ziele...

Das ist er nun also: Thirteen der letzte Teil von Kelley Armstrongs Women of the Otherworld-Reihe. Und so sehr ich diese Serie auch liebe, hat die Autorin meiner Meinung nach doch einen guten Zeitpunkt gewählt, ihre Geschichte zu einem Ende zu bringen.
Für mich lässt sich dieses letzte Buch in zwei große Aspekte aufspalten: Die Geschichte und die Charaktere. Wie immer hat Kelley Armstrong eine komplexe und spannende Handlung aus der Feder gezaubert. Der Krieg ist wie gesagt schon lange keine Sache mehr, in der nur die auf der Erde lebenden übernatürlichen Wesen verstrickt sind, sondern auch die Unterwelt hat jetzt ihre Finger - oder vielmehr Klauen - im Spiel. Gleich mehrere Lord Dämonen (die meisten davon Väter eines unserer Helden) haben reges Interesse an den Geschehnissen und mischen munter mit. Insgesamt hat mir die Entwicklung der Geschichte sehr gut gefallen. Man weiß nie so recht, was als nächstes passiert, oder wer wem auf der nächsten Seite in den Rücken fällt. Die Handlung ist abwechslungsreich und clever.
Doch mittlerweile gibt es leider so viele Nebenerzählungen, Figuren und Intrigen, dass es ein bisschen schwer fällt, noch den Überblick zu behalten. Das hatte zwar den Vorteil, dass Thirteen niemals langweilig wurde, hier und da hat mich aber all das Durcheinander doch ein wenig überfordert. Das manche Details dabei untergehen, ist nicht anders zu erwarten. Z.B. war die Suche, nach Unsterblichkeit noch ein großer Teil in den anderen Büchern, dieses Mal fiel dieser Part aber fast komplett unter den Tisch.

Cover Thirteen Englisch Doch was mir ehrlich gesagt fast wichtiger war als die Geschichte selbst, waren die Charaktere bzw. ihre einzelnen Schicksale - und damit könnte ich nicht glücklicher sein. Über (fast) alle Pärchen erfahren wir etwas in diesem Buch: Clay und Elena, Paige und Lucas, Jeremy und Jaime, Hope und Karl, Eve und Kristof und sogar Cassandra und Aaron. Über die letzten 13 Bücher hinweg habe ich mich in jeden dieser Charaktere verliebt und bin eigentlich sehr zufrieden damit, wie wir die meisten von ihnen zurücklassen. Zwar mussten alle von ihnen einige herbe Schicksalsschläge durchleiden, doch am Ende fühlen sich die Situationen, in der sich die meisten der Figuren befinden, richtig an.
Ausgerechnet die Beziehung zwischen Adam und Savannah war es aber, die mir nicht wirklich viel gegeben hat. Jahrelang habe ich darauf gewartet, dass endlich etwas zwischen den beiden passiert. Und dafür war die Chemie und auch die Auflösung zwischen den beiden ziemlich lau. Ich hatte mir etwas mehr von ihnen erwartet.

Trotzdem ist Thirteen von Kelley Armstrong ein toller Abschluss für die Women of the Otherworld-Reihe. Actiongeladen, komplex, spannend und clever wird die Geschichte zu einem runden Abschluss gebracht. Zwar ist dieses Ende nicht perfekt und manchmal ein klein wenig verwirrend, trotzdem kann man Thirteen wirklich zufrieden zuschlagen.
Ein paar lose Enden gibt es aber dennoch - eines davon sogar richtig groß - so, dass wir uns doch noch nicht für immer von den Women of the Otherworld verabschieden müssen. Die Kurzgeschichte From Russia, With Love setzt z.B. gleich nach Thirteen an. Außerdem hat Kelley Armstrong noch ein paar weiter Kurzgeschichten und Novellen geplant, von denen einige noch in diesem Jahr erscheinen.

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