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Cover  The Playbook

Aubreys großer Traum ist es, als Reporterin in der NFL zu arbeiten. Und in den letzten Jahren ist sie ihrem Ziel auch ein ganzes Stück näher gekommen, denn mittlerweile ist sie als Journalistin bei ESPN angestellt und hat sich einem Namen im College Football gemacht. Ihr misogyner Boss Joe aber hat ihr bisher immer die Chance auf die NFL verwehrt. Doch mit ihrem nächsten Auftrag könnte sich Aubrey endlich beweisen: Sie soll einen großen Artikel über einen der legendärsten College Football Coaches des Landes schreiben.
An sich ist das eigentlich die perfekte Gelegenheit für Aubrey endlich zu zeigen, dass sie das nötige Zeug hat, um sich in einer Männerdomäne durchzusetzen, doch der Coach, um den es geht, ist aufgerechnet Brett Owens und der hat einen ziemlich schlechten Ruf - zumindest unter weiblichen Reporterinnen. Denn für Brett sind die nichts weiter als eine Ablenkung für seine Spieler und es ist fast schon ein Sport für ihn jede Frau anzubaggern, die ihm über den Weg läuft.
Und zunächst scheint Brett seinem Ruf auch absolut gerecht zu werden. Aubrey hat zwar vor, das Beste aus diesem Artikel zu machen, stellt sich aber schon auf die schlimmsten Wochen ihres Lebens ein, während sie Brett begleiten muss.
Doch je mehr Zeit sie mit Brett verbringt umso deutlicher entdeckt sie auch eine andere Seite an ihm. Eine die sie unglaublich attraktiv findet. Aubrey kann sich allerdings nicht auf den Playboy-Coach einlassen - denn wenn sie das tut ist ihr Ruf ruiniert und keiner wird sie in ihrem Job noch ernst nehmen.
Als allerdings jemand aus Bretts Vergangenheit auftaucht und ihm das Leben schwermacht zögert Aubrey nicht ihm bei diesem Problem zu helfen – auch wenn es ihr Leben bald sehr kompliziert macht.

Es ist nun mittlerweile ein paar Tage her, dass ich The Playbook von Kelly Elliott gelesen habe, und die Tatsache, dass ich jetzt schon kaum noch weiß, was in der Geschichte passiert ist, ist sicher kein sehr gutes Zeichen für dieses Buch. Dabei fand ich es gar nicht mal wirklich schlecht, es war einfach nur nicht sehr denkwürdig.
Die Figuren waren sympathisch genug: Aubrey ist zwar von Anfang an heiß auf Brett, versucht aber zunächst ihr Bestes, um sich nicht von ihm einwickeln zu lassen. Und auch Brett ist sofort von der schlagfertigen jungen Reporterin angetan. Die Dynamik zwischen den beiden ist dementsprechend geladen und hat beiden Figuren sehr sympathisch gemacht, auch wenn ihr Geplänkel natürlich alles andere als einzigartig ist und in der Form in vielen Büchern vorkommt.
Ebenfalls ein bisschen schwierig fand ich, dass The Playbook keine echte Handlung verfolgt, abgesehen davon, dass Aubrey und Brett sich wollen, aufgrund ihrer Jobs sich aber nicht haben können. Stattdessen baut Kelly Elliott das ein oder andere Problem ein, das auftaucht und dann gelöst wird. Z.B. wird Brett von einer Ex-Flamme erpresst und eigentlich geht man davon aus, dass das der Knackpunkt der Geschichte sein wird - doch dann wird es mitten im Buch aufgelöst. So etwas in die Richtung ist mehrmals passiert und hat der Geschichte ein wenig den natürlichen Fluss genommen.
Es ist daher also nicht überraschend, dass es immer wieder kleinere und größere Dramen gab, die nicht immer nötig gewesen wären. Genauso gibt es auch sehr kitschige Szenen und übertriebene Gesten, die zu unnatürlich und unrealistisch waren, um wirklich auf mich wirken zu können.

Deshalb bleibt mir auch gar nicht mehr allzu viel weiteres über The Playbook von Kelly Elliott zu sagen. Das Buch ist nett, mehr aber auch nicht und wenn ich mich jetzt schon kaum noch an die Handlung erinnern kann, glaube ich nicht, dass mir das gesamte Buch noch besonders lange im Kopf bleiben wird.

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Merci Paris

Tags: Romantik
11.09.2016
Cover Merci Paris

Paula liebt es von Klein auf zu fotografieren. Was lag da näher als ihre Liebe zum Beruf zu machen? Ganz so eintönig und langweilig hat sie sich ihren Traumjob dann allerdings nicht vorgestellt. Im Fotostudio Koch arbeitet sie zusammen mit ihrer Kollegin Natalie die Anliegen der Kunden ab, während sich ihr Chef einen faulen Lenz macht.
Jeden Tag schlägt Paula sich mit Super-Mamis und quengelden Kindern, arroganten Geschäftsmenschen oder nervösen Schülern rum. Ihr Traum von Außenshootings und eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen kann sie nur während ihres viel zu selten gestatteten Urlaubes ausleben.

Dieser Freitag versprach der Höhepunkt zu werden. Erst kotzt ihr ein Kleinkind auf die Bluse, dann motzt sie ein Möchtegern Karrierekerl an, weil sie ihn um ein kleines Lächeln für die Bewerbungsbilder bittet. Paula platzt der Kragen. Zu lange schon lässt sie sich mit Füßen treten. Leider sitzt der Kunde kurz danach bei ihrem Chef und Paule bekommt zum Feierabend hin ihre erste Abmahnung. Der Tag konnte nicht schlimmer werden. Zu allem Überfluss konnte sie sich nun nicht mehr umziehen und musste so in die Galerie fahren, in der sie heute mit ihren beiden Freundinnen Emma und Connie eine Ausstellung besuchen wollte.
Gott sei Dank hat Emma eine Luxusboutique und stattet ihr Freundinnen mit großer Begeisterung aus. Frisch aufgebretzelt betreten sie die Galerie. Kaum haben sie die Bilder an den Wänden entdeckt, fällt Paulas Blick auf einen kräftigen Rücken. Sie kann ihre Augen kaum von ihm nehmen und dann dreht sich der Kerl auch noch um. Paula ist wie hypnotisiert.
Er blickt sie an, ihre Blicke verschmelzen und dann kommt er auch noch auf sie zu. Und geht an ihr vorbei.

Himmel ist ihr das peinlich. Nun wird es Zeit für die Bilder. Während sich ihre beiden Freundinnen zu Tode langweilen, lernt Paula den Fotografen Mathis kennen. Er sucht eine neue Assistentin für ein Shooting in Paris.
Das wäre ein Traum. Paula könnte endlich die Stadt besuchen, in der sie immer ihre Oma besucht hat und Paris noch einmal erleben. Aber sie arbeitet ja bereits bei Koch.
Ihre Freundinnen ziehen sie in eine Bar und Paula spricht dem Alkohol etwas zu großzügig zu, als plötzlich der Mann aus der Galerie auftaucht. Durch den Alkohol enthemmt, stimmt sie einem separaten Tisch zu und schon bald knistert es gewaltig zwischen den beiden.

Am nächsten Morgen wacht Paula mit einem riesigen Kater auf - und einem Mann in ihrem Bett. Bis ihr auffällt, dass sie gar nicht zu Hause ist, sondern in einem Hotelzimmer vergehen ein paar Minuten, die sie ernüchtern. Nic schläft noch und so klaubt sie ihre Sachen zusammen und verschwindet. Sie kann sich an nichts erinnern! Emma wird ihr das nie verzeihen, schließlich will ihre beste Freundin sofort alle Details wissen. Und so kommt es, dass sie ihr den Tipp für eine zweite Nacht gibt. Es wäre sonst doch wirklich zu schade. Aber Paula ist nicht so - nüchtern so wieso nicht. Nach ihrer letzten gescheiterten Beziehung braucht sie erst einmal keine Männer in ihrem Leben.
Als der Montag kommt, kommt auch der Alltag wieder und Paulas Chef hat ständig etwas zu meckern. Paula reicht es. Sie kann einfach nicht mehr und denkt an das Angebot zurück, dass ihr Mathis gemacht hat: Paris!
Paula tut das einzig richtige - sie kündigt. Nur wenige Tage später befindet sie sich in der Stadt der Liebe. Zwar ohne Liebe, dafür mit einem spannenden Job und einer tollen WG-Mitbewohnerin. Nur Nic geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Aber in den nächsten drei Monaten ist sie viele Kilometer von ihm entfernt.

An ihrem ersten Tag als neue Assistentin von Mathis kommt sie in die Agentur zum Meeting und ist freudig nervös. Bis die Tür aufgeht und Nic vor ihr steht. Oh Gott! Wo kommt er denn her? Da muss sie extra aus Frankfurt nach Paris fliegen um ausgerechnet in der gleichen Firma zu landen wie er? Na das konnt ja heiter werden. Aber Arbeit ging vor.
Es reichte ihr schon, dass der Bandkollege ihrer Mitbewohnerin Interesse an ihr zeigt und auch Mathis ihr Zweideutigkeiten ins Ohr flüstert, nun beobachten sie auch noch diese unglaublichen Augen von Nic. Er muss nur da sitzen und schon ist ihr Höschen feucht.
Ist die Stadt der Liebe etwa auch für Paula ein Neuanfang in Herzensangelegenheiten?

Rose Bloom suchte Testleser für ihren neuen Roman Merci Paris und allein die Zusammenfassung klang unterhaltsam und witzig, so dass ich zuschlagen musste.
Ich wurde nicht enttäuscht. Paula liebt zwar ein geregelten Leben, ist aber etwas chaotisch. Ihre Freundin Emma habe ich sofort ins Herz geschlossen, während mir Mathis irgendwie nicht ganz geheuer war.
Das Buch beginnt in der Vergangenheit und dem Scheitern von Paulas vorheriger Beziehung. Keine Seltenheit - leider. Das sie dadurch auf Männer gerade keine Lust hat, ist also nachvollziehbar. Auch ihr Ausbruch aus ihrem üblichen Trott war dringend nötig.

Ein wenig befremdlich fand ich den hohen Alkoholkonsum von Paula. Da ist weniger in jedem Fall mehr und am Ende weiß man immer noch was man gemacht hat.
Nic ist ein Traum von einem Mann und verhält sich eigentlich immer anständig. An ihm konnte ich nichts negatives finden und so passt er perfekt in die Rolle des männlichen Hauptprotagonisten.
Jeden Charakter für sich genommen, fand ich ziemlich gelungen. So konnte ich mich in die Geschichte fallen lassen und es mir gemütlich machen.
Merci Paris ist mein erstes Buch von Rose Bloom aber definitiv nicht das letzte. Der Schreibstil ist flüssig, mit Humor und einer guten Portion Erotik.
Ich muss einen halben Stern abziehen für einen Fehler und eine Eigenheit von Nic die mich beinahe in den Wahnsinn getrieben hat (Laut Autorin ist beides inzwischen in der Korrektur.)

Einen ganz lieben Dank an Rose Bloom für das Rezensionsexemplar.

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Cover Icecream and Kisses

Joleen Martini hat sich den Traum vom kleinen Eiscafé erfüllt und geht ganz in ihrer Berufung auf. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Rocky steht sie jeden Tag im Laden, bedient die Bewohner von Boca Raton und erfreut sich an den Komplimenten ihrer Gäste.
Es gibt Menschen die bereits seit Jahren zu ihr kommen, jeden Tag. Aber es muss ja nicht immer Eis sein, Joleen hat neben ihren cremigen Kreationen ebenfalls ein reichhaltiges Frühstücksangebot.

Es könnte alles perfekt sein, würde nicht ausgerechnet in dem leeren Ladenlokal gegenüber ein neuer Laden eröffnen, der ihr das Geschäft ruinieren könnte. Sweetness Chunk ist eine der größten Billigsofteisketten in den Staaten und als wäre das noch nicht genug, steht ihr attraktives Date von gestern Abend inmitten der zahlreichen Bauleuten.
Am Tag zuvor saß plötzlich dieser atemberaubende Mann in ihrem Café und bestellte einen großen Eisbecher. Mit seiner Stimme, seinen Augen und den intensiven Flirtversuchen machte er Joleen ganz wuschig, bis sie schließlich in ein Date einwilligte. Es knisterte sofort und Joleen war klar, dieser Mann könnte ihr gefährlich werden.
Nun scheint es aber ganz so, als wenn seine Anmache nur eine Masche war um die Konkurrenz auszuloten. Na das kann er sich ganz schnell abgewöhnen. Joleen beschließt Blue Barber ab sofort die kalte Schulter zu zeigen. Ihm aus dem Weg gehen kann sie schlecht, da sie ihn in einem Anfall von Nächstenliebe im Ferienhaus ihres Vaters auf dessen Ranch einquartiert hat.
Joleen liebt die Abende mit ihrem Dad, doch nun gibt es da diesen mysteriösen Mann, der sich wie von allein in ihr Leben schleicht und alle ihre Verbündeten um den Finger wickelt.
Wie soll sie sich ihm gegenüber bloß verhalten?

Obwohl sie Blue immer wieder sagt, dass sie mit der Konkurrenz nichts anfängt, landen sie schlussendlich im Bett. Das war keine gute Idee, denn es kristallisiert sich immer mehr heraus, das Blue Barber nicht der zu sein scheint, für den er sich ausgibt. Was verheimlicht er ihr?
Während ihr Kopf versucht die Schlucht zu umfahren, steuert ihr Herz geradewegs darauf zu. Und nicht nur sie scheint überfordert mit ihren Gefühlen zu sein, auch Blues Augen sagen etwas anderes als sein Mund.
Joleen muss sich entscheiden - vertraut sie Blue? Kann er ihr das geben, was sie am nötigsten braucht? Und was passiert, wenn der Laden eröffnet wird und Blues Job ihn weiter zieht?

Icecream & Kisses ist das erste Buch der Autorin, das sich auf meinen Reader verirrt hat und ich bin ziemlich angetan davon.
Natürlich ist die Geschichte nicht neu und wer eine gewisse Schattierungstrilogie kennt, wird hier Parallelen entdecken, dennoch konnte mich dieses Buch wirklich begeistern. Der Schreibstil ist toll, die Charaktere abgegrenzt und wer es erotisch mag, kommt selbst bei 165 Seiten nicht zu kurz.

Was mich dann doch ein wenig gestört hat war die Abhängigkeit von Joleen. Blue musste nur ein wenig fordern und schon war sie bereit ihm zu folgen. Das passte irgendwie nicht zur Geschäftsfrau, die um ihr Café bangt.
Da hätte ich mir mehr Rückgrat gewünscht. Sie weiß was für sie besser wäre und handelt doch immer wieder gegensätzlich. Das ist teilweise etwas anstrengend.
Blue hingegen macht das was er will und kriegt auch was er will.

Ich habe während des Lesens gelacht, mit den Augen gerollt, feuchte Hände bekommen und geheult. Es ist also für jede Gefühlsregung etwas dabei. Deshalb kann ich es auch definitiv empfehlen.

Einen ganz lieben Dank an das Team von Droemer Knaur-Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich werde die Autorin im Auge behalten.

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Cover Stoned

Schon viel zu lange hat Willow mit ansehen müssen, wie Stone, die Liebe ihres Lebens, immer mehr zu einem Menschen wurde, den sie weder erkennt noch besonders gut leiden kann. Stone und sie sind schon seit der Schule ein Paar und zusammen durch dick und dünn gegangen - und haben gemeinsam Stones größte Erfolge gefeiert, denn mittlerweile gehören er und seine Band Wrecked zu den ganz Großen. Doch mit dem Erfolg kamen auch Alkohol, Drogen und andere Frauen – und Stone ist allem davon immer mehr verfallen.
Nach einem besonders schlimmen Abend, an dem Stone zu weit gegangen ist, reicht es Willow nun endgültig. Sie verlässt Stone und hat nicht vor je wieder zu ihm zurückzukehren, so schwer es ihr auch fällt.

Stone weiß, dass er ein Problem hat, doch wie schlimm es um ihn wirklich steht, wird ihm erst klar, als Willow, seine Willow, ihn tatsächlich verlässt. Er wollte nie etwas tun, dass sie jemals verletzen würde, doch genau das scheint er getan zu haben - und dank der Drogen erinnert er sich noch nicht einmal wirklich daran. Ohne seine Muse hat sein Leben keinen Sinn und auch wenn er eigentlich nicht vor hatte sich umzubringen, kommt er eines Abends einer Überdosis doch gefährlich nah.
Nun reicht es auch Stones Bandkollegen und dem Label - er muss clean werden und so schicken sie einen mehr als widerwilligen Stone auf Entzug. Doch nach und nach wird Stone sich der Tragweite seiner Taten bewusst und wie viel er im Nebel der Drogen und auf der Jagd nach dem nächsten High wirklich verloren hat. Eines ist ihm jetzt aber glasklar: Er muss Willow zurück gewinnen.
Doch das ist leichter gesagt als getan, denn sie ist wie vom Erdboden verschwunden und will offensichtlich nicht gefunden werden. Und selbst wenn Stone sie tatsächlich finden sollte, heisst das noch lange nicht, dass Willow auch auf ihn gewartet hat...

Wenn man mit Stoned von Mandi Beck anfängt bekommt man das Gefühl, dass es schon ein Buch für diese Reihe geben muss. Es werden so viele Dinge und Details angesprochen, die wie selbstverständlich kurz angeschnitten, dann aber nicht weiter ausgeführt werden. Doch Stoned ist das erste Buch der Wrecked Reihe und somit gehören diese Anspielungen wohl einfach zum Stil von Mandi Beck. Das war ein wenig gewöhnungsbedürftig hat mich aber gleichzeitig unglaublich neugierig auf das gemacht, was Willow, Stone und ihre Freunde bisher bereits erlebt haben. Jede Figur hat eine komplexe Hintergrundgeschichte, was an sich sehr schön war, hier und da aber eben etwas anstrengend und verwirrend wurde.
Am meisten erfahren wir aber natürlich über Willow und Stone, aus deren Sicht dieses Buch geschrieben ist. Willow ist dabei sicher der einfacherere Charakter. Sie musste eine Menge durchmachen während ihrer Zeit mit Stone. Aus der allerbesten Zeit ihres Lebens wurde die allerschlimmste und als sie endlich den Entschluss gefasst hat, ihn endgültig zu verlassen, konnte man sich nur für sie freuen, denn Stone hat sich wirklich einige Fehltritte geleistet. Sie ist an dieser Entscheidung gewachsen und wurde dadurch zu einer starken, sympathischen jungen Frau, die sehr ehrlich mit sich und anderen ist. Den eindeutig schwierigeren Part hatte da Stone. Als Leser bekommen wir fast nur den Stone zu sehen, der bereits verlassen wurde und ehrlich versucht sich zu bessern. Doch der Mann, zu dem er sich vorher entwickelt hatte und den Willow langsam aber sicher hassen gelernt hat, war ein echtes Monster. Er ist zwar nie gewalttätig geworden, hat durch die Drogen, all den Frauengeschichten und verbalen Attacken Willow aber nicht weniger verletzt. Auf der einen Seite bin ich froh, dass man von dieser Version von Stone nur sehr wenig gesehen hat, schließlich hatte Mandi Beck sowieso schon genug zu tun, ihn sympathisch zu halten. Auf der anderen Seite muss ich aber sagen, dass mir diese Probleme schlussendlich zu wenig intensiv ausgesprochen wurden. Natürlich thematisieren Willow und Stone diese Dinge immer wieder, aber irgendwie blieb es immer zu oberflächlich, so dass die Situation am Ende nur bedingt befriedigend fand.
So ganz wohl gefühlt habe ich mich mit Stone sowieso nicht muss ich sagen. Er ist besessen von Willow und in seinem Kopf sind sie immer noch ein Paar, egal wie viel Zeit vergangen ist oder dass er nicht einmal weiß, wo sie ist. So richtig gesund ist ihre Beziehung also irgendwie nicht. Man kann das natürlich auch als unglaublich romantisch einstufen, aber wie gesagt, ganz wohl war mir damit nicht.
Sehr schön fand ich dafür die vielen verschiedenen Nebencharaktere. Wie gesagt hat Mandi Beck so gut wie jedem eine kleine eigene Geschichte verpasst, wodurch fast jede Figur interessant und auch ziemlich sympathisch wurde. Vor allem Willows neue Freunde und Stones Bandkollegen sind besonders gut gelungen und ich hoffe in den anderen Büchern von der Wrecked Reihe noch mehr von ihnen zu sehen.

Denn obwohl Stoned von Mandi Beck nicht besonders einfach war, war es doch ein sehr emotionales Buch, das Spaß gemacht und die Neugier auf die weiteren Bücher geweckt hat, die ich vermutlich auch lesen werde.

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Cover Connection Error Englisch

Als Josiah auf dem Weg nach Deutschland ist, um dort ein Projekt für das höchst erfolgreiche Computerspiel Space Villager zu leiten, ist er angenehm überrascht, als er im Flugzeug Ryan als seinen Sitznachbarn findet. Denn im Gegensatz zu dem alten unangenehmen Nachbarn, den Josiah befürchtet hat, ist Ryan so ziemlich der bestaussehendste Mann, den er jemals gesehen hat – und das trotz der verherenden Verletzungen, die sich der Soldat bei seinem letzten Einsatz zugezogen hat. Josiah ist zwar vollkommen klar, dass er niemals eine Chance bei jemandem wie Ryan hat - schließlich ist Ryan ein Navy SEAL und hat kein Interesse an einem schlaksigen, unsportlichen Nerd, der alle Hände voll damit zu tun hat sein ADHS zu kontrollieren - doch ein wenig flirten und die Gunst der Stunde nutzen kann nie schaden. Womit er allerdings nicht rechnet, ist wie sehr ihm Ryan in kürzester Zeit ans Herz wächst.

Ryan hat einen Plan: Er wird seine Physiotherapie so schnell wie möglich durchziehen, lernen auf seinen Prothesen zu laufen und dann so schnell wie möglich wieder seinen Dienst antreten. Er weiß natürlich, dass er nie wieder einen Einsatz machen kann, aber es gibt genug Jobs in der militärischen Ausbildung, für die er mehr als geeignet ist - Hauptsache er hat wieder eine echte Aufgabe.
Davon darf er sich von nichts und niemandem ablenken lassen, schon gar nicht von einem jungen Mann, der eigentlich so gar nicht sein Typ ist. So ganz kann er sich Josiah und seiner puren Lebenslust aber doch nicht entziehen und zumindest einen Freund kann Ryan auf jeden Fall in seinem Leben gebrauchen.

Also beginnen die beiden zu e-mailen. Und zu chatten. Und zu skypen. Und schon bald müssen beide zugeben, dass sie einander mehr bedeuten, als einfach nur Freunde...

In Connection Error schlägt Annabeth Albert einen Ton an, der sich ein wenig von den übrigen Büchern der #gaymers Reihe unterscheidet. Denn dieses Mal ist das Thema doch ein wenig ernster geraten und mir für meinen Teil hat das sehr gut gefallen.
Doch keine Sorge, Connection Error ist sicher kein deprimierendes Buch - zumindest meistens. Ryan hat wirklich eine Menge durchgemacht in den letzten Monaten und er arbeitet fast schon fanatisch daran im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine zu kommen, Es dauert nicht lange bis man auch als Leser merkt, dass hinter seinem Eifer und Fokus mehr schlummert, als einfach nur der Wunsch wieder mobil zu sein. Denn Ryan hat keine Ahnung mehr, wer er eigentlich ist, wenn er sich nicht als Navy SEAL bezeichnen kann und das nagt sehr an ihm...
Josiah ist in so ziemlich jeglicher Hinsicht Ryans Gegenteil: Er ist meist ein wenig zerstreut, alles andere als dominant und es fällt ihm ziemlich schwer sein Team im Griff zu halten. Doch das muss er momentan mehr denn je, schließlich ist er zum ersten Mal zum Projektmanager ernannt worden und diese Aufgabe nimmt er sehr ernst. Ich mochte Josiah wirklich unglaublich gerne, denn obwohl Annabeth Albert wirklich ganze Arbeit geleistet hat sein ADHS glaubhaft darzustellen fand ich seinen Elan und Schusseligkeit einfach nur niedlich. Er ist genau der frische Wind, den Ryan in seinem Leben braucht und seine Frohnatur hat viel von Ryans manchmal etwas schwereren Szenen etwas aufgelockert.
Für die beiden furchtbar unterschiedlichen Charaktere ist es allerdings sehr schwer, alles unter einen Hut zu bringen. Das liegt allerdings nicht nur schlicht an der Entfernung, die sie trennt (Ryans Reha-Zentrum ist in Washington, Josiah ist erst in Deutschland und später wieder zuhause an der Westküste), sie scheinen auch völlig unterschiedliche Dinge vom Leben zu wollen. Trotzdem habe ich die beiden von Anfang an angefeuert. Ich liebe ungleiche Paare und all die Probleme, die damit einhergehen und Ryan und Josiah waren da keine Ausnahme.

Das Einzige, was mir ein wenig an Connection Error von Annabeth Albert gefehlt hat, waren zusätzliche Charaktere. Es gibt zwar jede Menge Nebenfiguren und auch die anderen Charaktere aus der #gaymers Reihe haben ein paar ganz kurze Auftritte, aber im Grunde war die Geschichte schon sehr fokussiert auf Ryan und Josiah. Ich hätte mir etwas mehr Interaktion mit anderen Charakteren gewünscht, einfach weil ich die beiden außerhalb ihrer Seifenblase, in der nur sie existierten, sehen wollte. Im Grunde hat man das nämlich nur zwei Mal gesehen und gerade diese Szenen fand ich sehr interessant und bezeichnend für ihre Entwicklung.

Connection Error von Annabeth Albert war eine süße aber auch sehr emotionale Geschichte über ein ziemlich ungleiches Paar und was sie alles dafür tun, um ihren Platz im Leben und einander zu finden. Annabeth Albert hat einen sehr flüssigen, angenehmen Stil und obwohl sie mein Herz immer wieder höher schlagen lies, ist Connection Error erstaunlich unkitschig und auch das Ende ist nicht zu übertrieben.

Connection Error erscheint am 5. September 2016.

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