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Donners of the Dead

23.02.2014
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Donners of the Dead

Sierra Nevada, 1851: Die 18-jährige Eve weiß nicht so recht, was sie von ihrem Leben erwarten kann. Sie ist die Tochter einer weißen Siedlerin und eines Paiute Indianers und obwohl kaum jemand diese Verbindung verstehen kann, ist ihre Familie doch sehr glücklich miteinander. Zumindest bis Eves Vater spurlos verschwindet und alle das Schlimmste befürchten. Ihre Mutter ist am Boden zerstört, hört auf zu sprechen und ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Es bleibt den beiden nichts anderes übrig, als zu Eves Onkel Pat und dessen Familie zu ziehen. Doch dort ist Eve nicht viel mehr als eine Arbeitskraft. Sie ist weder weiß, noch eine echte Paiute und gehört somit nirgendwo so richtig dazu. Der Einzige, der sie wie einen gleichwertigen Menschen behandelt ist ihr Avery. Eigentlich ist er ihr bester Freund, doch in letzter Zeit befürchtet sie, dass sie mehr für ihn zu empfindet.
Doch Eve weiß, dass daraus nichts werden kann. Sie ist mittellos, ohne echtes Zuhause und ihrem Onkel mehr oder weniger ausgeliefert. Als der nämlich eine Möglichkeit sieht, Geld mit ihr zu machen, schlägt er sofort zu. Denn eine Gruppe von Fremden ist an Eves Fähigkeiten als Fährtensucherin interessiert. Die Männer sind auf der Suche nach Überlebenden der Donner Party, einer Gruppe von Siedlern, die vor ein paar Jahren in der Sierra Nevada verschollen ist. Eve - oder viel mehr ihr Onkel - soll für ihre Dienste reich entlohnt werden und so schließen sich Eve und Avery, der auf Eve unter all diesen Männern aufpassen soll, der Expedition an und reiten in die Berge.
Doch irgendetwas lauert in den schneebedeckten Gipfeln der Sierra Nevada. Merkwürdige Kreaturen, die mehr Monster als Mensch sind treiben ihr Unwesen. Als nach und nach immer mehr Mitglieder von Eves Reisegruppe diesen Wesen zum Opfer fallen, wird ihr bald klar, dass ihre einzige Chance zu überleben in Jake McGraw liegt. Doch kann sie dem mysteriösen, ehemaligen Texas Ranger vertrauen, der sie aus irgendeinem Grund zu hassen scheint und jede Menge eigene Geheimnisse hat?

Wie so viele von Karina Halles Büchern, basiert auch Donners of the Dead auf einer wahren Begebenheit. Die Donner Party ist tatsächlich Mitte des 19. Jahrhunderts in der Sierra Nevada verschollen und musste dort schreckliche Dinge durchleiden, um zu überleben. Hunger und Morde trieben einige der Teilnehmer sogar zu Kannibalismus. Diesen Ansatz hat Karina Halle für ihren historischen Horror-Roman genutzt. Und das mit Erfolg, denn die Geschichte um Eve, Jake, Avery und die anderen Reisenden ist wirklich sehr spannend geworden und lässt sich gut mit den geschichtlichen Hintergründen vereinbaren.
Wie gesagt weiß nicht so richtig, wo sie hingehört. Sie ist nicht weiß, aber auch keine echte Indianerin. Sie ist keine Lady, wird aber mangels Alternative oft wie eine behandelt. Eve fühlt sich verloren und will nichts anderes, als ein echtes Zuhause zu finden. Ich fand sie von Anfang an extrem sympathisch, gerade weil sie so viele Gegenstücke in sich vereint, und sie gibt eine prima Protagonistin ab. Doch auch viele der anderen Charaktere sind auf ihre Weise interessant. Avery ist ein richtig netter Kerl und der Einzige, der Eve wirklich anständig behandelt. Er sorgt für allerlei widersprüchliche Gefühle bei Eve, die durch ihre Isolation und die Epoche in manchen Dingen noch sehr naiv ist. Die Männer rund um den Anführer Tim, die Eve anheuern, sind alles andere als durchschaubar. Jeder hat seine ganz eigenen Gründe und Pläne für diese Reise und nicht allen von ihnen ist zu trauen. Karina Halle hat dabei immer die Spannung hochgehalten und bis zum Ende kaum durchblicken lassen, wer hier eigentlich was im Schilde führt. Und dann ist da noch Jake. Auch er hat so seine Geheimnisse und am Anfang fand ich ihn noch nicht mal sonderlich sympathisch. Er ist grob, unhöflich und frech. Doch irgendwas hat er, das einen sofort neugierig macht. Und je näher man ihn im Laufe der Geschichte kennenlernt, umso interessanter wird er. Am Ende mochte ich ihn mindestens genau so gern wie Eve.

Teaser Donners of the Dead

Aber sicher das Spannendste an der Geschichte, sind die Monster, die Eve und ihren Gefährten auf der Spur sind. Karina Halle kombiniert hier geschickt die Geschichte der Donners Party mit der Legende des Wendigo, die bei vielen Indianervölkern verbreitet ist. Dank ihnen macht Eve einige wirklich grauenhafte Entdeckungen und, wie von dieser Autorin nicht anders zu erwarten, gibt es jede Menge gruselige und spannende Szenen, sowie Wendungen, mit denen absolut nicht zu rechnen war. Doch wie bei den meisten ihren Büchern, macht es auch bei Donners of the Dead die Mischung. Es gibt einige wirklich lustige, aber auch mal romantische Szenen, um die oft sehr schaurigen Entwicklungen nicht zu übermächtig werden zu lassen.

Einzig der finale Showdown hätte in Donners of the Dead von Karina Halle etwas länger sein können. Hier geht alles doch recht schnell und man hätte die Möglichkeiten doch noch ein wenig besser nutzen können. Ansonsten hat mich Karina Halle mit Donners of the Dead mal wieder vollkommen überzeugt. Es ist spannend, gruselig und durch den realistischen, historischen Hintergrund umso angsteinflößender. Die Geschichte ist sicher mal was anderes, aber wer dem Buch eine Chance gibt, wird sicher nicht enttäuscht.

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Bild Harry Draco emi

Pansy Parkinson ist die Gründerin und Betreiberin der erfolgreichen Magical Dating Online-Agentur, einer online Partnerbörse für Hexen und Magier. Da sie in der Lage ist, ihren bekannteren Kunden absolute Anonymität zu gewähren, hat sie kürzlich gleich zwei berühmte Magier als Kundschaft gewonnen. Sowohl ihr bester Freund, Draco Malfoy, als auch der Retter der Zauberer-Welt, Harry Potter, haben beschlossen, ihr Glück mit Magical Dating Online zu probieren. Und wie es der Zufall so will, passen ihre Profile, Hobbies und Leidenschaften perfekt zueinander.
Zunächst entsteht eine innige Online-Brieffreundschaft zwischen Gryffin und Sly, die gefüttert durch viel Witz, langsam aufgebautes Vertrauen und erstem physischen Kontakt per Magie bald zu tiefen Gefühlen führt. Doch da ist immer noch das Problem, dass Harry und Draco sich im wirklichen Leben nicht grün sind und beide das ein oder andere Geheimnis voreinander haben. Ob ihre Zuneigung und Liebe eine Chance hat, wenn sie Gegenseitig ihre echten Identitäten erfasst haben...?

Must Love Quidditch ist ein wunderbar lustiges Fanfiction. Selten habe ich so gelacht beim Lesen wie hier. Zunächst ist da der rege Briefverkehr, der einfach herrlich zu lesen war. Doch noch besser wird die Geschichte dann, wenn die Katze aus dem Sack ist. Denn dann versucht Draco sein essentielles Geheimnis zu verwahren und Harry um jeden Preis zu meiden, obwohl er eigentlich schon heftig in Gryffin verliebt ist. Harry, der zunächst ebenfalls über die Identität von Sly entsetzt ist, erkennt in Draco aber dennoch den perfekt passenden Partner und will sich nicht abwimmeln lassen. Um Dracos Privatsphäre zu wahren, greift er zu einem besonderen Trick: dem altertümlichen Delibero Pergo, einem antiquierten Reinblüterritual aus dem 14 Jahrhundert mit dem man einer Hexe oder einem Zauberer nach allen Regeln der Kunst den Hof macht. Alleine schon die 14 Geschenke, die Harry zusammensammelt, um sie seinem zukünftigen Partner zu schenken. Es ist so schön zu lesen, dass einem wirklich das Herz aufgeht. Wegen mir hätte Delibero Pergo auch noch länger so weiter gehen können. Auch die Zeremonien, die zum Ende hin stattfinden, sind toll beschrieben und lassen einen wohlig seufzen.

Einzig zum Ende hin war mir Must Love Quidditch dann einen Tick zu süßlich. Doch zum Glück hat dracosoftie noch die Kurve gekriegt und immer wieder ein paar Lacher eingebaut, sodass man nicht allzu tief im Kitsch versunken ist. Der Schreibstil war sehr charmant und wirklich humorvoll. Harry und Draco waren ja ein wenig älter (die Schlacht um Hogwards liegt acht bis neun Jahre zurück) und auch ihre Entwicklung war wunderbar getroffen. Zusätzlich waren die vielen bekannten Nebencharaktere, denen man begegnet, genauso wie sie sein sollten.

Fazit: Must Love Quidditch ist ein charmant-lustiges Harry Potter-Fanfiction, welches sich wunderbar als Lektüre zwischen zwei ernsteren Büchern einschieben oder sonst zum Entspannen lesen lässt.

Ein Hinweis noch zum Schluss: Neben Must Love Quidditch finden sich noch weitere Fanfictiongeschichten von dracosoftie auf dem entsprechenden fanfiction.net Profil. Zu meiner Freude durfte ich feststellen, dass sich hinter dracosoftie die professionelle M/M-Autorin Bru Baker verbirgt. Da mir Must Love Quidditch insgesamt wirklich richtig gut gefallen hat, freue ich mich schon darauf, einem ihrer unter eigenen Namen veröffentlichten Werke eine Chance zu geben. Das erste Buch habe ich schon im Auge.
Bild von e-m-i auf deviantart.com.

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Behind the Curtain

20.02.2014
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Behind The Curtain englisch

Der 20-jährige Dawson Barnes studiert Literatur und Licht- und Tontechnik am heimischen College in Nordkalifornien. Zusammen mit Benji, seinem besten Freund seit Kindergartentagen, kümmert er sich um die Technik des Collegetheaters. Logisch, dass beide ihre Liebe zur Bühnentechnik auch zum Beruf machen wollen. Als Dawson beim Anbringen der Lichter für eine Ballettaufführung fast dem Startänzer Jared Emory (26) auf den Kopf fällt, ist er fasziniert von diesem dunkelhaarigen Mann mit wunderbar blauen Augen und der Attitüde eines Eisprinzen. Doch, auch wenn Jared ein Star am Balletthimmel ist, ist er auch ein feiner Mensch, der nicht nur an sich denkt. Er heuert Dawson zusätzlich als Techniker an, um einer Gruppe von behinderten Kindern auf der Theaterbühne ihren Traum vom Auftritt als Ballettprinz oder -prinzessin zu ermöglichen. Und dann lädt Jared Dawson zum Abendessen ein und wie das so üblich ist, in Dawsons kleiner Heimatstadt, entfaltet ein Date im Denny's seine Magie...

Behind the Curtain ist mein erstes Buch von Amy Lane gewesen und dieser Spontankauf hat sich als ein echter Glücksgriff erwiesen. Dawson ist ein fantastischer Charakter, der wunderbar vielfältige Wesenszüge in sich vereint: er ist jung, enthusiastisch und mit einem unverrückbarem Glauben versehen, an das, was gut und was schlecht ist. Manchmal erscheint er fast naiv, doch er verfügt über die wunderbare Fähigkeit, tief und innig lieben zu können. Und darin ist er weise und seinem Alter weit voraus. Beispielsweise sagt er Jared bei ihrem Date im Denny's folgende Sätze, die mich auch jetzt noch schier zum Zerschmelzen bringen:

"When I sleep with someone, I need it to mean something. I need to know someone would look me in the eye and be there the next day, and the next week, and the next month. I'm not stupid - I know it doesn't always mean forever, but you have to at least think it could be forever. There's a possibility of forever before you even touch, or you're just touching to hurt yourself."

Übersetzung: Wenn ich mit jemandem schlafe, muss es mir etwas bedeuten. Ich muss wissen, dass derjenige, dem ich in die Augen schaue, auch noch am nächsten Tag, in der nächsten Woche und im nächsten Monat da ist. Ich bin nicht blöd - ich weiß, es bedeutet nicht zwangsläufig für immer, aber man sollte wenigstens glauben, dass es für immer sein könnte. Dass die Möglichkeit eines Für Immer existiert, bevor man sich überhaupt berührt, oder man berührt sich gegenseitig und verletzt sich nur selbst.

Sein großes Herz befähigt Dawson mehr oder weniger von Anfang an, hinter Jareds Fassade zu blicken. Im Inneren des Eisprinzen verbirgt sich ein verletzter und liebevoller Mann, der nicht nur schrecklich einsam ist, sondern seinem Körper für das Tanzen fast Unmögliches abverlangt. Letztlich sind es Dawsons Liebe und die seiner Freunde, die es Jared möglich machen, seinen Abschied von der Bühne überhaupt in Erwägung zu zeihen. Keiner ahnt, dass ein Wettlauf mit der Zeit begonnen hat...

Amy Lane hat schon Unmengen an Büchern geschrieben, zumeist Fantasybücher und M/M-Romanzen. An Behind the Curtain haben mich zunächst das großartige Cover und der Titel gelockt. Und tatsächlich ist dieser Titel perfekt gewählt. Natürlich geht es um die Arbeit auf und im Hintergrund der Bühne, es geht aber auch um die Beziehung zwischen Dawson und Jared, bei der beide hinter die geistigen Vorhänge des jeweils anderen blicken müssen. Insbesondere Jared's Leben war und ist alles andere als einfach - Superstar hin oder her. Nachdem man ihn anfangs nicht so gut einschätzen kann, ist es umso erstaunlicher und erfreulicher zu sehen, wie sehr er Dawson braucht.

Nach dem perfekten Zitat von oben, muss ich zum Schreibstil nicht viel mehr sagen, oder? Das ganze Buch war wunderbar geschrieben und Dawson als Person konnte mich so verzaubern, dass ich tatsächlich traurig bin, dass er keine reale Person ist. Einen Menschen wie Dawson sollte jeder in seinem Leben haben - jemanden, der für einen Kämpft wie ein Löwe, der einen wunderbaren Gerechtigkeitssinn und ein riesiges Herz hat, der aber zum Glück nicht perfekt ist.
Auch die Nebencharaktere waren wunderbar gelungen. Nebencharaktere ist eigentlich das falsche Wort, weil es nur wenige sind, diese aber alle eine größere Rolle spielen. Benji, Darian, Amber, Dawsons Dad und Benjis Mum machen Dawsons Leben, zu dem was es ist und auch Jared wird mit offenen Armen in diesen Kreis aufgenommen.
Einzig das Ende war mir ein wenig zu viel und zu wenig zugleich. Etwas zu viel Drama und hingehalten werden, um dann irgendwie zu plötzlich zu enden. Ganz sicher war Behind the Curtain aber nicht mein letztes Buch von Amy Lane. Dafür haben mir die Geschichte und die Charaktere einfach viel zu gut gefallen.

Fazit: Behind the Curtain erzählt eine wunderbare Liebesgeschichte zwischen zwei jungen Männern, die einmal mehr zeigt, was wirklich wichtig im Leben ist.

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Cover Reeling in the Redneck Englisch

Randi Lynn hat einen großen Traum. Sie will ihre kleine Heimatstadt Possum Hollow in Alabama verlassen, um als Model Karriere zu machen. Das ist auch kein Geheimnis. Der ganze Ort weiß von Randi Lynns Plänen und unterstützt sie voll und ganz.
Trotzdem ist nicht jeder glücklich, sie gehen zu sehen. Ihre Familie und Freunde werden sie z.B. sehr vermissen. Aber auch Skeeter sieht Randi Lynns unvermeidlichen Erfolg mit gemischten Gefühlen entgegen. Auf der einen Seite sollte er froh sein, wenn er sie endlich los ist, denn wenn die beiden aufeinander treffen, fliegen in der Regel die Fetzen. Auf der anderen Seite will er seine hübsche, kleine Nervensäge auch nicht gehen lassen. Skeeter weiß allerdings, dass es zwischen den beiden sowieso nichts werden könnte. Er kann ihr und ihren Ambitionen nicht das bieten, was sie braucht, und im Gegenzug ist sie nicht 'Redneck' genug, um in Skeeters Leben zu passen.
Aber bisher waren Randi Lynns Pläne sowieso immer eher hypothetisch - zumindest bis jetzt. Denn nun zeigt eine Modelagentur in New York reges Interesse an ihr. Und Skeeter wird klar, dass er Randi Lynn nun tatsächlich für immer verlieren könnte...

Ah, Reeling in the Redneck von Lindsey Brookes. Was soll ich dazu sagen? Ich habe ganz ernsthaft in meinem ganzen Leben noch kein so merkwürdiges und anstrengendes Buch gelesen. Im Folgenden werde ich versuchen, euch zu vermitteln, woran das lag:
Zum einen gibt es jede Menge sehr unlogischer bzw. unnötiger Details. Randi Lynn sagt z.B. ihr großer Traum sei es, Modell zu sein. Trotzdem hat sie noch kein einziges Résumé abgeschickt. Das Geld, das sie als Startkapital hätte sparen sollen, wirft sie für Kleidung, Make Up und Schuhe aus dem Fenster. Außerdem ist sie bereits 26 (evtl. sogar älter, das wird im Buch nicht ganz klar) und sie soll es trotzdem in New York als Model schaffen? Fragwürdig. Doch auch die anderen Bewohner von Possum Hollow sind ein wenig unrealistisch. Randi Lynns Tante ist z.B. eine Hexe ? eine richtige, echte Hexe, die ihren Freund gerne in ein Opossum verwandelt.
Lindsey Brookes baut so ziemlich jedes Klischee eines Redneck ein, dass einem einfallen kann. Allem voran die Namen: Randi Lynn, Skeeter, Jimmie Joe, Big Matt, T-Bone, Marcus Erectus, Spud, Catie Ann und so weiter und so fort. Als ich einer amerikanischen Freundin von den Figuren erzählt habe, hat sie gelacht und (ohne, dass ich ihr vom Buch selbst erzählt habe) gesagt, dass das in Alabama spielen muss. Doch es geht weiter: Alle fahren Trucks, die Lieblingsbeschäftigungen der ganzen Stadt sind Fischen und Jagen, es wird getrunken beim Autofahren, geraucht wenn man ein Baby auf dem Arm hat, einige wohnen in Wohnwagen, es wird Moonshine in der Scheune gebrannt...und auch das sind nur Beispiele.
Irgendwo ist das ja alles ganz nett und auch lustig, aber Lindsey Brookes hat es wirklich übertrieben. Denn ihre Charaktere wirken meistens wie Hinterwäldler und einfach...dümmlich. Allen voran Randi Lynn. Wie gesagt tut sie nichts, um ihren "Großen Traum" tatsächlich wahr zu machen. Außerdem hat sie kein Selbstbewusstsein und findet sich hässlich. Da frag ich mich doch, wieso sie dann Modell werden will...
Doch das allerschlimmste an Reeling in the Redneck ist der Schreibstil. Die Namen waren schon mein erstes Indiz, aber die sind fast harmlos im Vergleich zum Rest. Denn die Figuren schaffen es kaum, einen normalen, grammatikalisch korrekten Satz zu formen. Wenn das nur den Dialog betreffen würde, könnte ich damit vielleicht noch leben. Aber sogar die inneren Monologe sind davon betroffen. Hier ein Beispiel: "Them sweet lips of hers had complicated the hell outta my simple redneck life. Randi Lynn Brown might be sexier than sin in a just-stepped-off-a-magazine-cover sorta way, but that weren?t the kinda woman I was looking for." Und das geht knapp 300 Seiten lang so?...

Dass Reeling in the Redneck von Lindsey Brookes dann trotzdem wenigstens noch einen halben Stern bekommen hat, liegt eigentlich nur daran, dass es doch die ein oder andere ganz witzige Szene gab und die Geschichte ganz nett (wenn auch nicht sehr einfallsreich) hätte sein können. Mehr bietet dieses Buch aber auch nicht.

Falls sich jemand trotz allem an Reeling in the Redneck versuchen will, solltet ihr auf alle Fälle vermeiden, die offizielle Beschreibung zu lesen. Die verrät nämlich so ziemlich 95% des Buches...

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Cover Of Beast and Beauty Englisch

In einer Welt, die langsam aber sicher zugrunde geht, haben sich im Laufe der Jahrhunderte zwei Zivilisationen entwickelt: Die Smooth Skins, die sich in abgeriegelten Städten eingeschlossen haben und die durch Blutopfer und Magie ein fruchtbares und scheinbar friedliches Leben führen. Und die Monstrous, hünenhafte Kreaturen mit Schuppen, die sich an das raue Leben in der Wüste außerhalb der Städte angepasst haben. Soweit die Menschen zurückdenken können, herrscht Krieg zwischen diesen beiden Gruppen und sie haben nichts weiter als Hass und Verachtung füreinander übrig.

In dieser Welt leben Isra und Gem. Isra ist die Prinzessin der Stadt Yuan und wird wie ihre Mutter vor ihr eines Tages die Opfergabe für die Magie werden, die das Überleben ihres Volkes sichert. Doch Isra ist nicht wie die anderen Menschen um sie herum. Seit einem Vorfall als Kind ist sie blind. Außerdem stimmt irgendetwas mit ihrem Körper nicht. Sie ist größer und plumper, als ihre Mitmenschen und ihre Haut schält sich und fühlt sich rau an. Isra befürchtet, dass sie den Monstern, die sie so hasst, ähnlicher ist, als alle versuchen ihr weis zu machen.
Währenddessen kämpfen Gem und sein Stamm ums nackte Überleben. Während die Smooth Skins in Luxus leben, leiden sie Hunger - und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Ihre einzige Hoffnung ist es, die Magie und damit das Geheimnis von Yuan zu stehlen. Doch bei dem Versuch, in die Stadt einzudringen, wird Gem gefangen genommen. Das Einzige, was nun zwischen ihm und seinem sicheren Tod steht, ist die merkwürdige, blinde Prinzessin der Stadt - denn die braucht seine Hilfe. Gem weiß, dass sie ihn hasst und er ihr nicht trauen kann. Aber sie ist auch seine einzige Möglichkeit, vielleicht doch noch an die Magie zu gelangen und dadurch seine Familie zu retten.

Doch Gem und Isra wissen noch nicht, dass in ihnen der Schlüssel liegt, den sterbenden Planeten und ihre beiden Völker zu retten - wenn sie nur lernen, alles in Frage zu stellen, was sie dachten, zu wissen und eine uralte Prophezeiung zu erfüllen.

Schon immer ist das französische Volksmärchen Die Schöne und das Biest eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Märchen gibt es hier keine sofortige Liebe oder eine Jungfrau in Nöten, die von einem schneidigen Prinzen gerettet werden will. Das ist auch bei Of Beast and Beauty von Stacey Jay nicht anders - allerdings mit einem Twist. Denn Of Beast and Beauty hält sich nicht ganz an die klassische Rollenverteilung von der Schönen und dem Biest. Hier ist es das Biest, das gefangen genommen und in einem Schloss festgehalten wird, während die Schöne die Fäden in der Hand hält. Doch wenn man genauer hinsieht, ist es gar nicht mehr so klar, wer eigentlich wirklich die Schöne, und wer das Biest ist. Denn sowohl Gem als auch Isra sind keine einfachen schwarz-weiß gezeichneten Charaktere und beide haben ihre dunklen Seiten.
Was Stacey Jay da aus diesem Märchen gebastelt hat, hat mir wirklich unglaublich gut gefallen. Immer wieder entdeckt man neue Parallelen zur Originalgeschichte: Die 'verzauberten' Schloßbewohner (bzw. in diesem Fall Stadtbewohner); die Rosen, die eine ganz entscheidende Rolle spielen; ein alter Zauber und vieles mehr. Das alles hat Stacey Jay zu einer sowohl schönen, als auch manchmal ziemlich erschreckenden Fantasy-Geschichte verwoben, die auch den ein oder anderen Science-Fiction-Einschlag hat.
Es dauert ein Weilchen, bis sich Gem und Isra zusammenraufen. Wie gesagt ist aber auch das etwas, das mir an dieser Geschichte so gut gefällt. Beide haben allerdings auch erst mal ganz andere Sorgen. Auf Gems Schultern lastet das Schicksal seiner Familie und auf Isras sogar das, des ganzen Königreichs. Doch umso schöner und befriedigender ist es dafür, wenn die beiden endlich über ihre eigenen Schatten springen und hinter Äußerlichkeiten und Konventionen blicken. Doch der Weg von beiden ist selbst dann alles andere als einfach. Es gibt einige wirklich grausame, aber umso emotionalere Augenblicke, die Gem und Isra für immer verändern.

Dass Of Beast and Beauty von Stacey Jay nicht die volle Punktzahl erhalten hat, liegt hauptsächlich am Schreibstil. Gerade am Anfang war der ein klein wenig zu gewollt und übertrieben poetisch. Das bessert sich zwar im Laufe der Geschichte, legt sich aber dennoch nie ganz.
Am Ende ändert aber auch das nichts daran, dass Of Beast and Beauty ein wirklich schönes Buch ist, das das klassische Märchen mal auf eine etwas andere Weise erzählt. Stacey Jay hat keine Angst davor etwas Neues auszuprobieren und verlangt ihren Charakteren einiges ab. Das hat sich allerdings gelohnt. Of Beast and Beauty ist - vor allem für Fans der Originalgeschichte - wirklich zum empfehlen.

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