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Cover Fearscape englisch

Valerian (Val) Kimble ist jung (14) und naiv. Als sie dem älteren Gavin Mecozzi, einem Einzelgänger, Schachgenie und Tutor in ihrem Kunstkurs in einer Tierhandlung begegnet, weckt sie sein Interesse. Auch Val ist von dem dunkelhaarigen und geheimnisvollen Jungen angetan. Parallel bekommt sie seltsame Nachrichten über Facebook und hat immer öfter das Gefühl, verfolgt zu werden. Val hat einen Stalker.
Als sie Gavin langsam und eher vorsichtig näher kommt, erweckt er in ihr immer öfter das Gefühl, als wäre Gavin ein Raubtier, dass auf der Lauer liegt und darauf wartet, sie als seine Beute zu erlegen. Vals Unbehagen und ihre Faszination für Gavin bekämpfen sich heftig. Doch dann macht Val eine schreckliche Entdeckung...

Fearscape hat mich über Wochen beschäftigt, weil ich mich an einer Stelle unglaublich schwer aufraffen konnte, weiterzulesen. Nicht, weil ich nicht wissen wollte, wie es ausging, sondern weil meine Vorstellungskraft an der Stelle völlig außer Rand und Band geraten ist. Kennt ihr diesen Moment in einem Buch oder Film, an dem man ganz sicher ist, dass gleich was Schlimmes passieren wird? So war es auch mit Fearscape von Nenia Campell - ich konnte nicht weiterlesen, es aber auch nicht weglegen. Am Ende war ich dann froh, Valerians Geschichte zu Ende gelesen zu haben.
Allerdings ist sie ganz sicher nicht mein Lieblingscharakter in diesem Buch gewesen. Dafür war sie mir einfach zu naiv, zu unschuldig und auch zu unbedarft. Gavin sieht zwar interessante Ansätze in ihr, aber hier hatte ich wirklich Mühe, seinen Gedankengängen zu folgen. Gut, Gavin ist der Psychopath, weshalb man seiner Logik nicht unbedingt folgen können muss. Und nein, dieser Satz ist kein grober Spoiler, denn mit seinem ersten Auftauchen (oder dem Lesen der englischen Synopse) weiß man, dass Gavin der Irre ist. Dennoch war er mit Abstand das Spannendste an Fearscape. Ich persönlich hätte mir ja auch gewünscht, dass er nicht einfach nur ein Psychopath ist, sondern da noch mehr Erklärung dahintersteckt. Val einfach nur als perfekte Partnerin, aka Beute, auszuwählen, war mir von der Idee her auch für einen Young Adult-Thriller etwas zu einfach und gewöhnlich. Hier hoffe ich wirklich, dass Gavin mich in einem der nächsten beiden Bände der Horrorscape-Reihe noch überraschen kann.

Der Schreibstil von Nenia Campell hat mir gut gefallen. Das war mir aber schon klar, weil ich den Blog der Autorin auf BookLikes verfolge und mir dort immer wieder ihr Humor und Wortwitz auffallen. Ich hoffe, davon findet sich dann noch mehr in ihren weiteren Büchern. Insgesamt war mir Fearscape nämlich zu klischeehaft. Ich vermute schwer, dass das Absicht ist, dennoch habe ich mich während der Geschichte an manchen Stellen daran aufgerieben. Beispielsweise war die Mutter überführsorglich und natürlich wurde dies noch schlimmer, als der Stalker erst mal in Aktion trat. Die beste Freundin, war gar keine so gute Freundin, weil sie plötzlich Jungs und andere Vergnügungen im Kopf hatte. Der "andere Junge" entsprach so sehr der perfekten High School-Liebe, dass man automatisch mit den Augen rollen musste. Kein Wunder also, dass unser braves Mädchen, dass eigentlich nur im Kunstunterricht und auf der Tartanbahn auftaut, von dem dunklen, geheimnisvollen, älteren Genie angezogen wird, wie die Motte vom Licht. Blöd nur, dass das Genie leider eine Schraube locker hat. Dennoch hoffe ich ja, dass Val es schafft, ihm im weiteren Verlauf der Geschichte, ebenfalls das Fürchten zu lehren. Verdient hätte Gavin es allemal.

Fazit: Unterhaltsame, aber auch sehr vorhersehbare High School-Psycho-Geschichte, deren stereotypen Charakterentwicklung ich mich dennoch nicht entziehen konnte.

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Cover Finding Cinderella Englisch

Kann leichter Spoiler zu Hopeless / Hope Forever und Losing Hope enthalten.

Durch einen Administrationsfehler hat der High School Schüler Daniel jeden Tag die 5. Stunde frei. Und damit das auch so bleibt und keiner hinter seine Freistunde kommt, versteckt er sich jeden Tag in einem Wandschrank und hält ein Nickerchen. Bisher wurde er dabei auch nie gestört. Zumindest bis er eines Tages davon geweckt wird, dass ihm ein Mädchen sprichwörtlich in den Schoß fällt. Es ist stockdunkel in dem Schrank und er hat keine Ahnung wie sie aussieht, aber irgendetwas ist an diesem Mädchen, das ihn nicht mehr loslässt. Die Stunde, die sie gemeinsam im Dunkeln verbringen, wird er nie vergessen, doch die Identität des Mädchen, das er Cinderella getauft hat, hat er auch Wochen später noch nicht aufdecken können.

Ein Jahr und eine richtig beschissene Beziehung später hat Daniel erst einmal die Nase voll von Mädchen. Zumindest bis er Six trifft - was zufälligerweise am gleichen Abend passiert, an dem er sich von seiner Freundin trennt. Six ist die beste Freundin von Sky, der Freundin von Daniels bestem Freund Holder und hat die letzten 7 Monate in Italien bei einem Austausch verbracht. Daniel ist absolut fasziniert von Six. Ein Mädchen, das keine Handtasche mit sich rumschleppt, seinen Humor versteht und ihn fist bumped? Das ist alles, was er sich je wünschen könnte und lässt ihn Cinderella fast vergessen.
Doch natürlich ist alles nicht so einfach, wie es Daniel am Anfang erschienen ist und genau die Verbindung sein, die er zu Six spürt, könnte die beiden am Ende trennen...

Tatsächlich liest sich Finding Cinderella von Colleen Hoover zunächst wie ein Märchen. Leicht, romantisch, süß, aber auch ziemlich unrealistisch. Spaß macht es aber dennoch zu sehen, wie sich Six und Daniel schnell näher kommen. Beide Charaktere sind ein bisschen verschroben und haben so ihre ganz eigene Sicht auf die Dinge. Besonders Daniel ist einfach so ein schräger Vogel und zu knuffig. Man muss ihn einfach mögen.
Doch ich hätte wissen müssen, dass es bei Colleen Hoover nicht nur ein einfaches simples Märchen geben kann. Denn der Knackpunkt der Geschichte konnte mich - zumindest teilweise - ehrlich überraschen, als er endlich aufgedeckt wurde. Leider finde ich aber auch, dass die Autorin nicht alles aus der Geschichte rausgeholt hat. Dafür hat sich die Handlung zu schnell entwickelt und Probleme wurden sehr rasch gelöst bzw. abgehakt. Hätte sich Colleen Hoover nur etwas mehr Zeit genommen, hätte Finding Cinderella ein richtig tolles Buch werden können - nicht nur eine Novelle. Die Charaktere hätten es jedenfalls verdient.

So aber hat es Finding Cinderella leider nur zu "nett mit viel Potential" geschafft. Das ist zwar schade, vor allem für Fans der Hopeless-Reihe aber natürlich dennoch zu empfehlen. Denn nicht nur sind Sky und Holder mit von der Partie, auch Daniel und Six selbst lohnen einen Blick ins Buch allemal.
Leider hat es diese Reihe bisher noch nicht zu uns geschafft. Doch da Colleen Hoovers andere Reihe Slammed bald bei uns erscheint, kann sich das ja vielleicht bald ändern.

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Cover Coming Home Englisch

Seit Jahren schon hat Leah an Weihnachten das gleiche Ritual: Sie fährt zu ihrem alten Haus, in dem sie als Kind mit ihrer Familie gelebt hat. Als ihre Mutter noch am Leben war, hat sie dort die schönste Zeit ihres Lebens verbracht. Normalweise schaut sie sich das Haus nur im vorbeifahren an, schwelgt in Erinnerungen und fährt wieder nach Hause. Doch dieses Jahr läuft es anders. Sie hält an und steigt aus - und wird prompt von Catherine, der neuen Besitzerin des Hauses, angesprochen und in das Haus zum Tee eingeladen.
Und so kommt es, dass Leah dort Catherines Enkelsohn Daniel kennenlernt. Danny ist alles, was sich Leah in einem Mann wünschen könnte. Er ist nett, witzig, sexy und die beiden haben auf Anhieb einen Draht zueinander. Doch Leah weiß nicht, ob sie sich auf Danny einlassen kann. Nach dem katastrophalen Ende ihrer letzten Beziehung vor zwei Jahren, hat sie kein Mann mehr interessiert, weshalb sie ihren Gefühlen für Danny auch noch nicht so recht trauen will. Außerdem benimmt er sich manchmal sehr merkwürdig. Vom einen auf den nächsten Moment kann er ohne jede Erklärung von freundlich und offen auf einsilbig und schroff umschlagen.
So sehr sie es auch versucht, Leah kann Danny einfach nicht durchschauen und das allein lässt ihre Alarmglocken schon klingen. Doch gerade als sie befürchtet, trotz allem ihr Herz an ihn verloren zu haben, kommt sie hinter sein Geheimnis und wird dadurch vor die schwierigste Entscheidung ihres Lebens gestellt...

Ehrlich gesagt bin ich sehr unsicher, wie ich Coming Home von Priscilla Glenn bewerten soll. Auf der einen Seite ist es eine sehr schöne und emotionale Geschichte, die ohne künstliches Drama auskommt. Zwar passieren natürlich einige extreme und unvorhergesehene Dinge, aber dennoch fühlt sich die Geschichte insgesamt sehr realistisch an. Die Charaktere sind sehr liebenswert und interessant und man lernt die meisten Figuren im Laufe der Geschichte sehr gut kennen. Auch den Twist sieht man nicht unbedingt kommen. Ich hatte zwar so meine Vorahnungen, doch ganz klar war es dennoch nicht.
Insgesamt klingt das alles also eigentlich recht vielsprechend. Und trotzdem wollte der Funke zwischen Coming Home und mir nicht so recht überspringen. In erster Linie liegt das wohl daran, dass sich die Geschichte nur sehr langsam entwickelt - für mich zu langsam. Lange Zeit passiert nur wenig. Die meisten Fortschritte bzw. Entscheidungen werden von den Charakteren erst stundenlang durchdacht und diskutiert. Dabei wiederholen sich viele Überlegungen auch noch.
Der Schreibstil an sich ist zwar wie von Priscilla Glenn gewohnt sehr schön und es gibt auch einige wirklich emotionale Passagen, die mir die Tränen in die Augen getrieben haben, insgesamt muss ich aber trotzdem sagen, dass es für etwas zu schleppend und zäh voran ging.
Erst im letzten Viertel zieht die Geschichte ein wenig an. Die Handlung geht in die entscheidende Phase und auch wenn die Entwicklungen manchmal schmerzhaft sind, sind sie doch sehr realistisch und gingen mir beim lesen deswegen nur umso näher.

Dennoch war Coming Home von Priscilla Glenn insgesamt ein sehr zähes Leseerlebnis für mich. Wenn man sich die anderen Rezensionen ansieht für dieses Buch ansieht, stehe ich damit allerdings wohl ziemlich alleine da. Irgendwie verstehe ich das sogar, denn die Geschichte ist wirklich ausgesprochen emotional und herzzerreißend. Doch für meinen Geschmack verbringen die Charaktere einfach zu viel Zeit in ihren Köpfen. Es gibt sehr viele sich wiederholende Monologe und das geht auf Kosten der Dialoge und des Tempos der ganzen Geschichte. Trotzdem, wen die Handlung von Coming Home interessiert oder wem Priscilla Glenns andere Bücher gefallen haben, der sollte diesem Buch vielleicht trotz allem eine Chance geben.

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Cover Das Wunder des Pfirsichgartens deutsch

Willa Jackson ist mit ihrem jetzigen Leben beinahe zufrieden. Als Jugendliche hätte sie nie gedacht, dass sie einmal nach Walls of Water zurückkehren würde. Doch als ihr Vater starb und ihr sein kleines Häuschen vermachte, ergriff sie die Chance noch einmal ganz von vorn anzufangen.
Sie übernahm ein Outdoor-Geschäft und fand in der jungen Rachel eine wunderbare Mitarbeiterin.
Nun scheint allerdings ihr früheres Leben mit aller Macht zurückkehren zu wollen.

Das alte Anwesend Blue Ridge Madam ist beinahe fertig restauriert und der ortsansässige Damenklub veranstaltet als Eröffnungsfeier und als Jubiläumsfeier zur Klubgründung eine große Gala.
Willa verkehrte noch nie in diesen Kreisen, aber da ihre Großmutter Mitbegründerin des Klubs war, erhielt auch sie eine Einladung. Sie sträubt sich mehrere Tage dagegen, diesen dicken Umschlag überhaupt zu öffnen, bis ihr Rachel damit so sehr zu Leibe rückt, dass sie gar nicht anders kann.
Natürlich wird Willa nicht zu dieser Veranstaltung gehen - was sollte sie auch dort? Auch ihre Großmutter wird der Gala nicht beiwohnen können, denn diese befindet sich in einem Altenheim und erkennt nicht einmal mehr ihre eigene Enkelin.

Auch wenn Willa sich immer wieder einredet, dass sie keinerlei Bezug zum Blue Ridge Madam hat, fährt sie jeden Abend nach Ladenschluss hoch um sich die Restaurationsarbeiten anzuschauen. An diesem Abend sieht sie den alten Baum umkreist von Baggern und fragt sich, ob er wohl abgerissen werden soll.
Es ist ein komisches Gefühl, daran zu denken, dass dieses Anwesen einmal in ihrem Familienbesitz war und sie doch nie auch nur einen Schritt über die Schwelle gewagt hat.
Ein wenig neugierig ist sie ja schon.

Völlig unvorbereitet kommt ein Mann auf sie zu - ein ziemlich gutaussehender noch dazu. Doch Willa erkennt ihn erst, als er sie anspricht und ergreift die Flucht.
Es ist Colin Osgood, der Bruder von Paxton Osgood und somit einer der Erben des alten Gemäuers. Eigentlich weiß sie selbst nicht, warum sie geflüchtet ist. Was sollte man ihr vorwerfen? Sie wollte sich ja nur das Gebäude anschauen. Allerdings soll keiner wissen, dass sie sich hier jeden Abend herumtreibt.
Daheim angekommen versucht sie noch die Begegnung zu verarbeiten und stürzt sich in ihre Hausarbeit. Später am Abend klingelt es an der Haustür - Colin.
Er bringt ihr die Einladungskarte, die sich in ihrer Eile verloren hatte.
Colin sieht furchtbar aus und Willa erfährt bald darauf, dass er ein paar anstrengende Tage hinter sich hat. Bevor sie ihn auf nette Weise hinauswerfen kann, ist Colin auf ihrer neuen Couch eingeschlafen. Na das fängt ja großartig an.

Paxton ist glücklich, dass ihr Bruder endlich wieder zu Hause ist, auch wenn er nur für die Zeit der Anlage des neuen Gartens bleiben wird. Sie vermisst ihn schrecklich und würde sich wünschen, er bliebe für immer in Walls of Water. Im Gegensatz zu ihm ist es Paxton nie gelungen von den Eltern wegzukommen. Auch, weil sie ein schlechtes Gewissen dabei hätte, wenn beide Kinder in der Welt umherreisen.
Paxton ist ein Mensch mit dem keiner tauschen möchte. Sie ist zielstrebig, verantwortungsbewusst und einsam. Natürlich hat sie die Freundinnen aus dem Damenklub, aber auch die haben alle ein eigenes Leben mit eigener Familie. Nur Paxton nicht. Und dass sie noch immer auf dem Grundstück ihrer Eltern wohnt - wenn auch im Gartenhaus - macht die Sache nicht einfacher.
Vor einem Jahr ist Sebastian wieder zurück in die kleine Stadt gekommen. Nur bei ihm kann sie sich fallen lassen, doch er kann ihr nicht bieten, was sie sich wünscht. Denn Sebastian ist schwul. Auch wenn es nie direkt zur Sprache gekommen ist und sich Paxton insgeheim wünscht, sie würde sich irren.

Am Abend findet wieder ein Treffen des Klubs statt und es gibt viel zu besprechen. Paxton hätte sich allerdings nie erträumen lassen, was alle besprochen wird.
Als sie die Diskussion eröffnet plappert plötzlich jede der Damen ein Geheimnis aus, ohne es zu wollen. Es ist wie ein Zwang. Als auch Paxton kurz davor ist, den Mund auf zu machen und allen zu sagen, welchen Mann sie von Herzen liebt, kann sie nur mit Mühe und Not die Lippen zusammenpressen.
Was war denn nur in sie gefahren? Für gewöhnlich hatten sich die Frauen perfekt im Griff, aber dieser kleine Ausrutscher ist nur der Anfang von vielen ungewöhnlichen Ereignissen, die sich noch ergeben werden.

Cover The Peach Keeper englisch

Ich gestehe, mich hat an diesem Buch als erstes das Cover angesprochen. Als ich dann ein wenig zum Inhalt im Netz gestöbert habe, sprach es mich auch generell an.
Es ist mein erstes Buch von der Autorin Sarah Addison Allen und liest sich wirklich wunderbar weg. Auch wenn der Titel etwas wunderlich ist - es gibt keinen Pfirsichgarten in diesem Buch. Lediglich einen Pfirsichbaum. Aber um diesen ranken sich die Geheimnisse und auch die vielen kleinen Ereignisse.
Willa ist eine sympathische, aber auch zurückhaltende Person. Eigentlich wünscht sie sich eine Familie, aber ihr Leben scheint dafür nicht geschaffen zu sein. Sie hat sich gut arrangiert mit dem Laden und dem kleinen Häuschen.
Als sie nach der Schule in eine andere Stadt gezogen ist, glaubte sie ihr altes Leben hinter sich lassen zu können, aber so ganz wird man seine Vergangenheit nicht los.
Nach ihrer Rückkehr hat sie nun das Bedürfnis den Leuten zu zeigen, dass sie nicht mehr die Rebellin von damals ist. Aber mit der ortsansässigen Schickeria hat sie auch nichts am Hut.
Sie mag ihr bescheidenes Leben und wehrt alles Neue ab. Sie wirkt auf mich ein wenig wie ein Rehkitz, das immer bereit ist davon zu springen, wenn es zu eng wird.

Die Geschichte dreht sich um das Anwesen Blue Ridge Madam und die Anfänge des Damenklubs. Man erfährt auch recht schnell, was das eigentliche Geheimnis ist.
Nur nicht, warum manche Dinge geschehen. Ich hätte mir gewünscht, dass es sich erst etwas später zeigt.
Bei knapp 290 Seiten hat man als Autor aber auch nicht so unglaublich viel Spielraum.
Im Großen und Ganzen hat mir das Buch Freude beim Lesen bereitet und ich konnte mich für ein paar Stunden gut unterhalten. Es ist kein literarisches Meisterwerk, aber das muss es ja auch nicht immer sein.
Ein bisschen mehr Selbstbewusstsein hätte den Charakteren nicht geschadet. Sie umschleichen einander wie junge Raubkatzen. Jeder mit Neugier ausgestattet, aber mit der Angst eine gelangt zu kriegen.
Alles in allem eine nette Sommerlektüre, würde ich sagen.

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Cover 40 Stunden deutsch

'As-samu alaikum' - diese Worte hat der suspendierte Ermittler Faris Iskander das letzte Mal 10 Monate zuvor gehört. Danach flog das Klersch-Museum in die Luft und riss 75 Menschen mit in den Tod. Faris war Ermittler und dafür zuständig mit dem Entführer zu verhandeln. Doch er hatte ihn unterschätzt und dieser Fehler kostete vielen Menschen das Leben.
Faris selbst ist damals schwer verletzt worden und nach Monaten der Reha ins Berufsleben zurückgekehrt. Bei einem kleinen Ausflug in eine Kneipe wurde er von einem Neonazi 'Bombenleger' genannt und ist ausgetickt. Er hat den Mann krankenhausreif geprügelt und das auch nur, weil man ihn irgendwann von dem Mann heruntergezogen hat.
Dieser Ausraster resultierte in seiner Suspendierung. Das hat seine Alpträume nicht abgeschwächt - im Gegenteil. Jedes Mal wenn er die Augen schließt, durchlebt er erneut die Geiselnahme im Museum und die anschließende Explosion. Er macht sich schwere Vorwürfe.
Selbst sein Partner, Paul, kann ihn nicht davon abbringen sich selbst die Schuld an dem Tod der 75 Menschen zu geben.

Jetzt steht er in seiner Wohnung am Fenster und versucht die Bilder aus seinem Kopf zu kriegen. Da klingelt sein Handy und eine verzerrte Stimme katapultiert ihn mit diesem knappen Ausspruch zurück an den Tatort.
Faris kann es nicht glauben. Der Täter damals kann unmöglich überlebt haben. Doch wer würde sich diesen makabren Spaß erlauben genau diese Grußformel zu benutzen. Soweit er sich erinnert, sind diese Worte nie an die Öffentlichkeit getragen worden.
Doch Faris bleibt nicht viel Zeit seinen Gedanken nachzuhängen. Der Anrufe droht einen Bombenanschlag an und er hat Faris auserwählt seine Marionette zu sein. Er gibt ihm fünf Minuten um zum U-Bahnhof Bismarkstraße zu gelangen, bevor er ihm neue Anweisungen gibt.
Faris schafft es und hat bald darauf den nächsten Anruf vom Unbekannten auf dem Handy. Doch auch heute wählt der Ermittler die falschen Worte und muss miterleben wie die gerade in den Tunnel gefahrene U-Bahn in einer Feuerwelle explodiert. Faris wird durch die Luft geschleudert und erleidet Verletzungen. Doch seine Gedanken sind beim Täter. Wieder hat er die Augen von damals vor Augen - es gleicht sich zu sehr, als dass es ein Anderer sein könnte.

Als Faris kurz darauf von Passanten als Attentäter beschuldigt wird, werden Polizisten auf ihn aufmerksam. Nur das Auftauchen seines Partners kann ihn vor schlimmeren bewahren und zeigt einmal mehr, wie sehr sich Menschen von Äußerlichkeiten beeinflussen lassen. Auch wenn Faris eine hellere Haut hat als seine arabischen Mitbürger, zeugen seine dunklen Haare und seine braunen Augen eindeutig vorher seine Vorfahren stammen.
Paul bringt seinen Kollegen und Freund in die Hauptzentrale und lässt sich von ihm alles erzählen. Sofort wird klar, das ist ein Fall für die SERV - die Sondereinheit für die Ermittlung bei religiös motivierten Verbrechen. Denn nicht nur, dass der Anrufer den gleichen Gruß wie der damalige Bombenläger benutzt - er hat Faris ein Video geschickt, das eindeutig in die Zuständigkeit der SERV fällt. Das Video zeigt einen Mann der an ein Kreuz geschlagen wird. Er ist an eine Herzmaschine angeschlossen - hört das Herz des Mannes auf zu schlagen, geht in Berlin eine Bombe hoch die vielen Menschen das Leben kosten wird. Ausgerechnet jetzt wimmelt es in der Hauptstadt vor Touristen, denn der ökumenische Kirchentag steht kurz bevor und viele Gläubige wollen dabei sein.
Der Anrufer hat Faris ein Ultimatum gestellt - 40 Stunden bleiben ihm um den Mann und die Bombe zu finden.

Der Roman 40 Stunden spielt im Herzen der Hauptstadt - in Berlin. Hier lebt und arbeitet der Ermittler Faris Iskander und versucht die Welt ein bisschen besser zu machen, indem er Verbrecher jagd.
In diesem Roman wird ein wenig die Vergangenheit des Ermittlers beleuchtet und gleichzeitig ein neuer Fall aufgerollt. Das lässt den Leser schnell in die Welt eintauchen und schafft eine angespannte Atmosphäre. Da die gesamte Geschichte sich innerhalb von 40 Stunden abspielt, jagd natürlich ein Vorfall den nächsten und lässt den Leser kaum richtig Luft holen. Allerdings bleibt so auch die Spannung gut erhalten und man will wissen was als nächstes passiert.

Ich habe an diesem Buch etwas länger gelesen, weshalb es mir etwas länger vorkam. Somit kann ich jetzt nichts dazu sagen, ob es vielleicht etwas gehetzt wirkt.
Da ich in Berlin lebe, kenne ich die Schauplätze des Buches und kann es mir deshalb umso einfacher vorstellen, wie Faris durch die Stadt hetzt um diesen Verrückten zu finden.
Der Schreibstil von Kathrin Lange ist wirklich gut und flüssig. Und auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Ich hatte kein Problem mir Faris, Gitta oder auch Dr. Geiger vorzustellen. Das macht für mich auch einen gut geschriebenen Roman aus.

Das die Autorin Kathrin Lange viel Sorgfalt in ihre Recherche legt, durfte ich selbst feststellen, als ich ihr in Berlin begegnet bin. Sie hat ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert und dabei berichtet wie teilweise verwirrend es für Nebenstehende wirken kann, wenn man sich versucht in einen Bombenleger hineinzuversetzen. Auch taucht sie für die Zeit des Schreibens total in die Geschichte ab, was wahrscheinlich durchaus wichtig ist.

Ein kleiner Bericht zu dem wirklich netten Treffen mit Kathrin Lange findet ihr hier: Berlin, auf den Spuren von Faris Iskander mit der Autorin Kathrin Lange am 16.02.2014

Einen ganz lieben Dank an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars und die Chance Kathrin Lange kennen zu lernen.

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