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Cover Forever Song US

Enthält Spoiler für The Immortal Rules / Unsterblich - Tor der Dämmerung und The Eternity Cure / Unsterblich - Tor der Nacht.

Allison Sekemoto wusste schon immer, dass der Vampir in ihr ein echtes Monster ist. Doch bisher hat sie immer versucht, an ihrer Menschlichkeit festzuhalten. Nachdem der geisteskranke Meistervampir Sarren aber den einzigen Menschen getötet hat, der ihr wirklich etwas bedeutet, ist Allie zum ersten Mal verführt, ihrem inneren Dämon endgültig nachzugeben. Zeke ist für immer verloren und ohne ihn sieht Allie keinen Sinn mehr darin, um ihre Seele zu kämpfen. Im Gegenteil, sie heißt das Monster in sich willkommen und will die menschliche Allie mit all ihren schmerzhaften Erinnerungen für immer vergessen.
Nun wird sie nur noch von einem einzigen Wunsch getrieben: Rache. Sarren muss ein für alle mal getötet werden und Allie wird nicht aufgeben, bevor ihr das gelungen ist. Denn nicht nur hat er Zekes Leben auf dem Gewissen, er plant auch jeden Menschen und jeden Vampir auf der Welt auszulöschen. Seiner Meinung nach ist das die einzige Möglichkeit, die Welt noch zu retten. Tabula Rasa.
Allie, Jackal und ihr Schöpfer Kanin machen sich gemeinsam auf die Jagd nach Sarren, der auf dem Weg nach Eden ist - dem einzigen sicheren Ort, den es für Menschen noch gibt. Denn der psychopathische Vampir hat einen mutierten Virus bei sich, mit dem die Auslöschung der ganzen Welt nur noch eine Frage der Zeit ist...

The Forever Song ist eines der Bücher, dem ich 2014 am meisten entgegen gefiebert habe. Julie Kagawas Blood of Eden / Unsterblich Reihe hat mich von Anfang an restlos begeistert. Wenn man bedenkt, wie der zweite Band geendet hat, konnte ich das finale Buch natürlich gar nicht früh genug in die Hände bekommen. Und hier ist es nun endlich - und glücklicherweise genau das großartige Buch, auf das ich gehofft hatte.
Allie ist am niedrigsten Punkt in ihrer Existenz. Sie wollte nie zu dem Monster werden, für das sie alle halten. Doch ohne Zeke, der erste und einzige Mensch, der mehr in ihr gesehen hat, ist sie bereit aufzugeben und den Dämon in ihr die Überhand zu lassen. Nur die Jagd auf Sarren und der Zuspruch ihres Schöpfers Kanin helfen Allie, sich nicht völlig zu verlieren. Es war ziemlich schmerzhaft die taffe Allie so zu sehen. Sie war ja schon immer ein eher harter Charakter, aber so kühl und gefühllos hat man sie noch nie gesehen. Dass sie trotzdem auf ihre ganz eigene Art immer sympathisch bleibt, beweist wie gut Julie Kagawa ihre Figuren im Griff hat.
Kanin und ausgerechnet Jackal sind es, die Allie in dieser Situation helfen (obwohl sich natürlich darüber streiten lässt, ob man Hilfe von Jackal wirklich als Hilfe bezeichnen kann ;). Diese kleine sehr, sehr merkwürdige Familie ist mir in The Forever Song noch mehr ans Herz gewachsen, als in den anderen Bänden schon. Kanin mit seiner ruhigen, stoischen Art hält die Gruppe zusammen und hat in diesem Buch seinen ganz eigenen Weg zu gehen. Jackal ist dagegen immer wieder für eine humorvolle Auflockerung gut. Er weiß nie, wann er besser den Mund halten sollte und bringt Allie mehr als einmal zur Weißglut. Dennoch ist er definitiv kein simpler Charakter, denn nach wie vor ist ihm nicht so wirklich trauen.

Cover Forever Song AUS

Die Suche nach Sarren ist unheimlich spannend beschrieben. Er ist wirklich einer der scheußlichsten und grausamsten Bösewichte, über die ich bisher gelesen habe. Er lässt keine Gelegenheit aus, Allie und ihre Gefährten emotional zu quälen. Er hinterlässt immer wieder kleine, grauenvolle und präzise auf die Gruppe (meist jedoch Allie) zugeschnittene Nachrichten, die ihr Ziel nie verfehlen. Sarren ist mindestens genauso genial, wie krank. Doch so bösartig er auch ist, ihm ist es zu verdanken, dass es jede Menge Twists und Wendungen in The Forever Song gibt. Man kann sich nie sicher sein, was auf der nächsten Seite passiert und er hat wirklich einige Gemeinheiten für Allison und ihre Freunde in petto. Es ist also kein Wunder, dass dieses Buch noch einmal eine ganze Ecke blutiger, brutaler und schonungsloser ist, als seine Vorgänger. Die Rabies (im Deutschen "Die Verseuchten" genannt) tun neben Sarren ihr Übriges. Diese Kreaturen machen Allie und ihren Freunden das Leben dieses Mal besonders schwer.

Doch was vermutlich jedem Leser am meisten auf der Seele lastet, ist das Ende von The Eternity Cure / Unsterblich - Tor der Nacht und Zekes Schicksal. Dazu werde ich jetzt natürlich nichts verraten. Nur so viel: Wir erfahren genau, was Sarren mit ihm angestellt hat. Detailliert. Den Rest müsst ihr selber lesen.

Und das lohnt sich. The Forever Song ist von vorne bis hinten das Finale, das ich mir von Julie Kagawa für ihre Blood of Eden / Unsterblich Reihe gewünscht habe. Es ist spannend, clever und herzzerreißend. Das Ende ist bittersüß, passt aber sehr gut zu dieser Geschichte und ich denke, dass die meisten Leser glücklich mit dem Finale dieser großartigen Reihe sein werden.

The Forever Song erscheint am 15. April 2014 in den USA.

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Cover Kraken englisch

Achtung: Kraken ist nur für Leser über 18 Jahren geeignet!

Wenn Wills Freund Parker ihm das Ultimatum stellt, mit ihm auf eine Insel zu ziehen, geht Will als totale Stadtpflanze nicht drauf ein. Er bereut seinen Entschluss ziemlich schnell und beschließt, Parker hinterher zu reisen. Doch schon auf dem Weg zur Insel passieren die merkwürdigsten Dinge. Er begegnet gleich mehreren Menschen, die ihn zu kennen glauben. Als er dann vor Parker steht, merkt Will schnell, dass er doch nicht so erwünscht ist wie erhofft und Parker sein Ultimatum alles andere als ernst gemeint hat. In seiner Verzweiflung läuft Will ins Unbekannte davon und strandet schließlich auf der Veranda des geheimnisvollen Cyrus. Dieser nimmt Will in sein Haus auf. Cy ist charmant und umgarnt Will nach allen Regeln der Kunst. Das Problem ist nur, er lässt Will nicht mehr aus den Augen und sabotiert seine Versuche, in die Zivilisation zurückzukehren. Doch an Cy ist noch viel mehr ungewöhnliches dran, als nur eine starke Dominanz. Innerhalb kürzester Zeit erlebt Will Dinge, die ihm Hören und Sehen vergehen lassen, unter anderem auch den abgefahrensten Sex aller Zeiten...

Tja, was soll man zu Kraken sagen, ohne zu viel von Wills verrückter Geschichte zu verraten? Sicher ist es nicht verkehrt, sich das Titelbild genau anzugucken. Dann bekommt man zumindest eine Ahnung, wohin die Reise geht. Die Geschichte, die vom Autor selbst als A gothic erotic horror novel bezeichnet wird, ist in jedem Fall spannend, ungewöhnlich und seltsam. Am allerbesten an Kraken haben mir tatsächlich die Sexszenen gefallen. Man soll es nicht glauben, aber mit Tentakeln lassen sich eine Menge interessanter Dinge anstellen. Spannend für mich war, dass mich selbst die Szenen, die nicht so ganz einfach zu verdauen waren und bei denen man auch nicht von gegenseitigem Einverständnis sprechen konnte, nicht abschrecken konnten. Dafür waren alle Sexszenen einfach zu abgefahren und anregend. Und nein, ich fühle mich deshalb jetzt kein bisschen abartig. Solange es sich um Fiktion handelt, ist meiner Meinung alles - selbst Verstörendes - erlaubt. Ihr könnt euch jetzt also als gewarnt betrachten.

Weshalb dann nur eine gute und keine sehr gute Bewertung? Weil mich an Kraken eben auch ein paar Dinge gestört haben, die essentiell sind: Beispielsweise die Tatsache, dass sich Will als total gewöhnlich und eher wenig attraktiv beschriebt, ihn die männlichen Wesen aber wie die Fliegen umschwärmen. Sorry, aber diese Mary Sue-Charaktere gehen mir schon seit Jahren auf die Nerven und Will ist ein typisches Exemplar. Ja genau, er stolpert durch die Gegend und macht ziemlich dämliche Sachen. Im Unterschied zu Bella Swan oder den anderen üblichen Verdächtigen ist er zwar ein Mann, doch hier konnte mich Wikipedia aufklären, dass auch das keine Seltenheit ist. Solche Charaktere werden dann charmanter Weise Gary Sue oder Marty Stu genannt. Zum Glück findet Will zum Ende hin auch seine (wie Oliver Kahn sagen würde) Eier wieder, um diesen anstrengenden Charakterzug ansatzweise zu widerlegen. Komplett überzeugen konnte er mich da aber nicht.

Eine Menge der paranormalen Aspekte der Geschichte wurden mir zudem zu wenig erklärt. Vermutlich war das genauso beabsichtigt und es hat Kraken auch wirklich mysteriös gemacht. Dennoch bin ich immer am Glücklichsten, wenn einem wenigstens die grundlegenden Dinge, auch paranormale erklärt werden. Also die Tatsache, was es mit den Steinen auf sich hat, wodurch sich beispielsweise die verschiedenen Wesen unterscheiden oder woher Wills Fähigkeiten jetzt eigentlich kommen (von den Steinen, dem Wasser oder von Cy?). Das waren mir dann doch zu viele offene Fragen am Ende des Buches. Hinzu kommt, dass ich das Ende etwas zu abrupt fand, die Lösung des Problems zu einfach war und der Schluss - für eine erotische Horrorgeschichte - definitiv zu kitschig war.

Dennoch muss ich zugeben, dass ich Kraken gerne gelesen habe. Wenn M. Caspian ein weiteres Buch schreibt, bin ich sicher wieder mit an Bord. Denn das Leseerlebnis war doch sehr ungewöhnlich und die Stimmung in Kraken konnte mich auch wirklich ansprechen. Um die Stimmung näher zu beschreiben, fällt mir nur folgendes ein: Eine erotische Geschichte mit einer Atmosphäre, die an eine Kombination von Jules Verne und Anthony Horowitz erinnert. Ich bin gespannt, was wohl als nächstes aus der Feder von M. Caspian schlüpft.

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Cover Poster Boy Englisch

Als Jock an die Uni wechselt, die auch sein Bruder Tank besucht, möchte er nichts lieber, als die letzten paar Monate zu vergessen. Denn nachdem er unfreiwillig geoutet wurde, hat er nicht nur sein Eishockey-Team und seine Karriere verloren, sondern auch die meisten seiner Freunde. Am neuen Campus und durch seine neue Bruderschaft Theta Alpha Gamma (kurz TAG), die ausdrücklich homosexuelle Mitglieder willkommen heißt, soll jetzt alles besser werden.
Jock fühlt sich allerdings nicht wirklich wohl damit, dass jeder über ihn und seine Sexualität Bescheid zu wissen scheint. Aber wenigstens macht es ihm leichter, endlich seine "Jungfräulichkeit" zu verlieren - zumindest mit einem Mann; mit einem Mädchen ist dieser Zug schon lange abgefahren. Und in Toby trifft er da den besten Kandidaten.

Irgendwie haben sich alle von Tobys Freunden in den letzten Monaten feste Beziehungen gesucht und als einziger ohne festen Freund fühlt sich Toby ein wenig verlassen. Feste Beziehungen sind schon lange nichts mehr für ihn, allerdings hat ihn auch schon lange niemand mehr emotional so berührt, wie Jock. Der war in ihrer einzigen gemeinsamen Nacht zwar sehr dominant, aber offensichtlich auch sehr verunsichert. Doch seit dieser Nacht hat Toby nichts mehr von ihm gehört. Toby kann sich aber nicht dazu durchringen, einfach aufzugeben.

Es dauert nicht lange, bis Jock seine Vergangenheit auch an seiner neuen Universität einholt. Zum Glück bietet sich aber ein Auslandssemester mit einiger seiner TAG-Brüder in der Provence an, um allem zu entkommen - was er auch nutzt. Doch da wusste er noch nicht, dass Toby, der ihm seit ihrer gemeinsamen Nacht nicht mehr aus dem Kopf geht, ebenfalls mit auf die Reise kommt...

In der fünften Geschichte um die [Reihe] Bruderschaft, geht es um zwei Charaktere, über die wird schon länger Bescheid wissen. Jock wurde von seinem Bruder schon im ersten Buch erwähnt und auch Toby war von Anfang an Teil der verschiedenen Handlungen. Nun wird endlich ihre eigene Geschichte erzählt.
Irgendwie ist der Funke bei Poster Boy von Anne Tenino und mir aber nicht so richtig übergesprungen. Das liegt gar nicht mal wirklich an der Handlung selbst oder den Charakteren oder selbst dem Schreibstil. Denn Jocks und Tobys Kennenlernen und auch die Reise nach Frankreich sind eigentlich ziemlich gut gelungen und haben im Grunde eine schöne Geschichte ergeben. Auch Jock und Toby selbst mochte ich sehr gern. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Jock ist eher wortkarg, noch sehr jung, muss aber immer die Kontrolle haben und ist gerade erst dabei, sich mit seiner Sexualität abzufinden. Toby dagegen fühlt sich (meist jedenfalls) sehr wohl in seiner Haut. Er ist gebildet, gerade dabei, sein Studium abzuschließen und war eigentlich nie ein großer Fan von Beziehungen. Doch er wird auch nicht jünger (denkt er sich im fast schon biblischen Alter von 24) und nachdem alle seine Freunde langsam aber sicher sehr ernste Beziehungen eingehen, beginnt auch Toby sich zu fragen, ob er vielleicht etwas verpasst. Tobys und Jocks langsam aufkeimende Bindung hat mir sehr gut gefallen. Sie fühlen sich zwar von Anfang an voneinander angezogen, aber ihre Beziehung selbst entwickelt sich sehr bedacht und nicht überstürzt, was für mich eigentlich immer ein Pluspunkt ist.
Doch am Ende ist es genau diese Langsamkeit, die dem Buch das Genick gebrochen hat. Es gibt viele überflüssige Details und Entwicklungen, die viel zu breit ausgetreten wurden. Auch grundsätzliche wichtige oder schöne Szenen waren teilweise zu lang und haben dadurch gehörig an Bedeutung verloren. Ironischerweise ist der Schreibstil aber dennoch nicht schlecht: Clever, intelligent und witzig. Sehr schade, dass Anne Tenino nicht mehr daraus gemacht hat.
Ein Detail gab es, bei dem ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich es nun furchtbar albern oder ziemlich lustig fand und das waren die anderen TAG-Brüder. Die haben nämlich eine Anti-Bierterroristen-Organisation ins Leben gerufen (was es damit auf sich hat, müsst ihr selber lesen) und dadurch entstehen einige wirklich aberwitzige Situationen. Manchmal war das lustig, oft aber auch ziemlich anstrengend und hat ebenfalls für einige recht langgezogene Szenen gesorgt.

Trotzdem hatte ich insgesamt viel Spaß mit Poster Boy von Anne Tenino. Allein für Jock und Toby hat es sich gelohnt, dieses Buch zu lesen. Und wenn der nächste Teil der Theta Alpha Gamma-Reihe von den beiden Jungs handelt, die ich gerade im Verdacht habe, werde ich auch dieses Buch definitiv lesen.

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Cover Glückstreffer deutsch

Sophie Jones ist 9 Jahre alt, als sie bei einem schrecklichen Verkehrsunfall ihre gesamte Familie verliert.
Schon als sie von der Polizistin aufgelesen und befragt wird ist klar, das Mädchen hat mehr als nur ein Trauma. Sophie gibt sich die Schuld an diesem Unfall, bei dem nicht nur ihre Familie, sondern auch noch ein anderer Mann ums Leben gekommen sind.
Dabei war alles was sie wollte ein bisschen Schokolade ...

19 Jahre später lernt Sophie durch ein Blind Date einen Mann kennen: Garrett. Nur ganz langsam öffnet sie sich ihm, da sie davon überzeugt ist, niemals Glück haben zu können. Denn alles was glücklich macht, ist vergänglich und davor hat Sophie Angst.
Auch ihre Pflegemutter und ihre Ziehschwester können sie nicht davon überzeugen, das Leben zu genießen und nicht hinter jeder Ecke Unglück zu erwarten.
Garrett schleicht sich in Sophies Gedanken und als er ihr nur 6 Monate nach ihrem ersten Date einen Heiratsantrag macht, schwankt sie noch immer. Kann sie ihm wirklich glauben, dass er sie nicht verlassen wird? Kann dieses Glück von Dauer sein?
Garrett ist wirklich bemüht seiner Herzensdame zu beteuern, dass er niemals eine andere lieben wird. Irgendwann schafft es Sophie tatsächlich ihm zu vertrauen und somit auch, ihre Vergangenheit mit ihm zu teilen. Denn außer Ellen, ihre Pflegemutter, und Evalynn, ihre Ziehschwester, weiß niemand dass sie da Mädchen von damals war und selbst Ev weiß nichts über Sophies wahre Gefühle zum Unfall.

Wenige Tage vor der Hochzeit leitet Sophie Garrett zur Unfallstelle und erzählt ihm alles. Sie hat Angst vor seiner Reaktion, ist aber auch froh, endlich mit ihm darüber sprechen zu können.
Garrett ist geschockt. Was hat die Liebe seines Lebens nur durchmachen müssen. Doch irgendwie lässt ihn der Unfall nicht los und so fährt er mitten in der Nacht zu Ellen um mit ihr darüber zu sprechen. Er sagt, er möchte Sophie helfen alles besser zu verarbeiten und Ellen glaubt ihm.
Die nächsten Tage hat Sophie viel in ihrem Laden zu tun und auch Garrett ist auf Arbeit voll eingespannt. So sehen sich die beiden eine Woche lang nicht, telefonieren dafür täglich.
Dann, eine Woche vor der Hochzeit ruft er Sophie nachts an. Sie müssen reden. Sophie ahnt nichts gutes. Als sie durch den Regen zu seinem Wagen eilt, der vor ihrer Haustür wartet, merkt sie, es passiert etwas Schlimmes. Und sie hat Recht. Garrett löst die Verlobung und auch seine Beziehung mit ihr.
Aber nicht nur das, als Sophie mit Unterstützung ihrer Familie einige Tage später zu seinem Haus fährt, ist es leer. Garrett hat nicht nur Sophie verlassen, er hat die ganze Stadt verlassen.
Und wieder bewahrheitet sich Sophies Angst - Glück ist nicht von Dauer.

Beinahe genau ein Jahr später, es ist Sophies Geburtstag, steht Garrett in ihrem Laden und bittet um Verzeihung. Er hat versucht sie zu vergessen und sie ihr Leben leben zu lassen, doch etwas nagt an ihm und er möchte ihr gern erklären, warum er sie damals verlassen hat.
Sophie kocht vor Wut. Was bildet sich dieser Kerl eigentlich ein? Erst lässt er sie sitzen, ohne ihr den Grund für sein Handeln zu verraten und jetzt soll sie ihm vor Freude um den Hals springen?
Nicht mit Sophie Jones! Sie will auf keinen Fall mit Garrett reden, will ihn aber glauben lassen, er hätte eine Chance. Also schlägt sie ihm einen Deal vor. Er soll eine Anzeige in der Seattle Times schalten und das wahre Glück suchen. Die Post soll an ihr Geschäftspostfach gehen und sollten 100 Antworten zusammenkommen, die nach ihren Kriterien ernst zu nehmende Zuschriften sind, dann bekommt er die Chance ihr zu erklären, warum er damals verschwunden ist.
Garrett erkennt die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens, ist aber nicht bereit aufzugeben. Er schaltet die Anzeige und beide können kaum fassen, welchen Stein sie damit ins Rollen gebracht haben.

Cover Sweet Misfortune englisch

Ich bin über dieses Buch in einer Kramkiste gestolpert. Natürlich sprach mich als erstes da Cover an ^^ Was sonst. Als ich dann den Klappentext las, dachte ich mir 'Na das klingt doch ganz unterhaltsam'. Womit ich nicht gerechnet hatte war, ein sehr emotionales Buch.
Die Geschichte beginnt mit der Beschreibung des Unfalls, bei dem Sophie ihre Eltern verloren hat. Hier lernt man auch gleich eine der wichtigsten Personen in Sophies Leben kennen - Ellen.
Danach gibt es einen Schnitt und man landet in der Gegenwart. Es wird berichtet wie Sophie sich schlägt, wie sie ihren Laden führt und natürlich von ihrer tollen Erfindung: den Unglückskeksen.

Sophie betitelt sich gern als Realist, allerdings würde ich schon sagen, ist sie durch und durch Pessimist. Sie glaubt nirgends etwas Gutes zu finden und hinterfragt einfach alles. Solch eine Person würde mir im wahren Leben schon gewaltig auf die Nerven gehen.
Zu der Romanfigur allerdings passt es. Denn so merkt man auch, wie sich Sophie im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Der erste Abschnitt endet mit dem Auftauchen von Garrett. Danach wird der Leser in die Vergangenheit geschickt und erfährt wie sich Garrett und Sophie kennen und lieben gelernt haben. Und natürlich auch, wie es zur Trennung kam.
Daran folgend kommt es zum eigentlichen Kern der Geschichte.

Das klingt jetzt, als würde die Handlung lange auf sich warten lassen, das ist aber nicht so. Die Informationen vorher sind wichtig für die folgenden Entscheidungen und auch so gut geschrieben, dass dieses Buch definitiv ein Pageturner ist.
Ich konnte mich am Anfang nicht entscheiden ob ich Garrett mag oder nicht. Am Ende war mir natürlich alles klar, aber wenn es der Autor einem so einfach machen würde, hätten die Bücher ja auch keinen reiz mehr.

Ich habe mit diesem Buch viele Emotionen durchlebt. Ich war wütend wie Sophie, niedergeschlagen wie Garrett, Glückseelig wie Jim und auch fröhlich wie Alex. Und zwischendrin auch verdammt traurig.
Wer also mal eine kleine Achterbahn der Gefühle braucht, sollte sich an diesem Buch versuchen.

Der Blanvalet-Verlag hat zum Buch eine Seite ins Leben gerufen. Unter www.glueckstreffer-blanvalet.de/ kann man sich seine eigene Glücksbotschaft erstellen oder auch Glückskekse mit eigenen Sprüchen bestellen.

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Cover Ashen Winter Englisch

Enthält Spoiler für Ashfall.

Über 10 Monate sind mittlerweile vergangen, seit der Vulkanausbruch im Yellowstone Park die Welt, wie wir sie bisher kannten, für immer verändert hat. Alex und Darla haben sich so gut es geht auf der Farm seines Onkels in Warren, Iowa, eingerichtet. Es ist kein einfaches Leben, aber durch Geschick und harte Arbeit kommen sie eigentlich ganz gut über die Runden.
Eigentlich würde es ihnen also ganz gut gehen, wenn Alex Eltern nur zurückkommen würden. Bevor Darla und Alex in Warren angekommen sind, haben die sich nämlich auf die Suche nach ihrem Sohn gemacht und sind seitdem spurlos verschwunden. Alex und seine Familie sind fest davon überzeugt, dass sie seine Eltern wiedersehen werden, doch je mehr Zeit vergeht, umso schwieriger fällt es ihnen, tatsächlich noch daran zu glauben.
Doch dann fällt ihnen etwas in die Hände, das alles ändert. Einen Gegenstand, den Alex Vater bei sich hatte, als sie die Farm verlassen hatten. Alex lässt alles stehen und liegen und macht sich sofort auf den Weg, seine Eltern zu suchen. Für Darla ist eines natürlich ganz klar: Wo Alex hingeht, geht auch sie hin.
Ihre erste Reise haben sie allerdings schon nur durch sehr großes Glück überlebt und die Chancen stehen nicht gut, dass beiden das noch ein zweites Mal gelingt...

Nachdem mich Ashfall damals restlos begeistern konnte, hatte ich natürlich auch extrem große Erwartungen an die Fortsetzung Ashen Winter. Doch leider ist Mike Mullin kein zweites solches Glanzstück gelungen.
Ashen Winter ist allerdings sicher kein schlechtes Buch. Die Welt, in der sich Darla und Alex nun durchschlagen müssen, hat mir nach wie vor ausgesprochen gut gefallen. Durch die von Asche verschmutzte Atmosphäre müssen die Überlebenden seit Monaten im ewigen Winter leben. Überall sind Schnee, Eis und Asche so weit das Auge reicht. Die Nahrung wird knapp und man muss erfinderisch sein, wenn man nicht verhungern will. Einigen Menschen gelingt das sehr gut und können fast alles, was sie brauchen, entweder durch Eigenanbau selbst herstellen oder eintauschen. Andere jedoch sehen eine bequemere Quelle für frisches Fleisch in den geschwächten und wehrlosen Überlebenden, die sich immer wieder finden lassen...
Ashen Winter kommt ohne die Zombies oder sonstigen Monster aus, die sich in dieser Art Bücher oft finden lassen. Dafür gibt es genug Menschen, die die Monster ersetzen. Dieses Buch behandelte einige menschliche Abgründe und zeigt, was manche Leute bereit sind zu tun, um zu überleben - oder einen Vorteil aus dem Weltuntergang und Leid der Menschen zu schlagen.

Theoretisch hätte die Geschichte zu Ashen Winter also eigentlich ganz gut sein sollen. Und das ist sie auch. Allerdings ist sie aber auch viel zu langgezogen. Auf 600 Seiten wandern Alex und seine Gefährten, verstecken sich, werden gefangen genommen, verletzt, wieder zusammen geflickt, retten jemanden und fangen dann wieder von vorne an. Die Handlung folgt immer dem gleichen Prinzip und das wurde schnell ermüdend.
Außerdem verrennt sich Mike Mullin oft in wahnsinnig langatmige und zähe Beschreibungen. Jeder Schneehügel, jedes Haus, jede technische Entdeckung wird genauestens beschrieben und irgendwann war ich so weit, dass ich Passage um Passage nur noch überflogen habe.
Man hätte die Geschichte problemlos ein bisschen kürzen können. In der Tat wird ab einem gewissen Punkt sogar ziemlich offensichtlich, dass Mike Mullin die Handlung ein wenig auffüllen musste - und das ausgerechnet auf die denkbar schlimmste Weise: Mit einer Dreiecksgeschichte. Oder zumindest den Ansätzen dafür. Grundsätzliche finde ich das in diesem Fall gar keine schlechte Idee. Alex ist noch sehr, sehr jung und hatte im letzten Jahr kaum Kontakt zu Gleichaltrigen - außer eben Darla. Von daher finde ich es gar nicht schlecht, dass sich ihm Optionen bieten und er sich dann entscheidet, anstatt einfach die einzige Möglichkeit zu wählen, die er hat. Die Umstände, die Mike Mullin allerdings geschaffen hat, als die dritte Person in die Geschichte eingebracht wurde, wollten mir gar nicht gefallen und hat mich sehr enttäuscht von Alex zurückgelassen. Es wirkt alles recht überstürzt und einfach erzwungen dramatisch.

Doch wer weiß, vielleicht schafft es Mike Mullin mich mit dem letzten Buch Sunrise (keine Rezension) doch noch einmal das Runder herumzureißen und mich zu überzeugen. Ich hoffe es jedenfalls sehr, denn trotz der vielen Enttäuschungen, ist Ashen Winter grundsätzlich immer noch eine intensiv, spannende Geschichte, in der alles möglich ist. Potential hat sie also allemal.
Meine Erwartungen an Sunrise (keine Rezension), das am 15. April 2014 erscheint, sind daher nach wie vor hoch.

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