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56 - 60 von 1378 Rezensionen auf der Seite.

Cover Steady Stroke

Enthält leichte Spoiler für das 1. Buch der Off Beat Reihe.

Lincoln hat einen großen Traum: Er will auf der Bühne stehen, Musik machen und die Leute unterhalten. Daran konnten auch seine Eltern nichts ändern, als sie ihn vor Jahren aus dem Haus geworfen haben, nachdem er sich geoutet hatte. Und auch von dem Unfall, bei dem er sich vor einem Jahr eine schwere Kopfverletzung zugezogen hat, will er sich eigentlich nicht abhalten lassen. Doch genau das scheint zu passieren, denn seit diesem Unfall hat er große Probleme mit Migräneanfällen und die ausgelöst werden können durch Licht, Lärm, Stress...und selbst durch die Vibrationen seiner Gitarre. Er hat keine Ahnung, wie er jetzt noch Musik machen soll und das ist so ziemlich das Schlimmste, das er sich vorstellen kann. Langsam aber sicher weiß er nicht mehr, was er mit seinem Leben anfangen soll, vor allem wenn er seine Freunde und ehemaligen Bandkollegen sieht, die alle weiterhin ihre musikalische Karriere verfolgen.
Doch dann erscheint plötzlich ein Silberstreif am Horizont: Er lernt den schüchternen und introvertierten Emmett kennen, der in seinem Lieblingsclub Off Beat arbeitet. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und beginnen jede Menge Zeit miteinander zu verbringen. Emmetts Leben war bisher ebenfalls alles andere als ein Zuckerschlecken und es dauert nicht lange, bis Lincoln wirklich alles für ihn tun würde. Und das beruht auf Gegenseitigkeit, denn auch Emmett würde Berge versetzen, um Lincoln glücklich zu machen. Vielleicht gelingt es beiden zusammen sogar Lincoln die Musik wieder zu geben.
Doch es gibt noch eine Sache, die zwischen den beiden steht und wenn diese jemals ans Tageslicht kommt, wird zwischen Emmett und Lincoln nichts mehr so sein, wie es mal war.

Im Grunde ist Steady Stroke von A.M. Arthur eine wirklich ganz süße Geschichte. Wir lernen Lincoln an einem Tiefpunkt in seinem Leben kennen, denn bei ihm scheint momentan wirklich gar nichts rund zu laufen. Nicht nur die Musik macht ihm Sorgen, dank seiner Kopfverletzung fällt es ihm auch sehr schwer einen Job zu finden. Er wird zwar bedingungslos von den Eltern seines besten Freundes Dominic unterstützt, doch für Lincoln sind sie bessere Eltern als es seine eigenen jemals waren und er will sie auf keinen Fall ausnutzen. Allein das hat ihn mir extrem sympathisch gemacht. Er ist ein guter Kerl, der zwar am Rande der Depression steht, aber immer noch versucht weiter zu kämpfen. Auch Emmett war einfach rundum sympathisch. Über seine Vergangenheit möchte ich jetzt gar nicht viel sagen, doch auch er hat schon einiges durchgemacht und es war einfach schön zu sehen, wie er durch Lincoln und ihre aufkeimende Beziehung aufgeblüht.
Es wartet allerdings eine ganze Menge Drama auf die beiden jungen Männer und das hat nicht mal unbedingt immer etwas mit diesem einen großen Geheimnis zu tun, das noch zwischen ihnen steht. Es gibt noch eine Menge weiterer Entwicklungen, die für gehörig Drama sorgen. Glücklicherweise hat das aber ganz gut zu Steady Stroke gepasst und hat erstaunlicherweise nie wirklich die Grenze zur Übertreibung überschritten.

Ein paar Dinge gibt es aber, die mir an Steady Stroke negativ aufgefallen sind. Zum Beispiel hat mir zu viel mit dem ersten Buch der Off Beat Reihe zusammengehangen. Es heisst zwar, dass man die Bücher getrennt voneinander lesen kann und ja, man versteht auch alles problemlos, aber es gibt so viele Anspielungen und Momente in denen einfach klar ist, dass sie auf das erste Buch hindeuten. Mir wäre es lieber gewesen, wenn sich A.M. Arthur mehr auf Lincoln und Emmett konzentriert hätte und weniger intensiv auf die alten Charaktere.
Ebenfalls nicht sonderlich gelungen fand ich das zentrale Thema, das alles zusammengehalten hat: Die Musik. Laut eigener Aussage haben Lincoln und seine Band Alternative Rock gemacht; die Musik, um die es sich aber wirklich dreht, ist eher Pop. Das ist ja an sich nichts Schlimmes, allerdings finde ich es immer furchtbar, wenn "Rockbands" alles andere als Rockmusik machen und das passiert viel zu häufig in Büchern.

Trotzdem ist Steady Stroke von A.M. Arthur ein süßes und romantisches Buch, das ich gerne gelesen habe. Lincoln und Emmett sind extrem sympathisch und ich habe wirklich mit ihnen gefühlt. Doch auch wenn die negativen Punkte nicht überwogen haben, hundert prozentig ist der Funke bei mir leider trotzdem nicht übergesprungen. Daher weiß ich noch nicht, ob ich die anderen Bücher der Off Beat Reihe lesen werde.

Steady Stroke erscheint am 2. September 2016.

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Cover Say It Right Englisch

Als Marc vor 8 Jahren von seinen Eltern vor die Tür gesetzt wurde, weil er sich vor ihnen outete, hat sich sein Leben schlagartig verändert. Er musste auf der Straße leben, wo er schnell in einen Strudel aus Drogen, Kriminalität und Prostitution geraten ist.
Doch er konnte sich daraus befreien und heute, mit 24 Jahren, ist er clean, hat ein eigenes Haus und einen festen Job in einer Einrichtung, die obdachlosen LGBT Teens zumindest nachts eine Zuflucht bietet. Doch seine Vergangenheit hat Spuren an Marc hinterlassen und er kann keine normale Beziehung führen. Falls er sich aber doch irgendwann noch einmal auf einen Mann einlassen sollte, dann wird es ganz sicher kein ehemaliger Drogenabhängiger sein. Die Gefahr für Mark selbst wieder in diesen Teufelskreis zu geraten wäre einfach viel zu hoch.

Doch dann steht plötzlich Maddy, die kleine Schwester seines besten Freundes aus Kindertagen, Anthony, vor Marcs Tür und er kann nicht fassen, was sie ihm da erzählt: Anthony, der immer eine Karriere als Fußballer angestrebt hatte, ist in den letzten 8 Jahren immer wieder selbst in Schwierigkeiten geraten und war sogar eine Weile im Gefägnis - immer wegen Drogen. Nun ist Anthony seit einiger Zeit spurlos verschwunden und seine Familie befürchtet das Schlimmste. Maddy hofft ihn durch Marc, den Anthony über die Jahre hinweg immer wieder erwähnt hat, finden zu können.
Und tatsächlich gelingt es den beiden Anthony aufzuspüren. Der ist allerdings in einem furchtbaren Zustand: Obdachlos, abhängig, unterernährt und nur noch ein Schatten seiner selbst.
Eigentlich hatte sich Marc wie gesagt vorgenommen, soweit wie möglich von Leuten wie Anthony fern zu bleiben. Doch hier handelt es sich schließlich um Anthony, seinen besten Freund, dem alle Türen offen standen und der aus irgendeinem Grund alles aufgegeben hat. Marc kann ihn nicht im Stich lassen. Und es hat noch nicht einmal wirklich etwas damit zu tun, dass Anthony der eine Mann war, der Marc nie aus dem Kopf gegangen ist...

Im Grunde fand ich die Geschichte von Say It Right von A.M. Arthur wirklich interessant. Marc hat eine Menge durchgemacht und dass er aufpassen muss, was er sich und seiner Abstinenz zutrauen kann ist nur allzu verständlich. Für niemanden würde er dieses Risiko eingehen - außer für Anthony. Und der ist wirklich ganz unten angekommen, als Marc ihn in einem heruntergekommenen Haus findet.
Anthonys Weg der Besserung ist alles andere als leicht und A.M. Arthur beschreibt ziemlich schonungslos, wie hart ein kalter Entzug sein kann. Es gab die ein oder andere Szene die doch sehr unter die Haut geht, allerdings ist Say It Right selbst eigentlich keine Geschichte über die Überwindung einer Sucht, zumindest nicht wirklich. Das ist nur ein kleiner Teil der Geschichte, denn obwohl Anthony der mit den aktuellen Problemen ist, geht es eigentlich viel mehr um die Aufarbeitung von Marcs Vergangenheit. Der ist nämlich noch lange nicht über das Hinweg, was ihm in seiner Zeit auf der Staße passiert ist und Anthonys Kampf mit sich selbst wirbelt auch viele unterdrückte Gefühle aus Marcs Vergangenheit wieder auf.

Auch die Charaktere sind sehr gelungen und durchdacht. Vor allem Anthony hat es mir angetan. Trotz aller Probleme und der Tatsache, dass nicht einmal er wirklich an sich und seiner Willenskraft glaubt, ist er einfach ein richtig guter Kerl, der ernsthaft versucht sich zu bessern. Auch Marc wird wie gesagt nach wie vor von seiner Vergangenheit verfolgt und in mancher Hinsicht ist sein Leben schwerer als Anthonys. Denn obwohl der ohne Job, Wohnung und Familie ist und sich sein ganzes Leben neu aufbauen muss, blieben ihm die meisten von Marcs Traumata erspart. A.M. Arthur hat mit Marc wirklich einen sehr spannenden Charakter geschaffen, der sich bis zum Ende des Buchs treu bleibt und bei dem sie stets auf alle seine sehr feinen Charaktereigenschaften geachtet hat. Leider mochte ich Marc selbst aber nicht sonderlich. Er ist eher kühl und in mancher Hinsicht sehr streng was Anthonys Situation angeht. Meist ist das auch vollkommen gerechtfertigt und ich verstehe auch, dass Marc auf sich selbst aufpassen muss, aber manchmal wirkte er dabei fast schon kaltschnäuzig. Es gibt da z.B. eine Szene, in der Anthony nach einem Streit wutentbrannt abhaut und in ernste Gefahr laufen könnte rückfällig zu werden. All das ist Marc klar, doch was macht er? Er sitzt zuhause auf der Couch und ignoriert es. Solche Momente gibt es immer wieder und die haben mir Marc nur bedingt sympathisch gemacht.
Ebenfalls ein Punkt, der mir schon beim 1. Buch negativ aufgefallen ist, ist die Querverbindung zu A.M. Arthurs anderer Reihe Belonging. Denn die Figuren dieser Bücher tauchen ständig auf, was an sich ja ganz nett ist, aber mir einfach zu viel wurde, da man schnell den Überblick verliert - mir ging es zumindest so und das, obwohl ich die meisten Bücher kenne.

Trotzdem gefallen mir die Bücher der All Saints Reihe einfach und auch Say It Right ist da keine Ausnahme. Sie sind emotional und nicht immer ganz einfach, dabei aber gut geschrieben und machen trotz der ernsten Themen einfach Spaß. Ich bin jetzt schon gespannt, wer als nächstes an der Reihe ist.

Say It Right erscheint am 12. September 2016.

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Cover Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens deutsch

Lars Thorwald hat es nicht leicht im Leben. Als ältester Sohn von Dreien fällt ihm zusammen mit seinem zweiten Bruder zu, sich um das jährliche Lutefisk-Essen zu kümmern. Der Stockfisch muss dafür mehrfach eingelegt und gewaschen werden, was nicht nur eine unangenehme schmutzige Arbeit ist, es stinkt auch bis zum Himmel.
Für Lars und seinen Bruder Jarl wird es zur jährlichen Tradition, nachdem ihr Vater der Gemeinde versprochen hat, sich um dieses Schwedische Gericht zu kümmern, als die eigentliche Köchin sich in einem Winter den Fuß brach. Seither ist die eigentlich so schöne Winter- und Weihnachtszeit für Lars die schlimmste Zeit des Jahres. Seine Mitschpüler hänseln ihm des Gestanks wegen und die Mädchen trauen sich gar nicht erst in seine Nähe. Wie soll er da eine Freundin finden?

Mit 18 macht das einzig Richtige für ihn - er zieht weg, fängt in einem Restaurant an zu arbeiten und lebt sein eigenes Leben. Nie wieder, so schwört er sich, wird er Lutefisk zubereiten.
Noch immer ist ein kein Frauenschwarm und doch wird Cynthia auf ihn aufmerksam. Während sie mit ihren bisherigen Männern nur auf die Nase gefallen ist, legtt ihr Lars sein Herz zu Füßen. Er kann kochen, ist charmant und bringt sie zum Lachen. Es dauert nicht lange und sie sind verheiratet. Als Cynthia schwanger wird, ist Lars außer sich vor Freude - sie hingegen nicht. Sie taugt nicht zur Mutter, und als die kleine Eva das Licht der Welt erblickt, ist sie sich nicht sicher, wie sie das schaffen soll. Lars ist der liebevollste Vater, den sich eine Frau für ihr Kind nur wünschen kann. Während er in erster Linie Vater und dann erst Koch ist, steht für Cynthia fest, sie will so schnell es geht wieder arbeiten. Sie lernt den Sommelier Jeremy St. George kennen. Er nimmt ihr ihren Traumjob weg, bietet ihr jedoch ungeahnte Möglichkeiten. Es dauert nicht lange und Cynthia verlässt Lars und damit auch Eva.

Sie weiß nicht, das Eva bald darauf auch ihren Vater verlieren wird, der ihr ein unbeschreibliches Erbe vermacht hat, das Eva zu einer der gefragtesten Personen in der kulinarischen Szene wird. Sie geht ihren Weg - aber irgendetwas fehlt.

Als ich die Leseprobe zu Kitchens of the Great Midwest / Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens von J. Ryan Stradal bei www.vorablesen.de gelesen hatte, war ich hellauf begeistert. Es versprach ein wundervolles Buch zu werden und so war ich sehr erfreut, als das Buch endlich in meinem Briefkasten landete. Leider schien es so, als wäre die Leseprobe schon das Beste am ganzen Buch gewesen, denn es wurde danach verwirrend und teilweise ziemlich eklig.
Man lernt in verschiedenen Abschnitten immer wieder neue Leute kennen und häufig erkennt man erst am Ende wie diese Personen mit Eva zusammen hängen.
So lernt man erst die verschiedenen Verwandten und später Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen kennen. Das Buch bezeichnet den Weg von Eva als Baby bis hin zur Erwachsenen. Sie ist eine außergewöhnliche Frau mit besonderen Fähigkeiten die sich nichts gefallen lässt.

Nach einer Weile war ich irgendwie sehr verwirrt, da ich eigentlich ein Buch über Eva erwartet hatte und keinen Roman, der ihr Leben zwar umreisst, aber sie nur als Nebenfigur auftauchen lässt.
An wichtigen Stationen hat der Autor Rezepte in das Buch geschrieben, die durch alle wahnsinnig lecker klingen. Erst am Ende ziehen sich alle Fäden zusammen und das Buch findet einen Abschluss, der mich irgendwie dann doch begeistert und berührt hat. Zwar kann ich weder den Titel noch die eigentliche Geschichte um Eva wirklich dem Gelesenen zuordnen, aber es war ein Buch, das mich tatsächlich eine Weile beschäftigt hat.

Einen ganz lieben Dank an das Team von www.vorablesen.de und dem Diogenes-Verlag für das Buch und die Möglichkeit es vor dem Erscheinungsdatum am 24.08.2016 lesen zu können.

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Cover Neighbor Dearest

Enthält leichte Spoiler für Stepbrother Dearest.

Als Chelsea von ihrem langjährigen Freund Elec verlassen wurde, hat sie nicht nur das Vertrauen in die Männer verloren, sondern auch in ihr eigenes Urteilsvermögen. Schließlich ist sie eigentlich fest davon überzeugt gewesen, dass sie und Elec glücklich waren und er die Liebe ihres Lebens ist. Doch dann hat er sie aus heiterem Himmel verlassen und sie war plötzlich allein.
Nun versucht sie irgendwie über Elec hinweg zu kommen und ist deshalb in eine neue Wohnung gezogen, um den Erinnerungen zu entkommen. Bisher war das zwar nur ein mäßiger Erfolg, aber irgendetwas muss sie ja versuchen. Wenn sie ehrlich ist, glaubt sie aber nicht, dass es ihr jemals wirklich gelingen wird.
Obwohl, einen anderen Mann gäbe es da schon, der ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen will: Ihr neuer Nachbar Damien. Doch Damien scheint alles andere als ein netter Kerl zu sein. Er ist unfreundlich, hat zwei riesige Hunde, die nie aufhören zu bellen und hat anscheinend unglaublich viel Spaß daran Chelsea zu piesaken.
Es dauert allerdings nicht lange und die beiden werden Freunde - so gute Freunde sogar, dass keiner beiden jemals wieder auf diese Freundschaft verzichten kann oder will. Doch für Chelsea ist es bald relativ klar, dass sie für Damien mehr empfindet. Und sie ist sich auch ziemlich sicher, dass es zwischen ihnen auch funktionieren könnte, denn die beiden schwimmen einfach auf der gleichen Wellenlänge. Doch Damien macht es ihr immer wieder klar, dass er nicht der richtige Mann für sie sei. Die Frage, die sich Chelsea nun jeden Tag stellt ist nur, warum?
Die Antwort auf diese Frage ist allerdings alles andere als einfach und wird eine herbe Überraschung für Chelsea werden...

Wer Stepbrother Dearest von Penelope Ward gelesen hat, dem wird vermutlich auch noch Chelsea, die Heldin von Neighbor Dearest, ein Begriff sein. Denn Chelsea ist die Frau, die verlassen wurde, damit in Stepbrother Dearest Elec und Greta ihr Glück finden konnten. Wie es in Penelope Wards Büchern gerne der Fall ist, sind die Ex-Freundinnen nämlich selten Biester, sondern meist sympathische und liebenswerte Frauen, mit denen die männlichen Hauptcharaktere nicht grundlos liiert sind. Und so ist auch Chelsea eine wirklich nette und sympathische junge Frau, die mir wirklich Leid getan hat, denn Elecs Verhalten hat sie wirklich getroffen und viel von ihrem Selbstvertrauen und auch Selbstwertgefühl zerstört. Sie kämpft damit über ihn hinweg zu kommen, was aber leider erst dann wirklich funktioniert, als Damien in ihr Leben trat.
Ich muss ja zugeben, dass ich am Anfang ein wenig die Befürchtung hatte, dass sich Damien zu sehr wie ein Ersatz für Elec und Chelseas Gefühle dadurch unecht anfühlen würden. Dem war aber glücklicherweise kein bisschen so. Penelope Ward hat wirklich sehr darauf acht gegeben, dass sich Chelseas Gefühle natürlich entwickeln, so dass am Ende absolut kein Zweifel blieb, wem ihr Herz wirklich gehört. Und das ist auch verständlich, denn Damien ist wirklich ein richtig guter Kerl, den man trotz seiner manchmal etwas grantigen und ruppigen Art einfach lieben muss. Die Dinge, die er für Chelsea und die anderen Menschen in seinem Leben im Laufe der Geschichte tut, sind wirklich schön. Es ist also absolut kein Wunder, dass es für Chelsea nicht lange bei freundschaftlichen Gefühlen bleibt.
Doch es kann natürlich nicht so einfach für Chelsea sein ihr eigenes Happy End zu finden. Damien verheimlicht etwas vor ihr und das ist der Grund, weshalb er sich von ihr fernhält. Tatsächlich ist das sogar ausnahmsweise mal eine Begründung, die ich nachvollziehen kann und die der Geschichte eine interessante Wendung verliehen hat. Gleichzeitig ist es aber relativ...ich möchte nicht sagen dramafrei, den es geht schon ab und zu mal recht dramatisch zu, aber wenigstens häufen sich die Ereignisse nicht und es bleibt im Grunde immer recht realistisch und bodenständig.

Eigentlich gibt es nur eine Sache, die mir an Neighbor Dearest nicht so wirklich gut gefällt und das ist die Tatsache, dass mir zu oft über Greta und Elec geschimpft wurde. Klar, Chelsea und Damien sind nicht gut auf die beiden zu sprechen und dass Chelsea vor allem Elec nicht im besten Licht dastehen lässt ist auch nachvollziehbar. Aber sie sind nun mal die Hauptcharaktere aus Stepbrother Dearest und ich mochte sie. Deshalb fand ich es ziemlich unangenehm ständig darüber zu lesen, was für schlechte Personen sie doch sind.

Trotzdem ist Neighbor Dearest von Penelope Ward eine schöne Geschichte, die alleine durch Damien absolut lesenswert ist. Und auch wenn es eine indirekte Fortsetzung von Stepbrother Dearest ist, ist es überhaupt nicht notwendig, dieses vorher gelesen zu haben.

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Dye No More

18.08.2016
Cover Dye no more englisch

Carly betreibt zusammen mit ihrem guten Freund Hans einen Friseursalon und muss feststellen, dass es alles andere als gut läuft. Selbst in diesem kleinen Ort gehen die meisten Leute zu einer der vielen Ketten statt ihren Laden zu unterstützen.
Um sich ein wenig aufzumuntern, beschließt sie sich die Jahre in einer der neuen Candy-Farben zu färben - Lavendel. Ihr Kopf erstrahlt in lila und Hans ist eher amüsiert als geschockt. Carly hofft, so vielleicht ein paar mehr Kunden auf ihren Laden aufmerksam machen zu können, wenn sie nachher auf den kleinen Rummel geht, der für diese Woche in der Stadt ist.

Der erste und auch einzige Kunde an diesem Tag ist Ruby, eine junge Zuckerwatteverkäuferin vom Rummel, die mal wieder etwas anderes auf ihrem Kopf braucht. Carly überredet sie zu einer ihrer neuen Farben und nach ein wenig rätseln entscheidet sich Ruby für ein zartes Rosa. Hans muss stark an sich halten. Da er ein wenig unterfordert ist, aber auf Grund mangelnder Ausbildung nichts an den Kunden schneiden oder färben darf, beschließt er Ruby eine Kopfmassage zu verpassen, während Carly die Farbe anrührt. Die kriegt davon nichts mit und macht sich frisch ans Werk.
Kurz darauf erstrahlt Rubys Kopf in Rosa und sie sieht beinahe glücklich aus.

Nach Rubys Termin herrscht weiterhin tote Hose im Laden und Carly lässt sich von Hans dazu überreden für heute zu schließen und gleich auf den Rummel zu gehen. Natürlich will sie auch wissen ob Ruby auf ihre neue Haarfarbe angesprochen wird.
Auf dem Marktplatz angekommen, werfen sich die beiden ins Getümmel. Carly hält vergebens nach Ruby Ausschau - ihr Zuckerwattestand ist leer. Nanu, wo ist sie bloß?
Da macht Hans eine grausige Entdeckung. Ruby liegt hinter ihrem Stand, leicht versteckt - tot. Sofort wird der Rummel geschlossen, die Polizei rückt an und Carly ist mit ihren Nerven am Ende. Es wird doch nicht an der neuen Haarfarbe gelegen haben?
Etwas später hämmert eine junge Frau an ihre Scheibe und beschimpft sie. Sie habe Ruby getötet und würde dafür büßen. Das ist zu viel für Carly. Sie beschließt selbst herauszufinden, was passiert ist.

In den Abendstunden schleichen die beiden auf dem geschlossenen Rummel rum und treffen auf Josh. Er kannte Ruby wohl ein bisschen, kann ihnen aber kaum etwas sagen. Dafür ist er unheimlich süß und an Carly interessiert. Ein Auftritt von Betty, der Dame die an ihre Scheibe geschlagen hat, beendet das Treffen und Josh erzählt ihnen, das Betty einst die beste Freundin von Ruby war. Seit einiger Zeit gäbe es aber Streit. Ob Betty etwas mit dem Tod Rubys zu tun hat? Aber warum beschimpft sie dann Carly als Mörderin?
Als der Autopsie-Bericht vorliegt und klar ist, das Ruby vergiftet wurde, erfährt Carly von Hans Kopfmassage. Hatte Ruby vielleicht eine allergische Reaktion? Ist am Ende Hans der Grund für Rubys Ableben? Carly dreht sich der Kopf und zu allem Überfluss ist da ja noch Josh der mächtig baggert und doch hat sie Bedenken bei ihm.

Dye No More ist eine weitere Kurzgeschichte von S.Y. Robins. Wieder einmal ist es ihr gelungen einen kompletten Mordfall mit Hintergrundgeschichte in eine Hand voll Seiten zu packen, ohne das es gehetzt wirkt oder abgeschnitten. Für Zwischendurch sind diese kleinen Geschichten wirklich super.
Für meine Begriffe hätte sie allerdings gern noch ein paar Seiten länger sein können.

Im Moment gibt es das Buch kostenlos bei Amazon, falls ihr es also mal ausprobieren wollt - jetzt ist der richtige Moment dafür.
Es sind zudem weitere 5 Bonus-Geschichten enthalten. Ich habe noch ein paar ihrer E-Books auf meinem Reader und bin gespannt wie die nächsten so sind.

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