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Cover Play englisch

In Play / Wer will schon einen Rockstar? trifft die von ihrer Mitbewohnerin über?s Ohr gehauene Anne auf Mal, den Schlagzeuger der berühmten Band Stage Dive. Anne begegnet Mal auf einer Party und läuft ihm auch da eher zufällig über den Weg. Er bekommt ein ziemlich peinliches Telefonat von Anne mit und setzt sich in den Kopf, diesem hübschen Mädel zu helfen. Er macht noch auf der Party eine erste Andeutung, die Anne aber nicht besonders ernst nimmt. Kein Wunder, dass sie große Augen macht, als sie am Tag drauf von der Arbeit nach Hause kommt und einen neuen Mitbewohner hat: Mal.

Play / Wer will schon einen Rockstar? war in weiten Teilen eine ziemlich lustige Geschichte und Annes innere Stimme in Kombination mit Mals frechen Kommentaren war wirklich schön zu lesen. Über die Zeit kommt eine gehörige Portion Tragik auf, doch das hat der sonst fast schon zu süßlichen Geschichte ganz gut getan. Der Sex zwischen den beiden war nämlich schon arg perfekt und einmal mehr fand ich es irre, wie schnell und innig die Beziehung zwischen Anne und Mal in die Gänge kam. Ich erinnere mich, dass mich das schon bei Lick / Kein Rockstar für eine Nacht, dem ersten Band der Stage Dive-Reihe gestört hat. Diese innige Liebe auf den ersten Blick. Geschichten, in denen eine Beziehung über verschiedene Stadien wächst, sind einfach mehr mein Ding. Hier geht es alles ziemlich schnell, aber das ist vermutlich einfach so bei Kylie Scott.

Ich hatte mich sehr auf Play / Wer will schon einen Rockstar? gefreut, weil Mal von Anfang an mein Lieblings-Stage Diver war. Die Geschichte las sich auch weg wie nichts und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ich hätte mir allerdings einen etwas anderen Grund, als Ursache für seine Eskapaden in diesem Buch gewünscht. So war mir das alles etwas zu simple. Oder, wenn ich ehrlich bin, war er mir zu simple. In Lick / Kein Rockstar für eine Nacht machte er irgendwie einen tiefgründigeren Eindruck, den er in Play / Wer will schon einen Rockstar? für mich so nicht recht aufrecht halten konnte.

Dennoch war Play / Wer will schon einen Rockstar? charmant und der Schreibstil von Kylie Scott sehr kurzweilig. In jedem Fall möchte ich jetzt auch noch lesen, wie es den übrigen Bandmitgliedern ergeht. Jimmy, der egozentrische Sänger, wird sich in Lead / Rockstars bleiben nicht für immer (keine Rezension) mit der toughen Lena, von der man schon den einen oder anderen Blick erhascht hat, auseinander setzen. Außerdem bin ich gespannt, ob Ben, der witzige Bassist, dann in Deep auch noch sein Glück finden wird. Und ob man seine Seelengefährtin vorher schon kennengelernt hat. Mir kam beim Lesen von Play / Wer will schon einen Rockstar? da schon eine Idee. Beide Bände erscheinen noch in diesem Jahr: Lead / Rockstars bleiben nicht für immer (keine Rezension) am 29. Juli 2014 und Deep am 23. Dezember 2014. Somit werden alle offenen Fragen wohl hoffentlich bald zur Zufriedenheit des Lesers beantwortet.

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Bild Harry_Draco chouette-e

Harry ist zurück in Hogwarts, um in einer Art Eilverfahren das verpasste 7. Schuljahr nachzuholen. Am Ende stehen die NEWTs und - wenn möglich - der nächste Schritt in seiner Karriere. Dumm nur, dass Harry so gar keine Ahnung hat, was er eigentlich machen möchte. Er ist sich allerdings ziemlich sicher, dass er kein Auror werden möchte. Auch aus diesem Grund hat er auch die verkürzte und beschleunigte Zulassung zum Auror-Training ausgeschlagen. Im Gegensatz zu Ron, der genau diese Ausbildung schon angefangen hat. Harry ist stattdessen mit Hermione nach Hogwarts zurückgekehrt. Als er ein ziemlich unergiebiges und langes Berufsberatungsgespräch mit Schulleiterin McGonagall führt, kommt ihm die Erleuchtung. Er will ein Zaubertränke-Meister werden - wie Snape. Und dafür braucht er Hilfe. Hilfe von niemand anderem als Snapes bestem Schüler, Draco Malfoy. Und weil Harry und Draco über Fähigkeiten verfügen, die der jeweils andere benötigt, schließen sie einen Deal. Wer kann auch ahnen, dass ein Boggart, Snapes Porträt, die Abwesenheit von Ron und die Gesellschaft von Malfoy zu einem solch ereignisreichen 8 Schuljahr führen würden...

Azoth ist ein ganz wunderbares Harry Potter-Fanfiction. Es hat alles, was man von einer guten Story erwartet, die sich am Inhalt der Bücher orientiert, dabei aber den Epilog vernachlässigt (Canon/EWE). Die Geschichte bietet Liebe, Freundschaft, Humor, auch eine Portion Traurigkeit, wunderbare charakterliche Entwicklungen und ein paar wirklich heiße Szenen. Mir fallen spontan zwei ein, in denen es gar nicht so explizit wird und die beide noch vor der Liebesbeziehung der Protagonisten stattfinden, die aber unglaublich toll geraten sind: Das Trankbrühen im Verließ und die verbale Entspannungstaktik von Draco. Zwei wunderbare Szenen, die zeigen, was für eine begnadete Autorin zeitgeistic ist.

Hinzu kommt, dass die Geschichte extrem durchdacht und vielschichtig ist. In der magischen Welt von Azoth werden Chemie, Biologie und Alchemie mit philosophischen und spirituellen Aspekten verwoben, ohne, dass man am Ende sagen kann, wo die Naturwissenschaft anfängt und die Metaphysik aufhört. All das ist dann auch noch eng mit der charakterlichen Entwicklung der Hauptfiguren verknüpft und hat mich in seiner Komplexität wirklich beeindrucken können.
Wichtig ist aber auch zu erwähnen, dass man bei Azoth unheimlich oft und herzhaft Lachen kann. Es gibt so viele kleine und größere Ideen, die einem das Herz höher schlagen lassen. Da ist Harrys Drang, sich selbst in dieser Welt ohne Aufgabe zu finden, das Porträt, die Verwandlungen (hier will ich nichts Genaueres schreiben, weil es wirklich Spaß nehmen würde), die herrlichen Wortgefechte zwischen den verschiedenen Charakteren, die Quidditch Manager Liga und die vielen Katzen. Und natürlich noch die Kapitelüberschriften. Ohne Epilog sind es 13 Kapitel, die den 12 Stufen von alchemischen Prozessen entsprechen, bis man dann am Ende das Große Werk (Opus Magnum). Was es damit auf sich hat, müsst ihr aber selber lesen. Viel Spaß mit diesem wunderbaren Werk, das man im Archive Of Our Own unter diesem Link Azoth by zeitgeistic runterladen kann.

Fazit: Azoth von zeitgeistic war eines der besten Fanfiction, das ich in letzter Zeit gelesen habe.

Das wunderbare Bild stammt von chouette-e auf deviantart/Gorgeous pic by chouette-e on deviantart.

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Cover How We Deal with Gravity Englisch

Für Avery Abbot gibt es nichts Wichtigeres im Leben, als ihren Sohn Max. Max ist ein ganz außergewöhnliches Kind, doch er macht es Avery nicht immer leicht. Denn Max hat Autismus. Sein Vater hat sich aus dem Staub gemacht, kurz nachdem die Diagnose kam, was Avery nur umso entschlossener macht, so gut es geht für Max da zu sein. Ihr eigenes Leben stellt sie dafür gerne mal hinten an. Mit der Hilfe ihres Vaters Ray und ihrer besten Freundin Claire kann Avery sogar noch die Uni besuchen, um ihren Abschluss nachzuholen.
Doch Avery ist einsam. Ein Mann hat in ihrem und Max Leben aber einfach keinen Platz. Max braucht in erster Linie Stabilität und besondere Fürsorge und welcher Partner würde sich schon so eine Beziehung einlassen?
Dann taucht plötzlich niemand anderes als Mason Street wieder in der Stadt auf. In ihrer Jugend hat Avery schrecklich für ihn geschwärmt - doch das ist lange vorbei. Sie kann gar nicht abwarten, bis sie den arroganten Musiker wieder loswird.

Mason hat es versaut. Er hatte mit seiner Band die Chance auf den großen Durchbruch und hat alles verloren. Jetzt muss er erst einmal wieder auf die Füße kommen. Und das geht nirgendwo besser, als bei Ray Abbot. Ray ist der Vater, den er nie hatte, der ihn zur Musik gebracht hat, und bei dem Mason mehr Zeit verbracht hat, als in seinem eigenen Zuhause. An Rays unscheinbaren Tochter Avery hatte er allerdings nie großes Interesse.
Doch das ändert sich schlagartig, als Mason Avery nach fünf Jahren zum ersten Mal wieder sieht...

So wirklich konnte mich Avery und Masons Geschichte in How We Deal With Gravity von Ginger Scott aber leider nicht überzeugen. Und das, obwohl ich gar nicht mal wirklich große Kritikpunkte an diesem Buch habe. Im Gegenteil, How We Deal With Gravity hat sogar einige sehr schöne Ansätze.
Zum Beispiel ist Ginger Scott die Darstellung von Autismus sehr gut gelungen. Es wird nicht überdramatisiert oder beschönigt. Max ist ein besonderes Kind, das spezielle Fürsorge braucht, aber auch viel zurückgibt. Dadurch entstehen ein paar wirklich schlimme Szenen, aber auch sehr schöne Momente mit ihm und zumindest in diese Richtung, macht die Autorin ihre Geschichte nicht durch zu viel Kitsch kaputt.
Auch Avery und Mason sind eigentlich ganz sympathisch. Avery steht mit beiden Beinen fest im Leben und hat ihre Prioritäten immer im Kopf. Vielleicht ist sie dabei wirklich etwas unflexibel, aber man kann es ihr nicht verübeln. Schließlich muss sie zuerst an ihren Sohn denken. Mason ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil. Er musste noch nie Verantwortung übernehmen und hat sich immer nur um sich selbst gekümmert. Er ist kein schlechter Kerl, aber definitiv noch nicht ganz erwachsen. Die Entwicklung, die man bei ihm in How We Deal With Gravity verfolgen kann, macht daher durchaus Sinn und Mason zu einem guten Hauptcharakter. Auch die Nebenfiguren sind im Großen und Ganzen ganz gut gelungen. Vor allem Averys Vater Ray hat mir sehr gefallen. Er und Max sind sehr wichtig für die Geschichte und wurden stimmig eingebaut.

Wie gesagt gibt es aber auch Dinge, die mir an How We Deal With Gravity nicht gefallen haben. Das sind keine sonderlichen großen Punkte, sondern eher viele kleine Details, die mir im Gesamtbild dann doch ziemlich negativ aufgefallen sind.
Zum Beispiel nutzt Ginger Scott sehr oft Kursivschrift und Ausrufezeichen. Beides sind Stilmittel, die ruhig mal verwendet werden können - aber sparsam. Die Autorin geht leider viel zu inflationär damit um, was mir schnell auf die Nerven gegangen ist.
Doch auch inhaltlich gibt es ein paar Baustellen. Da wäre etwa, dass die sonst ach so verantwortungsbewusste Avery ungeschützten Geschlechtsverkehr hat, weil sie ja die Pille nimmt. Dass Mason aber ein Frauenheld ist, der auf seiner Tournee mit jeder Menge Frauen Kontakt hatte, stört sie dabei nicht. Ebenfalls oft negativ aufgefallen ist mir Claire. Sie hat das Herz zwar am rechten Fleck und immer nur Averys Bestes im Sinn, allerdings ist sie auch der Inbegriff der sich in alles einmischenden besten Freundin. Ich an Avery Stelle wäre mehrmals stinksauer auf sie gewesen bei den Dingen, die sie ausgeplaudert hat.
Ein weiterer Punkt ist das übertriebene und kitschige Ende. Ein Happy End ist ja schön und gut, aber Ginger Scott setzt immer nur noch eins drauf. Dass es nicht völlig im Kitsch versunken ist, liegt eigentlich nur an einer bestimmten Entwicklung, die die Glückseligkeit ein bisschen gedämpft hat. Zu dick aufgetragen war das Happy End für meinen Geschmack aber dennoch.

Es gibt also doch eine Menge Details, die nicht so gut gelungen sind an How We Deal With Gravity von Ginger Scott. Katastrophal ist es aber auch nicht. Wer eine schnelle New Adult Lektüre will, die ein etwas ernsteres Thema zum Hintergrund hat, dem könnte How We Deal With Gravity durchaus gefallen.

How We Deal With Gravity ist ab heute erhältlich. Wenn euch das Buch interessiert, holt es euch so schnell wie möglich, denn der gesamte Gewinn der ersten Woche geht an das Southwest Autism Research and Resource Center.

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Cover Necropolis englisch

Necropolis ist der vierte Band der Serie um Whyborne & Griffin. Geringe Spoiler für die ersten Bände sind in der Rezension enthalten.

Whyborne und Griffin haben sich gut in ihrem gemeinsamen Leben eingerichtet. Selbst Whybornes Familie hat sich mit Griffin abgefunden - er wurde sogar zur letzten, leicht desaströs verlaufenden Weihnachtsfeier eingeladen. Dennoch hat Whyborne oft das Gefühl nicht genug für Griffin zu sein - schließlich hat der für ihn endgültig mit seiner Familie gebrochen. Aktuell fehlt ihnen auch noch ihre beste Freundin Christine, die sich auf Ausgrabungstour in Ägypten befindet. Dann hat Whyborne an einem späten Abend eine gefährliche Begegnung im Nathaniel R. Ladysmith Museum - eine Mischung aus Mensch und Schakal trachtet ihm nach dem Leben und er kann dem Wesen nur mit Mühe und Hilfe entkommen. Parallel erreicht Whyborne ein Hilferuf von Christine aus Ägypten. Sie bittet ihn, umgehend zu ihr zu kommen. Nicht ganz begeistert verlässt der Gewohnheitsmensch Whyborne sein innig geliebtes Widdershins, um sich zusammen mit seinem Liebsten Griffin auf den langen Weg zu seiner Freundin und den Widrigkeiten Nordafrikas zu machen.

Necropolis war die spannende und lang erwartete Fortsetzung von Stormhaven. In Ägypten erleben unsere beiden Helden und ihre Freundin Christine eine Menge Abenteuer. Besonders interessant waren die Hintergrundinformationen, die man nach und nach über Christines Leben erfährt. Auf ihr lag in diesem Band ganz klar ein Fokus und - da sie eine der besten Nebencharakterinnen überhaupt ist - fand ich das sehr schön. Natürlich waren deshalb die Szenen zwischen Whyborne und Griffin nicht so häufig wie gewohnt. Doch in ihrer Intensität waren diese so lesenswert wie immer. Ich kann die Kritik an zu wenig Griffin, die in der einen oder anderen Rezension zu lesen war, deshalb nicht ganz nachvollziehen. Griffin war wirklich immer an Whybornes Seite, konnte seinen Teil tun und hat mehr als einmal entscheidend ins Geschehen eingegriffen.
Mir hat an dieser Stelle auch sehr gefallen, dass man den immensen Fortschritt in ihrer Beziehung sehen kann. Beide sind ganz sicher nicht immer einer Meinung oder einverstanden mit den Taten des anderen, aber sie sind inzwischen viel öfter in der Lage ihrer Meinungsverschiedenheiten im Gespräch zu bereinigen. Und dass, obwohl sie sich so gut kennen, dass der jeweils andere mit Leichtigkeit in der Lage ist, den Finger in die Wunde zu legen. So ist es kein Wunder, dass Whyborne und seine Magie dieses Mal im Fokus der Konflikte stehen. Hier müsst ihr selber lesen, wie Necropolis ausgeht. Zwar kam das Ende hier ziemlich abrupt, in Hinsicht auf die Magiefrage war ich aber ziemlich zufrieden.

Etwas aus dem Konzept gebracht hat mich Jordan L. Hawk allerdings, indem sie mich in Necropolis gefühlt um einen Teil des Showdowns betrogen hat. Vielleicht empfinden es andere nicht so, aber mir hat da doch was gefehlt. Hinzu kam, dass mich die Auflösung zu einem Teil an die von Widdershins erinnert hat. Doch vermutlich war das einfach mein persönliches Empfinden. Dadurch, dass ich Whyborne und Griffin als Charaktere so gerne habe, neige ich dazu, ziemlich streng mit ihnen zu sein. Insgesamt hatte ich nämlich wirklich Spaß an Necropolis. Alleine Whybornes Gejammer über die Unannehmlichkeiten in Ägypten waren zu herrlich zu lesen. Auch die Liebesszenen zwischen den beiden konnten mein Herz wieder höher schlagen lassen. Ich wiederhole mich, aber diese beiden Charaktere von Jordan L. Hawk konnten sich wirklich einen festen Platz in meinem Herzen erobern.

Schlimm ist nur, dass die Leser sich jetzt bis November 2014 gedulden müssen, bis der letzte Band der Reihe, Bloodline erscheint. Ich habe vor, mir meine Zeit bis dahin mit Jordan L. Hawks anderer Serie zu vertreiben. Die 6-bändige SPECTR-Serie ist nämlich ab Juli komplett. Ich bin gespannt.

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Cover Bartimäus - Das Amulett von Samarkand deutsch

Nathanael wird mit nur 6 Jahren in das Haus seines Meisters geholt. Im London der gegenwärtigen Zeit werden Zauberer nicht geboren, sie werden dazu ausgebildet. Nathanael ist so ein neuer Lehrling. Seine Eltern haben ihn abgegeben, damit er die Chance erhält einmal ein großer Zauberer zu werden - und weil es ihnen Geld bringt.
Sein neuer Vormund macht keinen sehr netten Eindruck und so fühlt sich Nathanael alles andere als Wohl in seiner Haut. Der einzige Lichtblick in seinem neuen Leben ist Mrs. Underwood, die Frau seines Meisters. Sie ist liebenswert und kümmert sich aufopfernd um den verstörten Jungen.
Viel Zeit zum Trübsal blasen bleibt ihm sowieso nicht, denn sein Lehrplan ist straff und bestimmt schon bald sein gesamtes Leben.

Ziemlich schnell merkt Nathanael, dass Mr. Underwood ein wenig mächtiger Zauberer ist. Er lehrt ihn nur einfache Dinge und behandelt ihn, als wäre er zu dumm, selbst diese zu erlernen. Im Stillen lernt Nathanael auf eigene Faust. Er liest die Bücher seines Lehrers und übt sich an kleineren Zaubern.
Als er mit 10 Jahren dann in die Gesellschaft eingeführt wird, merkt er, dass Zauberer keine mächtigen und beeindruckenden Wesen sind. Die meisten sehen nicht einmal wie Zauberer aus - eher wie Bankangestellte. Sein Meister ist kein angesehener Zauberer in der Gesellschaft, obwohl er als Minister im Parlament tätig ist, behandeln ihn die anderen von oben herab.
An diesem Abend trifft Nathanael das erste Mal auf Simon Lovelace. Ein arroganter Zauberer, der allem Anschein nach ziemlich mächtig ist und dieses auch jeden wissen lässt. Nathanael wird von ihm gedemütigt und schwört Rache.
Sein erster Versuch schlägt fehl und zieht den Zorn seines Meisters und Lovelace nach sich. Nun ist es Nathanaels Lebensaufgabe Rache zu üben. Er will Lovelace dort packen wo es ihm gehörig wehtut - an seinem Stolz.

Über 6 Monate feilt er an seinem Plan und glaubt schließlich soweit zu sein. Er beschwört einen Dschinn, aber nicht nur irgendeinen. Nein, er beschwört in der Dachkammer des Hauses den mächtigen Bartimäus und ist dabei nervös bis in die Haarspitzen. Das merkt auch Bartimäus. Es macht keinen Spaß Dschinn zu sein. Sobald ein Zauberer deinen Namen kennt, kann er dich mit den richtigen Formeln beschwören und dir eine Aufgabe geben.
Bartimäus hätte jedoch nie gedacht, dass so ein junger Kerl es schafft ihn zu beschwören. Er glaubt leichtes Spiel mit ihm zu haben um ihm mit einer List aus der Reserve zu locken. Leider ist Nathanael nicht so einfach zu überlisten und so muss er für ihn in das Haus von Simon Lovelance eindringen und ein Amulett stehlen. Das ist eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt, denn das Haus des Zauberers ist besser geschützt als Fort Knox.
Mit Übung und einer gehörigen Portion Glück schafft der Dschinn das unmögliche und er schafft es das Artefakt an sich zu bringen. Nun gilt es nur noch aus dem Haus auch wieder heraus zu kommen. Das erweist sich tatsächlich als schwieriger.
Bartimäus jedoch ist nicht so alt geworden ohne dabei einige Raffinessen zu erlernen. Zurück bei seinem Herren hofft er nun wieder in Ruhe sein Dasein fristen zu dürfen, doch Nathanael hat mehr mit ihm vor.

Die wichtigste Regel für einen Zauberer - verrate niemandem (!) deinen Namen. Jeder Zauberer hat zwei Namen, einen Geburtsnamen und einen Zauberernamen. Dieser wird ihm von seinem Meister gegeben und fortan auch so angesprochen. Sollte jemals jemand den wahren Namen eines Zauberers erfahren, sitzt dieser gewaltig in der Patsche. Dann ist er angreifbar und kann sich eigentlich gleich aus dem Geschäft zurückziehen.
Nathanael hat diesen Fehler schon viele Jahre zuvor gemacht und muss nun erleben, dass der von ihm gerufene Dschinn seinen Namen erfährt. Nun hat er keinen Vorteil mehr ihm gegenüber und muss aufpassen, was er dem Dschinn für weitere Aufgaben gibt. Aber Nathanael ist nicht blöd, es gibt eine Möglichkeit Bartimäus weiter an sich zu binden. Er ahnt nicht, dass er ihm noch mal von großem Nutzen sein wird, denn mit dem Diebstahl des Amulettes hat er sich mehr als nur einen Zauberer zum Feind gemacht. Nun ist nicht nur Lovelace hinter ihm her, auch das Parlament hält wenig vom Diebstahl magischer Artefakte.
Seine kleine persönliche Rache könnte am Ende nicht nur ihm das Leben kosten.

The Amulet Of Samarkand / Das Amulett von Samarkand ist der Auftakt zur The Bartimaeus Trilogy / Bartimäus-Reihe die eigentlich mal ein Dreiteiler werden sollte. Ich hatte mir die Bücher schon vor einiger Zeit gekauft und sollte nun im Rahmen der Ran an die Reihen! - Reihenabbau extrem-Challenge den ersten Band lesen.
Da ich bisher kaum schlechtes über diese Reihe gehört hatte, habe ich mich darauf gefreut und begonnen. Leider konnte mich das Buch nicht so richtig begeistern. Es brauchte ganze 250 Seiten, bis es endlich einmal ein wenig an Spannung zunahm.

Das Buch beginnt damit, dass Bartimäus von Nathanael beschworen wird und seinen Auftrag erhält. Danach wird im Wechsel berichtet, was bei Nathanael passiert und wie es dem Dschinn ergeht.
Die Abschnitte über Nathanael haben mich am Anfang doch etwas verwirrt. Es beginnt quasi in der Gegenwart und geht dann immer weiter zurück. Aber nicht mit einem Schwung an den Anfang, nein, immer mal ein anderer Abschnitt im Leben des jungen Zauberlehrlings.

Das Ganze Buch über wird mir Nathanael auch nicht wirklich sympathisch. Er hat was von einem kleinen eingebildeten Gör. Natürlich ist es nachvollziehbar, dass er von seinem Meister enttäuscht ist und auch seine Beweggründe nicht nachvollziehen kann. Aber schon von Anfang an wird mir als Leser übermittelt, dass er sich für etwas Größeres, etwas Besseres hält. Das ging mir ein wenig auf die Nerven.

Was mich ebenfalls ein wenig genervt hat, sind die vielen Fußnoten. Ja, ich bin ein Terry Pratchett-Leser und habe schon eine gewisse Beziehung zu Fußnoten, aber das war hier einfach zu viel. Zumal die Fußnoten teilweise einfach überflüssig waren und für mich nur den Lesefluss störten. Im hinteren Teil des Buches nehmen die Fußnoten ab und ich kann nur hoffen, dass es in den nächsten Bänden ähnlich ist.
Die später aufkommende Spannung hat mich zumindest in so weit angesprochen, dass ich wohl auch die anderen Bände lesen werde. Vielleicht reißt es mich ja dann doch noch mit.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen. Es liest sich locker weg - wenn man die Fußnoten ignoriert - und kommt auch nicht ins Stolpern, wenn es um die Namen geht. Ich lasse mich also überraschen, wie es im nächsten Band weiter geht.

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