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Cover Chasing the Rebel Englisch

Lord Marcus Rothbury ist auf der Flucht. Nachdem sich das französische Volk gegen den schwachen König Louis XVI und seine Königin Marie Antoinette aufgelehnt und sie in den Kerker geworfen hat, hat sich ein Bediensteter mit den Kronjuwelen auf und davon gemacht. Rothbury muss ihn finden. Es ist seine Pflicht, dem Adel zu helfen und die Kronjuwelen nach England zu bringen, in der Hoffnung mit ihnen die Befreiung des Königspaars zu finanzieren.
Doch Rothbury ist nicht der Einzige, der auf der Suche nach den Juwelen ist. Auch der amerikanische Schriftsteller und Rebellensympathisant James Lockhart ist auf der Jagd nach ihnen. Im Gegensatz zu Rothbury plant er aber damit das hungernde Volk von Paris zu ernähren. Er verachtet die Monarchie und den Adel.
Das ungleiche Paar geht widerwillig eine Allianz ein: Sie suchen gemeinsam nach den Juwelen und kümmern sich erst um die Aufteilung, wenn es soweit ist. Doch Rothbury ist sich nicht sicher, ob er Lockhart trauen kann - und sich selbst. Denn der vorlaute Amerikaner weckt Gefühle in Rothbury, die er immer zu unterdrücken versucht hatte.

Und damit gehen die Probleme in Chasing the Rebel von Tyler Flynn erst los. Rothburys Flucht quer durch Frankreich ist alles andere als leicht. Seine Verfolger sind ihm stets dicht auf den Fersen und es gibt mehr als eine brenzlig Situation, aus der er sich - und später auch Lockhart - retten muss. Die Geschichte um die französische Revolution wird sehr stimmig in die Handlung eingebaut. Sie ist zwar essentiell, wird aber nie zu langweilig oder zäh. Das liegt unter anderem einfach daran, dass Rothbury den König und die Königin persönlich kennt. Seine Sicht auf die Dinge ist daher nicht wie in einem Geschichtsbuch. Dass dabei nicht allzu sehr ins Detail gegangen wird hilft natürlich ebenfalls.
Denn in erster Linie handelt die Geschichte um Rothbury und Lockhart. Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein. Im Jahr 1791 war Homosexualität eher etwas Schändliches und wurde wenn überhaupt im Geheimen praktiziert. So denkt auch Rothbury. Seine Neigung ist ihm sehr unangenehm und er weiß, dass er über kurz oder lang seine Pflicht wahrnehmen und eine Frau nehmen muss, um sein Familienerbe weitergeben zu können. Er hasst diesen Gedanken aber. Und dann trifft er Lockhart. Er ist fröhlich und frei und schämt sich für nichts. Natürlich hält auch er sich zurück (schließlich will er nicht hingerichtet werden), geht aber wesentlich liberaler mit dem Thema um. Auch politisch sitzen die beiden an unterschiedlichen Tischenden. Trotzdem ist die Beziehung zwischen den beiden wunderbar gelungen. Der grummelige Rothbury und der immer gut aufgelegte, wortgewandte Lockhart geben ein erfrischend unterschiedliches Paar ab. Ihre ständigen Zankereien haben genauso viel Spaß gemacht, wie die zarten Annäherungsversuche, die auf mehr als nur eine körperliche Anziehung hinwiesen.

Leider habe ich aber auch zwei Kritikpunkte. Zum einen verrennt sich Tyler Flynn nämlich oft in sehr detaillierten und langwierigen Beschreibungen. Schauplätze, bestimmte Situationen und innere Monologe werden oft seitenlang ausgedehnt. Es gibt leider mehrere Szenen, in denen ich mich etwas gelangweilt habe.
Und zum anderen - was weitaus schlimmer ist - gibt es ein paar Logikfehler bzw. fehlende Aufklärungen. Gerade am Ende passieren einige Dinge, die mir zwar sehr gut gefallen haben, ohne eine entsprechende Aufklärung aber leider sehr unlogisch wirken.
Das ist ärgerlich, denn abgesehen davon, ist Chasing the Rebel von Tyler Flynn ein wirklich schönes Beispiel dafür, dass historische Romantik auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren wirklich gut funktionieren kann. Deshalb werde ich mir Tyler Flynn trotz allem auf jeden Fall merken.

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Cover The One englisch

Noch vier junge Frauen der ehemaligen Selection sind im Palast und versuchen, Prinz Maxon für sich zu gewinnen: Elise, Celeste, Kriss und America. America weiß nun endlich was sie will. Sie will Maxon für sich gewinnen, ihm eine würdige Prinzessin sein, ihn lieben und Illéa gemeinsam mit ihm zu einem besseren Land machen. Noch ist allerdings nicht klar, ob Maxon America auserwählt, seine Frau zu werden und ob sie wirklich die Eine (The One) für ihn ist. Schließlich sind nicht nur ihre Mitstreiterinnen wunderbare Frauen, nein, America weiß auch, dass sie mit ihrem hitzköpfigen Temperament und dem König als Feind nicht mehr die beste Ausgangsposition von allen hat...

Ich wollte wirklich wissen, wie die Selection Trilogy ausgeht. Tja, selbst schuld, wenn man auch immer mit diesen Reihen anfängt. Zwar las sich The One weg wie nichts, das ist aber auch das einzige Positive, was ich über das Buch sagen kann. Die Geschichte war genauso gestrickt wie The Selection / Selection, der erste Teil, und The Elite / Selection - Die Elite, der zweite Teil der Reihe. Und das war einfach nur langweilig. Entweder hätte diese Reihe niemals als Trilogie veröffentlicht werden sollen oder Kiera Cass hätte die Handlung dichter stricken müssen. Hier wäre alleine mit den verschiedenen Rebellengruppen und den Unterschieden zwischen ihnen schon Potential dagewesen - stattdessen wurden die einen als ultimativ Böse abgestempelt und die anderen bekamen einen menschelnden Heiligenschein verpasst. Ernsthaft, so wie sich The One präsentiert hat, war es aber einfach nur lahm. Und die Tatsache, dass America und Maxon bis zum Schluss nicht in der Lage waren, ordentlich miteinander zu kommunizieren, war nicht - wie beabsichtigt - dramatisch sondern nervig und hat jedwede Charakterentwicklung konterkariert.

Hinzu kam, dass die Lösungen für Illéas Kastensystem buchstäblich aus der Schublade gezogen wurden, aber nur auf etwa einer halben Seite abgehandelt wurden. Da habe ich mich mal wirklich verarscht gefühlt. Nur weil The One eine Romanze war, muss man den dystopischen Aspekt ja nicht völlig aus den Augen verlieren. Auch der Schwund, der im Angesicht der Rebellen naturgemäß zu erwarten war, kam mir sehr konstruiert vor. Hier will ich nicht zu viel verraten, aber mehr Trauer wäre meiner Meinung nach von beiden Protagonisten zu erwarten gewesen. Hier wollte die Autorin die rosarote Schleife wohl nicht zu lange durchs Blutbad ziehen. Etwas weniger rosa, dafür mehr widerstreitende Gefühle zwischen Glück und Trauer hätten die Ereignisse sicher natürlicher erscheinen lassen. Nein, ich bin nicht zufrieden mit The One gewesen. Da hilft es auch nichts, dass die eigentliche Schreibweise gefällig war und man das Buch gut lesen konnte oder dass das Cover wieder sehr gelungen ist.

Berücksichtige ich dann noch die ganzen Geschichte um Kiera Cass Managerin und die ehemalige Bloggerin Wendy Darling ( siehe das Ende von Wendys Rezension) muss ich sagen: Dies war mein wohl letztes Buch der Autorin.

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Cover Writing her own story deutsch

Dieses Buch enthält explizite Sexszenen und sollte von Lesern unter 18 Jahren nicht gelesen werden.

Emma Maddox wohnt in einem kleinen Nest in Alabama und verdient sich ihren Lebensunterhalt damit Liebesromane unter dem Pseudonym 'Annie Stone' zu schreiben.
Eigentlich fühlt sie sich in ihrer Heimatstadt nicht wohl, aber die Bequemlichkeit lässt sie auch nach dem Tod ihrer Mutter weiter in deren altem Haus verweilen.
Gerade ist Emma dabei ihren neuesten Roman zu beenden, als ihre Freunde aus New York zu Besuch kommen. Natürlich darf sie sich dann nicht einfach ein geigelt in ihren vier Wänden verkriechen und muss vor die Tür.

In einem Restaurant sitzen also ihre zwei besten Freundinnen Mel und Kate und dazu 3 unglaublich heiße Männer. Super, und das wo sich Emma in den letzten Wochen nur von ihren Grundnahrungsmitteln Schokolade und Wein ernährt hat.
Kate kommt auch ohne lange Umschweife zum Gewicht - charmant.
Die drei Herren an ihrem Tisch gehören tatsächlich auch zu ihrem Gefolge. Das ist zum einen Ryan, der Mann von Kate und auf der anderen Seite Mels Verlobter Timothy. Der letzte Mann in der Runde war noch zu haben, hieß Drew und war alles andere als auf den Mund gefallen.
Bereits nach kurzer Zeit werfen Emma und Drew nur so mit Worten um sich und die anderen merken schnell, da liegt was in der Luft.

Emma sieht das natürlich ganz anders. Dieser Typ macht sich über sie lustig und trotzdem ist sie gerade dabei sich ihn nackt vorzustellen. Herrgott, die sexlose Zeit ist an ihr nicht spurlos vorüber gegangen.
Einzig ihre Bücher helfen ihr da ein wenig, denn Emmas Liebesromane haben einen gewaltigen Schlag Erotik drin.
Kein Wunder also, dass Emma ganz dringend mal wieder an den Mann muss. Aber ausgerechnet an Drew?

Eines von Emmas Büchern soll verfilmt werden und nur weil ihre Agentin sie quasi auf Knien rutschend darum bittet, fliegt sie nach New York um die Produzenten kennen zu lernen. Sie ist ganz angetan von ihrem Engagement den Film buchgetreu umzusetzen und lässt sich am Abend auf eine Gala einladen.
Was sie nicht ahnt, einer ihrer neuen Arbeitskollegen will nicht nur Geld aus ihr schlagen, er will sie auch ins Bett kriegen. Trotz des reichlich alkoholisierten Zustandes, merkt sie, dass es sich falsch anfühlt und will aufhören. Gideon sieht das anders und so greift sie zur Waffe einer jeden Frau - dem Knie!

In Tränen aufgelöst hetzt sie durch die Straßen von New York und prallt prompt mit jemandem zusammen - Drew. Ausgerechnet jetzt! Aber Drew klopft keine dummen Sprüche, im Gegenteil. Er tröstet sie und bringt sie nach Hause. Ist er vielleicht doch kein so schlechter Typ?
Von nun an drehen sich Emmas Gedanken beinahe ständig um Drew. Wenn sie doch nur gewusst hätte, was er für ein Geheimnis hat.

Bei Writing her own story handelt es sich um den ersten Roman der Autorin Annie Stone. Nach den beiden ersten Teilen der She flies with her own wings-Reihe hatte ich mir von diesem Buch sehr viel mehr Story erhofft. Und Annie Stone hat mich nicht enttäuscht. In diesem Buch steht zwar auch die Erotik im Blickpunkt, aber in erster Linie geht es um Emma und Drew und erst danach kommt der Sex. Zwar kurz danach, aber immerhin danach ^^
Auch wenn kein Autor auf dem Buch stehen würde, wüsste man sehr schnell, dass dieses Buch von Annie Stone stammt. Die Art des Ausdrucks bei bestimmten Dingen - ich sage nur 'exquisit' - fällt sofort auf. Und spätestens bei den Sexszenen weiß man Bescheid.

Die Figur Emma Maddox ist mir sympathisch. Sie ist chaotisch, nicht auf den Mund gefallen und einfach süß. Sie wächst in einem kleinen Nest als einzige Tochter einer streng gläubigen Mutter und ohne Vater auf. Schon in jungen Jahren schlägt sie vollkommen aus dem Rahmen und wird von den Bewohnern der Stadt misstrauisch beäugt. Ihre erste Chance zu entfliehen nimmt sie somit wahr, bis ihre Mutter schwer erkrankt.
Den Lebenswandel der Tochter kann die Mutter nicht verstehen und somit kann Emma ihre Romane auch nicht unter ihren richtigen Namen veröffentlichen.
Drew ist ein Schwerenöter, zumindest erzählen es Emma alle so. Er scheint jedoch einen Narren an ihr gefressen zu haben und dann kann er ja gar nicht so schlecht sein. Dass er einen Fehler macht - gut, passiert. Sollte nicht, aber nun ja - er ist halt ein doch eher unterleibsgesteuerter Mann und muss dementsprechend handeln.

Wie die Figuren in Writing her own story agieren finde ich durchaus nachvollziehbar. Meist merkt man selbst ja erst als letztes was los ist ^^ Und von allen Seiten bekommt man dann zu hören 'Das musst du doch merken!'. So geht es auch Emma und so ganz wahrhaben will sie es auch nicht.

Nun muss ich aber leider zu den Sachen kommen, die mich doch sehr gestört haben. Zum einen ist da schon wieder der freche Kater, der ständig an der Sahneschale zu finden ist. Ich hätte mir wirklich gewünscht, dass hier mal ein anderes Stilmittel zum Einsatz kommt. Denn durch die Reihe um Thea und ihre Männer-WG kraucht der Kater ebenfalls ständig und dort wurde es mir schon etwas viel.
Zum anderen ist im 9. Kapitel ein Logikfehler enthalten. Was macht die Katze plötzlich im Taxi? Und kann Emma 3 Sachen gleichzeitig mit 2 Armen machen? Wie hätte der Taxifahrer da wohl reagiert? Liebe Annie, hier solltest du dringend noch mal schauen ob das wirklich so gedacht ist.

Auch wird in diesem Buch immer wieder zwischen eigentlicher Geschichte und geschriebenem Roman in der Geschichte gewechselt. An sich nicht schlimm - aber leider ohne jegliche Überleitung. Das verwirrt vollkommen und bringt einen total aus dem Lesefluss. Auch wenn Emma träumt, weiß man als Leser erst Bescheid wenn geschrieben steht 'und dann erwachte ich'. Hier sollte das Buch ganz dringend noch einmal überarbeitet werden. Zumindest ein Absatz sollte beides von einander trennen.

Dennoch fand ich die Geschichte zwischen Drew und Emma sehr unterhaltsam und habe das Buch echt gern gelesen =o)

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Cover Flat-Out Celeste Englisch

Enthält leichte Spoiler für Flat-Out Love (keine Rezension) und Flat-Out Matt (keine Rezension).

Celeste war nie ein einfaches Kind. Nachdem ihr Bruder Finn gestorben ist, lief sie zwei Jahre lang mit einem Pappaufsteller von ihm herum. Durch ihre Neigung, sich extrem gewählt auszudrücken und ihrer Freude am lernen, ist es ihr schon immer schwer gefallen, Anschluss zu Gleichaltrigen zu finden. Sie hatte nie wirklich Freunde - abgesehen von Julie, der Ex-Freundin ihres Bruders Matt. Doch die ist nicht nur 6 Jahre älter als Celeste, sondern lebt mittlerweile auf der anderen Seite des Landes.
Doch bald wird für Celeste alles besser. Schließlich ist es nur noch ein Jahr bis sie aufs College gehen. Die ganzen großen Schulen reißen sich um sie: Yale, Harvard, Princeton, Brown, Dartmouth...Celeste hat die Qual der Wahl. Je mehr ihr die Entscheidung aber Kopfzerbrechen bereitet, umso unsicherer wird sie, was sie eigentlich wirklich will. Und umso deutlicher wird ihr, dass sie auch am College um soziale Kontakte nicht herumkommen wird. Das ist allerdings etwas, mit dem Celeste enorme Probleme hat.
Dann trifft sie Justin, der Kontakt mit ihr aufnimmt, um ihr eine weitere Universität schmackhaft zu machen. Irgendwie gelingt es ihm, Celeste aus ihrer Isolation zu locken und sie beginnt zu erkennen, was sie in ihrem Leben alles verpasst hat. Und für was es vielleicht schon zu spät ist.

Ich war ein bisschen überrascht, als ich gesehen habe, dass Jessica Park Celeste ihre eigene Geschichte gibt. Nicht, weil ich Celeste nicht mochte, sondern schlicht, weil sie absolut kein einfacher Charakter ist. Sie erinnert mich ein klein wenig an eine weibliche, 18-jährige Version von Sheldon Cooper aus The Big Bang Theory: Soziale Situationen sind ihr unangenehm und sie kann sie oft nicht richtig deuten. Außerdem hat sie wie gesagt eine manchmal etwas seltsame Art sich auszudrücken (was natürlich auch den Schreibstil des Buchs stark beeinflusst) und ihre Bildung ist ihr äußerst wichtig. Deswegen ist es erst einmal ein bisschen merkwürdig, sich in Celestes Kopf wieder zu finden. Sie tickt einfach anders, als "normale" Menschen. Sie ist sich dessen auch durchaus bewusst und ist sich sicher, dass ein Arzt definitiv eine Diagnose bei ihr stellen könnte. Doch Celeste hat Angst sich dem zu stellen. Ihren Eltern macht sie vor, jede Menge Freunde zu haben. Sie hat ihrer Familie bereits genug Sorgen bereitet und möchte die High School einfach nur noch hinter sich bringen.
Ihre Versuche, endlich Anschluss zu finden, fallen dementsprechend schwierig aus. Manche Situationen sind lustig und andere traurig. Viele sind aber einfach nur aufschlussreich. Besonders, als Justin in ihr Leben tritt. Justin selbst ist ebenfalls ein schräger Vogel und hat ähnliche Erfahrungen gemacht, wie Celeste. Doch er hat gelernt, sich durchzukämpfen und fühlt sich mittlerweile sehr wohl mit sich selbst. Trotzdem können die beiden jede Menge voneinander lernen. Die Freundschaft, die sich zwischen den beiden entwickelt, ist richtig süß und einfach nur schön.

Flat-Out Celeste handelt aber nicht nur von Celeste und Justin. Julie und vor allem Matt spielen ebenfalls große Rollen. Ich muss schon sagen, dass ich sehr enttäuscht war, von Julies und Matts Trennung zu erfahren nach allem, was sie in Flat-Out Love (keine Rezension) und Flat-Out Matt (keine Rezension) durchgemacht haben. Doch die Erklärung macht irgendwie Sinn und fügt sich sehr stimmig in die Handlung von Flat-Out Celeste ein. Zum Glück ist aber auch hier das letzte Wort noch nicht gesprochen und auch diese beiden bekommen die ein oder andere bewegende Szene.

Wirklich Kritik habe ich deshalb an Flat-Out Celeste von Jessica Park eigentlich nicht auszuüben. Dem ein oder anderen könnte der Schreibstil dank Celestes Ausdrucksweise eventuell auf die Nerven gehen, ich persönlich finde es aber eher erfrischend. Allerdings hätte ich mich sehr über einen Epilog gefreut. Sowohl was die Auflösung zwischen Celeste und Justin, als auch die zwischen Julie und Matt angeht. Ich konnte das Buch zwar sehr zufrieden zuschlagen, doch wenn man das doch sehr emotionale letzte Viertel der Geschichte betrachtet, wäre ein kleiner Zukunftsausblick doch noch das i-Tüpfelchen gewesen.

Wer keine Angst vor einer ungewöhnlichen Protagonistin hat und auf die typischen Alpha Männchen und andere Klischees verzichten kann, dem lege ich Flat-Out Celeste von Jessica Park ans Herz. Es ist definitiv mal was anderes, zumindest, was die Charaktere angeht.
Man kann Flat-Out Celeste theoretisch alleinstehend lesen. Aber Celeste spielt so eine entscheidende Rolle in den ersten Geschichten, dass es sich auf jeden Fall empfiehlt, zumindest Flat-Out Love (keine Rezension) vorher zu lesen.

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Cover Whatever the Cost englisch

Liam und Jacen sind nicht nur Mitbewohner und Freunde, sie haben auch den gleichen Job: sie sind hochpreisige Callboys der Company. Liam hat schon einige Jahre seiner 10-jährigen Vertragszeit abgearbeitet, Jacen ist erst in seinem zweiten Jahr. Welchen Traum die Kunden auch haben, die Company macht es möglich. Frauen, die zwei Männern beim Sex zu gucken wollen, Männer die einen als Frau verkleideten Mann wollen, Männer, denen die Hand beim Sex mehr als nur ausrutscht - wenn der Preis stimmt, erfüllen Liam, Jacen und weitere Mitarbeiter alle Wünsche. Was macht da schon der ein oder andere blaue Fleck, ein notwendiger Besuch beim Arzt oder das zunehmende Gefühl, sich selbst zu verlieren. Freiwillig entlässt die Company ihre Mitarbeiter nicht aus den Verträgen.
Als aus ihrer Freundschaft aber zaghaft mehr wird, sich die Kundschaft zunehmend rüder benimmt und beide an ihr inneres Limit gelangen, flüchten sie. Mehr oder weniger geplant lassen sie die Stadt hinter sich und nehmen neue Identitäten an. Doch so einfach lässt die Company zwei ihrer Zugpferde nicht entschwinden...

Whatever the Cost hat mich beim Lesen ziemlich gefesselt. Liam und Jacen sind ziemlich kaputte Charaktere und was man als Leser nach und nach aus ihrer Vergangenheit erfährt, macht einem die Sache nicht leichter. Lynn Kelling lässt einen die Geschichte aus der Perspektive beider Protagonisten erleben. Dabei ist sie brutal ehrlich und schockierend, sodass man das Buch das Buch auf der einen Seite nicht aus der Hand legen mag und auf der anderen Seite manchmal gar nicht wissen will, wie es weiter geht.
Insbesondere Liam war ein faszinierender Charakter. Er hat sich eine ganz eigene Taktik zu Recht gelegt, um mit den Widrigkeiten seines Lebens zurechtzukommen. Seine angenommenen Persönlichkeiten waren wirklich eine Sache für sich. Auch Jacen hat so seine Bewältigungsmechanismen entwickelt, dir mir allerdings nicht ganz so nahe gingen wie Liams. Dennoch merkt man beiden Charakteren eine schreckliche Verletzlichkeit an, die einem immer wieder den Atem stocken lässt.

Es gab auch einige Dinge an Whatever the Cost, die ich nicht so gut nachvollziehen konnte. Gleich mehrfach stellte sich mir die Frage: Warum diese Hektik? Mit der Beziehung, die wirklich innerhalb von kürzester Zeit in Tiefen voranschreitet, die für mich nicht so recht nachvollziehbar waren. Warum drängt Jacen Liam in manchen Dingen so? Und, auch wenn den Charakteren zugestehe, dass eine innige Liebe durch gemeinsam geteilte Gefahren schnell wachsen kann, war mir das alles zu undurchsichtig. Mir war aus den Erklärungen und Einsichten in die jeweiligen Charaktere nicht ganz klar, warum beide so fühlen wie sie fühlen. Versteht mich nicht falsch. Ich habe überhaupt nichts gegen große Gefühle, Selbstfindung und eine gute Portion Drama. Doch wenn mir diese Dinge nicht genug durch Gedanken und Taten der Charaktere deutlich werden, bekomme ich ein Problem. Das war teilweise bei Whatever the Cost der Fall.
Nichtsdestotrotz war es schön zu sehen, wie diese beiden gebrochenen Jungs zueinander finden. Auch dass Jacen in der Lage war, alle Facetten von Liams Persönlichkeit anzunehmen, war toll. Hinzu kam, dass die Company schön unheimlich war und dies auch auf weite Teile ihrer Kundschaft zutraf.

Wirklich gestört hat mich an dem Buch eigentlich nur eines: Nämlich, dass die häufigen Perspektivenwechsel zwischen Liam und Jacen - zumindest im E-Book - nicht irgendwie durch Sonderzeichen oder ähnliches kenntlich gemacht wurden. Wenn in einem Buch die Perspektiven auch innerhalb der Kapitel wechseln, sollte das irgendwie sichtbar sein. Und wenn es nur längere Absätze sind. Ich weiß, dass hat nichts mit der Story zu tun, aber dafür mit dem Lesekomfort. Und auch wenn ich in der Lage bin, zu erfassen, in welchem Kopf ich gerade stecke, mag ich als Leser nicht in einer Tour aufpassen müssen, um nichts zu verpassen oder einfach im Lesefluss behindert zu werden. Hier hätten Editor oder Betareader der Autorin ruhig einen entsprechenden Tipp geben sollen.
Alles in allem war Whatever the Cost aber eine sehr unterhaltsame Geschichte und ich gebe gerne zu, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Sicher nicht das letzte Werk von Lynn Kelling, das ich gelesen habe.

Ein Wort noch zum Cover: Auch wenn weder Liam noch Jacen so aussehen wie auf dem Cover, passt es trotzdem ganz wunderbar zu Whatever the Cost. Nicht nur, dass der junge Mann eine Augenweide ist, er sieht auch so gebeutelt aus, wie sich die beiden Protagonisten einen großteil der Zeit fühlen.

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