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Cover Icecream and Kisses

Joleen Martini hat sich den Traum vom kleinen Eiscafé erfüllt und geht ganz in ihrer Berufung auf. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Rocky steht sie jeden Tag im Laden, bedient die Bewohner von Boca Raton und erfreut sich an den Komplimenten ihrer Gäste.
Es gibt Menschen die bereits seit Jahren zu ihr kommen, jeden Tag. Aber es muss ja nicht immer Eis sein, Joleen hat neben ihren cremigen Kreationen ebenfalls ein reichhaltiges Frühstücksangebot.

Es könnte alles perfekt sein, würde nicht ausgerechnet in dem leeren Ladenlokal gegenüber ein neuer Laden eröffnen, der ihr das Geschäft ruinieren könnte. Sweetness Chunk ist eine der größten Billigsofteisketten in den Staaten und als wäre das noch nicht genug, steht ihr attraktives Date von gestern Abend inmitten der zahlreichen Bauleuten.
Am Tag zuvor saß plötzlich dieser atemberaubende Mann in ihrem Café und bestellte einen großen Eisbecher. Mit seiner Stimme, seinen Augen und den intensiven Flirtversuchen machte er Joleen ganz wuschig, bis sie schließlich in ein Date einwilligte. Es knisterte sofort und Joleen war klar, dieser Mann könnte ihr gefährlich werden.
Nun scheint es aber ganz so, als wenn seine Anmache nur eine Masche war um die Konkurrenz auszuloten. Na das kann er sich ganz schnell abgewöhnen. Joleen beschließt Blue Barber ab sofort die kalte Schulter zu zeigen. Ihm aus dem Weg gehen kann sie schlecht, da sie ihn in einem Anfall von Nächstenliebe im Ferienhaus ihres Vaters auf dessen Ranch einquartiert hat.
Joleen liebt die Abende mit ihrem Dad, doch nun gibt es da diesen mysteriösen Mann, der sich wie von allein in ihr Leben schleicht und alle ihre Verbündeten um den Finger wickelt.
Wie soll sie sich ihm gegenüber bloß verhalten?

Obwohl sie Blue immer wieder sagt, dass sie mit der Konkurrenz nichts anfängt, landen sie schlussendlich im Bett. Das war keine gute Idee, denn es kristallisiert sich immer mehr heraus, das Blue Barber nicht der zu sein scheint, für den er sich ausgibt. Was verheimlicht er ihr?
Während ihr Kopf versucht die Schlucht zu umfahren, steuert ihr Herz geradewegs darauf zu. Und nicht nur sie scheint überfordert mit ihren Gefühlen zu sein, auch Blues Augen sagen etwas anderes als sein Mund.
Joleen muss sich entscheiden - vertraut sie Blue? Kann er ihr das geben, was sie am nötigsten braucht? Und was passiert, wenn der Laden eröffnet wird und Blues Job ihn weiter zieht?

Icecream & Kisses ist das erste Buch der Autorin, das sich auf meinen Reader verirrt hat und ich bin ziemlich angetan davon.
Natürlich ist die Geschichte nicht neu und wer eine gewisse Schattierungstrilogie kennt, wird hier Parallelen entdecken, dennoch konnte mich dieses Buch wirklich begeistern. Der Schreibstil ist toll, die Charaktere abgegrenzt und wer es erotisch mag, kommt selbst bei 165 Seiten nicht zu kurz.

Was mich dann doch ein wenig gestört hat war die Abhängigkeit von Joleen. Blue musste nur ein wenig fordern und schon war sie bereit ihm zu folgen. Das passte irgendwie nicht zur Geschäftsfrau, die um ihr Café bangt.
Da hätte ich mir mehr Rückgrat gewünscht. Sie weiß was für sie besser wäre und handelt doch immer wieder gegensätzlich. Das ist teilweise etwas anstrengend.
Blue hingegen macht das was er will und kriegt auch was er will.

Ich habe während des Lesens gelacht, mit den Augen gerollt, feuchte Hände bekommen und geheult. Es ist also für jede Gefühlsregung etwas dabei. Deshalb kann ich es auch definitiv empfehlen.

Einen ganz lieben Dank an das Team von Droemer Knaur-Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich werde die Autorin im Auge behalten.

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Cover Stoned

Schon viel zu lange hat Willow mit ansehen müssen, wie Stone, die Liebe ihres Lebens, immer mehr zu einem Menschen wurde, den sie weder erkennt noch besonders gut leiden kann. Stone und sie sind schon seit der Schule ein Paar und zusammen durch dick und dünn gegangen - und haben gemeinsam Stones größte Erfolge gefeiert, denn mittlerweile gehören er und seine Band Wrecked zu den ganz Großen. Doch mit dem Erfolg kamen auch Alkohol, Drogen und andere Frauen – und Stone ist allem davon immer mehr verfallen.
Nach einem besonders schlimmen Abend, an dem Stone zu weit gegangen ist, reicht es Willow nun endgültig. Sie verlässt Stone und hat nicht vor je wieder zu ihm zurückzukehren, so schwer es ihr auch fällt.

Stone weiß, dass er ein Problem hat, doch wie schlimm es um ihn wirklich steht, wird ihm erst klar, als Willow, seine Willow, ihn tatsächlich verlässt. Er wollte nie etwas tun, dass sie jemals verletzen würde, doch genau das scheint er getan zu haben - und dank der Drogen erinnert er sich noch nicht einmal wirklich daran. Ohne seine Muse hat sein Leben keinen Sinn und auch wenn er eigentlich nicht vor hatte sich umzubringen, kommt er eines Abends einer Überdosis doch gefährlich nah.
Nun reicht es auch Stones Bandkollegen und dem Label - er muss clean werden und so schicken sie einen mehr als widerwilligen Stone auf Entzug. Doch nach und nach wird Stone sich der Tragweite seiner Taten bewusst und wie viel er im Nebel der Drogen und auf der Jagd nach dem nächsten High wirklich verloren hat. Eines ist ihm jetzt aber glasklar: Er muss Willow zurück gewinnen.
Doch das ist leichter gesagt als getan, denn sie ist wie vom Erdboden verschwunden und will offensichtlich nicht gefunden werden. Und selbst wenn Stone sie tatsächlich finden sollte, heisst das noch lange nicht, dass Willow auch auf ihn gewartet hat...

Wenn man mit Stoned von Mandi Beck anfängt bekommt man das Gefühl, dass es schon ein Buch für diese Reihe geben muss. Es werden so viele Dinge und Details angesprochen, die wie selbstverständlich kurz angeschnitten, dann aber nicht weiter ausgeführt werden. Doch Stoned ist das erste Buch der Wrecked Reihe und somit gehören diese Anspielungen wohl einfach zum Stil von Mandi Beck. Das war ein wenig gewöhnungsbedürftig hat mich aber gleichzeitig unglaublich neugierig auf das gemacht, was Willow, Stone und ihre Freunde bisher bereits erlebt haben. Jede Figur hat eine komplexe Hintergrundgeschichte, was an sich sehr schön war, hier und da aber eben etwas anstrengend und verwirrend wurde.
Am meisten erfahren wir aber natürlich über Willow und Stone, aus deren Sicht dieses Buch geschrieben ist. Willow ist dabei sicher der einfacherere Charakter. Sie musste eine Menge durchmachen während ihrer Zeit mit Stone. Aus der allerbesten Zeit ihres Lebens wurde die allerschlimmste und als sie endlich den Entschluss gefasst hat, ihn endgültig zu verlassen, konnte man sich nur für sie freuen, denn Stone hat sich wirklich einige Fehltritte geleistet. Sie ist an dieser Entscheidung gewachsen und wurde dadurch zu einer starken, sympathischen jungen Frau, die sehr ehrlich mit sich und anderen ist. Den eindeutig schwierigeren Part hatte da Stone. Als Leser bekommen wir fast nur den Stone zu sehen, der bereits verlassen wurde und ehrlich versucht sich zu bessern. Doch der Mann, zu dem er sich vorher entwickelt hatte und den Willow langsam aber sicher hassen gelernt hat, war ein echtes Monster. Er ist zwar nie gewalttätig geworden, hat durch die Drogen, all den Frauengeschichten und verbalen Attacken Willow aber nicht weniger verletzt. Auf der einen Seite bin ich froh, dass man von dieser Version von Stone nur sehr wenig gesehen hat, schließlich hatte Mandi Beck sowieso schon genug zu tun, ihn sympathisch zu halten. Auf der anderen Seite muss ich aber sagen, dass mir diese Probleme schlussendlich zu wenig intensiv ausgesprochen wurden. Natürlich thematisieren Willow und Stone diese Dinge immer wieder, aber irgendwie blieb es immer zu oberflächlich, so dass die Situation am Ende nur bedingt befriedigend fand.
So ganz wohl gefühlt habe ich mich mit Stone sowieso nicht muss ich sagen. Er ist besessen von Willow und in seinem Kopf sind sie immer noch ein Paar, egal wie viel Zeit vergangen ist oder dass er nicht einmal weiß, wo sie ist. So richtig gesund ist ihre Beziehung also irgendwie nicht. Man kann das natürlich auch als unglaublich romantisch einstufen, aber wie gesagt, ganz wohl war mir damit nicht.
Sehr schön fand ich dafür die vielen verschiedenen Nebencharaktere. Wie gesagt hat Mandi Beck so gut wie jedem eine kleine eigene Geschichte verpasst, wodurch fast jede Figur interessant und auch ziemlich sympathisch wurde. Vor allem Willows neue Freunde und Stones Bandkollegen sind besonders gut gelungen und ich hoffe in den anderen Büchern von der Wrecked Reihe noch mehr von ihnen zu sehen.

Denn obwohl Stoned von Mandi Beck nicht besonders einfach war, war es doch ein sehr emotionales Buch, das Spaß gemacht und die Neugier auf die weiteren Bücher geweckt hat, die ich vermutlich auch lesen werde.

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Cover Connection Error Englisch

Als Josiah auf dem Weg nach Deutschland ist, um dort ein Projekt für das höchst erfolgreiche Computerspiel Space Villager zu leiten, ist er angenehm überrascht, als er im Flugzeug Ryan als seinen Sitznachbarn findet. Denn im Gegensatz zu dem alten unangenehmen Nachbarn, den Josiah befürchtet hat, ist Ryan so ziemlich der bestaussehendste Mann, den er jemals gesehen hat – und das trotz der verherenden Verletzungen, die sich der Soldat bei seinem letzten Einsatz zugezogen hat. Josiah ist zwar vollkommen klar, dass er niemals eine Chance bei jemandem wie Ryan hat - schließlich ist Ryan ein Navy SEAL und hat kein Interesse an einem schlaksigen, unsportlichen Nerd, der alle Hände voll damit zu tun hat sein ADHS zu kontrollieren - doch ein wenig flirten und die Gunst der Stunde nutzen kann nie schaden. Womit er allerdings nicht rechnet, ist wie sehr ihm Ryan in kürzester Zeit ans Herz wächst.

Ryan hat einen Plan: Er wird seine Physiotherapie so schnell wie möglich durchziehen, lernen auf seinen Prothesen zu laufen und dann so schnell wie möglich wieder seinen Dienst antreten. Er weiß natürlich, dass er nie wieder einen Einsatz machen kann, aber es gibt genug Jobs in der militärischen Ausbildung, für die er mehr als geeignet ist - Hauptsache er hat wieder eine echte Aufgabe.
Davon darf er sich von nichts und niemandem ablenken lassen, schon gar nicht von einem jungen Mann, der eigentlich so gar nicht sein Typ ist. So ganz kann er sich Josiah und seiner puren Lebenslust aber doch nicht entziehen und zumindest einen Freund kann Ryan auf jeden Fall in seinem Leben gebrauchen.

Also beginnen die beiden zu e-mailen. Und zu chatten. Und zu skypen. Und schon bald müssen beide zugeben, dass sie einander mehr bedeuten, als einfach nur Freunde...

In Connection Error schlägt Annabeth Albert einen Ton an, der sich ein wenig von den übrigen Büchern der #gaymers Reihe unterscheidet. Denn dieses Mal ist das Thema doch ein wenig ernster geraten und mir für meinen Teil hat das sehr gut gefallen.
Doch keine Sorge, Connection Error ist sicher kein deprimierendes Buch - zumindest meistens. Ryan hat wirklich eine Menge durchgemacht in den letzten Monaten und er arbeitet fast schon fanatisch daran im wahrsten Sinne des Wortes wieder auf die Beine zu kommen, Es dauert nicht lange bis man auch als Leser merkt, dass hinter seinem Eifer und Fokus mehr schlummert, als einfach nur der Wunsch wieder mobil zu sein. Denn Ryan hat keine Ahnung mehr, wer er eigentlich ist, wenn er sich nicht als Navy SEAL bezeichnen kann und das nagt sehr an ihm...
Josiah ist in so ziemlich jeglicher Hinsicht Ryans Gegenteil: Er ist meist ein wenig zerstreut, alles andere als dominant und es fällt ihm ziemlich schwer sein Team im Griff zu halten. Doch das muss er momentan mehr denn je, schließlich ist er zum ersten Mal zum Projektmanager ernannt worden und diese Aufgabe nimmt er sehr ernst. Ich mochte Josiah wirklich unglaublich gerne, denn obwohl Annabeth Albert wirklich ganze Arbeit geleistet hat sein ADHS glaubhaft darzustellen fand ich seinen Elan und Schusseligkeit einfach nur niedlich. Er ist genau der frische Wind, den Ryan in seinem Leben braucht und seine Frohnatur hat viel von Ryans manchmal etwas schwereren Szenen etwas aufgelockert.
Für die beiden furchtbar unterschiedlichen Charaktere ist es allerdings sehr schwer, alles unter einen Hut zu bringen. Das liegt allerdings nicht nur schlicht an der Entfernung, die sie trennt (Ryans Reha-Zentrum ist in Washington, Josiah ist erst in Deutschland und später wieder zuhause an der Westküste), sie scheinen auch völlig unterschiedliche Dinge vom Leben zu wollen. Trotzdem habe ich die beiden von Anfang an angefeuert. Ich liebe ungleiche Paare und all die Probleme, die damit einhergehen und Ryan und Josiah waren da keine Ausnahme.

Das Einzige, was mir ein wenig an Connection Error von Annabeth Albert gefehlt hat, waren zusätzliche Charaktere. Es gibt zwar jede Menge Nebenfiguren und auch die anderen Charaktere aus der #gaymers Reihe haben ein paar ganz kurze Auftritte, aber im Grunde war die Geschichte schon sehr fokussiert auf Ryan und Josiah. Ich hätte mir etwas mehr Interaktion mit anderen Charakteren gewünscht, einfach weil ich die beiden außerhalb ihrer Seifenblase, in der nur sie existierten, sehen wollte. Im Grunde hat man das nämlich nur zwei Mal gesehen und gerade diese Szenen fand ich sehr interessant und bezeichnend für ihre Entwicklung.

Connection Error von Annabeth Albert war eine süße aber auch sehr emotionale Geschichte über ein ziemlich ungleiches Paar und was sie alles dafür tun, um ihren Platz im Leben und einander zu finden. Annabeth Albert hat einen sehr flüssigen, angenehmen Stil und obwohl sie mein Herz immer wieder höher schlagen lies, ist Connection Error erstaunlich unkitschig und auch das Ende ist nicht zu übertrieben.

Connection Error erscheint am 5. September 2016.

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Cover Mit Mandelkuss und Liebe

Ella Bings könnte kaum fröhlicher sein. Hinter ihr und ihrer besten Freundin Amanda liegt ein erfolgreicher Verkaufstag ihrer Macarons im beschaulichen Örtchen Himmelreich.
Nur ein paar Kilometer weiter, in Wolkenbusch, wartet ihr Bett auf sie. Sie beschloss erst morgen alles aus dem Wagen zu räumen, als sie auf der Landstraße von einem Feuerwehrwagen überrascht wird. Nur wenige Minuten später endet der bislang wundervolle Tag in einer Katastrophe: ihr Café brannte! Halb Wolkenbusch stand auf der Straße und sah den Feuerwehrleuten bei der Arbeit zu - auch ihre Eltern, die ängstlich auf ihre Bäckerei schauten, direkt neben Ellas Café.

2 Monate später wagte sie den Neuanfang. Die Versicherung hat alles bezahlt, die Renovierung ist abgeschlossen und sie kann sich endlich wieder ihren geliebten Macarons widmen. Da flattert die nächste unliebsame Überraschung ins Haus: direkt gegenüber soll eine neue Bäckerei eröffnen. Aber nicht irgendeine, nein, McBread. Der große Discountbäcker wirft die Teigwaren zu Schleuderpreisen raus. Das ist das Ende für die Bäckerei 'Bings', die von Ellas Eltern geführt wird. Noch ist es nur ein Gerücht, aber es hält sich hartnäckig und scheucht nicht nur ihre Eltern auf.
Gerade jetzt könnte Ella einen Mann gebrauchen. Jemanden zum Anlehnen, zum Haltgeben und zum Kuscheln. Aber außer ihrem Jugendfreund Niklas gibt es keine potenziellen Kandidaten in Wolkenbusch und Umgebung.
Niklas ... er wollte schon immer was von ihr, aber bis auf einen kurzen Versuch zu Teenagerzeiten, beließ Ella es bei reiner Freundschaft. Ein stürmischer Kuss von Niklas bringt sie allerdings ins Wanken. Liegt das Glück doch so nah?

Bei einem Waldspaziergang mit ihrem Fellknäul Flocke wird Ella beinahe von einer Dogge umgerannt. Der tollpatschige Welpe und Flocke sind sofort ein Herz und eine Seele, was dem Besitzer Sam Falkenstein überhaupt nicht passt.
Ella findet ihn auf Anhieb unsympathisch und fragt sich, was ein Frackträger wohl in Wolkenbusch zu suchen hat. Von ihrer Mutter hatte sie erfahren, dass die alte Lise ihr Fremdenzimmer vermietet hat - ob das ihr neuer Mieter ist? Und für den soll sie Macarons liefern? Nur über ihre Leiche!

Am nächsten Tag wird Ella beinahe von einem Blumenstrauß in die Knie gezwungen. Offenbar hat Hr. Falkenstein gemerkt, dass sein Verhalten am Vortag dämlich war. Die Entschuldigung nimmt Ella nur zögernd an und gegen eine Einladung zum Essen ist sie generell negativ eingestellt. Und doch schafft der Mann es mit seinen wundervollen Augen, dem verschmitzten Lächeln und der unglaublichen Figur, ihre Mauer zu unterwandern.
Sie fühlte sich zu ihm hingezogen, dabei hatte sie doch gerade erst Niklas in ihr Bett gelassen. Was will ihr Herz ihr bloß sagen? Schmetterlinge im Bauch hat sie bei beiden. Während Niklas aber Beständigkeit und Gewohnheit verbindet, reizt Sam mit Neuem und Unwiderstehlichem. Ella dreht sich der Kopf und als die Gerüchte um McBread dann zur Wahrheit werden, muss sie erkennen, dass ihre Menschenkenntnis einer Generalüberholung bedarf.

Mit Mandelkuss und Liebe hat mich vom Titel und Cover her erst einmal direkt angesprochen. Von der Autorin habe ich bislang noch nichts gelesen und so musste ich mich erst einmal auf den Schreibstil einlassen.
Die eigentlichen Hauptcharaktere konnte ich eigentlich erst einmal ganz gut leiden. Sowohl Ella als auch ihre Eltern sind ein wenig eigen, aber nett. Amanda, Ellas beste Freundin ist hauptsächlich durch den Wind, hat aber das Herz an der richtigen Stelle.
Sam konnte ich erst nicht so richtig deuten, aber es ist ja klar, dass es hier zu Spannungen kommen soll, somit musste er erst einmal wie ein Trampel daher kommen. Niklas war mir allerdings irgendwie ... schleimig. Ich weiß auch nicht. Spätestens bei der Bügelfalte würde bei mir jegliche Libido in den Urlaub verschwinden.

Die Inhaltsangabe ließ auf ein Buch deuten, in dem die Spannung bzgl. der Neueröffnung der McBread-Bäckerei im Vordergrund steht. Das ist jedoch nicht der Fall. In erster Linie geht es um Ellas Liebesleben, danach um das Eheleben von Amanda und erst danach kommen die beruflichen Konflikte. In diesem Buch ist irgendwie zu viel Ella und zu wenig Bäckerei.
Ja, sie steht beinahe jeden Tag in ihrem Laden und bäckt, verteilt das Gebäck dann aber größtenteils als Happen an Freunde und Bekannte. Das sie da von ihrem Umsatz nicht leben kann, ist auch irgendwie klar. Die Frage ist nur - was macht sie sonst noch? Sie träumt davon, Gewinn zu machen mit dem Café - aber von irgendwas müssen die Rechnungen ja bezahlt werden. Dieses Thema kommt gar nicht auf den Tisch.

Das Hin und Her mit Sam ist ganz witzig zu lesen und auch Amanda hat eine gute Portion Humor. Aber irgendwie fehlt etwas. Es sind über 300 Seiten Buch und trotzdem wirkt es unfertig. Zudem ist Ella viel zu sehr mit sich selbst, ihrer Figur, ihrem Wunsch nach einem Mann und der Ehe ihrer Freundin beschäftigt, als das sie überhaupt noch Zeit hätte sich um die Probleme 'McBread' und 'Café' zu kümmern. Dafür muss ich dann doch einen Stern abziehen. Es liest sich ansonsten lockerflockig weg und bringt ein wenig Sommerflair ins Haus.

Ganz am Ende befindet sich noch das Rezept für die Cranberry Macarons, das ich wahnsinnig gern ausprobieren würde, mich aber mit der Backtemperatur verwirrt. Das wird so wohl nichts.

Einen lieben Dank an Vorablesen.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Cover The Debt

Nur ein kurzer Moment hat ausgereicht, um Jessicas Leben komplett aus den Angeln zu heben. Sie hat eine sehr schwere Verletzung überlebt, doch nun muss sie einen Weg finden, danach wieder zurück ins Leben zu finden. Denn nicht nur hat sie ihren Job als Yogalehrerin verloren, den sie körperlich einfach nicht mehr ausführen kann, auch ihr Freund hat sie sitzen gelassen. Nun lebt sie bei ihrer Schwester und ihrem Mann und fühlt sich wie ein Schnorrer. Doch was ihr die größten Schwierigkeiten bereitet sind die Erinnerungen an jenen verhängnisvollen Tag, der ihr beinahe das Leben gekostet hätte. Momentan ist sich Jessica nicht mal wirklich sicher, was ihr Leben überhaupt noch wert ist...
Doch dann lernt sie Keir McGregor kennen und es ist, als ob er ihr neues Leben einhaucht. Er versteht sie wie kein anderer und mit seiner Hilfe und Unterstützung macht Jessica große Fortschritte, sowohl körperlich als auch emotional. Sie weiß zwar, dass auch er einige Probleme mit sich herumschleppt, denn seine schlimmen Albträume und nächtlichen Panikattacken sprechen für sich. Doch Jessica ist sich sicher, dass Keir ein guter Kerl ist und ihr von seiner Vergangenheit erzählt, wenn er soweit ist.
Was Jessica allerdings noch nicht weiß ist, dass ihr erstes Treffen kein Zufall war und ihre und seine Vergangenheit miteinander verstrickt sind...

Ich habe ganz bewusst verschwiegen, wie sich Jessica ihre Verletzung zugezogen hat. Man erfährt zwar schon im Epilog, was ihr widerfahren ist, doch diese Szene ist so kraftvoll und beeindruckend, dass man in The Debt von Karina Halle lieber ohne diese Information starten sollte, einfach weil man dadurch von Anfang an nur umso von der Geschichte gefesselt wird.

Jessica war ein recht interessanter Charakter. Die Verletzung hat ihr so gut wie alles genommen, was ihr wichtig war, und nun muss sie sich erst wieder neu orientieren. Dass das wahrlich keine einfache Aufgabe ist, ist klar. Eigentlich handhabt sie das Ganze aber ziemlich gut und geht freiwillig zu Selbsthilfe-Meetings, in der Menschen mit den verschiedensten Geschichten zusammen kommen und versucht ernsthaft schnell wieder auf die Beine zu kommen. Doch gerade weil sie so motiviert ist, trifft sie jeder Rückschlag hart. Auch Keir ist eine sehr spannende Figur. The Debt ist sowohl aus seiner, als auch aus Jessicas Sicht geschrieben und so lernt man beide Charaktere schnell recht gut kennen. Keir trägt eine schwere Schuld mit sich herum, die es ihm unmöglich macht, sein Leben einfach so fortzuführen, als wäre nichts gewesen. Beide können erst dann wieder so richtig aufblühen, als sie einander finden. Doch das bringt für Keir bald eine ganz neue Welle von Schuldgefühlen mit sich, denn es hat wie gesagt einen ganz konkreten Grund, weshalb er in Jessicas Leben getreten ist. Ich konnte allerdings durchaus verstehen, wieso er sein Geheimnis für sich behalten hat, was den Konflikt zwischen den beiden aber natürlich nicht einfacher macht und für viele emotionale und aufreibende Szenen sorgt.
Auch sehr schön war Edinburgh bzw. Schottland als Schauplatz, denn wir sehen eine Menge von diesem Land in The Debt. Karina Halle hat die Plätze wundervoll beschrieben und echtes Fernweh in mir geweckt. Gleichzeitig merkt man auch, dass sie genau weiß wovon sie spricht, denn sie haucht ihren Beschreibungen echtes Leben ein (sie hat außerdem im Vorfeld viele Bilder von ihrer Reise nach Schottland in diesem Jahr auf diversen Social Media Seiten geteilt).

Zwei Details gibt es aber, die mir an The Debt nicht wirklich gefallen haben: Die erste Sache hat leider mit Jessica zu tun. Ihre Situation war zwar dramatisch und ihre schwankenden Stimmungen vollkommen nachvollziehbar. Trotzdem hat sie sich manchmal selbst schon arg leid getan. Auch wenn sie im Grunde keine suizidalen Tendenzen hatte, gab es da doch eine Situation, die gefährlich nah an das Thema kommt und die für meinen Geschmack viel zu banal unter den Teppich gekehrt wurde. Das hat mich leider bis zum Ende der Geschichte nicht losgelassen und hat dem Buch etwas an Tiefe und Glaubwürdigkeit genommen hat.
Die zweite Sache waren die Sexszenen. Diese waren mir manchmal zu übertrieben. Keir und Jessica gehen sehr leidenschaftlich und energiegeladen an die Sache, aber die Beschreibung ihrer Gefühle und Höhepunkte waren oft einfach etwas zu dick aufgetragen, so dass ich wenigstens einmal eher schmunzeln musste, anstatt von der Leidenschaft zwischen ihnen überzeugt zu werden.

Abgesehen davon ist The Debt aber eine weitere wirklich schöne, solide Liebesgeschichte von Karina Halle, die nicht nur spannende Charaktere und Hintergründe zu bieten hat, sondern auch ein wundervolles Setting.

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