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Cover PublicDisplay englisch

Cory verliert einfach jeden Job, obwohl er sich wirklich bemüht. Er ist nicht nur extrem tollpatschig, nein, er hat auch eine eigene Meinung und eckt darum auch mal an. Schlecht, wenn man gerade einen neuen Job angefangen hat. Als er dann auch noch aus seiner Wohnung fliegt, schüttet er seiner besten Freundin Tara an ihrem Arbeitsplatz, einer Bar, sein Herz aus. Das mit der Wohnung verschweigt er zwar lieber, aber sonst ist er schon ziemlich ehrlich. Dann wird er von Flynn angesprochen. Denn Flynn, kann den Job, den er hat, so nicht ausfüllen. Er bräuchte jemanden wie Cory, um für ihn einzuspringen. Die Frage ist nur, ist Cory bereit für diesen Job. Flynn hat nämlich eine Sex-Voyeurismus-Homepage ins Leben gerufen, die ganz wunderbar läuft. Allerdings wollen seine Kunden ihn nun auch gerne mal in Aktion sehen und dazu ist Flynn einfach nicht in der Lage. Cory ist von Flynns Angebot völlig überrumpelt, doch verschiedene Punkte sprechen doch für den Job:
- Es geht allein um Masturbation vor der Kamera - das sollte hinzubekommen sein,
- er braucht das Geld wirklich dringend und Flynn bietet ihm eine Menge für seinen Einsatz
- und außerdem ist Flynn ein echtes Leckerchen - auch wenn Cory ihn für viel zu jung für ihn selbst hält und sich deshalb lieber die Zunge abbeißt als das zuzugeben.

Genau in diese Situation taucht der Leser ein, wenn er Public Display of Everything anfängt. Cory soll sich für Flynns Homepage als Flynn ausgeben und die Welt bei inniger Interaktion mit seiner Hand zuschauen lasen. Was für eine tolle Idee. Und es ist nicht die erste gelungene Idee, die Cara Dee da präsentiert. Die Autorin hat wirklich ein Händchen für knackige Situationen und auch über die Ausführung kann man sich nicht beschweren. Insgesamt ist an der Geschichte um Cory und Flynn natürlich noch mehr dran. Beispielsweise erfährt man auch, warum Cory niemanden so recht an sich heranlassen will oder warum Flynn so gut wie gar kein soziales Umfeld hat. Dabei kann ich sagen, dass insbesondere Flynn ein Schätzchen nach meinem Herzen war und Corys meist humorvolle Sicht auf die Welt mich immer wieder zum Schmunzeln bringen konnte.

Ein wenig Schade fand ich allerdings, dass die Voyeurismus-Karte nicht noch mehr ausgespielt wurde. Es gibt noch eine weitere Episode, allerdings folgt die erst dann, wenn die Protagonisten ihre Beziehung schon in ein geregeltes Fahrwasser lenken konnten. Hier hätte ich ja doch gerne noch mehr gelesen, während alles noch mehr im Fluss war. Aber gut, es kommen in Public Display of Everything verschiedene Aspekte zur Sprache und wie beide Charaktere mithilfe der Unterstützung des jeweils anderen lernen, sich selbst zu akzeptieren und anzunehmen, ist keinesfalls langweilig gewesen.

Die Geschichte von Cory und Flynn ist mit gut 160 Seiten nicht die längste und vielleicht kam mir deshalb das Happy ending im Vergleich zum Rest etwas überproportioniert vor. Doch der Schreibstil und der Humor haben mir, selbst wenn es gerade gar nicht lustig war, auch in diesem Buch von Cara Dee wieder sehr gut gefallen.
Eine Sache muss ich noch erwähnen. Es gibt in Public Display of Everything eine Serie an Facebook-Einträgen, die eine wichtige Rolle spielen. Diese Idee war großartig. Man rätselt ziemlich lange, was es mit dieser Person auf sich hat und ich war zwischendurch auf der völlig falschen Fährte. Das war wirklich mal was anderes und meine Hochachtung vor Cara Dee ist weiter gewachsen. Ihre Werke konnten sich in Nullkommanichts einen Platz in meinem Regal erobern. Ich freue mich schon heute auf den Abschlussband der Aftermath-Reihe, Outcome, der hoffentlich wirklich noch in diesem Jahr erscheinen wird.

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Cover Phobic Englisch

Die 15-jährige Piper wusste schon immer, dass an dem alten viktorianischen Haus, in dem sie lebt, etwas sehr merkwürdig ist. Jedes alte Gebäude knarzt und stöhnt mal. Doch Pipers Haus hat ein echtes Eigenleben und lässt sie immer genau wissen, in welcher Stimmung es gerade ist.
Seit ihr Vater vor zehn Monaten gestorben ist, ist ihr älterer Bruder Joel für sie und ihr Heim verantwortlich. Denn Pipers Mutter sitzt bereits seit Jahren im Gefängnis wegen eines Mordes, den sie unter ihrem eigenen Dach begangen und zu vertuschen versucht hat. Seit einiger Zeit aber fühlt Piper, dass etwas anders ist. Joel ist ständig angespannt und ihr Haus benimmt sich merkwürdiger, als sonst. Sie weiß, dass ihr Bruder ihr etwas verheimlicht, aber so sehr sie auch auf ihn einredet, sie bekommt nichts aus ihm heraus.
Zu allem Überfluss macht ihr die Schule zur Zeit noch mehr zu schaffen, als normalerweise. Ihre Erzfeindin Sierra hat es mehr denn je auf Piper abgesehen und schreckt vor nichts zurück, um sie zu demütigen. Am allerschlimmsten ist aber, dass Todd, Pipers bester Freund, für den sie seit einiger Zeit mehr empfindet, als reine Freundschaft, in jemanden anderen verliebt ist - nämlich ausgerechnet in Sierra.
Doch als Piper beginnt, merkwürdige Stimmen zu hören und Visionen bekommt, verblassen ihre Alltagsprobleme ganz schnell. Sie hat die Nase voll, sich ständig anlügen zu lassen. Sie muss herausfinden, was es mit ihrem Haus und ihrer Familie auf sich hat, bevor sie noch den Verstand verliert.

Ich war sehr gespannt darauf, was mich bei Phobic von Cortney Pearson wohl erwarten würde. Ein gruseliges Haus, merkwürdige Geschehnisse, ein bisschen Romantik? Klingt genau nach meinem Geschmack. Und die grundsätzliche Geschichte ist auch ziemlich gut gelungen. An der Umsetzung hat es aber unglücklicherweise gehörig gehapert.
Leider konnte ich Cortney Pearsons Schreibstil oft nicht sonderlich viel abgewinnen. Sie tendiert dazu, sehr lang und ausschweifend zu beschreiben. Da kann es schon mal passieren, dass es fünf Seiten dauert, bis Piper von ihrem Zimmer bis zur Haustür gegangen ist. Manchmal haben ihre Beschreibungen gut geklappt und der Geschichte eine sehr dichte und spannende Stimmung verpasst. Meistens ging es mir aber doch einfach zu träge und langsam voran.
Das liegt aber unter anderem auch daran, dass mir Piper nicht besonders sympathisch war. Sie hat es nicht leicht in der Schule, wird wegen ihrer Akne und ihrem merkwürdigen Haus gehänselt und hat wirklich allen Grund Trübsal zu blasen. Dennoch war sie mir oft zu weinerlich. Sie lamentiert lang und breit darüber, was ihr alles zugestoßen ist. Noch weniger haben mir ihre ewigen inneren Monologe gefallen, wenn sie über ihr Haus und die Vorkommnisse darin sinniert. Sie wiederholt sich ständig und stellt sich dabei selbst manchmal die ('tschuldigung) dämlichsten Fragen. Mich hat da leider schnell die Geduld mit ihr verlassen.
Was mir allerdings die Geschichte am meisten vermiest hat, war die Tatsache, dass so viele Details einfach keinen Sinn gemacht haben: Die Reaktionen der Charaktere in verschiedenen Situationen und Konflikten; manche Erklärungen (oder vielmehr das Fehlen der Erklärungen) für Vorfälle im Haus; Todds Begründung für seine Schwärmerei für Sierra. Überhaupt bin ich mit den Verhältnissen der Charaktere untereinander überhaupt nicht klar gekommen. Wer im einen Moment noch verfeindet war, sitzt im nächsten gemeinsam in der Schulkantine oder macht zusammen Hausaufgaben. Oft gab es keinerlei Erklärung dazu. Und wenn doch, dann waren diese in der Regel sehr windig oder schlicht unstimmig.

Es ist ziemlich schade, dass Cortney Pearson nicht mit etwas mehr Struktur an dieses Buch herangegangen ist. Denn wie gesagt, die Grundstory ist wirklich gut. Ab und an gelang es dann sogar doch, der Geschichte eine dichte Stimmung zu verleihen, die mir geholfen hat, mir vor allem das Haus selbst sehr gut vorstellen zu können. Außerdem gibt es einige sehr spannende Momente und sogar ein, zwei Überraschungen, die mir ein lautes "Woah!" entlocken konnten.
Genug, um Phobic von Cortney Pearson wirklich zu retten, war es aber dennoch nicht. Dafür gab es einfach zu viel Unlogisches in dieser Geschichte. Vielleicht sieht es aber in Panic (keine Rezension), dem zweiten Buch der The Forbidden Doors Reihe anders aus. Dieses handelt zwar nicht von Piper - ihre Geschichte ist mit Phobic abgeschlossen - lehnt sich aber wohl an die Ereignisse in diesem Buch an.

Phobic erscheint am 8. September 2014 in den USA.

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Cover The Real Thing Englisch

Seit drei Jahren hat Emilia Johnson ihren besten Freund Eric Matua nun schon nicht mehr gesehen. Er ist sofort nach dem Schulabschluss zu seinem Onkel in sein Heimatland Samoa gereist, um dort eine Weile zu leben und zu arbeiten. Jetzt ist er endlich wieder in den Staaten und er lädt Em ein, den Sommer mit ihm in einer Ferienwohnung seiner Familie am Strand zu verbringen. Das lässt sich Emilia natürlich nicht entgehen. Sie vermisst ihren besten Freund schrecklich und ihre Gespräche via E-Mail über die letzten Jahre waren einfach nicht genug. Dass Em schon immer heimlich für Eric geschwärmt hat, kommt noch erschwerend hinzu.
Doch als sie an der Ferienwohnung ankommt, erwartet sie nicht der gemütliche, knuddelige Teddybär mit ein paar Kilo zu viel, den Emilia in Erinnerung hat. Der Eric, der sie begrüßt, ist durchtrainiert und noch attraktiver, als er sowieso schon immer für sie war. Glücklicherweise ist er innerlich aber immer noch der gleiche gute Kerl, den sie immer kannte.
Doch weder Emilia, noch Eric können die Anziehung zwischen den beiden lange leugnen, als die Funken zwischen ihnen zu sprühen beginnen. Doch drei Jahre sind eine lange Zeit - und beide sind vielleicht doch nicht mehr die gleichen Personen, die sie von früher kannten...

Was es genau mit den Veränderungen der Charaktere in The Real Thing von Cassie Mae auf sich hat, möchte ich euch zumindest in Ems Fall nicht vorenthalten, denn das spielt eine ganz entscheidende Rolle, sowohl für die Geschichte selbst, als auch diese Rezension. Was Eric nämlich nicht weiß, ist, dass Emilia einen ziemlich ernsten Fall von Internetsucht entwickelt hat. Ihre Nase steckt ständig in ihrem Telefon oder Laptop und alles, was sie tut, wird genauestens auf Facebook, Twitter und Goodreads dokumentiert. Die meisten ihrer Freunde, wie einen Jungen namens Scott, mit dem sie stundemlang chatten kann und der die romantischsten Geschichten erzählt, kennt sie mehr vom Bildschirm, als aus dem echten Leben. Emilia kann alles um sich herum vergessen, wenn sie erst einmal den Laptop, Handy oder Kindle vor sich hat.
Diese Problematik hat ganz unterschiedliche Auswirkungen auf dieses Buch gehabt. Zum einen wird man natürlich gezwungen, einen kritischen Blick auf sich selber zu werfen. Ich jedenfalls habe mich doch das ein oder andere Mal in Em wieder erkannt und das wird ganz sicher den meisten Menschen da draußen genauso gehen. Es ist ein Thema, das von vielen vielleicht belächelt wird, aber doch im Grunde ein sehr ernstes Problem darstellt. Für Emilia war es das zumindest allemal, als sie es erst einmal erkannt hat.
Das merkt man auch als Leser sehr schnell, denn nicht nur Eric hat Schwierigkeiten damit, dass Em lieber online zu sein scheint, anstatt Zeit mit ihm zu verbringen. Auch als Leser ist das oft ziemlich anstrengend. Denn mich hat Emilia wirklich oft damit genervt. Ich bin sicher, dass das zumindest zum Teil von Cassie Mae auch genau so beabsichtigt war. Trotzdem war es ein bisschen zu viel des Guten, vor allem, da der Großteil meiner Sympathie bei Eric lag, wenn es zum Konflikt zwischen den beiden kam.
Wie gesagt schleppt auch Eric sein Päckchen mit sich herum und das ist weitaus tiefschürfender und bedeutender, als Ems ständiger Drang, möglichst viele Likes zu bekommen. Eric ist mal eine andere Art Held. Wie gesagt war er früher eher rundlich und hat gekämpft, sein Gewicht zu verlieren. Sein Selbstbewusstsein ist aber immer noch nicht sonderlich stark, was ein paar der Namen seiner Vergangenheit nur noch gravierender macht. Ich fand es - trotz seinem Ballast - schön, einfach mal über einen ganz normalen Kerl zu lesen.
Die Beziehung zwischen Eric und Em konnte man sehr gut nachvollziehen und hat mir doch öfter mal ein verträumtes Lächeln entlockt. Auch wenn er hin und wieder ein wenig albern geraten ist, wird auch der Humor in The Real Thing ganz groß geschrieben. Vor allem Emilia passieren immer wieder die kuriosesten Dinge, die meist schon ganz lustig waren. Für Fans von Dr. Seuss sind übrigens ein paar ganz besondere Schmankerl eingebaut.

Das Einzige, was mich neben Ems extremer Abhängigkeit vom Internet und dem damit einhergehenden Rattenschwanz an Problemen an The Real Thing gestört hat, ist der teilweise etwas schlampige Aufbau. Viele grundlegende Dinge, wie Wohnorte, Hintergründe, Familienerläuterungen usw. wurden nur beiläufig bzw. undurchsichtig erklärt, oder gleich komplett weggelassen.
Ganz interessant war The Real Thing von Cassie Mae aber dennoch. In Emilias Verhältnis zum Internet werden sich viele von uns vermutlich wiedererkennen. Auch wenn es oft etwas anstrengend mit ihr war, war es doch aber auch immer unterhaltsam. Und Eric ist mal ein etwas anderer Held, als der ewige gutaussehende Playboy. Wer mit einer etwas zu quirligen Geschichte klarkommt, bei der man bei mancher Erklärung mal ein Auge zudrücken muss, der bekommt mit The Real Thing von Cassie Mae eine wirklich niedliche Friends to Lovers Romanze.

The Real Thing erscheint am 19. August 2014.

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Cover Word Play Englisch

Michael Rourke hat seine Seele verkauft. Zumindest fühlt es sich für ihn so an. Denn anstatt seiner Leidenschaft nachzugehen und Mystery Romane zu schreiben, verdient er sein Geld mit ddem Verfassen von Erotik Büchern. Im Gegensatz zu seinem präferierten Genre lässt sich dort nämlich jede Menge Geld machen. Das hat auch Michaels Agentin erkannt und sein Talent prompt in eine andere Richtung gelenkt. Und so wurde aus Michael Rourke schließlich Christoph Strong.
Christoph Strong ist ein Bestseller Autor, der gerade kurz davor steht, seine erste Trilogie zu beenden und sich selbst, seiner Agentur und Verleger somit zu jeder Menge Geld verhilft. Michael ist es gelungen gelungen, seine Privatsphäre zu bewahren. Zumindest bis jetzt. Christoph Steel ist ein Mysterium und seine Leser sind ganz heiß darauf, endlich zu sehen, wer hinter ihrem Lieblingsautor steckt.
Also lässt sich Michael sehr widerstrebend auf die Teilnahme an einem Autorenevent ein. Was kann es schon ausmachen, wenn ein paar Leser sein Gesicht kennen? Solange niemand seien wahren Namen weiß, werden seine Mystery Kollegen (und seine Mutter) schon nichts von seinem schmutzigen Geheimnis erfahren.
Doch natürlich kommt alles ganz anders. Michael muss erfahren, was es heißt, wirklich in die Rolle von Christoph Strong zu schlüpfen und sich mit kreischenden Fans, blutrünstigen Bloggern und zickiger Konkurrenz herumschlagen zu müssen. Und nebenbei vielleicht sogar noch die Liebe seines Lebens zu finden - die aber leider keine Ahnung hat, wer er wirklich ist.

Ich befinde mich ein wenig im Zwiespalt was Word Play - A Romantic Satire von Amalie Silver betrifft. Auf der einen Seite haben wir eine sehr witzige und clever Sicht auf die Verlags- bzw. Bücherwelt im Allgemeinen. Auf der anderen Seite haben wir aber auch eine ganz normale Romanze und die ist leider sehr durchschnittlich.
Kommen wir aber erst einmal zum Positiven an dieser Geschichte: Amalie Silver zeichnet wie gesagt eine ziemlich treffende Satire auf einige Eigenheiten der Bücherwelt. Es gibt ganz verschiedene Arten von Bloggern, Lesern, Verlegern und auch Autoren und die schlimmsten (leider aber durchaus existierenden) Exemplare werden hier aufs Korn genommen. Ich vermute, dass deshalb gerade Blogger in dieser Hinsicht auf ihre Kosten kommen werden. Ich jedenfalls musste oft laut lachen und habe andere, aber auch mich selbst in dem ein oder anderen Detail wiedererkannt. Außerdem wird das Stigma auf die Schippe genommen, das das Erotika-Genre mit sich bringt. Romantische und erotische Geschichten, ebenso wie ihre Verfasser, werden unter "ernstzunehmenden Autoren" nämlich gerne belächelt. Im Endeffekt war es eine Möglichkeit für Amalie Silver, sich als Autorin mal so richtig auskotzen zu können. Ich für meinen Teil hatte sehr große Freude daran. :)

Auch die Charaktere sind im Grunde eigentlich ganz nett. Michael ist gar nicht zufrieden mit seiner Karriere. Wie gesagt sieht er sich eigentlich als Mystery- und Thriller-Autor. Sein Geld kommt aber eben nun mal aus der Erotika-Schiene. Mit einem Scotch in der Hand und eingeigelt in seinem Apartment lässt sich das alles leichter ertragen - die Welt soll aber bitte nicht davon erfahren. So ganz einfach ist Michael also nicht. Vor allem, als er beginnt, sein arrogantes Alter Ego Christoph Strong zu entdecken. Aber er ist dennoch eigentlich ein guter Kerl. Über seinen weiblichen Gegenpart möchte ich noch gar nicht so viel verraten. Bevor sie sich wirklich kennenlernen vergeht nämlich ein wenig Zeit und man weiß gar nicht so recht, wer sie eigentlich ist. Doch auch sie ist ein sympathischer Charakter, der zwar manchmal extrem frustrierende Anwandlungen hat, mit dem man sich aber dennoch identifizieren kann.

Teaser Word Play

Zu Beginn ist Word Play - A Romantic Satire daher also eigentlich ziemlich gut gelungen. Manche Szenen sind zwar etwas übertrieben (z.B. Christoph Strongs erste Auftritte in der Öffentlichkeit und die hysterische Reaktion seiner weiblichen Fans), aber unterhaltsam war es dennoch. Leider blieb Amalie Silver aber ihrer Linie nicht über das ganze Buch hinweg treu. Was als satirische, amüsante Geschichte anfing, endet leider in einer wie gesagt sehr durchschnittlichen Romanze. Es gibt Verwechslungen und Missverständnisse, perfekte Menschen und perfekten Sex. Das ist besonders dahingehend schade, dass sich das Buch eigentlich zu Beginn über diese unrealistisch schönen und perfekten Menschen lustig gemacht hat. Am Ende hatte Word Play - A Romantic Satire selbst aber leider genau diese Art von Figuren.
Die Handlung selbst gibt ebenfalls nicht sonderlich viel her, weshalb es immer mal wieder Abschnitte gab, die etwas langweilig waren und die wie der Versuch wirken, die Geschichte etwas in die Länge zu ziehen. Ähnlich verhält es sich mit einigen Irrungen und Wirrungen, die die Figuren einfach nicht im passenden Moment aufzulösen scheinen wollen.

Ganz überzeugen konnte mich Word Play - A Romantic Satire von Amalie Silver deshalb nicht. Dafür war die Handlung und die Romantik schlicht zu eintönig und unspektakulär. Doch auch wenn Amalie Silver ihrer satirischen Linie nicht treu bleibt, macht ihre Sicht auf die Bücherszene die Geschichte dennoch lesenswert. Vor allem Blogger werden auf ihre Kosten kommen und ganz sicher einige der angesprochenen Punkte wiedererkennen.

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Cover Beautiful Oblivion Deutsch

Enthält kleinere Spoiler für Beautiful Disaster.

Camille "Cami" Camlin hat früh gelernt, auf eigenen Füßen zu stehen. Ihre Familie hatte dank ihres cholerischen und trinkenden Vaters nie den besten Zusammenhalt, weswegen sie so schnell wie möglich von zuhause ausgezogen ist. Seitdem hält sie sich mit ihrem Job als Barkeeperin im beliebten Club Red Door über Wasser und versucht nebenbei ihr Studium zu beenden.
Dazu kommt noch, dass Cami momentan auch mit ihrer Beziehung unglücklich ist. Ihr Freund T.J. lebt und arbeitet in Kalifornien und hat nie Zeit für sie. Sie bezweifelt nicht, dass er sie wirklich liebt, aber begeistert ist sie trotzdem nicht, dass T.J. es nie schafft, sich um sie zu kümmern und ihre wenigen Besuche und Treffen regelmäßig absagt.
Dann tritt Trenton Maddox in Camis Leben. Natürlich kennt sie die Maddox Brüder - jeder in der Gegend kennt sie - doch obwohl die beiden gemeinsam zur Schule gegangen sind, hatten sie nie Kontakt. Doch nun zeigt Trent plötzlich reges Interesse an Cami. Egal wie oft sie ihm sagt, dass sie einen Freund hat, er lässt einfach nicht locker. Bald schon sehen sich die beiden aber immer häufiger und werden schließlich enge Freunde. Doch kann man mit einem Maddox Bruder wirklich nur befreundet sein - vor allem mit einem, der seine Absichten so deutlich macht? Und was wird Trent sagen, wenn er von Camis Geheimnis erfährt?

Eigentlich hatte ich große Hoffnungen auf Beautiful Oblivion. Nachdem Jamie McGuire ihre Geschichte um Abby und Travis in Beautiful Disaster und zwei weiteren Büchern bis aufs Letzte ausgeschlachtet hat, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass es nun endlich genug sei. Falsch gedacht. Denn Beautiful Oblivion ist im Endeffekt nichts weiter, als dieselbe Geschichte, nur diesmal aus Camis Sicht.
Ihr habt gelesen, was ich oben in der Zusammenfassung geschrieben habe? Das ist so ziemlich alles an nennenswerter Handlung, das Beautiful Oblivion zu bieten hat. Ansonsten hangeln wir uns nur von einer Anlehnung an Beautiful Disaster zur nächsten - meist sind das Szenen mit einem betrunkenen und deprimierten Travis an verschiedenen Stellen seiner Beziehung mit Abby. Deswegen bin ich mir auch nicht sicher, ob Leser, die das erste Buch nicht kennen, wirklich alles verstehen können. Denn manche Szenen aus Beautiful Disaster sind wirklich ziemlich zusammenhangslos eingebaut. Camis und Trents Geschichte gibt sonst aber auch nicht genug her, um alleine ein ganzes Buch füllen zu können. Bei c.a. 50% hatte ich den Gedanken "So, und was kann jetzt noch kommen?". Natürlich hat hier dann das unnötige Drama angefangen.
Trent kämpft mit allem was er hat um Cami und auch wenn er damit schon oft ziemlich kontrollierend und fordernd ist, ist er mir dennoch lieber, als Cami. Die ist nämlich eine schreckliche Zicke und entweder jedes Mal auf 180, wenn etwas nicht nach ihrer Nase läuft, oder rennt vor ihren Problemen davon. Oder beides.
Auch den Nebencharakteren kann ich nicht viel abgewinnen. Camis Mitbewohnerin Rae hat ihre eigene kleine Geschichte und ist mir damit tierisch auf die Nerven gegangen. Sie ist eine der selbstsüchtigsten und furchtbarsten Figuren, die mir seit langem Untergekommen ist und ich habe ihr ihr Happy End keine Sekunde lang gegönnt. Es gibt noch jede Menge andere Charaktere, die aber eigentlich kaum Einfluss auf die Geschichte hatten.
Der Schreibstil war...okay. Es gab durchaus die ein oder andere schön geschriebene Szene. Insgesamt ist er mir aber zu dick aufgetragen gewesen. Die Figuren reagieren oft sehr überzogen und unangemessen und eine völlig normale Frage kann schon mal in einen riesigen Streit ausarten. Bei Trent fliegen sofort die Fäuste und Cami zickt und schreit sich durch die Geschichte. Bei beiden kann die Stimmung ohne ersichtlichen Grund von einer auf die nächste Sekunde umschlagen.

Cover Beautiful Oblivion Englisch

Ebenfalls ziemlich übertrieben sind die Namen: Wir haben die Brüder Trent, Travis, Tyler, Taylor und Thomas, genauso wie die Geschwister Cami, Coby, Chase, Clark und ihr Cousin Colin. Außerdem gibt es Camille "Cami" Camlin und Olive Ollivier...Es war alles ein bisschen konfus und klang teilweise schlichtweg furchtbar.

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, welche Meinung ich über das Ende habe. Auf der einen Seite hat das letzte Kapitel wirklich eine riesige Überraschung in petto. Ich habe kein bisschen mit dieser Auflösung gerechnet und Jamie McGuire ist diese Szene und die Erklärung wirklich gut gelungen. Wenn der erste Schock aber überstanden ist, ist es auf der anderen Seite aber auch eine ziemlich schwache Problematik, um darauf einen ganzen Roman zu stützen. Denn tatsächlich steht und fällt Beautiful Oblivion durch diese Auflösung, die buchstäblich mit dem allerletzten Satz präsentiert wird.

Trotzdem ist das Ende der einzige Grund, weswegen ich Beautiful Oblivion von Jamie McGuire vielleicht zumindest den eingefleischten Beautiful Disaster Fans empfehlen würde. Ansonsten hatte Beautiful Oblivion wirklich nicht viel zu bieten und ich denke nicht, dass ich die anderen Bücher der Maddox Brothers Reihe lesen werde. Schade, aber Jamie McGuire hat diese Geschichte in meinen Augen leider kaputt geschrieben.

Auf Deutsch erscheint Beautiful Oblivion am 19. Januar 2015.

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