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Cover Fire and Ice: Dario Benson deutsch

Dieses Buch ist der vierte Band der Fire & Ice-Reihe und enthält einige Spoiler zu den vorherigen Romanen.
Dieses Buch beinhaltet explizite Sexszenen und ist nur für Leser ab 18 Jahren geeignet.

Dario Benson gehört seit neuestem der 'Fire&Ice'-Gruppe an. Er soll in diesem Jahr das erst Mal mit auf Tour nach Talin fahren und freut sich darauf.
Er ist ebenso wie alle anderen Mitglieder der Gruppe bei JB-Industrials angestellt und arbeitet dort in der in der Sicherheitsabteilung. Mit seinem Chef Tyler Moreno kommt er gut aus, da dieser ebenso wortkarg ist wie er selbst. Seine Devise: Wenn du nichts zu sagen hast, halt die Klappe!

Ein Grund mehr, warum er auch so wunderbar mit Nina auskommt, die sein Chef sich nun zur Frau nimmt. Er war als Beschützer für sie eingesetzt und hat schnell Zugang zu der schüchternen Nina gefunden, die sich am liebsten vor allem Menschen verstecken würde.
Doch heute steht sie im Mittelpunkt, denn es ist ihre Hochzeit. Tyler hat es geschafft eine kleine Hochzeitsfeier rauszuschlagen und Nina scheint sich nicht ganz unwohl zu fühlen.
Dario hasst solche Events. Es sind zu viele Menschen auf deinem Fleck die sich alle gern reden hören. Anders als seine heutige Sitznachbarin - Carry Carter.

Carry ist die Schwester von Shane und alles andere als beliebt bei ihren Mitmenschen. Dieses Image hat sich Carry schon früh zugelegt und pflegt es seither intensiv.
Das sie nun auch noch bei einer Hochzeit rumsitzen muss, nervt sie gewaltig. Aber sie hat es Nina versprochen und sie mag die kleine Frau irgendwie sehr gerne. Eine von drei Personen in ihrem Leben.
Die Zeit zieht sich und zu allem Überfluss fängt der Typ neben ihr auch noch an sie voll zu labern. Dafür hat sie nun wirklich keinen Nerv. Sie faucht ihn kurz an - bei den meisten Menschen reicht das als Abschreckung. Bei ihm nicht. Im Gegenteil. Kurz darauf spürt sie seine Hand in ihrem Nacken.
Was fällt dem eigentlich ein. Doch als sie wieder kratzbürstig werden will, dirigiert er sie einfach auf die Tanzfläche. Das ist unerhört. Nicht nur, dass ihr Image dadurch einen gewaltigen Riss bekommt und alle zu ihr hinüber starren, nein, das herrische Gebaren des Typen gefällt ihr.
Generell ist Carry jemand, der auf Dominanz steht. Im normalen Leben heißt das, sie dominiert andere. Aber ein kleiner Teil von ihr wünscht sich einen harten Mann an ihrer Seite.

Dario ist fasziniert. Diese Carry scheint eine ganz schöne Zicke zu sein, doch sie macht ihn irgendwie an. Er setzt sich in den Kopf ihr die Krallen zu ziehen und ist dabei nicht gerade sanftmütig.
Wie er es sich gedacht hat, ist sie seinen Avancen zwar abgeneigt, aber seine Dominanz ihr gegenüber bringt Risse in ihre Fassade. Die sexuelle Spannung entlädt sich in einem kurzen Quickie im Hotel.
Für Carry ist die Sache damit gegessen. Sie braucht - und sie will - keinen weiteren Menschen in ihrem Leben. Doch Dario ist hartnäckig und glaubt mit dieser Frau könnte er noch häufiger Spaß haben. Leicht macht sie es ihm allerdings nicht - doch Dario braucht die Herausforderung und will ihren Willen brechen.

Der vierte Band der Fire & Ice-Reihe hat mich verwirrt. Die Geschichte besteht zu 80% aus Sex und der Rest verteilt sich auf Streitereien und Machtspielchen.
Das bin ich aus den anderen Büchern bisher nicht gewohnt und es hat mir auch wirklich nicht gefallen. Ich mochte die Reihe besonders wegen ihrer menschlichen Seite besonders. Das Thema Sex war dazu dann das i-Tüpfelchen.

An sich habe ich mir erst einmal viel versprochen von diesem Buch und die ersten paar Seiten haben auch hoffen lassen. Es beginnt mit einem kleinen Extrakapitel über Nina und Ty. Das war einfach nur goldig.
Danach geht es direkt mit der Hochzeit weiter und das Geplänkel zwischen Carry und Dario beginnt. Als er sich dann dazu entschließt sie nicht mehr in Ruhe zu lassen, habe ich mich auf ein witziges und spannendes Buch gefreut. Da wurde ich leider total enttäuscht.
Man lernt Carry und Dario während des gesamten Bandes nicht näher kennen. Die Charaktere bleiben sehr oberflächlich. Eigentlich spielt sich alles im Bett ab - oder halt an anderen Orten die sich dazu eignen Sex zu haben.

Es gibt wenig Szenen, die Carry ein wenig menschlicher zeigen, und auch da erkennt man nicht wirklich warum. Alles was hier also gezeigt wird, wusste man bereits aus dem dritten Band Fire&Ice: Shane Carter.
Auch fand ich die herrische Art von Dario nicht gut. Mir persönlich sagt eine derartige Unterdrückung nicht zu und es machte mir Carry auch unglaubwürdig, wie schnell sie nachgegeben hat. Würde mir jemand so sehr auf die Pelle rücken und auf ein 'Nein' oder 'Ich will das nicht' nicht reagieren, hätte derjenige ein ernsthaft polizeiliches Problem.
Aber die sonst so abweisende Carry zieht hier einfach den Schwanz ein.

Dieses Buch wirkt auf mich wie von einem anderen Autor geschrieben. Auch sind einige sprachliche Dinge drin, die bisher nie vorkamen und viele Wortwiederholungen, die mir sonst nicht aufgefallen sind.

Nun ist vor einiger Zeit der fünfte Teil der Reihe Fire&Ice: Brandon Hill erschienen und ich bin mir noch etwas unschlüssig. War dieses Buch nur ein Ausrutscher? Ich weiß es nicht.
Da ich bisher aber so begeistert von der Reihe war, werde ich Allie Kinsley noch eine Chance geben.

Der eine Stern ist für den guten Start und die paar Szenen zu den anderen Charakteren, der halbe kommt noch dazu, weil einige Sexszenen dann doch recht inspirierend waren und ich ab und an schmunzeln musste.

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Cover Bliss englisch

Bliss ist ein Buch für erwachsene Leser.
Achtung: Die Rezension enthält Spoiler - es lies sich dieses Mal wirklich nicht vermeiden.

In Beulah sind alle Leute glücklich. Denn Beulah ist ein idyllischer Staat. Jeder hat Arbeit, keiner muss Hungern, es gibt keine Luft- oder Umweltverschmutzung und die Gewaltrate liegt fast bei null. Fast.
Rory James hat hart dafür gearbeitet, aus dem alles anderen als perfekten Nachbarstaat Tophet zu entkommen und einen guten Job in Beulah anzutreten. Doch gerade als er ankommt, muss er erfahren, dass es eben doch Gewalt in Beulah gibt. Noch auf dem Bahnsteig landet eine Faust in seinem Gesicht und ein Mann bricht ihm die Nase. Einfach so.
Tate Patterson ist ebenfalls aus Tophet. Er wollte nur kurz nach Beulah, weil eine Stadt ohne Verbrechen ihm als idealer Schauplatz für einen Coop erschien. Als er bei der Ausreise am Bahnhof von Sicherheitskräften aufgehalten wird, kann er flüchten. Der Schlag in Rorys Gesicht war nicht persönlich gemeint, sondern sollte als Ablenkung dienen.
Doch Tate hat die Rechnung ohne Beulahs Rechtssystem gemacht. Nun hat er die Wahl zwischen zwei Übeln: eine Gerichtsverhandlung mit der Aussicht auf eine lebenslange Strafe oder sieben Jahre Dienst für den Mann den er Verletzt hat. Tate wählt nach Beratung mit seinem Anwalt die sieben Jahre. Was er noch nicht weiß: Er wird damit zu einem Rezzy. Das bedeutet, dass er einen Chip ins Hirn gesetzt bekommt, damit er seinen Dienst auch ordentlich verrichtet. Einen Chip, der seine Persönlichkeit so weit eindämmt, dass er allen Befehlen gehorchen muss. Je mehr Befehle er befolgen muss, desto glücklicher wird er werden. Denn in Beulah sind alle glücklich...

Oh ja, die Geschichte, die in Bliss erzählt wird, hat es in sich. Diese kurze Zusammenfassung zeigt ja noch nicht, was wirklich auf Tate zukommt. Der Chip konditioniert ihn so, dass er nicht nur allen Befehlen folgen muss, sondern auch nichts über den Chip oder irgendwelche Befehle erzählen kann. Er ist buchstäblich ein Gefangener seines eigenen Geistes. Und es gibt genug Menschen in Beulah, die wissen, dass Rezzys jedem Befehl, egal wie erniedrigend oder inhuman er ist, folgen müssen.

Rory ist das alles nicht bewusst und so nimmt er Tate - wer mag es ihm verdenken - anfangs eher wiederstrebend auf. Als er aber bemerkt, wie sehr Tate ihm gefallen möchte und wie sehr er sich bemüht, ihn perfekt zu umsorgen, genießt er seinen neuen Mitbewohner. Rory kann auch nicht anders als den jungen hübschen Mann ins Herz zu schließen. Von seinem Arbeitgeber aufgestachelt, nimmt er sogar eine sexuelle Beziehung mit Tate auf. Dabei merkt er zum ersten Mal, dass etwas nicht ganz mit rechten Dingen zugeht. Doch Rory bringt sein schlechtes Gewissen zum Schweigen, weil er sich nach und nach in Tate verliebt. Natürlich passieren Dinge, die Rory die Augen öffnen. Haarsträubende und gruselige Dinge, die nicht nur Tate betreffen, sondern die drohen, auch Rory in die Fänge von Beulahs Rechtssystem rutschen zu lassen...

Bliss hat mich wirklich gepackt. Die Geschichte war so herzerweichend und magenumdrehend, dass ich zwar ab und an mal eine Lesepause einlegen musste, aber immer hat es mich doch zurück in Rorys und Tates Welt gezogen. Manche Szenen waren schwer zu ertragen, weil man als Leser sowohl in Tates als auch Rorys Kopf steckt. Man weiß also genau, was Tate will und was nicht, er aber dennoch tut beziehungsweise tun muss. Man sieht auch wie Rory erst absolut ahnungslos ist und davon überzeugt ist, im Paradies gelandet zu sein. Ich persönlich hätte mich ja schon von Anfang an gefragt wie eine gebrochene Nase eine Strafe von sieben Jahren Sklavenarbeit rechtfertigt. Das ist auch mein einziger wirklicher Kritikpunkt: Rory hätte früher Misstrauisch werden müssen. Gerade wenn man, so wie er, erlebt hat, dass die Welt nicht perfekt ist, sollte man meiner Meinung nach eine Gesellschaftsform, die sich so schimpft, argwöhnisch beäugen. Denn die perfekte Gesellschaft gibt es einfach nicht.

Dennoch ist Rory wirklich ein guter Kerl. Obwohl er von Tates Gewaltakt ziemlich aus dem Gleichgewicht gebracht worden ist, behandelt er ihn als einziger normal. Und er konnte mein Herz vollständig gewinnen, weil er Tate zudem fast nie so behandelt, wie der es - unter Einfluss des Chips - so oft gefordert hat. Dass Tate weder schwul ist noch scharf drauf war, mit Rory ins Bett zu fallen, konnte Rory so wirklich nicht erkennen. Die Signale die Tate ausgestrahlt hat, waren alles andere als eindeutig, weil er - trotz wenig Aussicht auf Erfolg - gegen den Chip angeht. Ob er das schafft und ob Rory am Ende ebenfalls einen Chip erhält, müsst ihr allerdings doch selber lesen.

Bliss ist wirklich lesenswert und die beiden Autorinnen, Heidi Belleau und Lisa Henry, haben ganze Arbeit geleistet. Ich habe keine Ahnung, ob sie die verschieden Erzählperspektiven unter sich aufgeteilt haben oder ob sie beide an allem geschrieben haben. Die Geschichte liest sich jedenfalls wie aus einem Guss und ist sehr anschaulich geschrieben. Manchmal kann man sich als Leser die Dinge sogar besser vorstellen, als man möchte. Seid also gewarnt, dass explizite Szenen auf euch warten und die Gedankenwelt des Leser ordentlich beschäftigt sein wird, sich mit dem ach so wunderbaren Beulah auseinanderzusetzen. Der Titel von Bliss ist in jedem Fall wunderbar gewählt und konterkariert sich praktisch selbst.

Eine Rezension, die ich gelesen habe, hat kritisiert, dass der Romantikfaktor zu kurz kam. Es ist tatsächlich so, dass die Liebesbeziehung zwischen Rory und Tate nicht an erster Stelle steht. Dennoch macht sie einen wichtigen Faktor aus und ist buchstäblich der Grund dafür, dass beide Charaktere stark genug sind, gegen Beulahs Widrigkeiten anzugehen. Und was bitte schön ist romantischer als wenn der eine für den jeweils anderen alles aufs Spiel setzt? Diesen Kritikpunkt an Bliss konnte ich also nicht nachvollziehen.

Fazit: Für Hartgesottene ist das Buch ganz sicher ein Lesegenuss. Wer nichts mit Gewalttätigkeit gegen Geist und Körper anfangen kann, sollte vermutlich lieber die Finger von Bliss lassen. Für mich sicher nicht das letze Buch von beiden Autorinnen.

Das Buch ist am 18. August 2014 erschienen.

I received a free ARC from Riptide Publishing via Netgalley in exchange for an honest review.

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Cover PublicDisplay englisch

Cory verliert einfach jeden Job, obwohl er sich wirklich bemüht. Er ist nicht nur extrem tollpatschig, nein, er hat auch eine eigene Meinung und eckt darum auch mal an. Schlecht, wenn man gerade einen neuen Job angefangen hat. Als er dann auch noch aus seiner Wohnung fliegt, schüttet er seiner besten Freundin Tara an ihrem Arbeitsplatz, einer Bar, sein Herz aus. Das mit der Wohnung verschweigt er zwar lieber, aber sonst ist er schon ziemlich ehrlich. Dann wird er von Flynn angesprochen. Denn Flynn, kann den Job, den er hat, so nicht ausfüllen. Er bräuchte jemanden wie Cory, um für ihn einzuspringen. Die Frage ist nur, ist Cory bereit für diesen Job. Flynn hat nämlich eine Sex-Voyeurismus-Homepage ins Leben gerufen, die ganz wunderbar läuft. Allerdings wollen seine Kunden ihn nun auch gerne mal in Aktion sehen und dazu ist Flynn einfach nicht in der Lage. Cory ist von Flynns Angebot völlig überrumpelt, doch verschiedene Punkte sprechen doch für den Job:
- Es geht allein um Masturbation vor der Kamera - das sollte hinzubekommen sein,
- er braucht das Geld wirklich dringend und Flynn bietet ihm eine Menge für seinen Einsatz
- und außerdem ist Flynn ein echtes Leckerchen - auch wenn Cory ihn für viel zu jung für ihn selbst hält und sich deshalb lieber die Zunge abbeißt als das zuzugeben.

Genau in diese Situation taucht der Leser ein, wenn er Public Display of Everything anfängt. Cory soll sich für Flynns Homepage als Flynn ausgeben und die Welt bei inniger Interaktion mit seiner Hand zuschauen lasen. Was für eine tolle Idee. Und es ist nicht die erste gelungene Idee, die Cara Dee da präsentiert. Die Autorin hat wirklich ein Händchen für knackige Situationen und auch über die Ausführung kann man sich nicht beschweren. Insgesamt ist an der Geschichte um Cory und Flynn natürlich noch mehr dran. Beispielsweise erfährt man auch, warum Cory niemanden so recht an sich heranlassen will oder warum Flynn so gut wie gar kein soziales Umfeld hat. Dabei kann ich sagen, dass insbesondere Flynn ein Schätzchen nach meinem Herzen war und Corys meist humorvolle Sicht auf die Welt mich immer wieder zum Schmunzeln bringen konnte.

Ein wenig Schade fand ich allerdings, dass die Voyeurismus-Karte nicht noch mehr ausgespielt wurde. Es gibt noch eine weitere Episode, allerdings folgt die erst dann, wenn die Protagonisten ihre Beziehung schon in ein geregeltes Fahrwasser lenken konnten. Hier hätte ich ja doch gerne noch mehr gelesen, während alles noch mehr im Fluss war. Aber gut, es kommen in Public Display of Everything verschiedene Aspekte zur Sprache und wie beide Charaktere mithilfe der Unterstützung des jeweils anderen lernen, sich selbst zu akzeptieren und anzunehmen, ist keinesfalls langweilig gewesen.

Die Geschichte von Cory und Flynn ist mit gut 160 Seiten nicht die längste und vielleicht kam mir deshalb das Happy ending im Vergleich zum Rest etwas überproportioniert vor. Doch der Schreibstil und der Humor haben mir, selbst wenn es gerade gar nicht lustig war, auch in diesem Buch von Cara Dee wieder sehr gut gefallen.
Eine Sache muss ich noch erwähnen. Es gibt in Public Display of Everything eine Serie an Facebook-Einträgen, die eine wichtige Rolle spielen. Diese Idee war großartig. Man rätselt ziemlich lange, was es mit dieser Person auf sich hat und ich war zwischendurch auf der völlig falschen Fährte. Das war wirklich mal was anderes und meine Hochachtung vor Cara Dee ist weiter gewachsen. Ihre Werke konnten sich in Nullkommanichts einen Platz in meinem Regal erobern. Ich freue mich schon heute auf den Abschlussband der Aftermath-Reihe, Outcome, der hoffentlich wirklich noch in diesem Jahr erscheinen wird.

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Cover Phobic Englisch

Die 15-jährige Piper wusste schon immer, dass an dem alten viktorianischen Haus, in dem sie lebt, etwas sehr merkwürdig ist. Jedes alte Gebäude knarzt und stöhnt mal. Doch Pipers Haus hat ein echtes Eigenleben und lässt sie immer genau wissen, in welcher Stimmung es gerade ist.
Seit ihr Vater vor zehn Monaten gestorben ist, ist ihr älterer Bruder Joel für sie und ihr Heim verantwortlich. Denn Pipers Mutter sitzt bereits seit Jahren im Gefängnis wegen eines Mordes, den sie unter ihrem eigenen Dach begangen und zu vertuschen versucht hat. Seit einiger Zeit aber fühlt Piper, dass etwas anders ist. Joel ist ständig angespannt und ihr Haus benimmt sich merkwürdiger, als sonst. Sie weiß, dass ihr Bruder ihr etwas verheimlicht, aber so sehr sie auch auf ihn einredet, sie bekommt nichts aus ihm heraus.
Zu allem Überfluss macht ihr die Schule zur Zeit noch mehr zu schaffen, als normalerweise. Ihre Erzfeindin Sierra hat es mehr denn je auf Piper abgesehen und schreckt vor nichts zurück, um sie zu demütigen. Am allerschlimmsten ist aber, dass Todd, Pipers bester Freund, für den sie seit einiger Zeit mehr empfindet, als reine Freundschaft, in jemanden anderen verliebt ist - nämlich ausgerechnet in Sierra.
Doch als Piper beginnt, merkwürdige Stimmen zu hören und Visionen bekommt, verblassen ihre Alltagsprobleme ganz schnell. Sie hat die Nase voll, sich ständig anlügen zu lassen. Sie muss herausfinden, was es mit ihrem Haus und ihrer Familie auf sich hat, bevor sie noch den Verstand verliert.

Ich war sehr gespannt darauf, was mich bei Phobic von Cortney Pearson wohl erwarten würde. Ein gruseliges Haus, merkwürdige Geschehnisse, ein bisschen Romantik? Klingt genau nach meinem Geschmack. Und die grundsätzliche Geschichte ist auch ziemlich gut gelungen. An der Umsetzung hat es aber unglücklicherweise gehörig gehapert.
Leider konnte ich Cortney Pearsons Schreibstil oft nicht sonderlich viel abgewinnen. Sie tendiert dazu, sehr lang und ausschweifend zu beschreiben. Da kann es schon mal passieren, dass es fünf Seiten dauert, bis Piper von ihrem Zimmer bis zur Haustür gegangen ist. Manchmal haben ihre Beschreibungen gut geklappt und der Geschichte eine sehr dichte und spannende Stimmung verpasst. Meistens ging es mir aber doch einfach zu träge und langsam voran.
Das liegt aber unter anderem auch daran, dass mir Piper nicht besonders sympathisch war. Sie hat es nicht leicht in der Schule, wird wegen ihrer Akne und ihrem merkwürdigen Haus gehänselt und hat wirklich allen Grund Trübsal zu blasen. Dennoch war sie mir oft zu weinerlich. Sie lamentiert lang und breit darüber, was ihr alles zugestoßen ist. Noch weniger haben mir ihre ewigen inneren Monologe gefallen, wenn sie über ihr Haus und die Vorkommnisse darin sinniert. Sie wiederholt sich ständig und stellt sich dabei selbst manchmal die ('tschuldigung) dämlichsten Fragen. Mich hat da leider schnell die Geduld mit ihr verlassen.
Was mir allerdings die Geschichte am meisten vermiest hat, war die Tatsache, dass so viele Details einfach keinen Sinn gemacht haben: Die Reaktionen der Charaktere in verschiedenen Situationen und Konflikten; manche Erklärungen (oder vielmehr das Fehlen der Erklärungen) für Vorfälle im Haus; Todds Begründung für seine Schwärmerei für Sierra. Überhaupt bin ich mit den Verhältnissen der Charaktere untereinander überhaupt nicht klar gekommen. Wer im einen Moment noch verfeindet war, sitzt im nächsten gemeinsam in der Schulkantine oder macht zusammen Hausaufgaben. Oft gab es keinerlei Erklärung dazu. Und wenn doch, dann waren diese in der Regel sehr windig oder schlicht unstimmig.

Es ist ziemlich schade, dass Cortney Pearson nicht mit etwas mehr Struktur an dieses Buch herangegangen ist. Denn wie gesagt, die Grundstory ist wirklich gut. Ab und an gelang es dann sogar doch, der Geschichte eine dichte Stimmung zu verleihen, die mir geholfen hat, mir vor allem das Haus selbst sehr gut vorstellen zu können. Außerdem gibt es einige sehr spannende Momente und sogar ein, zwei Überraschungen, die mir ein lautes "Woah!" entlocken konnten.
Genug, um Phobic von Cortney Pearson wirklich zu retten, war es aber dennoch nicht. Dafür gab es einfach zu viel Unlogisches in dieser Geschichte. Vielleicht sieht es aber in Panic (keine Rezension), dem zweiten Buch der The Forbidden Doors Reihe anders aus. Dieses handelt zwar nicht von Piper - ihre Geschichte ist mit Phobic abgeschlossen - lehnt sich aber wohl an die Ereignisse in diesem Buch an.

Phobic erscheint am 8. September 2014 in den USA.

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Cover The Real Thing Englisch

Seit drei Jahren hat Emilia Johnson ihren besten Freund Eric Matua nun schon nicht mehr gesehen. Er ist sofort nach dem Schulabschluss zu seinem Onkel in sein Heimatland Samoa gereist, um dort eine Weile zu leben und zu arbeiten. Jetzt ist er endlich wieder in den Staaten und er lädt Em ein, den Sommer mit ihm in einer Ferienwohnung seiner Familie am Strand zu verbringen. Das lässt sich Emilia natürlich nicht entgehen. Sie vermisst ihren besten Freund schrecklich und ihre Gespräche via E-Mail über die letzten Jahre waren einfach nicht genug. Dass Em schon immer heimlich für Eric geschwärmt hat, kommt noch erschwerend hinzu.
Doch als sie an der Ferienwohnung ankommt, erwartet sie nicht der gemütliche, knuddelige Teddybär mit ein paar Kilo zu viel, den Emilia in Erinnerung hat. Der Eric, der sie begrüßt, ist durchtrainiert und noch attraktiver, als er sowieso schon immer für sie war. Glücklicherweise ist er innerlich aber immer noch der gleiche gute Kerl, den sie immer kannte.
Doch weder Emilia, noch Eric können die Anziehung zwischen den beiden lange leugnen, als die Funken zwischen ihnen zu sprühen beginnen. Doch drei Jahre sind eine lange Zeit - und beide sind vielleicht doch nicht mehr die gleichen Personen, die sie von früher kannten...

Was es genau mit den Veränderungen der Charaktere in The Real Thing von Cassie Mae auf sich hat, möchte ich euch zumindest in Ems Fall nicht vorenthalten, denn das spielt eine ganz entscheidende Rolle, sowohl für die Geschichte selbst, als auch diese Rezension. Was Eric nämlich nicht weiß, ist, dass Emilia einen ziemlich ernsten Fall von Internetsucht entwickelt hat. Ihre Nase steckt ständig in ihrem Telefon oder Laptop und alles, was sie tut, wird genauestens auf Facebook, Twitter und Goodreads dokumentiert. Die meisten ihrer Freunde, wie einen Jungen namens Scott, mit dem sie stundemlang chatten kann und der die romantischsten Geschichten erzählt, kennt sie mehr vom Bildschirm, als aus dem echten Leben. Emilia kann alles um sich herum vergessen, wenn sie erst einmal den Laptop, Handy oder Kindle vor sich hat.
Diese Problematik hat ganz unterschiedliche Auswirkungen auf dieses Buch gehabt. Zum einen wird man natürlich gezwungen, einen kritischen Blick auf sich selber zu werfen. Ich jedenfalls habe mich doch das ein oder andere Mal in Em wieder erkannt und das wird ganz sicher den meisten Menschen da draußen genauso gehen. Es ist ein Thema, das von vielen vielleicht belächelt wird, aber doch im Grunde ein sehr ernstes Problem darstellt. Für Emilia war es das zumindest allemal, als sie es erst einmal erkannt hat.
Das merkt man auch als Leser sehr schnell, denn nicht nur Eric hat Schwierigkeiten damit, dass Em lieber online zu sein scheint, anstatt Zeit mit ihm zu verbringen. Auch als Leser ist das oft ziemlich anstrengend. Denn mich hat Emilia wirklich oft damit genervt. Ich bin sicher, dass das zumindest zum Teil von Cassie Mae auch genau so beabsichtigt war. Trotzdem war es ein bisschen zu viel des Guten, vor allem, da der Großteil meiner Sympathie bei Eric lag, wenn es zum Konflikt zwischen den beiden kam.
Wie gesagt schleppt auch Eric sein Päckchen mit sich herum und das ist weitaus tiefschürfender und bedeutender, als Ems ständiger Drang, möglichst viele Likes zu bekommen. Eric ist mal eine andere Art Held. Wie gesagt war er früher eher rundlich und hat gekämpft, sein Gewicht zu verlieren. Sein Selbstbewusstsein ist aber immer noch nicht sonderlich stark, was ein paar der Namen seiner Vergangenheit nur noch gravierender macht. Ich fand es - trotz seinem Ballast - schön, einfach mal über einen ganz normalen Kerl zu lesen.
Die Beziehung zwischen Eric und Em konnte man sehr gut nachvollziehen und hat mir doch öfter mal ein verträumtes Lächeln entlockt. Auch wenn er hin und wieder ein wenig albern geraten ist, wird auch der Humor in The Real Thing ganz groß geschrieben. Vor allem Emilia passieren immer wieder die kuriosesten Dinge, die meist schon ganz lustig waren. Für Fans von Dr. Seuss sind übrigens ein paar ganz besondere Schmankerl eingebaut.

Das Einzige, was mich neben Ems extremer Abhängigkeit vom Internet und dem damit einhergehenden Rattenschwanz an Problemen an The Real Thing gestört hat, ist der teilweise etwas schlampige Aufbau. Viele grundlegende Dinge, wie Wohnorte, Hintergründe, Familienerläuterungen usw. wurden nur beiläufig bzw. undurchsichtig erklärt, oder gleich komplett weggelassen.
Ganz interessant war The Real Thing von Cassie Mae aber dennoch. In Emilias Verhältnis zum Internet werden sich viele von uns vermutlich wiedererkennen. Auch wenn es oft etwas anstrengend mit ihr war, war es doch aber auch immer unterhaltsam. Und Eric ist mal ein etwas anderer Held, als der ewige gutaussehende Playboy. Wer mit einer etwas zu quirligen Geschichte klarkommt, bei der man bei mancher Erklärung mal ein Auge zudrücken muss, der bekommt mit The Real Thing von Cassie Mae eine wirklich niedliche Friends to Lovers Romanze.

The Real Thing erscheint am 19. August 2014.

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