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Cover Worth the Risk Englisch

Die 26-jährige Hannah Walker verbringt ihre Zeit damit, Kindern, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind, mit Therapie-Reiten zu helfen. Sie selbst weiß ganz genau, was es bedeutet physisch und psychisch gebrochen zu sein. Vor 12 Jahren ist ihr etwas Schreckliches widerfahren und sie leidet heute noch unter den Folgen. Albträume, Narben und Angst vor Menschen gehören noch zu den harmlosesten Dingen, die sie nach wie vor verfolgen. An eine Beziehung zu einem Mann war bisher gar nicht zu denken.
Doch dann begegnet ihr durch Zufall Stephen McKinney in einem Supermarkt. Obwohl er groß, kräftig und einschüchternd ist, fühlt sie sich bei ihm erstaunlich wohl. Trotzdem traut sie der Sache nicht, als Stephen sie spontan zum essen einlädt. Was will ein Mann wie er, dem die Welt zu Füßen liegt, schon mit einem schüchternen Mauerblümchen wie ihr?
Doch was Hannah nicht ahnt, ist dass Stephen seine ganz eigenen Dämonen zu bekämpfen hat. Vor fünf Jahren hat er den wichtigsten Menschen in seinem Leben verloren und wurde seitdem nur von Wut und Rachegedanken angetrieben. Doch irgendetwas in der ruhigen und unschuldigen Hannah nimmt ihn vom ersten Augenblick an ein und beruhigt ihn. Stephen weiß allerdings ganz genau, dass er und seine düsteren Gedanken tief in seinem Inneren alles andere gut für Hannah sind...

Worth the Risk von Claudia Connor ist wirklich ein extrem emotionales Buch. Schon auf den ersten paar Seiten kamen mir immer wieder die Tränen, als wir diese beiden sehr gebrochenen Charaktere kennenlernen. Vor allem Hannah ist gerade in dieser Phase wirklich ein Häufchen Elend. Sie hat nur wenig Selbstbewusstsein, besonders was Männer angeht und will es eigentlich auch gar nicht haben. Sie hat gelernt argwöhnisch zu sein und bisher auch nicht wirklich etwas vermisst. Dafür hat ein anderer Mann vor 12 Jahren gesorgt. Doch irgendetwas hat Stephen, das Hannah motiviert, aus ihrer Isolation zu kommen. Stephens Abgründe sind da schon ein bisschen komplizierter zu durchschauen und sorgen dafür, dass der gutaussehende und im Grunde sehr nette und intuitive Playboy nicht zu eindimensional daherkommt.
Trotzdem hat mir etwas gefehlt in der aufkeimenden Beziehung zwischen Hannah und Stephen. Vielleicht weil sie sich zu langsam und perfekt entwickelt. Das ist zwar genau das, was Hannah braucht und ich habe es ihr auch gegönnt, aber die kleinen Rückschläge, die sie und Stephen erleiden, ändern dennoch nichts daran, dass irgendwie der Pfeffer gefehlt hat. Außerdem ist Hannah schon eine ganz schöne Jungfrau in Nöten. In gewisser Hinsicht konnte ich darüber hinweg sehen, nach allem, was sie erleiden musste (ich weiß, ich spiele immer nur auf diese "große Sache" an und dass ihr wahrscheinlich denkt, ihr wisst eh schon was es ist - doch da liegt ihr vermutlich falsch. ;) Was Hannah da widerfahren ist, drehte mir wirklich den Magen um), aber trotzdem hat es mich irgendwann genervt, wie sehr sie sich immer auf andere verlassen muss. Sie ist etwas genervt von ihren überfürsorglichen Brüdern, doch wenn es darauf ankommt, merkt man immer wieder, dass sie diese Unterstützung braucht. Ich mochte Hannah, aber ein bisschen mehr Courage hätte ich trotzdem gerne in ihr gesehen.
Gerade gegen Ende, denn hier packt Claudia Connor nochmal jede Menge Drama aus - fast schon zu viel. Während dem Lesen ist mir das gar nicht so aufgefallen; da war ich vermutlich dann doch zu vertieft in die Geschichte. Doch als ich rückblickend auf die letzten 20 Prozent geschaut habe, waren diese doch schon ziemlich übertrieben. Es hat zwar alles irgendwie zusammengehangen und Sinn ergeben, aber es war einfach zu dick aufgetragen.

Gefallen hat mir Worth the Risk von Claudia Connor am Ende aber doch. Das Setting mit der Farm und dem therapeutischen Reiten hat mir gut gefallen und viele Möglichkeiten geboten. Wie schon im ersten Buch haben mir aber besonders die Horden von Kindern gefallen. Die McKinneys sind eine riesige Sippe und auch, wenn auch hier die schiere Menge ein bisschen übertrieben ist und ich bei all dem Nachwuchs schnell den Überblick verloren habe, war es trotzdem irgendwie schön. Überhaupt spielt die Familienbande in Worth the Risk eine extrem große Rolle, denn sowohl Stephen, als auch Hannah brauchen ihre Familien, ob sie wollen oder nicht.

Da gibt es noch eine Menge Potenzial für zukünftige Geschichten in dieser Großfamilie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die nächste Geschichte von Stephens Bruder T.J. handeln wird. Doch auch bei den Walker Brüdern gäbe es einige Möglichkeiten. Vielleicht gibt es ja auch bald eine "Walker"-Reihe.
Worth the Risk erscheint am 20. Januar 2015.

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Cover This Shattered World Englisch

Enthält leichte Spoiler für These Broken Stars.

Captain Jubilee "Lee" Chase ist eine Legende auf dem Militärstützpunkt des abgelegenen Planeten Avon. Sie ist tapfer, findet aus fast jeder Situation einen Ausweg und schafft es immer wieder Aufstände der Einheimischen niederzuschlagen, die unzufrieden mit der Machtstellung des Militärs und dem mangelnden Fortschritt des Terraforming auf ihrem Heimatplaneten sind. Am wichtigsten jedoch: Keiner hat es je so lange wie Jubilee auf Avon ausgehalten, ohne Opfer der geheimnisvollen Krankheit Fury zu werden, die die Betroffenen aggressiv und fast schon wahnhaft werden lässt und oft in einem Blutbad endet. Nur die Einheimischen scheinen immun dagegen zu sein.
Dann tut einer der Rebellen etwas, das entweder unglaublich mutig oder dumm ist: Er entführt Jubilee und bringt sie in das Versteck der Fianna, wie sich die Rebellen selbst nennen. Doch ihr Entführer, der sich als niemand anderes als Flynn Cormac herausstellt, dem Bruder der gefürchtetsten Rebellin aller Zeiten, ist so ganz anders, als sie erwartet hat. Flynn ist weder fanatisch, noch kaltblütig und schon gar nicht ungebildet. Er träumt von einer Zukunft ohne Krieg, die er versucht mit Worten zu erreichen, anstatt mit Waffen.
Doch als die anderen Rebellen entschließen, Jubilee zu töten, muss sich Flynn entscheiden: Für seine eigenen Leute, oder für die einzige Möglichkeit Frieden zu finden. Außerdem ist Jubilee vielleicht Flynns einzige Chance herauszufinden, was genau auf Avon vor sich geht und wieso der Planet Jahre hinter seiner Entwicklung herhinkt...

Denn das Geheimnis, auf das Jubilee und Flynn auf Avon in This Shattered World von Amie Kaufman und Meagan Spooner stoßen, bestimmt über die Zukunft allen Lebens auf diesem Planeten. Die beiden haben also alle Hände voll zu tun in dieser Geschichte.
In der ersten Hälfte geht es aber erst einmal hauptsächlich um die Charakterentwicklung. Flynn und vor allem Jubilee müssen über jede Menge Vorurteile hinwegkommen. Jubilee ist eine Soldatin durch und durch und somit fällt es ihr extrem schwer von ihrer vorgefertigten Meinung und Loyalität abzukommen. Sie ist zwar keine kopflose Kampfmaschine, aber sie ist es dennoch gewohnt, ihren Befehlen zu folgen, ohne große Fragen zu stellen. Umso schöner war es zu sehen, wenn Flynn es jedes Mal aufs Neue gelingt, zu ihr durchzudringen. Auch er ist seinen Leuten gegenüber loyal, aber viel offener, wenn es darum geht Lösungen zu finden und überrascht sowohl Jubilee als auch den Leser immer wieder damit.
Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass nicht jeder Leser mit Jubilee warm werden wird. Sie ist doch ein eher kühler Charakter, von dem man nicht allzuviel Warmherzigkeit erwarten sollte. Außerdem ist sie ziemlich stur. Ich mochte sie aber, wahrscheinlich gerade weil sie so stark und selbstbewusst war. Flynn auf der anderen Seite muss man einfach mögen. Er ist charmant und liebenswürdig und vielleicht auch ein bisschen idealistisch, aber das macht ihn nur noch sympathischer. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der beiden gehalten und so werden die Unterschiede zwischen ihnen nur noch offensichtlicher. Das macht aber auch ihren wackeligen Waffenstillstand und später ihre zaghaften Annäherungen nur umso glaubhafter und schöner zu lesen.

Im Laufe der Geschichte schlägt die Handlung aber eine andere Richtung ein. Wie gesagt gehen ein paar sehr merkwürdige Dinge auf Avon vor, wovon die Fury nur ein kleiner Teil ist. Das ist auch das Element, das This Shattered World und den ersten Teil These Broken Stars miteinander verbindet. Denn die Dinge, die sich damals bei Lilac und Tarver abspielten, haben eine direkte Verbindung zu den Geschehnissen auf Avon. Trotzdem braucht man keinen billigen Abklatsch vom ersten Teil befürchten. Nicht nur werden uns ein paar völlig neue Informationen geliefert, auch die ganze Atmosphäre der Geschichte ist anders. This Shattered World ist wesentlich bodenständiger als sein Vorgänger. Es gibt etwas weniger phantastische Elemente, stattdessen liest es sich etwas mehr wie eine Dystopie. Trotzdem, den Charme und ihren ganz besonderen Stil haben die beiden Autorinnen auch in diesem Buch beibehalten. Und was Fans von These Broken Stars vermutlich besonders glücklich machen wird: Tarver und Lilac spielen ebenfalls eine Rolle.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir This Shattered World von Amie Kaufman und Meagan Spooner sogar noch besser gefallen hat, als sein Vorgänger. Es war actiongeladener und erwachsener und dabei dennoch sehr sympathisch mit einer Menge berührender Szenen.
Das letzte Buch, das auf dem Planeten Corinth spielen wird, werde ich mir deshalb auf keinen Fall entgehen lassen.

This Shattered World erscheint am 23. Dezember 2014.

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Cover Bad Romeo Englisch

Die erfolgreiche Theaterschauspielerin Cassie hat eine Traumkarriere hingelegt. Sie ist talentiert, facettenreich und verleiht jeder ihrer Rollen das gewisse Etwas. Kein Wunder also, dass sich die Produktionen um sie reißen. Doch ihr Privatleben hat sie lange nicht so gut im Griff. Cassie hat einen belanglosen One Night Stand nach dem anderen, alles nur in der Hoffnung etwas zu fühlen.
Und Schuld daran trägt ein Mensch allein: Ethan Holt. Als Ethan und Cassie sich damals auf der Schauspielschule kennengelernt haben, hat es von Anfang an zwischen den beiden geknistert - sowohl auf der Bühne, als auch hinter dem Vorhang. Doch Ethan hat sich immer standhaft geweigert, der offensichtlichen Anziehung zwischen den beiden nachzugeben. Zumindest, bis er und Cassie bei einem Stück in den Titelrollen zu Romeo & Julia gecastet wurden. Doch ihre frischgebackene Romanze stand unter keinem guten Stern und Ethan bricht schon nach kurzer Zeit Cassies Herz.
Nun, Jahre später, ist er zurück in ihrem Leben, denn die männliche Hauptrolle in dem Stück, in dem sie demnächst am Broadway auftreten soll, konnte niemand anderes als Ethan ergattern. Cassie ist festentschlossen, ihre Fehler von früher nicht nocheinmal zu wiederholen. Doch Ethan hat seine Gründe, warum er gerade jetzt zurück nach New York gekommen ist...

Bad Romeo / Wohin du auch gehst von Leisa Rayven ist eines der Bücher, dass mich schon nach den ersten fünf Seiten dermaßen gepackt hat, dass ich es nicht mehr weglegen konnte. Die Geschichte wird in zwei verschiedenen Zeitspannen erzäht: In der Gegenwart treffen sich Cassie und Ethan nach Jahren in New York wieder und in der Vergangenheit lernen sie sich bei der Aufnahmeprüfung für The Grove, ihrer Schauspielschule, gerade erst kennen. Ich bin ehrlich gesagt eigentlich kein großer Fan von Rückblenden, weswegen ich erwartet hatte, so meine Probleme mit dieser Erzählweise zu haben. Doch Leisa Rayven hat es wirklich ganz geschickt geschafft, ihre beiden Erzählstränge parallel zu präsentieren. Dabei legt sie aber - zumindest am Anfang des Buchs - noch wesentlich mehr wert auf die Vergangenheit. Wir erfahren, wie sich die beiden kennengelernt haben, und wie sich ihre Beziehung von Feinden, zu Freunden und schließlich zum Paar entwickelt hat. Das ist auch ziemlich wichtig, denn so gut wie alles, was in der Vergangenheit passiert ist, tangiert sie auch irgendwie in der Gegenwart. Langsam aber sicher setzt sich so das Bild zusammen, wie Cassie und Ethan zu den Menschen geworden sind, die sie heute sind.
Das ist nämlich fast das Spannendste an Bad Romeo / Wohin du auch gehst: Die Charakterentwicklung. Zu Beginn der Geschichte ist Cassie ein gutbehütetes Mädchen, das zum ersten Mal alleine in die Welt geht. Sie ist manchmal ein bisschen unbedarft und möchte unbedingt von allen gemocht werden. Ethan ist ihr Gegenstück. Er ist ein Einzelgänger, meistens ziemlich grießgrämig und hatte eine ziemlich bewegte Vergangenheit. Ich mochte beide Charaktere wirklich unheimlich gern. Cassie ist nicht auf den Mund gefallen und meistens ziemlich ehrlich und auch wenn sie sich sehr viel von Ethan gefallen lässt, bei dem ich mich normalerweise längst beschwert hätte, warum sie denn kein Rückrat zeigt, kam mir Cassie dabei doch irgendwie nie unterwürfig oder dumm vor. Außerdem lässt sie kein Fettnäpfchen aus, was oftmals wirklich urkomisch ist. Auch Ethan ist nicht der stereotype Bad Boy, der er zunächst zu sein scheint und schon nach kurzer Zeit hat er mir das Herz zerrissen, einfach weil er mir so leid tat. Gerade ihre Gegensätze haben ihr Miteinander aber natürlich so spannend gemacht. Das ist allerdings noch gar nicht mal der Knackpunkt. Das eigentlich Interessante ist nämlich, dass sich in der Gegenwart ihre Rollen vertauscht haben. Ethan ist offen und ehrlich und bereit an sich zu arbeiten und Cassie ist der verbitterte Gefühlskrüppel. Es war wirklich packend zwischen diesen beiden Kontrasten hin und her zu springen und der Ursache auf den Grund zu gehen.
Auch Leisa Rayvens Schreibstil ist großartig, humorvoll, clever und flüssig. Es hat wirklich riesigen Spaß macht, von ihrer bzw. Cassies Stimme durch die Geschichte geführt zu werden. Gerade für einen Debütroman ist der Stil wirklich ganz wunderbar, sowohl in den humorvollen, als auch den emotionalen Momenten.

Bad Romeo / Wohin du auch gehst ist der erste Teil der zweiteiligen The Starcrossed Series / Bad Romeo & Broken Juliet. Der zweite Teil, Broken Juliet / Ich werde immer bei dir sein, erscheint im April 2015. Das fühlt sich moment verdammt weit entfernt an, denn Leisa Rayven hat ihre Geschichte an einer sehr interessanten Stelle unterbrochen - in einer Zeitebene wird man sehr hoffnungsvoll zurück gelassen, in der anderen am Boden zerstört. April kann von daher gar nicht früh genug kommen.
Doch erst einmal muss Bad Romeo / Wohin du auch gehst am 23. Dezember 2014 als E-Book erscheinen; das Taschenbuch folgt am 22. Januar 2015. Wenn ihr Romantik, Humor und sehr individuelle Charaktere mögt, dann macht euch damit selbst ein Weihnachtsgeschenk. Ihr werdet es nicht bereuen. :)

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Cover Lover Avenged Englisch

Enthält eventuell leichte Spoiler für die übrigen Bücher der Black Dagger Brotherhood Reihe.

Rehvenge, auch "Der Reverend" genannt, hat sein eigenes Königreich in der Unterwelt von Caldwell. Er besitzt diverse Clubs, mit denen er sein Geld verdient, unter anderem auch das legendäre ZeroSum, dem Stammclub der Brotherhood. Das wirklich große Geld macht Rhev allerdings mit den Drogen, Prostituierte und verschiedenen anderen Geschäften, die in seinem Club über die Bühne laufen.
Doch das ist bei Weitem noch nicht Rehvs dunkelstes Geheimnis. Denn was nur wenige über ihn wissen: Er ist nur zur Hälfte Vampir...sein Vater war ein Sympath - und diese kaltblütigen und manipulativen Kreaturen sind nirgendwo gerne gesehen. Eine Person gibt es bereits, die ihn nun schon seit 25 Jahren mit diesem Wissen erpresst und ihm jeden Monat wieder aufs Neue das Schlimmste abverlangt, was Rehv zu geben hat.
Lange Zeit hat sich Rehv seinem Schicksal ergeben und damit abgefunden, dass dies nunmal sein Leben ist.
Doch dann begegnet ihm Ehlena. Die Krankenschwerster ist ihm schon ein paar Mal in Havers Klinik aufgefallen - schließlich ist sie eine der wenigen Frauen, die sich nicht instinktiv vor ihm zu fürchten scheinen. Sie scheint ihn allerdings dennoch nicht sonderlich zu mögen. Rehv kann allerdings nicht einfach so aufgeben, bevor es überhaupt angefangen hat. Doch das heißt noch lange nicht, dass Rehv auch gut für Elehna ist...

Cover Racheengel Deutsch

Rehvenge spielt schon lange Zeit eine große Rolle in J. R. Wards Black Dagger Brotherhood. Immer wieder haben wir kleine Details über ihn und seine Identität erfahren, doch er war dennoch stets ein Mysterium. Nun bekommt er mit Lover Avenged / Racheengel & Blinder König sein eigenes Buch und endlich wird Licht ins Dunkel gebracht. Wir erfahren mehr über seinen echten Vater, über seine Mutter und über sein Leben als Sympath und welchen gravierenden Einfluss das auf sein Leben hat. Gerade dieser Teil der Geschichte war faszinierend - auf eine sehr morbide und erschreckende Art und Weise. Diese Wesen sind wirklich ein Fall für sich und es ist kein Wunder, dass die Vampire die Sympaths soweit wie möglich von sich entfernt wissen wollen. Ganz besonders über die berüchtigte Prinzessin wollte ich schon lange mehr erfahren. Sie war immer wieder für einige schreckliche und fast schon barbarische Szenen gut. J. R. Ward hat ganze Arbeit geleistet, die Sympaths ebenso faszinierend wie erschreckend zu machen.
Rehv macht große Entwicklungen in diesem Buch durch. Für ihn ist es unvorstellbar, dass er jemals gut genug für jemanden wie Ehlena sein könnte. Er ist Zuhälter, Drogenbaron und einfach ein ziemlicher Allround-Krimineller, der selbst seine Liebsten notgedrungen jeden Tag anlügt. Ehlena dagegen kümmert sich um ihren kranken Vater, arbeitet schwer, um die beiden einigermaßen über Wasser zu halten und ihr liegt immer das Wohl der anderen am Herzen. Rehv kann gar nicht anders, als sich in sie zu verlieben. Am Anfang war ich etwas besorgt, dass sich Rehv verbiegen müsste, um zu Ehlena zu passen. Doch zum Glück ist sie kein so extrem überkorrekter Gutmensch, wie sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Sie holt aber das Beste aus Rehv heraus, ohne seinen komplizierten Charakter, der mir im Laufe der Bücher ans Herz gewachsen ist, kaputt zu machen. Besonders, als sie die ganze Wahrheit über ihn erfährt, werden die beiden auf eine sehr Probe gestellt...

Cover Blinder König Deutsch

Doch irgendwie wurde Rehvenge und Ehlenas Geschichte durch all die anderen Entwicklungen ein wenig in den Hintergrund verdrängt. Wrath hat zum Beispiel eine extrem große Bedeutung für dieses Buch und für ihn und Beth tun sich einige unschöne Entwicklungen auf. Grundsätzlich finde ich es ja schön, immer wieder von geliebten alten Charakteren zu hören, doch er hat Rehvenge und Ehlena manchmal wirklich die Show gestohlen.
Ähnlich ging es auch manchmal mit John zu. Bei ihm ändert sich ebenfalls viel im Laufe von Lover Avenged / Racheengel & Blinder König und nur das Wenigste davon war positiv. Da er aber schon immer - gemeinsam mit Qhuinn und Blay - einer meiner Lieblinge ist, hat es mich natürlich kein bisschen gestört, dass es viel von ihm zu sehen gab. Außerdem ist es die perfekte Einleitung für das nächste Buch, Lover Mine / Vampirseele & Mondschwur. Und nach diesem dramatischen Ende von Lover Avenged / Racheengel & Blinder König wird es definitiv nicht lange dauern, bis ich auch dieses Buch lesen werde.

Mein Fazit: Obwohl es wie gesagt gleich mehrere Charaktere gab, die den Hauptpersonen den Rang streitig gemacht haben, ist Lover Avenged / Racheengel & Blinder König dennoch definitv eines der besten Bücher der Black Dagger Brotherhood Reihe - zumindest bisher. Wir erleben hier eine ganz neue Seite der Vampire und ihrer entfernten Verwandten - den Sympaths - und das lässt noch jede Menge tolle Einfälle von J. R. Wards Seite für die Zukunft erwarten.

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Cover White Nights Englisch

Solange Radimir denken kann, ist er schon in seinen besten Freund Aleksandr verliebt. Das war schon so, als sie noch in St. Jahre später Petersburg gemeinsam in die Schule gingen und hat sich auch jetzt nicht geändert, Jahre später, als er hunderte Kilometer entfernt auf Spitzbergen wohnt. Zeit und Entfernung haben nichts an Radimirs Gefühlen geändert, auch wenn er alles daran gesetzt hat, über Aleksandr hinweg zu kommen. Für viele ist er deswegen ein Player - auch für Aleksandr, der deswegen Radimirs Gefühle niemals ernstnehmen könnte. Selbst dann nicht, als eine einsame, kalte Nacht die beiden zusammen in ein Bett bringt. Er hat Radimir über die Jahre mit zu vielen verschiedenen Männern gesehen.
Doch als eine Tragödie Aleksandr Familie ereilt, muss er doch einsehen, dass alles, was er bisher gesucht hat, vielleicht genau vor seiner Nase sein könnte...

White Nights ist eine kurze Novelle von T. T. Kove aus ihrer Arctic Love Reihe. Wirklich überzeugen konnte sie mich aber leider nicht wirklich damit. Zum einen liegt das an dem extrem simplen und fast schon amateurhaften Schreibstil. Er ist sehr plump, mit häufigen Wiederholungen und nur selten gelungen eingebauten Stilmitteln. Das liegt mitunter sicher daran, dass T. T. Kove gebürtige Norwegerin ist, was sich, obwohl sie natürlich wahnsinnig gut spricht, dennoch im Schreibstil widerspiegelt.
Auch sonst gibt die Geschichte nicht allzu viel her. Radimir ist als Charakter zwar okay, aber auch nicht wirklich einprägsam. Aleksandr ist das zwar schon eher - allerdings eher im negativen Sinne. Er ist anstrengend und ziemlich zickig. Außerdem hatte er große Probleme zu seinen eigenen Gefühlen zu stehen und ist mir damit sehr oft gehörig auf die Nerven gegangen.
Mit dem Umfeld sieht es leider ebenfalls nicht wirklich besser aus. Zwar fand ich die Schauplätze, die zwischen Spitzbergen und St. Petersburg hin und her sprangen, sehr spannend und interessant und die Autorin hat sich auch wirklich bemüht viele lokale Besonderheiten einzubauen, doch gerade was die anderen Charaktere betrifft, war mir die Geschichte dann doch wieder zu einseitig. Ausnahmslos jeder Charakter in dieser Novelle ist homosexuell, was etwas zu übertrieben war und auch nicht wirklich zur Lokalität gepasst hat, insbesondere Russland.

Deshalb konnte mich White Nights von T. T. Kove leider nicht wirklich überzeugen und ich würde es maximal für eine ganz schnelle Lektüre für zwischendurch empfehlen.
White Nights erscheint am 14. Januar 2015.

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