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Cover Clara und die Granny-Nannys deutsch

Clara Behrens ist zu Besuch bei ihrer Mutter und merkt einmal mehr, dass Else mit dem Alter hadert. Während sie im Kopf noch hellwach ist, macht ihr Körper viele Dinge nicht mehr so einfach mit. Und Else wurmt es um so mehr, dass sie so gern noch etwas erleben wollen würde, es aber nicht mehr kann.
Unbewusst redet sie ihrer Tochter damit ins Gewissen, die mit ihrem Leben als Lehrerin ebenfalls nicht sehr glücklich ist. Zu allem Überfluss fliegt ihr Sohn Leon nun bald für ein Jahr in die USA und sie wird ihn schrecklich vermissen.

Auf dem Heimweg denkt Clara über ihre Mutter und deren Worte nach und plötzlich hat sie die Idee! Eine Agentur für Frauen im besten Alter, die noch etwas erleben wollen und eine Chance erhalten sollen auf ein neues Abenteuer. Zu ihrer Überraschung ist ihr Mann Tommi ebenfalls begeistert und verspricht sie zu unterstützen. Da er bei einer Zeitung arbeitet, sind die Grundsteine schnell gelegt.
Claras Agentur wird in der Zeitung erwähnt und auch ein TV-Sender berichtet über sie. So erreicht sie auch ihre ersten Grannys.

Suse Hartema arbeitet in der Küche im Restaurant 'Die Robbe'. Zusammen mit ihrem Bruder hat sie vor 20 Jahren die Wirtschaft von ihren Eltern übernommen. Eigentlich macht es ihr Spaß in der Küche zu stehen, aber während sie gern eine Gastronomie aufziehen will reicht es ihrem Bruder völlig aus einen Imbiss zu führen. Da prallen regelmäßig Welten aufeinander und so langsam reicht es Suse. Da sieht sie auf der Zeitung, in die der stinkende Fisch eingewickelt ist, Claras Anzeige.
Suse muss nur kurz darüber nachdenken und denkt sich 'Das ist es!'. Als sie ihren Bruder damit konfrontiert ist der mehr als erheitert. Er gibt seiner Schwester keinen Monat, bis die wieder nach Hause zurück kehrt. Er ist davon überzeugt, dass er den Laden mit Links schmeißt. Dann soll er mal zusehen.

Karen Parotat hat es geschafft! Der letzte Arbeitstag liegt hinter ihr und vor ihr ganz viel Ruhe und Entspannung. Ihre Tochter Anne sieht das ganz anders. Jetzt, wo ihre Mutter in den Ruhestand gegangen ist, kann sie sich ja um die zwei Enkelkinder kümmern und Anne karrieremäßig richtig durchstarten. So spannt sie ihre Mutter gleich am ersten Tag ein und erzählt ihr die Babysitterin sei krank. Na das fängt ja gut an. Eigentlich mag Karen ihre Enkelkinder, aber wenn sie eins nicht leiden kann, dann bevormundet zu werden. Weil sie aber nie Nein sagen kann, gibt sie nach und fährt zu ihrer Tochter.
Karen soll sich wohl nicht nur einfach darum kümmern, dass ihre Enkelkinder den Tag überstehen, sie muss ebenfalls einkaufen gehen, denn der Kühlschrank ist leer. Also schnappt sie sich ihre zwei Enkel und fährt einkaufen.
Dort trifft sie unverhofft auf die Babysitterin, die einen erstaunlich gesunden Eindruck macht. Durch sie erfährt sie auch von der Absicht ihrer Tochter sie als regelmäßige Babysitterin einzusetzen. Das kommt ja gar nicht in die Tüte.
Sobald am frühen Abend ihr Schwiegersohn die Haustür aufschließt ist Karen weg. Daheim schmeißt sie sich in den Sessel und sieht beim Durchschalten im TV eine kleine Reportage. Diese Clara Behrens hat eine tolle Idee und Karen denkt sich, warum nicht? Soll Anne sehen wie sie allein klar kommt, Karen braucht dringend einen Tapetenwechsel.

Die letzte im Bunde ist Hanni Wiesinger. Hanni wäre gern an Karens Stelle. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als sich um Enkelkinder zu kümmern. Ihr Sohn Ben und seine Frau Gitta haben es damit aber überhaupt nicht eilig.
Nachdem ihr Ehemann vor 3 Jahren verstorben ist, ist Hanni allein in dem Häuschen und weiß nicht so recht etwas mit sich anzufangen. Der einzige Lichtblick ist der Sonntag, denn da kommt Ben sie besuchen und dann kann sie ihn umsorgen. Ben ist allerdings nicht mehr in dem Alter von seiner Mutter betüttelt zu werden und will ihr vorsichtig einen Vorschlag machen. Er hat von einer Agentur gehört, die Frauen sucht die sich gern um Kinder kümmern und bereit sind mal etwas anderes zu machen. Das wäre doch etwas für seine Mutter. Sie kann schließlich nicht immer nur allein in ihrem Häuschen sitzen und darauf warten, dass er sie besuchen fährt.
Hanni ist entsetzt. Will Ben sie etwa los werden? Wie soll sie sich denn in einer anderen Umgebung zurecht finden?
Einige Tage denkt Hanni über die Anzeige nach. Hat Ben vielleicht doch Recht? Braucht sie mal etwas anderes in ihrem Leben? Nach langem zögern meldet sie sich schließlich bei Clara und meldet sich für die Agentur an.

Ein paar Wochen später erhalten alle drei Damen Post. Für sie sind Gastfamilien gefunden worden - in Berlin! Am 01. Oktober geht es los. Während Hanni glaubt jetzt hat ihr letztes Stündlein geschlagen, freut sich ihr Sohn Ben sehr für sie.
Suse ist schon ganz aufgeregt, aber Bodo belächelt sie und ist sich sicher, dass seine Schwester nicht lange bleiben wird.
Auch Karen ist erfreut und kann es kaum erwarten. Ihre Tochter hingegen nimmt es ihr verdammt übel, dass sie einfach so abhaut um sich um fremde Kinder, statt um ihre eigene Familie zu kümmern.
So landen am Ende alle drei in Berlin und haben keine Ahnung worauf sie sich da bloß eingelassen haben.

Nachdem ich vor einem Jahr Eva und die Apfelfrauen von Tania Krätschmar gelesen hatte und es mir sehr zugesprochen hat, wollte ich Clara und die Granny-Nannys natürlich auch unbedingt lesen. Ähnlich wie auch schon bei Eva und die Apfelfrauen haben mich die Charaktere schnell für sich einnehmen können. Jede der drei Damen hat etwas Spezielles für sich und geht mit der ihr gesetzten Aufgabe anders um. Von allen drei Damen war ich am meisten von der Entwicklung von Hanni überrascht und auch erfreut. Aber alle drei entwickeln sich gut weiter und lernen mit den ihn gesetzten Aufgaben umzugehen. Das hätte nicht jeder geschafft und wahrlich auch nicht jeder gewollt.

Sehr niedlich sind die kleinen Kartentexte über vielen Kapitelüberschriften. Ansonsten bekommt man von Clara nicht viel mit. Sie hat das erste Kapitel für sich und taucht danach nur noch durch diese Texte auf bis zum Ende. Dann gibt es auch noch einen Abstecher zu ihr und ihrer Familie. Das ist auf der einen Seite einfacher für den Leser, weil er sich so auf die drei Hauptpersonen konzentrieren kann, auf der anderen Seite fehlt so ein wenig der Bezug zum Titel. Ich hatte mir dadurch mehr von Clara erwartet.
Man kann sich übrigens sehr gut in die Probleme der Granny-Nannys einfühlen, auch wenn man vielleicht erst die Hälfte der Lenze zählt ^^ Mir hat es jedenfalls Spaß gemacht und ich habe die Zeit in Berlin mit Karen, Suse und Hanni sehr genossen.

Einen lieben Dank an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Cover Zero at the Bone Englisch

Bis vor Kurzem war Jack Francisco ein auf Gesichtsrekonstruktionen spezialisierter Chirurg. Doch seit er auf dem Heimweg vom Krankenhaus im Parkhaus einen Mafiamord beobachtet, hat sich sein Leben drastisch geändert. Nun ist Jack Kronzeuge im Prozess gegen die Mörder, trägt einen neuen Namen und das Zeugenschutzprogramm hat ihn nach Las Vegas verschlagen. Als könnte sein Leben nicht noch komplizierter werden, wird ein Killer auf ihn angesetzt.

D. ist dieser Killer. Er wird von Unbekannten erpresst, Jack umzubringen. Auch wenn D. den Ruf hat, eiskalt zu sein, bringt er unschuldige Menschen normalerweise nicht um. Und doch scheint D. dieses Mal keine Wahl zu bleiben. Wirklich keine? Als D. Jack in Las Vegas gegenübersteht, bringt er es nicht über sich, diesen Mann umzubringen. Stattdessen nimmt sich D. Jacks an und so sind plötzlich zwei ungleiche Männer auf der Flucht vor verschiedensten Verfolgern. Da sind die Mafiabrüder, die Jack wirklich gerne eliminiert hätten, die Unbekannten, die anscheinend eine Rechnung mit D. offen haben und die Polizei und das Zeugenschutzprogramm, welche eindeutig infiltriert sind.

Als wäre alles nicht schon verzwickt genug, entspinnt sich bald eine vorsichtige Freundschaft zwischen den beiden, die schnell von Anziehungskraft und Begehren verkompliziert wird. Und dabei sind Jack und D. so verschieden wie Feuer und Wasser...

Zero at the Bone / Eiskalt bis ins Mark von Jane Seville wurde mir nicht nur von einer, sondern gleich von mehreren Onlinefreundinnen empfohlen. Bei so viel Vorablob musste ich dann doch selbst gucken, was an der Geschichte dran ist. Und tatsächlich hat mich Zero at the Bone / Eiskalt bis ins Mark völlig umgehauen. Das Buch ist spannend von der ersten bis zur letzten Sekunde. Hinzu kommt, dass Jack und D. beide extrem faszinierende Charaktere sind:
Jack ist der erfolgreiche Arzt, der sich durch zwei verschiedene Spezialisierungen (Zahnmedizin und Chirurgie) hindurchgebissen hat und plötzlich ohne seinen Traumjob und sein Leben dasteht. Dass Jack schwul ist, hat ihn bislang nie in Schwierigkeiten gebracht, doch die aufkeimende Begierde für D. bringt Jack in mehr als einer Hinsicht in Teufelsküche...
D. ist der geheimnisvolle Killer, der einmal in der Armee war und auf mysteriöse Weise vom rechten Weg abgekommen ist. Seine geistige Gesundheit bewahrt er sich bei seinem Job auf zwei Weisen: seit Jahren schon schottet er sich von allen Gefühlen ab und außerdem sucht er sich nur Opfer aus, die aufgrund von Raub, Mord, Vergewaltigung und ähnlichen Sünden eine Bestrafung verdient haben. Dass es eigentlich nicht an ihm ist, Richter und Henker in einer Person zu spielen, weiß er natürlich, ignoriert das aber bewusst. Womit D. überhaupt nicht gerechnet hat, ist, dass Jack in der Lage ist, seine innerlichen Schutzwälle zu überwinden. Hinzu kommt eine sexuell Anziehungskraft, die für zusätzliche Explosionskraft zwischen ihnen sorgt...

Cover Zero at the Bone deutsch

Ja, Jack und D. waren zwei Protagonisten nach meinem Geschmack. Doch an Zero at the Bone / Eiskalt bis ins Mark haben mir andere Sachen noch besser gefallen. Da ist die Tatsache, dass auch Frauen hier eine große Rolle spielen. Um niemandem den Spaß an der Geschichte zu verderben, kann ich hier leider nicht in Details gehen. Aber lasst euch gesagt sein, dass in Zero at the Bone / Eiskalt bis ins Mark kaum einer der ist, der er zu sein scheint. Die Autorin, Jane Seville, zeigt hier mehr als einen genialen Handlungskniff und ich habe lange kein Buch mehr gelesen, in dem die Grenzen zwischen Gut und Böse solch Varianten an Grauschattierungen boten.

Etwas gewöhnungsbedürftig für den Leser ist D.s Sprachduktus. Ich habe das Buch im Original gelesen und da hat es schon ein paar Seiten gebraucht, bis ich sein yer, ya, ta, a, fer und was nicht alles denn entsprechenden Worten zu geordnet hatte. Interessehalber habe ich auch in die Leseprobe der Übersetzung reingelesen und auch hier wird schnell deutlich, dass D. kein Hochdeutsch spricht. Dennoch sollte man ihn nicht unterschätzen. D. ist extrem schlau und ganz sicher nicht ungebildet. Doch das zeigt sich nicht auf den ersten Blick, was es für den Leser interessanter macht und auch Jack erst lernen muss.

Ursprünglich hatte die Autorin einen Teil der Geschichte als Brokeback Mountain Fanfiction geschrieben. Das gibt es auch immer noch online zu finden und nach dem Reinlesen in mehrere Kapitel kann ich sagen, dass sich beide Geschichten sehr deutlich voneinander unterscheiden und ich demnach kein Problem damit habe, dass die Autorin ihre Geschichte noch einmal komplett umgeschrieben hat und dadurch etwas wirklich eigenständiges entstanden ist.
Ach ja, Jane Seville hat aber noch eine Menge anderer Fanfiction geschrieben. Ihr Internetpseudonym dafür ist Mad_Lori und meine nächste Rezension wird sich mit einem ihrer brillanten Fanfiction-Werke beschäftigen. Wer schon mal einen Blick riskieren will, hier ist ihr AO3-Profil.

Zero at the Bone / Eiskalt bis ins Mark war jedenfalls ein fantastisches Lesevergnügen und ein Buch, welches ich vermutlich nicht zum letzten Mal gelesen habe. Ich hoffe, Jane Seville macht ernst und schreibt irgendwann noch eine Fortsetzung. Kleinere Kurzgeschichten zu Jack und D. finden sich auf ihrer Homepage und man kann buchstäblich den Ärger am Horizont aufziehen sehen...

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Cover Chocolate Dreams at the Gingerbread Café englisch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der The Gingerbread Cafe -Reihe.

Lily könnte mit ihrem Leben gerade nicht glücklicher sein. Draußen blühen die Blumen und ihrem Herzen erblüht die Liebe. Seit einiger Zeit wohnen sie und Damon bereits zusammen und es gibt für sie kaum etwas schöneres.
In den Osterferien ist Charlie, Damons Tochter, bei ihnen zu Besuch und entgegen ihrer Befürchtungen ist Charlie die Liebenswürdigkeit in Person. Lily ist ganz vernarrt in die Kleine und Damon freut sich, dass seine Tochter keinerlei Probleme mit der neuen Frau an seiner Seite hat. Natürlich hilft auch der Umstand, das Lily die Inhaberin eines Cafés ist und seit Wochen mit nichts anderem als neuen Schokoladenkreationen beschäftigt ist. CeeCee und Lily bereiten sich akribisch auf das Schokoladen-Festival vor, das sie mit allen Shop Inhabern an ihrer Straße zusammen auf die Beine stellen. Dafür werden vor jedem Shop Tisch aufgestellt und verschiedene kleine Workshops angeboten.

Ausgerechnet jetzt meldet sich Joel, Lilys Ex-Mann, bei ihr und drängt auf ein Treffen. Lily ist alles andere als begeistert, hofft aber, dass sie ihn dann schnell wieder los wird. Sie erzählt Damon davon, der ebenfalls nicht glücklich ist darüber, ihr aber die Entscheidung lässt.
Ihre einzige Sorge ist, dass sie CeeCee nichts davon gesagt hat. Wenn sie das danach herausbekommt kann sich Lily warm anziehen und Joel erst recht. Auf diesen schmierigen Lappen ist Lilys Freundin und einzige Angestellte gar nicht gut zu sprechen.
Um endlich Frieden zu schließen, willigt Lily also in ein kurzes Gespräch ein - 10 Minuten gibt sie ihm. Danach will sich nach Hause zu Damon und Charlie um es sich gemütlich zu machen. Doch schnell wird klar, so schnell wird sie Joel nicht los.

Joel ist noch immer der Aufreißer, der er einmal war, doch sein Charme prallt an Lily ab. Also geht er aggressiv vor. Er ist pleite und Lily soll ihm Geld geben - genau genommen 20.000 Dollar. Die hat er ihr damals gegeben, damit sie das Café eröffnen kann. Dass er sie beinahe in den Ruin getrieben hat und zudem alles verspielt hat was sie je besaß, inklusive ihrem eigenen Haus, ist dabei völlig unerheblich. Er will sein Geld wieder und zwar plötzlich. Bei einem Anwalt war er bereits und wenn sie nicht zahlt, wird er dafür sorgen, dass sie das Café verkaufen muss.
Lily ist völlig fertig und bricht zusammen. Daheim berichtet sie Damon davon. Der ist stocksauer auf Joel und will Lily helfen. Doch Lily will das allein regeln.
Leider hat sie nicht so viel Geld und wird es auch nicht so schnell bekommen. Als am nächsten Tag ein Mann das Café betritt und es sich genau ansieht, ist Lily irritiert. Er klärt sie auf, dss er sich für das Café interessieren würde, schließlich habe ihm Joel gesagt, dass es zum Verkauf stünde. Da platzt Lily der Kragen und sie setzt alles daran um Joel ein für alle Mal los zu werden.
Aber wird sie es schaffen? Joel schreckt auch nicht vor Drohungen zurück und Lily hat Angst. Nicht nur um ihren Laden, vor allem auch um ihre Liebsten.

Der zweite Teil der The Gingerbread Cafe -Reihe hat mich innerhalb weniger Sätze in seinen Bann gezogen. Die Protagonisten sind noch immer sympathisch und hier kam auch mal ein bisschen Spannung rein.
Das ganze Gerede von Schokolade in den verschiedensten Formen ist jetzt nicht gerade figurförderlich, aber für mich einfach wunderbar zu lesen =o) Und wenn ich gerade nicht so intensives Couching betreiben würde, würde ich sicherlich schon längst in der Küche stehen und etwas ausprobieren.
Aber dazu habe ich ja auch noch an anderen Tagen Zeit. Nun überlege ich, ob ich nicht gleich mit der Novelle zur Reihe weiter mache. Denn in diesem Band kam Sarah das erste Mal so richtig vor. Sarah ist die Besitzerhin des Buchladens und die Hauptprotagonistin der Geschichte The Bookshop on the Corner .

In diesem Buch hat mir besonders der Zusammenhalt untereinander gefallen. Es geht nicht nur um Lily und ihre Probleme mit ihrem Ex-Mann, es geht auch um andere Shop Eigentümer in der Straße und man merkt, in diesem kleinen Örtchen ist jeder für jeden da. Das hat man in einer Großstadt leider nicht.
Ich kann dem Buch aber leider nicht mehr als 4 Sterne geben, weil Damon weiterhin eine Randfigur bleibt. Er führt in diesem Buch nur eine kleine Rolle aus und man erfährt über ihn und sein vorheriges Leben nichts. Das ist sehr schade. Nun, es kann natürlich an der begrenzten Seitenzahl liege und so hoffe ich intensiv auf den nächsten Band der Reihe Christmas Wedding at the Gingerbread Café (keine Rezension).
Da geht es dann wohl auch wieder um die bunteste Zeit des Jahres - Weihnachten =o)

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Cover Worth the Risk Englisch

Die 26-jährige Hannah Walker verbringt ihre Zeit damit, Kindern, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind, mit Therapie-Reiten zu helfen. Sie selbst weiß ganz genau, was es bedeutet physisch und psychisch gebrochen zu sein. Vor 12 Jahren ist ihr etwas Schreckliches widerfahren und sie leidet heute noch unter den Folgen. Albträume, Narben und Angst vor Menschen gehören noch zu den harmlosesten Dingen, die sie nach wie vor verfolgen. An eine Beziehung zu einem Mann war bisher gar nicht zu denken.
Doch dann begegnet ihr durch Zufall Stephen McKinney in einem Supermarkt. Obwohl er groß, kräftig und einschüchternd ist, fühlt sie sich bei ihm erstaunlich wohl. Trotzdem traut sie der Sache nicht, als Stephen sie spontan zum essen einlädt. Was will ein Mann wie er, dem die Welt zu Füßen liegt, schon mit einem schüchternen Mauerblümchen wie ihr?
Doch was Hannah nicht ahnt, ist dass Stephen seine ganz eigenen Dämonen zu bekämpfen hat. Vor fünf Jahren hat er den wichtigsten Menschen in seinem Leben verloren und wurde seitdem nur von Wut und Rachegedanken angetrieben. Doch irgendetwas in der ruhigen und unschuldigen Hannah nimmt ihn vom ersten Augenblick an ein und beruhigt ihn. Stephen weiß allerdings ganz genau, dass er und seine düsteren Gedanken tief in seinem Inneren alles andere gut für Hannah sind...

Worth the Risk von Claudia Connor ist wirklich ein extrem emotionales Buch. Schon auf den ersten paar Seiten kamen mir immer wieder die Tränen, als wir diese beiden sehr gebrochenen Charaktere kennenlernen. Vor allem Hannah ist gerade in dieser Phase wirklich ein Häufchen Elend. Sie hat nur wenig Selbstbewusstsein, besonders was Männer angeht und will es eigentlich auch gar nicht haben. Sie hat gelernt argwöhnisch zu sein und bisher auch nicht wirklich etwas vermisst. Dafür hat ein anderer Mann vor 12 Jahren gesorgt. Doch irgendetwas hat Stephen, das Hannah motiviert, aus ihrer Isolation zu kommen. Stephens Abgründe sind da schon ein bisschen komplizierter zu durchschauen und sorgen dafür, dass der gutaussehende und im Grunde sehr nette und intuitive Playboy nicht zu eindimensional daherkommt.
Trotzdem hat mir etwas gefehlt in der aufkeimenden Beziehung zwischen Hannah und Stephen. Vielleicht weil sie sich zu langsam und perfekt entwickelt. Das ist zwar genau das, was Hannah braucht und ich habe es ihr auch gegönnt, aber die kleinen Rückschläge, die sie und Stephen erleiden, ändern dennoch nichts daran, dass irgendwie der Pfeffer gefehlt hat. Außerdem ist Hannah schon eine ganz schöne Jungfrau in Nöten. In gewisser Hinsicht konnte ich darüber hinweg sehen, nach allem, was sie erleiden musste (ich weiß, ich spiele immer nur auf diese "große Sache" an und dass ihr wahrscheinlich denkt, ihr wisst eh schon was es ist - doch da liegt ihr vermutlich falsch. ;) Was Hannah da widerfahren ist, drehte mir wirklich den Magen um), aber trotzdem hat es mich irgendwann genervt, wie sehr sie sich immer auf andere verlassen muss. Sie ist etwas genervt von ihren überfürsorglichen Brüdern, doch wenn es darauf ankommt, merkt man immer wieder, dass sie diese Unterstützung braucht. Ich mochte Hannah, aber ein bisschen mehr Courage hätte ich trotzdem gerne in ihr gesehen.
Gerade gegen Ende, denn hier packt Claudia Connor nochmal jede Menge Drama aus - fast schon zu viel. Während dem Lesen ist mir das gar nicht so aufgefallen; da war ich vermutlich dann doch zu vertieft in die Geschichte. Doch als ich rückblickend auf die letzten 20 Prozent geschaut habe, waren diese doch schon ziemlich übertrieben. Es hat zwar alles irgendwie zusammengehangen und Sinn ergeben, aber es war einfach zu dick aufgetragen.

Gefallen hat mir Worth the Risk von Claudia Connor am Ende aber doch. Das Setting mit der Farm und dem therapeutischen Reiten hat mir gut gefallen und viele Möglichkeiten geboten. Wie schon im ersten Buch haben mir aber besonders die Horden von Kindern gefallen. Die McKinneys sind eine riesige Sippe und auch, wenn auch hier die schiere Menge ein bisschen übertrieben ist und ich bei all dem Nachwuchs schnell den Überblick verloren habe, war es trotzdem irgendwie schön. Überhaupt spielt die Familienbande in Worth the Risk eine extrem große Rolle, denn sowohl Stephen, als auch Hannah brauchen ihre Familien, ob sie wollen oder nicht.

Da gibt es noch eine Menge Potenzial für zukünftige Geschichten in dieser Großfamilie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die nächste Geschichte von Stephens Bruder T.J. handeln wird. Doch auch bei den Walker Brüdern gäbe es einige Möglichkeiten. Vielleicht gibt es ja auch bald eine "Walker"-Reihe.
Worth the Risk erscheint am 20. Januar 2015.

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Cover This Shattered World Englisch

Enthält leichte Spoiler für These Broken Stars.

Captain Jubilee "Lee" Chase ist eine Legende auf dem Militärstützpunkt des abgelegenen Planeten Avon. Sie ist tapfer, findet aus fast jeder Situation einen Ausweg und schafft es immer wieder Aufstände der Einheimischen niederzuschlagen, die unzufrieden mit der Machtstellung des Militärs und dem mangelnden Fortschritt des Terraforming auf ihrem Heimatplaneten sind. Am wichtigsten jedoch: Keiner hat es je so lange wie Jubilee auf Avon ausgehalten, ohne Opfer der geheimnisvollen Krankheit Fury zu werden, die die Betroffenen aggressiv und fast schon wahnhaft werden lässt und oft in einem Blutbad endet. Nur die Einheimischen scheinen immun dagegen zu sein.
Dann tut einer der Rebellen etwas, das entweder unglaublich mutig oder dumm ist: Er entführt Jubilee und bringt sie in das Versteck der Fianna, wie sich die Rebellen selbst nennen. Doch ihr Entführer, der sich als niemand anderes als Flynn Cormac herausstellt, dem Bruder der gefürchtetsten Rebellin aller Zeiten, ist so ganz anders, als sie erwartet hat. Flynn ist weder fanatisch, noch kaltblütig und schon gar nicht ungebildet. Er träumt von einer Zukunft ohne Krieg, die er versucht mit Worten zu erreichen, anstatt mit Waffen.
Doch als die anderen Rebellen entschließen, Jubilee zu töten, muss sich Flynn entscheiden: Für seine eigenen Leute, oder für die einzige Möglichkeit Frieden zu finden. Außerdem ist Jubilee vielleicht Flynns einzige Chance herauszufinden, was genau auf Avon vor sich geht und wieso der Planet Jahre hinter seiner Entwicklung herhinkt...

Denn das Geheimnis, auf das Jubilee und Flynn auf Avon in This Shattered World von Amie Kaufman und Meagan Spooner stoßen, bestimmt über die Zukunft allen Lebens auf diesem Planeten. Die beiden haben also alle Hände voll zu tun in dieser Geschichte.
In der ersten Hälfte geht es aber erst einmal hauptsächlich um die Charakterentwicklung. Flynn und vor allem Jubilee müssen über jede Menge Vorurteile hinwegkommen. Jubilee ist eine Soldatin durch und durch und somit fällt es ihr extrem schwer von ihrer vorgefertigten Meinung und Loyalität abzukommen. Sie ist zwar keine kopflose Kampfmaschine, aber sie ist es dennoch gewohnt, ihren Befehlen zu folgen, ohne große Fragen zu stellen. Umso schöner war es zu sehen, wenn Flynn es jedes Mal aufs Neue gelingt, zu ihr durchzudringen. Auch er ist seinen Leuten gegenüber loyal, aber viel offener, wenn es darum geht Lösungen zu finden und überrascht sowohl Jubilee als auch den Leser immer wieder damit.
Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass nicht jeder Leser mit Jubilee warm werden wird. Sie ist doch ein eher kühler Charakter, von dem man nicht allzuviel Warmherzigkeit erwarten sollte. Außerdem ist sie ziemlich stur. Ich mochte sie aber, wahrscheinlich gerade weil sie so stark und selbstbewusst war. Flynn auf der anderen Seite muss man einfach mögen. Er ist charmant und liebenswürdig und vielleicht auch ein bisschen idealistisch, aber das macht ihn nur noch sympathischer. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der beiden gehalten und so werden die Unterschiede zwischen ihnen nur noch offensichtlicher. Das macht aber auch ihren wackeligen Waffenstillstand und später ihre zaghaften Annäherungen nur umso glaubhafter und schöner zu lesen.

Im Laufe der Geschichte schlägt die Handlung aber eine andere Richtung ein. Wie gesagt gehen ein paar sehr merkwürdige Dinge auf Avon vor, wovon die Fury nur ein kleiner Teil ist. Das ist auch das Element, das This Shattered World und den ersten Teil These Broken Stars miteinander verbindet. Denn die Dinge, die sich damals bei Lilac und Tarver abspielten, haben eine direkte Verbindung zu den Geschehnissen auf Avon. Trotzdem braucht man keinen billigen Abklatsch vom ersten Teil befürchten. Nicht nur werden uns ein paar völlig neue Informationen geliefert, auch die ganze Atmosphäre der Geschichte ist anders. This Shattered World ist wesentlich bodenständiger als sein Vorgänger. Es gibt etwas weniger phantastische Elemente, stattdessen liest es sich etwas mehr wie eine Dystopie. Trotzdem, den Charme und ihren ganz besonderen Stil haben die beiden Autorinnen auch in diesem Buch beibehalten. Und was Fans von These Broken Stars vermutlich besonders glücklich machen wird: Tarver und Lilac spielen ebenfalls eine Rolle.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir This Shattered World von Amie Kaufman und Meagan Spooner sogar noch besser gefallen hat, als sein Vorgänger. Es war actiongeladener und erwachsener und dabei dennoch sehr sympathisch mit einer Menge berührender Szenen.
Das letzte Buch, das auf dem Planeten Corinth spielen wird, werde ich mir deshalb auf keinen Fall entgehen lassen.

This Shattered World erscheint am 23. Dezember 2014.

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