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Cover Kopfüber in die Kissen

Lady Emma Wells-Finch ist den weiten Weg von England nach Texas gekommen, um an einem Artikel über eine junge Frau zu schreiben, die vor über hundert Jahren auf die Schule ging, in der Emma heute als Schulleiterin arbeitet, und die damals die gleiche Reise nach Texas angetreten. In Wirklichkeit hat Emmas Reise aber noch einen ganz anderen Grund: Sie muss ihren guten Ruf verlieren. Denn ihre Schule schwebt in Gefahr und so ungewöhnlich es auch klingen mag - der Verlust ihres Ansehens ist das Einzige, das St. Gertrude's School for Girls noch retten kann.

Für Kenny Traveler läuft es gerade alles andere als glatt: Der Profigolfer, der bei den Medien ohnehin schon alles andere als beliebt ist, geht wegen einer Schlägerei momentan durch alle Klatschblätter und wird daraufhin vorübergehend gesperrt - und das ausgerechnet während der besten Saison seines Lebens.
Nun muss er sich von seiner besten Seite zeigen. Außerdem hat er die Gelegenheit der Frau des PGA Beauftragten, der für Kennys Sperre verantwortlich ist, einen Gefallen zu tun und da sagt er natürlich nicht Nein: Kenny soll Lady Emma die nächsten zwei Wochen als Fahrer und Reiseführer zur Seite stehen. Das scheint ihm ein kleiner Preis zu sein, wenn er danach wieder Golf spielen darf. Was kann schon in zwei mit einer wohlerzogenen britischen Lady schief gehen?
Wie Kenny bald feststellen muss eine ganze Menge...

Am Anfang hatte ich wirklich großen Spaß an Lady Be Good / Kopfüber in die Kissen von Susan Elizabeth Phillips. In erster Linie lag das an den ausgesprochen lustigen, gelungenen Charakteren und natürlich auch der sehr gegenteiligen Situation, in der sich Emma und Kenny befinden. Kenny muss seinen guten Ruf aufpäppeln, während Emma versucht ihren zu verlieren (warum das so ist und wie es der Schule helfen kann müsst ihr allerdings selber lesen ;). Man merkt bei beiden, wie sehr genau das aber wider ihrer Natur geht. Emma ist nunmal eher jemand, der nach den Regeln spielt und ihrer Umwelt immer etwas Gutes tun will und Kenny ist eher der Typ, der gern Quatsch macht und auch ziemlich egoistisch sein kann. Dass es zwischen den beiden zu allerlei kuriosen und lustigen Momenten kommt ist daher nur allzu verständlich und hat Lady Be Good / Kopfüber in die Kissen wirklich unterhaltsam gemacht. Dazu kommt noch, dass beide Charaktere sehr gut aufgebaut und vielschichtig sind, so dass trotz allem Humor noch Platz für eine Menge Charakterentwicklung blieb.
Cover Lady Be Good Ebenfalls sehr schön fand ich Texas als Schauplatz. Susan Elizabeth Phillips beschreibt den Staat und seine Bewohner auf sehr liebevolle, aber auch humorvoll-gemeine Art und spielt dabei mit vielen Klischees. Auch die meisten der Nebenfiguren habe ich sofort ins Herz geschlossen und sie haben für einige sehr schöne Szenen gesorgt.

Zunächst sah also eigentlich alles sehr vielversprechend mit Lady Be Good / Kopfüber in die Kissen von Susan Elizabeth Phillips aus. Allerdings wurde mir die Geschichte im letzten Drittel ein wenig zu verwaschen. Die Linie, die die Autorin bis dahin gefahren hat, ging irgendwie verloren und es hat sich so angefühlt, als sollte das Buch einfach nur ein bisschen länger und künstlich hinausgezögert werden. Leider wurde mir dadurch aber auch Kenny ein wenig unsympathischer, da er einige Rückschritte macht und es seeehr lange dauert, bis er wieder auf den richtigen Pfad findet. Es gab doch einige Szenen, in denen er mich sehr frustriert hat und das war einfach schade, denn unterm Strich hat es mir Lady Be Good / Kopfüber in die Kissen am Ende ein klein wenig vermiest.

Eine süße, lustige und nette Geschichte bleibt Lady Be Good / Kopfüber in die Kissen von Susan Elizabeth Phillips allerdings trotzdem. Wer mal eine leichte, sommerliche und sympathische Abwechslung braucht, für den ist diese fast schon klassische Romanze (erschienen erstmals 1999), die man übrigens vollkommen unabhängig von der Reihe lesen kann, einen Versuch wert.

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Cover Anti Stepbrother

Wenn Summer ehrlich mit sich ist, gibt es nur einen Grund, wieso sie sich für ihre neue Uni entschieden hat: Ihren Stiefbruder Kevin. Schon seit ihre Eltern vor über zwei Jahren geheiratet haben ist sie in ihn verliebt und lange Zeit dachte sie, es wäre nur einseitig. Doch auf ihrer High School Abschlussfeier vor ein paar Monaten war es endlich soweit und sie und Kevin sind sich näher gekommen. Jetzt kann Summer es kaum noch erwarten bis endlich das College beginnt und sie und Kevin zuzsammen sein können.
Doch als sie schließlich endlich ihr neues Zimmer bezieht und in das Uni-Leben eintaucht muss sie feststellen, dass Kevin ihre gemeinsame Nacht wohl nicht so viel bedeutet hat, wie ihr. Nach und nach hört sie immer mehr Dinge über Kevin, die ihn in einem völlig neuen Licht dastehen lassen...und das ist nicht besonders schmeichelhaft. Trotzdem fällt es ihr schwer ihre Gefühle einfach abzustellen.
Gleichzeitig knüpft Summer aber viele neue Freundschaften und einer ihrer neuen Freunde wird bald besonders wichtig für sie: Caden Banks. Er ist einer der begehrtesten Jungs der Schule und scheint ausgerechnet mit niemandem lieber Zeit zu verbringen als mit Summer. Was allerdings niemand zu verstehen scheint: Ihre Freundschaft ist rein platonisch und erst ist das genaue Gegenteil ihres Stiefbruders, der ihr immer wie der ideale Mann vorkam. Wenn Summer aber ehrlich mit sich ist, dann versteht sie selbst ihre Beziehung auch nicht wirklich, denn eigentlich geht ihr Caden ziemlich bald nicht mehr aus dem Kopf...
Eines ist klar: Summers erstes Jahr am College wird alles andere als langweilig.

Anti-Stepbrother ist das erste Buch, das ich von Tijan gelesen habe, obwohl sie mir schon seit Jahren immer mal wieder empfohlen wird. Und ehrlich gesagt bin ich noch nicht so richtig überzeugt von ihr.
Ich glaube im Grunde liegt das einfach daran, dass mir ihre Charakterentwicklung und der Aufbau ihrer Geschichte zu willkürlich ist. Ihre Figuren in dieser Geschichte sind mal so, mal so und ändern ihr Verhalten und teilweise sogar ihre Charaktereigenschaften - einfach nur, um die Handlung in die vorgesehene Richtung zu drängen.
Ein gutes Beispiel dafür ist Summer selbst. Am Anfang der Geschichte ist sie sehr naiv und war mit ihrer blinden Liebe zu Kevin teilweise sogar wirklich nervig. Sie war eher ein unsicherer Charakter und kam daher wie ein graues Mäuschen (das aber natürlich hübsch und ohne es zu wissen begehrt ist). Sobald sie aber Caden trifft ist sie plötzlich ein ganz anderer Mensch: Selbstbewusst, clever und bekannt dafür, ein wenig schrullig zu sein, da sie alle ihre Gedankengänge einfach rauslässt, egal wie skurril sie auch sein mögen. Ich mochte die zweite Version von Summer zwar natürlich um einiges lieber, aber trotzdem war diese Verwandlung so plötzlich und unerklärlich, dass es mich einfach gestört hat. Kevin ist ebenfalls so ein Kandidat, der jedes Mal anders daher kommt und bei dem man nie weiß, woran man gerade ist.
Auch mit dem Drama hat es Tijan manchmal etwas übertrieben. Denn auch hier wird es gerne mal unlogisch, einfach nur wegen dem Ziel Bewegung und Drama in die Geschichte zu bringen und Drama um des Dramas Willen ist etwas, das einfach nicht sein muss.
Ebenfalls nur bedingt gelungen fand ich Caden. Er ist sich selbst zwar die ganze Geschichte hindurch treu geblieben, war aber im Grunde auch ein sehr eindimensionaler Charakter, an dem es nicht wirklich viel Spannendes gab. Sympathisch war er zwar, aber wirklich aufgefallen ist er irgendwie auch nicht wirklich. Kevin war da wesentlich präsenter, auch wenn er sicher nicht der Held der Geschichte ist.

Trotzdem muss ich sagen, dass mir Tijans Schreibstil irgendwie gefällt. Er ist humorvoll, spritzig, ein bisschen schräg und wirklich einzigartig. Auch die romantischen Szenen sind größtenteils ziemlich gut gelungen.
Falls mir mal wieder ein Buch von ihr über den Weg läuft, bei dem mich die Handlung wirklich anspricht, kann es also gut sein, dass ich noch einmal zu einer Geschichte von Tijan greife. Auch wenn die Charaktere ein einziges Durcheinander waren, hat Anti-Stepbrother dennoch irgendwie Spaß gemacht.

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Cover  The Playbook

Aubreys großer Traum ist es, als Reporterin in der NFL zu arbeiten. Und in den letzten Jahren ist sie ihrem Ziel auch ein ganzes Stück näher gekommen, denn mittlerweile ist sie als Journalistin bei ESPN angestellt und hat sich einem Namen im College Football gemacht. Ihr misogyner Boss Joe aber hat ihr bisher immer die Chance auf die NFL verwehrt. Doch mit ihrem nächsten Auftrag könnte sich Aubrey endlich beweisen: Sie soll einen großen Artikel über einen der legendärsten College Football Coaches des Landes schreiben.
An sich ist das eigentlich die perfekte Gelegenheit für Aubrey endlich zu zeigen, dass sie das nötige Zeug hat, um sich in einer Männerdomäne durchzusetzen, doch der Coach, um den es geht, ist aufgerechnet Brett Owens und der hat einen ziemlich schlechten Ruf - zumindest unter weiblichen Reporterinnen. Denn für Brett sind die nichts weiter als eine Ablenkung für seine Spieler und es ist fast schon ein Sport für ihn jede Frau anzubaggern, die ihm über den Weg läuft.
Und zunächst scheint Brett seinem Ruf auch absolut gerecht zu werden. Aubrey hat zwar vor, das Beste aus diesem Artikel zu machen, stellt sich aber schon auf die schlimmsten Wochen ihres Lebens ein, während sie Brett begleiten muss.
Doch je mehr Zeit sie mit Brett verbringt umso deutlicher entdeckt sie auch eine andere Seite an ihm. Eine die sie unglaublich attraktiv findet. Aubrey kann sich allerdings nicht auf den Playboy-Coach einlassen - denn wenn sie das tut ist ihr Ruf ruiniert und keiner wird sie in ihrem Job noch ernst nehmen.
Als allerdings jemand aus Bretts Vergangenheit auftaucht und ihm das Leben schwermacht zögert Aubrey nicht ihm bei diesem Problem zu helfen – auch wenn es ihr Leben bald sehr kompliziert macht.

Es ist nun mittlerweile ein paar Tage her, dass ich The Playbook von Kelly Elliott gelesen habe, und die Tatsache, dass ich jetzt schon kaum noch weiß, was in der Geschichte passiert ist, ist sicher kein sehr gutes Zeichen für dieses Buch. Dabei fand ich es gar nicht mal wirklich schlecht, es war einfach nur nicht sehr denkwürdig.
Die Figuren waren sympathisch genug: Aubrey ist zwar von Anfang an heiß auf Brett, versucht aber zunächst ihr Bestes, um sich nicht von ihm einwickeln zu lassen. Und auch Brett ist sofort von der schlagfertigen jungen Reporterin angetan. Die Dynamik zwischen den beiden ist dementsprechend geladen und hat beiden Figuren sehr sympathisch gemacht, auch wenn ihr Geplänkel natürlich alles andere als einzigartig ist und in der Form in vielen Büchern vorkommt.
Ebenfalls ein bisschen schwierig fand ich, dass The Playbook keine echte Handlung verfolgt, abgesehen davon, dass Aubrey und Brett sich wollen, aufgrund ihrer Jobs sich aber nicht haben können. Stattdessen baut Kelly Elliott das ein oder andere Problem ein, das auftaucht und dann gelöst wird. Z.B. wird Brett von einer Ex-Flamme erpresst und eigentlich geht man davon aus, dass das der Knackpunkt der Geschichte sein wird - doch dann wird es mitten im Buch aufgelöst. So etwas in die Richtung ist mehrmals passiert und hat der Geschichte ein wenig den natürlichen Fluss genommen.
Es ist daher also nicht überraschend, dass es immer wieder kleinere und größere Dramen gab, die nicht immer nötig gewesen wären. Genauso gibt es auch sehr kitschige Szenen und übertriebene Gesten, die zu unnatürlich und unrealistisch waren, um wirklich auf mich wirken zu können.

Deshalb bleibt mir auch gar nicht mehr allzu viel weiteres über The Playbook von Kelly Elliott zu sagen. Das Buch ist nett, mehr aber auch nicht und wenn ich mich jetzt schon kaum noch an die Handlung erinnern kann, glaube ich nicht, dass mir das gesamte Buch noch besonders lange im Kopf bleiben wird.

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Merci Paris

Tags: Romantik
11.09.2016
Cover Merci Paris

Paula liebt es von Klein auf zu fotografieren. Was lag da näher als ihre Liebe zum Beruf zu machen? Ganz so eintönig und langweilig hat sie sich ihren Traumjob dann allerdings nicht vorgestellt. Im Fotostudio Koch arbeitet sie zusammen mit ihrer Kollegin Natalie die Anliegen der Kunden ab, während sich ihr Chef einen faulen Lenz macht.
Jeden Tag schlägt Paula sich mit Super-Mamis und quengelden Kindern, arroganten Geschäftsmenschen oder nervösen Schülern rum. Ihr Traum von Außenshootings und eindrucksvollen Landschaftsaufnahmen kann sie nur während ihres viel zu selten gestatteten Urlaubes ausleben.

Dieser Freitag versprach der Höhepunkt zu werden. Erst kotzt ihr ein Kleinkind auf die Bluse, dann motzt sie ein Möchtegern Karrierekerl an, weil sie ihn um ein kleines Lächeln für die Bewerbungsbilder bittet. Paula platzt der Kragen. Zu lange schon lässt sie sich mit Füßen treten. Leider sitzt der Kunde kurz danach bei ihrem Chef und Paule bekommt zum Feierabend hin ihre erste Abmahnung. Der Tag konnte nicht schlimmer werden. Zu allem Überfluss konnte sie sich nun nicht mehr umziehen und musste so in die Galerie fahren, in der sie heute mit ihren beiden Freundinnen Emma und Connie eine Ausstellung besuchen wollte.
Gott sei Dank hat Emma eine Luxusboutique und stattet ihr Freundinnen mit großer Begeisterung aus. Frisch aufgebretzelt betreten sie die Galerie. Kaum haben sie die Bilder an den Wänden entdeckt, fällt Paulas Blick auf einen kräftigen Rücken. Sie kann ihre Augen kaum von ihm nehmen und dann dreht sich der Kerl auch noch um. Paula ist wie hypnotisiert.
Er blickt sie an, ihre Blicke verschmelzen und dann kommt er auch noch auf sie zu. Und geht an ihr vorbei.

Himmel ist ihr das peinlich. Nun wird es Zeit für die Bilder. Während sich ihre beiden Freundinnen zu Tode langweilen, lernt Paula den Fotografen Mathis kennen. Er sucht eine neue Assistentin für ein Shooting in Paris.
Das wäre ein Traum. Paula könnte endlich die Stadt besuchen, in der sie immer ihre Oma besucht hat und Paris noch einmal erleben. Aber sie arbeitet ja bereits bei Koch.
Ihre Freundinnen ziehen sie in eine Bar und Paula spricht dem Alkohol etwas zu großzügig zu, als plötzlich der Mann aus der Galerie auftaucht. Durch den Alkohol enthemmt, stimmt sie einem separaten Tisch zu und schon bald knistert es gewaltig zwischen den beiden.

Am nächsten Morgen wacht Paula mit einem riesigen Kater auf - und einem Mann in ihrem Bett. Bis ihr auffällt, dass sie gar nicht zu Hause ist, sondern in einem Hotelzimmer vergehen ein paar Minuten, die sie ernüchtern. Nic schläft noch und so klaubt sie ihre Sachen zusammen und verschwindet. Sie kann sich an nichts erinnern! Emma wird ihr das nie verzeihen, schließlich will ihre beste Freundin sofort alle Details wissen. Und so kommt es, dass sie ihr den Tipp für eine zweite Nacht gibt. Es wäre sonst doch wirklich zu schade. Aber Paula ist nicht so - nüchtern so wieso nicht. Nach ihrer letzten gescheiterten Beziehung braucht sie erst einmal keine Männer in ihrem Leben.
Als der Montag kommt, kommt auch der Alltag wieder und Paulas Chef hat ständig etwas zu meckern. Paula reicht es. Sie kann einfach nicht mehr und denkt an das Angebot zurück, dass ihr Mathis gemacht hat: Paris!
Paula tut das einzig richtige - sie kündigt. Nur wenige Tage später befindet sie sich in der Stadt der Liebe. Zwar ohne Liebe, dafür mit einem spannenden Job und einer tollen WG-Mitbewohnerin. Nur Nic geht ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Aber in den nächsten drei Monaten ist sie viele Kilometer von ihm entfernt.

An ihrem ersten Tag als neue Assistentin von Mathis kommt sie in die Agentur zum Meeting und ist freudig nervös. Bis die Tür aufgeht und Nic vor ihr steht. Oh Gott! Wo kommt er denn her? Da muss sie extra aus Frankfurt nach Paris fliegen um ausgerechnet in der gleichen Firma zu landen wie er? Na das konnt ja heiter werden. Aber Arbeit ging vor.
Es reichte ihr schon, dass der Bandkollege ihrer Mitbewohnerin Interesse an ihr zeigt und auch Mathis ihr Zweideutigkeiten ins Ohr flüstert, nun beobachten sie auch noch diese unglaublichen Augen von Nic. Er muss nur da sitzen und schon ist ihr Höschen feucht.
Ist die Stadt der Liebe etwa auch für Paula ein Neuanfang in Herzensangelegenheiten?

Rose Bloom suchte Testleser für ihren neuen Roman Merci Paris und allein die Zusammenfassung klang unterhaltsam und witzig, so dass ich zuschlagen musste.
Ich wurde nicht enttäuscht. Paula liebt zwar ein geregelten Leben, ist aber etwas chaotisch. Ihre Freundin Emma habe ich sofort ins Herz geschlossen, während mir Mathis irgendwie nicht ganz geheuer war.
Das Buch beginnt in der Vergangenheit und dem Scheitern von Paulas vorheriger Beziehung. Keine Seltenheit - leider. Das sie dadurch auf Männer gerade keine Lust hat, ist also nachvollziehbar. Auch ihr Ausbruch aus ihrem üblichen Trott war dringend nötig.

Ein wenig befremdlich fand ich den hohen Alkoholkonsum von Paula. Da ist weniger in jedem Fall mehr und am Ende weiß man immer noch was man gemacht hat.
Nic ist ein Traum von einem Mann und verhält sich eigentlich immer anständig. An ihm konnte ich nichts negatives finden und so passt er perfekt in die Rolle des männlichen Hauptprotagonisten.
Jeden Charakter für sich genommen, fand ich ziemlich gelungen. So konnte ich mich in die Geschichte fallen lassen und es mir gemütlich machen.
Merci Paris ist mein erstes Buch von Rose Bloom aber definitiv nicht das letzte. Der Schreibstil ist flüssig, mit Humor und einer guten Portion Erotik.
Ich muss einen halben Stern abziehen für einen Fehler und eine Eigenheit von Nic die mich beinahe in den Wahnsinn getrieben hat (Laut Autorin ist beides inzwischen in der Korrektur.)

Einen ganz lieben Dank an Rose Bloom für das Rezensionsexemplar.

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Cover Icecream and Kisses

Joleen Martini hat sich den Traum vom kleinen Eiscafé erfüllt und geht ganz in ihrer Berufung auf. Gemeinsam mit ihrem besten Freund Rocky steht sie jeden Tag im Laden, bedient die Bewohner von Boca Raton und erfreut sich an den Komplimenten ihrer Gäste.
Es gibt Menschen die bereits seit Jahren zu ihr kommen, jeden Tag. Aber es muss ja nicht immer Eis sein, Joleen hat neben ihren cremigen Kreationen ebenfalls ein reichhaltiges Frühstücksangebot.

Es könnte alles perfekt sein, würde nicht ausgerechnet in dem leeren Ladenlokal gegenüber ein neuer Laden eröffnen, der ihr das Geschäft ruinieren könnte. Sweetness Chunk ist eine der größten Billigsofteisketten in den Staaten und als wäre das noch nicht genug, steht ihr attraktives Date von gestern Abend inmitten der zahlreichen Bauleuten.
Am Tag zuvor saß plötzlich dieser atemberaubende Mann in ihrem Café und bestellte einen großen Eisbecher. Mit seiner Stimme, seinen Augen und den intensiven Flirtversuchen machte er Joleen ganz wuschig, bis sie schließlich in ein Date einwilligte. Es knisterte sofort und Joleen war klar, dieser Mann könnte ihr gefährlich werden.
Nun scheint es aber ganz so, als wenn seine Anmache nur eine Masche war um die Konkurrenz auszuloten. Na das kann er sich ganz schnell abgewöhnen. Joleen beschließt Blue Barber ab sofort die kalte Schulter zu zeigen. Ihm aus dem Weg gehen kann sie schlecht, da sie ihn in einem Anfall von Nächstenliebe im Ferienhaus ihres Vaters auf dessen Ranch einquartiert hat.
Joleen liebt die Abende mit ihrem Dad, doch nun gibt es da diesen mysteriösen Mann, der sich wie von allein in ihr Leben schleicht und alle ihre Verbündeten um den Finger wickelt.
Wie soll sie sich ihm gegenüber bloß verhalten?

Obwohl sie Blue immer wieder sagt, dass sie mit der Konkurrenz nichts anfängt, landen sie schlussendlich im Bett. Das war keine gute Idee, denn es kristallisiert sich immer mehr heraus, das Blue Barber nicht der zu sein scheint, für den er sich ausgibt. Was verheimlicht er ihr?
Während ihr Kopf versucht die Schlucht zu umfahren, steuert ihr Herz geradewegs darauf zu. Und nicht nur sie scheint überfordert mit ihren Gefühlen zu sein, auch Blues Augen sagen etwas anderes als sein Mund.
Joleen muss sich entscheiden - vertraut sie Blue? Kann er ihr das geben, was sie am nötigsten braucht? Und was passiert, wenn der Laden eröffnet wird und Blues Job ihn weiter zieht?

Icecream & Kisses ist das erste Buch der Autorin, das sich auf meinen Reader verirrt hat und ich bin ziemlich angetan davon.
Natürlich ist die Geschichte nicht neu und wer eine gewisse Schattierungstrilogie kennt, wird hier Parallelen entdecken, dennoch konnte mich dieses Buch wirklich begeistern. Der Schreibstil ist toll, die Charaktere abgegrenzt und wer es erotisch mag, kommt selbst bei 165 Seiten nicht zu kurz.

Was mich dann doch ein wenig gestört hat war die Abhängigkeit von Joleen. Blue musste nur ein wenig fordern und schon war sie bereit ihm zu folgen. Das passte irgendwie nicht zur Geschäftsfrau, die um ihr Café bangt.
Da hätte ich mir mehr Rückgrat gewünscht. Sie weiß was für sie besser wäre und handelt doch immer wieder gegensätzlich. Das ist teilweise etwas anstrengend.
Blue hingegen macht das was er will und kriegt auch was er will.

Ich habe während des Lesens gelacht, mit den Augen gerollt, feuchte Hände bekommen und geheult. Es ist also für jede Gefühlsregung etwas dabei. Deshalb kann ich es auch definitiv empfehlen.

Einen ganz lieben Dank an das Team von Droemer Knaur-Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich werde die Autorin im Auge behalten.

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