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Cover End of Feeling Englisch

Benjamins Leben könnte nicht besser laufen: Er ist der beliebteste Junge an seiner Schule, schreibt gute Noten und kann absolut jedes Mädchen haben, das er nur will. Tatsächlich hat er eigentlich sogar schon fast alle Mädels an seiner Schule gedated - wenn man es überhaupt so nennen kann - und eine ganze Schlange an gebrochenen Herzen hinterlassen.
Deswegen ist es kein Wunder, dass die Neue in seinem Jahrgang sofort sein Interesse weckt. Charlotte, von allen nur Charlie genannt, entspricht genau seinem Beuteschema. Er geht eigentlich davon aus, dass es keine zwei Tage dauern wird, bis sie seinem Charme erlegen ist. Schließlich kennt sie ihn nicht und weiß noch nicht, wie er mit Mädchen normalerweise umspringt.
Doch sein Ruf eilt ihm voraus und Charlie denkt gar nicht daran, nur eine weitere Kerbe in seinem Bettpfosten zu werden. Sie wehrt sich eisern gegen seine Flirtversuche, was Benjamin natürlich nur umso mehr anstachelt. Doch klammheimlich entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, mit der niemand gerechnet hatte.
Je näher sie sich aber kennenlernen, umso deutlicher wird ihnen, dass der andere etwas veheimlicht und ihre perfekten Leben vielleicht doch nicht so vollkommen sind, wie sie alle glauben machen möchten...

In Wirklichkeit sieht es hinter den Fassaden von Benjamin und Charlie in End of Feeling von Cindy C. Bennett nämlich alles andere als rosig aus. Bei beiden hängt das mit ihren Familien zusammen, doch da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Ich möchte euch dazu gar nicht mehr verraten, das müsst ihr schon selber lesen. Nur soviel: Es sind schon harte Probleme, mit denen sich Charlie und Benjamin auseinandersetzen müssen.
Beide sind mit ihrer Geheimniskrämerei bisher ganz gut gefahren. Es war schlicht einfacher für sie, alle ihre Freunde im Dunkeln zu lassen. Deshalb sind die meisten ihrer Beziehungen auch immer eher oberflächlich gewesen. Wieso es nun ausgerechnet diesen beiden gelingt, hinter die Mauern des anderen zu gelangen, wo sie doch beide nicht wollen, dass Fremde so genau hinschauen, erfahren wir natürlich erst im Laufe von End of Feeling. Mir hat es sehr gut gefallen, wie Cindy C. Bennett Charlies und Benjamins Beziehung gehandhabt hat. Sie waren erst mal nur Freunde und auch wenn immer klar war, dass sich beide zum anderen hingezogen fühlen, war ihre Freundschaft dennoch sehr nachvollziehbar und authentisch. Gerade die Art und Weise. wie sich Charlie mit der Zeit öffnet. hat mir dabei gut gefallen.
Benjamin war da schon eine härtere Nuss. Er versucht mit aller Gewalt seine Gefühle abzuschalten, was ihm meist auch gelingt. Zumindest bis Charlie Charlie in sein Leben tritt. Doch auch dann ist es wahrlich nicht einfach mit ihm. Manchmal ging mir sein Stursinn und Gefühlskälte zu weit und haben sein Verhalten nicht immer glaubwürdig gemacht.
Die Geschichte selbst hat mir aber trotzdem ziemlich gut gefallen. Es gibt jede Menge Nebencharaktere und viele davon sind auf ihre eigene Art wichtig für die Entwicklung der Geschichte. Vor allem eben die Familienmitglieder unserer beiden Protagonisten. Die Beziehungen der Charaktere untereinander sind gefühlvoll und spannend umgesetzt und haben mich während des Lesens immer wieder berührt. Cindy C. Bennett hat wirklich ein gutes Gespür für emotionale Geschichten und Charaktere, die den Leser mitzureißen wissen.

Cover End of Feeling Englisch 2

Dennoch, manchmal schießt sie über das Ziel hinaus. Die Probleme, mit denen sie Charlie und Benjamin behaftet hat, sind zwar durchaus nachvollziehbar und auch glaubhaft, trotzdem war es manchmal fast ein bisschen zu intensiv.
Auch mit ein paar der Entwicklungen war ich nicht gänzlich zufrieden, z.B. die Aufarbeitung von Benjamins Problemen mit seiner Mutter. Das ging mir am Ende doch alles etwas zu schnell und einfach, wenn man bedenkt welchen Einfluss das auf sein Innenleben hat.
Außerdem hätte ich mir wirklich sehr einen Epilog gewünscht. Ich verstehe, wieso Cindy C. Bennett davon abgesehen hat, denn das Nichtwissen, was die Zukunft bringt, ist ein wichtiger Punkt in dieser Geschichte. Trotzdem, einen etwas runderen - oder zumindest nicht ganzt so abrupten - Abschluss hätte ich mir dennoch gewünscht.

Eine schöne Geschichte ist End of Feeling von Cindy C. Bennett aber dennoch allemal. Hier und da ist sie zwar etwas ungeschliffen und zu intensiv geraten, insgesamt ist das Buch aber sehr emotional und ergreifend. Es wird definitiv nicht das letzte Buch gewesen sein, das ich von dieser Autorin gelesen habe.

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Cover Outcome Englisch

Outcome ist der 2. Band der Aftermath-Reihe und enthält Spoiler für den 1. Band Aftermath.

Drei Jahre ist es her seit Chase Gallardo und seine Freunde Austin Huntley und Cam Nash ihrem irren Kidnapper in Aftermath entkommen konnten. Austin und Nash sind seitdem ein glückliches Paar, doch Chase hat so seine Probleme mit der Vergangenheit. Er hat schon lange keine Therapiesitzung mit Grace mehr gehabt und ist eigentlich permanent auf der Flucht. Auf der Flucht vor sich selbst und seinen Gedanken.
Zum Glück hat er seine Bar, die mehr oder weniger seinen Lebensinhalt darstellt. Eines Tages ruft seine Angestellte ihn um Hilfe, weil dort ein tätowierter, wild ausschauender Mann in Boxershorts aufkreuzt und nach Alkohol fragt. Als wären die Umstände nicht schon verrückt genug, handelt es sich bei dem Mann um Remy Stahl - den jüngeren Bruder des Kidnappers, genau den Remy Stahl, den Chase im Keller darstellen musste.

Remys Leben ist in den letzten drei Jahren ebenfalls nicht besonders gut verlaufen. Seit er erfahren hat, dass sein verrückter Bruder jemanden an seiner statt in einem Keller gefangen gehalten hat, befindet er sich in einer Abwärtsspirale aus Alkohol und anderen Drogen. Seine Internet-Start-up Firma hat er gegen gutes Geld verkauft und somit kann er sich seine Sucht auch ohne Probleme leisten. Seine beiden besten Freunde denken aber nicht daran, seine Selbstzerstörung weiter zu tolerieren und entführen ihn kurzerhand, um ihn zum Entzug zu zwingen. Als er seinem Gefängnis nur in Boxershorts entkommt, macht er sich auf den schnellsten Weg in die nächste Bar. Remy ist sich nicht bewusst, dass diese Bar Chase Gallardo gehört und noch weniger, dass Remys Freunde kurze Zeit später ausgerechnet Chase um Hilfe bitten...

Outcome ist eine wirklich interessante Weiterentwicklung von Aftermath gewesen. Nachdem Cam und Austin ihr Leben relativ zügig wieder in den Griff bekommen haben, weil sie sich ja aufeinander stützen konnten, sieht die Welt für Chase und Remy auch nach drei Jahren noch nicht besonders rosig aus. Dass sie sich gegenseitig tatsächlich helfen können, ist erst mal gar nicht so leicht nachzuvollziehen, doch wenn man beide erst mal näher kennengelernt hat, begreift man Cara Dees Intentionen schon besser. Und ehe es man sich versieht, ist man wieder völlig in der Geschichte versunken.

Der Schreibstil der Autorin war genauso spannend und interessant wir auch schon im ersten Band der Aftermath-Reihe. Besonders Remys Alkoholsucht war eindrücklich dargestellt. Und jedes Mal, wenn er einen Rückfall hatte, konnte man nicht anders als laut "Nein, nein, nein!" zu rufen. Wer schon einmal mit einem ehemaligen Alkoholiker zu tun hatte, weiß, dass der Lockruf immer da ist und besonders, wenn das Leben seine rauhen Seiten zeigt, wird der Sirenengesang lauter und lauter und für den Betroffenen fast unmöglich zu ignorieren. Ja, ich habe das schon erlebt und beide Male sind die Personen dem Drang auf Dauer nicht entkommen. Alleine schon deshalb konnte ich Remys schweren Kampf hier wirklich gut nachvollziehen.

Dennoch vergebe ich an Outcome aber einen halben Stern weniger als an Aftermath, weil mich tatsächlich etwas anderes gestört hat. Und zwar hatte ich so meine Schwierigkeiten mit Chase, der seine Homosexualität so weit in den tiefen seines Geistes verborgen hat, dass er mir schon wie eine Karikatur erschien. Diese Tatsache wurde sehr betont und ich fand es einfach doch zu unglaubwürdig.
Schließlich sind Chases beste Freunde Austin und Cam: zwei verständnisvolle Männer, von denen der eine selbst mit seinem Outing zu kämpfen hatte, der andere bisexuell ist und damit offen für die Identitätsfindung anderer ist. Warum nur hatte Chase dann solche Probleme, seine Gefühle für Remy zu akzeptieren? Nur wegen seiner Bar in der hauptsächlich Rocker und andere harte Kerle ein- und ausgehen? Ernsthaft? Das war mir irgendwie zu wenig, beziehungsweise ich konnte diesen Teil des Problems einfach nicht so recht nachvollziehen.

Dennoch war Outcome ein spannendes Buch und ich habe es sehr gerne gelesen. Besonders die Rettungsaktion, bei der ich mich halb in einen Cowboy- und halb in einen Gansterfilm versetzt gefühlt habe, hat mir sehr viel Lesefreude bereitet. Ganz sicher nicht das letzte Buch, dass ich von Cara Dee gelesen habe.

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Cover The Bookshop on the Corner englisch

Es handelt sich hierbei um eine Geschichte zwischen den Ereignissen in Chocolate Dreams at the Gingerbread Café und Christmas Wedding at the Gingerbread Café (keine Rezension).

Sarah Smith betreibt im beschaulichen Städtchen Ashford einen Buchladen in dem sie ihre komplette Zeit verbringt. Noch bevor die anderen Ladenbesitzer in ihrer Straße in ihre Läden stiefeln, sitzt Sarah auf einem gemütlichen Sofa in ihrem Fenster und steckt ihre Nase in ein Buch.
Sie liebt es sich in einem Buch zu verlieren und von liebestollen Helden und erretteten Damen zu träumen. Leider hat sie noch kein Held aus ihrem trostlosen Liebesleben errettet und so wartet sie weiterhin auf Mr. Right.

Durch das Schokoladen-Festival auf das kleine Städtchen Ashford aufmerksam geworden, reist der Journalist Ridge Warner nach Connecticut und will einen Artikel eben diese Stadt und deren Leute schreiben. Da begegnet er Sarah und ist völlig fasziniert. Er will unbedingt mehr über sie erfahren und würde über sie gern einen Teil des Artikels schreiben. Doch Sarah ist davon alles andere als begeistert und blockt ab.

Als Sarah das erste Mal Ridge gegenübersteht verschlägt es ihr wortwörtlich die Sprache. Was für ein Mann! Als wäre er gerade aus einem ihrer Bücher gesprungen. Auch wenn er mit ihr flirtet, ist sie sich ziemlich sicher, dass es zu seinem Job gehört und er keinerlei Interesse an ihr direkt hat. Was soll ein weltgewandter Journalist auch mit einem Bücherwurm wie ihr anfangen? Ihr Traummann sollte ein Nerd sein und genauso verrückt nach Büchern wie sie.
Ihr kleines dummes Herz allerdings macht bei jedem seiner Blicke einen Sprung mehr und schon bald träumt Sarah mit offenen Augen von einer gemeinsamen Zukunft. Blöd, das weiß sie selbst, aber nicht nur sie ist interessiert in Ridge. Auch ihre Freunde Missy vom Friseurladen und die zwei Damen vom Gingerbread Café zeigen Interesse. Wenn auch auf andere Weise als sie selbst.

Kurz darauf befindet sich Sarah top gestylt bei einem Abendessen bei Lily zu Hause, die mit ihrem Verlobten zusammen ein paar neue Kreationen ausprobiert hat. Das lässt sich Sarah nie entgehen, wenn sie liest nicht nur unglaublich gern, sie futtert auch für ihr Leben gern. Auch wenn man es ihr nicht ansieht.
Ridge ist ebenfalls mit von der Partie und das allein reicht aus um Sarah völlig einzuschüchtern. Als sie dann 'versehentlich' in Ridges Armen landet - High Heels sind aber auch kompliziert zu tragen - ist klar, die zwei sind wie für einander geschaffen. Wäre da nicht Sarahs dumme Unerfahrenheit und Ridges Job, der ihn immer wieder quer durch die Welt schickt. Das kann doch eigentlich gar nicht funktionieren - oder doch?

Mit The Bookshop on the Corner ist Rebecca Raisin eine weitere schöne Geschichte in der The Gingerbread Cafe -Reihe gelungen. Mit Sarah kann jeder Bücherwurm mitfühlen. Sie liebt ihren kleinen Buchladen über alles und lebt hauptsächlich in ihren Büchern. Das da kaum Platz für die wahre Liebe bleibt, ist auch klar. Wie soll man auch jemanden kennenlernen, wenn man den ganzen Tag nur liest. Zumal in dem kleinen Städtchen Ashford jeder Jeden kennt. Da muss also ein Mann aus einer anderen Gegend kommen und dieser kommt ausgerechnet aus New York.
Während ich Sarah sofort mochte, war ich mir bei Ridge nicht sicher, ob er es wirklich ernst meint mit seinen Avancen Sarah gegenüber. Es ging mir einfach alles zu schnell. Später im Buch erfährt man dann allerdings warum es so schnell geht bei ihm. Und das macht das Ganze wieder sehr süß =o)

In diesem Band lernt man Missy kennen, die ein Stück weiter die Straße runter einen kleine Friseurladen hat und hoffnungslos romantisch ist. Missy ist so etwas wie eine beste Freundin und Mutter in einer Person. Während Lily einfach nur goldig und hilfsbereit ist, CeeCee gern allen unter die Arme greift und auch mal streng werden muss, damit alles passt, umschwebt Missy so eine Wolke aus weicher Zuckerwatte. Jedenfalls hatte ich immer solch ein Bild vor Augen.
Ich hoffe von ihr wird es noch ein bisschen mehr zu lesen geben =o)

Die Männer kommen in diesem Buch ein wenig zu kurz. Klar, Ridge hat natürlich seine Rolle, aber auch wenn er ja eigentlich die zweite Hauptperson ist, lernt man ihn nicht wirklich gut kennen. Rebecca Raisin konzentriert sich sehr auf ihre weiblichen Protagonisten. Da würde ich mir etwas mehr Streuung wünschen.
Der bisher letzte Band der Reihe Christmas Wedding at the Gingerbread Café (keine Rezension) ist von allen der umfangreichste Band und ich bin schon sehr gespannt wie es mit allen Personen weiter geht.

Ja, ich habe eine weitere Autorin gefunden, die ich zu meiner 'von-diesem-Autor-muss-ich-alles-lesen'-Liste hinzufügen muss.

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Cover Golden Son Deutsch

Enthält Spoiler für Red Rising.

Nachdem Darrow sich im Institut, der ersten "Schule" der Society, mit Glanz und Glorie durchsetzen konnte, blieb ihm die freie Wahl, welches Haus er sich für seine weitere Ausbildung bzw. als Sponsor aussucht. Seine Wahl fiel ausgerechnet auf den ArchGovenor des Mars – und den Mörder seiner Frau Eo - Nero au Augustus.
Mit dieser Entscheidung hat er allerdings nicht nur Freunde gemacht.

Nun ist Darrow gerade dabei, die nächste Etappe seiner Ausbildung abzuschließen: Die Academy, in der er mehr oder weniger simulierte Schlachten im Weltraum schlagen muss. Doch Darrow hat seine eigentliche Aufgabe nicht aus den Augen verloren. Denn was für die Goldenen nichts weiter, als ein Kriegsspiel ist, ist für viele der niederen Farben bitterer Ernst und kostet viele Leben. Darrow und die Rebellengruppe Sons of Ares wollen weiterhin die ungerechte Society in ihren Grundfesten erschüttern. Doch dafür muss sich Darrow weiterhin nach oben arbeiten.
Mittlerweile hat er allerdings viele Feinde - allen voran die Familie Bellona, die nichts unversucht lassen wird, um sich an Darrow für den Tod ihres Sohns Julian zu rächen. Doch als Darrows Pläne immer weitere Kreise ziehen, wird diese Fehde bald zum kleinsten seiner Probleme...

Die Red Rising Trilogie von Pierce Brown ist wirklich etwas ganz Besonders und anders, als alles, was ich bisher gelesen habe. Der erste Band Red Rising hatte mich vollkommen von den Socken gehauen und so hatte ich natürlich auch riesige Hoffnung für den zweiten Band Golden Son.
Zunächst hatte ich allerdings so meine Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Es erinnerte stellenweise eher an ein altes römisches Stück, als an einen modernen Science Fiction Roman. Die Dialoge sind vollgeladen mit Anspielungen und könnten auch von Menschen im Alten Rom gesprochen werden. Eigentlich macht genau das den einzigartigen Schreibstil des Autors aus, aber es dauerte deshalb auch eine Weile, bis ich mich wieder in diese Welt eingefunden hatte. Als es dann aber soweit war, hat sie mir fast noch besser gefallen, als im ersten Teil der Reihe.
Die Geschichte setzt fast zwei Jahre nach dem Ende des ersten Bands an und Darrow ist seinem Ziel ein einflussreiches Mitglied der Society zu werden einen großen Schritt näher. Doch wie er auf die harte Art herausfinden musste, können sich die Dinge innerhalb einer Sekunde in dieser Gesellschaft ändern und so werden Darrow immer wieder Steine in den Weg gelegt - was oft mit dem Tod eines seiner liebgewonnen Freunde endet. Golden Son ist wirklich keine fröhliche Geschichte und nichts für sanfte Gemüter. Pierce Brown hält sich kein bisschen zurück, wenn es um Kampfszenen oder Attentate geht. Immer, wenn ich dachte, es könne jetzt nicht mehr schlimmer werden, hat der Autor noch eins drauf gelegt. Die Geschichte entwickelt sich dadurch mit einem wahnsinnigen Tempo und manchmal kann man gar nicht schnell genug schauen, bevor sich wieder etwas verändert hat und aus Freunden Feinde oder aus Gegenern Verbündete wurden. Ich weiß, dass ich habe es bereits im ersten Teil gesagt, aber ich sage es wieder: Ich vertraue kaum jemandem in dieser Geschichte - abgesehen von Darrow, obwohl auch er manchmal wirklich perfide Pläne schmiedet.
Ich habe aber natürlich den ein oder anderen Liebling. Diese Liste wird von Darrows treustem Freund Sevro angeführt. Dieser kleine, unfreundliche Kerl hat es wieder geschafft mein Herz zu erobern. Doch auch in Mustang setze ich nach wie vor große Hoffnungen, obwohl sie in diesem Buch noch undurchschaubarer ist, als im ersten Teil. Auch Eo ist - obwohl sie genau genommen keine Rolle spielt - irgendwie immer noch ein sehr greifbarer Charakter. Lange Zeit war sie Darrows einzige Motivation. Doch je tiefer er in die Welt der Goldenen eintaucht und Freunde und Verbündete findet, umso mehr findet er, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Cover Golden Son Englisch

Eine Sache gibt es allerdings, die vermutlich für einige Leser problematisch sein wird. Mir persönlich hat es nicht viel ausgemacht und es verändert auch meine Meinung über das Buch nicht. Pierce Brown legt sehr großen Wert auf die Technik in seiner Welt. Es gibt jede Menge neue Erfindungen, meist Waffen oder Raumschiffe, und dem meisten hat er einen neuen Namen gegeben. Er hält sich allerdings nicht mit langen Erklärungen dazu auf. Das ist einerseits ziemlich gut, da es den Fluss der Geschichte nicht stört, auf der anderen Seite sitzt man aber schon manchmal etwas ratlos da und überlegt, wie man sich diese oder jene Waffe nun genau vorzustellen hat.

Trotzdem, unterm Strich ist Golden Son von Pierce Brown ein phantastisches Buch, das seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Spannend, abwechslungsreich und mit einem ganz besonderen Schreibstil, bei dem man sich manchmal wie ins alte Rom zurückversetzt fühlt, bietet Golden Son eine ausgezeichnete Fortsetzung und gab mir als Leser genau das, was ich wollte. Wir bekommen Anwtorten auf Fragen, die ich eigentlich nicht vor dem letzten Band erwartet hätte, wirft aber auch jede Menge neue auf. Deshalb ist dieses Buch absolut kein Lückenfüller, sondern eine wichtige Etappe in dieser Reihe, die Großes für das letzte Buch der Red Rising Trilogie erwarten lässt.

Golden Son erscheint am 6. Januar 2015 auf Englisch. Deutsche Leser müssen sich noch bis zum 27. April 2015 gedulden.

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Cover Lover Mine Enlisch

Enthält eventuell Spoiler für die übrigens Bücher der Black Dagger Brotherhood Reihe.

John Matthew weiß, was es bedeutet, alles zu verlieren. Seine Kindheit hat er in Heimen verbracht, wo er nirgendwo so richtig dazu gehört hat. Irgendwie war er immer anders, als alle anderen - und das lag nicht nur daran, dass John stumm ist.
Als er schließlich von den Vampiren der Black Dagger Brotherhood und im Speziellen von dem Krieger Tohrment und seiner shellan Wellsie aufgenommen wurde, hat er endlich herausgefunden, was und wer wirklich ist und ein Zuhause gefunden. Doch auch das wurde ihm mit dem Tod von Wellsie wieder genommen.
Für John ist es einfacher, seine Gefühle abzuschalten. Er hat gelernt, dass nichts Gutes dabei herauskommen kann, sich anderen Vampiren zu öffnen, also bleibt er lieber so weit es geht für sich. Das gilt besonders für Xhex - die Frau, die er über alles liebt, die ihn allerdings einmal zu oft weggestoßen hat. Er sich die Hände von ihr reingeschwaschen und eigentlich vor, sich nicht mehr auf sie einzulassen.
Doch als Xhex von Lash, Johns Nemesis und dem Sohn des Omega, entführt wird, kommen John seine Probleme plötzlich sehr klein vor. Er kann nicht ruhen, bevor er Xhex nicht wieder hat und will sich gar nicht ausmalen, was Lash seiner Xhex alles antun könnte. Doch die Realität ist noch viel schlimmer, als alles, was er sich in seinen dunkelsten Albträumen ausgemalt hatte...

Cover Vampirseele Deutsch

Lover Mine / Vampirseele & Mondschwur von J. R. Ward ist endlich mal wieder ein Buch der Black Dagger Brotherhood Reihe, dass sich im Großen und Ganzen auf seine eigene Geschichte konzentriert. Denn in erster Linie geht es eben um John und Xhex und der Fokus liegt ganz eindeutig auf ihnen. Wenn ihr meine anderen Rezensionen zu dieser Reihe gelesen habt wisst ihr, dass ich beide von Anfang an sehr gerne mochte und ich ihrem Buch entgegen gefiebert habe. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht.
John hat wie gesagt bereits eine Menge durchgemacht in seinem verhältnismäßig kurzen Leben. Deswegen konnte ich seine lasst-mich-in-Ruhe-Einstellung, die er sich kürzlich angewöhnt hat, auch ziemlich gut nachvollziehen. Es war purer Selbstschutz, denn wirklich besser ging es ihm damit nicht. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass der echte John immer noch gar nicht so weit unter dieser rauen Schale wartet und sich im Grunde gar nicht verändert hat. Ich habe ständig mit ihm gelitten, denn seine Suche nach Xhex geht ihm gehörig an die Substanz. Gleichzeitig war dieses Rennen mit der Zeit auch extrem spannend. Lash ist wirklich ein ganz außergewöhnlicher Widerling, der einen großartigen Bösewicht hergibt. Durch ihn erfahren wir auch etwas mehr, was sich gerade bei der Lesser Society tut, was wie immer mit einigen unerwarteten Entwicklungen einhergeht.
Die wohl größte Überraschung für mich war allerdings Xhex. Als besonders warmherzige Person ist sie uns bisher ja nicht gerade vorgestellt worden. Sie ist eine toughe Kämpferin, die auf sich selbst aufpassen kann und definitiv keine klassische Jungfrau in Nöten. Und genau so mochte ich sie immer sehr gern. Doch auf der anderen Seite habe ich mir für John auch eine etwas einfühlsamere Frau gewünscht, die auf seinen doch sehr sensiblen Charakter eingeht. Bei Xhex hatte ich da so meine Sorgen. Doch siehe da, irgendwie hat es J. R. Ward geschafft, Xhex emotionalere Seite hervorzukitzeln, ohne ihre eigentliche Natur dabei zu verlieren. Und das ist wirklich eine Leistung. Ich hatte jedenfalls immer wieder großen Spaß zu sehen, wie sich Xhex zwei Seiten ausbalancieren.

Cover Mondschwur Deutsch

Apropos zwei Seiten: Johns Vergangenheit ist ja schon immer eher eine vage Angelegenheit gewesen - auch für ihn selbst. Darius war sein Vater, mehr weiß er aber auch nicht. Doch der aufmerksame Leser hat natürlich längst so seinen Verdacht, was es mit Johns Herkunft auf sich hat. Eine eindeutige Antwort gibt J. R. Ward auch in Lover Mine / Vampirseele & Mondschwur darauf nicht - allerdings aber jede Menge Anspielungen und Hinweise und mir persönlich reicht das voll und ganz. Um ehrlich zu sein möchte ich sogar gar nicht mehr wissen, einfach weil ich John genau so mag, wie er ist.
Doch auch wenn sich diese Geschichte in erste Linie um John und Xhex dreht, kommen auch andere Elemente und Charaktere nicht zu kurz. Wie immer mangelt es nicht an Action und es gibt jede Menge spektakuläre Kämpfe mit den Lessers. Ansonsten steht dieses Mal vor allem Tohr im Vordergrund. Aber auch bei Qhuinn und besonders Blay tut sich einiges und gerade ihre jeweilig Erzählstränge fand ich sehr spannend und immer wieder eine tolle Abwechslung.

Unterm Strich ist Lover Mine / Vampirseele & Mondschwur, wie ich bereits fast erwartet hatte, das für mich beste Buch der [Reihe] Reihe von J. R. Ward - bis jetzt zumindest. Denn J. R. Ward schafft es immer wieder mich angenehm zu überraschen. Bleibt also zu hoffen, dass die Autorin auch bei den zukünftigen Büchern so actiongeladene, spannende und vor allem romantische Unterhaltung bieten wird.

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