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Cover Falling Englisch

Als Malachi den gutaussehenden Mann, der etwas verloren im Supermarkt vor den Duschgels stehen sieht, ist er sofort von ihm eingenommen, ist sich aber auch sicher, ihn nie wieder zu sehen. Doch als er für einen Aushilfsjob, bei der Reparatur eines Hauses helfen soll, ist der Besitzer niemand anderes als Harper Shaw, der Fremde aus dem Supermarkt. Malachi ist gerade am Tiefpunkt seines Lebens, ohne festen Job und Wohnung, die er beide mit dem Ende seiner letzten Beziehung verloren hat. Eigentlich sollte er erst einmal sein Leben auf die Reihe kriegen, bevor er wieder an andere Männer denkt. Vor allem an einen wortkargen, ernsten wie Harper, den eindeutig mehr belastet, als er einem zeigen will.
Denn was Malachi nicht weiß: Harper ist erst seit ein paar Tagen wieder ein freier Mann. Er hat die letzten 10 Jahre im Gefängnis verbracht - für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Doch keiner wollte ihm glauben, weder damals noch heute.
Anscheinend gibt es jemanden, für den Harper noch nicht genug bestraft wurde, denn es kommt immer wieder zu übergriffen, die nicht nur sein Heim, sondern bald auch sein Leben in Gefahr bringen. Und nicht nur seines, denn je näher er und Malachi sich kommen, umso mehr gerät auch der einzigen Menschen in Gefahr, der Harper noch Glauben schenkt...

Denn es scheint gleich mehrere Menschen in Falling von Barbara Elsborg zu geben, die noch eine Rechnung mit Harper zu begleichen haben. Und das, obwohl er niemals jemandem etwas getan hat. Kein Wunder also, dass er mir die meiste Zeit einfach schrecklich Leid getan hat, denn selbst jetzt, nachdem er 10 Jahre im Gefängnis verbracht hat, ist sein Leben zerstört. Er wird für immer mit seinem angeblichen Verbrechen konfrontiert werden und es gibt keinen Ausweg für ihn.
Dass die Geschichte nicht vollkommen im Trübsal versinkt ist hauptsächlich Malachi zu vedanken. Er bringt immer wieder frischen Wind in die Geschichte und hilft Harper dabei zu sehen, dass es doch noch etwas gibt, für das es sich zu leben lohnt. Malachi ist lustig, schlagfertig und schafft es immer, sich irgendwie durchzumogeln. Dabei hat er es auch nicht einfach gehabt im Leben. Er wuchs in verschiedenen Heimen auf und landete mit 16 auf der Straße. Er fand allerdings jemanden, der sich um ihn gekümmert hat, was in einer sehr...einseitigen Beziehung endete. Jetzt, da diese vorbei ist, steht er wieder genau da, wo er angefangen hat. Trotzdem hat er seinen Lebensmut nie verloren, was jetzt auch Harper zugute kommt. Beide wollen dem anderen unbedingt helfen und so stürzen sie sich Hals über Kopf in eine Beziehung.
Das ist es aber auch, was mich ein bisschen gestört hat an Falling. Die beiden kommen sich so schnell so nahe, dass es manchmal ein wenig unglaubwürdig und dadurch oberflächlich wurde. Das legt sich zwar im Laufe des Buchs wieder etwas, aber auch sonst geht in diesem Buch schief, was nur schief gehen kann und ist manchmal ein wenig überdramatisiert.

Allerdings ist es auch wirklich ein starkes Stück, was Harper da in Falling von Barbara Elsborg in die Schuhe geschoben wurde. Deshalb konnte ich dem Buch auch viel verzeihen. Es hat natürlich auch geholfen, dass sowohl Harper, als auch Malachi extrem sympathische Charaktere sind, mit denen ich gerne gelitten habe. Wer eine schöne Romanze mit großen Emotionen und viel Drama sucht, die aber trotzdem immer unterhaltsam bleibt, dem könnte dieses Buch gut gefallen.

Falling erscheint am 24. März 2015.

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Cover Wächter der Lüge deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Reihe The Legacy of Lord Regret / Der Herr der Tränen.

Salarkis, seines Zeichens Wächter und Fadenwirker, hat sich an seinem bekannten Rückzugsort verkrochen.
Er kann es kaum fassen, dass Forger versucht hat ihn zu töten. Wie kann er es wagen?
Wütend betrachtet er seine beiden Klingen, die er nach gut Dünken zum Töten aussenden kann. Das wird Forger ihm büßen. Und so schickt Salarkis ein letztes Mal seine Klingen aus um die beiden Handlanger von Forger, ohne die er keinen Schritt wagt, zu töten.
Rastlos überlegt er was er als nächstes tun könnte und beschließt zum Tal des Friedens zurück zu kehren. Dort, nahe der Wunde, würde ihn niemand suchen. Kurz darauf tritt er den Fadengang an und landet auf dem Plateau der Roshausberge. Die Wunde über dem Turm, dem einstiegen Ort Regrets Macht, klafft die Wunde blutig am Himmel. Die Ränder fasern weiter aus, je mehr Magie gewirkt wird.
Als Salarkis sich der Wunde nähert wird er von einem Sog erfasst, der ihm beinahe den Atem raubt. Seine Fäden vereinen sich mit der Wunde - kurz darauf wird er bewusstlos.

Unterdessen macht sich Forger bereit in die Schlacht zu ziehen. Er will Macht - viel Macht. Und weil er als einziger etwas davon hat, wenn Andere Schmerz empfinden, hat er nicht vor sie sich still und leise zu holen.
Yalenna und Rostigan sind aus Burg Althala. Noch immer kann sie es nicht fassen, dass so ein Würmchen von einem König es gewagt hat ihren Freund Braston zu ermorden nur um selbst auf den Thron zu kommen. Ohne die Hilfe Despirrows hätten er es nie geschafft, und dafür hasste Yalenna diesen Verräter.
Um die Moral des Heeres zu stärken haben sie keine andere Chance, als wieder einen König auf den Thron zu setzen. In diesem Fall eine Marionette - denn nichts anderes wird der neue König sein. Um seine Schuld an Brastons Tod halbwegs zu tilgen, wird Loppolo auf den Thron gesetzt, erhält jedoch keine Macht. Einzig Yalenna und Rostigan sagen ihm was er zu tun und zu lassen hat.
Währenddessen arbeiten sie weiter einen Plan aus die Wunde zu schließen, doch dazu müssen sie an Forger heran kommen und der hat sie alle zu Feinden erklärt.

Mergan, endlich aus seinem steinernen Grab befreit sehnt sich nach nichts mehr als endlich zu essen und zu trinken. In den letzten 300 Jahren musste er auf jegliches Wohl verzichten und er hat nicht vor auch nur einen weiteren Tag zu verschwenden.
So sitzt er bei einem leckeren Essen in einem Wirtshaus als Despirrow wieder einmal die Welt anhält. Das wurmt ihn, denn jetzt kann er weder sein Mahl genießen, das steinhart ist, noch sich an der jungen Dame neben ihn zu schaffen machen.
Als die Zeit wieder einsetzt stürmen Entflochtene das Dorf und ihm bleibt nichts weiter übrig als in ein Haus zu fliehen und es so zu verändern, dass keiner hinein - er aber auch nicht hinaus kommt.
Als ihn die Entflochtenen entdecken sind sie entschlossen an ihn heran zu kommen. Um sich ein wenig Würde zu bewahren tritt er nach erneuten Veränderungen der Fäden hinaus. Doch anstatt ihn zu töten, sind die Entflochtenen verwirrt. Sie glauben Regret vor sich stehen zu haben und Mergan schlägt gern in diese Kerbe.
So wird er zum zweifelhaften Anführer einer Horde Entflochtener die sich weder um Regeln noch um Andere scheren. Ob ihm mit dieser Truppe ein Sieg über seine ehemaligen Freunde, die ihn so schändlich verlasen haben, erringen kann wird sich zeigen.

Der zweite Band der Strange Threads / Die Saga von Rostigan und Tarzi schließt genau an den ersten Band an, so dass ein lesen des zweiten Bandes, ohne den ersten zu kennen möglich, aber nicht klug ist.
Es geht weiterhin in verschiedenen Abschnitten weiter, so dass der Leser jede Figur verfolgen kann, bis sie irgendwann aufeinander treffen.
In diesem Band ist es allerdings weniger eine Geschichte über Rostigan und Tarzi, sondern mehr ein Buch über die Wächter und ihre Aufgabe.
Natürlich kommt Tarzi weiterhin vor, aber sie und Rostigan sind nicht mehr der Mittelpunkt. Rostigan hat weiterhin eine Hauptrolle, jedoch weitet sich das Buch eher auf Yalenna aus, die viel an seiner Seite ist.
Das hat mich jetzt allerdings weniger gestört. Die Geschichte ist schlüssig geschrieben und liest sich weg wie nichts.
Einige Szenen sind vielleicht nichts für schwache Nerven und auch ich fand sie teilweise etwas brutal. Ich weiß nicht ob das jetzt so dazu gehören musste, aber etwas weniger Verstümmelung hätte mir besser gefallen.

Das Ende des Buches versöhnt mich mit einigen Vorkommnissen aus dem ersten Band. Ansonsten passiert in diesem Buch eigentlich nichts, was ich nicht so nachvollziehen konnte. Es gibt keine sinnlosen Todesfälle - von einer Königin vielleicht abgesehen - so dass man dem Autor nicht vorwerfen kann, er würde wahllos Charaktere töten. Das ist mal eine neue Erfahrung =o)
Der Epilog macht eine Weiterführung der Reihe kaum möglich, so dass nach zwei Bänden wirklich Schluss ist.

Ich muss sagen, mir hat die Reihe wirklich Spaß gemacht und ich habe es genossen mal wieder in die Tiefen der Fantasy ab zu tauchen.

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Cover Wenn das Glück anklopft deutsch

Milena ist 39 Jahre alt, geschieden und Mutter zweier Kinder. Gerade im Moment fühlt sie sich allerdings als wäre sie bereits 100 Jahre alt.
Als sie sich aus ihrem Liegestuhl im Garten schält durchfährt sie ein scharfer Schmerz im Rücken. Das ist neu. Gerade so schafft sie es in die Küche um sich auf den Stuhl fallen zu lassen. Ihre Tochter Lili schaut sie skeptisch an. So kannte sie ihre Mutter noch nicht. Eins war klar - Milena musste zum Arzt und zwar fix.
Mehr schlecht als recht schafft sie es ins Krankenhaus zu fahren und wird sofort eingewiesen. Die Bandscheibe ist es also - und durch Milenas Übergewicht ist der Rücken stark belastet.
Milena ist bestürzt, der Arzt tut gerade so als wäre sie fett! Das stimmt ja nun nicht. Gut, sie hat keine Laufstegmodelmaße, aber trotzdem ist sie doch normal. Oder?

Ihre Mutter und auch ihre Kinder besuchen sie im Krankenhaus. Die Kinder haben gerade Milenas Ex-Mann im Haus, damit er auf die zwei aufpasst. Vor fünf Jahren hat er sich während eines Urlaubes in eine schlanke Bikinischönheit verliebt und sich von ihr scheiden lassen. So ganz verwunden hat sie das noch immer nicht. Sie freut sich wenn Alex vorbeikommt und sie alle gemeinsam ihr großartiges Essen genießen. Dabei fühlt es sich beinahe wieder wie eine Familie an.

Um ihren Rücken zu stärken soll Milena sich eine Rückenschule suchen. In ihrer Nachbarschaft wird sie dann fündig, traut sich jedoch beinahe nicht hin zu gehen. Am Ende ist sie dann doch ganz froh sich überwunden zu haben. Sie lernt in ihrer ersten Stunde gleich zwei sehr nette Mädels kennen - die quirlige Caroline und die zurückhaltende Ann-Kathrin. Während Caro jeden mag und sprichwörtlich Hummeln im Hintern hat, gleicht Ann-Kathrin einem scheuen Reh.
Die Übungen sind anstrengend, tuen ihrem Rücken aber gut. Nebenbei versucht sie noch zwei, drei Diäten - scheitert kläglich und gibt auf.

Bei ihrer zweiten Stunde bringt Caroline eine weitere Nachbarin mit. Eine lange, blonde, kühle Frau, die Milena sofort unsympathisch ist, weil sie sie an die neue Frau ihres Ex-Mannes erinnert. Vivien ihrerseits versucht sich Milena bei einem Umtrunk nach der Stunde zu nähern. Das kommt bei ihr gar nicht gut an.
Aus einer Laune heraus schlägt Caroline vor sich gemeinsam zum Abendessen zu treffen und daraus einen Mädels-Abend zu machen. Vivien, ihres Zeichens Chefredakteurin der Klatschzeitung 'Amelie', weiß nicht ob sie Zeit hat und das gibt Milena die Chance zuzusagen.
Kurz darauf findet der erste Abend statt und sie unterhalten sich über alles Mögliche. Selbst Vivien hat es geschafft, zu Milenas Leidwesen. Milena erfährt einiges über ihre Gastgeberin, aber Ann-Kathrin und auch Vivien sind mit ihrem Privatleben sehr zurückhaltend.

So langsam taut Milena richtig auf und freut sich jedes Mal auf ihre Mädels. Daheim wird es allerdings immer merkwürdiger. Ihr Nachbar Jan kommt in letzter Zeit ständig an und will sie einladen. Dass er sich jeden Tag bei ihr Lebensmittel ausleiht ist sie inzwischen gewohnt, jedoch fragt sie sich, warum sein Frau Jana nicht mal einkaufen geht. Als sie diese dann zufällig im Supermarkt trifft erfährt sie, dass die beiden bereits seit einiger Zeit getrennt sind. Jan habe sie mehrfach betrogen und sie war davon ausgegangen, dass auch Milena zu seinen Eroberungen gehört. Milena ist empört.
Zu allem Übel steht nun auch Alex ständig vor der Tür und ruft sie sogar mitten in der Nacht an. Ob er Probleme mit seiner Frau hat? Das kann sie sich ja beinahe nicht vorstellen und doch gehört er bald wieder fast zum Inventar.
Während Jan ihr immer wieder Avancen macht und Alex sie mit Komplimenten überhäuft zieht gegenüber ein charmanter, lediger Mann ein. Schon nach kurzem ist sie mit ihm vertraut und sieht sich nun zwischen drei Männern. Wo soll das alles noch hinführen?

Aber sie ist nicht allein mit ihren Problemen. Caroline ist jeden Tag auf Trapp, sie muss sich um ihre vier Kinder kümmern und hat unzählig viele Ehrenämter. Dass da ihre eigene Ehe zu kurz kommt, merken zunächst nur alle andern.
Vivien ist in ihrem Job festgefahren. Die Auflage der Zeitschrift sinkt immer weiter und ihre Assistentin scheint ihr nur noch Falschmeldungen unter zu jubeln. Zu allem Überfluss fühlt sie sich von ihrem Liebhaber nur benutzt, so lange alles gut läuft. Hat sie sich dieses Leben wirklich so ausgesucht?
Und die sowieso schon schüchterne Ann-Kathrin ist nach ihrem ersten miserablen Date so fertig, dass sie jedem Mann aus dem Weg geht. Dabei gibt es da so einen netten Herrn, der immer wieder in ihre Bibliothek kommt.

Wenn das Glück anklopft ist mein erstes Buch von Kerstin Hohlfeld und wird sicherlich auch nicht das letzte gewesen sein. Die Autorin entführt den Leser nach Berlin, allerdings in eine etwas ruhigere Ecke in der man auch Luft zum Atmen hat.
Die Hauptperson in diesem Buch ist Milena, die durch einen Bandscheibenvorfall zu einer lustigen Gruppe Rückenschulmädels stößt. Jede der vier Damen um die es hauptsächlich in diesem Buch geht bringt etwas Würze in die Geschichte.
Milena ist zwar noch keine vierzig Jahre alt, kommt von ihrer Art her aber sehr großmütterlich rüber. Sie kümmert sich um jeden - am liebsten in der Küche mit einem guten Essen. Und da hat sie mich ja schon. Ich esse gern leckere Sachen und was sie da so zaubert lässt einem beim Lesen das Wasser im Mund zusammen laufen. Und dann soll die Gute auch noch abnehmen.

Auch Männer tauchen in diesem absoluten von Frauen beherrschten Roman auf. Da wären Milenas Ex-Mann Alex, ihr Nachbar Jan und der neue Nachbar Benno. Das es da turbulent wird ist klar.
Während der Geschichte lernt man alle vier Damen besser kennen und auch die Herren der Schöpfung. Milena hat bei mir leichte Sympathiepunkte verspielt, als sie so vorurteilbehaftet auf Vivien traf. Das passte irgendwie nicht zu ihrem Wesen.
Meine liebste Figur aus dem Buch ist Caro. Sie ist naturfröhlich und findet für beinahe jedes Problem eine Lösung. Bei ihr hatte ich immer Angst, dass etwas passiert. Das war schon manchmal nervenaufreibend ^^

Mir hat die Geschichte und deren Verlauf größtenteils gefallen. Es gab zwei Dinge die ich nicht so richtig mochte, die aber natürlich reine Geschmackssache sind. Verraten kann ich sie euch jetzt nicht - das würde zu viel vorwegnehmen, also müsst ihr es alleine herausfinden ^^

Ich bedanke mich ganz herzlich bei der Plattform www.leserunden.de, bei Kerstin Hohlfeld und beim Ullstein-Buchverlag.

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Cover Rival UK

Für Madoc Caruthers war das Leben immer ein Zuckerschlecken. Er ist der Sohn eines reichen Anwalts, wohnt in einem großen Haus und lebt mehr oder weniger von Party zu Party. Und von Mädchen zu Mädchen. Das war aber nicht immer so. Vor ein paar Jahren hat er seine Jungfräulichkeit ausgerechnet an Fallon, die Tochter seiner neuen Stiefmutter, verloren. Obwohl die beiden öfter gestritten, als sich verstanden haben, konnten sie trotzdem nie lange die Finger voneinander lassen. Madoc war zum ersten Mal wirklich glücklich.
Zumindest bis Fallon einfach so von einem Tag auf den nächsten verschwunden war. Kein Wort des Abschieds und keine Möglichkeit, irgendwie mit ihr in Kontakt zu treten. Auf ihre Eltern konnte er nicht hoffen; sie würden alles tun, um die beiden voneinander zu trennen.

Doch die Welt ging davon nicht unter. Madoc hat sein Leben weitergelebt. Parties, belangloser Sex und Spaß. Was kann er schon mehr wollen?
Dann aber taucht Fallon plötzlich wieder in der Stadt auf und stellt Madocs Leben erneut auf den Kopf und er muss feststellen, dass sie ihm noch genauso unter die Haut geht, wie eh und je. Anscheinend ist sie ihm doch nicht so gleichgültig wie er immer gedacht hat - und auch Fallon scheint noch nicht fertig mit ihm zu sein.

Doch Fallon hat ganz eigene Gründe für ihre Rückkehr in ein Haus, an das sie nur wenige gute Erinnerungen hat. Sie hat einen Plan...und sie schreckt vor nichts und niemandem zurück, um ihn umzusetzen.

Rival von Penelope Douglas ist eines jener Bücher, bei denen es mir sehr schwer fällt, ihnen eine eindeutige Bewertung zu geben. Es gab zu viel Positives und Negatives, das teilweise sogar im Widerspruch zueinander steht.
Kommen wir erst einmal zu dem, was mir gut gefallen hat: Ich mochte Madoc und Fallon sehr. Sie sind allerdings definitiv keine einfachen Charaktere. Sie sind dickköpfig, schlagfertig und manche der Dinge, die sie sich in ihren Wortgefechten um die Ohren hauen, liegen schon ganz schön weit unter der Gürtellinie. Das ist es aber auch, was die Chemie zwischen diesen beiden Figuren ausmacht. Zwischen ihnen brodelt es einfach und das merkt man auch als Leser ganz schnell. Aber sie haben natürlich auch ihre guten Seiten, besonders was ihre Freunde angeht. Sie sind ihre Ersatzfamilie, da sie beide aus verschiedenen Gründen nur sehr wenig Kontakt zu ihren Eltern haben, und sie würden alles für sie tun. Das bedeutet natürlich auch, dass man viel von Tate, Jared und Jax hört, die wir ja bereits aus Bully / Bully - Geliebter Quälgeist und Until You kennne.
Auch sonst ist die Geschichte eigentlich nicht schlecht. Sicher, das Rad wird hier nicht neu erfunden, aber unterhaltsam ist die Handlung um diese beiden Streithähne allemal. Man bekommt relativ schnell eine Ahnung, was es mit Fallons Vergangenheit auf sich hat. Die Frage ist nur: Was hat sie damit vor? Die Antwort darauf bekommt man erst nach und nach geliefert und das war schon ziemlich spannend.
Auch wenn beide Protagonisten erst 18 Jahre alt sind und gerade die High School abgeschlossen haben, ist Rival definitiv ein New Adult Buch. Es gibt einfach zu viele explizite Sexszenen, die doch eher nicht zu einem Jugendbuch passen.

Cover Rival US

Hier kommen wir dann aber schon langsam aber sicher zu den negativen Aspekten: Denn auch, wenn manche der intimeren Szenen wirklich schön geschrieben sind, spielt Sex insgesamt eine viel zu große Rolle für meinen Geschmack. Würde man die Seiten mit erotischerem Inhalt ausklammern, so wäre das Buch vermutlich nur halb so lang. Außerdem benutzt Fallon manchmal Sex fast schon als Waffe oder zumindest sehr gezielt, um das zu bekommen, was sie will. So richtig wohl habe ich mich damit nicht gefühlt.
Ich wünschte, Penelope Douglas hätte ihre Protagonisten ein klein wenig älter gestaltet. In vielerlei Hinsicht sind sie einfach zu...ich will nicht sagen erwachsen, dafür sind sie manchmal schlicht zu streitlustig und kindisch. Aber zumindest gibt es (ohne euch zu viel verraten zu wollen) Entwicklungen und Entscheidungen über die Zukunft, die mir mit etwas älteren Charakteren besser gefallen hätten.

Trotzdem, alles in allem ist Rival von Penelope Douglas ein recht schönes Buch. Etwas übertrieben und dick aufgetragen vielleicht, aber trotzdem sehr unterhaltsam. Wer ein paar schnelle, emotionale Lesestunden haben möchte und gerne ein bisschen Drama in seinen Büchern hat, dem könnte Rival sehr gefallen.
Rival ist in sich abgeschloßen. Doch es wird noch weitere Bücher in der Fall Away Reihe geben. Der nächste Band, Falling Away, handelt von Jax und ist bereits am 6. Januar als E-Book erschienen.

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Cover Hot Dogs zum Frühstück deutsch

Romana ist festgefahren. Ihre Arbeit spannt sie ein und daheim distanziert sich ihr Ehemann Hannes von ihr. Jede freie Minute verbringt er in den Bergen und in den letzten Wochen kam er immer erst spät aus dem Büro.
Romana teilt seine Liebe fürs Klettern nicht und so verbringen sie die Wochenenden immer getrennt. Während sie sich zu Hause um den Haushalt kümmert, zeltet er in freier Wildbahn und schaltet ab.
Eigentlich wollten sie nach der Hochzeit nur noch ein paar Jahre warten und dann eine Familie gründen - sie sind jetzt seit 15 Jahren verheiratet und immer wenn sie das Thema Kinder anspricht blockt er ab.
Sie weiß nicht wie sie damit umgehen soll und entscheidet ihn direkt anzusprechen. Doch da kommt er ihr zuvor. Er möchte eine Auszeit.
Das sitzt. Ob er eine andere hat? Er würde für eine Weile in die Wohnung eines Freundes ziehen, der diese im Augenblick nicht nutzt.

Romana ist geschockt. Liebte er sie etwa nicht mehr? Um nicht völlig auszuflippen geht sie in den Garten und reagiert sich am Rasenmäher ab. Dann kommt ihr die Idee. Sie würde den Spieß einfach umdrehen. Soll er doch mal sehen wie viel Arbeit sie immer mit dem Haushalt neben der Arbeit hat.
Wieder in der Küche eröffnet sie ihm beim Mittag, dass sie für ein paar Wochen verreisen würde. Sie plant eine USA-Reise und er hätte in der Zeit seine Ruhe. Es wäre genauso als wären sie nicht verheiratet - keine Verpflichtungen in der Zeit und kein Kontakt. Hannes ist schockiert während Romana mit Appetit ihr Essen verputzt.
Am gleichen Abend ruft sie ihre Freundin Caro in New York an und erzählt ihr davon. Diese ist begeistert, denn das bedeutet, dass Romana sie in den Staaten besuchen würde. Bei einem Wagen würde sie ihr gerne helfen.
Nun muss Romana nur noch eine Anzeige aufgeben. Sie hat nicht vor diese Reise quer durch die Staaten alleine zu bewältigen. Deshalb sucht sie weitere Mitfahrerinnen die mal raus wollen. Und tatsächlich melden sich einige. Mit zwei verabredet sie sich in den USA.

Ein paar Tage später sitzt sie im Flieger nach New York. Romana ist ein wenig mulmig zu Mute, weil sie noch nicht weiß ob Caro es geschafft hat einen Wagen für sie zu finden, der in ihrem Budget liegt. Aber George, Caros Grund in New York zu wohnen und ihre große Liebe, ist wie immer ein Schatz. Er präsentiert Romana einen vollrestaurierter VW-Bus, der von New York nach Los Angeles gebracht werden soll. Ein Bekannter will ihn seiner Tochter zukommen lassen und spart sich so das verschicken und Romana kann mit einem vollkaskoversichterten Wagen in ihr Abenteuer starten. Jetzt gibt es kein zurück mehr.

Am nächsten Tag geht es los. Romana ist total aufgeregt - vor allem auch auf die zwei Damen. An ihrem Treffpunkt sieht sie zwei junge Frauen stehen. Damaris und Hanna. Während Damaris Anfang zwanzig ist, steht Hanna kurz vor den Dreißigern. Mit den zwei wird es sich wohl aushalten lassen.
Schnell klären sie die ersten Sachen ab und im nächsten Dinner versucht Romana mehr über die beiden herauszubekommen, doch diese halten sich bedeckt. Komisch. Aber Romana geht es in erster Linie um ihre Reise und die startet mit gutem Essen und tollem Wetter.
Am ersten Abend ist Romana völlig fertig und geht ins Bett, während die zwei anderen noch in eine Bar wollen. Dass Damaris mehr vor hat als nur ein Bier zu trinken wird Hanna klar, sobald sie die Bar betreten. Damaris flirtet was das Zeug hält und wenig später steht sie mit einem Typen knutschend auf der Tanzfläche. Als Hannas Tanzpartner sie befummeln will, wehrt sie sich.
Da kommt ihr einer der Biker, die sie vorhin schon mulmig beobachtet hat zur Hilfe. Wenig später gibt es in der Bar eine handfeste Schlägerei während die zwei Mädels türmen. Na das fängt ja gut an.
Beide sind sich einig - Romana soll davon nichts erfahren!

Am nächsten Tag geht es weiter. Mitten in der Einöde und Ruhe der Route 66 sehen sie eine alte Dame am Straßenrand stehen. Sie hat eine Autopanne und sucht jemanden der ihr helfen kann. Damaris hat Angst es könnte ein Hinterhalt sein, doch als Romana anhält und alle Adelheit kennenlernen ist schnell klar - Adelheit ist eine Frau für sich. Sie nehmen sie mit bis zum nächsten Ort um ihren Wagen abschleppen zu lassen.
Der hat einen irreparablen Motorschaden. Adelheit ist geknickt - so schnell schon soll ihre Reise durch die Staaten vorbei sein. Dabei hat sie ihrem Egon doch versprochen diese Reise zu machen. Romana hat eine Idee. Sie schlägt Adelheit vor mit ihnen mitzureisen. Das schlägt bei allen auf Anklang und so setzen sie die Reise zu viert fort.
Als sie das nächste Mal in einem Dinner sind kommt es wie es kommen muss. Die Biker aus der ersten Bar sind ebenfalls anwesend und einige sehen ganz schön ramponiert aus. Damaris und Hanna haben ein schlechtes Gewissen und geben ihnen ein Bier aus. So erfährt nun Romana endlich was an dem Abend passiert ist und Hanna merkt, dass die Biker alles andere als Schlägertypen sind. Einer hat es ihr besonders angetan. Romana versetzt es einen kleinen Stich.
Zwar hat Hannes immer wieder angerufen und sie hat ihn weggedrückt, sie weiß jedoch nicht wie es nach der Reise mit ihrer Ehe weitergehen soll.
Bringt ihr diese Reise die Antwort auf die Frage? Und was macht Hannes wohl im weit entfernten Deutschland?

Hot Dogs zum Frühstück von Elke Becker ist schon wieder so ein Buch, das man nicht aus der Hand legen will. Romana haben wir bereits in One Night in Bangkok kennengelernt und ich hätte nicht gedacht, dass sie die nächste Hauptperson wird. Aber es freut mich, denn sie ist sehr sympathisch.
Immer wenn ich solche Bücher lese, will ich automatisch sofort verreisen. Die anschaulichen Beschreibungen sind toll und man kann sich alles wunderbar vorstellen und beinahe selbst die Sonne auf dem Pelz spüren.
Der für mich schönste Abschnitt war vorletzte - was wohl daran liegt, dass meine bisher einzige USA-Reise mich in die Stadt in der Wüste brachte ^^ Es war wie so ein kleines Zurückreisen *seufz*
Die Charaktere sind durch die Bank weg alle super gezeichnet und ausgearbeitet, so dass man sowohl Romana als auch Damaris, Hanna und auch Adelheit verstehen kann. Auch wenn Romana die Hauptfigur ist, war meine liebste Person Adelheit. Die rüstige Dame würde ich gern einmal kennenlernen ^^

Es gibt etwas, was mich von Anfang an beunruhigt hat - und das war Damaris. Der Leser merkt schnell, dass mit ihr etwas ganz und gar nicht stimmt und ihre oftmals gute Laune eine Maske ist. Was genau dahinter steckt wird am Ende gelüftet und das hat mich schon etwas umgehauen.

Hot Dogs zum Frühstück birgt eine Botschaft die jeder versteht - lebe! Nicht gestern, nicht morgen - Heute! Und ja, ich glaube das machen die wenigsten Menschen. Jeder hat Sorgen für die Zukunft die ihn bis zu einem bestimmten Punkt einschränken oder knabbert an der Vergangenheit rum und kommt somit nicht vorwärts.
Ich empfehle euch dieses Buch von ganzem Herzen und kann es kaum erwarten bis das nächste Buch erscheint.

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