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Cover Jackdaw englisch

Jonah Pastern ist ein Magier, genauer gesagt ein Windläufer (windwalker), ein professioneller Dieb, ein Lügner und bereit, für das Überleben seines Geliebten alles aufs Spiel zu setzen. Ben Spenser ist ein Polizist, ein bodenständiger Mann und der Geliebte von Jonah. Die beiden verleben ein paar traumhafte Monate, doch wer hoch fliegt, kann tief fallen... buchstäblich.

Jackdaw erzählt die Geschichte von Jonah und Ben. Ersteren haben wir schon in Flight of Magpies kennengelernt, letzteren nur auf Papier gebannt beschrieben bekommen. Hier dürfen wir nun das ganze Drama ihrer Beziehung erleben und tatsächlich kommt da einiges zusammen. Ben wird durch Jonahs Handlungen zwar am Leben erhalten, doch ist der Preis, den er dafür zahlen muss, hoch. Er wird als Sodomit verurteil und verliert daraufhin seinen Job, seine Reputation und sein Elternhaus. Nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wird, hat Ben nur noch einen Gedanken - Rache.

Doch bei seinem Rachefeldzug gerät Ben in den Weg von Stephen Day und Lucien Crane und die sind gar nicht erbaut, dass Ben ihnen Jonah vor der Nase wegschnappen will. Und dann erkennt Stephen Ben von der Zeichnung und weiß, dass er das perfekte Druckmittel gefunden hat, um Jonah einzufangen. Als Ben mitbekommt, welche Strafe Jonah erleiden soll, bringt er es nicht übers Herz und so werden die beiden ehemaligen Liebhaber zu einer Allianz wider Willen gezwungen...

Jackdaw von KJ Charles ist eine Art Spin off der A Charm of Magpies-Reihe und ich hatte mich schon nach dem letzten Band der Reihe sehr auf ein Wiedersehen mit Stephen, Lucien, Merrick und Co gefreut. Doch tatsächlich ist man erst mal gar nicht so begeistert, wenn man der ganzen Truppe wiederbegegnet. Insbesondere Stephen als Justiziar ist nämlich alles andere als nachsichtig, wenn es um Jonah geht und dadurch behandelt er auch Ben relativ schnell unmöglich. Ja, hier lernen wir mal die negativen Seiten der Justiziare kennen - die ihre Macht ausnutzen können, ohne dass irgendwer diese reguliert oder bei der Ausübung ihrer Magie in Schach hält. Sicher, Jonah ist ganz sicher kein Unschuldslamm, er lügt und stiehlt was das Zeug hält. Dass es aber Gründe dafür gibt und er es im Endeffekt tatsächlich gut meint, bekommt auch der Leser erst so nach und nach mit. Und insbesondere aus Bens Sicht merkt man schnell, dass die Justiziare ganz schön übers Ziel hinausschießen. Und dabei hat Ben allen Grund, Jonah selber die Pest an den Hals zu wünschen.

Am Anfang hat man das Gefühl, dass Ben und Jonah zwei absolut desaströses Charaktere sind, die sich gegenseitig immer weiter in eine Abwärtsspirale treiben. Doch nach einem endgültigen Tiefpunkt schaffen sie es nicht nur, aus dieser Spiral auszubrechen sondern sich einander auch wieder anzunähern. Und das war tatsächlich eine wunderschön zu lesende Geschichte. Am Ende habe ich mich sehr gefreut, dass sie wirklich eine Nische für sich gefunden zu haben scheinen. Ich hoffe wirklich, die Autorin gönnt den beiden ihren gefunden Frieden und ihre wiedergefundene Liebe.

Es hat mich sehr beeindruckt, wie KJ Charles ihre Sympathien von den Hauptcharakteren der Serie auf diese beiden Außenseiter verlagern konnte. Man fiebert ziemlich schnell mit den beiden mit und fragt sich, wie die zwei jemals einen Weg zurück zueinander finden sollen. Am Anfang war ich auch ein wenig erschrocken über die Ungerechtigkeiten, die im Namen der Justiziare möglich zu sein scheinen. Dass dies auf Kosten von Stephens Sympathien ging, war schon hart zu lesen. Auch das Chaos, in das sich Jonah und Ben reinreiten, war schwer zu ertragen. Da habe ich mich doch öfters mal innerlich gewunden habe und war wirklich ein wenig hin- und hergerissen. Doch da es eine augenöffnende Ergänzung zur A Charm of Magpies-Reihe ist, kann ich Jackdaw doch jedem, der die Bücher mag, wirklich empfehlen.

Eine Bemerkung zum Abschluss. Ich fand den Titel Jackdaw (Englisch für Dohle) extrem passend. Dohlen sind die mit die kleinsten Vögel aus der Familie der Rabenvögel. Zur Familie gehören auch die größeren und stärkeren Elstern (Magpies).

Jackdaw erscheint am 17. Februar 2015.
I received a free ARC from Samhain Publishing via NetGalley in exchange for an honest review.

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Cover Coming Down Englisch

Beth hat alles: Ein tolles Haus, einen wundervollen und erfolgreichen Ehemann und einen Job in einer Klinik für Suchtkranke, der sie vollkommen ausfüllt. Sie fühlt sich sicher und gut aufgehoben.
Doch das war nicht immer so. Vor neun Jahren erlebte Beth die sowohl schlimmste, als auch beste Zeit ihres Lebens. Sie hatte gerade das College begonnen und sich zum ersten Mal in ihrem Leben so richtig austoben können. Sie lernte die coolsten Leute der Uni kennen und wurde zu den besten Parties auf dem Campus eingeladen - und ist zum ersten Mal in Kontakt mit Drogen gekommen. Alles war heller, schöner und friedlicher wenn sie und ihre Freunde high waren. Was war also schon dabei, wenn es ihnen doch allen dabei so gut ging? Dann geschah allerdings eine Katastrophe, die Beth jäh auf den Boden der Tatsachen zurückholte.
Doch diese Zeit ist lange vorbei und Beth hat ihre damaligen Erlebnisse verarbeitet. Das dachte sie zumindest. Denn als eines Tages überraschend Niall, ein Mann aus ihrer Vergangenheit vor ihr steht, wird Beth in ein Gefühlschaos gestoßen. Ist sie vielleicht doch nicht so glücklich und zufrieden, wie sie immer geglaubt hat?
Es sieht fast so aus, denn als sie und Niall immer wieder aufeinander treffen und schließlich in das Schicksal einer drogenabhängigen Mutter und ihrer Tochte verstrickt werden, muss Beth feststellen, dass ihr bisher etwas ganz Entscheidendes im Leben gefehlt hat...

Es ist von Anfang an klar, dass Coming Down von Carrie Elks nicht gerade leichte Kost ist. Zunächst erleben wir Beth nur in ihrem heutigen Umfeld. Ihr deutlich älterer Ehemann Simon ist ein erfolgreicher Anwalt und bietet ihr alles, was sie nur brauchen könnte. Doch Beth reicht die Sicherheit und Geborgenheit, die er ihr bieten kann, vollkommen. Man merkt allerdings relativ bald, dass ihre Ehe nicht so ist, wie eine gesunde Beziehung sein sollte. Er trifft die Entscheidungen in ihrem Haus und auch wenn er dabei immer nur ihr Bestes im Sinn hat, fehlt Beth jegliches Rückgrat, wenn es um Simon geht. Im Grunde ist sie meist nichts weiter als eine Trophäe - und das stört sie noch nicht einmal.
Deswegen hatte ich zu Beginn so meine Probleme mit Beth. Sie wirkt schwach, unterwürfig und scheint keine eigene Meinung zu haben. Das ändert sich allerdings im Laufe der Geschichte. Die Szenen, in denen wir Beth bei ihrer Arbeit erleben, sind wirklich wundervoll. Sie leitet ein Programm, in dem die Kinder von drogenabhängigen Eltern für ein paar Stunden am Tag Zuflucht finden und einfach Kind sein können. In diesen Momenten ist sie wie ausgwechselt und man beginnt als Leser zu erkennen, dass das eigentlich die echte Beth ist.
Auch die regelmäßig eingestreuten Rückblenden helfen dabei, Beth besser zu verstehen. Hier erleben wir hautnah, was ihr vor neun Jahren in der Uni passiert ist und wie es überhaupt soweit kommen konnte - und sehen dabei sowohl das Gute und das Schlechte.
Und damit wären wir bereits bei Niall. Er verkörpert genau diese beiden Extreme für Beth. Das Schlechte sollte für sie eigentlich überwiegen, doch der Niall von heute macht es ihr sehr schwer, sich daran zu erinnern. Er ist noch genauso unwiderstehlich wie früher und in mancher Hinsicht ist es, als wäre kein Tag vergangen, seit sie sich das letzte Mal gesehen haben. Gleichzeitig scheinen aber auch ihn die damaligen Ereignisse verändert zu haben. Doch es steht so viel zwischen ihnen: Ihre gemeinsame Drogenvergangenheit, die daraus resultierende Katastrophe und nicht zuletzt Beths Ehe mit Simon. Trotzdem mochte ich Niall furchtbar gern und fand die Szenen zwischen den beiden jedes Mal wieder wundervoll zu lesen. Die Beth, zu der sie in Nialls Gegenwart wurde, war mir tausend Mal lieber, als die stille, devote Person, zu der sie mit Simon wurde, auch wenn dieser sie nie schlecht behandelt hat.
Richtig in Fahrt kommt die Geschichte aber erst, als Daisy und ihre Tochter Allegra auftauchen. Beth kennt die beiden bereits seit Jahren und musste Daisys bisher erfolglosen Kampf gegen die Sucht immer hautnah miterleben. Beth trifft das besonders hart, da sie Allegra fast wie eine eigene Tochter liebt und es nicht ertragen kann, wie sehr Daisy das kleine Mädchen immer wieder in Gefahr bringt.

Hier kommen wir zu einem der beiden Probleme, die ich mit Coming Down hatte. Denn obwohl die Geschichte um Allegra und Daisy definitiv spannend und emotional war und mir sehr ans Herz ging, habe ich mich mit Beths Fixierung auf Allegra irgendwie nie richtig wohl gefühlt. Auf persönlicher Ebene konnte ich ihre Sorge natürlich absolut nachvollziehen, aber dennoch hatte ich immer das Gefühl, dass sie sich fast selbst wie Allegras Mutter gefühlt hat - und das war sie nunmal einfach nicht.
Mein anderer Kritikpunkt ist, dass meiner Meinung nach Nialls Vergangenheit nicht genug aufgearbeitet wurde. Seine Erfahrungen sind mindestens so schlimm, wie Beths, wenn nicht sogar schlimmer und ich hatte das Gefühl, dass sie mehr oder weniger in einem Nebensatz abgehakt wurden. Da hätte ich mir definitiv mehr Tiefe gewünscht.

Trotzdem ist Coming Down von Carrie Elks ein sehr schönes Buch. Es ist weit mehr als nur eine einfache Liebesgeschichte und das war wirklich mal eine angenehme Abwechslung.
Coming Down ist im Grunde in sich abgeschlossen. Dennoch ist es Teil der Love in London Reihe, von dem ich mir den nächsten Band, Broken Chords, sicher nicht entgehen lassen werde. Er handelt von Beths besten Freunden Lara und Alex und erscheint am 26. Februar 2015.

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Cover Fire and Ice Brandon Hill deutsch

Es handelt sich hierbei um den fünften Teil der Fire & Ice-Reihe und enthält Spoiler zu den ersten Bänden der Reihe.
Das Buch beinhaltet explizite Sexszenen und ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet.

Brandon Hill und seine Freunde der Fire & Ice-Truppe sind wieder einmal in Talin. Endlich kann er sich entspannen von der Arbeit und die Zeit auf dem Mittelalterspektakel genießen.
Aber in diesem Jahr will es ihm nicht so recht gelingen sich auf die Frauen einzulassen. Schon im letzten Jahr ist im Alexa aufgefallen, aber da sie mit Jack liiert zu sein scheint, hält er sich von ihr fern.
Es fällt ihm jedoch immer schwerer.

Alexa genießt die Zeit in Talin mit ihren Freunden und allen voran mit Jack. Sie kommen gerade von einem Turniert und schon bald geht es zum nächsten. Da lässt es sich nicht vermeiden, dass sie ihr Training jeden Tag durchziehen muss.
Sie hat keine Zeit für Männer und da sie mit Jack den perfekten Lebensgefährten gefunden hat, sucht sie auch nach nichts anderem.
Also ihr aber nun immer wieder Brandon über den Weg läuft kann sie nicht anders und lässt ihre Gedanken schweifen. Zwar ist Jack ihr Lebensmittelpunkt, aber in sexueller Sicht läuft da nichts. Sie sind beste Freunde und Geschäftspartner. Das wissen alle - so glaubt Alexa jedenfalls.

Eines Abends beobachtet Brandon Jack, wie er sich an einer Frau zu schaffen macht die nicht Alexa ist. Wie kann der Typ es wagen? Da hat er die perfekte Freundin und kann dann seine Finger nicht bei sich behalten? Brandon sieht rot und stürmt auf Jack ein. Er schlägt ihn nieder.
Jack hat überhaupt keine Ahnung was das nun soll und ist dementsprechend irritiert, als Brandon ihn anschreit. Erst nach und nach kristallisiert sich raus, dass Brandon überhaupt nicht weiß, das Alexa und er kein Paar sind.
Das er ihm damit nun sein Date für diese Nacht versaut ärgert ihn allerdings gewaltig.

Brandon ist geschockt, peinlich berührt und doch der glücklichste Mensch auf Erden. Alexa ist frei! Nun gibt es für ihn kein Halten mehr.
Er sucht ihre Nähe und versucht sie durch kleine Gesten und Gespräche für sich zu gewinnen.

Als Alexa erfährt was Brandon getan hat ist sie mehr belustigt als sauer. Es ehrt sie, dass der große Mann sich um ihre Ehre sorgt. Dass er dafür allerdings ihren Partner niederschlägt ist wenig ritterlich.
Sie genießt es, dass Brandon immerzu in ihrer Nähe ist. Zwar sucht sie nichts festes, aber so ein bisschen Spaß möchte sie dann doch haben.
Nach einem gelungenen Auftritt der Männer und einem netten Abend knistert es gewaltig zwischen den Beiden. Sie fallen förmlich übereinander her - zu spät denken sie dabei an die Verhütung.
Alexa ist geschockt, hofft aber, dass es gut gehen wird.

Als sich die Zeit in Talin dem Ende nähert ist Brandon sich sicher - Alexa ist die perfekte Frau für ihn und die richtige Mutter für seine Kinder. Eine andere Frau wird es für ihn nicht mehr geben.
Die Ernüchterung folgt auf dem Fuße. Ihre Verabschiedung ist kühl und mit nur einem Satz bricht sie ihm das Herz. Die folgenden Tage sind für Brandon der Horror. Er bekommt sie nicht aus dem Kopf, ertränkt seinen Kummer im Alkohol und zieht sich komplett zurück. Das geht soweit, bis er sogar von Ty besucht wird.
Um sich langsam wieder zu sammeln stimmt er einem Treffen in ihrer Stammdisco zu. Aber die Stimmung will einfach nicht aufkommen.
Als er von Cat aus dem Club geholt und zu Nina gebracht wird, ahnt er noch nicht dass sich sein Leben innerhalb von Sekunden von Grund auf ändern wird.

Der fünfte Teil der Fire & Ice-Reihe hat mir doch gleich wieder viel besser gefallen als sein Vorgänger. Brandon ist sympathisch, lieb und ein grundnetter Kerl. Alexa ist eher eine Frau für ein paar Nächte und dann ist Schluss. Dass es da zu Reibereien kommt ist klar.
Ich mochte das Buch wirklich, aber es war mir dann auch wieder etwas zu glatt und langweilig. Am Ende gab es mal etwas Spannung und Nervenkitzel, aber irgendwie hätte ich zwischendurch noch etwas Aktion gemocht.
Die Sexszenen sind wie immer sehr nett zu lesen und gut geschrieben. Da kann man sich schon mal animiert fühlen.

Alexa ist am Anfang etwas zwiespältig für mich. Auf der einen Seite fährt sie voll auf Brandon ab, auf der anderen Seite will sie von ihm weg. Gut, sie hat keinen Bock auf Familie und Beziehung, aber dann muss sie von Anfang an konsequent sein.
Das Brandon sich auf sie einschießt ist natürlich sein Untergang - aber um es mit Skys Worten zu sagen 'War ja klar.' ^^
Im Ganzen läuft es ein wenig glatt, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und auch die Nebenszenen sind wieder toll. Man erfährt so einiges von den anderen Pärchen und das ist einfach toll.
Gleich im Anschluss habe ich den nächsten Teil Fire&Ice: Jack Dessen gelesen. Wie mir die gefallen hat erfahrt ihr dann nächste Woche =o)

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Cover Ein Kuss in den Highlands deutsch

Charlotte Finnegan ist eigentlich glücklich. Sie hat einen Job den sie liebt, eine tolle Wohnung in London und einen Mann an ihrer Seite, den sie liebt.
Wäre da nicht immer dieses 'aber'. Francis, Charlottes Freund, ist erfolgreicher Immobilienmakler und als Sprössling reicher Eltern sehr gut betucht. Er lässt sich nie gehen, behält stets die Kontrolle und bekommt was er will.
Auch Charlotte hat sich in ihrem Leben angepasst. Sie beherrscht sich so gut es geht, flucht nie und lässt sich jeden Morgen von einem Personaltrainer quälen.
Als sie am Abend von ihrem Freund davon überzeugt wird im neuesten Szenelokal Londons zu dinieren um sich mit seinem besten Freund und und dessen Freundin zu amüsieren, ist sie wie immer in Hektik. Francis duldet keine Widerworte und so hetzt sie nach Hause, zieht sich flink um und erscheint - natürlich zu spät - im Lokal. Sie hat eigentlich keine Lust auf solch einen Abend, aber Francis zu Liebe hält sie durch. Schon bald drehen sich die Gespräche um eine geplatzte Hochzeit und DIE Hochzeitslocation schlecht hin in London. Da kommt Francis auf eine Idee und macht Charlotte mitten im Lokal einen Heiratsantrag. Einfach so. Charlotte ist geschockt. So genau hat sie sich darüber noch keine Gedanken gemacht.
Als sie stotternd ein 'Ja ... aber' herauspresst wird gejubelt. So schnell ist man also verlobt.

Doch jetzt fängt der Stress erst richtig an. Francis Mutter ist nur noch damit beschäftigt über Essen, Tischdekoration, Kleiderwahl und Tischkärtchen zu diskutieren.
Da erreicht Charlotte ein Anruf aus Schottland. Ihre einzig noch lebende Verwandte, Tante Helen, ist verstorben. Charlotte müsste nach Schottland reisen. Das ihr jetzt überhaupt nicht der Sinn nach Hochzeitsplanung steht ist wohl jedem klar, Francis jedoch nicht. Er tut es als Unwichtigkeit ab und Charlotte treibt es nur noch mehr nach Schottland.
Am Flughafen wird sie nicht wie gedacht vom alten Hausverwalter abgeholt, sondern von dessen Sohn. Der großgewachsene Mann bringt Charlotte völlig durcheinander. Durch ein Missgeschick blamiert sie sich bei dem Schotten gleich bis auf die Knochen, der es sich nicht nehmen lässt sie in den nächsten Stunden und Tagen damit aufzuziehen.

Zurück auf dem Anwesen ihrer Tante kommen Erinnerungen hoch die Charlotte bisher verdrängt hatte. Sie fühlt sich gleich wie zu Hause und bedauert, dass sie in den letzten Jahren nie nach Schottland gekommen war.
Schon am nächsten Tag muss sie sich bereits mit dem Erbe ihrer Tante auseinander setzen. Charlotte ist Alleinerbin des gesamten Vermögens - und somit auch des Anwesens. Was soll sie mit einem so riesigen Stück Land in Schottland, wenn doch ihr Leben in London stattfindet?
Statt seine Verlobte zu unterstützen drängt Francis darauf, dass sie wieder zurück kommt und Schottland endlich hinter sich lässt. Charlotte ist verwirrt und zerrissen. Da hilft es auch nicht, dass der neue Hausverwalter ihr ständig im Kopf rumgeistert.
So langsam fängt sie an ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen und den Weg zu sich selbst einzuschlagen.

Ein Kuss in den Highlands ist das erste Buch von Emily Bold und ich weiß noch nicht ob es mein letztes sein wird oder nicht.
Die Geschichte an sich ist sehr süß und wahnsinnig romantisch. Wer möchte nicht gern in den weiten Schottlands wandeln und dort ein Anwesen besitzen? Ich würde jedenfalls sofort meine Koffer packen.
Man lernt am Anfang kaum etwas über Charlottes Hintergrund kennen. Nur hier und dort werden einige Brocken eingeflochten um sich ein kleines Bild zu machen. Sie liebt die Arbeit in der Galerie und der Inhaber Rory ist ein Träumchen. Ein fluffiges, nagellacktragendes und durch und durch schwules Träumchen.
Charlotte ist zurückhaltend nach außen, doch in ihrem Inneren brodelt es immer wieder gewaltig. Man merkt, das sie viel zurückhält und das alles nur für einen Mann der sie kaum lieben kann. Francis ist hier der Ar... der Geschichte. Er bekommt alles so wie er es will und wehe man widersetzt sich ihm. Er hat keine hohe Meinung von Charlottes Liebe für die Kunst und auch alles andere von ihr tut er mit einem Nasenrümpfen ab. Dass dieser Mann zu Liebe fähig ist darf stark bezweifelt werden.
Warum sie dennoch an ihm festhält ist mir schleierhaft. Aber irgendwo muss die Geschichte ja auch beginnen.

Matt, der schmucke Schotte, ist genauso wie man sich einen richtigen Highlander vorstellt. Groß, muskelbepackt und mit samtweichem Kern.
Leider hat Emily Bold ihm mit der Aussprache keinen Gefallen getan. Beinahe jeder Satz beinhaltet ein 'Aye'. Ja, auch ich war bereits in Schottland und dort hat kaum jemand so gesprochen. Gut, das mag in den Highlands anders sein, aber es ging mir ziemlich schnell auf die Nerven.
Auch Charlotte hat so ein paar Eigenheiten die mir beim Lesen den Spaß verdarben. Zum einen das ständige Zähneknirschen. Tut mir leid, es gibt bestimmt Menschen die das in Stresssituationen machen, aber nicht ständig, den ganzen Tag über und in unterschiedlichen Lautstärken. Würde das wirklich jemand machen, wäre die Prothese nicht mehr weit.
Zudem war es mir schleierhaft, wie sie die Art ihres Verlobten immer wieder entschuldigt. Das allerdings ist wieder persönliche Wahrnehmung und kann bei anderen Lesern ganz anders ankommen.

Wenn die Autorin also zwei Dinge im Buch geändert hätte, wäre ich restlos begeistert gewesen. So reicht es leider nur für 3,5 Sterne. Die Geschichte ist zwar vorhersehbar aber unterhaltsam, humorvoll und romantisch. Die Landschaft wird wunderbar in Szene gesetzt und nach diesem Buch will ich einmal mehr zurück nach Schottland.

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Cover Winter's Bees englisch

Lord Marcel de la Mont de Anges, Marquis von Montespan ist ein begabter Mathematiker und Mitglied der mechanischen Animations-Bewegung. Außerdem ist Marcel ein Dandy, der seinen Stock und seinen mechanischen Arm immer genau auf sein Outfit abstimmt. Darüber hinaus ist Marcel schon seit Kindertagen in seinen besten Freund, Prinz Gilbert André XVI, dem jüngsten Mitglied der königlichen Familie, verliebt.
Als der König es für nötig hält, dass auch sein jüngstes Kind endlich den Bund der Ehe eingeht, schlägt er seinem Sohn Marcel als zukünftigen Ehemann vor. Gilbert ist alles andere als begeistert. Zum einen ist er immer noch nicht über die Trennung von seiner ersten Liebe hinweggekommen und zum anderen weiß er nicht so recht, wie er mit Marcel den Sprung vom besten Freund zum Liebhaber und Ehemann vollbringen soll.
Doch Marcel sieht endlich eine geringe Chance, Gilbert klar zu machen, dass der schon seit langem sein Herz in den Händen hält. Doch der Start ihrer Ehe verläuft alles andere als gelungen...

Winter's Bees war meine erste Geschichte von E. E. Ottoman und ohne Probleme kann man diese Novelle völlig losgelöst von den beiden ersten Bänden der Mechanical Universe-Reihe lesen. Sowohl Marcel als auch Gilbert sind interessante Protagonisten. Der eine mit seiner Leidenschaft Mathematik, Mechanik und Magie irgendwann zu einer Einheit zu bringen, der andere ein Entomyloge mit seiner Faszination für alles was die Insektenwelt hergibt - egal ob es noch kreucht und fleucht oder nicht.

Gelungen fand ich die Gegensäzte in der Geschichte. So zum Beispiel, dass, obwohl Marcel einen künstlichen Arm und ein leicht steifes Bein hat, er derjenige ist, der in der Geschichte als gutaussehend und begehrenswert dargestellt wird und dessen ehemalige Liebhaber kein schlechtes Wort an ihm auslassen. Gilbert dagegen sieht sich selbst als wenig bemerkenswert und hält sich keinesfalls für eine Augenweide. Für Marcel ist er - ehemalige Bettpartner hin oder her - allerdings der wunderbarste Mensch überhaupt und noch während der Verlobungsphase kann er nicht anders, als das Gilbert auch deutlich zu machen. Und damit gehen die Probleme los.
Auf einmal sind die beiden besten Freunde im Umgang miteinander gehemmt und auch, wenn die Gründe völlig unterschiedlich sind als der jeweils andere denkt, dauert es eine ganze Weile bevor sie ihre Beziehung in glücklichere und geordnete Bahnen lenken können.

Winter's Bees wird aus der Perspektive beider Charaktere erzählt und das schafft natürlich eine gewissen Nähe zu beiden. Trotzdem kommt hier auch mein größter Kritikpunkt an der Geschichte ins Spiel. Die Wandlung von den Freunden, die zunächst in einer misslichen Verlobung und Ehe landen, und die dann aber doch noch zu einem glücklichen Paar werden, war mir deutlich zu schnell und hastig. Insbesondere Gilberts Beweggründe haben sich meiner Meinung viel zu flott gewandelt. Dass Marcel ihm schon immer verfallen war, konnte man in den Sequenzen aus seiner Perspektive ganz wunderbar erleben. Dass von Gilberts Seite Freundschaft und immer größer werdende Begierde vorhanden war, auch. Doch wie daraus dann doch recht plötzlich Liebe wurde, konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. An dieser Stelle hätte ich mir einfach noch mehr gewünscht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Geschichte ein Plus von gut 20 Seiten sicher gut getan hätte. Insbesondere die gemeinsame Zeit auf dem Landsitz wäre perfekt gewesen, um die Beziehung der beiden noch deutlich auszuweiten.

Alles in allem war Winter's Bees von E. E. Ottoman aber ein charmantes kleines Werk, dass mich gut unterhalten hat. Einen nachhaltigen Eindruck haben Marcel und Gilbert aber nicht hinterlassen. Dafür hätte ich sie beide, insbesondere Gilbert, noch besser kennenlernen müssen.

Winter's Bees ist seit heute erhältlich.
I received a free ARC from Less Than Three Press, LLC via NetGalley in exchange for an honest review.

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