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Cover Kommt eine Frau in eine Bar deutsch

'Kommt eine Frau in eine Bar ...' so kann jede Art von Geschichte beginnen - ein Thriller, ein Liebesroman, eine Erzählung. In diesem Fall handelt es sich um eine erotische Geschichte, die der Leser selbst bestimmen kann. Die drei Autorinnen Paige Nick, Helen Moffett und Sarah Lotz haben sich zusammengetan um einen Roman zu schreiben, der für jeden Leser anders verlaufen kann.

So habe ich mich mit Klebchen gewaffnet und meine erste Reise durch das Buch markiert um mich beim zweiten Mal auf einen anderen Weg zu begeben. Zumindest am Anfang wird man immer wieder auf eine Spur geschickt, das fand ich sehr schade. Da hätten mich die anderen Stränge doch auch interessiert. Dafür teilt es sich dann später, nach der Bar in sehr interessante Abschnitte.

Ich habe bisher noch nie solch einen Roman gelesen und ich dachte mir - das teste ich mal aus. Dann meinte eine Bekannte 'Das habe ich einmal mit einem Buch probiert, hat mir überhaupt nicht gefallen.' Gut. Das war mein ausschlaggebender Punkt, direkt mit dem Buch zu starten. Und was soll ich sagen - mir gefällt es. Es macht wirklich Spaß zu überlegen, ob man nun nach links oder nach rechts geht. An manchen Punkten hat man sogar drei Auswahlmöglichkeiten und hinter jeder Biegung verbirgt sich etwas anderes spannendes.

Von dem eigentlichen Inhalt verrate ich euch an dieser Stelle natürlich nichts. Das müsst ihr schon selbst ausprobieren ^^ Der Schreibstil ist wie eine Spielanleitung gehalten. Die Autoren setzen den Leser als Hauptperson ein und agieren wie ein Spielleiter in einem Rollenspiel. Denn etwas anderes ist es ja eigentlich auch nicht.
Die erotischen Szenen sind teilweise (humorvoll) komisch, teilweise sehr elektrisierend und teilweise sinnlich.

So, habe ich euch nun neugierig gemacht? Dann versucht es einfach mal!

Einen lieben Dank an den Goldmann- Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Cover Blush Englisch

Wenn es darum geht, die grausamsten Kriminellen und perversesten Bösewichte auszuschalten, ist Cruz Barcelona der Beste für den Job. Der Auftragskiller hat seinen ganz eigenen Ehrenkodex und übernimmt erst dann einen Auftrag, wenn er sich selbst vergewissert hat, dass das Ziel sein frühzeitiges Ableben auch wirklich verdient hat.
Doch langsam aber sicher, möchte er seine Karriere an den Nagel hängen. Einen letzten, lukrativen Aufrtag will er noch erledigen und sich danach irgendwo in Brasilien an den Strand legen. Doch dieses letzte Opfer wird er sich nicht entgehen lassen: Mia Hayward aka Amelia Wellington-Wentworth. Sie ist die Erbin und CEO des Multimillionen-Dollar Kosmetik-Konzerns Blush. Sie betreibt unter anderem ein Werk in China, in dem Kinder unter schlimmsten Umständen arbeiten und wo es kürzlich zu einem schweren Unfall mit vielen Toten kam. All das nur wegen der Profitgier dieser eiskalten Geschäftsfrau. Cruz wird garantiert keinen Schlaf verlieren, wenn er sie ausgeschalten hat.
Doch als er Mia, die sich aus irgendeinem Grund in einem heruntergekommenen Haus mitten im Sumpf von Louisiana versteckt, endlich aufspürt, ist sie so gar nicht, was er erwartet hat. Statt einer kühlen Geschäftsfrau trifft er auf eine sympathische und merkwürdig unschuldige junge Frau. Cruz weiß, er sollte sich nicht von einem hübschen Gesicht ablenken lassen. Schließlich hat er bereits gesehen, dass das Böse viele Masken tragen kann. Doch sein Bauchgefühl sagt ihm, dass irgendetwas faul an der Sache ist und Mia nicht das ist, was sein Auftraggeber ihm weiß machen will - und das macht seinen Job um einiges schwieriger...

Eigentlich fand ich die Geschichte um Mia und Cruz in Blush von Cherry Adair gar nicht so schlecht. Die beiden sind nicht wirklich das, was man nach den ersten paar Seiten des Buchs erwartet. Mia ist weder arrogant und künstlich, noch profitgeil und Cruz ist nicht der gefühllose Killer, für den er sich eigentlich hält. Im Laufe der Geschichte lernen sich beide selbst und gegenseitig ganz neu kennen und das hat großen Spaß beim Lesen gemacht. Vor allem bei Mia war es immer wieder interessant zu sehen, wie viel von ihr Amelia Wellington-Wentworth und wie viel Mia Hayward ist. Als Mia kann sie viele Dinge tun, zu denen sie bisher nie die Möglichkeit oder Zeit hatte. Sie had sich sogar eine Art Bucket List gemacht. Die ist sogar ziemlich lang und enthält so banale Dinge wie Autofahren oder kochen lernen, aber auch etwas riskantere Punkte wie Sex mit einem Fremden oder in der Öffentlichkeit. Es war wirklich schön zu sehen, wie Mia sich selbst entdeckt und feststellt, was ihr in ihrem Leben bisher eigentlich gefehlt hat. Auch an Cruz geht Mias charmante Art natürlich nicht spurlos vorbei. Die beiden gehen zwar sehr früh eine sexuelle Beziehung ein, aber es ist alles nur körperlich. Zumindest versucht er sich das hartnäckig einzureden. Die Gewissensbisse, die er verspürt, flüstern ihm aber etwas anderes ins Ohr. Sein Kopf sagt ihm, dass seine Recherche korrekt ist und Mia ihm mit ihrer netten Art nur etwas vorspielt, doch sein Bauch ist da ganz anderer Meinung. Es bieten sich Cruz jede Menge Möglichkeiten, seinen Auftrag durchzuführen, wodurch sich immer mal wieder sehr spannende Momente ergeben, denn er ringt ernsthaft mit sich und seiner Entscheidung. Aber das eigentlich interessante ist, wie Cruz nach und nach aufdeckt, was es wirklich mit Mia und der Fabrik in China auf sich hat.
Eigentlich ist die Geschichte also nicht schlecht gelungen. Es gibt viel Romantik, einige erotische Szenen und eine relativ gelungene, wenn auch etwas simple Handlung. Leider gibt es aber auch immer wieder ziemlich langweilige Passagen. Irgendwie war Cherry Adairs Schreibstil manchmal sehr repetitiv. Sie wiederholt ständig gewisse Details; z.B. beschreiben Cruz und Mia gleich mehrmals das Aussehen des anderen und jedes Mal dachte ich mir "Das weiß ich doch schon längst über sie/ihn". Auch in den Sexszenen wiederholt sie sich sehr oft, was die entsprechenden Szenen künstlich in die Länge zieht und irgendwie auch sehr den Lesefluss stört.
Außerdem gibt es die ein oder andere unlogische Stelle, in der Cherry Adair es sich doch manchmal etwas zu leicht gemacht hat. Z.B. lernen Mia und Cruz sich auf sehr...ungewöhnliche Weise kennen, verlieren jedoch nie wieder ein Wort darüber und das, obwohl eigentlich noch eine andere Person involviert ist, die aber nie wieder erwähnt wird. Aber auch später im Verlauf des Buchs gibt es immer wieder Momente, die nicht wirklich glaubwürdig und ziemlich vorhersehbar sind.

Deswegen kann ich Blush von Cherry Adair nur bedingt empfehlen. Es hat durchaus Potenzial und einige wirklich gelungene, nette Szenen, doch leider wiederholt sich die Autorin zu oft und macht es sich mit manchen Entwicklungen zu einfach.

Blush erscheint am 7. April 2015.

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Cover Hero Englisch

Seit Jahren verfolgen die 28-jährige Alexa nun schon die Fehler ihres Vaters. Wegen ihm ist nicht nur ihre eigene Familie zerstört, sondern auch die Leben einiger anderer Menschen und das nur, weil er nie die Verantwortung für sein Handeln übernehmen konnte. Als Lexie bei einem Foto-Shooting, bei dem sie als Assistentin des Fotografen arbeitet, ausgerechnet den Menschen trifft, der am meisten unter den Taten ihres Vaters gelitten hat, sieht sie ihre Chance gekommen, ein wenig Wiedergutmachung zu leisten.
Doch als Caine Carraway, der sich von Nichts zu einem der mächtigsten Männer Bostons hochgearbeitet hat, von Lexies Identität erfährt, will er nichts von ihr und ihren Entschuldigungen hören - und kostet sie am Ende sogar noch ihren Job. Lexie weiß, dass Caines Wut absolut gerechtfertigt ist, doch das kann sie nicht auf sich sitzen lassen und versucht ihr Bestes, die Mauern des unterkühlten Geschäftsmannes zu durchbrechen. Der scheint es sich allerdings zur Aufgabe gemacht zu haben, Lexies Leben zur Hölle zu machen - vielleicht lässt sie ihn dann endlich in Ruhe.
Als es kommt, wie es kommen musste, und die Stimmung zwischen den beiden temperamentvollen Dickköpfen schließlich überkocht, beginnen sie eine explosive Affäre. Doch Caine macht Lexie unmissverständlich klar, dass er nicht der Held sein kann, den sie offensichtlich sucht. Lexies Herz allerdings kann die Hoffnung nicht so leicht aufgeben...

Cover Hero Ein Held zum Verlieben Deutsch

Mit Lexie und Caine treffen in Hero / Hero - Ein Mann zum Verlieben von Samantha Young wirklich zwei echte Sturköpfe aufeinander. Denn obwohl Lexie Caine seine Wut und auch die ein oder andere Gemeinheit nachsehen kann, lässt sie nur wenig auf sich sitzen. Sie lässt es ihn sofort wissen, wenn er sich wie ein Arsch verhält - was ehrlich gesagt ziemlich oft vorkommt - und zahlt es ihm mit gleicher Münze zurück. Dass es zwischen diesen beiden zu einigen explosiven Szenen kommt, ist daher natürlich klar. Die Anspannung zwischen ihnen war auf jeder Seite zu spüren und allein das hat Hero / Hero - Ein Mann zum Verlieben schon ziemlich lesenswert gemacht.
Lexie ist ein sehr sympathischer Charakter. Es war ganz erfrischend, dass sie Selbstbewusstsein hatte und ihren eigenen Wert kannte - und das obwohl sie nur sehr wenig Zuneigung von ihrer Familie kennt. Ihre Mutter ist gestorben, zu ihrem Vater hatte sie nach allem, was er getan hat, nie eine besonders gute Beziehung und ihr Großvater ist das einzige Familienmitglied von der Seite ihres Vaters, das sie anerkennt - allerdings nicht öffentlich. Schließlich ist sie Tochter des schwarzen Schafs einer ziemlich reichen Bostoner Familie. Lexie machen all diese Zurückweisungen ziemlich zu schaffen, doch sie ist eine Kämpfernatur und boxt sich durch. Bestes Beispiel dafür ist Caine, der es absolut klar macht, dass er nichts mit ihr zu tun haben will. Doch Lexie erkennt etwas in ihm, das ihr sagt, dass sich die beiden ähnlicher sind, als es zunächst den Anschein hat. Caine konnte manchmal allerdings schon wirklich ein echter Idiot sein. Er hat Macht und Geld und ist sich nicht zu schade, diesen Einfluss auch zu nutzen - manchmal wirklich auf mieseste Weise. Seine Stimmung kann von einer Sekunde zur nächsten mit nur einem falschen Wort umkippen und man weiß irgendwie die meiste Zeit nicht richtig, woran man bei ihm ist. In vielerlei Hinsicht, ist er der klassische dunkle Held, den man aus vielen Romanzen kennt - inklusive schmutzigem, kleinen Geheimnis, das ihn und Lexie ihre Zukunft kosten könnte. Er ist bestimmt nicht die einfallsreichste Figur, aber trotzdem fand ich die Geschichte um die beiden sehr unterhaltsam.

Cover Hero Englisch 2

Allerdings hat das meiner Meinung nach in der ersten Hälfte von Hero / Hero - Ein Mann zum Verlieben noch besser funktioniert, als in der zweiten. Denn dort hat mich Lexies Kampf um Caine manchmal ein wenig genervt. Er macht es wieder und wieder klar, dass er nichts Dauerhaftes will - doch Lexie gibt die Hoffnung nie auf und klammert sich an jeden Schimmer und die noch so kleinste Geste. Grundsätzlich ist es ja etwas Schönes, dass sie sieht, dass zwischen ihnen mehr ist und sie dafür kämpft. Trotzdem, ab einem gewissen Punkt hätte sie einfach so stolz sein und gehen sollen. Ihre ständigen neuen Hoffnungsschimmer wirkten naiv und haben nicht zu der starken Frau gepasst, die ich am Anfang der Geschichte kennengelernt habe. Meiner Meinung nach hätte Caine am Ende eine Menge wieder gut zu machen gehabt und Lexie es verdient, dass zur Abwechslung mal jemand um sie kämpft. Leider war es aber weiterhin hauptsächlich sie, die die Arbeit gemacht hat und so kam mir ihre Geschichte bis zum Schluss oft etwas einseitig vor
Ebenfalls nicht so gelungen, fand ich die Wendung, die sich am Ende der Geschichte aufgetan hat und die für etwas dramatischere Szenen gesorgt hat. Ich fand es etwas dick aufgetragen und die Geschichte hätte auch so genug Emotionen hergegeben. Allerdings war es ein guter Katalysator um nocheinmal alle Schlüsselfiguren von Hero / Hero - Ein Mann zum Verlieben zusammen zu bringen - und das hat mir ziemlich gut gefallen.

Unterm Strich ist Hero / Hero - Ein Mann zum Verlieben von Samantha Young eine schöne, wenn auch etwas frustrierende Liebesgeschichte, die sich trotz der düsteren Elemente wunderbar leicht lesen lässt. Lexie und Caine machen es dem Leser zwar nicht immer leicht, dafür gibt es aber auch nie einen langweiligen Moment mit ihnen.

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Cover The Deal Englisch

Für Hannah Wells ist es nicht einfach, körperliche Beziehungen einzugehen. Seit eine schreckliche Nacht vor 5 Jahren ihr ganzes Selbstbewusstsein zerstört hat, wenn es um Intimität geht, gab es gerade Mal zwei Männer, die auch nur einen Hauch von Anziehung in ihr hervorrufen konnten. Mit dem einen war sie ein paar Monate zusammen, doch ihre Probleme haben diese Beziehung am Ende zerstört. Der zweite ist Justin Kohl - und den bekommt sie nicht mehr aus dem Kopf, seit er vor zwei Monaten an ihr College gewechselt hat. Nun muss Hannah ihn nur noch dazu bringen, sie wahrzunehmen, was sich allerdings als schwieriger rausstellt, als man meinen möchte.

Für Garrett Graham gibt es nur eine wichtige Sache im Leben: Eishockey. Er ist der Captain seines Teams und ihm stehen nach seinem Abschluss alle Türen offen für eine Profikarriere. Doch dafür muss er seinen Notendurchschnitt halten, denn wenn er zu sehr abrutscht, fliegt er aus dem Team. Die 6, die er gerade in Philosophical Ethics kassiert hat, bringt das alles in Gefahr. Er braucht dringend einen Tutor und wer wäre dafür besser geeignet, als Hannah, die die Prüfung mit wehenden Fahnen bestanden hat? Jetzt muss er sie nur noch überzeugen, denn aus irgendeinem Grund scheint Hannah gegen Garretts Charme ? der ihn am Campus berühmt berüchtigt gemacht hat - immun zu sein, was er natürlich nicht auf sich sitzen lassen kann. Doch als er von ihrer Schwärmerei für Justin Wind bekommt, ergreift er seine Chance.

Hannah und Garrett gehen einen Deal ein: Sie hilft ihm dabei, seine Note aufzupolieren und im Gegenzug sorgt er dafür, dass Hannah Justins Aufmerksamkeit erlangt. Das klappt allerdings ein wenig zu gut - sehr zu Garretts Leidwesen. Denn je näher er Hannah kennenlernt, umso klarer wird ihm, dass sie eigentlich zu ihm gehört. Nun muss er nur noch Hannah davon überzeugen...

Als ich zum ersten Mal den Klappentext zu The Deal / The Deal - Reine Verhandlungssache von Elle Kennedy gelesen habe, war ich erst Mal nicht so besonders angetan. Klar, die Geschichte klingt nett und romantisch, war aber eben auch schon tausend Mal da. Und im Grunde ändert sich das auch im Laufe des Buchs nicht. The Deal / The Deal - Reine Verhandlungssache bietet eigentlich nichts wirklich Neues oder wirklich Einzigartiges. Es versucht es aber auch gar nicht und war unterm Strich deshalb beste Unterhaltung.
Was mir als erstes positiv aufgefallen ist, war der Schreibstil. Vor allem was die Dialoge angeht, hat Elle Kennedy wirklich ein Händchen bewiesen. Sie sind realistisch und clever und haben sich nie steif oder gestellt angefühlt. Auch die Reaktionen ihrer Figuren waren immer glaubhaft und man hat sich nie gefragt, wieso ein bestimmter Charakter nun gerade so handelt. Gerade bei New Adult Geschichten kann das vor lauter Drama ja gerne mal ins Absurde abdriften.
Wirklich Leben eingehaucht haben The Deal / The Deal - Reine Verhandlungssache aber natürlich die Charaktere. Hannah und Garrett sind einzeln gesehen schon ziemlich sympathisch. Hannahs große Leidenschaft ist die Musik, die sie auch zu ihrem Beruf machen will. Sie hat einige gute Freunde und im Grunde ein ganz normales College-Leben. Wenn da nicht immer noch der Schatten aus ihrer Vergangenheit wäre, den sie nicht ganz abschütteln kann. So geht sie z.B. ungern auf Parties und selbst wenn sie sich doch mal überreden lässt, würde sie nie etwas trinken. Doch im Großen und Ganzen hat sie damit abgeschlossen(die meisten können sich vermutlich schon denken was passiert ist, ist aber nicht schlimm, denn Hannah macht schon auf den ersten Seiten des Buchs mit dem Leser reinen Tisch), was auch ihre momentane Fixierung auf Justin bestätigt. Sie war noch nie so in jemanden verschossen, wie in ihn, auch wenn sie noch nie wirklich mit ihm gesprochen hat. Wenn sie ehrlich mit sich ist, nervt sie das auch ein wenig, denn das ist eigentlich so gar nicht ihre Art, vor allem nicht, weil er der Star der des Football-Teams ist. Doch Justin ist einfach anders. Ernst, tiefgründig und ganz und gar nicht wie der typische Sportler.
Der ist nämlich eher wie Garrett - selbstüberzeugt, arrogant, dumm. Zumindest ist das Hannahs erster Eindruck von ihm. Er IST selbstüberzeugt und sicher auch ein bisschen arrogant, aber alles andere als dumm und das muss auch Hannah schnell zugeben. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich vom Mittel zum Zweck, zu echter, tiefer Freundschaft und schließlich zu...mehr. Auch das ist sicher nichts Neues, allerdings habe ich diese Entwicklung selten so glaubhaft und einfach schön präsentiert gesehen, wie hier. Besonders Garrett hat es mir dabei angetan. In ihm steckt mehr, als man zunächst denkt, gleichzeitig verbiegt er sich aber auch für nichts und niemanden. Man muss nur etwas genauer hingucken, um den großartigen Kerl zu sehen, der er eigentlich ist. Was mich aber endgültig von ihm überzeugt hat, war die Art und Weise, wie er mit Hannahs Vergangenheit umgeht, als er endlich hinter die Wahrheit kommt. Die Geschichte ist aus der Perspektive von beiden geschrieben, wodurch man schnell merkt, dass tatsächlich Garrett der Ausgeglichenere von beiden ist, wodurch man ihm auch den ein oder anderen Schnitzer schnell verzeiht. Er und Hannah gehen in der Regel sehr ehrlich und direkt miteinander um, was ebenfalls mal eine willkommene Abwechslung war, wenn es um New Adult Bücher geht, und was diese Charaktere nur noch sympathischer werden ließ.

The Deal / The Deal - Reine Verhandlungssache von Elle Kennedy ist der beste Beweis, dass auch ein ausgenudeltes Thema durchaus noch eine sehr schöne und lesenswerte Geschichte hervorbringen kann, wenn man es richtig anstellt. Mit seinen sympathischen Charakteren, der glaubhaften Liebesgeschichte und dem wirklich witzigen Humor (gerade am Ende hatte ich ein Dauergrinsen im Gesicht) ist das in diesem Buch definitiv gelungen.
Das nächste Buch der Off-Campus Reihe (die übrigens alle in sich abgeschlossen sind), werde ich mir ganz sicher nicht entgehen lassen.

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Cover The Ruby Circle Englísch

Enthält Spoiler für die übrigen Bücher der Bloodlines Reihe.

Eigentlich sollte für Sydney Sage nun die glücklichste Zeit ihres Lebens beginnen: Sie ist den Alchimisten und ihrer Umerziehungseinrichtung entkommen und hat ihre große Liebe Adrian geheiratet. Doch die ehemalige Alchimistin fühlt sich, als hätte sie ein Gefängnis, gegen ein anderes getauscht. Durch ihre Ehe mit Adrian ist es ihr möglich, sich am Königshof der Moroi zu verstecken und ist somit vor ihren Verfolgern sicher. Doch dort können sie und Adrian kaum ihre kleine Wohnung verlassen, ohne von den übrigen Moroi angestarrt oder beleidigt zu werden. Schließlich ist es eine Abnomalie für einen Moroi einen Menschen zu heiraten - und eine Alchemistin obendrein.
Doch das Schlimmste ist, dass es ihnen verboten ist, den Hof zu verlassen. Nicht mal, um bei der Suche nach Jill zu helfen. Seit über einem Monat fehlt jeder Spur von ihr und das Nichtstun macht Sydney und Adrian noch wahnsinnig.
Doch dann wird ihnen ein Hinweis zugespielt - und ausgerechnet Sydney ist die Einizige, die der Spur folgen kann. Also schmieden sie und Adrian gemeinsam mit ihren engsten Freunden einen Plan, der Sydney die Flucht vom Hof ermöglichen soll, der sie allerdings auf eine Reise schickt, die die Zukunft aller Vampire und Alchemisten verändern könnte...

Nun ist er also da, The Ruby Circle, der letzte Band von Richelle Meads Bloodlines Reihe. Die Geschichte setzt ungefähr einen Monat nach dem Ende des letzten Buches an, was den Leser sofort mitten ins Geschehen wirft. Sydney und Adrian macht es sehr zu schaffen, dass sie nichts tun können, um Jill zu helfen und das, sowie ihre "Gefangenschaft" am Königshof, ist auch für ihre Beziehung kein Kinderspiel. Was die glücklichste Zeit ihres Lebens werden sollte, ist ein absoluter Albtraum. Als sich den beiden also endlich die Möglichkeit gibt zu handeln, greifen sie natürlich mit beiden Händen zu und so entsteht schnell ein hohes Tempo für die Geschichte. Dieses Tempo hat Richelle Mead eigentlich während des ganzen Buches aufrecht erhalten. Sie schickt ihre Charaktere von einer Spur zur nächsten und jede hält eine neue - meist unschöne - Überraschung für die Freunde bereit, denn irgendjemand spielt ein ziemlich gemeines Katz und Maus Spielchen mit ihnen. Wie schon in den letzten Büchern ist auch The Ruby Circle sowohl aus Adrians als auch Sydneys Sicht geschrieben, was eine noch abwechslungreichere Geschichte ermöglicht. Da die beiden im Laufe der Geschichte nicht immer zusammen sind, ergeben sich teilweise ganz unterschiedliche Handlungsstränge und Situationen und ich habe mich lange gefragt, wie diese wohl am Ende ineinandergreifen würden. Wie immer hat Richelle Mead hier aber ganze Arbeit geleistet und eine sehr stimmige und logische Geschichte geschaffen.
Mir persönlich waren die Charaktere aber fast wichtiger, als die Handlung selbst. Ich habe Sydney und Adrian wirklich extrem lieb gewonnen und mich sehr gefreut zu sehen, dass sie trotz ihrer neuen Ehe und dem ganzen Druck, der auf ihnen lastet, noch ganz die Alten sind. Es gibt allerdings einiges an Anspannung zwischen den beiden. Meist weil Adrian es oft nicht schafft, seinen Spirit Gebrauch zu kontrollieren und das, obwohl er eh schon oft genug am Rande des Wahnsinns steht (seine Tante Tatiana z.B. ist nach wie vor eine starke Präsenz in seinem Kopf, was zwar oft lustig war, mir im Grunde aber einfach große Sorgen bereitet hat). Doch es gibt auch ebenso viele schöne und romantische Szenen zwischen den beiden, die einiges wieder wett gemacht haben. Da es sich ja um das letzte Buch dieser Reihe handelt, sehen wir aber auch von fast allen anderen Charakteren, die wir bisher kennengelernt haben, noch mal etwas: Marcus, Sydneys Familie, Trey, Jackie, die Hexen und natürlich Eddie, Neil, Jill, Rose und Dimitri. Vor allem über diese beiden habe ich mich natürlich sehr gefreut, besonders, da fast immer wenigstens einer von ihnen das ganze Buch über mit von der Partie war. Einzig Angeline hat mir doch sehr gefehlt. Sie wird zwar erwähnt, trotzdem fand ich es schade, dass sie nicht noch einmal zu sehen war.
Ein anderes Detail, dass mir nicht ganz so gut gefallen hat, war, dass einige Dinge sich dann doch etwas zu einfach gefügt haben. In manchen Situationen fühlt es sich so an, als hätte das Schicksal geradezu darauf gerwartet, dass Sydney und Adrian endlich auftauchen, um zuzuschlagen. Sie waren immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um bei wichtigen Entwicklungen dabei zu sein. Hier war mir das Timing daher manchmal ein wenig zu perfekt. Auch der Showdown war für meinen Geschmack etwas zu schnell abgehandelt. Hier hätte es ruhig noch ein wenig spannender und dramatischer zugehen können. Strigoi - die ja der eigentliche Feind aller Beteiligten sind (oder zumindest sein sollten) - spielen z.B. kaum eine Rolle und irgendwie hat mir dieser Aspekt in der ganzen Reihe ein wenig gefehlt.

Abgesehen davon ist The Ruby Circle von Richelle Mead aber ein tolles Ende für die Bloodlines Reihe. Die Geschichte ist tempo- und abwechslungreich und die Autorin bringt wirklich nocheinmal alle Figuren zusammen. Nicht alle Fragen werden beantwortet, aber das ist okay so und verhindert, dass es ein zu kitschiges Ende nimmt. Und wer weiß? Vielleicht entführt und Richelle Mead ja irgendwann ein weiteres Mal in ihre Welt der Moroi und Dhampire. :)

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