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Heat Wave

17.11.2016
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Heat Wave

Zwei Jahre nach dem Tod ihrer Schwester Juliet nagt dieser Verlust immer noch sehr an der 29-jährigen Veronica „Ronnie“ Locke. Juliet war immer diejenige von den beiden, die von allen bewundert wurde und auf die alle stolz waren. Nichts was Veronica je getan hat konnte in den Augen ihrer politisch engagierten Familie mithalten - vor allem in denen ihrer Mutter, die stellvertretende Bürgermeisterin von Chicago ist - und so ungern es Veronica zugibt, sie hat niemals versucht die Bestätigung ihrer Eltern und Juliets zu bekommen.
Doch nun nach ihrem Tod scheint es zu spät dafür zu sein, denn Juliet wird für immer auf ihrem Podest erhoben bleiben, dafür sorgt ihre Mutter schon. Die Tatsache, dass Veronica gerade ihren Job als Köchin in einem renommierten Restaurant in Chicago verloren hat und vorübergehend wieder bei ihren Eltern einziehen musste, macht die ganze Sache nicht gerade besser.
Dann ergibt sich allerdings eine Gelegenheit, für die sie vermutlich jeder beneiden würde: Ronnie wird ein Job in einem Hotelrestaurant auf der hawaiianischen Insel Kauai angeboten. Der einzige Nachteil: Das Hotel gehört niemand anderem, als Logan Shephard, Juliets Witwer, mit dem sie das Hotel gemeinsam geleitet hat. Ronnies Beziehung zu ihm war niemals wirklich einfach, was zum großen Teil an Logans mürrischer Art liegt und den Geheimnissen, die seine und Juliets Ehe umgab und denen Veronica bis heute noch nicht auf den Grund gehen konnte. Ronnie ist absolut klar, dass Logan sie nicht hier haben möchte und sie plant auch nicht länger zu bleiben, als nötig.
Je mehr Zeit sie aber in diesem Paradies verbringt, umso klarer wird ihr, dass dies der Ort ist, an den sie gehört. Sie wurde von den Menschen mit offenen Armen empfangen und fühlt sich so sicher und aufgehoben und wertgeschätzt, wie es in ihrer eigenen Familie nie der Fall war. Und auch Logan beginnt sie in einem anderen Licht zu sehen je mehr sie über seine und Juliets nur scheinbar perfekte Beziehung erfährt und es dauert nicht lange, bis unterdrückte Gefühle wieder zum Vorschein kommen.
Doch diesen Gefühlen darf sie niemals nachgeben, denn es wäre ein Skandal für ihre Familie und sie könnte alles, was sie sich in Kauai aufgebaut hat verlieren...

Ich habe ja über die Jahre wirklich einige Karina Halle Bücher gelesen, doch irgendetwas an ihren Büchern zum Thema Reisen haben es mir schon immer besonders angetan. So ist es wahrscheinlich auch kein Wunder, dass mir auch Heat Wave extrem gut gefallen hat. Doch es ist nicht nur der wundervolle Schauplatz Kauai, der es zu so etwas Besonderem macht, in diesem Buch steckt noch einiges mehr.
Gleich im Prolog zeigt Karina Halle, dass sie wirklich schreiben kann. Es gibt da eine bestimmte Szene, die nur ein paar Zeilen umfasst, aber dermaßen gut geschrieben war, dass sie den Ton für das ganze Buch gesetzt hat und mich wirklich beeindruckt hat. Diese Szene ist für Ronnie wieder ein Beweis gewesen, wie wenig sie gegen Juliet ankommen kann und hat außerdem sofort dafür gesorgt, dass ich "auf ihrer Seite" war. Sie wurde mir dadurch sofort sympathisch und ich konnte mich nur allzu gut in ihre schwierigen Gefühle ihrer Schwester und Familie gegenüber einfühlen, ohne, dass sie dabei weinerlich wurde.
Bei Logan sah die Sache zunächst allerdings etwas schwieriger aus. Denn die ersten Dinge, die wir über ihn erfahren, sind alles andere als positiv. Er ist grantig und behandelt Veronica nicht immer freundlich und Juliet hat im Laufe der Zeit ein paar Dinge über ihn erzählt, die ihn nicht gerade in einem guten Licht stehen lassen. Doch nach einer Weile wird deutlich, dass die Sache nicht so einfach und klar sein kann, wie man versucht hat Veronica weis zu machen. Denn im Grunde ist Logan ein toller Kerl, der für sein Hotel und seine Freunde und Angestellten kämpft und auf den man sich verlassen kann.
Dass bei Veronica da auch bald Gefühle ins Spiel kommen ist da sicher nicht überraschend. Doch der Mann ihrer toten Schwester ist tabu...oder sollte es zumindest sein. Karina Halle hat auf sehr schmerzhafte und ehrliche Art beschrieben, wie sehr Veronica mit dieser Situation zu kämpfen hat und welche Folgen all das haben könnte. Das ist im Prinzip der Knackpunkt der Geschichte und mir hat die Aufarbeitung wirklich sehr gut gefallen.
Ebenfalls fantastisch fand ich Hawaii bzw. Kauai als Schauplatz. Die Autorin ist ja wie gesagt bekannt für ihre exotischen und vielfältigen Schauplätze und auch in diesem Fall hat sie ihr Talent diese Orte zum Leben zu erwecken wieder bewiesen. Es ist ein echtes Paradies, in dem Ronnie sich hier wiederfindet und Karina Halle beschreibt es mit all seinen kleinen und großen Attraktionen und auch einigem Insider-Wissen.

Das einzige, was Heat Wave von Karina Halle in meinen Augen noch besser gemacht hätte, wäre wenn etwas mehr Licht auf Juliets und Logans Ehe geworfen worden wäre. Doch das ist dann wirklich schon jammern auf hohem Niveau, denn Heat Wave funktioniert auch ganz wunderbar ohne diese Details.
Wer Lust auf eine exotische, wundervoll geschriebene verbotene Romanze hat, dem kann ich Heat Wave nur ans Herz legen. Ich werde definitiv wieder darauf zurückgreifen, wenn mich das Fernweh überfällt. ;)

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Managed

VIP #2
15.11.2016
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Managed

Normalerweise kann Sophie nicht gerade sagen, dass sie vom Glück verfolgt ist. Die meisten ihrer Beziehungen sind schief gegangen, was rückblickend aber sicher kein Verlust war, wenn man bedenkt was für Loser diese Männer waren. Und auch was ihre Jobs anging hatte Sophie bisher immer nur Nieten gezogen.
Doch das könnte sich nun ändern, denn sie sitzt gerade im Flugzeug auf dem Weg nach London zu einem Bewerbungsgespräch. Vielleicht wird das ja endlich der Traumjob, nach dem sie immer gesucht hat? Außerdem wurde Sophie in die 1. Klasse hochgestuft und diesen Luxus konnte sie sich bisher noch nie leisten. Vielleicht steht das Glück nun doch endlich auf ihrer Seite. Leider stellt sich ihr Sitznachbar allerdings als ziemlicher Miesepeter heraus: Er ist arrogant, unterkühlt und sehr britisch - und Sophie kann es sich nicht verkneifen ihn auf ihre ganz eigene Art zu provozieren.

Gabriel hat für die meisten Menschen keine Geduld, besonders wenn sie ihm mit uninteressantem Small Talk in den Ohren liegen. Als er auf einem Flug nach London die Blondine, die ihn zugegebenermaßen sehr an Marilyn Monroe erinnert, im Sitz neben seinem kennenlernt und ihn von Anfang vollplappert, stellt er sich schon auf den schlimmsten Flug seines Lebens ein. Doch womit er nicht rechnet ist, dass er Sophie wirklich interessant findet. Sie ist nicht nur attraktiv, sondern auch sehr clever und so gelingt es ihr mehr als einmal Gabriel aus der Reserve zu locken - und das ist etwas, das sonst niemals vorkommt, schließlich ist er der Manager der momentan erfolgreichsten Rockband der Welt, Kill John, und bekannt dafür ein eiskalter Typ zu sein.

Am Ende dieses Fluges, den so schnell keiner von beiden vergessen wird, hatte Sophie eigentlich damit gerechnet, Gabriel nie wieder zu sehen. Deswegen hat sie sich auch nicht zurückgehalten und war einfach nur sie selbst. Doch dann kommen die Dinge ganz anders, als erwartet...

Nach Idol ist Managed nun der zweite Teil in Kristen Callihans VIP Reihe und es hat mir sogar noch besser gefallen, als das erste Buch. Schon von der ersten Seite an wusste ich, dass es eine Geschichte nach meinem Geschmack sein würde und das ist ganz allein Sophie zu verdanken. Sie ist einfach ein richtig cooler Charakter, von dem ich gar nicht genug lesen wollte. Sie ist witzig, schlagfertig und stark, hat dabei aber auch einige Fehler und Schwächen, die ihre Figur interessant abgerundet haben.
Bei Gabriel hatte ich am Anfang so meine Sorgen, wie ich mit ihm wohl klar kommen würde. Im ersten Buch fand ich ihn mit seiner kühlen und ernsten Art eher mäßig sympathisch. Doch das hat sich in Managed glücklicherweise ganz schnell geändert - spätestens als wir zum ersten Mal einen Blick in seinen Kopf werfen durften, denn das Buch ist sowohl aus Sophies als auch aus Gabriels Perspektive geschrieben. Es war sehr spannend ihn kennenzulernen und zu verstehen, wieso er so geworden ist, wie er eben ist und da gibt es wirklich einige Ebenen zu entdecken. Ich fand es wirklich toll, dass er zwar schon eher ein Alpha-Männchen ist, zumindest mit Sophie aber auch durchaus Gefühle zeigt.
Am besten aber fand ich die Momente, in denen Gabriel und Sophie aufeinander treffen - erst in wirklich lustigen und unterhaltsamen Wortgefechten und dann später als Partner. Sie passen einfach wunderbar zusammen und es hat riesen Spaß gemacht, sie auf ihrer Reise zu begleiten. Entsprechend schön fand ich auch die Romantik insgesamt in Managed.
Natürlich spielen auch Kill John und die Bandmitglieder wieder eine große Rolle. Libby und Killian, deren Geschichte wir bereits in Idol lesen durften, sehen wir relativ oft und es war schön zu sehen, wie es mit ihnen weiterging. Doch auch die anderen Band- und Crewmitglieder haben ihren Platz und ihre Momente.

Eigentlich ist es Kristen Callihan das ganze Buch über gelungen, eine wirklich schöne Geschichte zu schreiben, die trotz des Rockstars und dem wildem Leben auf Tour ohne übertriebenes Drama auskommt. Leider gibt es aber am Ende doch die ein oder andere Szene, die dann etwas over the top war. Z.B. ergibt sich gegen Ende ein ziemlich albernes Missverständnis mit darauf folgender Überreaktion, die nicht hätte sein müssen. Das hätte man alles sicher anders lösen können und war mir als "großes Finale" ein bisschen zu windig.

Trotzdem hat mir Managed von Kristen Callihan richtig gut gefallen. Mit viel Charme, Romantik und einigen schrulligen Momenten führen Sophie und Gabriel uns durch ihre Geschichte, von der ich gerne noch mehr gelesen hätte.

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Cover Lodernde Schwingen

Enthält Spoiler für die übrigen Bücher der The Grisha / Grischa Reihe.

Nachdem Alina bei dem Versuch, den Darkling im Königspalast zu besiegen, beinahe gestorben wäre, blieb ihr und ihren Freunden erst einmal nicht anderes übrig, als sich zu zurückzuziehen. Ihre Möglichkeiten sind allerdings mehr als begrenzt, also müssen sie sich auf die Gruppe verlassen, mit der Alina sich immer am unwohlsten gefühlt hat: Ihren fast schon fantastischen religiösen Anhängern, die sie als Sankta Alina verehren und sich tief in den Tunneln unterhalb von Ravka versteckt halten - und deren Anführer, dem Apparat, der früher ein Berater des Königs war und dem sie noch nie über den Weg getraut hat.
Auch jetzt versucht er Alina für seine Zwecke zu nutzen und sie als Heilige dastehen zu lassen. Dazu gehört nicht nur, ihr jeglichen Kontakt zu ihren "unwürdigen" Freunden zu verweigern, allen voran Mal, sondern auch, die Wahrheit vor ihren Anhängern mit allen Mitteln zu verheimlichen: Denn Alina scheint ihre Kräfte verloren zu haben. Zumindest so weit unter der Erde hat sie keinen Zugang mehr zu ihrer Macht und das macht ihr nicht nur körperlich zu schaffen.
Der Drang den dritten und letzten Amplifier und damit das volle Potenzial ihrer Macht zu erlangen treiben Alina nach wie vor voran - nicht nur, um Ravka vor dem Darkling zu retten, sondern auch aus rein egoistischen Gründen. Doch die Zeit drängt, denn der Darkling sitzt mittlerweile auf dem Thron von Ravka und schreckt vor nichts zurück, um Alina und damit die Macht, hinter der er von Anfang an her war, zu sich zu locken...

In Ruin and Rising / Lodernde Schwingen, dem letzten Buch der The Grisha / Grischa Reihe, tobt sich Leigh Bardugo noch einmal so richtig aus, denn dieser Abeschlussband ist mit Abstand der, der einen emotional am meisten mitnimmt.
Alina ist über weite Teile der Geschichte sehr gebeutelt: Erst dauert es sehr lange, bis sie sich vom Kampf mit dem Darkling erholt, was der Verlust ihrer Kräfte und ihr Aufenthalt unter der Erde und weg von der Sonne nicht gerade besser macht. Außerdem lastet der Angriff auf den Palast und all die Menschen, die sie verloren haben, immer noch sehr auf ihr - besonders weil ihr absolut klar ist, dass sie nicht die letzten Opfer sein werden. Dazu kommen die Gier nach der Macht des dritten Amplifiers, ihre Sorge um Nikolai, der seit dem letzten Kampf verschwunden ist, ihre nach wie vor starke Verbindung zum Darkling und die ständig größer werdenede Kluft zwischen ihr und Mal.
Puh, das sind wirklich eine Menge Dinge, die auf Alina und damit auch auf dem Leser lasten. Ich muss sagen, dass es mir zwischen all dem Leid und den schweren Entscheidungen manchmal ein klein wenig zu viel und zu schwer geworden ist. Die Geschichte selbst und die Handlung waren nach wie vor fantastisch, aber es gab den ein oder anderen Moment, an dem mich die Stimmung so runtergezogen hat, dass ich fast ein bisschen den Spaß verloren habe und für ein paar Stunden pausieren musste.
Cover Ruin and Rising Zum Glück hat Leigh Bardugo aber jedes Mal wieder die Kurve gekriegt, vermutlich gerade weil ich die Charaktere so lieb gewonnen hat und mich jeder Rückschlag getroffen hat. Denn nicht nur Alina macht eine Menge in Ruin and Rising / Lodernde Schwingen durch. Genya, David, Nikolai, der Darkling, Mal...sie alle habe entscheidende Rollen und sie alle haben es nicht gerade einfach. Vor allem für Mal hält [Autor] einige gemeine Überrschungen bereit, mit denen ich mittlerweile zwar gerechnet habe, deren Bestätigung aber dennoch schwer zu schlucken waren.

Am Ende war ich aber dennoch sehr glücklich mit Ruin and Rising / Lodernde Schwingen und dem Abschluss der The Grisha / Grischa Reihe. Es war sicher kein einfaches Ende und hat eine eher bittersüße Stimmung hinterlassen, hat aber einfach wahnsinnig gut zu der Geschichte gepasst. Vor allem der Epilog hat mich dann doch noch einmal zu Tränen gerührt und das ist für mich immer das Zeichen, dass eine Geschichte Eindruck hinterlassen hat und mir die Figuren wirklich ans Herz gewachsen sind.
Die The Grisha / Grischa Reihe ist mir ihrem Schwermut und Alinas manchmal fragwürdigen Entscheidungen nicht perfekt. Doch durch Leigh Bardugos fantastievollen, cleveren und erfrischenden Stil, sowie die vielen wundervollen Charaktere machen die Reihe aber dennoch auf jeden Fall lesenswert und es werden sicher nicht die letzten Bücher sein, die ich von dieser Autorin lesen werde.

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Cover Filthy Rich

Als Caleb Blackstone, Milliardär und Frauenmagnet, Brooke Casterleyn zum ersten Mal sieht, ist es um ihn geschehen. Er bekommt die hübsche junge Frau mit dem britischen Akzent einfach nicht mehr aus dem Kopf und ist sich ziemlich bald sicher, dass sie die EINE für ihn ist. Sie hat Witz, Charme, lässt sich von ihm und seinem Reichtum kaum beeindrucken und steht auf eigenen Füßen. Kurzum, all das, was sich Caleb bisher nur von einer Frau erträumen konnte. Doch er muss auch bald feststellen, dass in Brooke eine große Traurigkeit schlummert, die sie sehr belastet und wegen der sie ihn ein wenig auf Distanz hält. Caleb hat allerdings vor, den letzten Rat, den ihm sein Vater vor seinem Tod gegeben hat, zu befolgen: Wenn du das findest, was dich glücklich macht, halte mit beiden Händen daran fest.

Als der gutaussehende Milliardär Caleb beginnt, Brooke den Hof zu machen, weiß sie nicht so recht, was sie davon halten soll. Was will ein Mann, der alles und jeden auf der Welt haben kann, schon von jemandem wie ihr? Mit der Zeit wird Brooke allerdings klar, dass Caleb es wirklich ehrlich mit ihr zu meinen scheint.
Doch kann sie ihm trauen? Brooke ist schon einmal an den falschen Mann gekommen und sie ist sich nicht sicher, ob sie sich und ihr Herz noch einmal so riskieren kann. Caleb macht es ihr allerdings sehr schwer, ihm zu widerstehen...

Filthy Rich ist das erste Buch, das ich von Raine Miller gelesen habe und ich muss zugeben, dass ich in erster Linie wegen des Covers, das mir nach wie vor ziemlich gut gefällt, dazu gegriffen habe. Die Geschichte selber bietet im Grunde nicht wirklich etwas Neues. Es ist die klassische Geschichte von Aschenputtel, die ihren reichen Prinzen findet. Gut, dieses Aschenputtel muss keine Böden schrubben, aber sie hat dennoch Geldsorgen und bereits einige schlimme Dinge in ihrem Leben durchgemacht. Jetzt, da Caleb in ihr Leben tritt, könnte sich das aber alles ändern. Vor allem, wenn es nach ihm geht und wie gesagt fällt es Brooke bald sehr schwer nein zu ihm zu sagen.
Wenn ich Filthy Rich mit einem Wort beschreiben müsste wäre es "süß" - und zwar so süß, dass man Zahnschmerzen bekommt. Es ist ein klassischer Fall von Insta-Love, denn Caleb verliebt sich wirklich im Prinzip auf den ersten Blick und auch Brooke ist schnell hin und weg. Wenn man aber die Hintergründe von beiden bedenkt (also Brookes schlechte Erfahrungen und Calebs Reichtum) ist das natürlich alles andere als realistisch. Die Figuren sind außerdem durch die Bank perfekt; sie sagen und tun immer das Richtigen (mit ein paar wenigen kleinen Ausnahmen) und finden stets die richtigen Worte. Auch im Schreibstil selbst findet sich diese Süßlichkeit wieder. Ich habe selten so kitschige und übertriebene Dialoge wie in diesem Buch gelesen. Neben ständigen Liebesbekundungen sind sie auch dermaßen pseudophilosophisch, dass ich mir das ein oder andere Augenrollen nicht verkneifen konnte. Außerdem gibt es eine Sache, die mich schier in den Wahnsinn getrieben hat: Die Figuren sprechen sich ständig mit Namen an. Selbst wenn Caleb und Brooke alleine sind, fällt in jedem zweiten Satz der Name des anderen. Das hat die gesamten Dialoge furchtbar steif und unrealistisch gemacht.
Auch das Tempo der Handlung hat irgendwie nicht so richtig gestimmt. Wie gesagt wäre da die Tatsache, dass sich die beiden viel zu schnell verlieben. Allein deswegen entwickelt sich alles viel zu schnell. Aber wenn man bedenkt, dass sich die Handlung über nur wenige Wochen erstreckt, die aber vollgestopft mit allerlei Drama sind, so zieht sich das zu hohe Tempo durch das gesamte Buch hindurch. Da hat es auch hier einfach an Realismus gefehlt.

Gab es auch etwas, das mir an Filthy Rich gefallen hat? Ja, tatsächlich fand ich die ersten paar Kapitel ziemlich unterhaltsam. Wir lernen Brooke und Caleb und ihre Hintergründe kennen und zu diesem Zeitpunkt hat alles eigentlich sehr vielversprechend ausgesehen. Brooke wirkte taff und stark und nicht so, als ob sie sich schnell einwickeln lässt. Caleb hatte zwar die typischen "Ich-bin-Millionär-und-Playboy"-Züge, war aber auch sehr sympathisch und vor allem bei seinem ersten Treffen mit Brooke war er wirklich sehr niedlich. Doch leider ging es ab diesem Zeitpunkt wie gesagt bergab.

Deshalb glaube ich, dass Filthy Rich vorerst das einzige Buch bleiben wird, dass ich von Raine Miller lesen werde. Es war nicht vollkommen schrecklich, denn trotz aller Kitschigkeit ist der Schreibstil schon sehr durchdacht und flüssig, aber mein Fall ist es einfach trotzdem nicht. Zu süß, zu übertrieben und zu simpel.
Für alle, die Filthy Rich trotzdem eine Chance geben möchten: Es erscheint am 12. November 2016.

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Cover Charlotte & Kian

Charlotte ist jung, Single und Barkeeperin in einem Stripclub. Fast jede Nacht steht sie hinter der Theke, macht den Männern schöne Augen und genießt die Aufmerksamkeit. Aber ihre Tage sind einsam. Sie weiß, dass sie keinen Partner haben kann, aber ab und an sehnt sie sich schon nach einem Mann in ihrem Arm.
Ihre Freundinnen Lilly und Miri sind in der Hinsicht keine Hilfe. Miri arbeitet ebenfalls in der Bar und sieht die Regel 'Kein Anbändeln mit den Gästen' nicht so eng. Lilly hingegen ist die pure Romantikerin und wartet nur auf Mr. Right.
Aber Charlottes Leben ist schon kompliziert genug. Jeden Sonntag besucht sie ihren Vater und bekommt einmal mehr vor Augen geführt, was man alles verlieren kann, wenn man liebt.

Kian ist Scheidungsanwalt und flüchtet sich in seinen Job. Beinahe jede Nacht wacht er aus Albträumen auf und beschließt einmal mehr, niemanden an sich heran zu lassen um niemanden zu verletzen. Somit sucht er keine Frau fürs Leben und selbst fürs Bett ist es im Moment zu viel Aufwand. Seinem besten Kumpel Finn erteilt er ein ums andere Mal einen Korb, bis dieser sich nicht mehr abwimmeln lässt.
Finn schleppt Kian in einen Stripclub. Er soll endlich auf andere Gedanken kommen, eine Frau im Arm halten und leben! Und das klappt besser als Kian lieb ist.

Kian und Charlotte ziehen sich an wie Motten das Licht. Natürlich lässt sie ihn abblitzen, schließlich ist er ein Gast und mit Gästen fängt man nichts an. Aber Kian ist anders als die anderen Männer in der Bar. Er ist witzig, hartnäckig und hat eine Aura die Charlie magisch anzieht.
Miri will ihr den knackigen Kerl schmackhaft machen und am Ende hat sie seine Telefonnummer in der Tasche. Natürlich ruft sie ihn nicht an. Oder doch? Was wäre eigentlich dabei? Eine Bettgeschichte - auf beiden Seiten geklärt. Keine Verpflichtungen keine Gefühle. Nur Sex.
Im Grunde das, was beide brauchen - aber halten sich ihre Gefühle auch an ihren Vorsatz?

Charlotte & Kian ist der dritte Teil der Bad Girls-Reihe. Während die ersten beiden Teile unmittelbar zusammengehören, kann man Charlotte & Kian auch eigenständig und getrennt von den anderen Büchern lesen.
Ich muss aber auch sagen, während ich bei den ersten beiden Teilen mit den Charakteren gleich warm geworden bin, bleiben sowohl Charlotte als auch Kian sehr blass. Zwar wird schnell klar, dass beide in ihrer Vergangenheit etwas Schlimmes erlebt haben, das sie geprägt hat und auch ausschlaggebend für ihre Zurückhaltung bei Gefühlen ist, aber so richtig klar wird es erst bei der Hälfte des Buches. Und das hat mir eindeutig zu lange gedauert.

Die ersten 50% habe ich mich durch Sexszenen gelesen, hatte kaum Handlung dazwischen und war bald soweit, dass ich die Szenen überblättert habe. Erst ab der Hälfte wurde das Buch für mich wirklich interessant. Ab dann kommt auch Spannung auf, schließlich geht es hier um ein Bad Girls-Buch. Da reicht es nicht aus in einem Stripclub zu arbeiten.
Mein liebster Charakter in diesem Buch war Isa. Sie ist lebensbejahend und einfach goldig. Zwar passt sie null in das Image der 'Bad Girls', aber um sie würde mich eine Geschichte echt interessieren.

Durch den sehr schwachen Einstieg komme ich im Ganzen nicht auf mehr als 3 Sterne, die Story war mir einfach zu Sex lästig. Da ich den Schreibstil von Rose Bloom an sich aber sehr gerne habe, bleibe ich gespannt was sie noch so veröffentlichen wird.

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