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326 - 330 von 1385 Rezensionen auf der Seite.

Cover Deep Englisch

Enthält leichte Spoiler für die restlichen Bücher der Stage Dive Reihe.

Als Lizzy Ben zum ersten Mal begenet, ist es Lust auf den ersten Blick für sie. Der bärtige Bassist der legendären Rock Band Stage Dive ist ein Hüne von einem Mann und genau Lizzys Typ. Doch Ben ist nicht gerade dafür bekannt, Beziehungen einzugehen. Viel mehr hat er sich einen Ruf mit seinem ungebundenen Lebenstil gemacht. Er hat jede Menge weitere Musikprojekte und jede Nacht eine andere Frau in seinem Bett und genießt diese Freiheit offensichtlich.
Deswegen ist Mal, Bens Bandkollege und der neue Ehemann von Lizzys Schwester Anne, auch alles andere als begeistert, dass seine kleine Schwägerin und Ben miteinander flirten. Ben muss ihm versprechen, dass er die Finger von Lizzy lassen wird.
Trotzdem entwickelt sich eine zarte Freunschaft zwischen den beide, was es Lizzy nicht gerade leichter macht, über ihre Schwärmerei hinweg zu kommen. Irgendetwas ist zwischen den beiden, ob Ben es nun wahrhaben will oder nicht. Als sich die Dinge schließlich zuspitzen und sie und Ben in Las Vegas eine Nacht miteinander verbringen, glaubt Liz endlich Ben für sich gewonnen zu haben - doch mit nur ein paar Worten schafft er es, alle ihre Hoffnungen zu zerstören.
Seit dem hat sie jeglichen Kontakt zu ihm abgebrochen. Doch Lizzy muss bald feststellen, dass nicht alles in Vegas bleibt, was in Vegas geschieht. Denn diese Nacht hat ein kleines Andenken hinterlassen, das sie für immer an Ben binden wird...

In Deep, dem letzten Buch von Kylie Scotts Stage Dive Reihe, dreht sich nun also alles um Ben und Lizzy. Bereits in Mal und Annes Geschichte hat sich ja schon abgezeichnet, dass sich zwischen diesen beiden etwas tut. Doch nie und nimmer hätte Liz dieses Souvenir aus Las Vegas erwartet, als sie schließlich eins und eins zusammenzählt, nachdem sie mehrere Morgende über der Toilette verbracht hat und ihr ihr Klamotten nicht mehr richtig passen. Es dürfte keine große Überraschung sein – Lizzy ist schwanger. Sie ist gerade mal 21, der Vater des Kindes hat unmissverständlich klar gemacht, dass ihm seine Freiheit und die Musik das Wichtigste sind und sie ist sich ziemlich sicher, dass die Nachricht ihrer Schwangerschaft ernsthafte Konsequenzen für die Band haben könnte. Ihre eigenen Gefühle für Ben momentan als gemischt zu beschreiben, ist wohl die Untertreibung des Jahrhunderts.
Im Endeffekt dreht sich die ganze Geschichte nur darum, ob Ben und Lizzy sich nun zusammenraufen können oder nicht. Das ist zwar nicht gerade viel Stoff, hätte aber dennoch eine schöne Geschichte ergeben können. Leider haben mir Lizzy und vor allem Ben das aber immer wieder ein bisschen versaut. Grundsätzlich mochte ich Liz. Sie ist frech, gewitzt und temperamentvoll und ich musste schon das ein oder andere Mal über ihre Sprüche schmunzeln. Außerdem hat es mir gefallen, wie sie mit der Nachricht ihrer Schwangerschaft umgegangen ist und dass sie nicht vor ihrer Verantwortung wegrennt. Leider hat sie aber auch nur sehr wenig Rückgrat bewiesen, wenn es um Ben ging. Denn der nimmt die Nachricht, dass er Vater wird, nicht ganz so gut auf und manche der Dinge und Rechtfertigungen, die er so rausgehauen hat, haben ihn mir ziemlich unsympathisch gemacht. Er hat Lizzy zwar nie Vorwürfe gemacht, aber zu seiner Verantwortung gestanden hat er auch nicht. Und Lizzy ließ sich jedes Mal wieder von ihm rumkriegen. Ab einem gewissen Punkt dachte ich mir nur, dass er es wirklich nicht wert ist und sie alleine besser dran wäre, anstatt ständig mit diesem emotionalen Chaos konfrontiert zu werden. Ben hat mich wirklich enttäuscht und leider hat mich sein Verhalten auch zum Ende des Buchs hin nicht überzeugen können.
Ich habe wirklich versucht die Geschichte zu mögen und es gibt auch die ein oder andere Szene, die wirklich Spaß gemacht hat. Das Leben und Reisen mit einer Rockband auf Tour ist immer wieder etwas, über das ich gerne lese. Trotzdem haben Liz und Ben mit ihrem Verhalten viel vom Lesevergnügen genommen und konnten mich mit ihrem Ende nicht überzeugen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie am Ende viel weiter waren, als am Anfang der Geschichte. Da konnten auch die anderen Charaktere nur sehr wenig wieder gut machen.

Wer die restlichen Bücher der Stage Dive Reihe von Kylie Scott gelesen hat, sollte sich aber natürlich auch dieses Buch nicht entgehen lassen. Alle Charaktere sind noch einmal mit vertreten und das Rockstar Leben hat für viel Abwechslung gesorgt. Ich wünschte nur, dass die Autorin mehr aus Bens und Lizzys Potential gemacht hätte.

Deep ist ja wie gesagt das letzte Buch der Stage Dive Reihe, allerdings wird es mit Dive Bar eine Spin-Off Reihe geben, die sich um einen Charakter drehen wird, den wir in Deep kennenlernen.

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Cover Hoarfrost Englisch

Rezension enthält geringfügige Spoiler für die ersten fünf Bände der Whyborne & Griffin-Reihe.

Seit gut einem Jahr weiß Whyborne um das Geheimnis seiner Blutlinie, hat er doch Widdershins nur aufgrund seines Erbes vor dem Untergang retteten können. Ein Jahr seitdem er an einem Strand eine wichtige Entscheidung getroffen hat. Ein Jahr in dem Whyborne und Griffin in Harmonie zusammengelebt haben.
Doch nun ist die friedvolle Zeit vorbei. Griffin hat den Schmerz darüber, dass sich seine Adoptivfamilie von ihm losgesagt hat, immer noch nicht überwunden. Umso glücklicher ist er, dass er wenigstens einen seiner Brüder gefunden hat und mit diesem, Jack Hodge, in regem Briefkontakt steht.

Nun hat Jack ihm ein Artefakt-Fragment geschickt, dass er in Hoarfrost, einer Goldgräberstadt in Alaska, gefunden hat. Es zeigt sich, dass das Artefakt von gefährlichen Wesen spricht, die in der längsten Nacht des Jahres (Wintersonnenwende, am 21. Dezember) aus ihrem Gefängnis entkommen können. Da Whyborne schnell herausbekommt, dass an der Sache etwas magisches dran sein könnte und Christine den dazugehörigen Fund unbedingt dingfest machen möchte, machen sie sich alle zusammen auf nach Alaska: Whyborne, Griffin, Christine und ihr Verlobter Iskander. Und natürlich werden Freund- und Liebschaften einmal mehr auf eine harte Probe gestellt...

Gott, was habe ich mich darüber gefreut, dass Jordan L. Hawk die Reihe um Whyborne & Griffin weiterführt. Ich konnte es kaum erwarten, Hoarfrost in den Fingern zu halten (wobei ich richtigerweise sagen müsste, das Buch käuflich zu erwerben und auf den e-Reader zu laden). Und tatsächlich hat Hoarfrost all das gehalten, was ich mir davon versprochen habe. Gleich mehrere neue und alte Fäden werden im Handlungsgewirr verwoben, da ist ein vielversprechender Rivale, eine ganze Gesellschaft an Zauberern, die sich dem englischen Familienzweig entgegenstellen, ein weiterer Bruder, der gefunden werden will und - natürlich - ein wunderbares und gefährliches Abenteuer in Alaska zur Zeit des Goldrausches, welches weitere weiße Flecken im Leben unserer Protagonisten mit Tiefe und Farbe füllt.

Und ja, es ist Absicht, dass ich mich hier so kryptisch ausdrücke. Es macht nämlich tatsächlich keinen Spaß, Rezensionen zu lesen, die viel zu viel von einer Serie verraten. Und so versuche ich mich hier daran, eine sinnbeladene, aber nicht zu entblößende Rezension zu schreiben. In jedem Fall kann ich sagen, dass Griffin und sein Ival mich wieder von der ersten bis zur letzten Sekunde fasziniert und in ihrem Bann gehalten haben.

Das lag auch daran, dass Hoarfrost abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben ist. Bislang hat Griffin uns nur in zwei der drei Kurzgeschichten mit seiner Erzählperspektive beglückt und, so wunderbar Whybornes Kopf auch ist, zu sehen wie und was Griffin denkt, ist wirklich so toll. Genau wie Ival bin ich ihm rettungslos verfallen und deshalb war Jordan L. Hawks Wahl der zwei Perspektiven absolut perfekt für mich - mal abgesehen davon, dass die Handlung ohne diesen Kniff vermutlich auch gelitten hätte.

Ja, Hoarfrost war mit seinen fast 300 handlungsbeladenen Seiten ein wunderbarer 6. Band der Whyborne & Griffin-Bücher. Die Geschichte endet zum Glück so, dass man gut abwarten kann, was weiterhin passieren wird - sprich, die Handlung in Alaska findet zu einem gelungenen Abschluss. Dennoch bleiben Fragen allgemeinerer Natur offen und natürlich will man wissen, wie beide - insbesondere Griffin - die Ereignisse verdauen. Somit kann ich es wieder nicht abwarten, bis es weitergehen wird mit meinem Lieblingspaar von Jordan L. Hawk. Nachdem Hoarfrost gerade erst erschienen ist, wird es wohl noch etwas dauern, bis mehr bekannt wird.

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Cover Playing Dirty Englisch

Shaw Matthews hat es geschafft: Er hat sich von ganz unten hochgearbeitet und ist mittlerweile einer der besten Sportagenten, die es gibt und der aufsteigende Star in seiner Agentur, Striker Sports Entertainment. Wenn es ihm jetzt noch gelingt, Denver Rockford, einen berühmt-berüchtigten Footballspieler, an Land zu ziehen, ist ihm eine Partnerschaft in seiner Firma sicher.
Eigentlich gibt es nur ein Hindernis, dass zwischem ihm und der Erfüllung seines Traums steht: Cassidy Whalen. Sie ist ebenfalls Sportagentin und seine größte Konkurrenz - und arbeitet ausgerechnet in der gleichen Agentur, wie Shaw. Dass die beiden ehrgeizigen Hitzköpfe ständig aneinandergeraten, ist für niemanden eine Überraschung. Vor allem jetzt, da es um die Partnerschaft bei Striker geht, kennen sie kein Erbarmen mehr. Jetzt geht es nur noch darum, wer von den beiden Denver auf seine Seite ziehen kann.
Weder Shaw noch Cassidy schrecken davor zurück, mit schmutzigen Mitteln zu kämpfen und den anderen aus dem Gleichgewicht zu bringen. Und was könnte für mehr Verwirrung sorgen, als Sex mit der Person, die man eigentlich am meisten verachtet? Doch was für beide eigentlich nur ein Teil ihres Spielchens sein sollte, geht schnell nach hinten los. Denn womit keiner von ihnen gerechnet hat, ist, dass es der beste Sex ihres Lebens werden würde - und dass sie einander mehr unter die Haut gehen, als je jemand vor ihnen...

Playing Dirty von C. L. Parker fängt eigentlich ganz interessant an. Wir lernen sowohl Cassidy als auch Shaw in ihren eigenen Perspektiven erst einmal näher kennen. Gleich von Anfang an wird klar, dass sie sich absolut nicht ausstehen können, aber dennoch einen gewissen Respekt füreinander und ihre Arbeit haben. Für beide ist ihr Job ihr Leben und sie würden alles geben, um auf der Karriereleiter weiter nach oben zu klettern. Doch im Laufe der Geschichte merkt man, dass ihre Hinter- und Beweggründe vollkommen unterschiedlich sind. Bei beiden versteht man, wieso so sehr auf die neue Position aus sind und ich bin mir am Ende nicht sicher gewesen, wem ich sie mehr gewünscht hätte.
Sie sind beide aber alles andere als einfache Menschen. Cassidy kann ziemlich kühl und zickig rüber kommen und lässt nur selten ihre weichere Seite durchscheinen. Shaw ist ziemlich arrogant und selbstüberzeugt. Beide versuchen ihre Affäre als Waffe zu benutzen, womit ich zu Beginn so meine Probleme hatte, da beide so berechnend wirkten. Große Gefühle und Liebesbekundungen sollte man bei Playing Dirty also nicht erwarten. Die Sexszenen sind größtenteils zwar schon ziemlich heiß und an Erotik mangelt es sicher nicht, allerdings fällt die eigentlich Handlung über weite Strecken ein wenig unter den Tisch und dient nur dem Zweck, Cassidy und Shaw wieder eine Möglichkeit zu bieten, in der sie ihre Macht/Überlegenheit/Cleverness durch Sex ausdrücken können. Mir war das zu wenig und mit der Zeit wurde es auch ein klein wenig langweilig.
Es dauert also eine ganze Weile, bevor man bei den beiden etwas mehr als Verachtung entdecken kann, wenn man zwischen den Zeilen liest. Attraktiv fanden sie sich gegenseitig von Anfang an. Doch dass da eventuell etwas mehr sein könnte, will und kann sich keiner von ihnen eingestehen. Bei beiden - wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise - spielt ihr familärer Hintergrund eine gewisse Rolle, wieso sie glauben, dass zwischen ihnen nie eine echte Verbindung bestehen könnte.
Was ein bisschen Abwechslung in die Geschichte bringt, sind die Freunde von Cassidy und Shaw. Sie alle treffen sich immer in ihrer Lieblingsbar, Monkey Business, und so kommt es auch, dass sich Cassidys und Shaws Freundeskreis langsam aber sicher zu überlappen beginnt. Hier gibt es jede Menge kleine, sympathische Nebengeschichten und -charaktere, die die doch immer sehr angespannte Stimmung, wenn es um die Arbeit geht, ein wenig auflockert. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich es etwas unglaubwürdig finde, dass Cassidy und Shaw so wenig übereinander wissen, wenn man bedenkt, wie sehr sich ihre Freunde überschneiden und wie ausführlich sie normalerweise über ihren Job und die Konkurrenz recherchieren.

Über weite Teile war ich also ein wenig skeptisch, was Playing Dirty von C. L. Parker anging. Doch es gab immer wieder Szenen und Momente, die mir richtig gut gefallen und mich dann doch bei der Stange gehalten haben. Außerdem ist C. L. Parkers Schreibstil nicht schlecht - temporeich, witzig und unverfroren. Große Gefühle gibt es zwar (noch) nicht, aber man merkt trotzdem, wie sich da etwas zusammenbraut und vor allem gegen Ende gibt es einige spannende Entwicklungen. Die nächsten beiden Bücher des Monkey Business Trios werde ich daher vermutlich auch lesen.

Playing Dirty erscheint am 12. Mai 2015.

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Cover Gotteslüge deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Band der Faris Iskander-Reihe.

Faris kann nicht schlafen. Einsam steht er in seiner Wohnung und denkt über den vergangenen Abend nach. Warum hatte Laura ihn angerufen? Sie war seit Jahren mit einem anderen Mann verheiratet und hatte sich wegen ihm von Faris abgewandt. Warum ruft sie nun ausgerechnet ihn an und erzählt ihm, dass sie in einem Hotel ist?
Um nicht länger zu grübeln, entschließt er sich zum Joggen mit seinem neuen Partner Marc. Während sie gemeinsam das Tempelhofer Feld lang laufen, klingelt Faris Handy - sein Chef ordert ihn zu einem neuen Tatort. Es ist das Hotel in dem Laura abgestiegen ist.

Immer wieder grübelt er nach was am vergangenen Abend passiert ist. Dass ihm Laura erzählt hat, sie will sich von ihrem Mann Christian scheiden lassen. Es läuft nicht mehr zwischen ihnen beiden. Warum aber erzählt sie ihm das? Am Ende des Abends bringt Faris sie zu seinem Hotelzimmer und es wird ihm viel zu spät klar, dass Laura eindeutige Absichten hat.
Als er mit Marc am Hotel ankommt wird seine Angst zur traurigen Gewissheit: Laura ist tot. Jemand hat sie erwürgt und vielleicht auch vergewaltigt. Warum? Wer? Hätte er sie retten können wenn er länger bei ihr geblieben wäre?

Faris kommt jedoch gar nicht dazu sich lange den Kopf zu zerbrechen und um Laura zu trauern. Es gibt einen Mann der nach ihm verlangt. Faris soll zur Gedächtniskirche kommen, ein Mann hat zwei Geiseln in seiner Gewalt und droht sich in die Luft zu sprengen. Eigentlich ist Faris gar nicht in er Lage sich emotional auf den neuen Fall zu konzentrieren, dennoch muss er hin. Am Breitscheidtplatz angekommen, ist bereits alles weiträumig abgesperrt. Wieder meldet sich der Mann, der nach Faris verlangt hat. Man soll ihn reinschicken. Davon ist Faris Chef alles andere als begeistert, aber welche Wahl haben sie?
Mit dem Anblick der sich ihm bietet, als Faris ins Innere geht, hätte er nicht gerechnet. Ausgerechnet Önur, ein Junge, der von seinem Schwager Sahir betreut wird, trägt einen Sprengstoffgürtel und droht damit sich und seine zwei Geisel in die Luft zu sprengen.
Aber Faris hat das Gefühl, dass Önur das eigentlich gar nicht wirklich möchte. Er macht das nicht freiwillig und doch kann Faris ihn nicht retten. Kurz darauf detoniert die Bombe.Faris und die zwei Geiseln konnten fliehen, doch es ist noch nicht vorbei. Faris Handy klingelt und eine Stimme erklärt ihm, dass er der nächste ist, der auf einen Auslöser drückt.
Faris fühlt sich zurück katapultiert. Er hat diesen Satz bereits gehört in der Vergangenheit. Fängt etwa wieder alles von vorn an?

In den nächsten Stunden wird Faris auf eine harte Probe gestellt und er muss feststellen, dass es etwas gibt in seinem Leben, dass selbst ihn dazu bringen könnte, den letzten Schritt zu gehen. Wird er dagegen ankämpfen können oder am Ende doch verlieren?

Der zweite Teil um Faris Iskander ist wieder spannend von Anfang bis zum Ende. Durch den Bezug zum vorherigen Buch, bietet es sich an, erst 40 Stunden zu lesen. Aber den Roman würde ich euch eh empfehlen ;o)
Faris hat in Gotteslüge einen sehr turbulenten Tag. Erst die Ermordung seiner verflossenen Liebe Laura, dann das Selbstmordattentat von Önur und das Versprechen, dass er, Faris, am Ende selbst den Auslöser betätigen wird. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Immer wieder meldet sich ein Mann bei Faris, der ihn weiter in den tiefen Sumpf aus Schuld, Angst und Verzweiflung treibt. Zwischendurch habe ich immer wieder Angst gehabt, dass Faris zusammenbricht. Denn kein Mensch kann soviel Druck und Verantwortung auf Dauer standhalten.
Die Puzzleteile in diesem Buch fielen teilweise schnell an ihre Stellen, manche veränderten sich bei näherem hinsehen und das machte das 'Kriminalisieren' natürlich besonders spannend.

Mit hat die Geschichte gut gefallen, jedoch haben mich ein paar Sachen gestört. Zum einen Wortwiederholungen, die mich in Büchern immer schnell stören und zum anderen war das Buch etwas zu überladen an Aktion. Faris und der Leser hatten keine ruhige Minute. Es ging von einem Schock in den nächsten und vielleicht wäre eine kleine Verschnaufpause auch für den gebeutelten Faris gut gewesen.

Der Schreibstil ist wie bisher sehr gut. Man wird sofort in die Geschichte geworfen und ist mitten drin statt nur dabei. Ich bin sehr gespannt was Kathrin Lange für unseren armen Erimttler noch alles im Sinn hat und habe beinahe Angst um den armen Mann.

Einen ganz lieben Dank an das Team von www.leserunden.de und den Blanvalet-Verlag für die spannende Leserunde und die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Das Blut der Rebellin

Tags: Historie
30.04.2015
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Das Blut der Rebellin deutsch Enthält Spoiler zum Roman Die Tochter des letzten Königs.

Wales im 12. Jahrhundert. Die junge Isabel de Carew wächst unbeschwert auf. Sie genießt die Ausflüge mit ihrer Großmutter Nesta und übt sich heimlich im Umgang mit der Schleuder. Das letzteres nicht zwingend eine Beschäftigung für eine Dame ist, übersieht sie dabei geflissentlich. Der Hüter Bran hat einen Narren an der kleinen Isabel gefressen und kann ihr so keinen Wunsch abschlagen - auch nicht das Erlernen des Schleuderns.
Eines nachts jedoch ist Isabels ruhiges Leben vorbei. Ihre Heimat wird von den Walisern angegriffen und sämtliche Männer getötet. Übrig bleiben nur Frauen und Kinder. Zu ihrem Glück wird dieser Überfall von einem Verwandten Nestas geführt, so dass ihnen keine Gefahr droht. So lernt Isabel Cadell kennen, einen Rebellenfürst der sich gegen die Normannen wehrt und sich sein Land zurückerobern will. Das Treffen mit ihm und seinen jüngeren Brüdern Rhys und Maredudd wird ihr noch lange in Erinnerung bleiben.

Kurz darauf wird Isabel für 5 Jahre ins Kloster geschickt. Als sie endlich wieder außerhalb der Klostermauern Luft holen darf, ist sie auf dem Weg zu ihrer Verlobung mit dem Sheriff von Pembroke. Sie kennt den Sheriff nicht, aber immer wenn das Gespräch auf ihn kommt, wirkt ihr Onkel Maurice nicht ganz überzeugend glücklich.
Auf der Reise nach Tenby, wo sie von ihrer künftigen Schwiegermutter auf ihr Leben als Gemahlin vorbereitet werden soll, treffen sie zufällig auf Rebellen und normannische Reiter. Isabell erkennt unter den Rebellen Cadell und als der Anführer der Reiter anordnet alle zu töten, reagiert Isabel instinktiv. Sie will Cadell zur Hilfe eilen, doch ihr Pferd geht durch. Während sie sich auf der Stute festklammert bricht die Nacht herein und Isabel ist irgendwo im nirgendwo. Ob jemand nach ihr suchen wird?
Als sie auf eine Lichtung kommt, trifft sie auf einen Jungen in ihrem Alter. Er stellt sich ihr als Ralph vor und fortan hat sie einen Freund an ihrer Seite.
Der Vorfall im Wald wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Isabell es mit Rebellen zu tun hat. Und tief in ihr pulsiert ein Teil es Blutes mit ihnen.

Mit Das Blut der Rebellin hat Sabrina Qunaj einen spannenden und mitreißenden Roman geschrieben der dem Vorgänger Die Tochter des letzten Königs kaum nachsteht. Man könnte meinen Isabel steht ein ähnliches Schicksal bevor wie einst Nesta, allerdings entwickelt sich der Roman in eine gänzlich andere Richtung. Isabel hat zum Teil walisisches Blut in ihren Adern und während es bei Nesta im Temperament durch kam, singt es in Isabels Blut förmlich. Sie fühlt sich immer mehr mit den Rebellen verbunden und damit stößt sie oft auf Wut und Intoleranz.
Isabel will sich nichts sagen lassen und ihre Abenteuerlust ausleben. Das gelingt ihr zum Teil ganz gut und so lernt man in diesem Roman auch ein wenig die andere Seite Wales kennen.

Was die Autorin Sabrina Qunaj wirklich gut kann, ist Bilder im Kopf entstehen lassen. Es dauert keine 5 Seiten und man sieht die weiten Wiesen von Wales, spürt den Wind in den Haaren und sieht die Wolken vorbei ziehen. Die Geschichte ist spannend erzählt und knüpft beinahe an die Zeit vom vorherigen Roman an.
Nun warte ich natürlich sehnsüchtig darauf, was sie als nächstes aus ihrer Feder fließen lässt.

Anders als Die Tochter des letzten Königs gab es in diesem Buch auch einige ruhige Abschnitte. Die zogen sich gerade im mittleren Teil etwas. Wenn es jemandem also zu turbulent wird, kann er sich in der Zeit ein wenig ausruhen.
Dieses Buch führt nun einmal mehr dazu, dass ich wirklich gern mal einen Abstecher nach Wales machen wollen würde.

Ich danke ganz herzlich dem Goldmann-Verlag für das Rezensionexemplar und dem Team von www.leserunden.de sowie der Autorin Sabrina Qunaj für die schöne Leserunde.

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