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Cover Das vergessene Reich deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Teil der Reihe Der letzte Drache.

Robaryon hält wie er es Leána versprochen hat am Portal in Glastonbury Wache. Er vernimmt Stimmen aus dem Portal, kann sie jedoch kaum verstehen und beschließt Leána davon zu erzählen. Aber wie kommt er durch das Portal nach Albany?
Trotz seiner anfänglichen Skepsis schafft er es durch das Portal. Vielleicht liegt es an dem Amulett, das ihm Leána gegeben hat. Doch nun drängt die Zeit. Sofort macht er sich auf die Suche nach ihr und reist immer mit der Angst entdeckt zu werden zu den Nebelinseln.

Während Leána, Thoran und Kayne noch um Siah trauern treibt der Bärtige weiter sein Unwesen. Immer mehr Nebelhexen werden ermordet und geschändet gefunden. Unruhe macht sich breit.
Während Kaya versucht Herrin der Lage zu werden, werden die Stimmen aus dem Volk immer lauter. Eine Nebelhexe soll die Frau eines Mannes getötet haben als man sie ihres Kräuterwissens zu rate zog. Doch statt die junge Frau zu heilen, stirbt sie. Nicht jeder ist von den Nebelhexen angetan und so scharrt der Bärtige bald immer mehr missmutige Menschen um sich.
Als Kaya in einer Anhörung die Schuld der Nebelhexe nicht eindeutig beweisen kann, spricht sie sie frei. Der Schwiegervater der getöteten hetzt nun öffentlich gegen Kaya und sie muss sich einmal mehr dazu aufraffen ihren Standpunkt zu festigen.

Robaryon schafft es ungesehen zu Leána, die es kaum fassen kann. Endlich kann sie ihn wieder in ihre Arme schließen, doch was er vom Portal zu berichten weiß beruhigt sie sehr.
Zudem hat sie Angst man könnte Rob entdecken. Er ist einst aus Albany verbannt worden und es wäre höchst ungünstig, wenn man ihn enttarnen würde.
Kurz darauf passiert es - einer der Drachen entdeckt ihn und will ihn vor den Rat bringen. Rob scheut sich nicht und so erfährt Leána was wirklich vor vielen Jahren passiert ist, als Rob von den Drachen verstoßen wurde.
Niemand darf erfahren, dass sie beide sich lieben und so halten sie ein Fassade aufrecht die nicht nur Leána schützen soll.

Nachdem Rob allen vom Grund seiner Heimkehr nach Albany berichtet hat, wird klar, es muss etwas geschehen. Die Welt der Elfen ist dem Untergang geweiht, sie brauchen dringend Hilfe. Vielleicht finden sie diese jenseits des neuen Portals.
So schließt sich eine Gruppe zusammen die auf die Reise zum Glastonbury Portal geschickt wird. Keiner ahnt, was sich hinter dem Portal befindet doch die Hilferufe machen ihnen klar, sie müssen schnell handeln.
Es dauert lange bis es ihnen mit vereinten Kräften gelingt das Portal zu öffnen und was sie auf der anderen Seite erwartet ernüchtert sie. Eine karge Landschaft, nichts als Berge, kaum Grün und ein Zwielicht das sich krank anfühlt.

Sie beschließen eine Rast einzulegen um sich ein wenig zu orientieren. Doch als sie sich zur Ruhe gelegt haben, er klingt eine seltsame Melodie und ein beinahe umschmeichelnder Wind fährt über ihre Körper. Wie in Trance bewegen sich Estell, Marathis und Ennedal vom Lager weg. Als die anderen erwachen sind sie fort. Kayna findet wenig später Ennedal wieder, die eine Weile braucht, bis sie wieder weiß wo sie ist. Von den anderen beiden fehlt jede Spur.
Von nun an sind sie auf der Hut, doch es dauert nicht lange, da vernehmen sie wieder die Melodie und nur mit starker Willenskraft können sie sich widersetzen.
Was ist das nur? Wer spielt diese Melodie? Und wieso reagieren nicht alle von ihnen gleich darauf? Die Gegend bleibt unbewohnt, bis sie auf einen kleinen pelzigen Kerl stoßen. Sie wissen nicht ob er Freund oder Feind ist, zu diesem Zeitpunkt jedoch hoffen sie darauf, dass er sie zu einer Quelle bringen wird. Und das tut er, doch der Preis ist fast zu hoch.

Im zweiten Band der Weltenmagie-Reihe bereisen Leána, Kayne und ihre Freunde eine komplett neue Welt, die so gar nichts gemein hat mit Albany oder gar Schottland. Es ist trostlos, staubig und wirkt fast unbewohnt.
Wenn man das so liest hat man unweigerlich das Bedürfnis ständig etwas zu trinken. Es gibt in der neuen Welt wieder neue Kreaturen zu entdecken und es ist mehr als fraglich ob sie gut sind oder unsere Freunde nur zu eigenen Zwecken brauchen.
Es wird schnell klar, dass diese Welt Hilfe braucht, aber es ist nicht ganz klar wie es zu diesem Zustand gekommen ist und das wurmt mich auch als Leser. Natürlich wird es am Ende aufgelöst und das auch sehr plausibel, aber der Weg dahin ist mit großen Fragezeichen gepflastert.

Die Autorin Aileen P. Roberts weiß sehr wohl, wie sie den Leser auf falsche Fährten schickt und genau am spannendsten Punkt einfach mal den Handlungsstrang wechselt. Fies, aber es hält einen natürlich dazu an immer weiter zu lesen.
In diesem Band ist es wieder gut aufgeteilt zwischen Passagen in Albany und Passagen in Sarevyon. Man wird weiterhin auf die Suche nach dem Bärtigen geschickt und muss erleben wie Kaya einen immer schwereren Stand als Königin hat.
Der Leser erfährt mehr aus Robs Vergangenheit und das bringt einen schon ins Grübeln. Wie steht er wirklich zu Leána? Meint er es ernst mit ihr? Und wie soll es zwischen den beiden weiter gehen?

Das Ende des Bandes endet natürlich wieder sehr spannend, doch lange müssen wir nicht warten. Bereits am 14. September erscheint der Abschlussband der Reihe.

Mir hat dieser Band wieder ziemlich gut gefallen. Der Schreibstil von Aileen P. Roberts ist flüssig und bildlich gut vorstellbar. Sie weiß wie sie den Leser anheizt um ihm dann eine kalte Dusche zu verpassen und so sind auch die gut 500 Seiten im Nu gelesen.
Dennoch fand ich den ersten Teil besser. In diesem Band passiert handlungsmäßig nicht wahnsinnig viel, was eine Krankheit von mittleren Bänden ist. Sie bereiten den Leser quasi auf das große Finale vor und so ist es auch mit diesem Buch.
Nun muss ich mich also noch ein paar Monate gedulden bis ich weiß ob es Leána und Co. schaffen werden - oder eben nicht.

Einen ganz lieben Dank an den Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar und auch einen großen Dank an das Team von www.leserunden.de und die Autorin für die schöne und diskussionsfreudige Leserunde.

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Cover Die Verlockung des Glücks 2

Enthält Spoiler zum ersten Band der Reihe Die Verlockung des Glücks: 1. Nicht für Jugendliche unter 18 Jahren geeignet, da es explizite Sexszenen enthält - und davon nicht wenig.

Sophie ist totunglücklich. Das ist genau der Grund, warum sie sich auf Matthew nicht einlassen wollte. Sie wusste, er muss irgendwann wieder zurück nach Amerika und sie bleibt einsam in Deutschland zurück. Während Matthew jeden Tag anruft und ihr auch sonst das Gefühl gibt, dass sie nicht nur ein Urlaubsflirt für ihn war, geht es Sophie jeden Tag schlechter. Sie hat schlimme Albträume und kann sich kaum noch auf ihre Arbeit konzentrieren.

Sophies Bruder kann das Elend kaum noch ertragen und versucht sich dazu zu überreden sich ein Ticket zu kaufen um zu Matthew zu fahren. Nach einigem Hin und Her entscheidet sie sich dazu und fliegt zu Matthew.
Der ist gerade bei einem Auswärtsspiel und ist überrascht, als er nach Hause kommt und jemand in seinem Haus findet - Sophie. Endlich.
Überschwänglich vor Glück schließt er sie in die Arme und kann es eine ganze Weile nicht fassen, dass sie wirklich bei ihm ist. Ab jetzt wird das Leben viel besser - hofft er.

Sophie hat sich überhaupt keine Gedanken gemacht, was sie eigentlich in den USA machen soll, während Matthew beim Training ist. Auch wird ihr erst jetzt bewusst, wie berühmt ihr Neandertaler wirklich ist und welche Probleme damit auf das junge Glück zukommen.
Es gibt mehr als genug junge weibliche Fans die alles tun um den großen gutaussehenden Footballspieler für sich zu begeistern. Für Sophie ist das alles nicht so leicht und schon bald merkt sie, dass sie Matthew eigentlich kaum kennt.

Im zweiten Teil der Die Verlockung des Glücks-Reihe geht das Leben von Sophie und Matthew weiter. Nachdem sie endlich zueinander gefunden haben passiert jedoch nicht mehr so wirklich viel.
Sophie wird von der Vergangenheit eingeholt und Matthew versucht alles um sie von sich zu überzeugen. Hauptsächlich eigentlich durch Sex. Der zweite Band besteht zu gut 50% aus sexuellen Handlungen, die auch nicht schlecht sind, aber das ist mir dann doch eindeutig zu viel.
Mir fehlt die Entwicklung der Charaktere. Matthew ist sehr liebenswürdig und trägt Sophie quasi auf Händen. Sophie kämpft mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit. Sie schafft es das Buch über leider nicht wirklich sich davon zu trennen. Das war manches Mal echt anstrengend. Sicher, Eifersucht ist nicht einfach, aber er gibt ihr nun wirklich keinen Grund dazu.
Es gibt eine nette kleine Handlung in diesem Buch, aber diese ist leider wenig überzeugend und bis auf einen kleinen Vorfall auch wenig spannend.

An sich ist es eine nette kleine Geschichte, aber mit dem Vorgänger kann es nicht mithalten. Schade eigentlich. Ich werde mit Sicherheit ein weiteres Buch von Hannah Kaiser lesen und bin gespannt ob das wieder an Die Verlockung des Glücks: 1 anknüpfen kann.

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Cover Die Verlockung des Glücks 1

Nicht für Jugendliche unter 18 Jahren geeignet, da es explizite Sexszenen enhält.

Sophie lebt alleine im ehemaligen Haus ihrer Mutter und ist eigentlich rundum zufrieden. Sie hat einen tollen Job als Übersetzerin, ein gutes Verhältnis zu ihrem Bruder und weit und breit keinen Mann.
Schließlich braucht und will sie auch keinen Mann. Die Männer in ihrer Vergangenheit haben ganze Arbeit geleistet und Frau kann schließlich auch ohne.

In diesem Sommer ist es mal wieder brütend heiß und weil sie kaum noch etwas im Kühlschrank hat, muss sie wohl oder übel in den Supermarkt. Allein der Weg zu ihrem Wagen reicht aus, dass sie komplett durchgeschwitzt ist. Zu allem Überfluss hat auch noch ihre Klimaanlage den Geist aufgegeben. Na das fängt ja prima an.
Auf dem Parkplatz angekommen will sie sich die letzte freie Lücke schnappen, doch da kommt ihr ein großer Geländewagen in die Quere. Das ist ja wohl die Höhe. Außer sich vor Wut und maßlos enttäuscht macht sie ihrem Ärger Luft. Das hindert den wahnsinnig gut gebauten Kerl auch nicht daran seelenruhig an ihrem Wagen vorbei zu laufen.
Nachdem sie noch eine Weile rumkurven musste, parkt sie praktischer weise genau gegenüber vom Jeep. Na prima. Nun schnell in den Supermarkt und dann fix wieder heim.

Der Einkauf ist schnell erledigt. Für eine Person braucht man schließlich nicht so viel. Wieder an ihrem Wagen fällt ihr das Einräumen allerdings schwer. Am schwarzen Monsterwagen lehnt der ungehobelte Fahrer, nuckelt genüsslich an einem Eis und sieht so aus als wäre er gerade einem Modelkatalog entsprungen. Während Sophie die Klamotten am Leib kleben, strahlt er Ruhe und Gelassenheit aus. Zu ihrer großen Verwunderung hilft er ihr ohne ein Wort zu sagen beim Einräumen der schweren Wasserkiste. Sophie ist so verdutzt dass sie es gerade noch schafft ein Danke zu murmeln und macht sich vom Acker.
Wieder daheim findet sie ihr Verhalten dumm, aber er hatte es schließlich nicht besser verdient.
Immerhin würde sie ihn nie wieder sehen - glaubt sie.

Matthew macht nach langer Zeit endlich wieder einmal Urlaub in Deutschland und besucht seine Oma. Er hat sie lange nicht gesehen, und weil sie auf Grund ihrer Hüftoperation in diesem Jahr nicht zu ihm fliegen kann, verbringt er die nächsten zwei Wochen bei ihr und hilft wo er kann.
Natürlich hat er den Wagen der süßen Frau vom Supermarktparkplatz in der Nachbarsauffahrt entdeckt und die Besitzerin bereits zugeordnet. Sophie. Ihre Mutter ist bereits lange verstorben und seine Oma hatte sie unter ihre Fittiche genommen. Während Matt also das Leben bei seiner Oma genießt, hört er sie beinahe nur über die niedliche Nachbarin schwärmen.
Vielleicht sollte er bei ihr klingeln. Vielleicht würde sie ihm ja den Parkplatzklau verzeihen, wenn er sie zum Essen einlud.

Sophie ist mit ihrem Bruder verabredet der sie mal wieder versetzt. Da sitzt sie nun, aufgebretzelt bis zum geht nicht mehr und alles umsonst. Aus Frust mixt sie sich einen Cocktail der beinahe purer Alkohol ist und ist unglücklich. Als es dann doch an der Tür klingelt hat sie schon eine Schimpftirade auf den Lippen - doch es ist der Parkplatzdieb. Er sieht verboten gut aus und weil Sophie gerade eh nichts besseres vor hat, willigt sie ein mit ihm aus zu gehen.
Was soll schon dabei sein? Schließlich will Sophie keinen Mann in ihrem Leben. Aber ein bisschen Spaß kann nicht schaden.

Der erste Teil der Die Verlockung des Glücks-Reihe ist unterhaltsam, ein bisschen irre und eine prima Geschichte zum Abschalten. Natürlich ist klar wohin die Reise in diesem Buch geht, aber in diesem Fall ist der Weg das Ziel.
Während Sophie eher ein Eigenbrötler ist, spielt Matthew in einer ganz anderen Liga. Er lässt sie jedoch denken, sie wäre die einzige Frau auf der Welt und das schmeichelt ihr. Welcher Frau würde das nicht schmeicheln?
Natürlich hat Sophie schlecht Erfahrungen gemacht mit Männern und natürlich ist Matthew ganz anders. Zumindest behauptet er das. Das es da Zündstoff gibt, ist klar und das ganze zu lesen macht auch wirklich Spaß.

Mir hat die Geschichte ganz gut gefallen, allerdings war sie etwas zu leicht gestrickt von der Story her. Mich hätte die ein oder andere Wendung begeistert. Trotzdem habe ich den zweiten Teil ebenfalls gelesen, weil ich ja nun doch wissen wollte wie es nun am Ende aus geht.

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Cover Deep Englisch

Enthält leichte Spoiler für die restlichen Bücher der Stage Dive Reihe.

Als Lizzy Ben zum ersten Mal begenet, ist es Lust auf den ersten Blick für sie. Der bärtige Bassist der legendären Rock Band Stage Dive ist ein Hüne von einem Mann und genau Lizzys Typ. Doch Ben ist nicht gerade dafür bekannt, Beziehungen einzugehen. Viel mehr hat er sich einen Ruf mit seinem ungebundenen Lebenstil gemacht. Er hat jede Menge weitere Musikprojekte und jede Nacht eine andere Frau in seinem Bett und genießt diese Freiheit offensichtlich.
Deswegen ist Mal, Bens Bandkollege und der neue Ehemann von Lizzys Schwester Anne, auch alles andere als begeistert, dass seine kleine Schwägerin und Ben miteinander flirten. Ben muss ihm versprechen, dass er die Finger von Lizzy lassen wird.
Trotzdem entwickelt sich eine zarte Freunschaft zwischen den beide, was es Lizzy nicht gerade leichter macht, über ihre Schwärmerei hinweg zu kommen. Irgendetwas ist zwischen den beiden, ob Ben es nun wahrhaben will oder nicht. Als sich die Dinge schließlich zuspitzen und sie und Ben in Las Vegas eine Nacht miteinander verbringen, glaubt Liz endlich Ben für sich gewonnen zu haben - doch mit nur ein paar Worten schafft er es, alle ihre Hoffnungen zu zerstören.
Seit dem hat sie jeglichen Kontakt zu ihm abgebrochen. Doch Lizzy muss bald feststellen, dass nicht alles in Vegas bleibt, was in Vegas geschieht. Denn diese Nacht hat ein kleines Andenken hinterlassen, das sie für immer an Ben binden wird...

In Deep, dem letzten Buch von Kylie Scotts Stage Dive Reihe, dreht sich nun also alles um Ben und Lizzy. Bereits in Mal und Annes Geschichte hat sich ja schon abgezeichnet, dass sich zwischen diesen beiden etwas tut. Doch nie und nimmer hätte Liz dieses Souvenir aus Las Vegas erwartet, als sie schließlich eins und eins zusammenzählt, nachdem sie mehrere Morgende über der Toilette verbracht hat und ihr ihr Klamotten nicht mehr richtig passen. Es dürfte keine große Überraschung sein – Lizzy ist schwanger. Sie ist gerade mal 21, der Vater des Kindes hat unmissverständlich klar gemacht, dass ihm seine Freiheit und die Musik das Wichtigste sind und sie ist sich ziemlich sicher, dass die Nachricht ihrer Schwangerschaft ernsthafte Konsequenzen für die Band haben könnte. Ihre eigenen Gefühle für Ben momentan als gemischt zu beschreiben, ist wohl die Untertreibung des Jahrhunderts.
Im Endeffekt dreht sich die ganze Geschichte nur darum, ob Ben und Lizzy sich nun zusammenraufen können oder nicht. Das ist zwar nicht gerade viel Stoff, hätte aber dennoch eine schöne Geschichte ergeben können. Leider haben mir Lizzy und vor allem Ben das aber immer wieder ein bisschen versaut. Grundsätzlich mochte ich Liz. Sie ist frech, gewitzt und temperamentvoll und ich musste schon das ein oder andere Mal über ihre Sprüche schmunzeln. Außerdem hat es mir gefallen, wie sie mit der Nachricht ihrer Schwangerschaft umgegangen ist und dass sie nicht vor ihrer Verantwortung wegrennt. Leider hat sie aber auch nur sehr wenig Rückgrat bewiesen, wenn es um Ben ging. Denn der nimmt die Nachricht, dass er Vater wird, nicht ganz so gut auf und manche der Dinge und Rechtfertigungen, die er so rausgehauen hat, haben ihn mir ziemlich unsympathisch gemacht. Er hat Lizzy zwar nie Vorwürfe gemacht, aber zu seiner Verantwortung gestanden hat er auch nicht. Und Lizzy ließ sich jedes Mal wieder von ihm rumkriegen. Ab einem gewissen Punkt dachte ich mir nur, dass er es wirklich nicht wert ist und sie alleine besser dran wäre, anstatt ständig mit diesem emotionalen Chaos konfrontiert zu werden. Ben hat mich wirklich enttäuscht und leider hat mich sein Verhalten auch zum Ende des Buchs hin nicht überzeugen können.
Ich habe wirklich versucht die Geschichte zu mögen und es gibt auch die ein oder andere Szene, die wirklich Spaß gemacht hat. Das Leben und Reisen mit einer Rockband auf Tour ist immer wieder etwas, über das ich gerne lese. Trotzdem haben Liz und Ben mit ihrem Verhalten viel vom Lesevergnügen genommen und konnten mich mit ihrem Ende nicht überzeugen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie am Ende viel weiter waren, als am Anfang der Geschichte. Da konnten auch die anderen Charaktere nur sehr wenig wieder gut machen.

Wer die restlichen Bücher der Stage Dive Reihe von Kylie Scott gelesen hat, sollte sich aber natürlich auch dieses Buch nicht entgehen lassen. Alle Charaktere sind noch einmal mit vertreten und das Rockstar Leben hat für viel Abwechslung gesorgt. Ich wünschte nur, dass die Autorin mehr aus Bens und Lizzys Potential gemacht hätte.

Deep ist ja wie gesagt das letzte Buch der Stage Dive Reihe, allerdings wird es mit Dive Bar eine Spin-Off Reihe geben, die sich um einen Charakter drehen wird, den wir in Deep kennenlernen.

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Cover Hoarfrost Englisch

Rezension enthält geringfügige Spoiler für die ersten fünf Bände der Whyborne & Griffin-Reihe.

Seit gut einem Jahr weiß Whyborne um das Geheimnis seiner Blutlinie, hat er doch Widdershins nur aufgrund seines Erbes vor dem Untergang retteten können. Ein Jahr seitdem er an einem Strand eine wichtige Entscheidung getroffen hat. Ein Jahr in dem Whyborne und Griffin in Harmonie zusammengelebt haben.
Doch nun ist die friedvolle Zeit vorbei. Griffin hat den Schmerz darüber, dass sich seine Adoptivfamilie von ihm losgesagt hat, immer noch nicht überwunden. Umso glücklicher ist er, dass er wenigstens einen seiner Brüder gefunden hat und mit diesem, Jack Hodge, in regem Briefkontakt steht.

Nun hat Jack ihm ein Artefakt-Fragment geschickt, dass er in Hoarfrost, einer Goldgräberstadt in Alaska, gefunden hat. Es zeigt sich, dass das Artefakt von gefährlichen Wesen spricht, die in der längsten Nacht des Jahres (Wintersonnenwende, am 21. Dezember) aus ihrem Gefängnis entkommen können. Da Whyborne schnell herausbekommt, dass an der Sache etwas magisches dran sein könnte und Christine den dazugehörigen Fund unbedingt dingfest machen möchte, machen sie sich alle zusammen auf nach Alaska: Whyborne, Griffin, Christine und ihr Verlobter Iskander. Und natürlich werden Freund- und Liebschaften einmal mehr auf eine harte Probe gestellt...

Gott, was habe ich mich darüber gefreut, dass Jordan L. Hawk die Reihe um Whyborne & Griffin weiterführt. Ich konnte es kaum erwarten, Hoarfrost in den Fingern zu halten (wobei ich richtigerweise sagen müsste, das Buch käuflich zu erwerben und auf den e-Reader zu laden). Und tatsächlich hat Hoarfrost all das gehalten, was ich mir davon versprochen habe. Gleich mehrere neue und alte Fäden werden im Handlungsgewirr verwoben, da ist ein vielversprechender Rivale, eine ganze Gesellschaft an Zauberern, die sich dem englischen Familienzweig entgegenstellen, ein weiterer Bruder, der gefunden werden will und - natürlich - ein wunderbares und gefährliches Abenteuer in Alaska zur Zeit des Goldrausches, welches weitere weiße Flecken im Leben unserer Protagonisten mit Tiefe und Farbe füllt.

Und ja, es ist Absicht, dass ich mich hier so kryptisch ausdrücke. Es macht nämlich tatsächlich keinen Spaß, Rezensionen zu lesen, die viel zu viel von einer Serie verraten. Und so versuche ich mich hier daran, eine sinnbeladene, aber nicht zu entblößende Rezension zu schreiben. In jedem Fall kann ich sagen, dass Griffin und sein Ival mich wieder von der ersten bis zur letzten Sekunde fasziniert und in ihrem Bann gehalten haben.

Das lag auch daran, dass Hoarfrost abwechselnd aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben ist. Bislang hat Griffin uns nur in zwei der drei Kurzgeschichten mit seiner Erzählperspektive beglückt und, so wunderbar Whybornes Kopf auch ist, zu sehen wie und was Griffin denkt, ist wirklich so toll. Genau wie Ival bin ich ihm rettungslos verfallen und deshalb war Jordan L. Hawks Wahl der zwei Perspektiven absolut perfekt für mich - mal abgesehen davon, dass die Handlung ohne diesen Kniff vermutlich auch gelitten hätte.

Ja, Hoarfrost war mit seinen fast 300 handlungsbeladenen Seiten ein wunderbarer 6. Band der Whyborne & Griffin-Bücher. Die Geschichte endet zum Glück so, dass man gut abwarten kann, was weiterhin passieren wird - sprich, die Handlung in Alaska findet zu einem gelungenen Abschluss. Dennoch bleiben Fragen allgemeinerer Natur offen und natürlich will man wissen, wie beide - insbesondere Griffin - die Ereignisse verdauen. Somit kann ich es wieder nicht abwarten, bis es weitergehen wird mit meinem Lieblingspaar von Jordan L. Hawk. Nachdem Hoarfrost gerade erst erschienen ist, wird es wohl noch etwas dauern, bis mehr bekannt wird.

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