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Cover Deep of the Sound Englisch

Avery ist nicht mehr glücklich mit seinem Leben. Er lebt in einem kleinen Apartment in Hollywood und verdient sein Geld als freiberuflicher Journalist. Sein nichtsnutziger Freund Billy drängt ihn dazu sich endlich einen "anständigen" Job zu suchen bei dem er mehr verdient, hat aber nichts dagegen Averys Geld mit beiden Händen auszugeben, da seine eigene Stelle als Praktikant in einer Bank unbezahlt ist. Und Averys Eltern können auch nach Jahren nicht akzeptieren, dass ihr Sohn schwul ist und tun es weiterhin als jugendliche Phase ab.
Das Einzige, was Avery noch ein wenig Freude bereitet, sind seine Wolf's Landing Fanfiction Geschichten, für die Billy nichts weiter als Verachtung übrig hat. Als Avery die Möglichkeit hat zu einer Wolf's Landing Convention am Original-Drehort Bluewater Bay zu fahren beschließt er kurzerhand, dass er damit sein neues Leben beginnt. Also packt er seine Sachen, verlässt Billy und sagt Hollywood Lebewohl. Es könnte alles so einfach sein - doch nichts in Averys Leben ist jemals einfach glatt gelaufen...

Das muss auch Cal bald feststellen. Denn er ist es, der Avery aufliest, als sein Auto schließlich endgültig den Geist aufgibt und 40km vor Bluewater Bay liegen bleibt. Eigentlich hat er aber keine Zeit sich um den nerdigen jungen Mann mit der dicken Brille und den leicht abstehenden Ohren zu kümmern, egal wie niedlich er auch ist. Schließlich hat Cal alle Hände voll zu tun mit seiner eigenen Familie. Sein Bruder hat eine ganze Reihe an Störungen, von denen Autismus nur die Spitze des Eisberges ist. Und sein Großonkel Nascha leidet an Alzheimer und braucht ebenfalls ständige Aufsicht. Dazu kommt noch, dass Cal zwei Jobs braucht, um ihre stetig steigenden Arztrechnungen einigermaßen im Griff zu behalten.
Avery, der bei all seinem Pech ganz dringend Hilfe zu brauchen scheint, sollte deshalb der Letzte sein, den Cal in sein Leben lässt...doch was, wenn er ausgerechnet der Mensch ist, der sich ausnahmweise mal um Cal kümmern könnte?

Ehrlich gesagt habe ich mich am Anfang ganz schön schwer getan mit The Deep of the Sound von Amy Lane. Die Autorin stellt erst einmal beide Hauptfiguren und ihre Situationen in aller Ausführlichkeit vor. Wir erleben Avery in seiner unglücklichen Beziehung mit Billy und Cals alltäglichen Kampf um das Wohlsein seiner Familie. An sich ist das nichts Schlechtes, denn vor allem in Cals Fall gibt es da wirklich eine Menge zu erzählen. Trotzdem war der Anfang sehr träge. Es gibt einige Situationen die einfach nicht interessant waren. Dazu kommt, dass Amy Lane einen ganz eigenen Schreibstil hat, der zunächst erst mal ziemlich verwirrend und nicht immer ganz authentisch war. Vor allem Averys Eltern und Billy verhalten sich manchmal sehr unnatürlich und die Dialoge mit ihnen haben keinen natürlichen Fluss.
Das ist eigentlich ein Problem, das im Laufe des Buchs immer wieder aufkommt, das aber zum Glück später nicht mehr ganz so auffällt. Zwar sind auch manche der Gespräche zwischen Avery und Cal etwas schwer zu folgen, einfach weil sie zwischen Themen und Emotionen hin und herspringen, aber es war ein wenig gemäßigter. Geholfen hat da ganz sicher, dass ich Cal und Avery ziemlich gern mochte. Avery ist ein etwas tollpatschiger Happy-Go-Lucky Typ, der immer positiv bleibt, der aber nicht das beste Selbstbewusstsein hat, einfach weil er nicht wie ein Model aussieht - und an einem Ort wie Hollywood, das von Menschen wie Billy nur so wimmelt, kratzt das ganz schnell am Selbstwertgefühl. Cal ist sein komplettes Gegenstück: Er sieht ziemlich gut aus und hat durch seine indianischen Wurzeln etwas Exotisches. Außerdem ist er ein ziemlich grantiger Kerl, der eigentlich am liebsten mit niemandem reden will. Das Leben ist schon anstrengend genug, ohne dass er sich noch zusätzliche Pflichten auflastet. Deswegen fand ich auch Cals und Averys Beziehung sehr schön zu beobachten, einfach weil sie den beiden sprichwörtlich vor Augen führt, was ihnen fehlt - für Avery ein Mensch, der ihm die Belanglosigkeit seiner Probleme vor Augen führt und für Cal jemand, der sich endlich mal um ihn kümmert.
Besonders spannend fand ich daher Cals Familie. Wie gesagt haben Nascha und Keir erhebliche gesundheitliche Probleme, die Cal nach dem Tod seiner Eltern ganz alleine schultern muss. Dieser Teil der Geschichte hält sowohl sehr schöne, als auch wirklich traurige Momente bereit. Es ist wirklich eine verdammt schwierige Situation die Cal da zu bewältigen hat und ich hätte mir sehr gewünscht, dass Amy Lane hier noch mehr in die Tiefe gegangen wäre und die Probleme besser erklärt hätte. Denn auch hier nimmt ihr etwas verwirrter Schreibstil ein wenig das Potenzial. Teilweise ist sie nicht mal bei den Titeln ganz klar. Z.B. ist Nascha mal der Großonkel, dann wieder der Großvater.

Deswegen sollte man es sich zwei Mal überlegen, ob man The Deep of the Sound von Amy Lane lesen möchte. Es gab sehr schöne Szenen und vor allem das Ende gefällt mir, allerdings hat der Schreibstil und die Einfachheit des Leseflusses einiges zu wünschen übrig gelassen.
Übrigens braucht man wie bei allen Büchern der Bluewater Bay Reihe auch hier eigentlich kein Vorwissen. Die einzige Gemeinsamkeit aller Bücher ist, dass sie in Bluewater Bay spielen und zumindest am Rande Wolf's Landing erwähnen.

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Cover The Year We Fell Down Englisch

Eigentlich hatte sich Corey ihr erstes Jahr am Harkness College anders vorgestellt. Anstatt mit Freunden rumzuhängen und ihrer großen Leidenschaft, dem Eishockey, nachzugehen, erwarten sie Physiotherapie und unüberwindbare Hindernisse - im wahrsten Sinne des Wortes, denn nach einem Unfall vor acht Monaten ist Corey gelähmt. Die meiste Zeit muss sie sich mit einem Rollstuhl oder aber mit ihren ziemlich unhandlichen Beinschienen und Krüken rumschlagen.
Ihre Eltern wollten eigentlich, dass sie ihre College Pläne für eine Weile aufschiebt, doch Corey braucht ganz dringend einen Tapetenwechsel und Abstand zu ihrer überführsorglichen Mutter. Doch das College-Leben macht ihr auch ein wenig Angst. Wer ist sie denn schon ohne Eishockey? Niemand weiter als das arme Mädchen im Rollstuhl. Glücklicherweise findet sie aber schnell ein paar neue Freunde, allen voran ihre Zimmergenossin Dana. Wer es ihr allerdings wirklich angetan hat, ist Adam Hartley, der junge Mann von gegenüber, der sich momentan ebenfalls auf Krüken fortbewegt. Doch im Vergleich zu Corey ist Hartleys Verletzung nur temporär. Trotzdem verstehen sich die beiden auf Anhieb - nicht nur, weil sie beide Eishockey lieben.
Es dauert nicht lange, bis Corey klar wird, dass sie in gehörigen Schwierigkeiten steckt, denn sie kann gar nicht anders, als sich in Hartley zu verlieben. Da gäbe es allerdings nur ein kleines Problem: Seine wunderschöne und perfekte Freundin (mit zwei funktionierenden Beinen) Stacia.

Was mir gleich von Anfang an richtig gut an The Year We Fell Down von Sarina Bowen gefallen hat war, wie ehrlich es mit dem Thema Lähmung umgegangen ist. Denn es wird ziemlich schnell klar gemacht, dass Coreys Zustand permanent ist. Von den Oberschenkeln abwärts spürt sie nichts. Ihr bleiben zwar noch Möglichkeiten, ihr das Gehen mit Schienen und Krüken zu erleichtern, bzw. ist durch moderne Technik immer noch Luft nach oben, doch sie wird nie wieder ohne Hilfsmittel gehen können. Das ist nicht nur für Corey sondern auch für den Leser erst einmal ganz schön schwer zu schlucken. Doch auch Dinge wie das Sexualleben als Gelähmte aussieht, oder warum sie Katheter und dergleichen braucht werden thematisiert. Auch wenn The Year We Fell Down eine Romanze ist, wird Coreys Umstand nicht romantisiert oder beschönigt und das fand ich wirklich toll.
Ihre Situation wurde allerding natürlich nur umso bittersüßer, als Hartley in ihr Leben tritt - denn bei ihm ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis er wieder seine Beine benutzen kann...und wieder aufs Eis darf. Außerdem fällt es ihr schwer, sich nicht mit "gesunden" Frauen zu vergleichen und ihr Selbstwertgefühl leidet stark darunter. Corey muss lernen, mit ihren neuen Umständen zurecht zu kommen und dafür muss sie akzeptieren, was ihr widerfahren ist. Man darf jetzt aber nicht erwarten, dass Corey den ganzen Tag nur jammert und sich beschwert - im Gegenteil. Sie ist eine fantastische Protagonistin, die mit ihrem Schicksal richtig gut umgeht. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht jede Menge Rückschläge erlebt oder zufrieden ist und sich ihrer Situation ergibt. Sie ist eine Kämpfernatur und das merkt man auf jeder Seite.
Coreys und Hartleys Beziehung hat mir ebenfalls gut gefallen. Lange Zeit waren sie nichts weiter als gute Freunde. Sie haben einige Gemeinsamkeiten und ihnen fällt immer etwas Neues ein, über das sie zanken können. Doch es wird relativ bald klar, dass ihre Freundschaft nicht ganz platonisch ist - zumindest von Coreys Seite aus. Hartley ist nach wie vor in seiner sehr merkwürdigen Beziehung zu Stacia, bei der niemand so richtig vesteht, wieso er bei ihr bleibt. Doch auch Hartley kann nicht leugnen, dass ihn selten jemand so nahe war, wie Corey. Ihr könnt euch natürlich denken, dass das nicht ohne ein gewisses Hin und Her und etwas Drama von statten ging, aber es hilft sich im Rahmen und war nicht allzu übertrieben.

Das Einzige, was ich mir etwas schöner und intensiver gewünscht hätte, war .

The Year We Fell Down von Sarina Bowen war unterhaltsam, ehrlich, romantisch und emotional, ohne dabei kitschig zu werden. Und auch wenn die Handlung manchmal ein wenig vorhersehbar ist, ändert das nichts daran, dass ich Sarina Bowen und ihren Stil wirklich gern mochte. Den anderen Bücher dieser Reihe, die immer von einem anderen Paar handeln, werde ich deshalb ebenfalls bald eine Chance geben.

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Cover Goth Girl and the Fete Worse Than Death englisch

Enthält vielleicht kleine Spoiler zum ersten Teil der Goth Girl-Reihe Goth Girl and the Ghost of a Mouse / Ada von Goth und die Geistermaus.

Ada ist derzeitig allein auf Ghastly-Gorm Hall. Ihr Vater reist quer durchs Land um sein neues Buch vorzustellen. Und während er dies tut brummt es im Anwesen wie in einem Bienennest.
Nachdem im vergangenen Jahr Adas Vater entdeckt hat wie wichtig ihm seine Tochter ist, wird das diesjährige Vollmondfest sicherlich etwas spannender für Ada.

Denn das Fest findet an ihrem Geburtstag statt, der in den letzten Jahren regelmäßig vergessen wurde - außer natürlich von ihrem Kindermädchen. Das diesjährige Fest verspricht ein Spektakel zu werden. Es wird ein Spiegelzelt aufgebaut, die besten Maler des ganzen Landes sind eingetroffen, namhafte Bäcker verwüsten bereits das Reich der Köchin und auch Adas Freunde haben alle Hände voll zu tun. Sie fühlt sich etwas einsam. Da taucht Lord Sydney Whimsy auf. Er hat eine Botschaft zu überbringen - einen kleinen Topf des besten Honigs an Adas Kindermädchen Marylebone. Ada hat ihr Kindermädchen noch nie richtig gesehen. Sie weiß aber, dass sie ein Bär ist. Das ist nichts was Ada aus dem Konzept bringen könnte und sie würde sic wünschen, Marylebone wäre weniger schüchtern. Stätig versteckt sie sich im Wandschrank. Jeden Abend nimmt sie Adas Kleidung und legt ihr neue für den nächsten Tag raus.

Das Töpfchen Honig nun, bringt Marylebone völlig aus dem Gleichgewicht. Die Bärin ist völlig aufgelöst und weint viel. Ada möchte ihr so gerne helfen und nur nach und nach erfährt sie, was es mit dem Honig auf sich hat. So hat Marylebone einst einen Bären geliebt, der jedoch durch seine Arbeit nicht mit ihr zusammen sein konnte. Er schwor sich aber, eines Tages würde er das Geld und den richtigen Stand haben um Marylebone um ihre Tatze zu fragen. Dies tat er nun - mit diesem speziellen Honig, den sie so liebt. Aber wie könnte Marylebone je zu ihm gelangen? Sie ist doch selbst zu schüchtern aus dem Kleiderschrank zu treten, obwohl nur Ada bei ihr ist. Und so überlegt Ada hin und her, wie sie es schaffen könnte die beiden zu vereinen.
Doch da zieht etwas anderes ihre Aufmerksamkeit auf sich. Einige Franzosen kommen in einem Heißluftballon auf Ghastly-Gorm Hall an und verschanzen sich sofort. Niemand kennt sie, weiß woher sie kommen und doch hat Ada ein sehr komisches Gefühl bei der Sache.
Sie macht sich auf die Suche nach Spuren und alles deutet darauf hin, dass ihr Erscheinen etwas mit dem Vollmondfest zu tun hat. Aber was?

Nachdem ich den ersten Band der Reihe Goth Girl and the Ghost of a Mouse / Ada von Goth und die Geistermaus schon so süß fand, musste ich natürlich auch den zweiten Teil haben. Diesen schenkte mir die liebe nia zu Weihnachten und nun kam ich auch dazu ihn zu lesen. Die Bilder sind wieder zuckersüß gezeichnet und auch die Geschichte der Bärin findet man in einem kleinen Extra-Büchlein am Ende der Geschichte. Chris Riddell hat sich auch bei diesem Teil wieder sehr viel Mühe gegeben und eine zauberhafte und spannende Geschichte kreiert.

Was für mich natürlich das berüchtigte Tüpfelchen auf dem 'i' war, ist der Backwettbewerb, den es in dieser Geschichte gibt. Die geladenen Meisterbäcker haben alle eine reale Person als Vorlage die einem sofort ins Hirn schießt. Ich musste teilweise sehr an mich halten vor Lachen.
Die Bilder sind wie immer entzückend und sehr detailliert. Von mir eine klare Empfehlung. Und ich freue mich bereits auf den nächsten Band der Reihe Goth Girl and the Wuthering Fright der am 24. September 2015 erscheinen soll. Die deutsche Ausgabe dieses Buches ist für Oktober angekündigt.

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Cover Aflame Englisch

Enthält Spoiler für die übrigen Bücher der Fall Away Reihe.

Eigentlich sind Tate und Jared davon ausgegangen, dass ihre Liebe für immer halten und ihnen über alle Hochs und Tiefs, die ihnen das Leben so entgegenstellt, hinweghelfen wird. Ihre Liebe hält auch nach wie vor an - doch das hat Jared nicht davon abgehalten Tate zu verlassen, um sich selbst zu finden.
Nun sind mittlerweile zwei Jahre vergangen und nichts ist mehr so, wie es einmal war. Jared ist ein erfolgreicher Motorradrennfahrer geworden und hat eine eigene Werkstatt in Kalifornien. Tate steckt mitten in ihrem Medizin-Studium und pendelt zwischen Chicago und ihrer Heimatstadt Shelburne Falls hin und her, wo sie mittlerweile der Star der örtlichen Rennstrecke ist. Tate ist sich sehr wohl im Klaren, dass sie nach wie vor noch nicht über Jared hinweg gekommen ist, er ist schließlich die Liebe ihres Lebens. Doch manchmal ist die Liebe eben einfach nicht genug - vor allem, wenn sie Jared nie wieder vertrauen kann, nachdem er sie zwei Mal aus heiterem Himmel verlassen hat.
Jetzt kommt Jared zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder in die Stadt und dieses Mal lässt sich Tate nicht so einfach von ihm umstimmen. Jared Trent hat keine Chance gegen die neue Tate - und das wird sie ihm beweisen.

Aflame ist nun also das letzte Buch in der Reihe, was Penelope Douglas natürlich ein wenig unter Druck setzt. Schließlich haben wir gleich mehrere Paare in diesen Romanen kennengelernt, die sie nun unter einen Hut bringen muss, auch wenn dieses Buch natürlich in erster Linie Jared und Tate gewidmet ist. Und obwohl ich mit den meisten anderen Büchern der Reihe so meine Probleme hatte, hat mir Aflame wieder ein wenig besser gefallen.
In erster Linie liegt das daran, dass Tate endlich mal eine Heldin in Penelope Douglas Büchern ist, die ein wenig Rückgrat beweist. Zwar schmilzt auch sie gerne dahin, wenn Jared mit seinen schönen Augen, den Muskeln und seiner dominanten Art daherkommt, aber zumindest eine Zeitlang steht sie ihren eigenen Mann und behält die Zügel in der Hand. Meiner Meinung nach war es höchste Zeit, dass der Mann in diesen Geschichten mal wirklich um seine Frau kämpfen muss. In Aflame ist das endlich mal der Fall.
Und es ist auch nötig, denn obwohl ich verstehe, wieso Jared vor zwei Jahren sein Leben umkrempeln musste, war die Art und Weise wie er es gemacht hat und seine Überstürztheit einfach unter aller Sau. Tate hat absolut Recht, wenn sie sagt, dass sie ihm nicht vertrauen kann und ich hätte mir sogar gewünscht, dass sie ihn noch länger zappeln lässt. Denn 100% zufrieden bin ich nicht mit seiner Entschuldigung (ich bin mir gerade nicht mal sicher, ob er sich jemals überhaupt wirklich entschuldigt hat). Wie immer kann Penelope Douglas auch nicht ohne ein bisschen Mobbing. Jared verfällt nur allzu schnell in alte Muster und wird wieder richtig niederträchtig Tate gegenüber, wenn er wütend wird. So verhält man sich einfach nicht, besonders wenn man jemanden so liebt, wie er sie.

Cover Aflame Englisch 2

Fairerweise muss ich sagen, dass er allerdings schon ein wenig erwachsener geworden ist. Jared macht sich nicht länger etwas vor und er weiß eigentlich ganz genau, was er will. Trotzdem, sonderlich erwachsen verhalten sich weder er noch Tate nicht wirklich. Wie gesagt verfallen sie schnell in alte Muster, spielen manipulative Spielchen miteinander und sticheln, wo sie nur können und das hat mich doch relativ schnell frustriert - auch wenn es bei weitem nicht so schlimm war, wie in Penelope Douglas anderen Büchern.
Schön war allerdings, dass auch die Paare aus den anderen Büchern ihre ganz eigenen Rollen und Bedeutungen hatten. Bei ihnen hat sich ebenfalls viel getan in den letzten Jahren und auch die Zukunft hält noch eine Menge bereit, von dem uns Penelope Douglas auch einen kleinen Blick erhaschen lässt.

Im Grunde kann man mit Aflame also die Reihe von Penelope Douglas ganz zufrieden abschließen. Ich hege zwar so eine Art Hassliebe zu diesen Büchern, dennoch ist es schon okay so, wie es geendet haben (wenn auch maßlos übertrieben, aber das gehört irgendwie zu dieser Reihe). Wie gesagt, jetzt ist erst mal Schluss mit diesen Charakteren. Ein kleines Hintertürchen hat sich Penelope Douglas aber dennoch offen gelassen, was sich schon beim Lesen herauskristallisierte, spätestens aber beim abschließenden Brief an den Leser komplett klar wurde. Doch was es damit auf sich hat, müsst ihr schon selbst lesen... ;)

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Cover The Only Boy Englisch

Seit eine Epidemie namens Clesitis, im Volksmund auch Cleansing genannt, alle Männer ausgerottet hat, musste die Welt neu strukturiert werden und es haben sich verschiedene Gruppen gebildet. Es gibt z.B. die Earthers, die in den Wäldern leben und im Grunde vom dem Leben, was ihnen die Natur zu bieten hat, und die der anderen Gruppe, den Städtern, das Leben schwer machen. Die Frauen, die in der Stadt leben, wurden in unterschiedliche Bezirke eingeteilt, die von der Matriarchin angeführt werden. Die hat allerlei strenge Regeln eingeführt, unter anderem das Verbot einen anderen Menschen zu berühren oder ohne Erlaubnis den zugewiesenen Bezirk zu verlassen.
Unter diesen Bedingungen lebt die 16-jährige Mary. Doch sie ist alles andere als zufrieden mit ihrem eingeengten Dasein. Sie kann all die Regeln und Gesetze nicht verstehen, besonders wenn sie sieht, dass die Matriarchin einige davon selbst nicht einhält. Deswegen gerät Mary regelmäßig mit der alten Frau aneinander, weil sie es nicht lassen kann zu hinterfragen.
Doch dann ändert sich für Mary alles: Ein neues Mädchen wird in ihren Bezirk gebracht, nachdem ihr eigener von den Earthers zerstört wurde. Irgendetwas ist an Taylor, das Mary nicht mehr loslässt und sie versucht sich mit ihr anzufreunden. Es dauert allerdings nicht lange, bis Mary herausfindet, wieso ihr der Neuling so merkwürdig vorkommt: Taylor ist ein Junge - der einzige Junge.

The Only Boy ist das erste Buch von Jordan Locke und mancherlei Hinsicht merkt man das auch. Manche Aspekte ihrer Geschichte wirken noch ein bisschen unausgereift. Doch die grundsätzliche Handlung ist eigentlich erst mal ziemlich solide. Eine Krankheit ist ausgebrochen, die primär Männer befallen hat, die aber auch vielen Frauen das Leben gekostet hat. Es wurde nie herausgefunden, wo ihr Urpsrung liegt, oder was die Auslöser sind. Um das Überleben der Menschheit zu sichern, werden die Kinder - ausschließlich Frauen - genetisch im Labor gezüchtet und die befruchteten Eier danach in eine Leihmutter eingepflanzt. Doch nicht nur die Menschen haben unter der Seuche gelitten, auch die Tierwelt ist nicht mehr die gleiche. Eine Menge Arten wurden ausgerottet, denn auch sie sind vor der Krankheit nicht sicher. Auch interessant war zu beobachten, wie sich das Sozialverhalten der Menschen geändert hat. Nicht mal Kinder dürfen berührt werden, was zu einigen bedenklichen Entwicklungen führt. Gleichzeitig lernt Mary aber auch, welche völlig natürlichen Instinkte der Mensch eigentlich hat, die unter der Matriarchin immer unterdrückt wurden.
Jordan Locke hat sich da eine sehr interessante Welt erschaffen, die viel Potenzial und viele Möglichkeiten geboten hat. Leider hat sie mir manche Dinge aber zu einfach gelöst. Z.B. den blinden Gehorsam der Matriarchin gegenüber, wenn es für alle offensichtlich gewesen sein muss, dass sie ein Geheimnis hat. Oder die Tatsache, dass die Frauen immer noch jede Menge Konserven-Dosen zum Überleben finden, wenn die Zivilisation doch schon vor Generationen zusammen gebrochen ist - ganz zu schweigen davon, dass sie unter diesen Umständen Genlabors aufrecht erhalten können. Es gibt so ein paar Kleinigkeiten, die mich trotz des grundsätzlich guten Aufbaus immer wieder etwas stutzen ließen.
The Only Boy ist sowohl aus Marys als auch Taylors Sicht geschrieben, was dem Leser beide Charaktere schnell näher bringt. Mary fand ich großartig. Sie ist wissbegierig und folgt nicht einfach blind den Anweisungen anderer. Sie will mehr, als ihr ihr momentanes Leben bietet und sie ist bereit dafür zu kämpfen. Auch als Taylor in ihr Leben tritt und ihr ziemlich schnell klar wird, dass mit "ihr" etwas nicht stimmt, verrät sie ihn nicht sofort, wie es eigentlich ihre Pflicht wäre. Sie denkt für sich selbst. Das einzige, was mich etwas gestört hat, waren ihre etwas verfrühten Liebesbekundungen Taylor gegenüber. Mit Taylor selber bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Seine Situation ist sicher nicht einfach und im Grunde war er schon ein ziemlich guter Kerl. Allerdings hat er Mary manchmal ein wenig unfair behandelt und sie unnötig auf Distanz gehalten. Außerdem hat Jordan Locke die beiden zu oft getrennte Wege gehen lassen. Fast die gesamte zweite Hälfte verbringen Mary und Taylor getrennt, worunter ihre Beziehung sehr gelitten hat - sowohl im Buch selbst, als auch für den Leser, denn mir zumindest da eindeutig die Nähe zwischen den beiden Protagonisten gefehlt.
Der Hauptgrund allerdings, wesegen ich The Only Boy doch einen relativ hohen Punktabzug gegeben habe, war der Schreibstil. Denn der war sehr simpel und abgehakt. Jordan Locke nutzt sehr kurze Sätze und springt manchmal von Thema zu Thema, ohne eine wikliche Überleitung, was schnell mal verwirrend und unnatürlich wurde. Außerdem wirken dadurch Mary und Taylor manchmal ein wenig arg kindlich. Zwar wird das im Laufe der Geschichte etwas besser, ganz ablegt hat es die Autorin aber nie.

Trotzdem, interessant war The Only Boy von Jordan Locke dennoch. Es bleiben zwar jede Menge Fragen offen und das Ende ist definitiv eher bittersüß, als ein klassisches Happy End, aber das hat ganz gut zu dieser Geschichte gepasst und ich bin trotz aller Kritik froh, das Buch gelesen zu haben.

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