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Cover King of Hearts Englisch

Die 27-jährige Alexis hat die Nase voll davon sich mit Betrunkenen bei ihrem Job als Bar-Bedienung herumschlagen zu müssen und beschließt, dass es nun an der Zeit für einen richtigen Job ist. Sie ist sich bewusst, dass sie nicht unbedingt die besten Referenzen aufweisen kann, um in einer Investment Firma zu arbeiten, dennoch gelingt es ihr, einen Job bei Oliver King, einem erfolgreichen Geschäftsmann, dessen Firma im Londoner Finanzdistrikt liegt, zu landen.
Doch King ist kein bisschen so, wie Alexis sich einen langweiligen, steifen Anzugträger vorgestellt hat. Stattdessen sieht er eher aus wie ein Model, hat ein ziemlich schmutziges Mundwerk und seine Motivation, der Beste seines Fachs zu sein, ist nicht etwa Geld, sondern die Anerkennung, die es mit sich bringt.
Alexis muss schnell erkennen, dass ihr neuer Boss sehr gefährlich für sie werden kann, denn es dauert nicht lange, bis sie eher Freunde als Chef und Angestellte sind. Es wäre nur allzu leicht, sich in ihn zu verlieben...doch Alexis wehrt sich mit Händen und Füßen dagegen, auch wenn King es ihr mit seiner charmanten und ehrlichen Art alles andere als einfach macht.
Doch Alexis entdeckt immer wieder eine dunklere Seite an King - er trinkt zu viel, wirkt manchmal abwesend und bekommt immer wieder mysteriöse Anrufe, die ihn sichtlich beunruhigen. King hat ein Geheimnis und noch weiß Alexis nicht, dass dieses Geheimnis ihr Leben für immer verändern wird...

Wer Hearts of Fire / Hearts of Fire - Für dich entflammt von L. H. Cosway gelesen hat, der durfte King dort bereits kennenlernen - allerdings an einem völlig anderen Punkt in seinem Leben, denn dort war er ein betrunkener Taugenichts, der die meiste Zeit versucht hat, sich mit Alkohol zu betäuben. Die erste Hälfte von King of Hearts spielt allerdings 6 Jahre vor diesen Ereignissen und wir bekommen endlich zu sehen, wie aus dem erfolgreichen Geschäftsmann Oliver King ein Schatten seiner selbst werden konnte.
Sowohl King als auch Alexis sind ganz wunderbare Charaktere. Alexis ist in einem Londoner Arbeiterviertel groß geworden, flucht wie ein Seemann und ist niemals um einen schlagfertigen Spruch verlegen. Sie lässt sich nicht verbiegen, auch nicht, als in einer der einflussreichsten Firmen in der Canary Wharf einen Job bekommt. Ich habe ihre krasse und etwas grobe Art geliebt, denn Alexis war einfach unglaublich erfrischend und lässt sich von niemandem was vormachen. Auch King ist sofort von ihrer Art eingenommen. Denn obwohl er mit einem silbernen Löffel im Mund aufgewachsen ist und die besten Schulen besucht hat, sind er und Alexis sich viel ähnlicher, als man meinen mag. Ihre aufkeimende Freundschaft ist voller Irrungen und Wirrungen, die aber definitiv eher charmant, als nervig waren (ich bin bei allzu albernen oder dramatischen Missverständnissen ein wenig empfindlich) und perfekte Unterhaltung geboten haben. Die Spannung zwischen den beiden spürt man auf jeder Seite und man fiebert schnell mit, wann sich denn nun endlich mehr zwischen den beiden entwickelt.
Doch was am Anfang vielleicht eher wie eine leichte Office Romanze wirkt, entwickelt sehr schnell einen ernsten Unterton. Denn Kings Existenz ist lange nicht so perfekt, wie es nach Außen vielleicht wirken mag. Es gibt jemanden, der sein Leben schon seit Jahren zur Hölle macht und der absolut ruchlos ist. Sobald dieser Gegenspieler auftaucht, nimmt die Geschichte einen ganz anderen Ton an, der die Handlung aber auf ganz natürliche Weise in die nächste Etappe des Buchs leitet.
Denn es gibt einen Zeitsprung in King of Hearts, der Platz für einige neue Entwicklungen bietet. 6 Jahre sind eine lange Zeit, der sowohl bei Alexis, als auch bei King eine Menge Veränderungen mit sich bringt. Auch hier ist es L. H. Cosway gelungen, ganz klar zwischen Vorher und Nachher zu differenzieren. Alexis innere Stimme hat sich verändert, sie ist erwachsener geworden und ihre Erfahrungen haben sie reifen lassen - doch im Grunde blieb sie immer noch die Gleiche. L. H. Cosway hat ein wirklich gutes Händchen dafür, ihre Charaktere auf sehr sensible Weise wachsen zu lassen und das ist ihr auch hier wieder gelungen.

Die Geschichte zwischen Alexis und King ist herzzerreißend, romantisch, humorvoll und manchmal auch düster und ich war wirklich rundum begeistert von diesem Buch. Ich hätte mir zwar vielleicht gewünscht, dass der Nachher-Teil der Geschichte etwas länger wäre, aber das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau, denn die Geschichte hat so wie sie ist, ganz wunderbar funktioniert.
King of Hearts war genau das, was ich mir von Kings Geschichte erhofft hatte, nachdem man ihn ja in Hearts of Fire / Hearts of Fire - Für dich entflammt doch schon etwas näher kennenlernen durfte. Doch keine Sorge, auch wer Hearts of Fire / Hearts of Fire - Für dich entflammt nicht gelesen hat, wird keine Probleme haben King of Hearts zu verstehen, man kann es absolut als alleinstehendes Buch lesen. Man verpasst dann allerdings wirklich etwas, denn alle Bücher der Hearts Reihe sind wirklich schön und freue mich jetzt schon auf Hearts of Blue, das vierte Buch im Bunde, das von Alexis bester Freundin Karla handeln wird.

Übrigens ist Six of Hearts / Six of Hearts - Verzauber mich, das erste Buch der Reihe, ab 6. August 2015 endlich auch auf Deutsch erhältlich!

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Cover Letters from Sussex englisch

Nach der 5. Sherlock Staffel. Sherlock ist in den Frühruhestand gegangen und lebt in Sussex. John lebt in London. Im Rahmen der Mary/Moriarty-Affäre haben sich die Freunde zerstritten. Doch Molly und Greg heiraten demnächst und John und Sherlock sind natürlich beide zur Hochzeit eingeladen. Sherlock, der eh der Meinung ist, dass die Funkpause lange genug angehalten hat, nimmt seinen Mut zusammen und schreibt John einen Brief. Dieser Brief hat es in sich; er ist nämlich nicht nur eine 'komm lass uns wieder Freunde sein'-Botschaft, sondern auch ein halber Liebesbrief. Johns und Sherlocks Freundschaft war schon immer besonders und selbst für beste Freunde sehr innig. Nun hat Sherlock beschlossen, dass John das nun auch mal langsam einsehen sollte...

Der Titel von Letters from Sussex ist wörtlich zu verstehen. Es ist ein Fanfiction in Briefform, wobei es neben Briefen auch E-Mails, Textnachrichten und Niederschriften von Telefongesprächen zu lesen gibt. Darüber hinaus ist Letters from Sussex noch eine sogenannte Work in Progress, also eine noch im Entstehen begriffene Geschichte. Normalerweise versuche ich diese zu vermeiden und gar nicht erst anzufangen - das Warten auf neue Kapitel ist nun mal ein nervenaufreibender Prozess, genauso wie es das Warten auf den nächsten Teil einer Buchserie ist.

Warum habe ich dann bei Letters from Sussex von Sussexbound eine Ausnahme gemacht? Zum einen liegt es daran, dass ich ein unglaubliches Faible für Geschichten in Briefform habe, zum anderen habe ich die Autorin erst kurz vorher entdeckt und ihr Schreibstil hat mich sofort in den Bann gezogen. Was soll ich sagen? Die Geschichte ist perfekt. Selbst unfertig - vielleicht sogar gerade deswegen - macht Letters from Sussex so wahnsinnig viel Spaß! Die Charakterisierungen von Sherlock und John sind punktgenau, dass es eine wahre Freude ist. Auch die Dinge, die beiden passieren, kann man sich perfekt vorstellen. Sherlocks und Johns Diskussionen, Auseinandersetzungen und wonnigen Momente haben sich klammheimlich in meinen Tagesablauf geschlichen und ihn völlig auf den Kopf gestellt.
Stellt euch nur vor, ihr wacht morgens auf und dass erste was man tut, ist das Update der Nacht zu lesen. Wenn man Glück hat, sind es mehrere Kapitel. Da hinterlässt man dann einen Kommentar und guckt auch mal, was die Mitleser so geschrieben haben. Gegen Nachmittag oder am frühen Abend fängt man an, nach Aktualisierungen zu gucken. Dazu muss man wissen, die Autorin lebt in Texas, was im Sommer einer Zeitverschiebung von 7 Stunden entspricht - die meisten Updates kommen also wenn es dort Abend ist (was tiefste Nacht bei uns bedeutet).

Was macht man also, wenn man auf neues Lesematerial wartet? Man fängt x-fach an, ganze Teile wiedergelesen (Lieblingsstellen von mir sind beispielsweise in Kapitel 35, 50, 66 und ganz frisch 93). Dann sind da Kapitel, die sind ganz schrecklich, weil es ein Auf- und Ab zwischen den beiden ist und sie sich mehr als nur einmal zusammenraufen müssen, alte und neue Missverständnisse aus dem Weg räumen müssen und dabei natürlich auch Fehler begehen, was den jeweils anderen sehr verletzen kann.

Doch bei all der Warterei und bei der Achterbahnfahrt, auf die einen die beiden Protagonisten schicken, bringt einem das Leseerlebnis etwas, was ich so noch nicht hatte: ein kollektives Lesegefühl. Sussexbound hat die ersten acht oder neun Kapitel alle an einem Tag gepostet und genau da bin ich dann auch eingestiegen. Ich bin also eine Leserin der ersten Stunde, selbst wenn ich mir erst am zweiten Tag ein Herz gefasst habe und ins Kommentieren eingestiegen bin. Seitdem habe ich fast alle Kommentare gelesen (also nicht nur meine eigenen, die vermutlich die Zahl 50 auch schon weit überschritten haben), sondern auch die all der anderen Leser und oft auch die Antworten der Autorin. Um mal zu verdeutlichen, was das bedeutet: aktuell (Stand 18. Juli 2015, 10:25h Deutschland, 3:25h Texas/USA) hat die Geschichte 95 Kapitel und 4634 Kommentare.

Und das tolle daran: Sussexbound bemüht sich wirklich, ihren Lesern zu antworten und selbst wenn das mal nicht klappt (die Autorin hat auch ein Leben mit anstrengendem Job, Mann und chronischen Gesundheitsproblemen), kündigt sie das oft an (auf ihrem tumblr blog) oder gibt es im Nachhinein durch. Manchmal kommen sogar die Leser untereinander ins Gespräch und auch das ist einfach zu schön zu sehen.

Aus all diesen Gründen wollte ich Letters from Sussex auf diesem Blog mit einer Rezension beehren, obwohl das Ende noch nicht geschrieben ist. Vielleicht gibt es ja den ein oder anderen unter euch, der einmal reinschauen möchte. Aber seid gewarnt, die Geschichte hat wirklich allerhöchstes Suchtpotential.

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Cover Dearest Clementine Englisch

Seit Jahren schon muss die 21-jährige Clementine für sich selbst sorgen. Ihre wohlhabenden und erfolgreichen Eltern haben ihr den Hahn zugedreht in der Sekunde, in der Clem nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzen wollte. Ihr Studium konnte sich die Englisch-Studentin nur leisten, weil sie eine ihrer Geschichten veröffentlicht hat, die zu einem Überraschungserfolg wurde. Doch die Geschehnisse, die das Buch erzählt, sind wesentlich näher an der Wahrheit über ihre High School Zeit, als die meisten Menschen ahnen, weswegen Clementine es unter einem Pseudonym veröffentlich hat.
Doch nun wird das Geld wieder knapp und da sie so schnell wie möglich ihre Studiengebühren bezahlen muss, braucht Clem Inspiration für ein neues Buch. Die Massen (und ihre Englischprofessorin) wollen aber eine Romanze...und kein Genre liegt Clementine weniger. Nach ihren schlechten Erfahrungen in der High School hat sie Männern abgeschworen. Sie hat sich sogar schon einen Ruf als Eisprinzessin an ihrer Uni gemacht, weil sie jedem Typen, der mit ihr ausgehen will, die kalte Schulter zeigt. Doch einen Mann gibt es doch, der Clems Herz ein wenig tauen lässt: Gavin, ein Journalistik-Student, mit dem sie ein paar Freunde teilt, und der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht.
Als Gavin Clementine ein Angebot macht, das ihr dabei helfen könnte endlich Inspiration zu finden, überlegt sie nicht lange. Wenn sie ehrlich ist, könnte sie sich sowieso nicht länger von Gavin fernhalten. Doch Clems Vergangenheit ist noch nicht fertig mit ihr und bald schon taucht ein alter Bekannter auf, den sie am liebsten nie wieder gesehen hätte und der ihr Glück zu zerstören droht, bevor sie überhaupt die Möglichkeit hatte, es wirklich zu genießen...

Dearest Clementine war der Debütroman von Lex Martin und ist eigentlich sogar ein ziemlich gelungenes Buch. Clemetine ist ein sehr vielschichter Charakter und sie hat schon eine Menge erlebt. Tatsächlich gab es bereits zwei sehr einschneidende und negative Erlebnisse in ihrem Leben: Die eine Erfahrung hat ihr als Grundlage für ihren Erfolgsroman gedient, die andere fand statt, als sie eben dieses Buch geschrieben und editiert hat. Beide Erlebnisse haben starke Spuren bei ihr hinterlassen und ich konnte es absolut verstehen, wieso sie den meisten Menschen erst einmal ziemlich skeptisch und kühl gegenüber steht. Sie hat eine handvoll sehr guter Freunde und das reicht ihr im Grunde, denn nicht mal auf ihre Familie konnte sie sich in den letzten Jahren verlassen. Gavin ist der erste Mann seit langer Zeit, dem es gelingt, Clems Barrikaden zu überwinden und den sie ernsthaft mag. Am Anfang war ich ein wenig besorgt, dass sich die beiden hinter ihrem "Deal" verstecken werden, als sie langsam beginnen, sich näher zu kommen. Doch beide machen kein Geheimnis daraus, dass ihre Abmachung eher eine Farce ist und ihnen mehr aneinander liegt. Ich fand das sehr erfrischend. Sowohl Gavin als auch Clem sind sehr erwachsene Charaktere, die aber nicht bieder oder langweilig rüber kommen, und ich habe sie schnell ins Herz geschlossen.
Die Geschichte entwickelt sich relativ gemächlich. Wir lernen Clem erst einmal so richtig kennen, bevor Gavin eine echte Bedeutung bekommt. Es war auch keine Liebe auf den ersten Blick, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Doch bald schon kristallisiert sich heraus, dass Dearest Clementine sowieso nicht nur eine reine Liebesgeschichte ist, denn an ihrer Universität geht etwa sehr Beängstigendes vor sich. Eine Studentin ist vor ein paar Wochen spurlos verschwunden und keiner weiß, was mit ihr geschehen ist, doch alle befürchten das Schlimmste. Dazu kommt, dass jemand aus Clementines Vergangenheit wieder in ihr Leben getreten ist und dadurch alte Wunden wieder aufreisst. Es passiert also definitiv genug, um Dearest Clementine nie langweilig werden zu lassen.
Clem stehen jede Menge Nebencharaktere zur Seite, von denen ich die meisten sehr gern mochte. Die Figuren sind klar differenziert und keine wirkt wie die andere. Die Dynamik zwischen ihnen hat sich sehr natürlich angefühlt und der Handlung eine gewisse Würze gegeben.

Cover Dearest Clementine Englisch 2

Es gibt allerdings zwei Punkte, die mich wirklich gestört haben. Zum einen gibt Clems beste Freundin Jenna ihr ein paar Ratschläge, mit denen ich mich so gar nicht anfreunden konnte. Im Grunde sagt sie ihr, wenn sie nicht will, dass ihr Partner fremd geht, dann muss sie ihn zu jeder Zeit sexuell befriedigt halten. Jenna hat ständig so etwas gesagt, was mich wirlich massiv gestört hat. Als ob es die einzige Aufgabe einer Frau wäre, ihren Mann stets glücklich zu machen.
Mein andere Kritikpunkt war die Auflösung. Auf der einen Seite fand ich es ganz gut, dass es relativ dramafrei zugeht. Allerdings wäre ein kleines bisschen mehr Action schon schön gewesen, vor allem da man das Ende ab einem gewissen Punkt kommen gesehen hat. Das ist aber irgendwie eher an Clementine und somit auch dem Leser vorbei gegangen und man war nur passiv daran beteiligt.

Ansonsten ist Dearest Clementine von Lex Martin aber ein nettes New Adult Buch, das mir besser gefallen hat, als viele andere Bücher dieser Art. Es hatte starke Charaktere, eine solide Geschichte und einen flüssigen, humorvollen Schreibstil, weshalb ich die anderen Bücher der Dearest Reihe bestimmt auch noch lesen werde.

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Cover Breaking Englisch

Enthält leichte Spoiler für Falling.

Einen Job wollte der "freiberufliche" Scharfschütze Archer noch ausführen, bevor er sich endgültig in Rente begibt. Er ist zwar noch keine 40, aber sein Beruf als Auftragskiller ist auch nicht gerade alltäglich. Früher hat er für die Regierung gearbeitet, doch heute wird eher von "Privatpersonen" angeheuert. Doch irgendetwas ging bei seinem letzte Auftrag schief und plötzlich ist Archer selbst im Fadenkreuz eines Killers. Er hat keine Ahnung, wer es auf ihn abgesehen hat, doch er weiß eines: Er muss untertauchen.
So verschlägt es ihn an einen kleinen Küstenort irgendwo in England. Doch auch hier bekommt er schnell Schwierigkeiten, allerdings völlig anderer Art, denn beim Surfen hat er prompt einen Unfall hat und wird von einem Fremden gerettet...

So hat sich Conrad sein Leben nicht vorgestellt: Die Liebe seines Lebens hat ihn für einen anderen Mann verlassen und es ist Conrads eigene Schuld, weil er sich ihm nie geöffnet hat. Und dann fährt ihn auch noch ein Auto am hellichten Tag an und begeht Fahrerflucht. Conrad ist sich sicher, dass das kein Unfall war - schließlich hat er sich in seinem Beruf als Anwalt nicht nur Freunde gemacht - doch die Polizei glaubt nicht daran. Nun ist er gerade mühsam auf dem Weg der Besserung, denn das Attentat hat ihm beinahe seine Fähigkeit zu laufen gekostet. Er leidet unter schrecklichen Schmerzen und hofft, in dem kleinen Küstenort, in dem er ein Haus gemietet hat, endlich Fortschritte zu machen.
Stattdessen aber muss er einen Surfer retten, der im Meer vor seinem Haus in die Tiefe gerissen wird, was in seinem Zustand alles andere als leicht ist.

Weder Conrad noch Archer hatten jemals damit gerechnet, dass sich an diesem trüben Tag am Meer ihr Leben ändern würde und sie jemanden finden, für den sie sich vielleicht ändern würden. Doch sie können sich nicht ewig verstecken und schon bald sind ihnen ihre Probleme wieder dicht auf den Fersen...

Ich hätte ja eigentlich nicht gedacht, dass ausgerechnet Conrad einer der Hauptcharaktere von Breaking von Barbara Elsborg, der indirekten Fortsetzung von Falling, werden würde. Dort haben wir ihn als kontrollsüchtigen Geschäftsmann und Malachis "Herren" kennengelernt, dem ich allerdings nicht besonders viel abgewinnen konnte. In Breaking sehen wir ihn aber von einer ganz anderen Seite. Der Verlust von Malachi und natürlich auch der Unfall haben ihn und sein Leben verändert und ihm in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Totale Kontrolle ist nicht immer etwas Gutes. Das fällt ihm vor allem auf, als Archer in sein Leben tritt, der mindestens genauso ein Alpha-Männchen ist, wie er selber - und den er nur allzu leicht verscheuchen könnte mit zu viel Kontrolle.
In Wirklichkeit sind sie beide aber gar nicht so harte Kerle, wie sie es vielleicht von sich selber denken. Archer hat in seiner Karriere zwar einige schlimme Dinge getan, aber so gewissenlos, wie er sich selbst gerne darstellt ist er definitiv nicht. Und Conrad ist wie gesagt völlig anders, als ich ihn nach Falling erwartet hatte. Auf der einen Seite finde ich das ziemlich schade, einfach weil die beiden Bücher damit für mich nicht mehr Hand in Hand gehen. Auf der anderen Seite war er mir dadurch aber auch deutlich sympathischer und unterm Strich ist das wahrscheinlich eh wichtiger. Denn Conrad ist nicht nur ziemlich lustig, wenn er will, er hat auch eine sehr weiche Seite. Je mehr man ihn mit Archer sieht und erlebt, wie sehr er die Herausforderung braucht, wirklich um seinen Partner zu kämpfen und ihm nicht nur Befehle zu erteilen, umso klarer wird dem Leser und Conrad selbst auch, wie falsch Malachi eigentlich für ihn war. Die Beziehung zwischen ihm und Archer entwickelt sich zwar sehr schnell - zumindest oberflächlich - aber mit den tiefen Gefühlen lässt sich die Autorin relativ viel Zeit, so dass ihr Beziehung doch immer ziemlich glaubhaft war.
Doch ihre Gefühle füreinander werden bald nebensächlich, denn sie müssen vor ihren Verfolgern flüchten. Zwar ist dieser Teil der Geschichte recht spannend und temporeich und hat immer wieder die ein oder andere Wendung parat, doch im Großen und Ganzen war die Thriller Geschichte um Archer und Conrad doch ein wenig flach. Viele Dinge kann man vorhersehen und es treffen viel zu viele Zufälle aufeinander, um die Geschichte möglich zu machne. Der Twist am Ende ist leider auch sehr durchschaubar und erinnert stark an eine beliebte Fernsehserie...wenn ihr es gelesen habt, wisst ihr was ich meine. ;) Es gibt außerdem die ein oder andere kleine Ungereimtheit, die man leider einfach so hinnehmen muss.

Als Liebesgeschichte funktioniert Breaking von Barbara Elsborg meiner Meinung nach deshalb ziemlich gut, doch als Thriller oder Suspense-Story ist es einfach zu flach und manchmal nicht logisch genug. Trotzdem mochte ich Archer und Conrad und ihre interessante Charakterentwicklung und allein dafür, hat sich das Buch dann doch gelohnt.

Breaking erscheint am 28. Juli 2015.

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Cover Spiel der Zeit deutsch

England 1920: Der junge Harry Clifton hat kein einfaches Leben. Zusammen mit seinen Großeltern, seiner Ma und seinem Onkel wohnt er in einer kleinen Wohnung. Sein Vater ist im Krieg gefallen und obwohl Harry sich kaum an ihn erinnern kann, macht es ihn sehr stolz.
Harrys Onkel Stanley arbeitet im Hafen und auch Harry treibt sich gern dort rum. Er weiß genau, wenn er einmal groß ist, dann arbeitet er auch im Hafen. Doch seine Mutter hat andere Pläne. Sie hofft, dass ihr Sohn einmal mehr aus sich machen kann. Sie schafft es nur mit Mühe genug Geld zusammen zu kriegen und doch kann Harry eine Schule besuchen. Damit ist er der erste der Familie, der Lesen und Schreiben lernt. Doch Harry hält nicht viel von der Schule. Er schleicht sich morgens bereits zum Hafen und kommt erst wieder, wenn es Zeit wird, das seine Ma ihn wieder abholt. Das ändert sich, als er Old Jack kennenlernt. Der alte Mann wohnt in einem Zugwagon, der auf dem Hafengelände steht. Old Jack ist gebildet und obwohl er eigentlich obdachlos ist, bringt er Harry viel bei. In erster Linie, an sich selbst zu glauben und etwas aus sich zu machen. So geht Harry wieder zurück zur Schule und schafft es sogar auf die weiterführende Schule mit einem Stipendium wegen seiner wunderschönen Sopranstimme.

Die Eliteschule St. Bedes’s öffnet Harry eine ganz neue Welt und schon nach kurzer Zeit hat er zwei beste Freunde gefunden. Als sie das erste Mal bei Giles daheim sind, bekommt Harry jedoch einen Dämpfer. Mr. Barrington verhält sich ihm gegenüber sehr merkwürdig und auch seiner Frau fällt es schwer zu glauben, dass es nur daran liegt, dass Harrys Familie keinen Elitestammbaum aufweisen kann.
In den nächsten Monaten merkt Harry wie schwer es ist immer das richtige zu tun und seine Träume nicht aus den Augen zu verlieren. Sein Freund Old Jack ist ihm eine große Stütze und auch seine Ma tut alles für ihn. Doch irgendetwas scheint immer schief zu laufen. Als hätte es das Schicksal besonders bös’ mit der Familie Clifton gemeint.
Aber Harry und auch seine Mutter Maisie geben nicht auf. Bis ein Eröffnung Harrys ganzes Leben in Frage stellt.

Only Time Will Tell / Spiel der Zeit ist der Auftakt einer 7-teiligen Saga um die Familie Cifton. Als der Verlag mir die Vorschau schickte war ich gleich ganz angetan. Die Familiengeschichte klang so fesselnd, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Heute ist es nun so weit und das Buch erscheint endlich im Handel. Ich kann es euch nur ans Herz legen. Jeffrey Archer schreib wunderbar. Vom ersten Satz an war ich in der Geschichte und konnte nur schwerlich wieder auftauchen.
Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt in dem immer eine andere Person der Hauptcharakter ist. Aber insgesamt, dreht sich die Geschichte um Harry Clifton. Durch die anderen Perspektiven erfährt man viel und vor allem auch die Beweggründe für bestimmte Handlungen. Das ist sehr spannend gemacht und die Geschichte intensiver.

Ich kann es kaum erwarten bis im November der nächste Teil der Reihe auf deutsch erscheint. Denn natürlich endet das Buch wahnsinnig spannend und ich muss wissen wie es weiter geht.

Der Verlag hat bereits mitgeteilt, dass alle Bände der Reihe übersetzt werden, wobei bisher nur die Termine für die ersten drei fest stehen. Für 2017 ist der finale Band im Original angekündigt - gar nicht mehr so lange hin.

Einen großen Dank an den Heyne-Verlag für die Übersendung des Rezensionsexemplares.

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