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Cover Better When He's Bold Englisch

Enthält leichte Spoiler für Better When He's Bad.

Nach Außen hin führt Brysen das perfekte Leben: Sie wohnt in einem schönen Haus in einer guten Gegend, fährt ein teures Auto und hat eine intakte Familie. Doch die Realität sieht hinter der Fassade ganz anders aus, denn ihre Mutter ist depressiv und hat ein Alkoholproblem und ihr Vater ist die meiste Zeit unterwegs oder eingesperrt in seinem Arbeitszimmer und tut absolut nichts, um sich um seine Familie zu kümmern. Im Gegenteil, er versorgt Brysens Mutter sogar weiterhin stetig mit Alkohol.
Deswegen hat es Brysen auf sich genommen, für ihre kleine Schwester Karsen zu sorgen - und das ist harte Arbeit, denn zwischen ihrem Job, den sie braucht, um überhaupt Essen auf den Tisch zu bekommen, und der Uni bleibt kaum noch Zeit für irgendetwas anderes. Schon gar nicht für Männer. Daher fällt es ihr nicht schwer, die Avancen der meisten Typen eiskalt abblitzen zu lassen. Nur einen Mann gibt es, der ihr Herz wirklich höher schlagen lässt – Race, der Bruder ihrer besten Freundin Dovie. Und der ist eigentlich der letzte Mann, auf den sie sich einlassen sollte...

Nachdem Race es endlich gelungen ist, Novak von seinem Thron zu stoßen, hat er nun die Macht im Point, dem eher verruchten Teil seiner Stadt, an sich genommen. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat Race allerdings vor, den Point zu einem besseren Ort zu machen. Seine kriminellen Machenschaften sieht er daher eher als Mittel zum Zweck - das versucht er sich zumindest einzureden. Manchmal hat er allerdings Angst, dass ihn sein "Job" mehr verändert, als ihm lieb ist.
Dass ein Mädchen wie Brysen in seiner Welt eigentlich keinen Platz hat, ist Race nur allzu bewusst. Das ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die kühle Blondine ihm unter die Haut geht, wie kein anderes Mädchen jemals zuvor. Als sie bedrohliche Nachrichten bekommt und immer wieder in gefärhliche Situationen gerät, kann Race nicht anders, als sie unter seinen Schutz zu nehmen. Allerdings müssen er und Brysen sich bald fragen, ob der Platz an der Seite eines Kriminellen wirklich jemals sicher sein kann...

Ich bin ein bisschen im Zwiespalt, was meine Meinung zu Better When He's Bold von Jay Crownover angeht. Auf der einen Seite haben wir eine solide Geschichte mit interessanten und größtenteils sympathischen Charakteren, die alles andere als leichte Leben führen. Auf der anderen Seite konnte ich mich aber mit einigen der Entwicklungen und Entscheidungen dieser Charaktere so gar nicht anfreunden. Doch kommen wir erst mal zum Positiven:
Race ist so gar nicht, wie man sich einen Crime Lord vorstellt. Er hat weder Spaß daran, andere zu quälen, noch liegt ihm besonders viel an dem Geld, das er mit seinem Job als "Bookie" (Geldverleiher und -eintreiber) macht. Ihm geht es einzig und allein darum den Point, quasi seine Wahlheimat, zu einem besseren Ort zu machen. Der Point wird niemals frei von Gewalt und Kriminalität sein. Das ist aber auch nicht Races Ziel - aber er hofft, dass es ihm zumindest gelingt, dass die Leute in Point ohne Angst dort leben können. Sein Vorgänger Novak führte eine Schreckensherrschaft, Race möchte die Dinge anders handhaben. Die Hände muss er sich dafür dennoch täglich schmutzig machen und erst einmal beweisen, dass er das Zeug dazu hat, Novaks Platz einzunehmen. Allerdings hat er Angst, sich dabei selbst zu verlieren. Und da kommt Brysens ins Spiel, denn ihr gelingt es wie niemand anderem ihn zu erden. Im Gegenzug ist Race der Einzige, bei dem sie sich sicher fühlt, denn nicht nur liegt ihr Familienleben in Scherben, seit Neuestem hat es auch noch jemand auf ihr Leben abgesehen. Brysen und Race haben mir zusammen richtig gut gefallen, denn Race macht Brysen weicher und weniger eisig, und Race behält durch Brysen seine Menschlichkeit.
Auch die Nebencharaktere mochte ich sehr gern. Brysens Schwester Karsen war süß und hat schon viel zu viel mitmachen müssen. Gleichzeitig ist sie aber auch lange nicht so unschuldig, wie es zunächst den Anschein hat. Natürlich sind auch Bax und Dovie aus dem erstern Buch mit von der Partie und spielen eine zentrale Rolle, ebenso wie Bax Bruder Titus.
Die Geschichte ist keine reine Liebesgeschichte, das würde auch nicht zur Welcome to the Point Reihe passen. Es geht mindestens zu gleichen Teilen um die Geschehnisse in und um den Point. Denn irgendjemandem gefällt es gar nicht, dass Race nun an der Macht ist und versucht ihn zu sabotieren. Es entwickelt sich also eine spannende Handlung, die auch außerhalb der Romantik sehr interessant war.

Gleichzeitig kommen wir aber hier auch schon zu meinem ersten Kritikpunkt. Denn auch wenn immer wieder eine Menge Kleinigkeiten passieren, so dass einem nie wirklich langweilig wird, ist es am Ende irgendwie doch zu wenig. Es läuft alles ins Nichts. Nur wenige Entwicklungen werden zu einem Ende gebracht, stattdessen wirkt es so, als würden sie für das nächste Buch aufgehoben werden und das war mir nach all dem Aufbau einfach nicht genug und hat mich ziemlich enttäuscht.
Außerdem war ich wie bereits erwähnt mit einigen der Entwicklungen und Entscheidungen nicht ganz einverstanden. Brysen lässt sich viel zu bereitwillig auf Races Lebenstil ein und scheint ab einem gewissen Punkt so gar keine Probleme mehr mit der Kriminalität zu haben. Außerdem is von Anfang an klar, dass Brysen mit Races Job klar kommen muss, ansonsten haben sie keine Zukunft. Doch wieso geht das nicht andersrum? Wieso kann Race nicht für Brysen seine Position im Point aufgeben? Das hat mich schon im ersten Teil bei Dovie und Bax extrem gestört, die in einer ganz ähnlichen Situation waren. Dazu kommt, dass ich immer noch nicht ganz überzeugt von seiner Motivation bin, wenn es um Races Plände für den Point geht.

Deshalb ist meine Meinung wie gesagt zweigeteilt. Es gibt Teile die ich sehr gut fand und andere, die mich eher gestört haben. Das nächste Buch, Better When He's Brave, das von dem Polizisten Titus handeln wird, werde ich vermutlich dennoch lesen, einfach weil ich Antworten auf die noch offenen Fragen bekommen möchte.

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For Real

26.07.2015
EmpfehlungEmpfehlung
Cover For Real englisch

For Real ist für Leser unter 18 Jahren nicht geeignet!

Laurie ist 37, Toby ist 19. Laurie ist ein Sub, Toby ein Dom. Lauries letzte ernsthafte Beziehung mit einem Dom ist 6 Jahre her und es scheint als gäbe es in der BDSM-Szene nichts, was er nicht schon versucht hätte, und niemanden, den er nicht schon gesehen hätte. Toby weiß genau was er will, hatte aber noch nie die Gelegenheit das auch auszuleben. Dann begegnen sich beide in einem Club und im ersten Moment scheint es, als hätten sie nur auf den jeweils anderen gewartet...

Doch eine gute BDSM-Beziehung lebt nicht nur von gutem Sex. Und hier fangen die Schwierigkeiten an. Laurie hat Angst, Toby mehr als nur seinen Körper anzuvertrauen. Denn Laurie beführchet, dass Tobys Furchtlosigkeit und Leidenschaftlichkeit ihn über kurz oder lang in die Arme eines jüngeren und besser geeigneten Subs führen wird. Toby sieht dagegen in Laurie den Mann seiner Träume. Doch dass Laurie ihn nicht wirklich an sich heran lässt, ist Gift für Tobys Selbstbewusstsein, das aus verschiedenen Gründen gerade eh nicht in bester Verfassung ist.

For Real ist ein fantastisches Buch. Da sind zunächst einmal die Charaktere Laurie und Toby. Das Buch wird abwechselend aus beider Perspektive geschrieben und, ganz ehrlich, es ist so wunderbar diesen beiden in den Kopf schauen zu können. Laurie ist ein gestandener Mann, der so viel gesehen und erlebt hat, dass er müde und gelangweilt von seinem Leben ist. Sein Innerstes hält er versteckt und nur ganz selten gewährt er jemandem Einlass. Toby hat eigentlich noch das ganze Leben vor sich, doch weiß er überhaupt nicht, was er damit anfangen soll. Einzig dass er Laurie will - mit aller Macht - das weiß er ganz genau. Beide sind auf ihre Art davon überzeugt, irgendwann für das Scheitern der Bezeihung verantwortlich sein zu werden. Und genau deshalb ist die Geschichte so spannend und toll. Denn der Leser weiß durch beide Erzählperspektiven natürlich von Anfang an, dass sie perfekt füreinander sind...

Das Buch behandelt das Thema BDSM in wunderbarer Ausführlichkeit und mit dem Respekt, den es verdient. Für alle, die es nicht wissen, BDSM steht für Bondage and Discipline, Dominance and Submission, Sadism and Masochism, übersetzt bedeutet das Fesselspiele und Disziplin, Dominanz und Unterordnung sowie Sadismus und Masochismus. Und im Gegensatz zu dem unsäglichen Fifty Shades of Grey / Geheimes Verlangen (damals wussten wir es noch nicht besser) geht es um mehr, als jemanden zu erniedrigen oder von jemandem erniedrigt zu werden. Es geht darum, die (vielleicht ungewöhnlichen) sexuellen Wünsche des jeweils anderen zu berücksichtigen, und sich mit gegenseitigem Vertrauen auf den anderen und die Situation einzulassen. Die Wünsche des Subs, also des sich Unterordnenden, stehen immer an erster Stelle. Das ist der Unterschied zwischen For Real und Fifty Shades of Grey / Geheimes Verlangen - Lauries Wünsche sind für Toby Gesetz. Es gibt eine sexuelle Szene, in der sich Laurie übernimmt und Toby - trotz Unmengen an Zuschauern - dafür sorgt, dass seinem Sub nichts geschieht. Es gibt viele fantastische Szenen in For Real, aber das war die mit dem größten 'Wow'-Effekt. Der Sex ist an vielen Stellen noch weit beeindruckender, aber wenn der emotionale Aspekt solch ein Ausmaß annimmt, weiß man, dass der Autor sein Handwerk versteht.

Zu guter Letzt ist da der Schreibstil von Alexis Hall. Eine wunderbare Mischung aus Detailreichtum, britisch-eloquenter Reserviertheit, moderner Sprache und ohne den Versuch, das sexuelle Vokabular zu beschönigen. Ja, der Schreibstil in For Real hat es mir wirklich angetan und weil ich gleich den Anfang zu herrlich fand, hier einmal Lauries Einstand ins Buch:

"Look, I've come straight from work, and I've had a really long day, and I simply hadn't had time to slip into a spiky collar or a mesh shirt or whatever else you deem necessary to get into your haven of safe, sane, and consensual depravity."

Übersetzung:"Schaut, ich komme direkt von der Arbeit und ich hatte echt einen langen Tag und ich hatte einfach nicht die Zeit, um in ein nietenbesetztes Halsband zu schlüpfen oder in ein Netzhemd oder was auch immer ihr als notwendig erachtest, um in euren Hafen der sicheren, zurechnungsfähigen und einvernehmlichen Verdorbenheit zu gelangen."

For Real ist wirklich ein wahres Lesevergnügen und ich freue mich schon heute darauf, weitere Bücher von Alexis Hall zu lesen.

I received a free ARC from Riptide Publishing via NetGalley in exchange for an honest review. Thank you very much! Reading this book was such a pleasure.

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Cover Him Englisch

Ryan "Wes" Wesley hat es geschafft. Seit Jahren schon arbeitet er an seiner Eishockey Karriere und nun ist es ihm gelungen nach seinem College Abschluss in die NHL gedraftet zu werden. Dafür hat er aber auch hart gekämpft. Ihm ist es völlig egal, dass sein karrieresüchtiger Vater ihn nur aus eigennützigen Zwecken unterstützt und er weder von ihm noch von seiner Mutter jemals ein liebevolles Wort gehört hat. Wes bereut nichts...außer vielleicht der einen dummen Wette, die ihn seinen besten Freund Jamie Canning gekostet hat.

Jamie hat nie ganz verstanden, wieso Wes vor vier Jahren jeglichen Kontakt zu ihm abgebrochen hat. In ihrer letzten gemeinsamen Nacht in dem renommierten Eishockey Camp Elites am Lake Placid sind die Dinge zwar ein wenig aus dem Ruder gelaufen und sie sind sich näher gekommen, als sie eigentlich erwartet hätten, aber was hat das schon zu bedeuten? Sie waren 18 und da macht man nun mal Dummheiten.
Trotzdem vermisst Wes seinen früheren besten Freund. Als sich ihre Teams bei einem der wichtigsten College-Tunier gegenüber stehen und sich die beiden zum ersten Mal seit Jahren wieder sehen, will Jamie endlich Antworten.

Doch womit keiner der beiden gerechnet hat ist, dass ihre Freundschaft wieder aufblüht, als wäre nichts gewesen. Zumindest fast, denn nach der letzten Nacht im Camp musste sich Wes einigen unbequemen Wahrheiten über sich selbst stellen - und sich eingestehen, dass er vier Jahre später immer noch bis über beide Ohren in seinen besten Freund verliebt ist...

Ich finde es wirklich großartig, dass sich mittlerweile auch bekanntere Autoren andere Genres an M/M Geschichten wagen. Während Sarina Bowen bereits einige Geschichten dieser Art geschrieben hat, ist Him / Him - Mit ihm allein dagegen Elle Kennedys Premiere, die ja vielen spätestens seit The Deal / The Deal - Reine Verhandlungssache ein Begriff sein dürfte - und sie hat ihren Job richtig gut gemacht.
Him / Him - Mit ihm allein ist sowohl aus Wes als auch aus Jamies Sicht geschrieben und beide Autorinnen haben sich auch beiden Figuren angenommen. Allein deswegen haben Wes und Jamie komplett unterschiedliche Stimmen, die den Figuren einen sehr individuellen Touch verliehen haben. Jamie ist eher der ruhige und besonnene Typ, während Wes keine Gelegenheit zum Unsinn machen auslassen kann. Gemeinsam allerdings haben sie es faustdick hinter den Ohren. Überhaupt ist ihre Freundschaft wirklich wundervoll. Denn selbst als sich mehr zwischen ihnen entwickelt wird immer wieder klar, dass sie Freunde vor allem anderen sind und auch ein "Fehler" als Teenager daran nichts ändern kann.
Wes ist natürlich schon lange klar, dass diese Nacht vor vier Jahren für ihn kein Ausrutscher war. Spätestens ab da war ihm klar, dass es einen Grund hatte, wieso er nie großes Interesse an Mädchen hatte. Er macht zwar kein Geheimnis daraus, dass er schwul ist, an die große Glocke hängt er es dennoch nicht, schließlich wird er es im Profisport schon schwer genug haben. Wirklich interessant wird es aber erst, als Jamie feststellt, dass er vielleicht nicht so hetero ist, wie er immer angenommen hat. Ich fand es allerdings fantastisch, wie er mit dieser Erkenntnis umgegangen ist. Er gerät weder in eine Identitätskrise, noch macht er sich oder Wes etwas vor. Es macht ihm zwar natürlich sehr zu schaffen und er hat eine Menge zu überdenken, doch er nimmt sich die Zeit und ich habe ihn dafür nur noch mehr ins Herz geschlossen.
Deshalb gibt es in Him / Him - Mit ihm allein natürlich einige sehr emotionale Momente oder Situationen in denen die Gemüter gerne mal überkochen. Trotzdem ist es auf gar keinen Fall eine allzu ernste oder traurige Geschichte. Sarina Bowen und Elle Kennedy leiten ihre Figuren mit jeder Menge Humor und vielen skurrilen Situationen durch das Auf und Ab ihrer unerwarteten Romanze. Vor allem Wes innere Monologe und Jamies verrückte Familie sind oft zum Brüllen komisch. Überhaupt gibt es einige wirklich tolle Nebencharaktere, allen voran wie gesagt Jamies ganze Familie. Doch auch Holly, Jamies ehemalige Freundin mit Sonderleistungen, war wirklich sympathisch und hat mich angenehm überrascht.

Eigentlich bin ich rundum zufrieden mit Him / Him - Mit ihm allein von Sarina Bowen und Elle Kennedy. Die Geschichte entwickelt sich in einem guten Tempo, die Charaktere sind großartig und die Emotionen glaubhaft und bewegend. Trotzdem gibt es einen letzten Funken der mir Him / Him - Mit ihm allein irgendwie gefehlt hat, um ihm die volle Sternzahl geben zu können. Was dieser Funken ist kann ich gar nicht genau sagen, vielleicht ein wenig mehr Drama oder einfach ein, zwei gefühlsbetontere Szenen mehr. Ich kann es nicht genau festlegen. Dennoch - absolut lesenswert ist Him / Him - Mit ihm allein auf jeden Fall.

Him / Him - Mit ihm allein erscheint am 28. Juli 2015.

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Cover Undeniably You Englisch

Sydney genießt gerade das schöne Leben. Sie hat das College abgeschlossen und bevor sie mit ihrem Aufbaustudium beginnt, möchte sie ein wenig Geld verdienen. Was wäre da besser, als Haussitting Jobs rund um die Welt anzunehmen? Sydney hat auf diese Weise schon einige schöne Flecken gesehen, doch ihr nächster Job liegt mal wieder näher zuhause: Sie soll für einen Monat auf das Haus (und den verrückten Hund Swarley) ihrer Tante in Palo Alto in Kalifornien aufpassen. Das trifft sich ausgezeichnet, denn so ist sie näher bei ihrer Schwester Avery, die sie viel zu selten sieht.
Eigentlich sollten die 30 Tage pure Erholung werden. Womit sie nicht gerechnet hat, ist dass gleich zwei Männer in ihr Leben treten: Dane, ein nervöser aber ziemlich niedlicher Tierarzt und Lautner, der attraktive und charmante „Pool Boy“...der sich allerdings schnell in Wirklichkeit als Kinderarzt entpuppt, aber nicht bevor sich eine Menge Spaß mit diesem Missverständnis erlaubt.
Zwischen Sydney und Lautner sprühen von Anfang an die Funken, doch es kann nie mehr als eine kleine Affäre zwischen den beiden werden. Schließlich ist Sydney nur einen Monat in der Stadt und hat noch einiges vor in ihrem Leben, das sie nie für einen Mann riskieren würde. Doch als sich der Monat langsam dem Ende neigt, muss sich Sydney einigen harten Wahrheiten stellen...

Undeniably You ist mittlerweile das dritte Buch, das ich von Jewel E. Ann gelesen habe. Doch während mich die anderen beiden Romane überzeugen konnten, hatte ich mit Undeniably You leider so meine Probleme.
Zum Teil liegt das daran, dass das Buch was die Stimmung angeht irgendwie keine richtige Linie findet. Der erste Teil der Geschichte ist leicht, lustig und sexy, mit jeder Menge Flirterei und heißer Sexszenen. Erst als Sydneys Aufenthalt seinem Ende zugeht, beginnt die Geschichte ein bisschen ernster zu werden, denn sie hat echte Gefühle für Lautner entwickelt und der macht schon lange kein Geheimnis mehr daraus, dass er sich in sie verliebt hat. Doch selbst bis hierhin, war es eher noch eine seichte Geschichte. Dann allerdings schlägt die Stimmung komplett um. Es geschehen einige unvorhergesehene Dinge, die starke Spuren an Sydney und allen Beteiligten hinterlassen und die Geschichte in eine völlig andere Richtung lenken. Grundsätzlich hat mir diese Wendung besser gefallen, als die erste Hälfte, aber es hat dennoch einfach nicht so richtig zusammengepasst von der Atmosphäre her.
Auch mit den Charaktern bin ich nie so richtig warum geworden. Sydney war zwar schon ganz sympathisch, aber auch manchmal ein wenig arg stur, besonders wenn es um ihren Lebensplan geht, von dem sie kein M? abweichen will. Lautner war die meiste Zeit über wirklich süß und sexy, leistet sich aber gerade gegen Ende einige Dinge, die ich ihm nur schwer verzeihen konnte. Dane war okay und er hat definitiv mehr verdient, als er bekommen hat, aber er war auch ein wenig langweilig und hat keinen starken Eindruck hinterlassen. Und Sydneys Schwester Avery fand ich einfach furchtbar und sie hat noch eine Menge erwachsen werden vor sich.
Wie gesagt hat mir eigentlich die zweite Hälfte etwas besser gefallen. Es entwickelt sich ein riesiges Kuddelmuddel aus Charakteren, Beziehungen, Lügen und Missverständnissen, das für einige interessante Szenen gesorgt hat. Eines war immer klar – zwischen Lautner und Sydney wird es nie ganz vorbei sein, doch die Dinge sind nicht mehr so wie in der Zeit während des Haus-Sittings. Lautner und Sydney handhaben die Dinge beide alles andere als vorbildlich und mir fiel es schwer, am Ende wirklich zufrieden mit dem Ausgang zu sein, einfach weil vorher zu viel Mist passiert ist.

Deswegen war Undeniably You von Jewel E. Ann für mich nur okay. Nach wie vor gefällt mir der Schreibstil der Autorin und gerade in der zweite Hälfte tut sich eine Menge, doch insgesamt waren mir die Handlung und Stimmung einfach zu konfus und haben nicht so wirklich zusammen gepasst. Schade eigentlich, denn man hätte wirklich was aus dieser Geschichte machen können.

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Cover TAG Englisch

Carolina "Cali" Tate ist auf der Flucht. Seit ihr Vater, ein ehemaliger CIA Agent, nach dem Tod ihrer Mutter etwas aus einem Labor gestohlen hat und dadurch den Zorn vieler verschiedener Gruppen auf sich gezogen hat, lebt auch Cali als ständige Zielscheibe. Denn viele der Gegenspieler ihres Vaters versuchen durch sie und ihre Schwester Krissy an ihn heranzukommen...und das hat Krissy ihr Leben gekostet. Cali musste mit ansehen, wie ihrer Schwester vor ihren Augen von jemandem, dem sie vertraut hat, die Kehle durchgeschnitten wurde. Seitdem lebt sie nach dem Motto, dass ihre Mutter ihr eigentlich schon vor Jahren eingebläut hat: Kenne jeden. Vertraue niemandem.
Das hat auch lange Zeit gut funktioniert. Zumindest bis sie ihren neuen, von ihrem Vater zugeteilten Bodyguard Tango kennenlernt. Tango gelingt es wie keinem anderen je zuvor hinter Calis harte Fassade zu dringen. Sie möchte ihm vertrauen, doch als sie das das letzte Mal getan hat, hat es sie ihre Schwester gekostet. Woher soll sie denn schon wissen, ob Tango nicht auch nur hinter ihrem Vater her ist?
Denn eines weiß Cali: Tango hat ein Geheimnis. Und es scheint um Leben und Tod zu gehen...

Von der Grundprämisse hätte TAG von Shari J. Ryan eigentlich eine ziemlich spannende Geschichte sein können. Calis Situation ist wirklich verzwickt und sie muss ständig über ihre Schulter gucken. Dazu kommen noch ihre mehr als gemischten Gefühle ihrem Vater gegenüber. Schließlich ist es seine Schuld, dass sie so leben muss, wie sie es gerade eben tut und im Grunde ist er auch für Krissys Tod verantwortlich. Gleichzeitig hat sie abgesehen von ein paar SMS hier und da (und auch dann nur aus logistischen Gründen) seit 3 Jahren nichts mehr von ihm gehört. Natürlich hat auch der Mord an Krissy und die Tatsache, dass sie ihrem Mörder vertraut hatte, starke Spuren bei Cali hinterlassen. Es brodelt also in ihr und das erklärt auch, wieso sie erst einmal recht kühl und distanziert rüberkommen kann. Leider hat Shari J. Ryan meiner Meinung nach aber das Potenzial dieses komplexen und interessanten Charakters nicht ausgeschöpft.
Denn Cali macht es einem nicht immer einfach sie zu mögen. Ihre Reaktionen sind oft zu krass, überzeichnet und der Situation nicht angepasst, selbst wenn man ihren Hintergrund bedenkt. Die Autorin wollte mit aller Gewalt zeigen, dass Cali eine harte junge Frau ist, ist dabei aber für meinen Geschmack zu unrealistisch geworden und über das Ziel hinausgeschossen.
Allgemein fehlt es der Geschichte ein wenig an Realismus. Angefangen mit der Sache, die Calis Vater gestohlen hat: . Doch auch im Laufe der Geschichte gibt es immer wieder Situationen und Momente, die leider ziemlich Unglaubwürdig waren. Es gibt zu viele Zufälle und ständig tauchen neue Feinde auf, deren Ziele sich mir nie so ganz erschließen wollten. Außerdem ist es etwas merkwürdig, dass Calis Vater sie nicht einfach mitgenommen hat, als er untergetaucht ist. Stattdessen überlässt er sie mehr oder weniger ihrem Schicksal (ihre Bodyguards sind meist nur von kurzer Dauer und sie reist viel alleine). Das ganze CIA-Gut-versus-Böse Konstrukt in TAG will nicht so recht funktionieren, einfach weil man bei niemandem weiß, wer wo dazu gehört und die Motivationen hinter den einzelnen Gruppierungen teilweise viel zu einfach gestrickt sind. Für eine solide Agentengeschichte war die Handlung zu wenig komplex und die Rolle der einzelnen Akteure zu schwammig.
Außerdem muss ich sagen, dass unterm Strich Tango eigentlich der einzige Charakter in der ganzen Geschichte war, den ich wirklich mochte. Zwar handelt auch er in einem gewissen Maß selbstsüchtig, allerdings in einem Rahmen, den ich absolut nachvollziehen konnte und der nicht auf Kosten von anderen ging. Doch bei den anderen Figuren sah das leider ganz anders aus, so dass ich mich nie so richtig für die Geschichte begeistern konnte.

Deshalb war TAG von Shari J. Ryan leider eher eine Enttäuschung für mich. Sehr schade, denn Potenzial und ein eigentlich ziemlich guter Schreibstil waren definitiv vorhanden.

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