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Cover Addicted to You Englisch

Seit ihrer Kindheit sind Lily Calloway und Loren Hale die besten Freunde. Sie sind der Nachwuchs zweier reicher Unternehmerfamilien, die auf die gleiche Privatschule gingen und nun auch gemeinsam das College besuchen. Seit 3 Jahren sind sie neben besten Freunden auch ein Paar. Alles ist perfekt in ihrer Welt.
Das ist zumindest die Lüge, die Lo und Lily ihren Familien seit fast einem Jahrzehnt vorspielen. Denn die beiden haben große Probleme: Lo ist Alkoholiker und verbringt die meisten Abende ohnmächtig in seinem Bett. Und Lily ist sexsüchtig. Was von den meisten belächelt wird, ist für sie ein echtes Problem. Sie braucht die Befriedigung und wenn sie ihr "High" nicht bekommt, treiben ihre Fantasien sie fast in den Wahnsinn.
Um sich ihre Eltern und den Rest der Welt vom Leib zu halten und weiterhin ihrer Sucht fröhnen zu können, decken sich die beiden gegenseitig. Lily sorgt dafür, dass Lo einigermaßen sicher ist und lenkt die Aufmerksamkeit von ihm ab und im Gegenzug ist Lo ihr Deckmantel, so dass sie ein One-Night-Stand nach dem anderen haben kann.
Beide denken gar nicht daran, ihre Suchtprobleme in den Griff zu bekommen - ihr System funktioniert und Selbstmedikation ist einfacher, als sich ihren Schwierigkeiten zu stellen. Als die beiden sich allerdings endlich eingestehen, dass sie echte Gefühle füreinander haben und es mit einer ehrlichen - monogamen - Beziehung versuchen wollen, wird ihnen bald klar, dass ihr Leben so nicht weitergehen kann - und kurz davor stehen, sich gegenseitig zu zerstören.

Seit Jahren schon wollte ich die Addicted Reihe der Zwillinge Krista Ritchie und Becca Ritchie lesen, habe mich aber nie so wirklich dran getraut. Was könnte denn schon schwieriger und hoffnungsloser sein, als eine Geschichte über zwei Abhängige, die sich nicht mal selbst helfen können, geschweige denn einander? Jetzt wo ich Addicted to You gelesen habe bin ich aber heilfroh, dass ich mich endlich an die Reihe gewagt habe, denn es ist ein sehr gelungener Start in diese Reihe.

Cover Addicted to You Englisch 2

Lily und Lo sind wirklich zwei Charaktere für sich. Lily kommt aus einer guten und glücklichen Familie und ihr hat es nie an etwas gefehlt. Sie und ihre drei Schwestern hatten immer ihre eigenen Interessen und wurden dabei von ihren Eltern unterstützt, wo sie nur konnten, und es besteht kein Zweifel daran, dass sie sich sehr lieben. Lo dagegen wurde nur von seinem Vater aufgezogen, der ihm schon immer viel Druck gemacht hat und Leistung von seinem Sohn erwartet hat. Bei beiden fing die Sucht schon sehr früh an, lange bevor ihnen wirklich klar war, was da eigentlich mit ihnen passiert. Ich fand es unheimlich spannend zu sehen, wie sich ihre Probleme mit der Zeit entwickelt haben und es war tragisch-komisch Lily und Lo dabei zu begleiten, wie dieses eingespielte Gespann sich gegenseitig als Krücke gedient und ihre Eskapaden möglich gemacht haben.
Es ist deshalb sicher nicht überraschend, dass Addicted to You ein extrem emotionales Buch ist. Was diese beiden durchmachen ist wirklich traurig und das Schlimme ist, dass sie selbst wenn sie ein neues Tief erreichen - wenn überhaupt - nur sehr flüchtige Gedanken daran verschwenden ihr Leben in den Griff zu bekommen. Über weite Teile dieses Buchs beobachten wir die beiden, wie sie sich immer wieder in neue Schwierigkeiten bringen und neue Lügen spinnen, um ihre Geheimnisse zu bewaren. Ihre Familien ahnen nichts von ihren Problemen und Lo und Lily sind die einzigen, die die Wahrheit kennen.

Das war auch als Leser nicht immer einfach zu sehen. Für mich galt das besonders in Lilys Fall. Alkoholismus ist nichts wirklich Neues und jedem ist klar, dass es eine echte Krankheit ist. Sexsucht dagegen wird gerne eher kritisch betrachtet. Doch beim Lesen wird schnell klar, dass Lily echte Entzugserscheinungen bekommen kann ohne ihr "High". Sie ist durch ihre Sucht wirklich alles andere als ein einfacher Charakter. Tatsächlich ist sie vor dem Sex und nach dem Sex fast wie zwei unterschiedliche Persönlichkeiten und Lily erkennt sich manchmal selbst nicht wieder. Außerdem ist diese Geschichte ausschließlich aus ihrer Sicht geschrieben, weshalb wir viele der typischen Ausflüchte von Süchtigen hören. Dadurch, dass ihre Sucht direkt Lo betrifft, war es natürlich manchmal emotional sehr anstrengend zu sehen, wie sie Fantasien über einen anderen Mann hat. Aber ich muss auch sagen, dass Krista Ritchie und Becca Ritchie es geschafft haben Lilys Situation darzustellen, gleichzeitig aber auch dafür zu sorgen, dass sie einem immer sympathisch bleibt und man gar nicht anders kann, als sich für die beiden ein Happy Ending zu wünschen, ganz egal welche Fehler sie begeht und wie viel sie sich selbst bemitleidet oder belügt. Dennoch war es manchmal wirklich anstrengend den beiden über Dreiviertel des Buchs hinweg bei ihrer Selbstzerstörung zuzusehen. Das ist der einzige Grund weswegen ich dem Buch einen Stern abgezogen habe.

Cover Addicted to You Englisch 3

Das in meinen Augen Allerbeste an Addicted to You ist daher das letzte Viertel. Es war klar: Irgendwann erreichen die beiden ihren Tiefpunkt, an dem es einfach nicht mehr weitergehen kann. Bisher hatten sie immer nur einander - im Laufe der Geschichte haben sie aber ein paar echte Verbündete gefunden, allen voran ihre neuen Freunde Connor und Ryke und Lilys Schwester Rose. Alle drei sind wirklich fantastische Charaktere, die viel für Lo und Lily tun. Außerdem überschlagen sich die Ereignisse in diesem letzten Drittel und sie machen einige erstaunliche Entdeckungen über ihr Leben. Manches davon mag vielleicht (in typischer New Adult / College Manier) ein wenig übertrieben wirken, es hat aber richtig gut zur Geschichte gepasst und ich wusste teilweise gar nicht wohin mit meinen Gefühlen, so sehr haben die beiden Autorinnen mit ihnen gespielt.

Es ist wirklich eine ungewöhnliche Geschichte die Krista Ritchie und Becca Ritchie da mit Addicted to You gesponnen haben. Ich habe gelitten, gelacht und geweint und wirklich alle Charaktere ins Herz geschlossen. Addicted to You ist aber erst der Anfang der Reise, denn Lo und Lily haben noch einen langen Weg vor sich, der in Ricochet weitergeht und ich freue mich schon sehr darauf sie alle wieder zu sehen.

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Cover Understatement of the Year Englisch

Schon seit Jahren gelingt es Michael Graham alle um ihn herum und im Grunde auch sich selbst zu belügen. Er geht auf die richtigen Parties, schläft mit den richtigen Mädchen, ist ein guter Eishockey Spieler und hält ansonsten den Ball eher flach. Keiner ahnt, was wirklich in Graham vor sich geht und wieso er zunehmend zur Flasche greift, um seine Fassade aufrecht zu erhalten.
Doch die droht in der Sekunde zusammen zu brechen, in der der neue Spieler seiner Eishockey Mannschaft in der Umkleide auftaucht: John Rikker. Denn obwohl Graham so tut, als wäre ihm Rikker noch nie zuvor begegnet, waren die beiden früher mal die besten Freunde - zumindest bis Graham alles kaputt gemacht hat.

Eigentlich dachte Rikker, er wäre über die Sache, die da in einer Gasse in seinem Heimatort vor über fünf Jahren passiert ist, hinweggekommen. Doch als er Graham zum ersten mal seit er 16 war wieder gegenübersteht und der ihm nicht mal an die Augen schauen kann, geschweige denn sich dazu bekennt lässt, dass die beiden sich bereits begegnet sind, ist er nicht nur stinksauer, sondern auch erstaunlich verletzt.
Doch was solls, Rikker hat wichtigere Probleme, als sich über seinen früheren besten Freund zu ärgern. Schließlich war sein Wechsel zum Harkness College und seiner Eishockey Mannschaft nicht gerade freiwillig - er wurde rausgeschmissen, nachdem rauskam, dass Rikker schwul ist. Doch auch in seiner neuen Mannschaft sind nicht alle begeistert die Kabine mit ihm teilen zu müssen. Am aller wenigsten Graham.

Doch wie lange kann Graham seine und Rikkers Vergangenheit noch geheimhalten - und vor allem zu welchem Preis?

The Understatement of the Year von Sarina Bowen ist das dritte Buch in der The Ivy Years Reihe und diesmal hat die Autorin die Dinge ein bisschen anders aufgezogen. Zwar haben wir auch dieses Mal wieder jemanden, der neu an das Harkness College kommt, doch im Gegensatz zu den anderen Büchern haben wir dieses mal zwei Männer, die (hoffentlich) zueiander finden - oder genauer gesagt wiederfinden, denn wie gesagt kennen Rikker und Graham sich eigentlich bereits sehr gut. Das gibt der Geschichte natürlich von Anfang an eine ganz andere Intensität. Denn von dem Moment an, in dem Rikker die Kabine betritt, ist Grahams Leben auf den Kopf gestellt. Er sieht sein vorsichtig aufgebautes Netzt in sich zusammenbrechen mit einem Wort von Rikker. Und er könnte ihm nicht mal böse sein, falls der ihn auffliegen lässt nach all dem was er ihm angetan hat.
Graham hat es einem oft wirklich nicht einfach gemacht ihn zu mögen. Er behandelt Rikker manchmal dermaßen schlecht und respektlos, dass man ihn am liebsten schütteln möchte. Er zeigt nicht die Spur von Rückgrat und nichts ist ihm wichtiger, als was andere von ihm denken. Er entwickelt eine regelrechte Paranoia. Trotzdem hat er mir die meiste Zeit ziemlich leid getan, denn er ist ein absolutes Wrack. Schon bevor Rikker wieder in sein Leben trat hat er Alkohol gebraucht, um seine Scharade einigermaßen aufrecht zu erhalten und das wird nur immer schlimmer. Seinen Flachmann hat er immer dabei. Graham macht sich selbst kaputt, kann aber nichts daran ändern, er kommt einfach nicht aus seinem eigenen Kopf raus. Deshalb konnte ich ihm irgendwie nie wirklich böse sein - er war eher bemitleidenswert.
Rikker ist ein ganz anderer Fall. Er hat genug davon sich zu verstecken, auch wenn sein Outing alles andere als freiwillig war. Jetzt ist die Katze allerdings aus dem Sack und er ist froh darüber. Er könnte zwar ohne die ganze Aufmerksamkeit leben, die ihm das einbringt, und die schmutzigen Blicke einiger seiner neuen Teamkollegen sind auch nicht gerade angenehm, aber es ist nun mal wie es ist und er wird sich durchkämpfen. Wie immer. Denn Rikker hat wirklich schon einiges durchgemacht und nicht zuletzt deswegen mochte ich ihn richtig gern.
Die Handlung selbst hält allerdings nicht sonderlich viele Überraschungen parat und entwickelt sich relativ vorhersehbar. Das ist aber eigentlich gar nicht mal so schlimm gewesen, denn The Understatement of the Year ist emotional genug, um trotzdem sehr unterhaltsam zu sein. Es geht gar nicht mal so sehr um die Romantik, sondern um die größeren und kleineren Probleme die Graham und Rikker durchstehen müssen. Zur Seite stehen ihnen eine ganze Reihe von Nebencharakteren, die für viel Abwechslung sorgen und teilweise einfach großartig waren. Da wären z.B. Rikkers Ex-Freund Skippy, dem immer noch sehr viel an Rik liegt, oder Grahams beste Freunde und frühere Bettgeschichte Bella.

Unterm Strich erfindet Sarina Bowen mit The Understatement of the Year zwar das Rad nicht neu, aber sie befasst sich doch mit einigen sehr unbequemen Themen und setzt sie zu einem emotionalen und unterhaltsamen Buch um, das sehr schön in die The Ivy Years Reihe passt.

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Cover Not My Boyfriend Englisch

Eigentlich hatte Max sich geschworen, dass mit den One Night Stands Schluss sei. Er möchte eine ernsthafte Beziehung und den Mann fürs Leben finden. Doch als er in einer Bar Karson kennenlernt und der ihm ein eindeutiges Angebot macht, kann er einfach nicht nein sagen. Schließlich ist Karson der sexieste Mann, der Max je begegnet ist und er muss schnell feststellen, dass er nichts dagegen hätte ihn wieder zu sehen. Doch nach ihrer kurzen aber dafür sehr heißen Einlage in der Toilette der Bar macht Karson ihm unmissverständlich klar, dass das eine einmalige Sache war. Max ist sehr enttäuscht, aber was soll er schon machen?

Karson hat kein Interesse an einer Beziehung. Nachdem seine erste und einzige ernsthaften Beziehung mit seiner High School Liebe Andrew ein fatales Ende genommen hat, von dem er sich nie ganz erholen konnte, hat er nur eine Regel: Keine seiner Eroberungen ein zweites Mal sehen.
Doch aus irgendeinem Grund bekommt er Max nicht mehr aus dem Kopf...Vielleicht können sie ja eine reine Bettbeziehung haben? Doch je näher Karson Max kennenlernt, umso klarer wird ihm, dass Max mehr verdient, als Karson ihm geben kann.
Als dann auch noch Andrew wieder auf der Bildfläche erscheint, weiß Karson bald nicht mehr wo ihm der Kopf steht.

Not My Boyfriend von Monica Anderson ist mit gerade mal 150 Seiten eine sehr kurze Geschichte. Deswegen geht sie auch nicht gerade in die Tiefe, was die Charakterentwicklung von Max und Karson und im Grunde auch die ganze Handlung betrifft.
Max und Karson sind eigentlich die meiste Zeit damit beschäftigt, sich NICHT zu unterhalten, Missverständnisse aufkommen zu lassen und ihre eigenen Schlüsse zu ziehen, die in der Regel natürlich falsch sind. Manchmal war das wirklich sehr frustrierend, besonders in Karson Fall, da die Idee, alle Männer auf Distanz zu halten, schließlich von ihm kam und er damit den Verlauf der Geschichte bestimmt. Dass er Max damit ständig verletzt sieht er zwar und es belastet ihn auch, aber wirklich etwas daran ändern möchte er dennoch nicht. Doch auch wenn sie alles andere als tiefgründige Charaktere waren, mochte ich sie überraschenderweise dennoch sehr, einfach weil sie im Grunde gute Kerle sind.
Auch die erotischen Szenen waren eigentlich sehr schön geschrieben und haben zu einigen wirklich süßen Momenten zwischen den beiden geführt. Allgemein war der Schreibstil eigentlich recht gut; zwar nichts besonderes, aber dennoch sorgsam, flüssig und ohne große Rechtschreibfehler.

Trotzdem hat das ewige hin und her und vor allem Karson Unentschlossenheit auf Dauer ein wenig genervt. Besonders als sich herauskristallisiert, was für ein riesen Idiot Andrew überhaupt war. Dessen Verhalten hat mich schier zur Weißglut getrieben. Dass Karson ihm überhaupt eine Träne nachgeweint hat, war irgendwann nur noch schwer zu verstehen.

Wer eine (manchmal) ganz süße kurze Geschichte über zwei sympathische junge Männer sucht, der könnte mit Not My Boyfriend von Monica Anderson Glück haben. Wer allerdings eine etwas tiefschürfender Handlung und Charaktere haben möchte, dem würde ich von diesem Buch abraten.

Not My Boyfriend erscheint am 8. September 2015.

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Cover On the Clock englisch

Hintergrund der Serie: In Londons Edel Club Market Garden finden Männer hochbezahlte männliche Prostituierte. Jeder Wunsch kann erfüllt werden. Denn nur wer bereit ist, sich einer Hintergrundprüfung zu unterziehen und eine gut gefüllte Börse hat, wird überhaupt als Kunde aufgenommen und in den Club gelassen. Der Market Garden ist nicht nur für die Kunden ein Traum, unter den Männern, die dort arbeiten, herrscht ein richtig gutes Verhältnis, unabhängig davon ob sie dort an der Bar, der Tür oder als Prostituierte arbeiten. Niemand wird zu Handlungen gezwungen, die er nicht ausführen möchte, und die preisklassigen Stricher schätzen und lieben ihren Job.

Jason ist einer dieser jungen Männer. Er ist sogar einer der beliebtesten Jungs im ganzen Laden, allerdings können ihn sich nur die zahlkräftigsten Kunden leisten. Jason liebt Sex, doch darüber hinaus liebt er es, zähe Verhandlungen zu führen und diese dann auch eins zu eins umzusetzen. Jeder seiner Kunden hinterlässt ihm früher oder später eine Trophäe, welche immer viel wert ist, Jason aber niemals in Geld umgewandelt würde.

Dann ist da Blake Raleigh, ein regelmäßiger Kunde aus den USA, der wann immer ihn seine Geschäfte nach London führen, im Market Garden vorbei kommt. Sein Spitzname ist Rolex, weil er eine ebensolche Uhr am Handgelenk trägt. Eigentlich war Rolex Stammkunde von Tristan und Jared. Doch seitdem die beiden ein Paar sind, arbeiten sie nicht mehr als Prostituierte. Sie haben Blake aber an Jason weiter verwiesen und dieser ist nur zu gerne bereit, Rolex weiter zu bedienen. Jason hat nämlich nur Gutes über diesen Mann gehört, der genauso gerne Anweisungen gibt und zuguckt, wie er aktiv am Sex teil hat. Und so beginnt eine lukrative, funkensprühende Beziehung, die beide mehr im anderen finden lässt, als sie es geahnt hätten...

On the Clock ist der 8. Band der Market Garden-Reihe von L.A. Witt und Aleksandr Voinov und ich bin inzwischen ein großer Fan der Serie. Die Länge der einzelnen Titel schwankt und zum Beispiel sind die Begegnungen zwischen Jared, Tristan und Rolex in Quid pro Quo (keine Rezension), Take It Off (keine Rezension) und Payoff (keine Rezension) alles Kurzgeschichten. Es gibt aber auch deutlich längere Titel und On the Clock mit seinen knapp 220 Seiten gehört dazu. Ist Blake als Rolex vorher immer nur der reiche, exzentrische Freier, der alle nach Lust und Laune 'tanzen' lässt, lernt man ihn hier richtig gut kennen und sieht das, was man vorher schon vermutet hat: Er hat das Herz am rechten Fleck, ist mörderisch eingespannt in seinen Job und wenn er dann mal Zeit für sich und sein Sexleben hat, ist er fern davon sich mit Konventionen zu beschäftigen. Genau deshalb ist er der perfekte Kunde für Jason und Jason der perfekte Stricher für ihn. Beide lieben Sex, beide lieben es, 'Geschäfte abzuwickeln', und beide haben nichts dagegen, sich mit mehr als einer Person zu beschäftigen oder anderen zuzusehen. Dennoch genießen beide auch die traute Zweisamkeit, die bei einem speziellen Arrangement aufkommt und die Blake auch erkennen lässt, was in seinem Leben fehlt.

Mir hat dieser Band der Market Garden-Reihe richtig gut gefallen - nicht immer kann eine Reihe ihre Leser über so viele Bände bei der Stange halten. Es war spannend zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen Jason und Blake verändert hat und wie mehr oder weniger Jason die Fäden in der Hand hatte und Blake - aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird - dies immer mehr bewusst wird.
Sehr gelungen fand ich auch das Ende. Es ist nicht perfekt und vermutlich bekommt Jason weitere Auftritte in Folgebänden, so wie man in On the Clock einigen Charakteren aus früheren Bänden wieder begegnet.
Wie immer mochte ich den deftigeren Schreibstil von L.A. Witt und Aleksandr Voinov. Schon vom ersten Band an war diese unbekümmerte Sprachwahl ein riesen Pluspunkt bei den Sexszenen. Stellt euch nur vor, die Sprache ist zugeknüpft und hochtrabend und dann geht es richtig Rund im Bett - ja genau, das fände ich auch unglaubwürdig.

Gestört hat mich an On the Clock eigentlich nur eines: Blake ist ein extrem hochbezahlter Consultant im Bankwesen und ein Partner in seiner Firma. Dass er seine Zeit in Meetings mit Kunden verbringt, ist klar, dass er dabei aber mehr als nur einmal völlig unkonzentriert und unausgeschlafen ist, weil das Zusammensein mit Jason ihn zu den merkwürdigsten Spielchen mit sich selbst treibt, fand ich doch ein wenig befremdlich. Ja, Blake ist eine Spielernatur und das ist auch gut so, aber die Häufigkeit, mit der er für seine Zeit mit Jason unnötige Risiken in seinem Job eingeht, war mir dann doch zu viel des Guten.

Insgesamt war On the Clock aber ein unterhaltsames Lesevergnügungen und natürlich bin ich beim nächsten Buch aus L.A. Witts und Aleksandr Voinovs Feder wieder mit dabei.

I received a free ARC from Riptide Publishing via NetGalley in exchange for an honest review. Thank you very much! I'm looking forward to reading more Market Garden tales.

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Cover Die Seiten der Welt deutsch

Furia Salamandra Faerfax ist 15 Jahre alt und wohnt in einem Haus das jedem Buchliebhaber die Tränen in die Augen treibt. Das Anwesen der Familie beherbergt im Gewölbe eine Bibliothek die sich so weit erstreckt, dass weder Furia noch ihr Vater ihre Grenzen kennen und in einige Teile wollen sie lieber auch gar nicht vordringen. In der Bibliothek gibt es nicht nur Bücher - auch das ein oder andere Wesen hat sich dort entwickelt. Während XYZ ein zwar streichespielender, aber harmloser Buchstabensalat ist, können Schimmelrochen einem das Leben mehr als schwer machen.
Furias Vater ist ein Bibliomant und auch Furia wird einer werden, sobald sie ihr Seelenbuch gefunden hat. Doch so langsam stellen sich bei ihr Zweifel ein. Zwar begleitet sie ihren Vater immer wieder bei Unternehmungen um der Bibliothek Bücher hinzuzufügen und auch um gefährliche Bücher unschädlich zu machen, aber eine wirkliche Hilfe glaubt sie ihm so nicht zu sein. Sie hofft bei einem dieser Aufträge vielleicht ihr Seelenbuch zu erhalten, bisher war die Suche jedoch erfolglos.

Als sie wieder mit ihm zusammen auf Erkundungstour geht, geht etwas gewaltig schief. Mit Hilfe eines Buches reisen Furia und ihr Vater in eine riesige Bibliothek um dort ein 'Leeres Buch' zu finden. Davon gibt es noch einige auf der Welt und Furias Vater ist beinahe besessen alle zu finden und zu vernichten. Von ihnen geht eine Gefahr aus, die Furia bislang noch nicht einordnen kann. Ihr Vater hält sich hierzu leider auch sehr bedeckt.
Nachdem sie das Buch gefunden haben bricht in der Bibliothek die Hölle los. Zwei eigentümliche Wesen werden von einer Dame ganz in Weiß durch die Gänge gejagt und plötzlich schallen Schüsse und Furias Vater geht getroffen zu Boden. Ohne ihn kann und will Furia aber nicht wieder zurück reisen. Da bekommt sie Hilfe von völlig unerwarteter Seite.

Seit klein auf wurde Furia beigebracht, dass die Akademie schlecht ist und man sie bekämpfen muss. Doch nun hilft ihr ausgerechnet eine Agentin der Akademie dabei ihren schwer verwundeten Vater wieder zurück aufs Anwesen zu schicken. Furia ist verwirrt, hat aber keine Chance sich darüber wirklich Gedanken zu machen.
Ihr Vater stirbt in ihren Armen und hinterlässt ihr ein schweres Erbe. Das Anwesen bringt kein Geld ein, die Faerfax sind pleite und doch müssen drei Angestellte bezahlt und sie und ihr jüngerer Bruder Pip ernährt werden. Kurz nach dem Tod ihres Vaters muss sich Furia einer neuen Gefahr stellen. Die Umgarnte ist hinter ihr her und macht vor nichts halt. Für Furia gilt es jetzt ihren Bruder zu beschützen und jemanden zu finden, der ihr endlich sagen kann, warum das alles passiert ist.

Auf der Flucht vor der Umgarnten und ihren Kavalieren werden Pip und Furia getrennt. Sie macht sich große Vorwürfe, denn nun hat ihre Verfolgerin ein Druckmittel gegen sie. Furia braucht Hilfe - und zwar schnell. Sie macht sich auf in die einzige Stadt die ihr Schutz und Unterstützung bieten könnte: Libropolis. Die Stadt der Bibliomanten.

Ich bin ja schon länger ein Kai Meyer-Fan - und ein Buch über Bücher? Na das musste ich mir natürlich zulegen. Im Januar haben mein Mann und ich ihn bereits aus diesem Buch lesen gehört und es fesselte uns sofort. Leider dauerte es dann eine Weile bis ich das Buch zum Lesen wirklich in die Hand nahm. In der Zwischenzeit ist der zweite Teil erschienen und lauert ebenfalls im Regal auf mich.
Die Aufmachung ist sehr schick und man neigt dazu mit dem Finger die vielen Linien nach zu fahren.
Der Schreibstil ist wie immer gut und Kai Meyer hat einen schnell gepackt mit seiner Art.

Nun zum eigentlichen Inhalt. Auch eine Woche später weiß ich noch nicht so richtig wie ich das Buch eigentlich finde. Es ist spannend geschrieben - natürlich, da kenne ich nichts anderes - aber so richtig warm geworden bin ich mit den Figuren nicht. Furia bleibt für mich irgendwie farblos. Ich kann es schlecht beschreiben, sie ist mir irgendwie nicht so richtig sympathisch. Bei den anderen Figuren habe ich das Problem nicht so sehr.
Die Idee der Geschichte ist gut und streckenweise konnte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen. Gerade der vordere und mittlere Teil waren sehr spannend. Aber als es dann auf das Ende zuging bin ich verloren gegangen. Es wurde mir gegen Ende hin etwas viel und rückblickend muss ich auch sagen, dass die Sterberate durchaus mit George R.R. Martin konkurrieren kann.
Das Ende ist so ausgelegt, dass kein weiterer Band folgen müsste. Soweit ich mich erinnere, hatte Kai Meyer gesagt, dass das Buch eigentlich als Einzelband angelegt wurde. Das erklärt wohl einiges. Nun ist es doch eine Reihe geworden und ich hoffe, dass mich Band zwei Die Seiten der Welt: Nachtland (keine Rezension) wieder mehr begeistern kann.

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