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Cover Aflame Englisch

Enthält Spoiler für die übrigen Bücher der Fall Away Reihe.

Eigentlich sind Tate und Jared davon ausgegangen, dass ihre Liebe für immer halten und ihnen über alle Hochs und Tiefs, die ihnen das Leben so entgegenstellt, hinweghelfen wird. Ihre Liebe hält auch nach wie vor an - doch das hat Jared nicht davon abgehalten Tate zu verlassen, um sich selbst zu finden.
Nun sind mittlerweile zwei Jahre vergangen und nichts ist mehr so, wie es einmal war. Jared ist ein erfolgreicher Motorradrennfahrer geworden und hat eine eigene Werkstatt in Kalifornien. Tate steckt mitten in ihrem Medizin-Studium und pendelt zwischen Chicago und ihrer Heimatstadt Shelburne Falls hin und her, wo sie mittlerweile der Star der örtlichen Rennstrecke ist. Tate ist sich sehr wohl im Klaren, dass sie nach wie vor noch nicht über Jared hinweg gekommen ist, er ist schließlich die Liebe ihres Lebens. Doch manchmal ist die Liebe eben einfach nicht genug - vor allem, wenn sie Jared nie wieder vertrauen kann, nachdem er sie zwei Mal aus heiterem Himmel verlassen hat.
Jetzt kommt Jared zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder in die Stadt und dieses Mal lässt sich Tate nicht so einfach von ihm umstimmen. Jared Trent hat keine Chance gegen die neue Tate - und das wird sie ihm beweisen.

Aflame ist nun also das letzte Buch in der Reihe, was Penelope Douglas natürlich ein wenig unter Druck setzt. Schließlich haben wir gleich mehrere Paare in diesen Romanen kennengelernt, die sie nun unter einen Hut bringen muss, auch wenn dieses Buch natürlich in erster Linie Jared und Tate gewidmet ist. Und obwohl ich mit den meisten anderen Büchern der Reihe so meine Probleme hatte, hat mir Aflame wieder ein wenig besser gefallen.
In erster Linie liegt das daran, dass Tate endlich mal eine Heldin in Penelope Douglas Büchern ist, die ein wenig Rückgrat beweist. Zwar schmilzt auch sie gerne dahin, wenn Jared mit seinen schönen Augen, den Muskeln und seiner dominanten Art daherkommt, aber zumindest eine Zeitlang steht sie ihren eigenen Mann und behält die Zügel in der Hand. Meiner Meinung nach war es höchste Zeit, dass der Mann in diesen Geschichten mal wirklich um seine Frau kämpfen muss. In Aflame ist das endlich mal der Fall.
Und es ist auch nötig, denn obwohl ich verstehe, wieso Jared vor zwei Jahren sein Leben umkrempeln musste, war die Art und Weise wie er es gemacht hat und seine Überstürztheit einfach unter aller Sau. Tate hat absolut Recht, wenn sie sagt, dass sie ihm nicht vertrauen kann und ich hätte mir sogar gewünscht, dass sie ihn noch länger zappeln lässt. Denn 100% zufrieden bin ich nicht mit seiner Entschuldigung (ich bin mir gerade nicht mal sicher, ob er sich jemals überhaupt wirklich entschuldigt hat). Wie immer kann Penelope Douglas auch nicht ohne ein bisschen Mobbing. Jared verfällt nur allzu schnell in alte Muster und wird wieder richtig niederträchtig Tate gegenüber, wenn er wütend wird. So verhält man sich einfach nicht, besonders wenn man jemanden so liebt, wie er sie.

Cover Aflame Englisch 2

Fairerweise muss ich sagen, dass er allerdings schon ein wenig erwachsener geworden ist. Jared macht sich nicht länger etwas vor und er weiß eigentlich ganz genau, was er will. Trotzdem, sonderlich erwachsen verhalten sich weder er noch Tate nicht wirklich. Wie gesagt verfallen sie schnell in alte Muster, spielen manipulative Spielchen miteinander und sticheln, wo sie nur können und das hat mich doch relativ schnell frustriert - auch wenn es bei weitem nicht so schlimm war, wie in Penelope Douglas anderen Büchern.
Schön war allerdings, dass auch die Paare aus den anderen Büchern ihre ganz eigenen Rollen und Bedeutungen hatten. Bei ihnen hat sich ebenfalls viel getan in den letzten Jahren und auch die Zukunft hält noch eine Menge bereit, von dem uns Penelope Douglas auch einen kleinen Blick erhaschen lässt.

Im Grunde kann man mit Aflame also die Reihe von Penelope Douglas ganz zufrieden abschließen. Ich hege zwar so eine Art Hassliebe zu diesen Büchern, dennoch ist es schon okay so, wie es geendet haben (wenn auch maßlos übertrieben, aber das gehört irgendwie zu dieser Reihe). Wie gesagt, jetzt ist erst mal Schluss mit diesen Charakteren. Ein kleines Hintertürchen hat sich Penelope Douglas aber dennoch offen gelassen, was sich schon beim Lesen herauskristallisierte, spätestens aber beim abschließenden Brief an den Leser komplett klar wurde. Doch was es damit auf sich hat, müsst ihr schon selbst lesen... ;)

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Cover The Only Boy Englisch

Seit eine Epidemie namens Clesitis, im Volksmund auch Cleansing genannt, alle Männer ausgerottet hat, musste die Welt neu strukturiert werden und es haben sich verschiedene Gruppen gebildet. Es gibt z.B. die Earthers, die in den Wäldern leben und im Grunde vom dem Leben, was ihnen die Natur zu bieten hat, und die der anderen Gruppe, den Städtern, das Leben schwer machen. Die Frauen, die in der Stadt leben, wurden in unterschiedliche Bezirke eingeteilt, die von der Matriarchin angeführt werden. Die hat allerlei strenge Regeln eingeführt, unter anderem das Verbot einen anderen Menschen zu berühren oder ohne Erlaubnis den zugewiesenen Bezirk zu verlassen.
Unter diesen Bedingungen lebt die 16-jährige Mary. Doch sie ist alles andere als zufrieden mit ihrem eingeengten Dasein. Sie kann all die Regeln und Gesetze nicht verstehen, besonders wenn sie sieht, dass die Matriarchin einige davon selbst nicht einhält. Deswegen gerät Mary regelmäßig mit der alten Frau aneinander, weil sie es nicht lassen kann zu hinterfragen.
Doch dann ändert sich für Mary alles: Ein neues Mädchen wird in ihren Bezirk gebracht, nachdem ihr eigener von den Earthers zerstört wurde. Irgendetwas ist an Taylor, das Mary nicht mehr loslässt und sie versucht sich mit ihr anzufreunden. Es dauert allerdings nicht lange, bis Mary herausfindet, wieso ihr der Neuling so merkwürdig vorkommt: Taylor ist ein Junge - der einzige Junge.

The Only Boy ist das erste Buch von Jordan Locke und mancherlei Hinsicht merkt man das auch. Manche Aspekte ihrer Geschichte wirken noch ein bisschen unausgereift. Doch die grundsätzliche Handlung ist eigentlich erst mal ziemlich solide. Eine Krankheit ist ausgebrochen, die primär Männer befallen hat, die aber auch vielen Frauen das Leben gekostet hat. Es wurde nie herausgefunden, wo ihr Urpsrung liegt, oder was die Auslöser sind. Um das Überleben der Menschheit zu sichern, werden die Kinder - ausschließlich Frauen - genetisch im Labor gezüchtet und die befruchteten Eier danach in eine Leihmutter eingepflanzt. Doch nicht nur die Menschen haben unter der Seuche gelitten, auch die Tierwelt ist nicht mehr die gleiche. Eine Menge Arten wurden ausgerottet, denn auch sie sind vor der Krankheit nicht sicher. Auch interessant war zu beobachten, wie sich das Sozialverhalten der Menschen geändert hat. Nicht mal Kinder dürfen berührt werden, was zu einigen bedenklichen Entwicklungen führt. Gleichzeitig lernt Mary aber auch, welche völlig natürlichen Instinkte der Mensch eigentlich hat, die unter der Matriarchin immer unterdrückt wurden.
Jordan Locke hat sich da eine sehr interessante Welt erschaffen, die viel Potenzial und viele Möglichkeiten geboten hat. Leider hat sie mir manche Dinge aber zu einfach gelöst. Z.B. den blinden Gehorsam der Matriarchin gegenüber, wenn es für alle offensichtlich gewesen sein muss, dass sie ein Geheimnis hat. Oder die Tatsache, dass die Frauen immer noch jede Menge Konserven-Dosen zum Überleben finden, wenn die Zivilisation doch schon vor Generationen zusammen gebrochen ist - ganz zu schweigen davon, dass sie unter diesen Umständen Genlabors aufrecht erhalten können. Es gibt so ein paar Kleinigkeiten, die mich trotz des grundsätzlich guten Aufbaus immer wieder etwas stutzen ließen.
The Only Boy ist sowohl aus Marys als auch Taylors Sicht geschrieben, was dem Leser beide Charaktere schnell näher bringt. Mary fand ich großartig. Sie ist wissbegierig und folgt nicht einfach blind den Anweisungen anderer. Sie will mehr, als ihr ihr momentanes Leben bietet und sie ist bereit dafür zu kämpfen. Auch als Taylor in ihr Leben tritt und ihr ziemlich schnell klar wird, dass mit "ihr" etwas nicht stimmt, verrät sie ihn nicht sofort, wie es eigentlich ihre Pflicht wäre. Sie denkt für sich selbst. Das einzige, was mich etwas gestört hat, waren ihre etwas verfrühten Liebesbekundungen Taylor gegenüber. Mit Taylor selber bin ich leider nicht wirklich warm geworden. Seine Situation ist sicher nicht einfach und im Grunde war er schon ein ziemlich guter Kerl. Allerdings hat er Mary manchmal ein wenig unfair behandelt und sie unnötig auf Distanz gehalten. Außerdem hat Jordan Locke die beiden zu oft getrennte Wege gehen lassen. Fast die gesamte zweite Hälfte verbringen Mary und Taylor getrennt, worunter ihre Beziehung sehr gelitten hat - sowohl im Buch selbst, als auch für den Leser, denn mir zumindest da eindeutig die Nähe zwischen den beiden Protagonisten gefehlt.
Der Hauptgrund allerdings, wesegen ich The Only Boy doch einen relativ hohen Punktabzug gegeben habe, war der Schreibstil. Denn der war sehr simpel und abgehakt. Jordan Locke nutzt sehr kurze Sätze und springt manchmal von Thema zu Thema, ohne eine wikliche Überleitung, was schnell mal verwirrend und unnatürlich wurde. Außerdem wirken dadurch Mary und Taylor manchmal ein wenig arg kindlich. Zwar wird das im Laufe der Geschichte etwas besser, ganz ablegt hat es die Autorin aber nie.

Trotzdem, interessant war The Only Boy von Jordan Locke dennoch. Es bleiben zwar jede Menge Fragen offen und das Ende ist definitiv eher bittersüß, als ein klassisches Happy End, aber das hat ganz gut zu dieser Geschichte gepasst und ich bin trotz aller Kritik froh, das Buch gelesen zu haben.

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Cover Ein Traum am Kaminfeuer deutsch

Amelia und Jack sind ein glückliches, verheiratetes Paar. Nun steht Amelias 30. Geburtstag an und sie erinnert sich daran mit ihrer Freundin Carly einmal eine Liste erstellt zu haben, was sie alles noch vor diesem Datum schaffen möchte.
Unter anderem wollte sie in einem gemütlichen Cottage auf dem Land wohnen. Ihre derzeitige Londoner Wohnung ist jedoch das genaue Gegenteil. Jack kann sich nicht so richtig mit der Idee anfreunden, aber als sie sich ein wirklich hübsches Cottage in Kent anschauen, ist auch er Feuer und Flamme.
Das Cottage ist geräumig, top in Schuss und hat einen wunderschönen Garten. Zudem ist es nicht zu weit nach London und auch ihre Mutter wohnt etwas näher dran. Als sie den Zuschlag vom Eigentümer erhalten ist ihr Glück perfekt.
Bis sie einen herben Tiefschlag in der Schule erhält. Die Stelle für die Leitung der Englisch-Abteilung hätte ganz klar an Amelia gehen müssen, doch der Direktor befindet, dass frisches Blut an die Schule muss. Und so hat Amelia nicht nur keine Chance einen besseren Job zu erhalten, sie muss sich auch noch von einigen Klassen trennen, die zukünftig der neue Leiter übernehmen soll. In Amelias Kopf brennt eine Sicherung durch und sie kündigt.

Leider war diese Kurzschlussreaktion nicht gut durchdacht, denn ohne eine Anstellung wird ihnen der Kredit bei der Bank nicht genehmigt und sie müssen sich von ihrem Traumcottage in Kent verabschieden. Dumm nur, dass sie ihre Wohnung bereits gekündigt und an Nachmieter gegeben haben. Also sitzen sie in ein paar Monaten ohne Dach über dem Kopf da. Nun ist guter Rat teuer. Ein weiteres Cottage erregt die Aufmerksamkeit des Paares und als es zum Besichtigungstermin geht, liegt Amelia mit einer Grippe flach. Jack macht Fotos des kleinen hübschen Häuschens und ist ganz begeistert. Als sie sich das Cottage zwei Wochen später anschauen möchte, lässt sie die Besitzerin nicht rein. Von außen hat es zwar Ähnlichkeit mit ihrem Traumhäuschen, aber ansonsten ist der Garten verwildert und der Lack irgendwie ab. Amelia hat ein ungutes Gefühl, trotzdem unterschreiben sie und Jack den Vertrag. Immerhin ist es 100.000 Pfund günstiger und liegt somit im Budget der beiden.

Schon bald wird Amelia jedoch jäh auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Das Cottage ist stark renovierungsbedürftig, der Garten muss anständig gestutzt werden und die Sachen der alten Dame stehen bei ihrem Einzug noch immer im Häuschen rum. Amelia ist fix und fertig. Was haben sie sich nur dabei gedacht?
In den kommenden Wochen versucht sie das beste aus ihrer Lage zu machen, immerhin hat sie nun Zeit, da kein neuer Job in Sicht ist.
Während sie ihre Arbeitswut in das Cottage steckt, entfernt sich Jack immer weiter von ihr. Es gibt ein Thema, das sie beide nicht zum Abschluss bringen können und die Kluft, die sich daraus entwickelt scheint immer unüberwindbarer zu werden. Und dann gibt es da noch Callum, der Enkel der Vorbesitzerin und ein Mann der gut anpacken kann. Amelias Gefühle spielen verrückt und am Ende steht sie vor einer wichtigen Frage: Was will ich?

Auch wenn der Titel nach einem Weihnachtsbuch klingt, ist es keins. Also keine Sorge, man kann es auch durchaus im Sommer lesen. Amelia und Jack entfliehen der Großstadt um ein wenig Ruhe in ihr Leben zu bringen, aber so ganz einfach ist solch eine Umstellung nicht.
Schon als Amelia ihren Job gekündigt hat war klar - das wird nix. Die finanzielle Lage macht den beiden schwer zu schaffen und auch der zeitintensive Job von Jack trägt einiges zum Unmut bei.
Auf der einen Seite hat man also die Beziehung der beiden Hauptcharaktere und auf der anderen Seite eine Art 'Schöner Wohnungen - Do It Yourself'-Programm. Ganz ehrlich? Ich fand es toll! Klar hätte ich Amelia immer mal wieder schütteln können, aber vieles hätte kaum anders laufen können.
Amelias Gedanken werden nur vom Cottage gefüllt. Der erste Gedanke am Morgen 'In welcher Farbe streiche ich das Schlafzimmer' und der letzte am Abend 'Passen die Gardinen zum Stoffmuster der Couch?'. Es ist schön zu lesen, wie sie sich mit der Situation zurecht findet und sich darüber auch irgendwie selbst findet.

Ich mag den Schreibstil von Abby Clements und da es bereits das dritte Buch von ihr ist, behalte ich sie scharf im Auge und lauer auf weitere die mir in die Finger geraten könnten.
Sie schreibt wirklich gut und auch so, dass man nach 3 Sätzen im Buch verschwunden ist. Bei der Übersetzung hat man sich jetzt keinen Gefallen getan, da es inklusive der Aufmachung als Weihnachtsbuch eingestuft wird. Ja, Weihnachten kommt drin vor, aber die Geschichte fängt im Sommer an und zieht sich dann halt über die kommenden Monate. Meine ersehnte Abkühlung habe ich beim Lesen so leider nicht erhalten.

Ich danke ganz herzlich dem Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Bild Sherlock_John_bro_harry

"Last night I dreamt I went to Manderley again." So beginnt Daphne du Maurier berühmtes Buch Rebecca / Rebecca (keine Rezension). Und genauso beginnt auch das Sherlock-Fanfiction Mary von kinklock. Nur dass es nicht Rebecca de Winter ist, die darüber sinniert, dass sie davon träumt wieder in Manderley zu sein, sondern Sherlock Watson. Ja, in dieser Geschichte übernimmt Sherlock Holmes den Part der hübschen, etwas naiven aber sehr Willensstarken Rebecca. Und genau wie dieser stehen ihm ein unheimliches Anwesen, ein liebender aber oft distanziert wirkender Gatte und ein freundlicher Butler zu Seite. Gegenspieler sind der gruselige Haushälter Moriarty und die bei allen Nachbarn so hoch im Kurs stehende tote erste Gattin von John - Mary.

Eigentlich könnte man die Rezension damit beenden, den jeder der das Buch gelesen oder den wunderbaren schwarz-weißen Hitchcock-Film Rebecca / Rebecca (keine Rezension) gesehen hat, weiß wie die Geschichte verläuft und auch, wie sie endet. Dennoch hat kinklock etwas ganz wunderbares mit ihrer Sherlockgeschichte geschaffen. Mary ist nicht nur eine perfekte Fusion zwischen einem Klassiker der modernen Literatur und einer weit moderneren Fernsehserie, nein es ist der Autorin auch gelungen, die Charaktere komplett von einer Welt in die andere zu transferieren, ohne dass sie ihre originalen Züge verloren hätten. Dennoch tragen sie auch genug Züge von dem in den späten 1930er Jahre spielenden Roman. Wie im Buch begegnen sich Sherlock und John in Monte Carlo und verlieben sich schnell und heftig ineinander und heiraten, ohne wirklich viel voneinander zu wissen.

Sherlock, der anfangs als Gesellschafter arbeitet, ist viel jünger als John, dennoch ist er scharfsinnig und beängstigend direkt in seinem Wesen und mit seinen Deduktionen. John schleppt ein dickes Paket an Ballast mit sich herum und es dauert furchtbar lange, bis er Sherlock endlich ins Vertrauen zieht. Und doch ist er seinem jungen Freund und Gatten komplett verfallen. Der Butler, Greg Lestrade, erscheint distinguiert, ist aber ein herzensguter Mensch. James Moriarty ist genauso unheimlich und fies wie Mrs. Danvers und auch genial bösartig und manipulativ. Ganz Manderley tanzt nach seiner Pfeife und wie auch beim Original fragt man sich, wieso. Ein Großteil der Sherlock Besetzung hat es in die Geschichte geschafft und tatsächlich war es fast ein wenig unheimlich, wie gut die jeweiligen Rollen zu den entsprechenden Buchcharakteren gepasst haben.

Bild Manderley Hitcock

Es mag für den ein oder anderen langweilig sein, ein Fanfiction zu lesen, dessen Grundgeschichte man vielleicht schon kennt. Doch ist der Schreibstil von kinklock so wunderbar einlullend und fesselnd, dass man gar nicht anders kann als die Geschichte von vorne bis hinten in einem Rutsch zu lesen. Sherlocks brillantes Gehirn ist wie geschaffen für die Erzählperspektive um Manderleys Geheimnisse. Und ganz neu gibt es ein letztes Kapitel, welches die Ereignisse in einer Art Zeitraffer aus Johns Perspektive berichtet. Das war noch mal ein besonderer Leckerbissen.

Jedem, der Rebecca / Rebecca (keine Rezension) in all seinen Adaptionen liebt, wird an dieser Geschichte seinen Spaß haben. Dennoch kann man Mary auch lesen, ohne überhaupt jemals von Manderley gehört zu haben. Wenn das nicht Vorzeichen für ein perfektes Fanfiction sind, weiß ich es auch nicht.

Fazit: Absolut lesenswert.

Das Bild stammt von bro_harry. Die talentierte kinklock findet man auch auf tumblr.

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Cover Falling Away Englisch

Enthält Spoiler für die übrigen Bücher der Fall Away Reihe.

Als K.C.s langjähriger Freund Liam sie in der High School das erste Mal betrogen hat, hat sie ihn zurückgenommen, als er ihr bewiesen hat, dass ihm wirklich etwas an ihr liegt. Nun besuchen sie das gleiche College und teilen sich eine gemeinsame Wohnung. Eigentlich sollte es der Start in eine gemeinsame Zukunft sein. Doch dann tut Liam es wieder: Liam betrügt sie. K.C. reicht es nun endgültig mit ihn - und sie verpasst Liam einen Denkzettel, den er so schnell nicht vergessen wird.
Leider hat ihr das aber auch eine Anzeige und 100 Stunden gemeinnützige Arbeit eingebrockt. Wenigstens kann sie die aber in ihrer Heimatstadt Shelburne Falls ableisten. Ihre strenge Mutter hat sie für ihren Ausrutscher zwar vor die Tür gesetzt, aber sie konnte bei ihrer besten Freundin Tate unterkommen, die momentan sowieso wegen ihrem Studium nicht zuhause ist. Der einzige Nachteil: Ihr Nachbar Jax.
K.C. und Jax haben sich seit bald zwei Jahren nicht mehr gesehen, doch sie konnten schon in der High School nie die Augen voneinander lassen. Jax hat kein Geheimnis daraus gemacht, dass er K.C. wollte, doch sie war mit Liam zusammen und überhaupt war er immer nur der kleine Bruder von Tates Freund und K.C.s Mitschüler Jared.
Doch K.C. muss bald feststellen, dass aus dem Jungen Jax in den letzten Jahren ein Mann geworden ist - und dass er sie nicht mehr durch die rosarote Brille zu sehen scheint, wie früher. Im Gegenteil, Jax macht es K.C. unmissverständlich klar, was er von ihr hält. Doch als beide unfreiwillig mit ihrer Vergangenheit konfrontiert werden und sich klar werden müssen, wer sie eigentlich sind, wird ihnen bewusst, dass sie vielleicht genau das für einander sind, was sie beide brauchen...

Irgendwie tue ich mich von Buch zu Buch schwerer mit der Fall Away Reihe von Penelope Douglas. Während ich Bully / Bully - Geliebter Quälgeist noch sehr gern mochte, hatte ich mit den Nachfolgern Until You und Rival so meine Probleme. Falling Away ist nun das dritte bzw. vierte Buch in dieser Reihe (je nachdem wie man sie zählt) und hat mir leider auch am wenigsten gefallen. Aber ich möchte erst einmal mit dem Positiven anfangen:
Es sind ein paar Jahre vergangen und die Jugendlichen von der Fall Away Lane sind langsam erwachsen geworden. Sie alle besuchen mittlerweile das College und den meisten ist es gelungen, ihre Dämonen zu bändigen - außer Jax und K.C. Ihre Geschichte sah aber auch ganz anders aus, als man uns in den anderen Büchern zunächst glauben ließ. Penelope Douglas ist es wunderbar gelungen, die Geschichten der beiden neu zu schreiben, ohne dass sie mit Blick auf die anderen Bücher unglaubwürdig wurden. Besonders in K.C.s Fall gab es beim Lesen wirklich einige Überraschungen, mit denen ich nie gerechnet hätte.
Natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit allen alten Bekannten. Tate und Jared sind mit von der Partie und Madoc und Fallon ebenfalls. Es war sehr schön zu sehen, wie es den beiden Paaren ergangen ist und was sie mit ihrer Zukunft so anfangen.
Die Geschichte selber gibt allerdings gar nicht so wahnsinnig viel her. Es geht im Grunde nur darum, wie K.C. und Jax sich langsam aber sicher annähern, wie Jax damit umgeht, dass sein Vater bald aus dem Gefängnis kommt und eben wie K.C. sich neu erfindet. Das Meiste geschieht in den Köpfen der Protagonisten – echte Handlung gibt es aber relativ wenig. Wirklich gestört hat mich das allerdings nicht, besonders da mir K.C.s Entwicklung ziemlich gut gefallen hat.

Cove Falling Away Englisch 2

Trotzdem muss ich sagen, dass ich sowohl K.C. als auch vor allem Jax nicht wirklich mochte. Bei ihr hat sich das zwar im Laufe der Geschichte etwas gebessert, einfach weil sie ein gefestigterer Charakter wurde, er dagegen blieb mir im Grunde von Anfang an gleich unsympathisch. Denn Jax macht K.C. teilweise wirklich aufs Übelste fertig. Und auch wenn schnell klar wird, dass er sie in Wirklichkeit nach all den Jahren immer noch sehr gern mag, ist er mir mit seiner herablassenden, besserwisserischen und dominanten Art oftmals wirklich auf die Nerven gegangen. Er benutzt Sex wie eine Waffe und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass er alles auf das Körpliche reduziert. Wenn K.C. ihm mal die Meinung sagt, endet es damit, dass er sie gegen eine Wand drückt und begrabscht (was sie natürlich total toll findet...etwas mehr Rückgrat wäre hier wirklich schön gewesen) und währenddessen am besten auch noch beleidigt. Überhaupt hatte ich so meine Probleme mit dem Aufbau von Jax Charakter. Er ist gerade mal 19 Jahre alt, ist aber schon ein erfolgreicher Geschäftsmann, hat seine Finger in allerlei semi-legaler Machenschaften, ist ein Sexgott und hat sowohl die Polizei als auch die ganze Stadt in seiner Tasche. Mir war das einfach zu dick aufgetragen und ließ Jax oftmals noch viel arroganter wirken, als es hätte sein müssen.

Wie gesagt haben die Bücher der Fall Away Reihe von Penelope Douglas für mich stetig abgebaut, unterhaltsam sind sie aber dennoch und da ist Falling Away keine Ausnahme. Selbst wenn ich mich über die Charaktere geärgert habe, passierte immer irgendetwas, das mich bei Laune halten konnte.
Deswegen werde ich definitiv auch Aflame, das vorerste letzte Buch der Reihe, lesen. Und das wird wieder von Tate und Jared handeln, bei denen sich schon in diesem Buch ziemlich viel Ärger im Paradies angedeutet hat...

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