Buchjunkies


Rezensionen Empfehlungen Autoren Reihen Tags Rezensionsarchiv


Rezensionen

21 - 25 von 1392 Rezensionen auf der Seite.

Cover Isabellas Plan vom Glück

Isabella Thompson hat es sich in den Kopf gesetzt so viel Geld wie möglich für das Tierheim ihrer besten Freundin Suzie zu sammeln. Um damit Erfolg zu haben, schnappt sie sich den plüschigsten Hund, die Sammelbüchse, ein alberndes Plakat und macht sich auf den Weg ins absolute Bonzen-Viertel New Yorks. Vor dem großen Gebäude der 'Dallaway Corporation' wird sie von einer älteren Dame angesprochen, die in Erinnerungen an ihren verstorbenen Hund schwelgt.
Dabei entgeht ihr natürlich nicht der überstylte Anzugtyp mit Handy am Ohr. Ohne lange darüber nachzudenken stürmt sie zu um und quatscht ihn an. Das sie dabei in sein Telefonat platzt ist ihr völlig egal. Der Typ sah nach viel Geld aus und wenn Isabella eines kann, dann den Leuten einen Knopf an die Backe quatschen.

Gabriel kann es kaum fassen. Da kommt diese Frau auf ihn zu gerannt und faselt irgendwas von Spenden. Warum sollte er für ein Tierheim spenden? Er mag noch nicht einmal Tiere. Zudem störte sie ihn bei einem wichtigen Telefonat. Als er sie mehr schlecht als Recht abgewimmelt hat, kann er nicht schnell genug von dort wegkommen.
Der Tag war alles andere als angenehm für ihn, aber daran hat er sich beinahe gewöhnt. Die letzten Wochen ging es ihm besonders schlecht. Er schläft kaum, hat häufiger das Bedürfnis seinen Zwängen nach zu geben und spürt jeden Tag eine größere Wut. Er weiß nicht warum es so ist, aber er weiß, dass es so nicht weiter gehen kann.
Am nächsten Tag gerät er erneut mit seinem Vater aneinander. Die darauffolgende Panikattacke treibt ihn raus aus dem Gebäude. Wer hätte gedacht, dass er da auf die gleiche kleine Nervensäge trifft wie am Tag zuvor? Doch heute kann er sie nicht abblitzen lassen, dafür fehlt ihm schlichtweg die Kraft.

Bella ist nach dem erfolgreichen Tag zuvor wieder vor dem gleichen Gebäude, wild entschlossen es diesem Anzugträger zu zeigen und bei ihm Geld locker zu machen. Als sie ihn an diesem Tag erspäht ist sie schon dabei auf ihn zuzustürmen, als sie merkt wie schlecht es ihm geht. Sofort meldet sich ihr Helfersyndrom. Seine Schwäche ausnutzend macht sie sich daran ihn aus der Reserve zu locken. So erfährt sie von seinen Zwängen und Problemen mit anderen Menschen.
Wie kann ein Mann so kompliziert sein? Als sie ihn dazu bringt mit ihr einen Burger essen zu gehen, bekommt er langsam wieder etwas Farbe. Na bitte, geht doch. Der Anzugtyp sieht sogar richtig gut aus.

Gabriel war noch nie so offen zu jemandem. Nicht einmal zu sich selbst. Er wusste nicht warum, aber irgendwie ist dieses flippige Wesen vor ihm anders als gedacht. Da kommt ihm eine blöde Idee und vielleicht seine Rettung. Er bietet Isabella einen Deal an - sie soll ihn innerhalb eines Monates glücklich machen, dafür bekommt sie 1 Millionen von ihm für ihr Tierheim. Der Schock in ihrem Gesicht ist Gold wert, auch wenn er schon kurz danach an seinem Verstand zweifelt, lässt sie keinen Zweifel aufkommen, dass sie es ernst meint.
Sofort verabreden sie sich für den nächsten Tag und die Mission gewinnt.

Wird Isabella es schaffen Gabriel aus seinen Zwängen zu befreien und ihn glücklich zu machen? Was macht ihn glücklich? Und wie kam es überhaupt erst zu dieser Situation? Die wichtigste aller Fragen ist aber - wie soll sie es mit ihm nur aushalten? Er ist ihr zutiefst unsympathisch und doch zieht er sie magisch an.

Isabellas Plan vom Glück von Laura J. Coleman hat mich mal wieder so richtig begeistert. Die Grundidee ist nichts Neues - einfaches Mädchen errettet stinkreichen Problemkerl. Das haben wir schon häufiger gelesen, aber gerade hier machen die Charaktere so viel aus. Gabriel ist ein echtes Arschloch - allerdings ein erzogenes. Isabella eine ausgemachte Frohnatur und hat ein loses und sehr freches Mundwerk. Sie sind also wie Feuer und Wasser und das Spiel beginnt bei der ersten Begegnung. Man weiß worauf es hinaus läuft, aber der Weg ist sehr holprig, bis es noch sehr dramatisch wird.
Ich konnte kaum aufhören zu lesen und habe mit beiden sehr mitgefiebert. Beide vollziehen eine Wandlung und man kann nicht mal sagen bei wem es eine größere Veränderung ist. Während Gabriel oft an sich selbst zweifelt, unterstützt Isabella ihn wo sie kann. Aber auch sie kommt an ihre Grenzen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und durch die kürzeren, aber nicht zu kurzen, Kapitel hat man genug Perspektivwechsel zwischendurch um von beiden Seiten die Gefühlswelt kennen zu lernen. Auch wenn ich Gabriel zwischendurch gern ein paar gepfeffert hätte, konnte man doch alle seine Ausbrüche und Stimmungswandel nachvollziehen. Ich hätte noch ewig weiter lesen können, aber irgendwann war das Buch leider vorbei.
Auch die erotischen Szenen sind wohl dosiert gestreut und übertünchen nicht die eigentliche Story.

Einen ganz lieben Dank an feelings für das Rezensionsexemplar.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Stolen Love

Tags: Romantik
21.02.2017
Cover Stolen Love

Alessa arbeitet hauptsächlich nachts - schließlich will sie von niemandem überrascht werden, wenn sie die Häuser der Schönen und Reichen durchsucht. Nachdem sie nun die großen und überaus gewinnbringenden Häuser am Stadtrand von Frankfurt durch hat, wird es Zeit sich ein neues Revier zu suchen. Schließlich will ihr Boss regelmäßig Lieferungen sehen.
Bei ihrem neuesten Raubzug schleicht sie sich in ein kleineres, aber nicht weniger schmuckes Haus und durchsucht die Schränke im Wohnzimmer. Ihre vorherigen Beobachtungen haben ihr nur leider eines nicht verraten - in wessen Haus sie sich hier befindet.

Jays Arbeit als Privatermittler erfüllt ihn mehr als sein ursprünglicher Job als Polizist. Die Wachsamkeit ist bei beiden gleichermaßen gefragt und so schreckt er aus dem Schlaf hoch, als er in seinem Haus Geräusche hört. Ist jemand wirklich so blöd und steigt bei einem Ex-Polizist ein?
Mit seiner Waffe in der Hand schleicht er sich nach unten und kann im Wohnzimmer sowohl Geräusche als auch Schatten wahrnehmen. Dem kleinen Dieb wird er es zeigen.
Allerdings hat ihn niemand darauf vorbereitet, dass ausgerechnet eine Frau bei ihm einsteigt. Und dazu noch eine so hübsche.

Alessa ist erwischt worden. Mist! Nun muss sie sehen, dass sie aus der Situation so gut es geht wieder herauskommt. Mit den Jahren ist sie unvorsichtiger geworden. Allerdings wäre ihr sonst auch der Anblick des halbnackten, unfassbar gut gebauten Hausherrn entgangen. Das wäre ja auch eine Schande gewesen. Leider ist er nicht so clever wie er tut. Nachdem er sie mit Handschellen an einen Stuhl gefesselt hat, verlässt er den Raum. Dumm.
Alessa ist kein Anfänger mehr. Innerhalb weniger Sekunden hat sie die Handschellen geöffnet und nach einer kurzen Nachricht an ihren nächtlichen Störenfried ist sie mit ihrer Maschine über alle Berge.

Jay kann es nicht fassen. Wie konnte er nur so dämlich sein? Ihre Nachricht entdeckt er durch Zufall und muss schmunzeln. Das kleine Biest reizt ihn aufs Blut. Er muss sie finden. Denn außer seine Neugier zu wecken, hat sie ihm ein Erinnerungsstück entwendet, das er gerne wiederhätte. Nun heißt es nur ganz Frankfurt nach ihr ab zu grasen. Aber wofür hat er seine Informanten? Er wird sie finden - und was er dann mit ihr vor hat lässt seine Lenden pochen.

Stolen Love passt perfekt in die Bad Girls-Reihe, wird aber offiziell nicht dazu gezählt. Vielleicht weil beide ihre dunklen Seiten haben.
Man erfährt am Anfang nicht so wahnsinnig viel von Alessa. Ihre Vergangenheit und ihr Werdegang werden erst im Laufe der Geschichte beleuchtet. Von Jay hingegen erfährt man ziemlich schnell sehr viel - wie es dazu kam, das er Polizist wurde und warum er es jetzt nicht mehr ist.
Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben - das kennt man bereits von Roses vorherigen Büchern und es hilft mir immer wieder dabei die Figuren besser zu verstehen.

Die Geschichte an sich hat mir ziemlich gut gefallen. Beide Charaktere haben mir gefallen, da sie ausreichend Ecken und Kanten haben. Gegen Ende wird es natürlich immer spannender und man arbeitet auf den Showdown hin.
Ein wenig vorhersehbar war es allerdings schon.
Was mich gestört hat, sind die etwas holprigen Sätze zwischendrin. Da bin ich teilweise dran hängen geblieben und wurde etwas aus dem Lesefluss geworfen. Da sollte noch einmal drüber gelesen werden.

Ich danke an dieser Stelle der Autorin für das Rezensionsexemplar und die unterhaltsame Leserunde.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover Leberkäsjunkie

Enthält Spoiler zu den ersten Bänden der Franz-Eberhofer-Serie-Reihe.

Franz Eberhofer könnte so ein schönes Leben haben, aber irgendwie kommt ihm immer ein Mord dazwischen. Dieses Mal bei der Moshammer Liesl. In ihrer Pension war ein Feuer ausgebrochen und nachdem dieses endlich gelöscht war, fanden sie in einem der Zimmer die ziemlich angebrannte Leiche einer Frau. Wer sie genau ist, musste noch herausgefunden werden. Laut der Liesl war es eine sehr hübsche und freundliche Frau. Das wiederum brachte Franz nicht weiter.
Nachdem die Spusi in den Trümmern der Pension die Reisepässe der derzeitigen Gäste gefunden hatte, konnte die Leiche identifiziert werden. Saskia Grim. Nie gehört. Sie war wohl zur Erholung in Nieder Kaltenkirchen - was soll man hier auch sonst so treiben? Jedenfalls sei sie oft unterwegs gewesen und hätte die Landschaft fotografiert.

Das Frau Grim ermordet wurde, zeigt die Verletzung am Hinterkopf und die Spuren auf der Tatwaffe - dem Kaminhaken. Was jetzt noch fehlt ist das Motiv und der Mörder. Oder die Mörderin.
Leider ist der einzige Anhaltspunkt der Bürgermeister. Der wollte sich mit der Frau Grim treffen, quasi zum Beschnuppern der Gegebenheiten. Denn wie Franz nach einem Gespräch mit selbigem Amtsträger erfährt, gehört Frau Grim zu dem Trupp, der demnächst in Nieder Kaltenkirchen ein neues Hotel hochziehen wollte. Sie war sozusagen die Vorhut.
Das neue Hotel sorgt schon seit einer geraumen Weile für hitzige Gespräche im Dorf und vielleicht findet Franz ja dort jemanden, der die Frau Grim ermordet haben könnte. Allen voran wäre da schon mal die Liesl ... schließlich wäre ein neues Hotel für sie Konkurrenz. Woher auch immer die vielen Gäste für dieses Nest kommen sollen. Aber ist die Moshammerin dazu in der Lage einen Menschen zu ermorden?

Während die Ermittlungen sich im Kreis drehen, dreht sich auch in Franz Magen einiges im Kreis. Seit einer Weile ist im Speiübel nach dem Essen und als der sich eigentlich schon in Rente befindliche Dorfarzt ihm zusetzt mal bei ihm vorbei zu schauen, ist klar, irgendwas stimmt nicht. Und zwar ganz gewaltig. Franz' Blutwerte sind unterirdisch. Nur eine strikte Diät und gesunde Ernährung können ihm jetzt noch helfen. Aber das Grünzeug schmeckt ihm halt einfach nicht. Da können die Oma und die Susi noch so sehr Herzblut hinein stecken, es ist halt nichts für den Fleischfresser Franz.
Bis es ihn komplett aus den Latschen holt. Und während die halbe Gemeinde über seinen Gesundheitszustand Bescheid weiß, versucht Franz gute Miene zu bösem Spiel zu machen. Stets an seiner Seite sein Freund und Ex-Kollege Rudi. Gemeinsam werden sie den Fall schon knacken.

Inzwischen ist bereits der siebte Band um Franz Eberhofer und seine schrulligen Mitdörfler in Nieder Kaltenkirchen. Man kann die Bücher nicht mehr als wirkliche Krimis betrachten, eher als mittleren Provinzkrimi mit hohem Romananteil. Im Vordergrund steht also auch hier nicht der Mordfall an Saskia Grim, sondern Franz' Gesundheit und die Beziehung zur Susi. Bei letzterem könnte er nach so vielen Büchern nun wirklich mal aus dem Tee kommen.
Da meine einstige Eberhofer-Dealerin die Reihe aus eben selbigem Grund - zu schwacher Krimianteil - abgebrochen hat, bin ich nun zum Hörbuch übergegangen. Dieses liest Christian Tramitz mit Charme, bayrischem Dialekt und gutem Gespür für Stimmen. Somit fällt eigentlich gar nicht auf, dass es eben kein spannender Krimi mehr ist, wie es früher war, sondern eher ein leicht kriminalistischer Klamauk.

Die Person Franz Eberhofer wurde mir in diesem Buch dann doch mal ein wenig unsympathisch. Seit jeher meckert er an allen rum und ist immer besser als der Rest. Das lässt er auch jeden spüren. Ob es nun der Rudi ist, der sich wirklich ins Zeug legt, oder aber der Flötzinger, der immer eins auf den Deckel kriegt. Hier wäre eine Weiterentwicklung wirklich mal schön.
Mein Highlight ist und bleibt die Oma. Mit ihrer ruppigen und ganz eigenen Art sorgt sie für Leib und Seele und ich glaube jeder wünscht sich so eine Oma, wenn er sie nicht gerade schon hat =o)

Alles in allem ein unterhaltsames Buch, das wieder einmal mehr das Leben des Ermittlers beleuchtet als den zu ermittelnden Mordfall.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover Ein Macho als Muse

Caleigh Winter hat die Nase gestrichen voll. Um ihre kreativen Gedanken wieder zu motivieren aufs Papier zu fließen, hat ihre Chefin sie einfach mal zu einem Kreativ-Survival-Seminar mitten in der Pampa angemeldet.
In der malerischen Pfalz, in einem gemütlichen Landgasthof findet der entspannungshungrige Mensch alles - vor allem weder Telefonempfang noch Internetzugang. Für Caleigh eine Katastrophe. Wie soll sie so mit der Welt in Kontakt bleiben? Leider kann sie sich nun auch nicht bei ihrer Chefin Elfriede beschweren.

Ihre Laune ist entsprechend euphorisch, als sie sich an der leeren Rezeption wieder findet. Weit und breit keine Menschenseele. Nach kurzem Suchen findet sie dann eine Horde saufender Männer vor dem Fernsehgerät. Na das konnte ja heiter werden. Während Caleigh eigentlich nur einchecken will, fängt ein Typ namens Noah an sie aufzuziehen. Na darauf hat sie ja nun gar keine Lust und endlich bequemt sich der Rezeptionist an seinen angestammten Platz.
Während sie versucht aus diesem angetrunkenem Pöbel überlebenswichtige Informationen heraus zu kriegen, steht plötzlich dieser Noah wieder neben ihr - mit ihrem Gepäck! Angeblich sei es auf sein Zimmer gebracht worden und offenbar hat er die Zeit seither genutzt sich einen Überblick über ihre Garderobe und sonstige Mitbringsel zu verschaffen. Das ist ja wohl die Höhe!
Dem frechen Grinsen in diesem unverschämt gut aussehendem Gesicht hat sie dann auch wenig entgegen zu setzen.

Später beginnt das Seminar und bald ist klar, Caleigh kann dieses Wochenende nur mit Humor und viel Alkohol überstehen. Von beidem hat sie allerdings nicht mehr viel übrig, als die Seminarleiterin Vivi ihr auch noch Noah als Partner zulost. Eigentlich kann es jetzt nicht mehr schlimmer kommen, denkt sie sich. Aber das Universum hat sich gerade erst an den Spieltisch gesetzt und Caleigh verliert an diesem Wochenende weit mehr als nur ihren Handyempfang.

Ein Macho als Muse ist das Romantik-Debüt der Autorin Lara Kalenborn und mit seinen etwas über 100 Seiten eine gute Lektüre für Zwischendurch. So manches Mal habe ich geschmunzelt, wenn Caleigh wieder das typische Klischee der Großstadtpflanze bedient hat. Mit Noah hingegen bin ich das ganze Buch über nicht warm geworden. Er nimmt sich eindeutig zu viel heraus und bewegt sich teilweise nicht einmal mehr in einer rechtlichen Grauzone. Andere Leser empfanden das als lustig, aber spätestens wenn es um die eigene Privatsphäre geht, wäre hier sicherlich auch lange Schluss mit lustig.

Die Story zieht sich gelungen über die Seiten, es wird nie langweilig, aber auch nicht hektisch - bis auf das Ende. Hier gibt es zwei Zeitraffer die für mich eindeutig zu kurz waren. So wirkte das Ende nicht fertig und etwas gehetzt.
Ein Macho als Muse ist der erste Teil einer Liebesroman-Reihe der Autorin und ich denke, die anderen Bücher werde ich auch lesen. Ich bin neugierig geworden wie es weiter geht und mag den spritzigen Schreibstil.

Einen lieben Dank an die Autorin für die Leserunde bei www.lovelybooks.de und das damit erhaltene Rezensionsexemplar.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

Cover Ein Weihnachtskuss für Clementine deutsch

Clementine Alderton ist einer der beiden Sprösslinge der gute betuchten Familie Alderton, die sich einen Namen mit wundervollen Lederstoffen gemacht haben. Während Clem jedoch ihr Leben meistens nur berauscht von Alkohol an sich vorbeiziehen lässt, ist Tom Alderton in die ehrgeizigen Fußstapfen ihres Vaters getreten und schmeißt das Familienunternehmen. Ziemlich gut, wie man sagen muss. Die Alderton Hide steht kurz davor den Deal des Jahrhunderts zu ergattern als es kommt wie es kommen musste.
Clem ist es gewohnt, dass sie im Mittelpunkt des Geschehens steht und so kann es gar nicht sein, dass auf der Silvesterparty ihrer Freundin Stella ihr Flirt Josh mit einer anderen Tussi anbändelt. Um möglichst schnell vor Ort zu sein, schnappt sie sich das Fahrrad, das sie bei ihrem Bruder im Zimmer findet und macht sich auf den nassen Weg.

In ihrer Eile hätte sie beinahe einen Mann über den Haufen gefahren, aber was macht der schon an Silvester alleine auf der Straße?
Sie merkt schnell, dass Josh doch nicht der Mann ihrer Träume ist und wirft sich ins Partyleben. Bis sie auf ihren Bruder trifft und der ihre gute Laune im Keim erstickt.
Er hat das Fahrrad entdeckt mit dem Clem zur Party geradelt ist. Sie hatte nicht die leiseste Ahnung was für ein Fahrrad sie sich da geschnappt hatte. Tom hingegen wusste es. Es ist das Herzstück ihrer Produktion und ein Vermögen wert. Durch die Fahrt durch den Regen und diverse Beschädigungen von Partygästen, die es für hilfreiche Dekoration als Flaschenöffner und Aschenbecher hielten, ist es ruiniert und unwiederbringlich zerstört. Wie hätte Clem auch wissen können, dass der Rahmen mit Gold belegt ist, das Leder der allerhöchsten Qualität entspricht und die Steine keine einfachen Strasssteinchen sind. Clem sitzt tief in der Tinte und durch ihre wiederholt unbedachte Tat steht die Firma, für die Tom sein Leben geben würde, vor dem Konkurs.

Clem würde so gern alles wieder gut machen, aber dieses Mal ist sie zu weit gegangen. Tom meidet sie wie der Teufel das Weihwasser und auch die anderen Kollegen zeigen ihr, dass es dafür keine Wiedergutmachung gibt. Clem hat es vermasselt.
Nach und nach springen alle Investoren ab, die Firma steht kurz davor dicht zu machen. Nur wegen ihr. Da hat sie eine Idee, von der sie weiß, dass ihr Bruder sie nicht gut findet, aber es könnte die Firma retten. Mit Lederresten will sie eine Kollektion entwerfen, zusammen mit ihrer Freundin Stella, die auf dem Markt in Notthing Hill Selbstgestricktes verkauft. Simon, der schon lange in Clem verschossen ist wird zum einzigen Mitwisser, allerdings eher unfreiwillig.
Um das benötigte Geld für die Firma zusammen zu kriegen, organisieren Stella und Clem eine einmalige Show in der die Einzelstücke ersteigert werden können. Der Höhepunkt ist die sauteure Birkin, die ihre Mutter ihr vor kurzem geschenkt hat. Clem würde sie niemals tragen, was nicht daran liegt, dass sie ihr heilig wäre - eher gegenteilig. Clem und ihre Mutter vertragen sich überhaupt nicht, sehr zum Bedauern ihres Vaters, den sie abgöttisch liebt. Früher war das Verhältnis noch harmonisch, bis ... ja bis vor einigen Jahren.

Die Modenschau wird ein Erfolg, die Tasche geht für viel Geld weg und obwohl Clem sich bemüht hat, alles geheim zu halten, stehen am Ende Tom, seine ätzende Freundin Clover und Clems Eltern im Raum. Ihr Anblick ist beinahe mehr als sie ertragen kann.
Jetzt kann Clem wirklich nur noch einer helfen - sie selbst. Seit einiger Zeit liegt ein Vertrag bei ihr zur Unterschrift, in dem ein reicher Mann sein Anwesen in Portofino von der Firma verschönern lassen möchte. Das Gespräch mit diesem Auftraggeber war jedoch alles andere als normal, denn der Mann ist kein anderer als der Fremde, den sie in der Silvesternacht fast über den Haufen gefahren hat. Und auch später waren sie sich noch 2 Mal begegnet. Jedes Mal brannte die Luft. Und ausgerechnet er will sie als Projektleiterin haben. Tom ist sauer, berechtigt.
Natürlich will sie nicht nach Italien, aber hat sie eine andere Wahl? Es soll nur ein halbes Jahr dauern, das wird sie wohl überstehen, oder?
Was jedoch keiner weiß, in Portofino liegt Clems dunkle Vergangenheit und damit ein Abschnitt ihres Lebens, den sie so gut es geht in ihrem Herzen verschlossen hält. Was wird passieren, wenn sie wieder dorthin zurück geht?

Mit Christmas at Claridge's / Ein Weihnachtskuss für Clementine habe ich mich am Anfang sehr schwer getan. Es hat beinahe die Hälfte des Buches gebraucht, bis ich die Geschichte wirklich weiterlesen wollte. Bis dahin ging mir die eingebildete Protagonistin mit ihrem 'mir doch egal'-Getue tierisch auf die Nerven. Auch die Namen sind mehr schlecht als Recht gewählt. Wer bitte kürzt 'Clementine' mit 'Clem' ab? Genauso wird 'Clover' immer mit 'Clo' abgekürzt. Da hätte das Lektorat dringend mal den Finger drauf halten müssen. Mich hat es beim Lesen jedes Mal wieder rausgerissen.
Mit ihrem Egoismus rannte Clementine bei mir auch keine offenen Türen ein. Ihren Bruder Tom konnte ich jedoch in jeder Lebenslage verstehen. Mit solch einer Schwester hat man es sicherlich nicht leicht.

Während der erste Teil des Buches in London spielt, wechselt es danach ins sonnige Italien. Schon allein deswegen ist es überhaupt kein Weihnachtsbuch. Sowohl das Cover, als auch der Titel sind hier sehr irreführend. Wer also einen Winterroman vermutet, wird enttäuscht.
Nachdem Clementine dann in Italien angekommen ist, bekommt sie doch noch eine menschliche Seite. Sie achtet tatsächlich auch mal auf Andere und wird endlich erwachsen. Auch wird nun mehr darauf eingegangen, warum sie eigentlich nie wieder an diesen Ort zurückkehren würde und wie es zu dem Bruch mit ihrer Mutter kam.
Ab da hat mir das Buch tatsächlich auch richtig Spaß gemacht. Gut, den Namen finde ich nach wie vor bescheuert, aber naja. Viele der Figuren tauchen das ganze Bücher über auf und eigentlich habe ich besonders an Stella einen Narren gefressen.

Das war jetzt mein erstes Buch von Karen Swan, ich habe fast ein wenig Angst ein weiteres zu lesen. Da sich in meinem Bücherregal aber noch zwei weitere Werke der Autorin tummeln, werde ich sie wohl lesen und hoffen, dass die Spitznamen der Protagonisten in diesem Buch nur ein Ausrutscher waren.

Einen ganz lieben Dank an den Goldmann-Verlag für das Rezensionsexemplar.

Jetzt bei Amazon.de kaufen: Deutsche Ausgabe ~ Original-Ausgabe

Kommentar schreiben | Facebook | Twitter

« Zurück | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 271 272 273 274 275 276 277 278 279 | Weiter »