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Cover How the Cookie Crumbles Englisch

Als der Bäcker Frederic nach Bluewater Bay kommt und seine eigene Bäckerei eröffnet, ist er vielen Leuten dort schon bekannt. Schließlich war er Teilnehmer in einer Backshow, die von dem gleichen Network produziert wird, wie Wolf's Landing, die Serie die seit einiger Zeit in der Stadt gedreht wird. Was allerdings die wenigsten wissen: Die Backshow war manipuliert und am Ende hat Frederic nicht nur den großen Preis verloren, sondern sein Herz wurde auch noch gebrochen.
Denn es war ausgerechnet Blaire Caruthers, der Sohn des Networkchefs, der ihn hinters Licht geführt hat. Er hat Frederic vorgemacht, dass etwas aus ihnen werden könnte - nur um sich umzudrehen und mit Frederics schärfsten Showkonkurrenten Jerry in den Sonnenuntergang zu reiten. Natürlich nicht bevor Jerry unverdient die Show gewonnen hat.
Frederic will nur vergessen was passiert ist. Die Tatsache, dass er gar nicht weiß wohin vor lauter Arbeit hilft dabei, denn seine Bäckerei boomt. Er arbeitet sich zwar fast wund, aber er kann das Geld für seinen kranken Vater gut gebrauchen und denkt nicht daran, kürzer zu treten. Es ist die beste Therapie für ihn.

Doch dann steht der letzte Mensch, den er je wieder sehen wollte, in seiner Bäckerei. Blaire ist mittlerweile ebenfalls nach Bluewater Bay gezogen, nachdem er festgestellt hat, dass er den größten Fehler seines Lebens mit dem oberflächlichen Jerry begangen hat. Er hätte Frederic niemals einfach so links liegen lassen dürfen. Jetzt will er wieder gut machen, was er ihm angetan hat. Frederic denkt allerdings gar nicht daran, ihn einfach wieder in sein Leben zu lassen...

How the Cookie Crumbles von Jaime Samms ist das mittlerweile 12. Buch der Bluewater Bay Reihe (aber keine Sorge, die Geschichten bauen nicht aufeinander auf und auch wenn immer mal wieder Charaktere aus den anderen Büchern auftauchen, ist es kein Problem die jeweilige Geschichte zu verstehen) und handelt also von Frederic. Frederic ist ein wirklich lieber Kerl, der aber ein ganzes Päckchen an Problemen mit sich herumträgt. Sein Vater ist nicht nur todkrank, sondern auch ein ziemliches Ekelpaket und seine Großmutter, die einzige Familie, die ihm noch wirklich etwas bedeutet, ist auch nicht mehr die Jüngste und muss sich nun ganz alleine um Frederics Vater kümmern. Fast seine gesamten Einnahmen gehen an seine Familie, um sie zwischen all den Krankenhausrechnungen irgendwie über Wasser zu halten. Außerdem hat er als Jugendlicher einige sehr schlechte Entscheidungen getroffen, die ihn heute noch verfolgen. Blaires plötzliches Auftauchen ist eigentlich wirklich nur noch ein Tropfen auf den heißen Stein...aber trotzdem auch der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt. Trotz all der Anspannung und der kompletten Erschöpfung, die ihn zu übermannen droht, mochte ich Frederic sehr gern. Der kleine Kerl ist ziemlich temperamentvoll und ich fand es gut, dass er Blaire wirklich Paroli geboten hat.
Blaire ist eindeutig der schwierigere, wenn auch gefestigtere Charakter. Er hat viel durch seine Erfahrungen bei dieser verhängnisvollen Backshow gelernt und kann es immer noch nicht fassen, wie er je so einen Fehler begehen konnte. Denn als sich die Dinge mit Jerry zerschlagen haben musste er sehr schnell feststellen, dass seine darauf folgende Traurigkeit kein bisschen mit Jerry zu tun hatte – aber dafür alles mit Frederic.
Ich muss ehrlich sagen, ich wüsste nicht, ob ich Blaire an Frederics Stelle verzeihen könnte. Er hat sich da wirklich ein starkes Stück geleistet. Doch er versucht es. Er ist ehrlich und herzlich und tut wirklich alles für Frederic. Wirklich leben tut die Geschichte aber in meinen Augen gar nicht mal von der Romantik, sondern vor den komplexen Problemen, die sich für Frederic entwickelt haben. Ich fand es sehr spannend zu sehen, wie sich all das aufgedröselt hat.

Ein paar Punkte haben mir allerdings nicht gefallen: Da wäre zum einen die berüchtigte Backshow. Irgendwie wurden wirklich nur die groben Umstände klar, aber nichts Genaueres. So schmerzhaft es auch gewesen wäre, ich hätte gerne Genaueres darüber erfahren, was Blaire Frederic da genau angetan hat.
Es gibt außerdem ein paar Momente und Dialoge, die sich nicht wirklich natürlich ergeben und die mich durch die abrupte Wendung ein wenig aus dem Konzept gebracht hat. Allgemein wären also mehr Hintergründe und ein wenig mehr Ruhe bei der Plotentwicklung keine schlechte Sache gewesen.

How the Cookie Crumbles von Jaime Samms ist deshalb alles andere als perfekt, aber es ist eine schöne, romantische Geschichte, die relativ vielschichtig ist und durch die interessanten, komplexen Charaktere definitiv zu unterhalten weiß.

How the Cookie Crumbles erscheint am 15. Februar 2016.

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Cover Wäre ich du würde ich mich lieben

Wieder einmal lässt Horst Evers uns an seinem Leben teilhaben und erzählt in vielen kleinen Anekdoten was das Leben für den Rucksackberliner so bereit hält.
So können wir Leser (oder auch Hörer) mit erleben wie er reagiert, wenn er eine Leiche vor der Haustür findet, wie er zwei Herren bei der Altersvorsorge hilft und welche Tücken so ein Rauchmelder hat, wenn man ihn zwar nie brauchte, er sich dann aber trotzdem meldet.

Ich habe mir dieses Buch als Hörbuch aus der Bibliothek geholt und hoffte sehr, dass es besser wäre als Für Eile fehlt mir die Zeit. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mit seiner ganz eigenen Art erzählt er wie das Leben in Berlin war, ist oder auch sein könnte.
Sehr schön sind auch immer wieder Passagen aus dem eigenen Familienleben. So scheint seine Tochter durchaus ziemlich clever zu sein und genau zu wissen, wo sie bei ihrem Papa ansetzen muss.

Hauptsächlich habe ich das Buch auf meinem Heimweg gehört und konnte mich so wunderbar entspannen. Es war wieder sehr lustig und somit von mir durchaus eine Empfehlung wert.

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Cover Pawn of the Phoenix Englisch

Enthält Spoiler für Mind of the Phoenix.

Wenn Moira jemand vor ein paar Wochen gesagt hätte, wie ihr Leben heute aussehen würde, hätte sie demjenigen ins Gesicht gelacht. Denn anstatt in irgendeinem dunklen Loch auf ihre Hinrichtung zu warten, lebt sie in Detective Keenan Edwards schönem Haus in einem der nobleren Teile von Braxton und lässt es sich eigentlich ziemlich gut gehen. Seit sie der Polizei dabei hilft, den Phoenix zu fassen, dem es gelingt kategorisch bestimmte Leitfiguren der Elite der Stadt auszulöschen, hat sich viel für sie geändert. Zum einen hat sie Freunde in Menschen gefunden, mit denen sie nie gerechnet hätte - etwas, das der von Natur aus misstrauischen Moira sehr schwer fällt. Am meisten zu schaffen macht ihr allerdings die Tatsache, dass sie sich langsam nichts mehr vormachen kann, was ihre Gefühle für Keenan angehen. Er geht ihr unter die Haut wie kaum jemand zuvor, doch Keenan blockt aus irgendeinem Grund jegliche ihrer Annäherungsversuche ab und schickt ihr sehr gemischte Signale. Moiras Frustration geht irgendwann so weit, dass sie eine Ablenkung sucht - und damit ihre Beziehung zu Keenan vielleicht für immer zerstören könnte.
Es dauert aber nicht lange, bis Moira und Keenan ihre gesamte Konzentration wieder auf ihren Fall richten müssen, denn der Phoenix scheint noch lange nicht fertig zu sein. Es geschehen erneut Morde und die Polizei tappt weiter im Dunkeln, bis Moira eine Entdeckung macht, die wieder alles verändern könnte - und die sich in ihrem eigenen Bewusstsein versteckt. Denn eines wird immer klarer: Der Einfluss des Phoenix reicht weiter, als Moira und Keenan es jemals erwartet haben...

Pawn of the Phoenix von Jamie McLachlan ist eines der Bücher, das ich dieses Jahr mit der meisten Spannung erwartet habe. Schon Mind of the Phoenix, das erste Buch der The Memory Collector Series Reihe, konnte mich komplett überzeugen, weshalb ich natürlich auch riesige Hoffnungen auf die Forsetzung gesetzt habe. Jamie McLachlan ist es wieder von der ersten Seite an gelungen, mich in ihre Welt zu ziehen. Die Elite, die Empathen und die normale Bevölkerung haben so eine interessante Dynamik, dass man gar nicht so richtig weiß, zu wem man eigentlich halten soll. Das Auftauchen des Phoenix erschüttert den ohnehin schon sehr wackligen Status Quo natürlich immens. Die Bevölkerung wird mehr als unruhig und ihre Angst vor den Empathen verstärkt sich, denn es dringen immer mehr Details über den eigentlich geheimen Fall zur Öffentlichkeit durch. Die Empathen auf der anderen Seite sehen im Phoenix natürlich ihre Chance auf ein freies Leben. Für Moira und Keenan wird es richtig schwer zu durchschauen, wem man noch trauen kann. Auch als Leser ist man natürlich ständig am rätseln und spekulieren, wer wo seine Finger drin haben könnte. Jamie McLachlan gibt in Pawn of the Phoenix jede Menge Hinweise und es macht einfach unglaublich Spaß mit Moira und Keenan mitzuknobeln.
Gleichzeitig finden wir aber auch Dinge über Moira und Keenan heraus, die mich komplett überrascht haben. In einer Welt, in der andere mit den Köpfen und Gedanken der Menschen spielen können, ist einfach alles möglich. Moira und Keenan können sich nicht einmal auf ihren eigenen Verstand verlassen und auch wenn mich genau das beim Lesen ziemlich paranoid werden ließ - denn ich habe wirklich niemandem mehr über den Weg getraut - war es auch genau das, was dem Buch eine unglaublich dichte und spannende Stimmung verliehen hat, selbst in dem ein oder anderen ruhigen Moment.
Was mir aber am allerbesten an Pawn of the Phoenix gefallen hat ist die Tatsache, dass es wesentlich emotionaler als sein Vorgänger ist - und dabei aber immer noch nicht von der eigentlichen Geschichte ablenkt. Es ist absolut klar, dass da etwas ist zwischen Moira und Keenan. Moira denkt zwar ganz und gar nicht an Gefühle oder gar (niemals!) Liebe, was bei ihrer Vergangenheit als Konkurbine natürlich kein Wunder ist, aber sie weiß, dass sie Keenan will. Und dank ihrer Gabe spürt sie, dass auch er sie begehrt. Doch er weist sie immer wieder zurück und Moira kann diese - für sie sehr ungewohnte - Zurückweisung langsam aber sicher nicht mehr ertragen. Für jemanden wie Moira, die ihre Gefühle aus gutem Grund immer unterdrückt hat, ist das natürlich eine schwierige Situation. Dieses Buch hält daher einige wirklich herzzerreißende Szenen parat. Manchmal möchte man die Charaktere am liebsten schütteln, weil sie einfach nicht ehrlich miteinander und zu sich selbst sind. Dann gibt es aber wieder Momente, die einfach wundervoll sind. Jamie McLachlan hat definitiv ein Händchen dafür den Leser bei der Stange zu halten, sowohl was die Grundgeschichte, als auch die Romantik angeht.

Der Epilog von Pawn of the Phoenix hat mich dann noch einmal richtig umgehauen und ich kann es jetzt schon kaum erwarten, bis das nächste Buch in der The Memory Collector Series Reihe erscheint. Pawn of the Phoenix war wirklich noch einmal eine Ecke besser, als das erste Buch und ich bin mir sicher, dass Jamie McLachlan noch die ein oder andere Gemeinheit mit uns und ihren Charakteren vorhat.

Pawn of the Phoenix erscheint am 9. Februar 2016.

ARC provided by the publisher in exchange for an honest review.

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Cover Kommt eine Frau zur Hochzeit

Deine beste Freundin heiratet und will dich natürlich als Brautjungfer dabeihaben. Es ist alles geplant, selbst dein Kleid steht bereits. Nun ist die Frage: Gehst du allein zur Hochzeit oder kommst du in Begleitung?

So in etwa beginnt dieses Rollenspielbuch, das als Nachfolger zu A Girl Walks into a Bar / Kommt eine Frau in eine Bar ... fungiert. Wieder einmal sind die drei Autorinnen Sarah Lotz, Helen Moffett und Paige Nick zusammengekommen um ein Buch zu schreiben, im dem der Leser selbst entscheiden kann wie es weiter gehen soll.
Dieses Mal liegt das Hauptaugenmerk auf der Hochzeit der Freundin, somit dreht sich alles um die Hochzeit, die Gäste und den Rest.
Auf der Bildfläche erscheinen insgesamt 5 Männer und mit jedem davon kann man etwas anfangen. Man muss sich nur dafür entscheiden.

Während im ersten Buch A Girl Walks into a Bar / Kommt eine Frau in eine Bar ... die Abschnitte größer waren und die Auswahl an Kandidaten kleiner, hat es mir wesentlich besser gefallen. Man konnte verschiedene Abenteuer bestreiten und jedes hatte so seine Vorzüge.
In A Girl Walks into a Wedding / Kommt eine Frau zur Hochzeit... ist alles etwas verworrener. Die Abschnitte sind sehr klein, man muss häufiger eine Abzweigung nehmen und schon bald gingen mir die Wiederholungen auf die Nerven.
Die einzelnen Teile sind leider nicht so fein aufeinander abgestimmt, das man quer springen könnte.
So steht man beispielsweise erst einem halbnackten Typen gegenüber und darf sich die Beschreibung durchlesen und während man dann in eine andere Richtung gehen muss, weil es hier eine Sackgasse gibt, bekommt man den gleichen Typen noch einmal vorgestellt, als hätte man ihn nie gesehen. Das gefiel mir leider gar nicht.
Auch gibt es Fehler - so geht man beispielsweise in einem Durchgangsbad in die Badewanne, die nächste mögliche Szene bringt jemand neues ins Bad und plötzlich steht man unter der Dusche. Hier hätte dringend jemand auf Probe lesen müssen. Da wäre das sicherlich aufgefallen.
Ganz schwierig wird es auf Seite 89. Hier endet man in einer Endlosschleife aus der man nicht mehr rauskommt.

Die erotischen Szenen sind alle ziemlich gleich. Da ist keine Abwechslung dabei - hat man eine gelesen, kennt man sie alle. Gut, eine ist dann doch ein wenig anders, aber das liegt in der Natur der Sache.

Es gibt in diesem Buch viele Enden. Immer mal wieder landet man in einer Situation aus der es nicht weiter geht. Da ist es dann zu Ende. Allerdings fehlt hierbei komplett die eigentliche Hochzeit.

Alles in allem hat mir das Buch leider nicht gefallen und so kann ich es auch nicht empfehlen. Wer solch einen Roman gern versuchen möchte, sollte es mit A Girl Walks into a Bar / Kommt eine Frau in eine Bar ... probieren. Schade, diese Geschichte hatte viel Potenzial.

Trotzdem einen lieben Dank an den Goldmann-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Sansûkh

28.01.2016
EmpfehlungEmpfehlung
Cover Sansûkh a-sirens-lullaby

Nach der Schlacht der Fünf Heere erwacht Thorin Eichenschild nackt und blind in den Hallen seiner Vorväter. Nachdem ihn Mahal in Empfang genommen hat, wird er von seinen verstorbenen Familienmitgliedern begrüßt. Doch so erfreulich es ist, Fili, Kili, seinen Bruder Frerin, Eltern und Großeltern wieder zu begegnen, findet Thorin das Leben im Jenseits nicht wirklich friedvoll. Wie soll es das auch sein, für einen, der dem Fluch der Goldes (dragon sickness) fast erlegen wäre, einen Freund beinahe zu Tode gestürzt hätte und der mehr Dinge bereut, als er zählen kann. Und weil Mahal in Thorins Herz sieht, schenkt er ihm die Möglichkeit mit den Lebenden, beziehungsweise ihrem Unterbewusstsein, in Kontakt zu treten und so Wiedergutmachung zu leisten. Und so macht sich Thorin daran die Lebenden im Gimlîn-zâram, dem Sternenteich, in der Kammer von Sansûkhul zu überwachen. Über die Jahre zeigt sich, dass er zu manchen Zwergen besser durchdringt als zu anderen und dass niemand ihn so gut hört, wie sein feuriger und lebensfroher Cousin aus Durins Linie - wie Glimli, Gloins Sohn...

Vorab zwei Warnungen von Leser zu Leser. Sansûkh von determamfidd hat meinem e-reader zufolge zwar schon eine Länge von über 1200 Seiten erreicht, ist aber immer noch im Entstehen. Außerdem macht diese Geschichte absolut süchtig. Süchtig, wie in 'ich kann jetzt nicht schlafen gehen, ohne zu wissen was mit X, Y oder Z passiert' und so anhängig, dass man den e-reader mit aufs stille Örtchen schleppt, ihn in der Warteschlange im Supermarkt anmacht oder sich lesend halbe und ganze Nächte um die Ohren schlägt. Und selbst wenn man rund um die Uhr liest, ist Sansûkh doch zu lang, als dass man einen Geschichts-bedingten Schlafmangel länger als ein paar Tage durchhält. Also, wer anfängt zu lesen, sollte definitiv Pausen einplanen, entweder e-reader oder Smartphone aufgeladen dabei haben und - ganz wichtig - keine bedeutenden Projekte in Schule, Uni oder Arbeit anstehen haben.

Diese Warnungen sagen alles, oder? Normalerweise meide ich work in progress, also im Entstehen begriffene Geschichten wie die Pest, und dennoch konnte ich irgendwann um Sansûkh keinen Bogen mehr machen. Jeder, und ich meine wirklicher JEDER, empfiehlt diese Geschichte. Wenn man nur seine Zehenspitzen ins Hobbit-Fandom steckt, stolpert man über Lobeshymnen. Autoren, deren Geschichten mich vor Neid erblassen lassen, empfehlen Sansûkh und auch Freunde von mir, die normalerweise nicht im Traum dran denken würden, eine Geschichte mit einer niedrigen Altersempfehlung von 13. und aufwärts zu lesen. Hiermit schließe ich mich an und empfehle determamfidds Werk aus tiefstem Herzen.

Die Geschichte ist so nah am Original dran, wie es nur geht und von der Autorin auch entsprechend mit as canon as it gets getagged. Tatsächlich ist Sansûkh eine Nacherzählung vom The Lord of the Rings / Der Herr der Ringe, beginnend ab dem Zeitpunkt an dem der The Hobbit or There and Back Again / Der kleine Hobbit sich seinem Ende zuneigt. Dabei liegt die Betonung auf den von J. R. R. Tolkien eher vernachlässigten Zwergen und genau das macht Sansûkh so besonders. determamfidd hat eine so wunderbare Kultur der Zwerge erschaffen, egal, ob die Zwerge lebendig oder tot sind, dass es eine wahre Freude ist. Eines meiner Highlights sind die Kurzporträts der einzelnen Zwergendamen (Dwarrowdams), die ab Kapitel 7 aufwärts die Anfänge der einzelnen Kapitel zieren.

Ja, in Sansûkh sind eine Menge Zwerge tot und naturgemäß kommen mit der Zeit weitere dazu, aber tatsächlich hat es etwas sehr tröstliches zu wissen, dass jeder einzelne Zwerg am Ende von seinen ihm vorangegangenen toten Verwandten empfangen wird. Selbst der tragischste Moment wird so abgemildert und verdaubar. Gut, es gibt da zwei Probleme am Konzept von Mahals Hallen, welche noch ungeklärt sind und welche mit den entsprechenden Paarungen in der Geschichte zu tun haben, doch wer ins Zweifeln gerät, dem sei geraten, sich diesen Tag anzugucken: but there will be a happy ending (aber es wird ein glückliches Ende geben) und genau darauf zu hoffen.

Bild Sansûkh asparklethatisblue

Bevor ich es vergesse noch ein Wort zu der ganzen Welt, die um Sansûkh entstanden ist. Es gibt zahlreiche weitere kleinere Geschichten, die im gleichen Universum spielen, es gibt zahlreiche Künstler, die mehr als 200 Bilder zu der Geschichte gezeichnet haben, zudem gibt es Comics, Podfics, komponierte Lieder und eine Graphik Novel. Sansûkh hat ein echtes Eigenleben entwickelt und ich kann empfehlen, einfach mal in den großen Sansûkh Masterpost reinzugucken. Es ist fantastisch zu sehen, welche Kreativität eine gute Geschichte freisetzen kann.
An dieser Stelle sei gesagt, dass ich furchtbar gerne noch viel mehr Bilder gezeigt hätte, von Zwerginnen, Thorins Stern, dem wunderbarsten Dáin aller Zeiten und natürlich auch von dem ganzen unbeschreiblich knuffigen Zwergenjungvolk, dass mit der Zeit sein Unwesen in Erebor treibt, aber am Ende habe ich mich doch für nur zwei Bilder entschieden: Das bunte und wunderschöne Cover von a-sirens-lullaby und das Bild von von asparklethatisblue, in dem Thorin seinem Bilbo in Bruchsal (Rivendell) einen Besuch abstattet.

Ihr kennt diese Geschichten, die einen die Welt mit all ihren Sorgen einfach vergessen lassen? Solche Bücher sind rar und selbst bei der Auswahl an Millionen von Fanfiction sind solche Geschichten selten. Sansûkh ist so eine Geschichte. Eine, die einen mit dem ersten Satz einfängt und bei der man mit Herz und Seele dabei ist. Glaubt mir, es lohnt sich wirklich, einen Ausflug in determamfidds Welt zu unternehmen.

Eine deutsche Version entsteht gerade. Von den bislang 40 Kapiteln hat croliv_writes schon 7 übersetzt.
Credits go to a-sirens-lullaby and asparklethatisblue for the permission to show their beautiful artwork. Thank you both very much!

Hier geht es zum Buch!

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