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Cover Before Hadley Englisch

Die 18-jährige Hadley lässt sich so leicht nichts vormachen. Sie weiß genau was sie will und lässt sich davon nicht so schnell ablenken - erst recht nicht durch einen Jungen, wie es die anderen Mädchen in ihrer Jahrgangsstufe gerne machen. Es gäbe auch gar niemanden, der Hadley so interessieren würde, dass sie auch nur in Versuchung kommen würde.
Das ändert sich allerdings, als Caynan mitten im letzten Schuljahr an ihre High School wechselt. Caynan ist gutaussehend, selbstsicher, charmant und hat einen britischen Akzent, der zum dahinschmelzen ist. Doch Hadley ist nicht das einzige Mädchen in der Schule, der er sofort ins Auge springt und sie merkt auch sehr bald, dass Caynan sich seiner Reize durchaus bewusst ist. Er ist ein kompletter Player und von solchen Typen hält sich Hadley grundsätzlich gern.

Caynan ist es gewohnt, keine langlebigen Freundschaften und Beziehungen einzugehen. Wieso auch, wenn er und sein Vater sowieso schon kurze Zeit später wieder umziehen müssen? Deshalb sollte sich Caynan eigentlich auch so weit wie möglich von Hadley - dem Mädchen das ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen will - fernhalten. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn Hadley ist nicht wie andere Mädchen und zum ersten Mal in seinem Leben kann und will er sich nicht mehr vor zurückhalten.
Doch Caynan weiß, dass er Hadley eigentlich in Ruhe lassen sollte, wenn ihm wirklich etwas an ihr liegt, denn in seinem verrückten Leben kann Hadley am Ende eigentlich nur verletzt werden, wenn sie hinter sein Geheimnis kommt...

Als ich mit Before Hadley von J. Nathan begonnen habe, war ich eigentlich erst einmal ganz angetan von der Geschichte. Der Schreibstil war clever und flüssig und Hadley ist eine starke und sturköpfige Heldin, die sich durchzusetzen weiß und solche Charaktere liegen mir eigentlich sehr. Doch der gute Eindruck ist unglücklicherweise sehr schnell verflogen.
Denn Hadleys starke und unabhängige Art ist mir sehr schnell gehörig auf die Nerven gegangen, einfach weil sie immer erst mal dagegen reden muss und auf schwer zu knacken macht. Außerdem ist sie unglaublich zickig anderen Mädchen gegenüber. Sie hat kein gutes Wort übrig für ihre Mitschülerinnen, die versuchen sich an Caynan ranzumachen, selbst wenn sie eigentlich mit ihnen befreundet ist und macht sich über sie lustig. Man hat ständig das Gefühl, dass sie sich für etwas Besseres hält. Denn - und darauf legt J. Nathan anscheinend extrem großen wert, da es insgesamt 15 Mal in der ein oder anderen Form wiederholt wurde - Hadley ist anders, als andere Mädchen. Ich konnte es irgendwann wirklich nicht mehr hören, wie alle versuchen, Hadleys als so etwas Besonderes und Ungewöhnliches dastehen zu lassen. Ich fand sie ehrlich gesagt auf Dauer einfach unsympathisch.
Doch auch Caynan konnte ich nicht allzu viel abgewinnen. Hinter sein "Geheimnis" kommt man schon nach ein paar Seiten und damit wurde gleich von Anfang an richtig viel Spannung aus der Geschichte genommen. Aber auch seine Figur an sich ist für mich eher mittelmäßig geraten. Er schwelgt sehr viel in Selbstmitleid und wiederholt oft den Wunsch, sein Leben ändern zu wollen. Gleichzeitig hat mich seine überhebliche und fast schon zu selbstbewusste Art auf Dauer gestört. Außerdem hat er definitiv eine sehr manipulative Ader, mit der mir nie ganz Wohl war und die er mehr als einmal gezeigt hat.
Auch die Handlung war eher unspektakulär. Wie gesagt war die Spannung relativ bald raus, was Caynans Geheimnis angeht und es dauert ziemlich lange, bis dahingehend mal wirklich etwas passiert. Wenn man bedenkt, dass aber genau das der eigentliche Knackpunkt der Geschichte ist, war das ein bisschen arg wenig. Allgemein muss ich sagen, dass Before Hadley zu langgezogen ist. Es gab einige Stellen, an denen ich mich sehr gelangweilt habe und versucht war, quer zu lesen, um wieder an eine spannendere Stelle zu gelangen. Meiner Meinung nach ist Before Hadley ein Buch, das ruhig kürzer hätte sein dürfen. Hinzu kommt, dass es gleich einige kleinere und größere Logikfehler gibt, die einfach nicht hätten sein müssen.
Ganz gut fand ich aber das letzte Viertel. Zwar gibt es hier die ein oder andere etwas übertriebene Szene, allerdings fällen die Charaktere ein paar Entscheidungen, die ich wirklich gut fand und die eine interessante Dynamik erschaffen haben.

Doch unterm Strich hat auch das Before Hadley von J. Nathan in meinen Augen nur geringfügig besser gemacht. Es war sicher kein schlechtes Buch und wären mir Caynan und Hadley sympathischer gewesen hätte die Sache auch ganz anders aussehen können. Aber die Figuren gepaart mit dem manchmal recht nervigen, sich wiederholenden Schreibstil konnten mich einfach nicht überzeugen.

Before Hadley erscheint am 14. März 2016.

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Cover Wie man Italiener wird in 30 Lektionen deutsch

Markus Ebert ist gebürtiger Norddeutscher und somit mit allen typisch deutschen Marotten groß geworden. Die Liebe seines Lebens hat ihn nach Italien gebracht - in das Land der Sonne, des Olivenöls und der temperamentvollen Frauen.

Natürlich ist es nicht einfach sich in die Kultur der Italiener zu integrieren und dabei nicht in jedes Fettnäpfchen zu treten. Nach jahrelanger Erfahrung hat der Autor beschlossen es Nachreisenden einfacher zu machen und dieses Buch geschrieben. In 30 Lektionen versucht er dem Wunschitaliener dabei zu helfen das Leben nicht ganz so ernst zu nehmen, das Auto als Gebrauchsgegenstand zu sehen und bloß nicht die Autorität der italienischen Schwiegereltern in Frage zu stellen. Grundsätzlich gilt hier: Papà hat immer Recht und Mamma ist die beste Köchin der Welt.

Gerade für einen Deutschen ist es sicherlich nicht einfach sich ins italienische Lebensgefüge einzugliedern. Die deutschen Tugenden wie Pünktlichkeit, Arbeitseifer und Verkehrsbewusstsein werden in Italien geschätzt, aber nicht zwingend verstanden. Wenn der Besuch am Vorabend in der Bar länger dauerte, kann man unmöglich zum Termin um 9 Uhr bereits auf der Matte stehen - 11 Uhr reicht auch.

In den vergangenen Jahren ist Markus Ebert ruhiger geworden, quasi ein Italiener. Denn statt für die Arbeit zu leben, arbeiten die Italiener um zu Leben - aber nicht mehr als nötig bitteschön.
Und auch hier gilt - Vitamin B ist alles. Wer einen Job braucht, kriegt auch einen, wenn nicht direkt, dann eben über mehrere Freunde von Freunden.
Mit charmantem Augenzwinkern lässt uns Markus Ebert an seinen Erfahrungen teilhaben und so manches Mal habe ich mir gedacht: Ja, das wäre wirklich nett. Die Mittagspause am Strand? Das Meeting zum Frühstück im Café? Gern.
Nur Autofahren würde ich in Italien wohl vermeiden.

Wer vor hat in den nächsten Jahren nach Italien auszuwandern, sollte dieses Buch zwingend lesen und schon einmal anfangen zu üben. Das macht gerade auf der Straße sicherlich wenig Freude, bringt aber etwas Schwung in den Herzschlag.
Vielleicht wollt ihr aber auch nur einen Urlaub im Land des guten Essens verbringen, dann hilft euch dieses Buch ebenfalls dabei die Italiener und ihre Lebens- und Denkweise zu verstehen.

Das Buch hat noch einen besonderen Clou - wenn ihr es in der Buchhandlung entdeckt, kleiner Tipp: Dreht es mal um!

Einen lieben Dank an den Droemer Knaur-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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Distel und Rose

Tags: Historie
08.03.2016
Cover Distel und Rose

Schottland 1791: Magdalene und ihre Dienerin Abigail landen nach einer langen Reise endlich auf dem Landsitz des Herren MacBrannan, ihres frisch angetrauten Ehemannes. Sie ist keineswegs freiwillig hier. Ihr Vater und auch MacBrannan haben beschlossen, dass eine Ehe zwischen den beiden Vorteile hat, wenn auch in erster Linie für ihren Gatten.
Magdalene ist das raue Land der Highlands nicht gewohnt und kann kaum glauben, dass dieses triste Land nun ihre Heimat werden soll.

Ihr Ehemann David scheint mit der Situation ebenfalls nicht vertraut zu sein und ist Magdalene gegenüber eher kühl und distanziert. Trotzdem beschließt Magdalene das Beste aus ihrer Situation zu machen. Schließlich sind sie und David nun bis an ihr Lebensende vermählt und sie wird sich damit arrangieren.
Schon wenig später muss sie jedoch einsehen, dass es in den Highlands nichts gibt, womit sie sich die Zeit vertreiben kann. Selbst in der Bibliothek findet sie nichts Ansprechendes. Sind doch die meisten Bücher hier Nachschlagewerke und historische Aufzählungen. Kein einziger Roman gerät ihr in die Hände, bis sie durch Zufall hinter einer Buchreihe auf eine Pergamentrolle stößt.

Schottland 1078: 700 Jahre zuvor lebt die junge Frau Aeslwith am Hofe König Margaret und langweilt sich sehr. Sie stört wieder einmal die Lehrstunden und kann sich auch fürs Sticken überhaupt nicht begeistern. Leider legt die Königin großen Wert darauf, dass sie und die anderen am Hofe lebenden jungen Frauen und Herren gelehrt werden.
Die Strafe für ihr neuerliches Aufbegehren folgt auf dem Fuße und nur mit einer List kann sie den Schlägen entgehen. Mit Blaubeeren hat sie sich den Rücken verschmiert und statt Schläge erhält sie nun Besuch vom Wanderarzt Drostan und seinem Gehilfen Taraìn. Doch statt sie auffliegen zu lassen, beschließen sie Aelswith mit zu nehmen. Erst froh über diese Flucht merkt sie bald, dass etwas nicht stimmt. Doch da ist es bereits zu spät.
Gegen ihren Willen verschleppen die zwei Männer die junge Frau. Drostan hat mit ihr etwas ganz Bestimmtes vor, doch was genau das ist, kann er ihr nicht sagen. Die Königin hat Hlothere und seine Männer ausgeschickt um Aelswith wieder zurück zu holen und die sind nicht gut auf den Wanderarzt zu sprechen.

Bei der Verfolgung wird Drostan getötet und alles was er den beiden noch sagen kann ist, das Aelswith der Schlüssel zu Alba ist. Aber was meint er damit? Statt sich von Hlothere und seinen Männern mitnehmen zu lassen, flüchtet sie mit Taraìn. Sie erhofft sich Antworten auf die vielen Fragen ihn ihrem Kopf.

Distel und Rose spielt zugleich in zwei unterschiedlichen Zeiten, was zunächst etwas befremdlich erscheint. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und es lässt sich relativ schnell zwischen den Zeiten wechseln.
Das Buch dreht sich um den schottischen König Macbeth und seine Nachfahren, die auch Shakespeare bereits zur Hauptfigur eines seiner bekanntesten Werke machte. So stellt sich die Frage - wer ist der Erbe Macbeth? Und war er wirklich so ein Tyrann wie man weitläufig meint?

Mir persönlich hat die Handlung rund um Aelswith und Taraìn recht gut gefallen. Hier konnte ich mich in das Geschehen besser hinein fühlen und mit den Figuren fiebern. Aelswith ist eine starke Persönlichkeit mit Ecken und Kanten. Taraìn ist beinahe das genaue Gegenteil und trotzdem ein Sympathieträger.
Mit Magdalene konnte ich mich leider bis zum Schluss nicht anfreunden und auch die anderen Figuren rund um das Herrenhaus der MacBrannans und der Highländer konnten mich nicht begeistern. Viele Handlungen Magdalenes empfand ich als unsinnig und so fehlte mir hier einfach der Bezug.

Leider bin ich generell nicht sehr gut in die Geschichte reingekommen, so dass ich stellenweise kämpfen musste weiter zu kommen. Positiv anzumerken sind die aufgeführten Personen im vorderen Bereich des Buches und die Karte im Umschlag. So kann man genau verfolgen wo sich gerade welche Szene abspielt und auch wie sich bestimmte Namen aussprechen lassen.

Alles in allem ein Buch von dem ich mir weit mehr erhofft hatte.

Einen lieben Dank denn noch an das Team von www.leserunden.de und den Bastei-Lübbe-Verlag für die Leserunde und das Rezensionsexemplar.

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Cover Diving In Englisch

Enthält leichte Spoiler für Crossing.

Anstatt wie alle ihre Mitschüler und auch ihr Freund Andy ihr erstes Jahr im College zu genießen, hat sich Brynn dazu entschlossen zuhause zu bleiben und stattdessen das Familiengeschäft zu erlernen. Ihre Familie besitzt eine Kette von Reinigungen, die eines Tages ihr gehören werden. Sie ist allerdings heilfroh endlich eine eigene Wohnung zu haben, denn sie und ihre Eltern haben alles andere als eine gute Beziehung. Ihrem Vater steht sie ziemlich gleichgültig gegenüber, doch wenn Brynn ehrlich ist, hat sie ihre Mutter über die Jahre hassen gelernt. Sie ist kaltherzig, arrogant und nichts ist ihr wichtiger, als den Schein nach Außen zu wahren. Deswegen ist Brynns Bruder Liam auch nicht mehr wirklich Zuhause erwünscht, seit bekannt wurde, dass er sein Geld als Drag Queen verdient.
Brynn kann nicht sagen, dass sie wirklich glücklich mit ihrem Leben ist, aber sie ist auch nicht unglücklich. Es ist eben alles Durchschnitt und da sie dadurch nicht weiter auffällt, ist es genauso, wie Brynn es haben möchte. Doch dann taucht der Mensch in ihrem Laden auf, den sie seit 3 Jahren zu vergessen versucht: Ihr früherer Schwimmteamkollege Gabe. Bei einem Unfall vor 3 Jahren hat sich Gabe das Genick gebrochen und sitzt seitdem im Rollstuhl. Er hat sich aber mittlerweile mit seinem Schicksal abgefunden und blickt ziemlich positiv in die Zukunft. Er und Brynn hatten früher nie wirklich etwas miteinander zu tun, doch nun wird ziemlich schnell klar, dass die beiden sich bestens verstehen...und sich schnell mehr zwischen ihnen entwickeln könnte.
Doch das bringt Brynn ganz schnell zu einem neuen Problem: Denn sie weiß, was sich am Tag von Gabes Unfall wirklich abgespielt hat und wenn er das jemals herausfinden sollte, wird es ein herber Rückschlag für ihn werden und das kann Brynn ihm einfach nicht antun ...

Für ihre Open Door Love Story Reihe sucht sich Stacey Wallace Benefiel immer ein Thema aus, das für viele Leser vielleicht nicht ganz so leicht zu schlucken ist. In Crossing hat sich der männliche Hauptcharakter Liam z.B. wohler in Frauen- als in Männerkleidung gefühlt. In Diving In ist der Held nicht der starke, sportliche Halbgott (zumindest nicht mehr), sondern ein junger Mann, der sich an ein völlig neues Leben und einen neuen Körper gewöhnen muss. Stacey Wallace Benefiel hält sich nicht zurück mit ihren Beschreibungen, was Gabes Zustand angeht. Sie geht sehr ehrlich mit den alltäglichen Problemen um, die Menschen im Rollstuhl betreffen könnwn. Auch das Thema Sex geht sie an, ohne irgendetwas zu beschönigen.
Dass Diving In dabei nicht deprimierend wurde, lag hauptsächlich an Gabes positiver Einstellung. Er ist festentschlossen, das Beste aus seiner Situation zu machen. Er ist froh, dass er noch am Leben ist und mittlerweile weiß er, dass sein Leben nicht schlechter sein muss, nur weil er nicht mehr ganz so mobil wie früher ist. Gabe ist wirklich einer der Charaktere an denen sich jeder ein Beispiel nehmen sollte und auch wenn er kein "offensichtlicher" Held ist, habe ich ihn sofort ins Herz geschlossen.
Brynn war da schon ein wenig schwieriger. Sie ist von Natur aus kein wirklich feminines Mädchen. In Jeans und T-Shirt und ohne Make Up fühlt sie sich am wohlsten und auch ihr Mundwerk ist manchmal ein wenig burschikos. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch sie wirklich gern mochte. Die Gespräche zwischen ihr und Gabe sind oft zum Schießen komisch, auch wenn man nicht zimperlich sein darf, wenn es um das Thema Lähmung geht, denn sie neigen beide eher zu schwarzem Galgenhumor. Später in der Geschichte stößt Brynn und ihrer Familie etwas ziemlich Schlimmes zu und auch das handhabt sie auf eine Art und Weise, die dem einen oder anderen Leser vielleicht etwas unterkühlt vorkommen mag. Ich muss allerdings sagen, dass ich sie trotz allem und auch in Hinblick auf das Geheimnis, das sie über Gabe mit sich herumträgt, immer wirklich gern mochte. Sie fällt sicher nicht immer die besten Entscheidungen, aber sie ist dennoch ein großartiger Charakter, den ich vor allem in Kombination mit Gabe wirklich gern mochte.

Das Einzige, was mir an Diving In nicht gefallen hat, war die Länge. Die Handlung zieht sich über mehrere Monate, da das Buch aber gerade mal um die 160 Seiten hat, kamen mir einige Dinge ein wenig zu kurz. Vor allem gegen Ende, als wirklich einige neue Entwicklungen entstehen, hätte ich mir mehr Details gewünscht.

Dennoch ist Diving In von Stacey Wallace Benefiel eine wirklich schöne und auch romantische Geschichte mit eher ungewöhnlichen Hauptfiguren, die ich so schnell nicht vergessen werde.

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Cover Zwetschgendatschikomplott

Enthält Spoiler zu den ersten Büchern der Franz-Eberhofer-Serie-Reihe.

Das Leben könnte so schön sein in Niederkaltenkirchen, aber für Franz Eberhofer ist gerade alles kompliziert. Sein Freund und Ex-Kollege Rudi ist in eine neue Wohnung gezogen. Nun erzählt er Franz immer wieder wie schön es doch ist auf seinem kleinen Balkon mit dem Blick in den Hinterhof und den vielen Krähen, die sich aus der Abfalltonne des Metzgers ihr Frühstück holen. Allerdings nur so lange, bis eins der neugierigen Tiere einen Finger auf Rudis Balkon fallen lässt. Einen ziemlich hübschen dazu.

Prompt ist Rudi wieder in seinem Element und kraucht des Nächtens in die Abfalltonne um den Rest vom Finger zu finden. Natürlich involviert er seinen Kumpel Eberhofer und steht kurz darauf bei diesem im Büro. Nun hatten sie also einen Mord und das direkt vor Rudis Nase! Bald darauf werden bei Bauarbeiten weitere Leichen gefunden, nun war klar, sie hatten es mit einem Serienmörder zu tun.
Irgendjemand hat es auf kleine Asiatinnen im Dirndl abgesehen. Während die Körper der jungen Frauen kaum Spuren aufweisen, sind ihre Gesichter stark entstellt. So lässt sich natürlich auch kein Foto veröffentlichen.
Die nächste Idee ist die Vermisstenkartei, aber der Erfolg ist mäßig. Woher kamen also die drei Frauen und wieso ist ihr Verschwinden nicht aufgefallen?
Das kann eigentlich nur bedeuten, dass sie nicht in München gemeldet sind. Vielleicht sogar gar nicht in Deutschland. Da bleibt nur ein Verdacht übrig - das Rotlichtmilieu. Und so treiben sich Rudi und Franz - natürlich rein beruflich - in den Puffs der Stadt rum.

Privat hat Franz noch ein ganz anderes Problem, die Rosie nämlich. Diese ist nach der geplatzten Hochzeit abgetaucht und will von Franz nichts mehr wissen. Der ist nach wie vor überzeugt davon, das Rosie sein Ein und Alles ist und gibt dieses Wissen gern nachts, sturzbetrunken und mitten in der Wohnsiedlung zum Besten. Beinahe könnte man mit ihm Mitleid haben, hätte er die Sache nicht eigenständig verbockt.
Aber es kommt noch dicker, die Rosie hat nämlich ein Geheimnis und das haut Franz beinahe aus den Latschen.

Der inzwischen schon sechste Roman um Franz Eberhofer hat nun endlich wieder ein bisschen mehr Krimi zwischen den Seiten. Natürlich nimmt die private Lage des Hauptcharakters viel Raum ein, dennoch zieht sich die Suche nach dem Mörder der Frauen durch das ganze Buch und spitzt sich gegen Ende immer weiter zu. Nachdem ich über einige gewählte Worte auf den ersten paar Seiten stutzig grübelte, ergab sich der Lesefluss ganz von selbst. Kaum ist man drin in der Handlung und grübelt über den möglichen Täter, schon ist das halbe Buch rum.
Der angewandte Sprachstil ist nichts für jeden, aber nach 5 Eberhofer-Krimis hat man sich da schon mal dran gewöhnt und kann sogar im Privatgebrauch mit einigen Wörtern glänzen.

Teilweise hätte ich Franz natürlich an die Wand hauen können, aber das ist nichts Neues. So ist dieser Charakter einfach gestrickt. Neben der Krimihandlung und der privaten Probleme des Polizisten gibt es auch wieder erheiternde Sequenzen mit der allseits beliebten Oma und ein leicht ausuferndes Drama um den Metzgereibetrieb vom Simmerl. Das passt für mich aber alles wunderbar mit in diese Geschichte, das es nicht vom eigentlichen Plot ablenkte.

Mir hat dieser Teil wieder sehr gut gefallen. Einen ganz lieben Dank an Nathalie für die Leihgabe.

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