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Cover Calling It Englisch

Als Dorie in die Kleinstadt Inspiration nach Iowa zieht, kennt sie die Geschichte bereits, die den kleinen Ort vor 17 Jahren so bekannt gemacht hat. Denn damals hat die High School Basketball-Mannschaft den größten Sieg ihrer Karriere errungen – nur wenige Tage nachdem ein verheerender Sturm fast die gesamte Stadt zerstört hat. Im Zentrum von The Dream, wie die Mannschaft und die Ereignisse um sie damals genannt wurden, standen fünf Freunde, die gemeinsam den Sieg errungen haben. Nachdem The Dream landesweit zu einem Phänomen wurde - inklusive Bücher, Dokumentationen und einem Film - ist es kein Wunder, dass einige der Jungs eine Karriere als Profisportler gemacht haben.
Der Erfolgreichste unter ihnen ist aber sicher Nate Hawkins, der mittlerweile einer der besten Baseballspieler des Landes geworden ist, den aber nach einem Autounfall, dem Zerwürfnis zwischen ihm und seiner bildhübschen Verlobten Courtney und allerlei weiterer Skandale seit ein paar Wochen eher negative Schlagzeilen verfolgen. Trotzdem ist er - zumindest rein optisch - Dories Traumtyp seit sie 13 Jahre alt war und damals begeistert die Geschehnisse um The Dream verfolgt hat.
Womit sie aber niemals gerechnet hat, ist dass Nate eines Abends völlig überraschend in ihrer Küche steht und ihr Abendessen isst. Während sie halbnackt in ihrem Bademantel vor ihm steht. Mit einem Baseballschläger in der Hand.

Als Nate zum ersten Mal seit Jahren wieder in seine Heimatstadt Inspiration kommt, um dem Medienrummel zu entkommen und bei seiner Schwester Unterschlupf sucht hat er mit allem gerechnet - nicht aber mit der jungen Frau, die wie eine Löwin ihr Essen vor ihm verteidigt, in nichts weiter als einem Bademantel und seinem alten Baseballschläger. Das Beste aber an ihr ist die Tatsache, dass sie ihn offensichtlich nicht wie einen Star behandelt, sondern wie einen ganz normalen Menschen.

Schon nach ihrem ersten Treffen wissen Nate und Dorie, dass sie in ganz großen Schwierigkeiten sind, denn die Anziehung zwischen ihnen kann keiner der beiden leugnen. Doch während Nate bereit ist, für eine gemeinsame Zukunft mit Dorie zu kämpfen, plagen diese doch immense Zweifel, wenn sie an die Geschichten denkt, die sie über die Jahre von Nate und seinen Eskapaden gehört hat...

Zu Beginn von Calling It von Jen Doyle war ich wirklich angetan von dieser Geschichte. Dorie ist eine toughe und starke junge Frau, die weiß was sie will und sich nichts vorschreiben lässt - schon gar nicht von einem Mann. Schließlich ist sie mit sechs überfürsorglichen Brüdern aufgewachsen und weiß, wie sie sich durchsetzen kann. Deshalb kommt sie auch (nach dem anfänglichen Schock) ziemlich gut mit der Tatsache zurecht, dass der Traum ihrer schlaflosen Nächte plötzlich vor ihr steht und reges Interesse an ihr zeigt. Sie traut ihm allerdings nicht über den Weg. Denn trotz all der schönen Worte, die er ihr erzählt...was will ein Mann, der absolut jede Frau haben kann schon mit jemandem wie ihr?
Doch Nate meint es absolut ehrlich mit ihr, weshalb ich auch ihn schnell sehr gern mochte. Er ist außerdem kein typisches Alpha-Männchen, der sich einfach nimmt, was er will (was bei Dorie auch schlicht nicht funktionieren würde). Er ist sich allerdings vollkommen bewusst darüber, was er will und ist bereit dafür zu kämpfen.
Bis hierhin fand ich die Geschichte eigentlich noch ziemlich schön. Wie gesagt mochte ich die beiden Hauptfiguren, aus deren Sicht Calling It geschrieben ist, von Anfang an sehr gerne und auch wenn sich die Gefühle zwischen den beiden doch sehr schnell entwickeln fühlt es sich nicht wirklich nach Insta-Love an, einfach weil sich Jen Doyle relativ viel Zeit lässt für die Entwicklung ihrer Charakteren nimmt. Deshalb fühlen sich die Emotionen auch ziemlich real an, obwohl erst relativ wenig Zeit vergangen ist.

Doch leider hat sich Dories Sturköpfigkeit irgendwann genau als die Eigenschaft herausgestellt, die dem Buch in meinen Augen das Genick gebrochen hat. Es ist eine Sache besorgt darüber zu seine, dass eine Beziehung zu einem Mann im Rampenlicht nicht funktionieren kann. Das sind durchaus berechtigte Zweifel und ich hätte es eher albern gefunden, wenn Dorie sich das nicht genau überlegt hätte. Allerdings wird ihr Beharren darauf, dass zwischen den beiden "nichts weiter als Sex" ist irgendwann einfach nur noch nervig. Allen Beteiligten ist klar, dass echte Gefühle im Spiel sind, aber sie stößt Nate wieder und wieder (und wieder und wieder) von sich. Ganz ehrlich, am Ende war ich fast schon soweit, dass ich mir gewünscht habe, dass Nate das Handtuch wirft und Dorie ihren Willen lässt.
Das große Finale hat die ganze Sache nicht wirklich viel besser gemacht, denn nicht nur war es ziemlich übertrieben und unglaubwürdig, manches war auch einfach nur unlogisch und nicht wirklich durchdacht.

Sehr schade, denn im Grunde ist Calling It von Jen Doyle wirklich eine süße und teilweise extrem lustige Sport-Romanze, die richtig gut sein können. Leider hat es Jen Doyle ein bisschen übertrieben mit ihrer starken Heldin und insgesamt die Geschichte ein wenig zu lange hinausgezögert, um am Ende noch wirklich Spaß zu machen.

Calling It erscheint am 11. April 2016.

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Cover Compound a Felony englisch

In Compound a Felony: A Queer Affair of Sherlock Holmes folgt man dem Leben von Sherlock Holmes und seinem Freund John Watson mithilfe ihre geheimen Tagebucheinträge. Von 1881, dem Jahr in dem sie sich begegenen, bis 1899, nachdem der Reichenbachfall und andere Dinge ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt haben. Im Gegensatz zu den Romanen von Arthur Conan Doyle geht es in dieser Geschichte aber weniger um Ermittlungen und Deduktionen, sondern weit mehr um die eher ungewöhnliche, sexuelle Partnerschaft, die Watson und Holmes hier frönen.
Wie das Titelbild in Ansätzen vermuten lässt, handelt es sich um eine homosexuelle BDSM-Beziehung im Viktorianischen London. Ungewöhnlich, dachte ich mir, als ich das erste Mal von Compound a Felony: A Queer Affair of Sherlock Holmes gehört habe. Und so habe ich irgendwann meiner Neugierde nachgegeben und das Buch einfach gekauft, obwohl es sich um ein ehemaliges Fanfiction handelt und ich dem Verkauf dieser eher kritisch gegenüber stehe.

Tatsächlich habe ich die Anschaffung nicht bereut, obwohl das Buch nicht ganz mein Fall war. Compound a Felony: A Queer Affair of Sherlock Holmes fing vielversprechend an und insbesondere der Start der Beziehung, auf körperlicher und mentaler Ebene, hat mir extrem gut gefallen. Holmes, und später auch Watsons, Sicht der Dinge waren spannend zu lesen: Wie der Wunsch, dem anderen näher zu kommen, wächst und dabei der Drang nach Unterwerfung und Disziplin stärker und stärker werden. Und wie dann, zunächst mit Vorsicht und später sehr selbstsicher die verschiedenen Praktiken ausprobiert und für gut oder weniger gut befunden werden. Gerade Holmes unstetem Charakter habe ich es ohne Schwierigkeiten abgenommen, wie erdend für ihn das völlige Los- und sich Fallenlassen sein muss. Endlich ein Weg, dass permanent auf Hochtouren laufende Gehirn zum Schweigen zu bringen. Und ebenso nachvollziebar war für mich, dass Watson, der sonst hinterher trabt und das Genie mit Fäusten, Schusskraft und medizinischen Sachverstand unterstützt, hinter verschlossenen Türen die Zügel in der Hand hat und Holmes nach seiner Pfeife tanzen lässt.

Allerdings war mir persönlich die Geschichte dann irgendwann zu langweilig. Sobald Watson und Holmes erst einmal zueinander gefunden haben, waren die gemeinhin bekannten Schwierigkeiten, wie der maßlose Konsum von Kokain oder das Bewältigen einer mehrjährigen Trennung mit Nachfolgendem wieder annähren irgendwie wenig aufregend zu lesen. Da half auch der ungebrochene Experiementiersinn nicht, der das Sexleben der Protagonisten bereichert hat.
Ebenfalls gestört haben mich die zahllosen Wiederholungen. Beispielsweise Watsons Schnurrbart, der juckt. Nach mehrfachem Lesen vor, während und nach expliziten Szenen, hat mich das erneute Erwähnen dieser Tatsache nur noch mit den Augen rollen lassen. Ja, Haare im Gesicht jucken. Gesichtshaare, die über andere Körperstellen reiben und gleiten ebenfalls - vielen dank aber auch, ich hatte es schon beim ersten Mal verstanden und kann es mir ohne große Schwierigkeiten vorstellen. Auch das ständig alle möglichen Hautpartien pink waren und insbesondere Holmes in unterschiedlichem Ausmaß errötet, war trotz blasser Haut irgendwann zu viel des Guten.

Vermutlich bin ich einfach ungnädiger mit Buchautoren oder gnädiger mit Autoren von Fanfics. Wobei ich auch da, wenn ich schon endlose Wiederholungen ertrage, wenigstens eine spannende Geschichte lesen will. 290 Seiten, die zu einem Großteil von Sex handeln, egal wie BDSM-lastig und wie sehr er auch verboten sein mag, können mich nur dann hintern Ofen hervorlocken, wenn sie absolut brillant geschrieben sind. Und, so leid es mir tut, in dieser hinsicht war Compound a Felony: A Queer Affair of Sherlock Holmes von Elinor Gray okay, mehr aber auch nicht. Die Fanfics, die ich vorher von der Autorin gelesen habe, hatten mir tatsächlich gut gefallen. Allerdings waren diese auch nicht so lang und weit variabler in ihrer Thematik. Wer also mal einen Blick auf Elinor Grays freie Werke werfen will, kann das auf ihrem AO3-Profil tun. Ihr Name lautet mistyzeo, und neben Geschichten über Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes gibt es auch welche von anderen Fandoms (Supernatural etc.) zu lesen.

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Bild Bard-Thranduil losta9view

Mit ein wenig Wohlwollen passt Between the Pines von northerntrash in meine Reihe an kurzen Fanfiction. Das besondere an dieser Geschichte ist aber nicht die Länge (oder Kürze), sondern die mysteriöse und traumhafte Atmosphäre. Doch der Reihe nach. Erst einmal: Worum geht es?

Nach dem Tod seines Vaters ist Bard Bowman mit dem Fahrrad unterwegs zu seinem Onkel, der in einer weit entfernten Stadt lebt. Dabei muss er Berge und Wälder durchqueren. Um Zeit zu sparen, entschließt er sich durch ein verwunschen aussehendes Tal zu fahren, obwohl die Einheimischen dringend davon abraten und sagen, der längere Weg über die Berge sei der einzig sichere. Bard ignoriert die gut gemeinten Ratschläge und macht sich auf den Weg quer durch das ominöse Tal. Einen Tag später muss er feststellen, dass die Warnungen wohl berechtigt waren. Egal in welche Richtung er fährt, er landet immer wieder in demselben verlassen Dörfchen von dem aus man auf einem Pfad zwischen Pinien ein verfallenes, unheimliches Schloss erreicht. Dort begrüßen ihn ein Fuchs, wilde Wölfe und später auch der bleiche, seltsame und ätherisch aussehende Herr des Hauses, Thranduil. Dafür das Bard in sein Reich eingedrungen ist, verlangt er Wiedergutmachung...

Ganz ehrlich, Geschichten über Bard und Thranduil sind keine, die ich aktiv suchen würde. Doch an dieser Stelle sei gesagt, dass Autoren meines Vertrauens mich auch von weniger gängigen Paarungen überzeugen können. northerntrash ist so eine Person und ihre beiden Geschichten um Bard und Thranduil sind absolut fantastisch. An Between the Pines ist vor allem die Stimmung unschlagbar. Verwunschen, düster, traumhaft, wild und magisch sind die Adjektive, die mir als allererstes in den Kopf schießen, um sie zu beschreiben. Bard landet in diesem Schloss, dass zwar heruntergekommen ist, ihn aber auf eine seltsame Weise fasziniert und ästhetisch anspricht. Gleiches gilt für Thranduil, der fadenscheinige Kleidung trägt, sich seit Ewigkeiten nicht um sich selbst gekümmert hat und der Bard trotz aller Schmuddeligkeit anzieht wie ein Magnet. Hinzu kommen die wilden Tiere, die insbesondere tagsüber Bards einzige Gefährten sind, und auch die lebendigen Beschreibungen des Hauses und der rauen Natur drum herum. All das sorgt für eine absolut einzigartige Atmosphere, die mal bedrückend und gefährlich scheint, dann lebhaft und anheimelnd wirkt und bei der man sich fühlt, als würde man einen Wachtraum erleben.

Between the Pines bietet neben den beiden Hobbit-Charakteren eine Verschmelzung von verschiedenen anderen Geschichten. Enthalten sind Elemente von Die Schöne und das Biest und von Angel Carters Die Dame aus dem Haus der Liebe, einer kurzen Geschichte in der Märchensammlung Blaubarts Zimmer.

Ich liebe die Fanfiction von northerntrash: die aufgegriffenen Ideen, den Schreibstil, die Fähigkeit, immer wieder andere Mythen als Inspiration aufzugreifen und sie in eigene Geschichten umzufassen, die den Leser berühren. Das trifft auch auf Between the Pines zu, welches mich ganz ehrfürchtig ob seiner schroffen Schönheit hat werden lassen. Ich kann nur empfehlen, mal in ihrem AO3-Profile zu stöbern oder mal auf ihrem tumblr-Account vorbeizuschauen. Viel Spaß!

Das wunderbare Bild, welches übrigens nicht für diese Geschichte entstanden ist und dennoch wie die Faust auf's Auge passt, stammt von losta9view. Ein dickes Dankeschön, dass ich es hier benutzen durfte.

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Bild Phoenix HP-wiki

Mit Enemy of My Enemy von Penwyn präsentiere ich eine weitere Geschichte aus meiner Serie an kurzen Fanfiction, dieses Mal aus der Welt von Harry Potter. Als Warnung sei noch gesagt, dass diese wunderschöne, aber sehr traurige Geschichte zwei Triggerwarnungen verdient: Bei wem der Tod von Charakteren und das Thema Hungern ungute Gefühle auslöst, sollte weder diese Rezension noch die Geschichte, um die es geht, lesen.

Nach Albus Dumbledores Tod erläutert er in seinem Testament Harry und den Ordensmitgliedern, dass Snape nur seinen Wünschen gefolgt ist und mit Snapes Handlungen auch noch Draco Malfoy aus Voldemorts Nähe entfernt werden konnte. Tatsächlich lädt Snape einen sehr unglücklichen Draco bei Harry im Haus am Grimmauld Place ab. Draco hat nichts besseres zu tun, als sich in seinem Zimmer zu verschanzen und jegliche Nahrungsaufnahme zu verweigern. Nach Wochen ist es schließlich Harry, der ihn aus seinem selbst gewählten Elend befreit und Draco langsam wieder zum Essen bringt. Wann immer Harry nicht auf der Suche nach Horkruxen ist, verbringt er seine Zeit mit Draco. Dabei kommen die beiden sich näher und ihre Beziehung verändert sich und irgendwann sind die beiden weder Feinde noch Freunde sondern Liebhaber. Doch Harry verschweigt Draco etwas und als die Wahrheit endlich rauskommt, ist es zu spät...

Enemy of My Enemy ist eines der ersten Fanfiction, die ich je gelesen habe - und immer noch eines der besten. Dazu muss ich sagen, dass mich eine gut geschriebene traurige Geschichte genauso berühren und glücklich machen kann, wie die, die mit einem "und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage" endet. Penwyn ist ein Profi darin, Emotionen aus ihren Lesern herauszulocken. Die Geschichte wirft einen buchstäblich in ein Wecheselbad der Gefühle und jedes Mal wieder bin ich erstaunt, wie sehr mich Harrys und Dracos Schicksal auch beim x-ten Lesen packt und am Ende atemlos zurücklässt.
Das liegt zu einem Großteil an den großen und kleinen Gesten, die in Enemy of My Enemy verwendet werden. Dass der Feind deines Feindes ein Freund sein kann, dass es einen Gegenpool zum Dunklen Mal gibt, dass selbst ein wunderbarer Liebesbrief den Schmerz eines todunglücklichen Teenagerherzen nicht lindern kann, all dies macht diese Geschichte zu einem kleinen Schmuckstück im Sinne einer Shakespear'schen Tragödie.
Ja, auch die kurzen und kleinen Geschichten haben es in sich, einem das Herz zu zerreißen. Eine Tatsache, die mich am Ende dann aber doch glücklich macht.

Das Phönixbild stammt von der englischsprachigen Monsters and Creatures Wiki. Leider bleibt der Name oben links für mich auch mit größtmöglicher Vergrößerung unlesbar, sodass ich den Künstler nicht, wie gewohnt, würdigen kann. Credits an dieser Stelle an die gesamte Seite.
In absence of a readable artist's name (I've really tried) all credits for this beautiful phoenix picture go to the whole Monsters and Creatures Wiki.

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Cover Heartbreaker Englisch

Manchmal will man einfach die Alltagssorgen vergessen und sich zumindest für einen Abend in ein kurzes Abenteuer stürzen. Das war zumindest alles, was Kiki wollte, als sie mit ihren Schwestern in den Club ihres Bruders zum Feiern gegangen ist und dort ihr Auge auf Darren, den hauseigenen DJ, geworfen hat. Er wäre perfektes Material für einen One-Night-Stand: Gutaussehend, sexy und sie hat ihn mehr als einmal mit anderen Frauen aus dem Club nach Hause gehen sehen. Genau das will Kiki auch - nur Sex, ohne Verpflichtung und ohne Gefühle.
Doch leider geht Kikis Plan nicht ganz auf, denn Darren fährt sie nach der Party zwar nach Hause, doch er geht nicht auf ihr eindeutiges Angebot ein. Stattdessen geschieht etwas, das für beide vollkommen unerwartet kommt: Sie werden Freunde. Zwar ändert das nichts an der sexuellen Spannung zwischen den beiden, doch sowohl in Darrens als auch Kikis Leben ist kein Platz für eine Beziehung. Deshalb schwören sich beide, dass nie mehr zwischen ihnen sein kann, als reine Freundschaft, denn beide haben ihre ganz eigenen Gründe, wieso sie sich von ernsthaften Beziehungen fernhalten.
Doch langsam aber sicher durchbrechen Kiki und Darren gegenseitig ihre Mauern und müssen feststellen, dass sie vielleicht im anderen genau die Person gefunden haben, die ihr ganzes Leben zum Besten wenden könnte - wenn sie nur lernen würden loszulassen...

Leider ist Heartbreaker von Kat Bastion und Stone Bastion eine von diesen 08/15 Geschichten, die mich überhaupt nicht packen konnten. Allein die Grundgeschichte ist schon nicht sonderlich einfallsreich, woraus ich dem Buch allerdings keinen Strick drehen will. Schließlich kannte ich den Klappentext und hätte ich es ja nicht lesen müssen. Außerdem gibt es durchaus auch Bücher, die keine besonders innovative Geschichte haben und die dennoch zu unterhalten wissen. Bei Heartbreaker war das aber nunmal leider nicht der Fall.
Denn die Gründe, die Kiki und Darren von der Liebe und Beziehungen abhalten sind ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen - zumindest bei Kiki. Darrens Situation ist schon etwas realer und schwieriger und ich verstehe, wieso er keine unbeteiligte dritte Person in sein Drama hineinziehen wollte. Kikis Hintergründe wirken dagegen ziemlich kindisch und oberflächlich und lassen sich auf ein Ereignis aus ihrer High School Zeit (also vor gut 10 Jahren) zurückführen. Dass dieses Erlebnis nicht schön war und man daraus eine gewisse Lehre ziehen kann ist schon glaubhaft, aber als erwachsene Frau immer noch so ein Drama darum zu machen fand ich etwas albern. Überhaupt muss ich sagen, dass Kiki, die immerhin langsam auf die 30 zugeht, oft ziemlich kindisch und verantwortungslos handelt. Sie will ständig ihren Willen durchsetzen und weiß und kann alles besser, als alle anderen, steckt dabei aber ihren Kopf in den Sand, wenn es um echte Probleme geht. Das ist einer der Gründe, weshalb sie mir nie wirklich sympathisch geworden ist. Überhaupt waren Kat Bastion und Stone Bastion ziemlich inkonsequent mit dem Aufbau von Kikis Charakter. Denn auf der einen Seite ist sie supersüß und sexy und hübsch und überhaupt der Traum eines jeden Mannes, gerade weil sie nichts außer einem One Night Stand will. Auf der anderen Seite hat sie aber auch fast nie Sex und kein Glück bei Männern - das war alles ein wenig widersprüchlich und hat mich nach kürzester Zeit ziemlich genervt.
Ebenfalls nicht sonderlich gut gelungen fand ich den Schreibstil, der einfach keine gerade Linie gefunden hat. Entweder war er viel zu blumig und ausschweifend mit ziemlich kitschigen Vergleichen oder aber er war zu abgehakt, was den Lesefluß immens gestört hat. Die Autoren haben offensichtlich versucht, die Dialoge durch das weglassen von Personalpronomen möglichst realistischen zu halten (z.B. "Saw her at art class today.", "Need water?" usw.), haben aber zumindest für mich dadurch genau das Gegenteil bewirkt. Es wirkte zu bemüht und hat die Charaktere dadurch ziemlich unauthentisch wirken lassen. In der Masse war das beim Lesen einfach anstrengend und nervig.

Insgesamt ist Heartbreaker von Kat Bastion und Stone Bastion also kein Buch, das mich überzeugen konnte. Das Einzige, was mich einigermaßen bei der Stange halten konnte, war Darrens Teils der Geschichte, aber selbst das wurde mir irgendwann zu übertrieben und kitschig. Das nächste Buch der Unbreakable Reihe, das von anderen Charakteren handelt wird, werde ich mir von daher vermutlich sparen.

Wenn ihr dem Buch trotzdem mal eine Chance geben wollt, empfehle ich euch es vorzubestellen. Denn bis zum Erscheinungstermin (22. März 2016) gibt es das Buch noch für 0,99 EUR - danach steigt der Preis auf voraussichtlich knapp 5 EUR!

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