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Cover Hustler

Gavin Saint ist der erfolgreichste Poker-Spieler der Welt und hat alles erreicht, was er in seinem Geschäft nur erreichen kann. Dementsprechend gelangweilt ist er mittlerweile auch. Keine der großen Casinos in Las Vegas lassen ihn normalerweise an ihren Tischen noch spielen, abgesehen vom Hotel Paragon, das seinem Freund Graham gehört und in dem er inoffiziell hinter den Überwachunskameras arbeitet, um Falschspieler und Kartenzähler zu entlarven.
Nicht einmal mehr Frauen bieten ihm eine echte Abwechslung, was ihn aber nicht davon abhält einen One-Night-Stand nach dem anderen zu haben. Allerdings würde er eh keine Frau näher an sich heran lassen, denn wenn es eine Sache gibt, die Gavin von seinem nichtsnutzigen Vater gelernt hat, dann ist es, dass man sich nie von einer Frau ablenken lassen darf. Seinen Vater hat das schließlich nicht nur seine Karriere, sondern schlußendlich auch sein Leben gekostet.
Bisher gab es auch noch keine Frau, die ihn wirklich genug interessiert hätte, um diesen Vorsatz in Gefahr zu bringen. Zumindest nicht bis er Penelope "Nell" Prescott kennenlernt. Sie ist die neue Bedienung im High Roller Bereich des Hotel Paragon, wo die Spieler mit Geld und den richtig hohen Einsätzen spielen und sobald er das erste sarkastische und schlagfertige Wort aus ihrem Mund hört, wird ihm klar, dass er sie haben muss. Doch Nell lässt sich nicht so einfach von Gavins Charme, Macht und Geld einlullen, wie er es von anderen Frauen gewohnt ist, und ihm wird schnell bewusst, dass er sein ganzen Können aufbringen muss, wenn er Nell und die Herausforderung, die sie bietet, knacken will. Doch das ist alles, was sie ist: Eine kurzfristige Herausforderung. Zumindest redet sich Gavin das unermüdlich ein...

Schon als ich das Cover von Hustler von Meghan Quinn und Jessica Prince das erste Mal gesehen habe, war ich gleich neugierig auf dieses Buch und ich bin sehr froh, dass es tatsächlich mehr als nur eine hübsche Verpackung ist und mir auch der Inhalt auch ziemlich gut gefallen hat.
Die Geschichte ist sowohl aus Gavins als auch aus Nells Sicht geschrieben und ich habe mich sofort in beide Charaktere verliebt. Ihre familiären Hintergründe könnten zwar nicht unterschiedlicher sein - Gavin hatte schon immer Geld, kennt aber kaum elterliche Zuneigung und Nells Familie hatte zwar immer Geldsorgen, würde aber alles füreinander tun - trotzdem sind sich die beiden ziemlich ähnlich. Sie sind schlagfertig, dickköpfig, stur und haben ein Poker Face, dass es anderen schwer macht, sie wirklich zu durchschauen. Vor allem Gavin macht das wahnsinnig, denn auch wenn er hinter ein paar von Penelopes Tells (also Eigenarten, die beim Poker z.B. Bluffs oder Gedanken verraten) gekommen ist, gibt sie ihm genug Kontra, um ihn auf Trab zu halten. Dass zwischen den beiden regelmäßig die Fetzen fliegen ist von daher klar, denn keiner von beiden verliert gerne, doch genau das macht Hustler aber zu einem sehr unterhaltsamen Buch. Es war jedes Mal wieder wirklich lustig, wenn Gavin und Nell aneinander geraten und es gibt einige sehr gelungene Szenen, in denen die Autorinnen ihr Gespür für Humor ausleben durften, ohne dabei zu übertrieben zu werden.
Gleichzeitig gibt es aber auch jede Menge ziemlich heiße Szenen in Hustler, denn Nell und Gavin haben eine sehr explosive Chemie, die Meghan Quinn und Jessica Prince ganz wunderbar umsetzen. Zwar gibt es für meinen Geschmack vielleicht ein paar Sexszenen zu viel, aber die beiden Autorinnen haben dennoch darauf geachtet, dass sie die Erotik nicht Überhand nehmen lassen. Im Vordergrund stehen zu jeder Zeit immer noch die Figuren.
Und von denen gibt es gleich einige sehr interessante in Hustler. Denn Nells und Gavins Freunde spielen ebenfalls eine ziemlich große Rolle und habe viel Abwechslung in die Geschichte gebracht. Jeder von ihnen hat seinen ganz eigenen Beitrag zu der Handlung geleistet und es ist ziemlich offensichtlich, dass Meghan Quinn und Jessica Prince auch über sie schreiben wollen. Stoff gäbe es auf alle Fälle genug.

Mich würde das jedenfalls sehr freuen, denn Hustler von Meghan Quinn und Jessica Prince ist wirklich eine gelungene Geschichte. Mit viel Humor und Charme stellen diese beiden Autorinnen hier ihre Figuren vor und es hat großen Spaß gemacht, sie bei ihren Faxen dabei zu sein. Las Vegas als Schauplatz hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, einfach weil die Möglichkeiten in dieser Stadt unendlich sind. Ich bin jetzt schon gespannt, was sich die zwei Damen für ihr nächstes Buch einfallen lassen.

Hustler erscheint übrigens heute und ist zumindest vorerst für Kindle Unlimited Kunden kostenlos! :)

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Cover Stuck-Up Suit

Für Soraya hat es wie jeder andere Tag angefangen, als sie im Zug von Brooklyn zur ihrem Job bei einer Zeitungskolumnistin in Manhattan fuhr. Doch dieser Tag sollte ihr Leben verändern, denn als sie das Handy des gutaussehenden aber auch ziemlich arroganten Geschäftsmanns, der ihr gegenüber saß und den sie heimlich beobachtet hatte, findet, ist ihr noch nicht klar, dass sie dadurch dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben begegnen wird.
Noch sieht es aber gar nicht danach aus, denn Graham Morgan, dessen Namen Soraya nach ein bisschen Schnüffelei in seinem Handy herausgefunden hat, scheint alles andere als ein netter Kerl zu sein. Deswegen hat Soraya auch überhaupt kein schlechtes gewissen Graham genau zu sagen, was sie von ihm hält.

Graham kann es nicht fassen, wie die junge Frau, die sein Handy gefunden hat mit ihm redet. Noch nie hat ihn jemand dermaßen herausgefordert und sein Verhalten in Frage gestellt. Schon bald ist er wie besessen von Soraya - und das, obwohl er noch nie ihr Gesicht gesehen hat. Doch wenn die schmutzigen Bilder, die sie auf seinem Telefon hinterlassen hat um ihn zu quälen, ein Hinweis sind, dann wird ihm das Gesamtpaket auch gefallen.

Soraya und Graham sind unterschiedlich wie Tag und Nacht - doch als sie sich nach einigen Textnachrichten endlich zum ersten Mal leibhaftig gegenüber stehen, wissen beide, dass da etwas zwischen ihnen ist. Ihre Begegnung war wie Schicksal. Doch nichts konnte die beiden darauf vorbereiten, was das Schicksal als nächstes für sie bereit hält...

Stuck-Up Suit von Vi Keeland und Penelope Ward ist ein Begleitroman zu dem ersten gemeinsamen Werk dieser beiden Autorinnen, Cocky Bastard, der mir wirklich gut gefallen hat. Merkwürdigerweise bin ich eigentlich kein sonderlich großer Fan ihrer Einzelarbeiten, aber ihre Kollaborationen sind einfach richtig gut. Denn auch Stuck-Up Suit hat mir ziemlich gut gefallen.
Besonders Soraya habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen. Sie ist frech und selbstbewusst und absolut keiner dieser High Society Hungerhaken, sondern mit Leib und Seele Brooklynite. Sie hat Kurven dank ihrer italienischen Vofahren und ihren ganz eigenen Style - inklusive zu ihrer Stimmung passender Haarfarbe. Den Spaß, den sie sich am Anfang mit Graham erlaubt, nachdem er ihr nur seine doch sehr unfreundliche Seite gezeigt hat, hat das ganze nur noch verstärkt, denn sie lässt sich nicht so einfach wie Müll behandeln und hat überhaupt kein Problem damit, Graham in seine Schranken zu weisen. Kurzum, sie ist eine starke, sympathische Heldin, mit der man sich nur zu gern identifiziert.
Und so unsympathisch Graham am Anfang der Geschichte auch war - auch er ist mir in kürzester Zeit ans Herz gewachsen. Es hat seine Gründe, wieso er so barsch ist, wie er nunmal ist, und auch wenn das keine Entschuldigung sein soll, ist es doch eine Erklärung. Er will sich aber ändern und mit Sorayas Hilfe sind auch sehr schnell Fortschritte in seinem Verhalten zu erkennen. Ich fand ihn jedenfalls sehr sympathisch und einige der Dinge, die er für Soraya tut waren einfach unglaublich süß. Er hat zwar den ein oder anderen Moment, in dem er mir ein wenig zu nah an das Stalker-Klischee kommt, aber das sind Gott sei Dank nur sehr vereinzelte Szenen, die er schnell wieder wett macht.
Natürlich kann es aber nicht so einfach und problemlos klappen zwischen Graham und Soraya. Sind sind wie gesagt unterschiedlich wie Tag und Nacht. Soraya kommt aus Brooklyn und fällt mit ihrem schrillen Stil und ihrer frechen Art definitiv auf. Und Graham verkehrt in feineren Kreisen und dinniert mit der High Society New Yorks. Trotzdem funktioniert es zwischen den beiden irgendwie – zumindest bis Grahams Vergangenheit aus der Versenkung auftaucht und sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Graham und Soraya müssen für das kämpfen, was sie haben, auch wenn sich vor allem Soraya irgendwann nicht mehr sicher ist, ob ihre Beziehung wirklich richtig ist...Viel mehr will ich zur Handlung von Stuck-Up Suit eigentlich gar nicht sagen, denn auch wenn die Wendungen sicher nicht besonders einfallsreich sind, hat es das Buch dennoch spannend gehalten und die Geschichte ziemlich emotional gemacht.

Wie gesagt harmonieren die Schreibstile von Vi Keeland und Penelope Ward wirklich gut und im Grunde fand ich auch, dass sie ein sehr gutes Gefühl für Timing und ihre Dialoge hatten. Trotzdem gab es das ein oder andere Gespräch, dass stellenweise etwas gestelzt rüberkam - besonders wenn die Charaktere sich gegenseitig etwas Gefühlvolles oder Fundamentales vermitteln wollen. Das ist natürlich ziemlich schade, denn so kann ein Moment, der eigentlich sehr wichtig und bewegend ist, schnell mal etwas albern und abgedroschen wirken.

Trotzdem, unterm Strich fand ich Stuck-Up Suit von Vi Keeland und Penelope Ward einfach gut. Es war witzig, sympathisch und emotional und hat damit absolut genug Unterhaltung geboten, um die manchmal etwas dünne Handlung spielend über Wasser zu halten.

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Cover Seriously Funny - The Endlessy Quotable englisch

Das kleine Büchlein Seriously Funny - The Endlessy Quotable ist nun, über ein Jahr nach dem Tod des Autors erschienen. Jeder Leser seiner Bücher kennt sie, die vielen kleinen zitierwürdigen Anekdoten, die seinen Weg pflasterten. Egal ob er sein eigenes Leben bezeichnete oder in seinen vielen Romanen so machen Charakter eine untrübliche Weisheit in den Mund legte.

Hier sind nur einige wenige Zitate des Autors und seiner Charaktere aufgeführt, ein Gesamtwert würde wohl einer Enzeklopedie gleichkommen. Es gibt verschiedene Abschnitte, in denen die Zitate zusammengefasst sind und den Leser einstimmen.
Aus beinahe jedem Scheibenwelt-Roman findet sich wenigstens ein Zitat und lässt den leser schmunzeln.

Hier mein liebstes Zitat: 'A marriage is always made up of two people who are prepared to swear that only the other one snores.' aus The Fifth Elephant.

Für Pratchett-Fans ist es keine Frage - das Buch ist ein Muss, wenn auch recht dünn mit 128 Seiten und immer nur einem Zitat pro Seite.

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Cover Fooling Around Englisch

Julie ist an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. Die letzten sechs Jahre hat sie damit verbracht, sich um ihre beiden schwerkranken Eltern zu kümmern. Dafür hat sie ihr Studium abgebrochen, ist zurück in ihr altes Kinderzimmer bei ihren Eltern gezogen und hat quasi jegliches Privatleben aufgegeben. Nun, da ihre Eltern beide verstorben sind, weiß Julie nicht so richtig, wie es mit ihr weiter gehen soll. Sie hat kaum Geld, einen vollkommen unterbezahlten Job und überhaupt keine Lust zu ihrer Schwester zu ziehen, bei der sie im Grunde wie ein besserer Babysitter und eine Haushaltshilfe behandelt wird.
Dann bekommt sie ein Angebot, dass nur sehr schwer abzulehnen ist: Der Geschäftsmann Eric Vincent braucht jemanden, der ihm während der nächsten drei Monate tatkräftig zur Seite steht, während er sich von einem Skiunfall erholt, bei dem er sich einen komplizierten Beinbruch zugezogen hat, der ihn vorübergehend an den Rollstuhl fesselt. Eric hatte mit seinen bisherigen Aushilfen absolut keine Geduld, die ihm schon nach kürzester Zeit furchtbar auf die Nerven gegangen sind. Doch irgendetwas an Julies ruhiger und unaufdringlicher Art lässt ihn hoffen, dass er mit ihr mehr Glück hat. Und das ist ihm immerhin eine Million Dollar wert – das ist die Summe, die Julie bekommt, sollte sie auf Erics Angebot eingehen und sich die nächsten drei Monate um ihn kümmern.
Julie weiß, dass es verrückt ist. Sie kennt Eric nicht und sollte eigentlich erst mal ihr Leben auf die Reihe bekommen. Doch wie sie bald lernen muss, ist es sehr schwer nein zu Eric zu sagen...

Fooling Around von Noelle Adams ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin gelesen habe und es war eigentlich gleich mal ein sehr vielversprechender Einstieg, denn diese kleine Geschichte hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Julie ist eine ganz normale, durchschnittliche Frau, bei der es leicht fällt sich mit ihr zu identifizieren. Sie ist sympathisch, gleichzeitig aber eher ruhig und relativ zurückhaltend. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass sie sich herumschubsen lässt...zumindest nicht bei Dingen, die ihr wichtig sind. Eric gegenüber weiß sie sich z.B. immer wieder zu behaupten und das ist jedes Mal wieder ziemlich unterhaltsam. Denn Eric kann ein echtes Ekelpaket sein. Er ist ein Kontrollfreak, weiß genau was er will und hat sehr präzise Vorstellungen. Wenn jemand nicht seinen Ansprüchen gemäß handelt kann er schon mal ausflippen und ganz schön gemein werden. Trotzdem mochte ich ihn einfach. Zum Teil lag das daran, dass er zu Julie einfach anders war. Auch ihr hat er regelmäßig seine ungeduldige und sardonische Seite gezeigt, gleichzeitig ist er aber auch immer human und sein Verhalten blieb vor allen Dingen immer glaubhaft.
Ansonsten gibt es nur relativ wenige Charaktere in dieser Geschichte. Das hat mir aber erstaunlich wenig ausgemacht, denn die wenigen, die es zusätzlich gibt, waren mir sehr sympathisch und haben viel zur Geschichte beigetragen. Vor allem Erics "kleines Geheimnis" hat es mir hierbei besonders angetan.
Ich könnte mir allerdings gut vorstellen, dass Fooling Around dem ein oder anderen Leser zu ruhig ist. Tatsächlich passiert relativ wenig und auch Julies ruhige Art kann eventuell ein wenig zu einseitig sein. Mir hat das wie gesagt nichts ausgemacht, aber es ist doch eine echte Gefahr. Wer lieber Geschichten mit viel Drama und rasanten Wendungen will, dem kann ich fast garantieren, dass Fooling Around keine gute Wahl für ihn ist.

Allen anderen könnte Fooling Around von Noelle Adams schon gefallen. Es ist zwar von der Geschichte her absolut nichts Besonderes, allerdings mochte ich Julie und Eric einfach sehr gerne. Sie sich vielschichtige und interessante Charaktere, die nicht übertrieben, gleichzeitig aber auch alles andere als perfekt sind.
Übrigens ist das übertrieben sommerliche Cover vollkommen unpassend für die Stimmung in diesem Buch, die oft doch sehr ernste Töne anschlägt – mal ganz abgesehen davon, dass ich Julie kein bisschen in der Frau auf dem Bild wiedererkenne.

Fooling Around erscheint am 17. Mai 2016.

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Cover The Rule Book Englisch

Die 24-jährige Lainey ist frisch von der Uni und hatte das große Glück, sofort einen Job in ihrer Traumbranche zu ergattern. Sie arbeitet ab jetzt als zweiter Assistent in einer Marketingfirma in Seattle namens Starr Media, die gerade ganz groß im Kommen ist und einige berühmte Persönlichkeiten zu ihren Klienten zählt.
Lainey braucht diesen Job. Nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Mutter, die gerade mit einer schweren Krankheit zu kämpfen hat und jeden zusätzlichen Cent gebrauchen kann, um die stetig wachsenden Krankehausrechnungen zu begleichen. Deshalb hat sich Lainey ein paar Regeln zurecht gelegt - allerdings erst in dem Moment, in dem sie zum ersten mal ihrem unglaublich attraktiven aber auch etwas steifen Chef Brogan Starr kennenlernt:
1. Nenne deinen Boss nicht Antichrist, wenn er dabei ist. Zumindest nicht nochmal.
2. Starr nicht auf das, was...ähm...dein Boss in der Hose hat, oder auf seine Tattoos.
3. Verscherze es dir niemals mit dem bösartigen ersten Assistenten.
4. Vergiss nicht, das 300 Seiten starke Regelwerk für Mitarbeiter auswendig zu lernen.
5. Halte dich fern vom Hund des Chefs, wenn dir dein Kaschmir Pulli etwas wert ist.
6. Egal wie sehr dich die Grübchen deines Boss auch in Versuchung führen - Gib. Niemals. Nach.
7. "Der Aufzug hat meine Kleidung gefressen" ist keine gültige Begründung zu einem wichtigen Meeting halb nackt zu erscheinen.
8. Breche nicht sieben der Regel im Zeitraum deiner ersten Woche, wenn du das Geld dringend brauchst, um deine kranke Mutter zu unterstützen.
9. Was auch immer du tust ? verliebe dich nicht in deinen Boss. Siehe auch Regel über kranke Mutter.
10. Vergiss niemals die Regeln.
Doch das ist für Lainey bald wesentlich leichter gesagt, als getan...

Natürlich schafft es Lainey in The Rule Book von Jennifer Blackwood nicht so einfach ihre guten Vorsätze einzuhalten. Es scheint so, als würde sie jedes einzelne Mal ins Fettnäpfchen treten, wenn Brogan auch nur in der Nähe ist. Da hilft es auch nicht, dass sie ständig in Tagträumereien verfällt, wenn sie an ihn denkt - und das hat oft ziemlich chaotische und manchmal auch peinliche Folgen. Lainey ist schon wirklich ein komischer Vogel, doch ich mochte sie richtig gern. Sie ist im Grunde eine ziemlich toughe und starke Persönlichkeit, was sie aber nicht davon abhält, sich manchmal ganz schön zum Affen zu machen. Gleichzeitig ist sie aber auch richtig lustig. Die Geschichte ist ausschließlich aus ihrer Sicht erzählt und es hat richtig Spaß gemacht, sich in ihrem Kopf herumzutreiben. Und das, obwohl sie ständig Brogan, seinen Tattoos und seinem schönen Gesicht hinterhergeschmachtet hat. Das ist eigentlich etwas, das ich gar nicht leiden kann in Büchern. Lainey macht das allerdings auf so ungewöhnliche, lustige und einfach sympathsiche Art, das mir das überhaupt nichts ausgemacht hat - ganz im Gegenteil.
Deswegen hat es mich auch nicht wirklich gestört, dass die sonstige Geschichte im Grunde sehr simpel aufgebaut ist. Es geht um die Irrungen und Wirrungen an einem neuen Arbeitsplatz, zickige Kollegen und neue Freunde. Alles also eigentlich nichts besonderes. Durch Laineys erfrischende Art und die doch meist ziemlich skurrilen Situationen, in die sie sich manövriert, ist in The Rule Book dennoch immer etwas geboten und es wird nie langweilig.
Natürlich trägt aber auch Brogan ein wenig zu der Handlung bei. Er hat ebenfalls jede Menge Regeln (wovon einige im oben bereits erwähnten 300-seitigen Handbuch festgehalten sind) und es wird schon recht früh klar, dass er nicht so recht weiß, woran er bei Lainey ist. Denn auf der einen Seite würde er seine quirlige neue Angestellte gerne näher kennenlernen, auf der anderen sollte er aber eigentlich seine gesamte Kraft seiner neuen Firma widmen. Natürlich kann er aber doch nicht ganz von Lainey lassen und es gibt einige wirklich süße Szenen zwischen den beiden.

Trotzdem ist Brogan eines der beiden Dinge, mit denen ich mich in The Rule Book nicht so wirklich anfreunden konnte. Er ist einfach ein wenig farblos und hat keinen wirklich bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Klar, er ist sympathisch und hat so seine Eigenheiten, die ihm eigentlich dabei helfen sollten, sich von der üblichen Helden-Riege ein wenig abzuheben. Trotzdem ist er ein bisschen untergegangen bzw. war sein Verhalten oft etwas zu starr und nicht immer ganz nachvollziehbar.
Die zweite Sache, die mir hier und da negativ aufgefallen ist, ist dass viele Entwicklungen etwas arg vereinfacht dargestellt wurden. Z.B. passieren in der Arbeit das ein oder andere Mal Dinge, für die Lainey nichts kann, an denen ihr aber die Schuld gegeben wird. Die Reaktion, die v.a. Brogan in diesen Situationen an den Tag legt, empfand ich persönlich einfach nicht als sonderlich realistisch. Vor allem gegen Ende passieren einige Dinge, die einfach zu bequem gelöst worden sind und schon ziemlich große Zufälle sein müssten, um wirklich so geschehen zu können.

Trotzdem ist The Rule Book ein Buch, das ich sehr gern gelesen habe. Jennifer Blackwood hat mit Lainey eine sehr, sehr sympathische Heldin erschaffen, über die ich gerne gelesen habe und die mit ihrer wirklich individuellen inneren Stimme einfach richtig Spaß gemacht hat.

The Rule Book erscheint am 9. Mai 2016.

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