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Cover Dearly Departed englisch

Im Jahr 2195 ist von den USA nicht mehr viel übrig. Mehrere Naturkatastrophen, Eis und Hungersnöte haben die Menschen dazu gezwungen, in den Süden abzuwandern. Doch auch dort kamen sie nicht zur Ruhe und Kämpfe um Land und Führungsansprüche haben für konstante Spannungen gesorgt. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich dabei zwei Gruppen herausgebildet, die sich im mittel- und südamerikanischen Raum gegenseitig auflauern: Die Neuviktorianer und die Punks. Letztere haben sich von der Technologie abgewandt und versuchen die Menschen zu ihren Ursprüngen zurückzuführen.
Die Neuviktorianer auf der anderen Seite halten an ihrer Technologie fest, orientieren sich was ihre Gesellschaft angeht aber am Vorbild der viktorianischen Ära, wo Ordnung, Schönheit und Sicherheit vorrangig waren.
Die knapp 17jährige Nora Dearly ist eine von ihnen. Von ihrem Vater zu einer starken Persönlichkeit erzogen kommt sie nur schwer mit den strengen Regeln und der Rolle der Frau in dieser Gesellschaft klar. Denn Frauen bekommen kaum echte Bildung und sollen sich hauptsächlich darum kümmern, eine gute Partie zu heiraten. Unter normalen Umständen wäre Nora das schon zuwider, aber seit ihr Vater vor einem Jahr gestorben ist, kann sie das ganze Gehabe kaum noch ertragen, vor allem als sich ihre Tante Gene am Tag, an dem die Trauerzeit um ihren Vater endet, sofort wieder in das soziale Leben wirft und Nora zwingt mitzuziehen.
Doch dann wird Noras Alltag jäh unterbrochen. Erst wird sie beinahe von einem unheimlichen Unbekannten auf offener Straße entführt. Was danach kommt ist aber noch viel schrecklicher: Nachts wird ihr Haus von Männern überfallen, die allerdings mehr Monster als Mensch sind. Und sie sind eindeutig nicht mehr am Leben. In letzter Sekunde wird sie ausgerechnet von dem unheimlichen Mann gerettet, der sie schon einmal mitnehmen wollte.
Dieser stellt sie als der recht junge und gutaussehende Soldat Bram heraus ? der allerdings ebenfalls ein wandelnder Toter ist. Nora hat panische Angst und weiß nicht, was los ist, doch sie muss sich bald mit einer noch viel unbequemeren Wahrheit anfreunden: Ihr Vater hatte wesentlich mehr mit diesen untoten Monstern zu tun, als ihr lieb ist und er ist auch der Grund, warum sie sich nun in den Händen von Zombies befindet.

Cover Dark Love deutsch

Auf den ersten Blick (und auch auf den ersten paar Seiten) ist Dearly, Departed / Dark Love von Lia Habel zunächst einmal ein ziemliches Durcheinander und eine recht gewagte Mischung aus dystopischen, viktorianischen, post-apokalyptischen und ein paar Horror- und Steampunk-Elementen. Und zugegebenermaßen habe ich mich am Anfang auch ein wenig schwer damit getan. Komischerweise lag das hauptsächlich an der Anlehnung ans viktorianische Zeitalter, denn das wirkte in der Einleitungsphase etwas zu gewollt und ich wollte nicht so recht begreifen, wieso sich diese Menschen, die erstaunlich viel extrem moderne Technik besitzen, so sehr an ein veraltetes Gesellschaftsbild klammern. Das wird aber nach und nach sehr gut erklärt und hat sich irgendwann auch ziemlich natürlich für die Geschichte angefühlt und den Science Fiction Elementen so einen recht interessanten und neuen Anstrich verpasst.
Im Vordergrund stehen aber natürlich die Zombies, die in diesem Fall mal ein bisschen anders sind, als man sie normalerweise kennt. Zwar gibt es auch die komplett hirnlosen Fressmaschinen, die man aus Horrorfilmen kennt, viele sind aber doch mehr. Und einige Glückliche haben sich nach ihrem Tod kaum verändert. Die gesamte Geschichte und Krankheit der Zombies hat mir richtig gut gefallen und ich war ständig zwischen Faszination und Ekel hin und her gerissen. Auch die wissenschaftlichen bzw. biologischen Hintergründe fand ich ziemlich schlüssig und gut erklärt.
Deshalb haben mir auch besonders diese Charaktere so gut gefallen, denn vor allem die Zombies hat die Autorin erstaunlich feinfühlig beschrieben. Bram und seine Freunde haben alle ihre ganz eigenen Geschichten hinter sich und durch sie erfährt man hautnah, dass das Leben nach dem Tod alles andere als einfach ist. Daher haben sie sich auch alle eine gehörige Portion schwarzen Galgenhumors angewöhnt, der größtenteils wirklich lustig war. Aber auch Nora war ein wirklich toller und starker Charakter und es hat Spaß gemacht ihr dabei zuzusehen, wie sie sich endlich beweisen durfte.
Das Einzige, was mich neben dem etwas konfusen Anfang gestört hat, war, dass die Geschichte aus etwas zu vielen Perspektiven geschrieben wurde. Denn neben Nora und Bram berichten noch drei weitere Charaktere von ihren Erlebnissen. Das hat zwar den Vorteil, dass man überall vor Ort ist, manchmal musste ich mich aber ganz bewusst nochmal darauf hinweisen, wer denn nun eigentlich erzählt.

Alles in allem ist Dearly, Departed / Dark Love von Lia Habel aber ein gelungener Start für die Gone With the Respiration Reihe. Mit viel dunklem Humor, Steampunk und Science Fiction, ein paar gruseligen Momenten und natürlich einer Menge nicht ganz gewöhnlicher Zombies hat sie eine spannende und tolle Geschichte geschaffen, die noch viel Platz für eine gute Fortsetzung bietet. Auch eine zarte aber wirklich schöne Liebesgeschichte findet man natürlich in diesem Buch.

Mehr zu alldem werden wir sicher im zweiten Teil der Reihe erfahren, der voraussichtlich im Herbst 2012 unter dem Titel Dearly, Beloved (keine Rezension) in den USA erscheinen wird.
Die deutsche Ausgabe wird vermutlich zur gleichen Zeit bei uns erscheinen.

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Cover Delirium deutsch

Stellt euch eine Welt vor, in der Liebende als abscheulich, verachtenswert, gefährlich und krank gelten. Eine Welt, in der alle Erwachsenen keine tiefe Emotionen mehr haben, weil sie sich um ihren 18. Geburtstag herum einem neurologischen Eingriff unterzogen haben, der ihre Gefühlswelt zerstört. Eine Welt, in der die Erwachsenen vergessen haben, wie man Schmerz, Hass, Eifersucht und Angst empfindet, aber gleichzeitig auch keine tiefe Freude, inniges Glück, Wagemut oder Freundschaft mehr fühlen können. Eine Welt, in der man einen Lebenspartner zugewiesen bekommt und einem die Anzahl der Kinder, die man gebärt, vorgeschrieben wird. Eine Welt, die von Mauern und elektrischen Zäunen umschlossen ist. Eine Welt, in der die Liebe als Krankheit, als amor deliria nervosa bezeichnet wird. Eine Welt, in der Lena Ella Haloway Tibbles lebt...

Lena ist fast 18 und der Eingriff steht ihr bald bevor. Zu Beginn von Lauren Olivers Roman Delirium / Delirium kann Lena es nicht erwarten, endlich auch geheilt zu werden. Weil ihre Mutter sich aus Liebeskummer von einer Klippe gestürzt hat und ihre Cousine aus Liebeskummer einen tödlichen Herzanfall bekommen hat, ist ihre ganze noch lebende Familie in Verruf geraten. Aus diesem Grund möchte Lena einfach nur so normal und gefühlsarm wie alle anderen sein: keine großen Emotionen mehr, kein Drang mehr, auch mal verrückte Dinge zu tun, keine Ansteckungsgefahr mehr...

Doch dann begegnet Lena Alex: Alex mit Haaren, die wie Herbstlaub leuchten und hellen bernsteinfarbenen Augen. Alex, der Lena das Tanzen beibringt und der ihr zeigt, wie beengt, kleingeistig und fremdbestimmt ihr Leben bislang gewesen ist. Alex, der ihr eine Welt ohne Vorschriften zeigt. Der ihr aus verbotener Lyrik vorliest und der ihr Leben auf den Kopf stellt, weil er ihr zeigt, wie schön, aber gefährlich die Liebe ist...

Cover Delirium englisch

Lauren Oliver hat mit Delirium / Delirium den ersten Band einer dystopischen Trilogie geschrieben. Das Buch fängt mit leisen Tönen an: Der Leser lehnt Lena, ihre Lebensumstände und die gesell-schaftlichen Gegebenheiten kennen. Im Laufe der Zeit wird das Buch dann zunehmend spannender, was natürlich auch an Alex und dem Verbotensein ihrer Beziehung zueinander liegt. Ständig laufen die Beiden Gefahr, erwischt zu werden und der Leser hofft und bangt, dass genau das eben nicht passiert. Lena ist ein ziemlich interessanter Charakter: Auf den ersten Blick klein, unscheinbar und angepasst, hat ihr das Leben schon einiges zugemutet. Doch es braucht nur ein wenig Anregung von außen, um die Tiefe ihres Charakters und die Kraft und Power, die in ihr stecken, hervorzulocken.
Darüber hinaus schreibt Lauren Oliver mit der ihr eigenen Brillanz, die mir nicht nur Lenas Welt und ihre Empfindungen nahe gebracht haben, sondern die mich auch manchmal ganz atemlos vor Bewunderung gemacht hat. Ihre Bücher sind einfach ein Genuss und Delirium / Delirium ist da keine Ausnahme. Für Delirium / Delirium muss ich auch der Übersetzerin Katharina Diestelmeier ein Kompliment machen, da das Buch auf Deutsch ebenso wunderbar zu lesen war wie das Original.

Wenn euch diese Rezension gefallen hat und ihr mehr zum Buch wissen wollte, findet ihr hier die Rezension von ND zur englischsprachigen Ausgabe des Buches Delirium / Delirium. Band 2 der Trilogie Pandemonium / Pandemonium erscheint im Original am 28.02.2012.

Ganz herzlich bedanke ich mich beim Carlsen-Verlag für das Rezensionsexemplar. Die deutsche Ausgabe des Buches besticht in Natura übrigens durch ein wirklich schönes Cover.

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Cover Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel deutsch

In einer stürmischen Nacht versucht das Rentier Sternschnuppe verzweifelt den Blitzen auszuweichen. Doch heute ist es viel schwieriger als sonst und so kommt es, dass Sternschnuppe sich fürchterlich erschreckt und sich vom Wohnwagen losreisst.
Wenig später gibt es einen fürchterlichen Aufprall und der Wohnwagen samt Bewohner landet neben dem Bürgersteig einer kleinen Straße. Drinnen ist alles, was nicht niet- und nagelfest ist durcheinandergepurzelt und auch den Eigentümer, Niklas Julebukk, hat es aus dem Bett geschleudert. Vorsichtig späht er nach draußen und sieht, dass sowohl sein Rentier geflüchtet ist, als auch die Räder seines Wagens kaputt sind. Es hilft alles nichts, das muss repariert werden.
In einer Kommode wird fürchterlich geschimpft und das ist auch gleich Niklas Stichwort. Also lässt er die Kobolde heraus, damit sie sich ans Werk machen. Ihm ist nicht ganz wohl auf der Erde, denn er befürchtet die Entdeckung durch Waldemar Wichteltods Helfer. Denn wie man es sich schon denkt, Niklas ist kein gewöhnlicher Mensch, nein, er ist der letzte richtige Weihnachtsmann. Auch wenn er weder kugelrund ist, noch einen weißen Rauschebart trägt.

Am nächsten Morgen entdecken Schulkinder den Wohnwagen, unter ihnen auch Ben. Da Ben weder ein Mathegenie ist, noch mit der Sprache gut umzugehen weiß, lässt er sich auf eine Wette mit Mike ein. Dieser würde ihn bei der nächsten Mathearbeit abschreiben lassen, wenn Ben an die Wohnwagentür klopft und wartet bis jemand öffnet. Gesagt - getan. Als Niklas die Tür öffnet, stammelt Ben nur ein paar Worte und flüchtet. Allerdings hat er merkwürdige Dinge im Wohnwagen hinter dem dünnen Mann entdeckt und das lässt ihn den ganzen Tag nicht los.
Am Nachmittag steht er also wieder vor der Tür und dieses Mal läuft er nicht weg. Niklas bittet ihn herein zu einer Tasse Kakao und was Ben im Wohnwagen alles erfährt und sieht, erstaunt ihn sehr.
Hilfsbereit erzogen wie Ben nun einmal ist, will er Niklas helfen und hält ebenfalls nach den Helfern des Schurken Waldemar Wichteltod Ausschau.

Etwas unerwartet, und nicht zur Freude Bens, gesellt sich ihnen noch Charlotte hinzu, eine Neue in der Straße. Doch schon bald raufen sich die Beiden zusammen und das ist auch bitter nötig - die Nussknacker sind Niklas auf den Fersen und schon verdammt nah.

Mein erstes Weihnachtsbuch in diesem Jahr ist also nun Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel von Cornelia Funke mit Illustrationen von Regina Kehn.
Da ich schon einige Bücher von ihr gelesen habe, wusste ich von vorneherein, dass es mir gefallen würde. Die Autorin hat meines Erachtens nach hier den richtigen Ton gefunden für junge und auch erwachsene Leser. Die Geschichte soll einem den wahren Sinn von Weihnachten offenbaren und etwas weggehen vom Konsumhype.

Für mich ein sehr gelungenes Buch für jung und alt und in jedem Fall eine Empfehlung für die Vorweihnachtszeit. Und wer sich lieber den Film anschauen möchte, der hat seit dem 24.11.2011 die Gelegenheit dazu im Kino.

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Cover Yelena und die verlorenen Seelen deutsch

Enthält Spoiler zu Poison Study / Yelena und die Magierin des Südens und Magic Study / Yelena und der Mörder von Sitia.

Zwar haben Yelena und Valek es in letzter Sekunde geschafft, Ferde davon abzuhalten sein Ritual zu vervollständigen und konnten ihn gefangen nehmen, doch die Freude darüber währt nicht lange. Ausgerechnet Cahil begeht Verrat und befreit Ferde aus seiner Zelle. Gemeinsam sind sie nun mit einer Gruppe Daviian Vermins auf der Flucht und keiner weiß, wo sie sich aufhalten.
Doch dann bekommt Yelena einen Tipp von Moon Man und zusammen mit Leif und Marrok, dem alten Anführer von Cahils Heer, machen sie sich auf die Verfolgung. Gleichzeitig plagen Yelena aber auch erste Zweifel, was sie mit ihren Mächten überhaupt anfangen soll, jetzt wo sie weiß, was sie alles tun kann. Die Leute begegnen ihr entweder mit Furcht oder sehen zu ihr als ihr Anführer auf, der alles stets im Griff haben soll. In Wirklichkeit hangelt sich Yelena aber nur von Situation zu Situation und ist meist heilfroh, mit dem Leben davon zu kommen. Langsam bekommt sie das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Jeder erwartet etwas von ihr und der Druck wächst ihr über den Kopf.
Als wäre das noch nicht genug, schickt ihr jemand Botschaften durch das Feuer und die erschrecken Yelena mehr, als sie zugeben möchte. Sie hat stark Roze im Verdacht, kann ihre Schuld aber nicht beweisen.
Schon bald ist das aber irrelevant, denn die Suche nach Ferde und Cahil hat absoluten Vorrang. Die Gefährten haben zwar nur wenige Anhaltspunkte, doch es ist klar, dass die Flüchtlinge nichts Gutes im Schilde führen. Das große Ganze können Yelena und ihre Freunde zwar noch nicht überblicken, allerdings säumen wieder Ritualmorde den Weg der Daviian und sie gewinnen immer mehr an Macht und Einfluss. Es dauert nicht lange und der Spieß ist umgedreht.
Wie sollen Yelena und ihre Freunde aber eine Chance gegen sie haben, wenn es so aussieht, als könnten sie niemandem mehr vertrauen und selbst zu Gejagten werden?

Cover Fire Study englisch

Der letzte Teil von Maria V. Snyders Study / Yelena-Reihe hat wieder absolut zu überzeugen gewusst. Trotzdem fällt es mir ziemlich schwer meine Meinung zu Fire Study / Yelena und die verlorenen Seelen zu fassen.
Von Anfang an hat es sich ein bisschen anders gelesen, als seine beiden Vorgänger. Es wirkte irgendwie ein bisschen unheilvoll, was sicher auch an Yelenas Laune und Einstellung lag, denn sie weiß wirklich nicht so recht, was sie mit sich anfangen soll. Sie ist zwar wie gewohnt stark und sarkastisch, dahinter verstecken sich aber jede Menge Zweifel, die ihr und ihren Freunden einiges abverlangen. Ich kann nicht sagen, dass ich immer einverstanden war, mit den Einstellungen, Taten und Launen der einzelnen Charaktere, allerdings hat es Gott sei Dank keinen Einfluss auf die Sympathien genommen.
Allerdings haben sich dadurch ein enormer Druck und eine entsprechend gedrückte Stimmung aufgebaut, die dem Buch eine recht melancholische Stimmung verliehen hat. Überhaupt wusste ich oft nicht, ob ich jetzt lachen oder weinen sollte und gerade gegen Ende haben sich die beiden Emotionen im Minutentakt abgewechselt. An Spannung und Wendungen mangelt es in diesem Buch wahrlich nicht.
Womit ich ein bisschen zu kämpfen hatte, was mir gleichzeitig aber irgendwie auch gefallen hat, war, dass die Geschichte nicht mehr so direkt und greifbar war, wie in den anderen beiden Büchern. Die Magie und ihre Auswirkungen haben keine geordneten Bahnen und es ist alles möglich, gerade was Yelenas Kräfte und ihren Platz als Seelenfinder angeht. Das war teilweise fast ein bisschen viel und überfordernd, hat andererseits aber prima zur erdrückenden Stimmung gepasst.
Einziger echter Kritikpunkt ist, dass einzelne Elemente gerade im Mittelteil sehr an die Geschehnisse vom zweiten Band erinnert haben, vor allem was die Rolle der Daviian und ihrer Riten angeht. Zwar hat das alles seinen Sinn und wird am Ende logisch zusammengesetzt, allerdings hat es zu dem Zeitpunkt etwas aufgewärmt gewirkt. Das hätte man cleverer und frischer hinkriegen können.

Trotzdem ist Fire Study / Yelena und die verlorenen Seelen von Maria V. Snyder ein gelungener Abschluss für die Study / Yelena-Trilogie. Zwar hat mich das Ende mit einem melancholischen Gefühl zurück gelassen, eigentlich bin ich aber sehr zufrieden damit. Es lässt einiges offen, die wichtigen Stränge wurden aber zu einem schlüssige und befriedigendem Ende versponnen.

Eine Art Companion-Reihe gibt es in Form der Glass-Trilogie. Diese handelt von Opal und ihren Fähigkeiten, denen wir zum ersten mal in Magic Study / Yelena und der Mörder von Sitia begegnet sind und die auch in Fire Study / Yelena und die verlorenen Seelen wieder eine Rolle spielen. Auch einige andere bekannte Charaktere sieht man dort wieder.

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Cover Magyria 2 deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Teil Magyria - Das Herz des Schattens.

Mattim und sein Vater haben es geschafft, die Pforte ist geschlossen und Kunun und seine Schatten in Magyria gefangen. Endlich ist Réka in Sicherheit vor Kunun, auch wenn diese alles andere als glücklich ist und Hanna mit Feindseligkeit straft. Mattim ist ebenfalls traurig, denn so kann er nie wieder in seine Heimat und seine Stadt, Akink, vor den Schatten retten. Nun müssen die Menschen in Magyria alleine das Licht beschützen.
Als Réka mit ihren Freundinnen in einem Café sitzt und die Menschen beobachtet, fällt ihr eine Dame besonders auf. Sie ist rothaarig, hoch gewachsen und bildschön. Als diese sich sehr zum Erstaunen der Teenager zu ihnen gesellt und Réka ein Schmuckstück in die Hand drückt, ist sie sehr verwirrt. Woher kennt sie die Frau? Doch dann dreht sie das diamantenbesetzte Herz in der Hand und entdeckt auf der Rückseite eine Gravur - Réka und Kunun. Da erinnert sich Réka wieder an die vergangenen Wochen und Monate und an ihren Freund Kunun. Wenn seine Schwester, denn darum handelt es sich bei der schönen Frau, wieder da ist, dann ist Kunun sicher auch wieder zurück. Er hatte sie verlassen und ihr damit das Herz gebrochen, doch wie kann er sie nicht mehr lieben, wenn seine Schwester ihr das Herz zurückbringt?
Als Hanna das Herz um Rékas Hals sieht wird ihr übel. Hat Kunun es wirklich geschafft die Pforte wieder zu öffnen und sich Réka zu nähern? War die Ruhe so kurz? Was wird jetzt aus ihr und Mattim - Kununs Rache wird nicht lange auf sich warten lassen?

In Magyria zieht der König des Lichts in den Kampf gegen Wölfe und Schatten, in der Überzeugung, dass sein Licht ausreicht um sie zu vertreiben. Als sie auf ein Rudel Wölfe treffen gelingt es der Flusshüterin Mirita ihren König in letzter Sekunde zu retten. Allerdings nicht ohne Folgen. Endlich sieht auch der König ein, dass ihr Kampf gegen die Dunkelheit noch nicht gefochten ist und erkennt in seinem Sohn Mattim einen Verräter. Mirita kann und will es nicht glauben. Als kurz darauf Mattim in ihrem Zimmer auf sie wartet ist sie hin und hergerissen. Sie liebt ihn, aber er ist der Feind. Sie macht einen folgenschweren Fehler und Mattim landet im Verlies. Nur durch die Fähigkeiten eines Schattens gelingt ihm die Flucht zurück nach Budapest. Dort erfährt er, dass Kunun und Atschorek einen Plan gefasst haben um Akink endgültig einzunehmen - mit Hilfe von Hanna. Mattim ist außer sich vor Wut. Wird er noch rechtzeitig kommen um Akink und Hanna zu retten?

Im zweiten Band um den Vampir Mattim und die Sterbliche Hanna geht es rasant zu. Es beginnt quasi an dem Punkt, an dem der erste Band Magyria - Das Herz des Schattens geendet hat und hält sich nicht lange mit Erklärungen und Einführungen auf.
Einerseits ist es dadurch spannend und hält dazu an immer weiter lesen zu wollen, andererseits hat der Leser kaum eine Chance zu Atem zu kommen. Wieder springt die Handlung zwischen dem weltlichen Budapest und der Parallelwelt Magyria. Der Hauptteil findet dieses Mal in Magyria statt, was die Fantasyelemente unterstreicht.

Und obwohl mir Réka in diesem Band wieder etwas nervig vorkam, wird sie doch langsam erwachsener. Leider lernt sie kaum etwas dazu in ihrer Liebe zu Kunun.
Meine Hoffnung ruht nun auf dem nächsten Band, von dem leider weder ein Erscheinungsdatum noch ein Titel bisher bekannt ist.

Herzlich danke ich an dieser Stelle dem Penhaligon-Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

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