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20.

Feb 2012

Cover Grimmiger Dienstag deutsch

Enthält Spoiler zum ersten Band der The Keys to the Kingdom / Die Schlüssel zum Königreich-Reihe.

Mit viel Glück und mit Verstand konnte Arthur Penhaligon Lord Montag den Schlüssel des Unteren Hauses abluchsen, seine Familie verteidigen und die Stadt von der Schlafseuche befreien. Doch die sehnlichst erwünschte Zeit zum Ausruhen, die er eigentlich mit seiner Stellvertreterin ausgehandelt hat, bekommt er nicht zugestanden. Zum einen gehen die Uhren im Haus anders und zum anderen hat es der nächste Gegner, Dienstag, faustdick hinter den Ohren. Und so wird Arthur gleich am Morgen des nächsten Tages, einem Dienstag, hilfesuchend angerufen und schnell wird klar: Er muss sich dem Grimmigen, Herrn über die Fernen Weiten, auf dem Zenit seiner Macht entgegenstellen, denn dieser hat schon angefangen, gegen Arthur vorzugehen.

Grimmiger Dienstag geht Arthur gleich auf zwei Wegen an, im Haus klagt er die Schulden des ehemaligen Montags ein und in den sekundären Reichen bekommen Arthurs Eltern es mit dem Finanzamt und einem Börsencrash zu tun. Der Geldmangel auf allen Fronten zwingt Arthur dazu, sein Glück im Haus selbst zu versuchen. Dummerweise hat er dieses mal keinen Teil des Schlüssels, der ihm behilflich sein könnte, und so landet er ziemlich schnell als Arbeiter in der Grube, klangvoll auch Ferne Weiten genannt, und damit direkten im Hoheitsgebiet des Grimmigen. Doch auch wenn Arthur nur wenig Chancen sieht, Dienstag und seinem Heer von Beamten und Nichtlingen zu entkommen, geschweige denn ihm den zweiten Schlüssel abzujagen, gibt er nicht auf. Wie schon im ersten Band der The Keys to the Kingdom / Die Schlüssel zum Königreich-Reihe findet Arthur unerwartete Verbündete und kann sich auch auf seine Freunde im Haus, insbesondere auf Susi Türkisblau, verlassen.

Cover Grim Tuesday englisch

Dass nicht immer alles so ist wie es scheint, ist bei einem Garth Nix-Buch fast schon zu erwarten. Manche Ideen strahlen dabei aber besonders hervor: etwa die Art wie Arthur und Susi aus der Grube entkommen oder wie sie im Palast des Grimmigen eine unerwartete Reise antreten und natürlich, welche Form das Vermächtnis dieses Mal angenommen hat. Doch an manchen Stellen ähnelt das Buch seinem Vorgänger einfach zu sehr, als dass man immer völlig gebannt oder fasziniert ist. Vielleicht liegt es daran, dass Arthur diese Mal fast das gesamte Buch im Haus verbringt und dieses (Das Haus) - trotz aller Unterschiede zu den sekundären Reichen - eine gewisse Kontinuität vermitteln soll? Oder es lag daran, dass ich das Buch schon kannte und es beim zweiten Lesen nicht mehr ganz so atemberaubend fand? Nichtsdestotrotz konnte mich Grim Tuesday / Grimmiger Dienstag von Garth Nix gut unterhalten und besonders das Ende verleitet einen dazu, sich gleich auf den nächsten Band stürzen zu wollen. Denn hier bekommt der Leser einen ersten Eindruck von Drowned Wednesday / Kalter Mittwoch, der wirklich neugierig macht...

P.S.: Das ist mal eine Reihe, in der die deutschen Cover wirklich um Klassen besser sind als die Originale (und ich habe da noch das schönste englische Cover rausgesucht...).

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19.

Feb 2012

Cover Die Magierin deutschEnthält Spoiler zu The Aware / Die Inseln des Ruhms - Die Wissende und Gilfeather / Die Inseln des Ruhms - Der Heiler, den ersten beiden Bänden von The Isles of Glory / Die Inseln des Ruhms.

Flamme hat sich noch vor Morthreds Ende von Xolchasturm abgesetzt, um nach Breth zu segeln. Dort will sie nun doch den Basteiherren von Breth heiraten, um ihm so Morthreds Erben als Kind unterzujubeln. Dabei geht sie zwar nicht über Leichen, wie so viele andere Dunkelmagier vor ihr. Doch von der freundlichen Silbin Flamme Windreiter ist kaum noch ein Hauch übrig. Und auch dieser kleine Teil wird mit dem Wachstum des Kindes, dem Dunkelmagier in ihr, immer kleiner und kleiner.
Doch Flamme ist nicht alleine; Glut Halbblut, Kelwyn Gilfeder und natürlich Ruarth Windreiter würden die Ruhmesinseln buchstäblich auf den Kopf stellen, um Flamme zu helfen und sie von dem schädlichen Einfluss des Kindes zu befreien. Und so setzen die Drei alle möglichen und unmöglichen Hebel in Bewegung, um ihrer Freundin beizustehen.

Zwar wurde meine Hoffnung auf Flamme als Ich-Erzählerin in The Tainted / Die Inseln des Ruhms - Die Magierin, dem letzten Band von Glenda Larkes Trilogie The Isles of Glory / Die Inseln des Ruhms, enttäuscht. Doch dafür nehmen zwei andere sehr interessante Charaktere die Erzählung auf: Da ist Elarn, ein Gezeitenreiter, der mit seinem Gleiter auf den Wellen der Nabenrinne reitet und dabei Nachrichten befördert. Darüber hinaus ist Elarn ein sehr starker Silbmagier, aber ein echtes Mondkalb, wenn es um Frauen geht. Und dann hat man als Leser das Vergnügen, Ruarth zu begleiten. Flammes Gefährte ist ein Nachkomme der Dunstigen, welche fast 100 Jahre durch Morthreds Magie in Vogelgestalt gebannt waren. Doch nun ist Morthred tot und Ruarth muss - neben dem Kummer um Flammes Schicksal - überhaupt erst einmal lernen, was es bedeutet ein Mensch zu sein. Zum Finale hin steigen dann auch Glut und Kelwyn wieder als Erzähler ein, sodass man beim Lesen an vielen Stellen zu gleich sein darf.

Es sei noch gesagt, dass auch der Menode Thor Reyder und Gluts imposanter Feind Dasrick mit seiner Familie eine wichtige Rolle spielen. Doch viel mehr will ich an dieser Stelle zum Inhalt von Die Magierin gar nicht mehr verraten. Glenda Larke schafft es, die Geschichte mit Verve, Witz und Logik abzuschließen. Es bleiben so gut wie keine Fragen offen: Was wurde aus der Magie? Warum gibt es keine Ghemfe mehr auf den Inseln? Wie konnten sich die Ruhmesinseln den Kellen gegenüber behaupten? Was wurde aus der Macht der Wahrer? Und selbst die in allen drei Bänden auftauchenden kellischen Briefberichte, die etwa 50 Jahre nach der eigentlichen Handlung spielen, schlagen schließlich einen Bogen zum Hauptstrang der Handlung. Schon lange habe ich keine HighFantasy-Reihe mehr gelesen, die mich so verzaubert hat. Auch Tage und Wochen nach dem Ende des Buches, habe ich noch das Gefühl, gute Freunde zwischen den Buchdeckeln verlassen zu haben. Schon heute freue ich mich darauf, beim nächsten Mal alle drei Bücher am Stück zu lesen.

Ganz herzlich bedanke ich mich beim Blanvalet-Verlag für das Rezensionsexemplar.
Eigentlich mag ich ja diese inflationären Kapuzengestalten auf Fantasy-Büchern nicht. Die Idee, immer einen anderen der Drei (Glut, Kelwyn und Flamme) in den Vordergrund zu stellen, finde ich trotzdem gelungen.
Ein Wort noch zur Originalausgabe. Die englischen Bücher sind vergriffen und jeweils nur für einen ziemlich satten Preis zu bekommen - aus dem Grund habe ich auf Coverabbildungen verzichtet.

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18.

Feb 2012

Cover Legacy englisch

Im Königreich von Hytanica ist es üblich, dass die älteste Prinzessin am Tage ihres 18. Geburtstags den zukünftigen König des Landes aussuchen und heiraten soll. So wird es auch der gerade 17 gewordenen Alera ergehen. Ihr Vater ist darauf versessen, sie zu vermählen und einen geeigneten Thronfolger zu finden. Wenn es nach dem König ginge, wäre der allerdings schon gefunden. Lord Steldor, der Sohn des Captains der Wache, hat seiner Meinung das Zeug zum Herrscher und würde die beste Partie für seine Tochter abgeben. Steldor ist derselben Ansicht, was allerdings nicht weiter verwunderlich ist, denn der selbstverliebte und arrogante junge Mann hält extrem große Stücke auf sich.
Kein Wunder also, dass Alera ihn auf keinen Fall heiraten will und mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versucht, die Verlobung so lange wie möglich hinauszuzögern und vielleicht noch einen anderen Kandidaten zu finden. Leider gibt es niemanden, der Aleras Herz höher schlagen lässt oder der die Kriterien des Königs an seinen Nachfolger erfüllen würde. Doch dann rückt Aleras persönliches Schicksal vorrübergehen in den Hintergrund. Cokyri, ein Nachbarland, mit dem Hytanica lange im Krieg lag und mit dem mittlerweile eisiges Schweigen herrscht, scheint erneut dubiose Pläne zu haben und Alera wird attackiert. Zwar kommt sie unbeschadet davon, doch ihrer Attentäterin gelingt kurze Zeit später die Flucht, ohne zu verraten, was sie eigentlich wollte.
Doch das ist nicht der einzige Zusammenstoß mit Cokyri nach der langen Funkstille zwischen den Ländern: Es dauert nicht lang und ein junger Mann wird in der Stadt gefunden, der eindeutig aus Cokyri stammt, der aber nicht die Absicht eines Angriffs zu haben scheint und hinter dem doch mehr steckt, als man zunächst annimmt.
Alera hat aber ein völlig anderes Interesse an ihm, denn der junge Narian weckt ungeahnte Gefühle in ihr.

Zunächst einmal war ich sehr beeindruckt von dem Schreibstil der zu dem Zeitpunkt gerade mal 14jährigen Cayla Kluver. Mit viel Ausdruck und Liebe zum Detail verleiht sie ihrer Welt Form und Farbe und macht es einfach, sich in ihr zurechtzufinden. Ziemlich bald wird aber auch klar, dass es ihr doch deutlich an Erfahrung fehlt. Allzu gern verrennt sie sich in ausführlichen Beschreibungen und unwichtigen Nebensträngen. Schnell werden diese Passagen langweilig und ziehen sich leider durch das gesamte Buch. Es hätte anstatt knapp 500 Seiten auch die Hälfte haben können und es hätte der Geschichte sicher nicht schlecht getan. Ich jedenfalls habe mich ab und zu beim Querlesen erwischt und das ist kein gutes Zeichen. Außerdem hat sich die Autorin sehr schwer damit getan, verschiedene Erzählstränge oder -ebenen miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte verläuft sehr linear, alle Geschehnisse werden strikt nacheinander abgearbeitet und nichts passiert auch mal gleichzeitig, was wahrscheinlich ein weiterer Grund für die unnötige Länge des Buches ist.
Auch die Charakterentwicklung war ein bisschen durchwachsen. Alera selbst konnte ich leider nicht viel abgewinnen, denn auch wenn sie eine starke junge Frau sein wollte/sollte, so hat sie doch jedes Mal, wenn es drauf ankam sich gegen ihren Vater (dessen Einstellung ohne Rücksicht auf die Gefühle seiner Tochter mich manchmal zur Weißglut gebracht hat) oder den allzu aufdringlichen Steldor durchzusetzen, den Mund nicht aufbekommen. Stattdessen lies sie sich ihr Leben diktieren oder ungewollt küssen (was ihr dann am Ende doch gefallen hat. Ein weiterer Punkt in dem sie mir furchtbar auf die Nerven gegangen ist).
Nach diesem ersten Buch muss ich leider sagen, dass sie für mich nichts anderes war, als ein kleines Mädchen mit großer Klappe und wenig dahinter. Narian auf der anderen Seite hat man eigentlich kein bisschen kennengelernt. Die beiden haben wenige Szenen zusammen und auch wenn ich verstehe, woher die Faszination für den fremden jungen Mann kommt, kann ich nicht nachvollziehen, woher die Liebe zwischen den beiden stammt, denn die meiste Zeit war er einfach nur kühl und reserviert. Der einzige Charakter, der mir ans Herz gewachsen ist und der für mich wirklich mysteriös rüber kam, war Aleras Leibwächter London. Man konnte ihn nie ganz durchschauen und weiß, dass er nicht offen und ehrlich ist und trotzdem ist er der einzige Charakter, mit echtem Potential.

Deswegen muss ich sagen, dass Legacy / Alera - Geliebter Feind von Cayla Kluver für mich eher eine Enttäuschung war. Zu viele Beschreibungen und langatmige Passagen haben den Einstieg in das Buch extrem schwer gemacht. Eine nur mäßig sympathische Heldin und insgesamt eher schwache Charaktere haben es ebenfalls nicht leichter gemacht. Ab der Hälfte ungefähr wird es aber doch ein bisschen besser und die Geschichte darf sich etwas mehr entfalten. Das Ende war für mich fast schon schmerzhaft zu lesen, hat aber tatsächlich dann trotz allem noch ein bisschen Lust auf die Fortsetzung gemacht.

Diese folgt im Februar 2012 mit Allegiance / Alera - Zeit der Rache (Amazon-Partnerlink) in den USA. Auf Deutsch ist das Buch bereits erschienen.

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16.

Feb 2012

Cover Mord im Orientexpress deutsch

Monsieur Poirot hat endlich einmal Urlaub und begibt sich auf die Reise nach Istanbul. Leider wehrt die Freude nicht lange, denn kaum im Hotel angekommen, erhält er ein Telegramm das seine unverzügliche Rückreise nach London erfordert.
Am Abend fährt der legendäre Orientexpress Richtung London, doch zu Poirots Entsetzen ist dieser ausgebucht. Sein Freund Monsieur Bouc, der Direktor der Eisenbahngesellschaft, eilt ihm zur Hilfe und gemeinsam treten sie die Reise im voll ausgebuchten Zug an. Bouc ist erstaunt darüber wie viele Menschen ausgerechnet um diese Uhrzeit in eben diesem Zug sitzen und auch Poirot findet reichlich Stoff zum Nachdenken. Die Passagiere sind sämtlich unterschiedlicher Natur und der Detektiv in ihm kann nicht anders als die Mitreisenden zu beobachten.
Während der Zug mitten im Nirgendwo in einer Schneewehe feststeckt wird die Leiche des Amerikaners Rackett gefunden - erstochen mit 12 Messerstichen. Den Mitreisenden wird mulmig, unter ihnen ist ein Mörder und weder können sie den Zug verlassen, noch der Verbrecher.

Ganz in seinem Element beginnt Poirot, auf Wunsch seines Freundes Monsier Bouc, zu ermitteln. Systematisch verhört er jeden Fahrgast und stellt schnell einige Ungereimtheiten fest. Unter anderem erfährt er, dass sämtliche Fahrgäste mit der Familie Armstrong zu tun haben oder hatten, deren jüngste Tochter Daisy vom inzwischen Toten Mr. Rackett entführt wurde und der später an ihrem Tod beteiligt gewesen sein soll.

Sitzt Poirot etwa in einem ganzen Zug voller Mörder? Ist dies ein geplanter Mord gewesen und wenn ja, wer hat ihn letztendlich ausgeführt?

Cover Murder on the Orient Express englisch

In diesem recht bekanntem Kriminalroman von Agatha Christie haben wir es mit dem gewitzten Detektiven Hercule Poirot zu tun, der ganz kriminalistischer Manier alles und jeden hinterfragt. Für mich war es das zweite Buch mit Poirot und dieses hat mir wesentlich besser gefallen als One, Two Buckle my Shoe / Das Geheimnis der Schnallenschuhe (Amazon-Partnerlink). Hier legt die Autorin viel Wortwitz an den Tag und wirft auch gern den einen oder anderen französischen Satz ein. Für mich, als sprachlich gescheitertes Wesen, nicht ganz so einfach, aber immerhin abwechslungsreich. Das Ermitteln mit dem rundlichen Poirot und seinem Freund Bouc macht Freude auf ganzer Linie.

Natürlich wurde auch dieses Buch bereits mehrfach verfilmt, wobei die Version mit Sir Peter Ustinov mir die liebere ist, da ich ihn als Schauspieler sehr geschätzt habe. Für mich passt er hervorragend in die Rolle des ermittelnden Belgiers, auch wenn viele Andere Albert Finney als Besetzung bevorzugen.

Ein literarischer Hochgenuss für Freunde des britischen Kriminalromans.

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14.

Feb 2012

Cover Das Erbe der Macht deutsch

Lange hat es gedauert, bis der abschließende Band der The Inheritance Cycle / Eragon-Serie Inheritance / Das Erbe der Macht erschienen ist. Doch Christopher Paolini hat sich ordentlich ins Zeug gelegt: 950 Seiten plus Ausspracheregeln und Glossar der Sprachen erwarten den geneigten Leser der deutschen Ausgabe.
Es braucht allerdings etwas mehr als 100 Seiten, bis die Handlung so richtig in Schwung kommt. Zuvor gibt es eine kurze Zusammenfassung über die Handlung der ersten 3 Bände und danach eine Menge Kämpfe bei dem Versuch des Vardenheeres in Richtung Urû'baen zu gelangen. Hier dürfen Eragon, Ayra und Roran mehr als einmal zeigen, wie toll, schnell und kompromisslos sie kämpfen können. Dieser lange Anfang war etwas ermüdend und zäh.

Doch zum Glück macht Galbatorix den Rebellen das Leben schwer, indem er ihnen Murtagh und Dorn, die Galbatorix sich ja mithilfe ihres wahren Namens unterjocht hat, immer wieder in den Weg stellt. Roran und Eragon leisten erstaunliches, können aber nicht verhindern, dass Nasuada von Murtagh und Dorn entführt wird. Gezwungenermaßen erlebt die Anführerin der Varden in Urû'baen eine Hölle der ganz eigenen Art. Doch sie findet auch, von völlig unerwarteter Seite, Zuspruch und Unterstützung.
Parallel finden Eragon und Saphira Hinweise auf eine verborgene Macht von Drachen und Reitern und so machen sie sich gemeinsam mit Glaedrs Eldunarí auf den Weg zur Insel Vroengard, zum ehemaligen Sitz der Drachenreiter in Dorú Areaba. Dort finden sie mehr über sich selbst heraus, erhalten unerwartete Unterstützung und gewinnen neue Hoffnung für den Kampf gegen Galbatorix. Dann ist der finale Showdown nicht mehr weit und Eragon, Saphira, Ayra, Glaedr, Roran, Orik, Nasuada und auch Murtagh und Dorn müssen weit über sich hinauswachsen, um Alagaësia vom Joch Galbatorix und Shruikans zu befreien...

Der (vorerst) letzte Band um Eragon und seinen blauen Drachen Saphira hat es mir schwer gemacht: Manche Abschnitte waren langatmig, etwa die immer wieder auftretenden - gefühlt endlos erscheinenden - Beschreibungen von Kampfszenen. Andere Teile waren spannend, aber vorhersehbar, etwa die Ereignisse auf der Drachenreiterinsel Vroengard. Doch ab und an hat die Handlung unerwartete Wendepunkte genommen, die dann wirklich faszinierend waren. Hier ist besonders Nasuadas Leidensweg in Urû'baen zu nennen. Auch den Weg, den Eragon wählt, um Galbatorix endlich Grenzen zu setzen, fand ich ungewöhnlich. Und natürlich das Ende selbst, dass nicht nur den grünen Drachen auf dem Cover ins Spiel bringt, sondern auch - in diesem Fall - glücklicherweise kein Happy End auf breiter Front bietet.

Dass Christopher Paolini sich den Weg offen hält, noch einmal nach Alagaësia beziehungsweise zu Eragon und Saphira zurückzukehren, finde ich nicht weiter schlimm. Schließlich ist er noch jung und hat eine Menge Arbeit in das Erschaffen dieser Welt gesteckt. Ob eine weitere Geschichte ebenso viele Leser zu faszinieren weiß, bleibt allerdings abzuwarten. Inheritance / Das Erbe der Macht war ein unterhaltsames, aber kein großartiges Buch.

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