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Cover Tomorrow Land englisch

Vor vier Jahren musste sich Peyton zwischen ihrer Familie und ihrem Freund Chris entscheiden. Damals wurde die Welt von einem Virus heimgesucht, der drei Viertel der Menschheit ausgelöscht hat und die Überlenden zur Flucht zwang. Denn einige der Toten blieben nicht tot und kamen als blutrünstige Mutationen zurück.
Eigentlich wollte sich Peyton mit Chris und ein paar anderen Freunden in die Berge zurückziehen, doch stattdessen ließ sie sich von ihrem Vater, der Wissenschaftler ist und schon seit Jahren von Verschwörungstheorien und dem Ende der Welt faselt, in einen Bunker einsperren, der sich erst nach vier Jahren wieder öffnet.
Chris "Chase" Parker konnte es nicht glauben, als ihn Peyton ohne jede Erklärung im Stich gelassen und sein Herz gebrochen hat. Er weiß nicht, was aus ihr geworden ist, verzeihen konnte er ihr aber auch nie. Er ist sich aber sicher sie nie wieder zu sehen. Doch als er eines Tages auf der Suche nach Vorräten ist, läuft ihm plötzlich eine junge Frau über den Weg - die sich ausgerechnet als Peyton herausstellt.
Durch die Umstände zusammengeworfen finden sich die beiden plötzlich widerstrebend als Aufpasser für eine Horde Kinder wieder, die die letzten Überlebenden ihrer Stadt sind. Peyton hat allerdings eigentlich eine ganz andere Mission zu erfüllen. Sie muss ihren Vater finden, denn dieser hat Peytons Körper mit jeder Menge kybernetischer Verbesserungen ausgestattet und könnte der Schlüssel zur Rettung der Menschheit sein. Doch das bedeutet eine schwere Reise mit einer Gruppe kleiner Kinder und ihrem Ex-Freund durch zombieinfiziertes Gelände, bei dem die lebenden Toten nicht mal das Schlimmste sind, was einem begegnen kann.

Cover Razor Girl englisch

Was bei Mari Mancusis Tomorrow Land als allererstes auffällt, ist wohl der recht ungewöhnliche Aufbau. Denn man bekommt die aktuellen Geschehnisse und die vor vier Jahren in abwechselnden Kapiteln parallel beschrieben. Die ersten paar Seiten haben sich dadurch zwar zunächst ein wenig merkwürdig gelesen, es dauert aber nicht lang und es entwickelt sich dadurch ein sehr interessantes und flüssig geschriebenes Geflecht, bei dem die Kapitel oft aufeinander aufbauen. Außerdem zeigt es den krassen Kontrast und die Veränderungen, die die beiden Protagonisten, aber auch die ganze Welt, in diesen vier Jahren durchgemacht haben. Aus der mädchenhaften Peyton, deren größte Probleme Jungs und ihr leicht verrückter Vater waren, wurde fast so etwas wie ein Cyborg mit einer Mission. Und der süße, nette und leicht merkwürdige Chris wurde zu dem toughen, kühlen Chase. Ganz langsam kommt man ihren Charakteren auf den Grund und vor allem Chase bietet dabei einige tiefe Einblicke in seine inneren Dämonen.
Da die Geschichte im Jahr 2030 angesiedelt ist, gibt es natürlich auch ein paar futuristische Elemente, wie z.B. die kybernetischen Veränderungen an Peytons Körper. Diese waren teilweise vielleicht ein bisschen weit hergeholt, haben aber definitiv für viele spannende Szenen gesorgt und der Geschichte eine zusätzliche Ebene eröffnet.
Eigentlich gibt es nichts, was mich wirklich an Tomorrow Land gestört hätte. Trotzdem gab es ein paar Kleinigkeiten, die ein etwas aufgefallen sind. Z.B. gab es zwei meiner Meinung nach relativ wichtige Knackpunkte, die mir etwas zu antiklimaktisch abgehandelt wurden. Da Tomorrow Land außerdem bereits vor einigen Jahren leicht abgeändert unter dem Titel Razor Girl erschienen ist, haben sich ein paar Fehler eingeschlichen, vor allem bei den Namen. So wird z.B. Peytons beste Freundin Avery auf den ersten Seiten ständig als Erin bezeichnet. Die häufigen Referenzen auf die Popkultur des 20. Jahrhunderts (Peyton und Avery sind z.B. große Fans der Twilight Saga / Biss-Reihe-Filme) waren am Anfang noch recht lustig und überraschend, ab einem gewissen Punkt aber einfach etwas zu viel.

Trotzdem ist Tomorrow Land von Mari Mancusi ein sehr unterhaltsames und emotionales Buch mit ein paar unerwarteten Entwicklungen, das neben der postapokalyptischen Welt und Peytons Mission, auch extrem viel Wert auf die Charakterentwicklung legt. Außerdem bietet es durch den ungewöhnlichen Aufbau mal ein etwas anderes Leseerlebnis.

Wie gesagt ist Tomorrow Land von Mari Mancusi bereits 2008 als Taschenbuch unter dem Titel Razor Girl erschienen. Die überarbeitete Version ist bisher leider nur auf englisch und als eBook zu haben, dafür aber zu einem relativ kleinen Preis, den das Buch auf jeden Fall wert ist (und mit einem meiner Meinung außerdem deutlich besseren und passenderem Cover ausgestattet ist).

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Cover The Savage Grace

Enthält Spoiler für The Dark Divine / Die dunkle Gabe und The Lost Saint / Der verlorene Bruder.

Nachdem Daniel sich in den großen weißen Wolf verwandelt hat, um Grace zu retten, ist es ihm immer noch nicht gelungen, seine menschliche Form zurückzuerlangen. Keiner hat eine echte Ahnung, was Daniel jetzt genau für eine Kreatur ist, denn eigentlich hatte Grace ihn ja von seinem Werwolf befreit. Das ist für sie momentan aber eher sekundär; viel wichtiger ist es, Daniel endlich zurückzubekommen.
Doch ihr läuft die Zeit davon, denn Daniel scheint seine menschliche Seite nach und nach zu verlieren, entfernt sich immer weiter von Grace und zieht sich in den Wald zurück. Dort ist er allerdings alles andere als sicher, denn nach mehreren Angriffen auf Menschen, die scheinbar von Wölfen verursacht wurden, hat die Stadt die Jagd eröffnet - und das mit Silberkugeln, denn viele haben das Markham Street Monster noch nicht vergessen.
Als ob das noch nicht genug wäre, so steht auch noch der Sirhans Tod, der der Alphawolf des größten existierenden Werwolfsrudels ist, unmittelbar bevor, was bedeutet, dass der Kampf um das Rudel jeden Moment beginnen kann und auch Caleb hat noch nicht aufgegeben. Beide wollen mit aller Macht verhindern, dass Daniel der nächste Alpha wird.
Grace weiß, dass sie Daniel irgendwie zurückholen muss, aber auch, dass sie alleine kaum eine Chance hat. Doch wem kann sie nach Judes und Talbots Verrat noch vertrauen?

Mit The Savage Grace / Gefährliche Gnade hat Bree Despain also nun den letzten Band in ihrer Dark Divine / Urbat-Reihe geliefert.
Nach dem ziemlich fiesen Cliffhanger am Ende des zweiten Teils ging es im dritten Buch eigentlich gleich ziemlich zur Sache. Grace wirft ihre gesamte Kraft in die Suche nach Daniel und vernachlässigt dadurch so ziemlich alles andere, auch ihre Familie, Jude und die Schule. Entsprechend verzweifelt und krampfhaft war auch ihre Gefühlswelt, wodurch das Buch stellenweise doch ziemlich melodramatisch wurde; sowohl vom Schreibstil her, als auch in manchen Geschehnissen. Trotzdem wurde mir Grace nach einiger Zeit noch sympathischer als in den anderen beiden Büchern. Der Kampf mit ihrem inneren Wolf geht weiter, aber langsam findet sie ihren Platz und wird dabei sogar ziemlich hart im Nehmen.
Außerdem gibt es eine ganze Riege an neuen Charakteren, die für frischen Wind sorgen. Das und die vielen Steine, die Grace von allen Seiten in den Weg geworfen werden, haben das Buch eigentlich zu keinem Zeitpunkt langweilig werden lassen. Zwar gibt es keine unbedingt überraschenden Wendungen, trotzdem hat sich die Autorin bemüht, zumindest in ein paar Details von dem üblichen Jugendbuch-Schema abzuweichen. Ob das jedem gefallen wird, lässt sich noch nicht sagen, mir allerdings hat es sehr gut gefallen, auch wenn mir an manchen Stellen die Augen ein wenig feucht geworden sind.

Neben der manchmal etwas argen Theatralik gab es eigentlich nichts, was mich wirklich an The Savage Grace / Gefährliche Gnade von Bree Despain gestört hätte. Richtig umwerfen konnte es mich allerdings auch nicht. Es war ein gutes und solides Ende für die Reihe, das sich manchmal ein wenig vom üblichen 08/15 Schema abzuheben versucht, dem aber trotzdem das gewisse Etwas gefehlt hat.
Trotzdem ist es ein befriedigender Abschluss, der alle wichtigen Fragen beantwortet, aber auch genug offen lässt, um nicht zu glatt zu werden.

The Savage Grace / Gefährliche Gnade kommt auf Deutsch voraussichtlich im Herbst 2012 in die Läden. Außerdem gibt es eine Kurzgeschichte namens The Lost Letters of Brother Gabriel (keine Rezension), die bisher nur als englisches E-Book zu erhalten ist und einige von Gabriels Briefen enthält, von denen wir schon ein paar im zweiten Teil lesen dürften.
Weitere Bücher in der Reihe sind bisher noch nicht geplant. Hergeben würde die Geschichte aber sicherlich noch einiges.

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Cover Teppichvölker deutsch

Glurk und Snibril Orkson sind Brüder. Glurk, der Ältere, denkt wie viele der Munrungs eher langsam und besonnen und so ist er in ihren Augen das ideale Stammesoberhaupt. Snibril ist eher klein und zierlich - jedenfalls im Vergleich mit seinem Bruder Glurk - doch flink und behände. Aus diesem Grund geht er bei Pismire, dem Schamanen des Stammes, in die Lehre und ist darüber hinaus ein richtig guter Jäger. Doch plötzlich hat der ganze Stamm der Munrungs ein Problem. Der Schreckliche Scheuerer - eine Gestalt aus Sagen und Mythen - fegt in grader Linie über den Teppich und zerstört dabei ihr Dorf. Als wäre das noch nicht schlimm genug, lauern in seinem Schatten schwarze Snargs und stürzen sich auf alles Leben, das der Scheuerer übrig lässt. Doch Glurk, Snibril und Pismire haben noch andere Sorgen: die Bahn des Scheuerers wird über kurz oder lang Wehr erreichen. Wehr, die größte Stadt des Teppichs, Hauptstadt des Dumii-Reiches und Sitz des Gebieters. Und so macht sich der ganze Stamm der Munrungs auf, die Zivilisation des Teppichs zu retten...

Damit klar wird, warum ich Terry Pratchetts The Carpet People / Die Teppichvölker so liebe, muss ich euch einen kleinen Ausschnitt (aus dem Prolog) präsentieren: "Am Anfang gab es nur eine unendliche Ebene. Dann kam der Teppich und bedeckte die grenzenlose Flachheit. Damals war er noch jung... und zu jener Zeit war der Teppich leer. Dann kam der Staub, fiel auf den Teppich, rieselte zwischen den Haaren herab und sammelte sich in dunklen Ecken. Immer mehr Staub kam, glitt lautlos durch die wartenden Haare, bis er schließlich eine dicke Schicht bildete. Und aus jenem Staub webte uns der Teppich. Zuerst entstanden die kleinen Kriecher, die in Bauen und hoch oben in den Haaren leben. Es folgten die Soraths, Schlussfadenbohrer, Bläser, Ziegen, Krustenknabberer und Snargs. Leben und Geräusche füllten nun den Teppich. ... Doch der Teppich hatte keine Ahnung von seiner Existenz. Und deshalb wurden wir aus dem Staub erschaffen, das Teppichvolk. Wir gaben dem Teppich seinen Namen, auch den Geschöpfen, und daraufhin war das Gespinst vollständig. ... und so erfuhr der Teppich von sich selbst. Selbst wenn der Schreckliche Scheuerer, Hasser allen Lebens im Teppich, auf uns herabtritt, selbst wenn Schatten über uns wachsen. Wir sind die Seele des Teppichs, und das ist eine wundervolle Sache." (Älteste Sage der Munrungs aus Terry Pratchett. Die Teppichvölker. 4. Auflage 1994, Heyne Verlag München. S. 9-10).

Cover Carpet People englisch

Die Idee von einem Teppich als Lebensraum und Welt finde ich einfach nur großartig. Auch beim x-ten Lesen ist dieses Buch extrem unterhaltsam. Da ich mir nie alle kleinen und größeren, alle witzigen oder alle skurrilen Details merken kann, habe ich tatsächlich jedes Mal meine helle Freude an dem Buch. Das einzige Manko: es ist zu kurz. Jedes Mal wieder frage ich mich, welche Abenteuer Snibril wohl erleben wird und warum ihn der Leser dabei nicht begleiten darf.

Vielleicht liegt es daran, dass The Carpet People / Die Teppichvölker Terry Pratchetts erste Geschichte war, die er im Alter von 17 Jahren geschrieben hat und die sich damals mehr schlecht als recht verkaufte. Nachdem der Autor die ersten großen Erfolge mit seinen Discworld / Scheibenwelt-Romanen hatte, wurde er bestürmt, die Geschichte doch noch einmal auflegen zu lassen. Doch Terry Pratchett hat etwas viel besseres gemacht: im Alter von 43 Jahren hat er das Buch noch einmal überarbeitet. Und so ist es (wie er selbst sagt) ein Buch geworden, dass er mit 17 so nicht geschrieben hat und mit 43 nicht mehr so schreiben würde. Trotzdem ist es eine Art Gemeinschaftsarbeit - und ich finde sie sehr gelungen.

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Herr Jensen steigt aus

Tags: Leben
19.03.2012
Cover Herr Jensen steigt aus deutsch

Herr Jensen zählt seit jeher zu den Menschen, die dem Wort Eigeninitiative noch nie begegnet sind. In der Schule wird er eins mit dem Inventar, Mädchen mögen ihn, weil er so gut zuhören kann und einen Ferienjob hat er nur bekommen, weil ein Mitschüler ihn mitgenommen hat.

Auch wenn Herr Jensen liebend gern eine Frau und Kinder hätte, scheut er sich davor auf die Damenwelt zuzugehen. Unter anderem das wirft ihm auch seine Mutter vor, deren innigster Wunsch es ist, endlich Großmutter zu werden.

Seit 10 Jahren arbeitet er nun schon bei der Post und trägt die Briefe aus. Er ist irgendwie in seinem Ferienjob stecken geblieben und weil er schon mal da war, wurde er auch nach Ende der Studentenzeit weiter beschäftigt. Doch nun soll sich sein Leben von Grund auf ändern.
Er wird entlassen. Immer wieder hat er sich Pläne geschmiedet für eine Zeit, in der er einmal machen könnte was er wollte. Nun ist die Zeit da - aber er will nicht mehr.
Mehr und mehr igelt er sich ein, verbringt Stunden vor seinem Fernseher und verlässt nur noch für die nötigsten Einkäufe seine Wohnung. Bald bestimmt das Fernsehprogramm sein Leben und seine sozialen Kontakte beschränken sich auf seine Beraterin beim Amt und seine Eltern.

Frau Ortner, besagte Beraterin, ist beinahe schockiert, als er ihr erzählt, dass er eigentlich nichts machen will. Das geht so natürlich nicht und schon wird er in eine Maßnahme gesteckt. Dort gibt es gleich eine ganze Ansammlung solcher Menschen wie ihn.
Doch es kann einfach nicht gar keinen Sinn in seinem Leben geben und so sucht er sich eine Beschäftigung, die ihn Zeit und Nerven kostet - er analysiert Fernsehsendungen und dann ereilt ihn eine Erkenntnis, die sein Leben noch einmal ändert. Doch wird es dadurch besser?

Herr Jensen steigt aus von Jakob Hein erzählt sehr anschaulich, wie es Menschen gehen kann, die ihrer täglichen Arbeit beraubt werden und keine Stehaufmännchen sind. Der Charakter des Herr Jensen ist einfach gestrickt. Er will, dass alles so bleibt wie es ist - außer der Sache mit den Frauen. Ansonsten ist er mit seinem Job und seinem Leben zufrieden. Als es dann zum Bruch seiner Routine kommt, verliert er den Halt im Leben.
Ich glaube gerade heutzutage ist der Verlust der Arbeit mit der meiste Auslöser für den totalen Zusammenbruch.
Jeder, der schon einmal das zweifelhafte Vergnügen hatte, dem Amt einen Besuch abstatten zu dürfen, kann Herr Jensens Abneigung verstehen. Und auch so findet man sich erschreckend oft in diesem skurrilen Menschen wieder.

Doch trotz allem konnte mich der Charakter nicht überzeugen. Es kam mir teilweise vor wie frisch aus einer Nachmittagsshow geschrieben, denn so richtig nah kam man dem Protagonisten hier nicht.

Auch hier danke ich meiner lieben Kollegin, für den Einblick in eine etwas andere Buchwelt.

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Cover Feuer deutsch

David Hunter ist Feuerwehrmann und wird zu einem Brand auf eine Baustelle geholt. Hier steht ein halbfertiges Gebäude in Brand, in dem es einmal Luxuswohnungen geben sollte. Bisher sieht alles nach Vandalismus aus, bis er bei den Löscharbeiten im obersten Stockwerk ein junges Mädchen findet. Sie ist tot und ihre Fingerabdrücke zeichnen sich an dem Sicherheitsglas des Panoramafensters ab. Sie hat den Brand also noch erlebt und ist wahrscheinlich durch die Rauchvergiftung gestorben.
Warum aber war sie in dem Gebäude? Eigentlich dürfte gar keiner hier sein.
Wenig später wird der Wachmann gefunden - erschossen. Nun ist es ein Fall für die Kripo und zu allem Überfluss erscheint Detektive Olivia Sutherland am Tatort. Ausgerechnet die Frau, der er seit Monaten aus dem Weg geht und sie doch herbeisehnt.

Olivia Sutherland ist alles andere als fit, als sie am neuen Tatort eintrifft. Der letzte Fall steckt ihr noch in den Knochen und wenn es nach ihrem Chef und der Psychologin gehen würde, wäre sich derzeitig nicht im Dienst. Aber Olivia muss weiterarbeiten, anders wird sich die Bilder des schrecklichen Massengrabes nicht aus dem Kopf bekommen.
Am Tatort wird sie zu der Leiche des jungen Mädchens geführt und ist ganz Ermittlerin. Das junge Mädchen scheint eine Ausreißerin zu sein, ausgerechnet. Das merkwürdige an ihr ist jedoch das Gel an ihren Händen. Bisher weiß noch keiner was es genau ist, aber das wird die Gerichtsmedizin schon herausfinden.
Nun stehen die Gespräche mit den Beteiligten an - auch mit David Hunter. Sie ist ihm vor zweieinhalb Jahren bereits einmal begegnet und kurz darauf hat er sie aus seinem Leben gestrichen. Sie ist noch immer nicht darüber hinweg und schaut dem Treffen mit gemischten Gefühlen entgegen. Dem gutaussehenden Mann kann kaum eine Frau wiederstehen und dieses Treffen weckt Gefühle in ihr, die sie nicht zulassen kann - oder will.

Jetzt beginnt die Suche nach dem Täter und der Identifizierung der Mädchenleiche. Es sieht alles nach einem Brandanschlag der Ökoterroristengruppe SPOT aus, doch diese hat das letzte Mal vor 12 Jahren ein Brand gelegt. Allerdings ist auch hier jemand dabei ums Leben gekommen - ungewollt. Sollten sie sich nach so vielen Jahren wieder zusammenfinden um erneut die Ermittler in Atem zu halten?

Doch ganz so einfach ist es nicht, denn der Brandanschlag wurde gefilmt und der Unbekannte will nun seinerseits Profit aus dem Ganzen schlagen. Wie weit wird er dafür gehen?

Cover Silent Scream englisch

Silent Scream / Feuer ist nicht das erste Buch, welches ich von Karen Rose gelesen habe und ich glaube das ist auch besser so. Denn dieses Buch hat die Bezeichnung Thriller nicht verdient. Die ersten 400 Seiten erfährt der Leser etwas über die verschiedenen beteiligten Personen: jugendliche Brandstifter, engagierte Feuerwehrleute, Detektives die ein reines Nervenbündel sind und selbstverständlich den Mörder. Wobei letzterer natürlich erst einmal nur anonym behandelt wird. Auch werden hier die ersten zarten Bände der zwei Hauptcharaktere David Hunter und Olivia Sutherland geknüpft. Doch das übliche übereinander herfallen braucht sehr lange - untypisch für Karen Rose.

Leider konnte mich die erste Hälfte des Buches nicht davon überzeugen, dass es hier jemals Spannung geben könnte. Doch tatsächlich, nach zwei Dritteln des Buches wollte man dann doch wissen wie es weiter geht. Hier werden die verschiedenen Personen enger miteinander verwoben und der Mörder wird präsenter.

Wäre dieses Buch das erste dieser Art gewesen, würde ich dem Genre abschwören, denn was ist ein Thriller ohne Spannung? Die letzten 200 Seiten haben es dann noch einmal gerissen und so vergebe ich immerhin 3,5 Sterne.

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