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Cover Smut

Wenn es eine Sache gibt, die Amanda wirklich im Leben will, dann ist es eine angesehene Schriftstellerin zu werden. Dafür nimmt sie auch gern in Kauf, dass die meisten ihrer Freunde sie für ihr Vorhaben eher belächeln. Jeder weiß schließlich, dass das brotlose Kunst ist. Auch ihre Eltern sehen in Amandas Berufswunsch nichts weiter als eine Träumerei und erwarten, dass sie sich einen - in ihren Worten - anständigen und sicheren Job sucht sobald sie ihren Abschluss hat. Vor allem ihre Mutter lässt sie ihre Enttäuschung deutlich spüren - vor allem seit Amanda sich von ihrem Freund Alan getrennt hat, der der Traum jeder Schwiegermutter gewesen wäre.
Doch Amanda ist nichts, wenn nicht dickköpfig und so lässt sie sich von ihrem Vorhaben nicht entmutigen. Sie weiß, dass sie schreiben kann und den meisten ihrer Kommilitonen weit voraus ist. Schreiben war immer eine Zuflucht für Amanda, etwas sehr Privates und Intimes, in dem niemand anderes Platz hatte. Doch das soll sich nun ändern, denn ihre Professorin erwartet als Abschlussarbeit eine Kurzgeschichte, bei der sie mit einem Partner zusammenarbeiten muss ? und dieser Partner ist ausgerechnet Blake Crawford.
Blake ist alles, was Amanda verachtet: Vorlaut, vulgär, ein Playboy und er scheint nichts im Leben so wirklich ernst zu nehmen. Erst recht nicht das Schreiben. Doch als die beiden mit der Arbeit an ihrer Geschichte beginnen, muss Amanda feststellen, dass sie sich in Blake in zumindest einem Punkt getäuscht hat - er kann Schreiben. Und ihre gemeinsame Kurzgeschichte wird ein unerwarteter Erfolg.
Das sollte es eigentlich gewesen sein mit ihrer Zusammenarbeit, doch dann unterbreitet Blake Amanda ein interessantes Angebot: Er will, dass sie gemeinsam Bücher schreiben. Doch nicht einfach nur irgendwelche Bücher - Erotikgeschichten, je schmutziger umso besser, denn Blake weiß, dort liegt einfaches schnelles Geld begraben und das benötigt er, wenn er das Familiengeschäft retten will.
Und so beginnen Amanda und Blake ihre ungewöhnliche Partnerschaft. Doch die heißen Szenen in ihren Geschichten sorgen schon bald auch für gehöriges Knistern im echten Leben...

Mit Smut schlägt Karina Halle mal einen etwas anderen Weg ein, als mit ihren sonstigen Geschichten. Dieses Buch ist deutlich leichter, heiterer und lustiger, als die meisten ihrer anderen Geschichten, die öfter mal einen dramatischeren oder sogar düsteren Unterton haben.
Dass das hier etwas anders aussieht, merkt man schon allein an den Charakteren. Amanda und Blake sind im Grunde zwei ganz normale junge Menschen. Sie plagt keine düstere Vergangenheit oder ein Geheimnis, dass ihr Leben zerstört hat. Sie zwei typische Uni-Abgänger, die kurz davor stehen in die große Welt entlassen zu werden und versuchen, dort ihren Platz zu finden. Doch auch wenn Smut ein sehr leichtes Buch ist, sind die Figuren dennoch nicht oberflächlich. Ihre Probleme sind zwar relativ alltäglich, aber deswegen nicht weniger echt. Amandas schwierige Beziehung zu ihren Eltern z.B. ist immer wieder etwas gewesen, dass sie mir sehr sympathisch und nahbar werden lies und das ihr eine gewisse Tiefe verliehen hat.
In allererste Linie ist Smut aber einfach nur eine lockere und leichte Liebesgeschichte. Amanda und Blake können sich am Anfang überhaupt nicht riechen, denn auf den ersten Blick könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Wo Amanda alles ziemlich ernst nimmt, wirkt Blake eher sorglos und genießt sein Leben. Es hat großen Spaß gemacht, diesen beiden beim Streiten und sich kennenlernen zuzusehen, was mit jeder Menge humorvollen Szenen verbunden ist. Vor allem, als ihnen langsam aber sich bewusst wird, dass sie sich ähnlicher sind, als sie dachten.
Beide sind in ihrem tiefsten Inneren nämlich ganz schöne Nerds und das ist einer der Aspekte, der mir besonders gut an Smut gefallen hat. Das Buch erlaubt seinen Charakteren schonungslos sie selbst zu ein, egal wie nerdig und geekig sie auch sein mögen. Ebenfalls sehr schön und für viele selbstpublizierende Autoren sicher auch genugtuend sind Karina Halles Erzählungen aus dem Alltagsleben eines Autoren, mit all seinen Sorgen und Höhen und Tiefen. Außerdem ist es auch eine kleine Abrechnung mit all den Buchsnobs, die andere für ihren (in deren Augen minderwertigen) Büchergeschmack verurteilen und belächeln.
Es gibt eigentlich nur eine Sache, die ich an Smut verbessern würde: Es hätte ruhig noch lustiger sein können. Versteht mich nicht falsch, ich musste ständig Grinsen und hier und da auch mal Lachen, denn Blake und Amanda sind wirklich schräge Charaktere, die zu unterhalten wussten. Trotzdem hätte Karina Halle ruhig noch ein wenig weitergehen können und noch mehr humorvolle Szenen einbauen können.

Trotzdem bietet Smut von Karina Halle wirklich schönen Lesestoff. Lustig, leicht und locker und unterm Strich genau das, was der Titel verspricht: Schmutzige, sexy Unterhaltung auf die bestmögliche Art. ;)

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Cover Come What May Englisch

Sein ganzes Leben hat Jonas Ashcroft versucht es seinem strengen Vater recht zu machen, der eine politische Karriere anstrebt und keine Fehler in seinem Sohn akzeptiert. Allerdings hat Jonas ihn immer wieder enttäuscht, denn er kann den Ansprüchen seines Vaters einfach nicht gerecht werden, so sehr er sich auch bemüht. Er ist selbst der alten Studentenverbindung seines Vaters beigetreten, obwohl die nur aus Angebern und reichen arroganten Schnöseln besteht. Doch mit der Rolle, in die sich Jonas für seinen Vater zwängt, passt er da genau rein...bis einer seiner Versuche dazuzugehören gehörig schiefgeht und er für ein Jahr von der Uni fliegt.
Um zu verhindern, dass sein Sohn ihn in einem Wahljahr weiter blamiert, schickt Mr Ashcroft Jonas zu seiner Tante und seinem Onkel in die Kleinstadt Wilmington, Delaware, wo er in ihrem Second Hand Laden arbeiten soll. Jonas hat überhaupt keine Lust die nächsten 9 Monate irgendwo im Nirgendwo zu verbringen. Er muss zwar zugeben, dass dieser Teil der Familie, mit dem er nie wirklich viel zu tun hatte, wesentlich netter ist, als er erwartet hat und auch dass es sehr angenehm ist, nicht ständig seinen Vater im Nacken zu haben. Doch der Wunsch, ihn stolz auf sich zu machen, ist nach wie vor Jonas größtes Ziel.
Zumindest bis er Tate kennenlernt. Tate leitet eine Einrichtung, die obdachlosen Kindern eine Zuflucht geben soll, kümmert sich um seine beiden jüngeren Schwestern und hat allgemein schon mehr geleistet, als die meisten anderen Leute in seinem Alter. Dank Tate beginnt Jonas langsam aber sicher zu erkennen, dass er mehr mit seinem Leben anfangen kann, als einfach nur ein Werkzeug in den Plänen seines Vaters zu sein - und was es bedeutet, sich selbst zu finden.
Tate bringt aber auch noch eine andere Seite in Jonas zum Vorschein, die er seit Jahren zu unterdrücken versucht und die ihm vor allem in Tates Gesellschaft, den er einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt, panische Angst bereitet...

Hin und wieder gibt es Bücher, die einen wirklich angenehm überraschen - Come What May von A.M. Arthur war definitiv eines von ihnen. Ich bin eigentlich mit ziemlich gedämpften Erwartungen an diese Geschichte herangegangen, da ich A.M. Arthurs Bücher bisher immer eher mittelmäßig fand. Mit Come What May konnte sie mich aber komplett überzeugen.
Zum Großteil ist das natürlich Jonas und Tate zu verdanken, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist. Beide sind junge Männer, ungefähr im gleichen Alter - doch da enden die Gemeinsamkeiten auch schon wieder. Tate musste sehr früh lernen erwachsen zu werden und auf sich selbst aufzupassen. Und auf seine Schwestern. Schon als Teenager hat er nach dem Tod ihrer Eltern die Fürsorge für sie übernommen und arbeitet mittlerweile wie gesagt für eine Einrichtung für obdachlose Kinder. Tate weiß genau, wer er ist und er hat hart gearbeitet, um sich das Leben aufbauen zu können, das er gerade führt. Selbst wenn das Geld manchmal knapp ist, ist er im Grunde sehr glücklich. Jonas dagegen hat es nie an etwas gefehlt. Er hatte Geld, Ansehen und musste sich nie Sorgen machen. Doch seine Familie ist unterkühlt und hat keine wirkliche emotionale Bindung zueinander und Jonas musste sich immer verstellen, um in seiner Welt einen Platz zu haben. Wenn seine Freunde oder sein Vater wüssten, dass er schwul ist, würden sie ihm das Leben zur Hölle machen. Als Jonas nach Wilmington kommt, hat er eigentlich keine Ahnung, wer er wirklich ist - er weiß nur, dass er die Version von sich selbst sehr mag, wenn er mit Tate zusammen ist.
Daraus entwickelt sich im Laufe der Geschichte eine wirklich süße Beziehung, in der Jonas und Tate immer wieder umeinander kämpfen. Sie erkennen, dass etwas Besonderes zwischen ihnen ist. Allerdings gibt es jede Menge Hürden für die beiden. Tate und seine Schwestern haben nach dem Tod ihrer Eltern einiges durchgemacht und haben die Zeit damals nicht ganz unbeschadet überstanden. Einige Dinge verfolgen die kleine Familie bis heute und es fällt allen schwer, darüber hinweg zu kommen. Und bei Jonas steht nicht nur er selbst seinem Glück im Weg. Er weiß einfach nicht, ob er jemals zu sich und seinen echten Gefühlen stehen kann und ihm ist klar, dass sein Vater den Teufel tun und seinen schwulen Sohn einfach so akzeptieren würde. Tate und Jonas müssen erst eine Menge durchstehen, bevor sie eine Chance auf ihr großes Glück haben.
Das klingt jetzt vielleicht alles etwas dramatisch - und es gibt auch durchaus sehr aufreibende Szenen - aber Come What May ist auch ein leichtes, sehr positives Buch, das eine Menge lustige, süße oder romantische Szenen bietet. Außerdem gibt es jede Menge Nebencharaktere, die die Geschichte noch sympathischer machen.

Eine Sache gibt es aber, die mich ein kleines bisschen gestört hat: Come What May ist zwar alleinstehend und der erste Teil der All Saints-Reihe, trotzdem kommen einige Charaktere aus A.M. Arthurs anderen Büchern vor. Das ist auf der einen Seite zwar ganz schön, weil man erfährt, wie es ihnen ergangen ist, auf der anderen hätte ich mich aber auf einen komplett neuen, frischen Start gefreut. Außerdem bedeutet das, dass so ziemlich jede neue Person, die Jonas und Tate über den Weg läuft, homosexuell ist, was einfach etwas unglaubwürdig war.

Aber das ist wirklich nur ein kleines Detail einer sonst rundum schönen Geschichte, die ich wirklich empfehlen kann. :)

Come What May erscheint am 23. Mai 2016.

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Cover Spinning Out

Seit ein Unfall mit Fahrerflucht in der Silvesternacht vor drei Monaten ihren Bruder das Leben gekostet und ihr Freund Brogan zum Pflegefall gemacht hat, ist Mia nicht mehr die Alte. Die existiert nur noch, lebt aber nicht mehr. Auch ihre Familie ist am Boden zerstört und ihr Vater verfällt immer mehr dem Alkohol. Um weiterhin die Rechnungen zahlen zu können und fürs College zu sparen stürzt sich Mia in ihren neuen Job: Sie arbeitet als Nanny und Haushaltshilfe bei einer der reichsten Familien der Stadt, den Woodisons. Doch nicht nur ist der Patriarch der Familie Uriah Woodison der Erzfeind von Mias Vater, weshalb sie ihre Anstellung bei ihm geheim halten muss. Sie hat auch eine alles andere als einfache Beziehung zu Uriahs Sohn, Arrow. Denn für Arrow empfindet sie schon immer mehr, als sie es für den besten Freund ihres Freundes empfinden sollte...

Nach Brogans Unfall hat sich Arrow in Drogen und Alkohol gestürzt und einige Dummheiten angestellt. Er ist vorrübergehend von der Uni geflogen, hat seine Footballkarriere aufs Spiel gesetzt und musste einen Entzug machen. Nun hat er die nächsten sechs Monate gerichtlich angeordneten Hausarrest, den er im Haus seines Vaters absitzen soll.
Womit er allerdings nicht gerechnet hat, ist dass ausgerechnet Mia seine neue Mitbwohnerin sein wird. Er kann sich nicht entscheiden, ob es Himmel oder Hölle sein wird jeden Tag das einzige Mädchen sehen zu müssen, dass er jemals geliebt hat und dass er nie haben kann. Sie verdient etwas besseres als ihn. Und dann wäre da ja auch immer noch Brogan...Doch alte Gefühle lassen sich nicht einfach so verbergen...

Das ist jetzt allerdings wirklich nur ein winzig kleiner Abschnitt von den schieren Ausmaßen an Drama, die in Spinning Out von Lexi Ryan so stattfinden. Ich muss sagen, dass ich am Anfang eigentlich noch ganz angetan war von der Geschichte. Arrow und Mia wirkten sympathisch und interessant und es wurde schon auf den ersten Seiten klar, dass zwischen den beiden bereits viel mehr vorgefallen ist, als wir zu diesem Zeitpunkt von ihnen wissen. Und in der Tat werden nach und nach immer neue Details aufgedeckt, was zwischen den verschiedenen Charakteren in den Wochen und Monaten vor dem Unfall passiert ist. Bis hierhin also eigentlich kein schlechter Start.
Leider hat der zunächst so positive Schein allerdings getrügt, denn irgendwann ab der Hälfte hat meine anfängliche Sympathie für Mia ins Gegenteil umgeschlagen. Dass es ein ziemliches Hin und Her zwischen Brogan, Mia und Arrow gab brauche ich euch ja wahrscheinlich nicht zu sagen. Die drei haben sich da in eine ganz schwierige Situation hineinmanövriert, die sicher für niemanden einfach zu lösen ist. Keiner der drei ist unschuldig. Arrow hintergeht im Grunde seinen besten Freund, auch wenn seine Gefühle für Mia absolut ehrlich sind. Mia ist aus den völlig falschen Gründen eine Beziehung mit Brogan eingegangen. Und Brogan...tja, Brogan hatte in meinen Augen echte psychische Probleme. Er wird (vermutlich weil er mittlerweile ein Pflegefall ist) als ein ach so wundervoller junger Mann vorgestellt, dabei hat er sich so viel geleistet, was einfach gar nicht geht, z.B. . Also definitiv nicht so, wie man sich einen perfekten Freund vorstellt. Und was macht Mia? Sie nimmt ihn wieder zurück. Und wieder aus den vollkommen falschen Gründen. Ganz ehrlich, wie sie mit den Gefühlen der beiden Männer umspringt war einfach nicht in Ordnung und vor allem Arrow hat mir sehr leid getan. Außerdem ist Mia furchtbar hysterisch und hört manchmal einfach nur das, was sie hören will. Arrow könnte es ihr nicht klarer machen, was er für sie empfindet, aber aus irgendeinem Grund sagt sie jedes Mal wieder, er würde sie nicht wollen - und geht auf ein Date mit einem anderen Typen. Da hat mir einfach die Logik gefehlt.
Das Schlimmste aber war für mich, dass es nach all dem Auf und Ab und dem Chaos nicht mal eine echte Aussprache gab. Es ist so viel passiert, alle hatten ständig irgendwelche hysterischen Anfälle, aber klare und ruhige Worte findet kaum jemand.
Natürlich spielt aber auch der Unfall eine sehr große Rolle und Mia versucht herauszufinden, wer Schuld am Tod ihres Bruders trägt. Die Auflösung und den Twist, wenn man ihn überhaupt so nennen kann, kann man wirklich schon aus kilometer Entfernung sehen und hat die Geschichte nicht unbedingt besser gemacht.

Lexi Ryan hat in Spinning Out einfach zu dick aufgetragen. So viel Drama, so viele schlechte Entscheidungen und Unmengen an Selbstmitleid machen einfach keinen Spaß. Mir zumindest nicht. Die anderen Bücher der The Blackhawk Boys Reihe, die alle von einem anderen Charakter dieser Geschichte handeln, werde ich deshalb vermutlich nicht lesen.

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Pawn Takes King

12.05.2016
EmpfehlungEmpfehlung
Bild Pawn Takes King I Daireann

Pawn Takes King beginnt nach der ersten Sherlock-Staffel, also den Ereignissen in The Great Game (Das große Spiel) mit der Schwimmbadszene. John Watson hat nie damit gerechnet, mehr als ein Mittel zum Zweck für James Moriarty zu sein, um an Sherlock und Mycroft Holmes heranzukommen. Umso erstaunter ist er, dass Moriarty bereit ist, die von ihm geklauten Pläne britischer Strategiepapiere für Afghanistan zurück an Mycroft zu übergeben, wenn, ja wenn John Watson einen Monat in seiner Gesellschaft verbringt. Was die Holmes Brüder und auch das kriminelle Genie vergessen, auch ein Bauer hat seine Stärken im Spiel...

Pawn Takes King von Lunavere war eine echte Überraschung für mich. Ich hatte die Geschichte schon länger auf meinem E-Reader, weil mich eine enthusiastische Rezension dazu verführt hat, sie runterzuladen. Dann konnte mich auch die Zusammenfassung begeistern und irgendwie kam mir diese Idee, Austausch von Geheimnisse gegen eine Person, immer wieder in den Sinn und so habe ich dann angefangen zu lesen. Tatsächlich konnte ich gar nicht mehr aufhören, weil es so spannend war. Die psychologischen Spielchen, die abgehen und die Beziehung, die von Kapitel zu Kapitel intimer wird, waren einfach großartig. Wenn langsam klar wird, dass James auf andere Art als Sherlock Holmes, nichtsdestotrotz absolut fasziniert von John Watson ist. Und wie sich aus Faszination langsam Vertrauen und Zuneigung entwickelen - etwas, dass keiner der Protagonisten für möglich gehalten hätte. Natürlich bringt das eine Menge neue Probleme mit sich. Vier Wochen sind lang, aber absehbar. Wenn sich John aber in den gefährlichsten Kriminellen Londons verliebt, obwohl sein Mitbewohner Londons bester Verbrecherjäger ist und einen Bruder hat, der ein hohes Tier in der britischen Regierung ist, ja dann wird es richtig kompliziert.

Bild Pawn Takes King II Daireann

Ganz ehrlich, mir hat besonders der Teil von Pawn Takes King gefallen, indem die beiden die vier Wochen zusammen verbringen. Gerade weil es eine wenig glatte und alles andere als geschmeidige Geschichte ist. Auch nach diesem Teil bleibt es spannend, aber die endgültige Auflösung erschien mir ein wenig hastig und - in anbetracht der Charaktere - auch einen wenig zu rührselig. Trotzdem war es schön zu sehen, dass sie eine für sich machbaren Weg finden, ein wenig auf den anderen abfärben, aber am Ende so bleiben, wie sie sind.
Ein zusätzliches Schmankerl für Schachspieler ist es sicher, dass die ganze Geschichte auch tatsächlich ein Schachspiel beinhaltet. Ich habe versucht, die Partie mit einem Onlineboard nachzuspielen, bin aber zwischen dem Browserfenstern früher oder später irgendwie falsch geraten. Das lag auch daran, dass Schach spielen ganz sicher keine Stärke von mir ist und diese Partie mit all ihren speziellen Zügen (En Passant, Rocharde, Umwandlung etc) doch etwas über meinen Horizont geht. Ich denke aber, dass ein besserer Spieler seinen Spaß haben wird, diese Partie nachzuverfolgen.

Insgesamt bekommt man mit Pawn Takes King von Lunavere also einiges geboten. Oben drauf wurden auch noch Bilder für die Geschichte erstellt. Sie stammen von Daireann und sind wirklich wunderschön anzuschauen. Ich selbst konnte mal wieder feststellen, dass eine enemies to lovers (von Feinden zu Liebhabern) Geschichte ihren Reiz nie verliert und dass dies sogar mit Paarungen funktioniert, von denen ich es nie geglaubt hätte. Und, tatsächlich hat es mir hier nicht nur James Moriarty angetan, auch Sebastian Morans Figur konnte mich begeistern. Warum und wieso müsst ihr aber schon selber lesen...

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Cover Hustler

Gavin Saint ist der erfolgreichste Poker-Spieler der Welt und hat alles erreicht, was er in seinem Geschäft nur erreichen kann. Dementsprechend gelangweilt ist er mittlerweile auch. Keine der großen Casinos in Las Vegas lassen ihn normalerweise an ihren Tischen noch spielen, abgesehen vom Hotel Paragon, das seinem Freund Graham gehört und in dem er inoffiziell hinter den Überwachunskameras arbeitet, um Falschspieler und Kartenzähler zu entlarven.
Nicht einmal mehr Frauen bieten ihm eine echte Abwechslung, was ihn aber nicht davon abhält einen One-Night-Stand nach dem anderen zu haben. Allerdings würde er eh keine Frau näher an sich heran lassen, denn wenn es eine Sache gibt, die Gavin von seinem nichtsnutzigen Vater gelernt hat, dann ist es, dass man sich nie von einer Frau ablenken lassen darf. Seinen Vater hat das schließlich nicht nur seine Karriere, sondern schlußendlich auch sein Leben gekostet.
Bisher gab es auch noch keine Frau, die ihn wirklich genug interessiert hätte, um diesen Vorsatz in Gefahr zu bringen. Zumindest nicht bis er Penelope "Nell" Prescott kennenlernt. Sie ist die neue Bedienung im High Roller Bereich des Hotel Paragon, wo die Spieler mit Geld und den richtig hohen Einsätzen spielen und sobald er das erste sarkastische und schlagfertige Wort aus ihrem Mund hört, wird ihm klar, dass er sie haben muss. Doch Nell lässt sich nicht so einfach von Gavins Charme, Macht und Geld einlullen, wie er es von anderen Frauen gewohnt ist, und ihm wird schnell bewusst, dass er sein ganzen Können aufbringen muss, wenn er Nell und die Herausforderung, die sie bietet, knacken will. Doch das ist alles, was sie ist: Eine kurzfristige Herausforderung. Zumindest redet sich Gavin das unermüdlich ein...

Schon als ich das Cover von Hustler von Meghan Quinn und Jessica Prince das erste Mal gesehen habe, war ich gleich neugierig auf dieses Buch und ich bin sehr froh, dass es tatsächlich mehr als nur eine hübsche Verpackung ist und mir auch der Inhalt auch ziemlich gut gefallen hat.
Die Geschichte ist sowohl aus Gavins als auch aus Nells Sicht geschrieben und ich habe mich sofort in beide Charaktere verliebt. Ihre familiären Hintergründe könnten zwar nicht unterschiedlicher sein - Gavin hatte schon immer Geld, kennt aber kaum elterliche Zuneigung und Nells Familie hatte zwar immer Geldsorgen, würde aber alles füreinander tun - trotzdem sind sich die beiden ziemlich ähnlich. Sie sind schlagfertig, dickköpfig, stur und haben ein Poker Face, dass es anderen schwer macht, sie wirklich zu durchschauen. Vor allem Gavin macht das wahnsinnig, denn auch wenn er hinter ein paar von Penelopes Tells (also Eigenarten, die beim Poker z.B. Bluffs oder Gedanken verraten) gekommen ist, gibt sie ihm genug Kontra, um ihn auf Trab zu halten. Dass zwischen den beiden regelmäßig die Fetzen fliegen ist von daher klar, denn keiner von beiden verliert gerne, doch genau das macht Hustler aber zu einem sehr unterhaltsamen Buch. Es war jedes Mal wieder wirklich lustig, wenn Gavin und Nell aneinander geraten und es gibt einige sehr gelungene Szenen, in denen die Autorinnen ihr Gespür für Humor ausleben durften, ohne dabei zu übertrieben zu werden.
Gleichzeitig gibt es aber auch jede Menge ziemlich heiße Szenen in Hustler, denn Nell und Gavin haben eine sehr explosive Chemie, die Meghan Quinn und Jessica Prince ganz wunderbar umsetzen. Zwar gibt es für meinen Geschmack vielleicht ein paar Sexszenen zu viel, aber die beiden Autorinnen haben dennoch darauf geachtet, dass sie die Erotik nicht Überhand nehmen lassen. Im Vordergrund stehen zu jeder Zeit immer noch die Figuren.
Und von denen gibt es gleich einige sehr interessante in Hustler. Denn Nells und Gavins Freunde spielen ebenfalls eine ziemlich große Rolle und habe viel Abwechslung in die Geschichte gebracht. Jeder von ihnen hat seinen ganz eigenen Beitrag zu der Handlung geleistet und es ist ziemlich offensichtlich, dass Meghan Quinn und Jessica Prince auch über sie schreiben wollen. Stoff gäbe es auf alle Fälle genug.

Mich würde das jedenfalls sehr freuen, denn Hustler von Meghan Quinn und Jessica Prince ist wirklich eine gelungene Geschichte. Mit viel Humor und Charme stellen diese beiden Autorinnen hier ihre Figuren vor und es hat großen Spaß gemacht, sie bei ihren Faxen dabei zu sein. Las Vegas als Schauplatz hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, einfach weil die Möglichkeiten in dieser Stadt unendlich sind. Ich bin jetzt schon gespannt, was sich die zwei Damen für ihr nächstes Buch einfallen lassen.

Hustler erscheint übrigens heute und ist zumindest vorerst für Kindle Unlimited Kunden kostenlos! :)

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