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Cover Duell der Schatten deutsch

Enthält Spoiler für Magic Bites / Die Nacht der Magie und Magic Burns / Die dunkle Flut.

Kate hat gerade alle Hände voll zu tun. Nach einer kleinen Verschnaufpause haben die Magiewellen wieder angefangen und bringen damit mehr als genug Arbeit für Kate mit. Unter anderem auch einen Mordfall im Rudel, bei dem Jim ihr als Sicherheitschef der Gestaltwandler aber unmissverständlich klarmacht, dass sie sich rauszuhalten hat. An sich ist das nichts Ungewöhnliches - bis sich herausstellt, dass auch Curran von dem Mord nichts wusste und das kann der Beast Lord nicht auf sich sitzen lassen. Doch eine Ermittlung ist leichter gesagt als getan, denn Jim ist plötzlich untergetaucht und damit auf der Flucht vor seinen eigenen Leuten.
Gleichzeitig gerät auch noch Derek in Schwierigkeiten, weigert sich aber standhaft Kate zu sagen, worum es geht. Kate, die sich natürlich Sorgen macht, stellt ihm nach, kommt allerdings zu spät: Derek wurde von irgendjemandem halbtot geprügelt und seine Überlebenschancen stehen schlecht. Selbst falls er es schaffen sollte, wird er nie wieder der Gleiche sein.
Kate setzt alles daran Derek zu rächen und stolpert dabei auf ein geheimnisvolles und grausames Turnier auf Leben und Tod, den Midnight Games. Diese finden in regelmäßigem Abstand in Atlanta direkt vor ihrer Nase statt, sind aber höchst illegal. Schnell stellt sie fest, dass sowohl Jims Verrat, als auch der Angriff auf Derek mit diesem Turnier zusammenhängen und dass sie ausgerechnet auf Curran angewiesen ist, wenn sie diesen Fall aufklären will.

Der dritte Teil in Ilona Andrews Kate Daniels / Stadt der Finsternis-Reihe ist meiner Meinung nach bisher mit Abstand der Beste. Die Geschichte um die Midnight Games und ihre wirklich alles andere als vertrauenserweckenden Teilnehmer ist von Anfang an richtig spannend und fesselnd.
Kate ist es nie gewohnt gewesen Freunde zu haben und man merkt teilweise, wie sie das überfordert. Gleichzeitig ist sie aber bereit wirklich alles für sie zu tun - auch wenn das bedeutet, sich gegen Curran zu stellen. Aber auch die Beziehung zwischen diesen beiden wird endlich auf eine neue Ebene gehoben. Harmonie ist zwar etwas anderes, was bei diesen beiden allerdings natürlich keine Überraschung ist. Trotzdem ist es schön zu sehen, dass sich langsam etwas entwickelt.

Cover Magic Strikes englisch

Echte Romantik sollte man sich aber nach wie vor nicht von der Serie erwarten - macht aber gar nichts. Dafür ist sie viel zu spannend und humorvoll und die Interaktionen zwischen Kate, Curran, Derek, Julie und all den anderen sind das Lesen allemal wert. Auch ein paar neue Charaktere werden in die Geschichte eingeführt und ich kann nur hoffen, dass sie uns erhalten bleiben. Man kann gar nicht anders, als sie alle ins Herz zu schließen. Auch entwickeln sich die Nebenstränge ein wenig intensiver als sonst, so dass man nicht mehr bei Kates Geschichte mitfiebert.
Auch immer wieder lesenswert ist es, wie das Autorenduo es schafft, geschickt Sagen, Götter, Fabelwesen und vieles mehr in die Geschichte zu verweben. In diesem Fall geht wird auf die hinduistische Mythologie und den Götterkult eingegangen und gibt dem Geschehen noch eine zusätzliche exotische Note.

Aber auch ohne diese wäre Magic Strikes / Duell der Schatten das bisherige Highlight der Kate Daniels / Stadt der Finsternis-Reihe von Ilona Andrews gewesen. Kate versprüht gewohnt viel (sehr individuellen) Charme und Witz und führt durch eine Geschichte, die noch mehr Action und Spannung bietet als seine Vorgänger. Außerdem gibt es auch dieses Mal wieder ein paar neue Charaktere, die definitiv eine Bereicherung für die Geschichte sind und die Dynamik zwischen den Figuren fördern.

Übrigens gibt es eine ganze Reihe von Kurzgeschichten bzw. zusätzlichen Szenen, die meisten davon aus Currans Sicht. Einige sind nicht der Rede wert, andere sind dafür richtig gut. Zu finden sind sie alle auf Ilona Andrews Homepage.

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Cover Listiger Freitag deutsch

Enthält Spoiler zu den ersten vier Bänden um die The Keys to the Kingdom / Die Schlüssel zum Königreich-Reihe.

Arthur Penhaglion hat inzwischen vier der sieben Schlüssel errungen. Doch je mehr Macht er erlangt und diese in Form von Schlüsselmagie einsetzt, desto weiter entfernt er sich von seinem menschlichen Leben auf der Erde. Denn die Magie hat ihren Preis. Sie verändert Arthur und verwandelt ihn nach und nach in einen Hausbewohner. Überschreitet er ein bestimmtes Maß an Zauberei, gäbe es kein zurück mehr. Die Heimkehr zu seiner Familie und zu seinem Leben als normaler Junge wären nicht mehr möglich. Arthur würde fast alles tun, um das zu verhindern. Zumal er eigentlich nur Nachhause will. Doch auch seine Freunde, der nächste Vermächtnisteil und eigentlich das ganze Haus brauchen ihn. Denn die Treuhänder, Lady Freitag, Lady Samstag und Lord Sonntag, machen was sie wollen und das Nichts breitet sich immer weiter aus - nicht nur das Haus, auch alle sekundären Reiche geraten in immer größere Gefahr.

In Lady Friday / Listiger Freitag stehen Arthur und Blatt vor neuen Problemen: Freitag hat am gleichnamigen Wochentag abgedankt und ihren potentiellen Nachfolgern, Samstag, dem Pfeifer und Arthur je eine Botschaft gleichen Inhalts geschickt. Demnach soll der ihr Nachfolger werden, der zuerst Hand auf ihren Schlüssel legt. Dieser soll sich im Scriptorium, dem Herzstück des Mittleren Haus befinden. Dass es sich bei diesem Angebot um eine Falle handelt, ahnt Arthur. Dennoch landet er ungeplant und überstürzt im mittleren Haus und muss nun irgendwie seinen Weg zurück oder zum Schlüssel finden. Doch leichter gesagt als getan - das mittlere Haus befindet sich durch Freitags Abwesenheit nahezu im Chaos, Samstag hat die Aufzüge blockiert und das Vermächtnis will schließlich auch gefunden werden.

Zeitgleich ist Blatt von Frau Dr. Freitag behandelt worden. Als sie danach erwacht, findet sie sich in einem riesigen Krankenhausraum mit lauter schlafenden Menschen wieder. Ehe sie flüchten kann, werden alle diese Menschen zu Schlafwandlern, die von Freitag und ihren Dienern in eine andere Welt geführt werden. Auch Blatt macht sich mit auf den Weg. Zum einen gibt es keine Fluchtmöglichkeit, zum anderen ist ihre Tante Mango unter den Schlafwandlern. Da Blatt weiß, dass die Treuhänder nicht gerade zimperlich sind, will sie ihre Tante auf jeden Fall beschützen. In dieser neuen und irritierenden Welt entdeckt Blatt, was Freitag unter 'netter Zerstreuung' versteht. Diese Entdeckung ist so grauslich, dass Blatt all ihren Mut und Widerspruchsgeist braucht.

Cover Lady Friday englisch

Der fünfte Band The Keys to the Kingdom / Die Schlüssel zum Königreich-Reihe von Garth Nix ist mit 300 Seiten der bislang kürzeste Band. Dennoch kam mir das Buch dieses Mal relativ lang vor. Das lag vermutlich daran, dass die Probleme von Band zu Band zunehmen und irgendwie kein Hoffnungsschimmer in Sicht ist. Zwar gewinnt Arthur mit jedem Schlüssel mehr Macht und er kennt sich auch immer besser im Haus aus, dennoch wird die Situation immer nur schlimmer und er müsste eigentlich an vielen Fronten zugleich kämpfen. Da auch Blatt dieses Mal wirklich in ernsten Schwierigkeiten und Frau Freitag ein echtes Ekelpaket ist, fand ich auch diesen Handlungsstrang etwas deprimierend.
Natürlich bietet Lady Friday / Listiger Freitag wieder ein Feuerwerk an außergewöhnlichen und skurrilen Ideen: Etwa die seltsame Dreiteilung des mittleren Hauses, die Art des Vermächtnisses oder die vielen verschiedenen Berufe, die so detailreich beschrieben werden und natürlich alle mit Schrift, Papier oder Büchern zu tun haben. Doch leider wird der Humor immer nebensächlicher. Ohne Susi Türkisblau und Fred Gold, die beiden Pfeiferkinder, die so gut wie nie ihre gute Laune verlieren, hätte ich wohl noch mehr Schwierigkeiten mit dem Buch gehabt. Für mich der bislang schwächste Teil The Keys to the Kingdom / Die Schlüssel zum Königreich-Reihe.
Langsam nähert sich Arthur ja dem Finale - bleibt zu hoffen, dass in Superior Saturday / Mächtiger Samstag langsam ein Silberstreif am Horizont auftaucht...

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Cover Der Knochenbrecher deutsch

Dr. Winston und sein Assistent haben eine neue Leiche zur Obduktion auf dem Tisch - eine junge, hübsche Brünette, der bis auf zwei Stellen kein Leid zugefügt wurde. Der Täter hat ihr sowohl den Mund als auch ihre Vagina zugenäht. Für den Gerichtsmediziner stellt sich allerdings noch die Frage woran sie gestorben ist.
Als er sich daran macht die Leiche näher zu betrachten, fällt ihm im Unterleib der Toten etwas Metallisches auf. Irgendetwas wurde in ihrem Unterleib deponiert, bevor sie zugenäht wurde. Dr. Winston macht sich daran es zu entfernen und weiß sofort, dass dies der größte Fehler seines Lebens war.
10 Sekunden später explodiert eine Bombe in seiner Hand.

Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia sind Ermittler im Morddezernat I. Hier werden nur die wirklich üblen Morde aufgeklärt und genau so einer scheint sich wieder anzubahnen. Hunter und Garcia sind erschüttert über den Tod ihres Kollegen Dr. Winston und stehen nun vor einem Mord ohne Leiche. Sämtliche Untersuchungsergebnisse sind bei der Explosion zerstört worden und sie stehen mit nichts in den Händen da.
Doch sie müssen nicht lange warten und es taucht eine zweite Leiche auf. Bei dieser Toten wurden ebenfalls zwei Körperöffnungen zugenäht und um nicht noch einmal unschuldige Menschen in Gefahr zu bringen, hat die Gerichtsmedizin ein portables Röntgengerät mit. Doch in dieser Leiche befindet sich keine Bombe - es ist eine andere Waffe. Nachdem sämtliche Anwesenden am Tatort dahinter gekommen sind, was es ist und wie es funktioniert, wird ihnen klar, dass die Frau noch gelebt haben musste als sie hier abgelegt wurde.
Und noch etwas fällt auf - die zweite Tote ähnelt der ersten Leiche beinahe aufs Haar.

Für die beiden Ermittler ist klar, ein neuer Serienkiller macht L.A. unsicher. Durch Zufall tritt die Privatdetektivin Whitny Myers in die Ermittlungen und schon bald ist sicher, es werden weitere Frauen vermisst die genau in das Beuteschema des Mörders fallen. Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen.

Cover The Night Stalker englisch

Der bereits dritte Fall für das Ermittlerduo Hunter und Garcia des Morddezernats I liegt nun auch in den deutschen Buchläden. Schon die Covergestaltung lässt vermuten, dass der Autor hier einen Wandel vollzogen hat. Und so fällt nicht nur das relativ helle Cover im Gegensatz zu The Crucifix Killer / Der Kruzifix-Killer (keine Rezension) und The Executioner / Der Vollstrecker auf, sondern auch die etwas weniger brutale Geschichte. Sicherlich sind die Morde weiterhin grausam, dennoch lange nicht mehr so abartig - es lässt sich nicht anders ausdrücken - wie in den vorangegangenen Fällen.
Die Geschichte an sich ist gut und bietet viel Spannung und Platz für Spekulationen. Allerdings fehlt mir dieses Mal ein wenig der Druck. Die Ermittlungen brauchen eine ganze Weile, bis sie in die richtigen Bahnen laufen und so fesselnd wie seine Vorgänger ist dieser Band leider nicht.
Dennoch finde ich The Night Stalker / Der Knochenbrecher durchaus gelungen und bietet dem Chris Carter-Fan eine kleine Verschnaufpause hier und dort. Der Verlag hat sich hier mit der Übersetzung des Titels leider auch keinen Gefallen getan - er passt leider weder zum Original noch irgendwie zum Inhalt des Buches.

Ein großes Dankeschön geht an vorablesen.de für die Möglichkeit dieses Buch lesen und rezensieren zu dürfen.

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Cover The Broken Lake englisch

Enthält Spoiler zu The Pace / Der Anfang.

Eine Woche nachdem Andy bei Sophies Entführung und seinem Selbstexperiment mit dem Serum gestorben ist, ermittelt die Polizei immer noch wegen seines geheimnisvollen Todes. Sie vermuten, dass Wes irgendetwas mit der Sache zu tun hat, geben die Ermittlungen aber bald auf. Trotzdem sieht sich Wes nun gezwungen im Namen seines Labors eine Pressekonferenz zu halten und zieht so unangenehm viel Aufmerksamkeit auf sich.
Dabei wollen er und Sophie doch eigentlich nichts anderes, als die kurze Zeit, die ihnen vermutlich nur noch miteinander bleibt zu genießen. Sie fahren oft gemeinsam weg und sind für ihre Verhältnisse fast schon sorglos. Als Sophies neuer Kollege Chase im Buchladen allerdings immer unangenehmer auffällt, sie ständig anbaggert und Wes und sie provoziert, sind sie sich bald sicher, dass irgendetwas nicht stimmt. Denn Chace ist nicht nur außergewöhnlich irritierend, sondern physisch auch außergewöhnlich stark.
Schnell wird klar, dass sowohl Wes' Forschungsarbeit, als auch das Wissen um seinen Zustand, nicht so gemein ist, wie er es gerne hätte.

Der zweite Teil in Shelena Shorts' The Pace / Zeitenlos-Reihe setzt genau da an, wo The Pace / Der Anfang aufgehört hat. Wes und Sophie sind noch mehr zusammengewachsen und legen Wert darauf, Neues auszuprobieren und vielleicht so dem Fluch ihres Schicksals zu entgehen.
Wie schon im ersten Teil liegt der Schwerpunkt auch hier auf der Liebesgeschichte bzw. der Beziehung zwischen Wes und Sophie. Vor allem der Mittelteil ist recht ruhig und beschäftigt sich gänzlich mit der Entwicklung der beiden. Stellenweise ist das natürlich schon sehr romantisch und man muss das mögen, allerdings gefällt mir die Beziehung der beiden mit all ihrer Ernsthaftigkeit sehr gut. Deswegen wird die Grenze zum Kitsch meiner Meinung nach nie wirklich überschritten (wenn sie allerdings öfter angekratzt wird). Stattdessen wird meist nur die Dramatik des Themas der Unsterblichkeit und Sophies Wiedergeburt unterstrichen.
The Broken Lake ist ein schönes aber auch sehr ruhiges Buch mit zugegebenermaßen nicht allzu viel Handlung. Nur in den Anfangs- und Endphasen wird das Tempo angezogen und es entsteht wirkliche Spannung. Das störte mich aber nicht sonderlich, denn die vielen schönen Szenen in dieser Liebesgeschichte machen das wieder wett und bringen eine neue Tiefe in Sophies und Wes Story. Allerdings sorgen auch auf den restlichen Seiten Sophies und Wes grundsätzliche Probleme für eine unterschwellige Anspannung, die sich nie ganz abschütteln lässt.

Geplant war, dass The Broken Lake von Shelena Shorts wie auch The Pace / Der Anfang im Jahr 2012 auf deutsch erscheinen soll, genauere Daten sind mir allerdings bisher noch nicht bekannt (EDIT: Gerade wurde mir mitgeteilt: Es wird Frühjahr 2013. Danke für die Info zl!:). Der dritte Teil, The Iron Quill (keine Rezension), ist in den USA bereits letzten Sommer auf den Markt gekommen. Der vierte und vermutlich letzte Teil The Hour of Dreams (keine Rezension) folgt im Sommer 2012.

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Cover Die Beschenkte deutsch

Katsa hat ein grünes und ein blaues Auge - sichtbares Zeichen dafür, dass sie eine Beschenkte ist. In den sieben König-reichen werden die Beschenkten für ihre Gaben gefürchtet und manchmal auch bewundert. Die Könige der einzelnen Reiche können auf die Beschenkten Anspruch erheben und ihre Gaben für die eigenen Zwecke nutzen. Das passiert in der Regel, sobald sich die zwei unterschiedliche Augenfarben zeigen. Die Beschenkten sind dann meist noch Babys oder Kleinkinder. Die Gaben selber zeigen sich erst mit dem Heranwachsen, wenn die Kinder um die 8 Jahre alt sind. So jedenfalls war es bei Katsa: Als ihr Cousin sie belästigt und gepiesackt hat, hat Katsa sich gewehrt. Ihr Schlag gegen seine Nase hat direkt zu seinem Tod geführt. Denn Katsas Gabe ist es, schnell, geschickt und mühelos töten zu können.

Katsas Onkel, König Randa des Reiches Middluns, hat seine Nichte zu einer perfekten Tötungsmaschine ausbilden lassen. In seinem Namen verbreitet die inzwischen 16-Jährige Angst und Schrecken unter all denen, die Randa und seiner Politik in die Quere kommen. Katsa hasst es, das Werkzeug ihres grausamen und machtbesessenen Onkels zu sein. Um ihre in Randas Namen begangenen Untaten oder auch die Grausamkeiten der anderen Könige Wiedergutzumachen, hat sie den Rat gegründet. Eine Institution, die versucht, überall da für Gerechtigkeit zu sorgen, wo Ungerechtigkeit herrscht. Als sie für den Rat einen Gefangen aus König Morgons Verliesen in Sunder befreit, begegnet sie einem anderen Beschenkten. Dieser junge Mann mit einem goldenen und einem silbernen Augen flösst ihr aus irgendeinem Grund sofort Vertrauen ein. Doch Katsa kann es sich nicht leisten, wildfremden Menschen zu vertrauen. Zum ersten Mal hat sie allerdings etwas mehr Mühe als sonst, diesen Krieger auszuknocken. Was Katsa nicht weiß: Die Begegnung wird ihr Leben verändern...

Kristin Cashore erzählt in Graceling / Die Beschenkte die Geschichte aus Katsas Sicht. Dadurch erlebt der Leser ihre Wandlung direkt und hautnah. Von einer ziemlich einsamen, unglücklichen und wilden Frau, die sich ihrem Onkel unterordnet, zu einer, die ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und auch die Konsequenzen für ihre Handlungen übernimmt. Bei dieser Wandlung lernt Katsa nicht nur Bo mit dem goldenen und silbernen Auge, sondern auch sich selbst und ihre Gabe viel besser kennen.

Cover Graceling englisch

Graceling / Die Beschenkte von Kristin Cashore ist ein wunderbares Fantasybuch. Wieso hat es dann solange gedauert, bis ich diese spannende Geschichte mit ihrer einzigartigen Welt kennen lernen wollte? Das lag eindeutig am Klappentext und dem Namen des männlichen Protagonisten: das originale 'Po' ist hierzulande ja nun nicht besonders klangvoll. Da hat mir der geänderte Name in der deutschen Fassung 'Bo' besser gefallen. Sicher wird aber wohl auch dieser Name nie unter den beliebtesten männlichen Vornamen zu finden sein. Doch Bo ist eben Bo - und im Laufe der Story hat er mein Herz ebenso schnell erobert wie das von Katsa.
Das Buch zeigt eine Fantasiewelt auf, die ihresgleichen sucht: Die Beschenkten mit ihren individuellen, besonderen, aber auch beängstigenden Gaben packen einen einfach - egal, ob die Gaben für gute oder böse Taten eingesetzt werden. Alleine darüber zu lesen, macht riesig Spaß. Dass man sie ganz leicht an ihren verschiedenfarbigen Augen erkennen kann, ist ein toller Kniff der Autorin. Schließlich gibt es in dieser Welt keine Kontaktlinsen und damit auch kaum eine Möglichkeit, seinen Status als Beschenkte oder Beschenkter geheim zuhalten. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir, die Gegensätzlichkeit von Katsas Charakter. Auf der einen Seite ist sie eine sehr erwachsen wirkende Killerin, der es von der Sache her keine Mühe bereitet, einen oder viele Menschen umzubringen, auf der anderen Seite mag sie das Töten überhaupt nicht, ist sehr naiv und besonders in emotionalen Dingen sehr unerfahren. Es ist einfach schön zu lesen, wie sich ihre Weltsicht nach und nach ändert und welchen Anteil Bo und auch Bitterblue daran tragen.
Fazit: Ein absolut lesenswertes Fantasybuch.

Auch wenn es mit Fire / Die Flammende und Bitterblue / Die Königliche (keine Rezension) zwei weitere Bücher aus Kristin Cashores Feder gibt, die in dieser FS-Welt spielen, kann man jedes Buch wunderbar auch für sich lesen. Bitterblue / Die Königliche (keine Rezension) ist übrigens Anfang Mai im Original erschienen. Die deutsche Übersetzung folgt im September 2012.

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