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Cover Goya deutsch

Der spanische Maler Francisco José de Goya y Lucientes, besser bekannt unter dem Künstlernamen Goya, wurde 1746 im nördlichen Aragón geboren. Ab 1786 war er spanischer Hofmaler, zunächst unter König Karl III. dann unter seinem Sohn Karl IV. Goyas Aufstieg verlief nicht reibungslos - insbesondere sein Schwager Francisco Bayeu und anderen Vertreten der damaligen Malerei war sein Stil zu experimentell und zu weit entfernt von der klassischen Linie. Zum Ende des 18 Jahrhunderts setzt Lion Feuchtwangers Roman Goya oder der arge Weg zur Erkenntnis ein. Dem etwa 50-jährigen Goya geht es gut, er hat Aufträge noch und nöcher. Doch Goya will mehr: aus einfachen Verhältnissen stammend, möchte der Künstler nicht nur der erste Hofmaler des spanischen Königs werden, sondern auch so viel Reichtum für sich und seine Lieben anhäufen wie möglich. Er weiß, das Leben kann voller unglücklicher Zufälle sein und seine Glückssträhne wird vielleicht nicht dauerhaft anhalten. Auf einer Abendveranstaltung begegnet er der lebhaften Herzogin von Alba, einer der edelsten Damen des Landes und eine intensive Hassliebe nimmt ihren Anfang.
Parallel begleitet der Leser Goya bei seiner künstlerischen Entwicklung. Der Maler ist zunächst eher unpolitisch, ihm sind Schein und sein sehr wichtig. Doch während in Frankreich die Revolution tobt und sich mit den Worten 'Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit' ein neues Weltbild ausdehnt, klammern sich in Spanien das Königshaus und die Kirche aneinander und führen die Inquisition zu neuen Höhen. Diese Willkür missfällt Goya immer mehr und äußert sich auch in seinen Werken. Und so kommt es wie es kommen muss, auch der Maler gerät nach und nach in den Fokus der Inquisition. Nun muss sich zeigen, wer am Hofe und unter den Adeligen seine Freunde sind...

Schon lange wollte ich einmal ein Buch von Lion Feuchtwanger lesen. Nun hat eine Kollegin mir freundlicherweise ihren Goya oder der arge Weg zur Erkenntnis zur Verfügung gestellt. Das Buch ist interessant, umfangreich und sprachgewaltig. Der Künstler Goya war mir bislang nur als einer der 'großen Drei' bekannt. Deren Werke (von El Greco, Velázquez und Goya) zieren im Prado die Wände und wer schon einmal dort war, weiß dass dort viele eher düstere Bilder hängen. Doch ich war im Irrtum. Goya war eine ziemlich interessante historische Persönlichkeit. Der Maler stammt aus relativ einfachen Verhältnissen und hat es bis zum ersten spanischen Hofmaler gebracht. Darüber hinaus war er aber auch ein scharfsinniger Beobachter. Insbesondere mit seinen Druckgrafiken in der sogenannten Aquatintatechnik prangerte er die Missstände von Krieg, Adel und Kirchenvertretern an und verkehrte auch in sehr liberalen Kreisen. Der Maler hat zum Ende seines Lebens dann auch sein Heil in der Flucht nach Frankreich gesucht, wo er 1828 in Bordeaux starb.

Lion Feuchtwangers Goya ist zumindest in den Teilen sehr gut getroffen, die sein künstlerisches Schaffen wiedergeben. Bezüglich der Reihenfolge der entstandenen Werke hat sich der Autor allerdings einer gewissen schriftstellerischen Freiheit bedient. Unklar ist auch, ob das Verhältnis des Malers mit der Herzogin von Alba wirklich bestand. Die Legende existiert, doch aussagekräftige Quellen dazu gibt es keine. Zwar hat Goya die Dame mehrfach porträtiert, doch die von Lion Feuchtwanger dargestellte schicksalhafte Begegnung, die fast ein wenig an die gefährlichen Liebschaften erinnert, hat so vermutlich nicht stattgefunden. Ein weiterer Kritikpunkt: Das Buch ist, insbesondere, wenn politische, gesellschaftliche oder landschaftliche Details beschrieben werden, arg weitschweifig. Hier musste man sich als Leser schon bemühen, nicht den Faden zu verlieren. Trotzdem war das Buch mal eine interessante Abwechslung zu meinem 'normalen' Lesestoff und mit ein wenig Zeit und Muße kann man an dem Buch viel Freude haben. In einen der nächsten Urlaube werde ich Lion Feuchtwangers Die Jüdin von Toledo (keine Rezension) mitnehmen.

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Cover Harry Potter und der Orden des Phönix deutsch

Enthält Spoiler zu den ersten Bänden der Harry Potter-Reihe.

Harry muss wieder einmal den Sommer bei den Dursleys verbringen. Da sein Cousin auf Diät gesetzt wird, ernährt sich die gesamte Familie von im Grunde wenig bis gar nichts. Was sich allerdings nicht auf Harrys Gemüt auswirkt, denn eine kleine Erzählung in einem Brief an seine Freunde und er wird mit Carepaketen nur so überhäuft. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er mit Vorliebe die meiste Zeit in seinem Zimmer verbringt.
Doch auch wenn die Briefe seiner Freunde dieses Mal den Weg zu ihm finden, sind sie nicht sehr aufschlussreich. Nach dem Turnier im letzten Schuljahr, Cedrics Tod und der Wiederkehr von Lord Voldemort wartet er beinahe täglich auf Neuigkeiten. Sogar die Muggel-News inhaliert er regelrecht, doch niemand gibt ihm nur den kleinsten Hinweis. Und so langsam geht ihm auch das ständige Hinhalten auf die Nerven.
Als er es eines Abends nicht mehr aushält und durch die Straßen tingelt trifft er auf Dudley und seine Gang. Die lassen es sich natürlich nicht nehmen ihn anzuquatschen und aufs Korn zu nehmen. Doch als sich mit einem mal der Himmel verfinstert, kriegen es die Freunde mit der Angst zu tun. Nur Dudley und Harry sind noch draußen als das Unfassbare geschieht: Dementoren in Little Whinging!
Mit Mühe und Not kann Harry ihrer Herr werden, doch sie sind Dudley so nahe gekommen, dass dieser nun völlig neben sich steht. Harry schafft es gerade so ihn nach Hause zu bringen und darf sich sogleich eine Standpauke von seinen Verwandten anhören. Doch das ist im gleich. Kurz darauf erreicht ihn ein Brief vom Zaubereiministerium um ihm mitzuteilen, dass er entgegen aller Auflagen Magie vor den Augen eines Muggels beschworen hat. Nun muss er sich einer Anhörung unterziehen, die darüber entscheidet ob er je wieder nach Hogwarts darf oder nicht.

Doch bis dahin ist noch etwas Zeit und endlich wird er auch von den Dursleys erlöst. Als diese eines abends aus sind, tauchen mehrere Zauberer im Privet Drive auf um ihn mit zum Hauptquartier zu bringen. Noch weiß Harry nicht wirklich, um was es sich dabei handelt, doch er kann es kaum erwarten seinen Patenonkel wieder zu sehen. Und er hofft natürlich nun endlich auch etwas über die Machenschaften des Dunklen Lords zu erfahren. Alle sind sie bereits dort: Lupin, sein ehemaliger Professor in Verteidigung gegen die dunklen Künste, die gesamte Weasley-Familie und natürlich auch Hermine. Es tut gut wieder unter Leuten zu sein die er wirklich mag und so bereitet er sich hier im Hauptquartier des Orden des Phönix auf seine Anhörung vor. Rons Vater, Arthur Weasley, wird ihn dort hin begleiten.

Cover Harry Potter and the Orden of the Phoenix englisch

Harry glaubt, wenn er diese Anhörung hinter sich hat, wendet sich wieder alles zum Besseren und er kann sich dem Orden anschließen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben Lord Voldemort und seine Anhänger zu bekämpfen und ihre Reichweite einzudämmen. Doch leider fangen die Probleme für Harry erst richtig an.
Denn er hat wieder schlimme Träume und seine Narbe setzt ihm beinahe jede Nacht zu. Harry träumt von einem dunklen Gang und einer verschlossenen Tür und spürt am eigenen Leib den Frust, den Lord Voldemort empfindet, da sich die Tür für ihn nicht öffnet.
Was verbirgt sich wohl dahinter? Ist es etwas, was ihm helfen könnte wieder an die Macht zu kommen? Kann Harry es vielleicht sogar gegen ihn verwenden?

Der fünfte Band um den Zauberlehrling Harry Potter beginnt wie alle anderen Bände - Harry muss wieder einmal das Leben bei seinen Verwandten ertragen. Doch schon nach kurzer Zeit merkt man, dass es dieses Mal düsterer zugeht. Am Anfang geht mir Harry in diesem Buch gewaltig auf die Nerven. Er kann es irgendwie nicht haben, dass sich dieses Mal einiges außerhalb seiner Reichweite abspielt und seine Freunde mehr wissen als er. Da kommt er mir schon ein wenig bockig bei vor. Immerhin legt sich das aber dann auch bald wieder und er und seine Freunde laufen zu neuen Formen auf. Es gibt wieder viel zu erleben in diesem Band und mehr als eine gefährliche Situation. Leider gibt es auch hier wieder das ein oder andere Tränchen zu verdrücken - aber lest selbst. Es lohnt sich!

Ich fand es übrigens sehr angenehm, das Buch als EBook lesen zu können, da der Umfang dieses Mal um einiges höher ist als bei den Bänden zuvor.

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Pinguinwetter

Tags: Humor, Romantik
22.07.2012
Cover Pinguinwetter deutsch

Charlotte glaubt den besten Tag ihres Lebens vor sich zu haben, als sie gut gelaunt im Büro erscheint. Sie hat sich auf die Stelle als Cheflektorin beworben und heute soll es bekannt gegeben werden. Als sie dann auch gleich zum Personalchef beordert wird, ist sie ganz hibbelig vor Freude. Doch leider währt diese nicht lang.
Denn statt Charlotte zu befördern, wird sie gefeuert. Ihre Sparte 'Freche Frauen' wird eingespart, im Grunde interessiert sich ja eh keiner dafür. Sie dürfe sich auch den Rest des Tages frei nehmen.
Apathisch packt sie ihre Sachen zusammen und verlässt das Gebäude, in dem sie sich die letzten Wochen und Monate die Finger wund gearbeitet hat.
Zu Hause angekommen heult sie sich bei ihrer Nachbarin und besten Freundin Mona aus. Die kann das alles gar nicht fassen und bietet ihr an in ihr Filzgeschäft einzusteigen. Mona ist gerade groß im Internethandel und vertreibt selbstgemachte Filzaccessoires. Charlotte kann sich damit allerdings nicht anfreunden und setzt nun ihre Hoffnung ins bewerben.
Doch so richtig Früchte trägt das Ganze nicht und nach einem Besuch auf dem Arbeitsamt ist sie demotivierter den je.

Während sie mit Anfang 30 in der Blüte ihrer Jahre steht und voller Tatendrang den Arbeitsmarkt unsicher machen will, rät ihr Freund und Feind doch einfach schwanger zu werden. Schließlich sei sie jetzt im richtigen Alter und die momentane Arbeitssituation würde sich doch anbieten. Das Charlotte überhaupt keinen Mann dafür hat, scheint die wenigsten Leute zu stören. Schließlich gibt es da ja noch Marc, denn 'immer-mal-wieder-Gelegenheitsliebhaber'. Und genau den braucht sie jetzt für ihre geschundene Seele. Doch auch hier läuft es ganz gewaltig schief, denn Marc hat jetzt die Eine gefunden und möchte Charlotte nicht mehr in seinem Liebesleben haben.
Uff, das hat gesessen.

Nun kann sie nur noch Finn aufmuntern, der Spross ihrer gerade wieder in anderen Umständen befindlichen Freundin Trine. Charlotte ist die Patentante des kleinen Terrorkeks, wie sie Finn liebevoll getauft hat, und somit beinahe verpflichtet sich ab und an um ihn zu kümmern. Und naja, ehrlich gesagt hat sie jetzt ja auch Zeit.
Kurzentschlossen gehen die Beiden in den Zoo und schon in der Warteschlange wird sie mit einer neuen Welt konfrontiert. Der Zoo ist sehr gut besucht und in der Schlange trifft sie auf einen gutaussehenden Alleinerzieher, der zu allem Überfluss auch noch glaubt, dass Finn ihr Sohn ist. Naja, was soll's. Sie spielt das Theater mit, weil es sich ganz gut ergibt und glaubt den Mann sowieso nie wieder zu sehen. Doch wie das Leben so spielt, treffen Eric und sie nun häufiger aufeinander, rein zufällig natürlich. Und um es Charlotte so richtig schwer zu machen, dummerweise auch noch in den unmöglichsten Situationen.

Nicht einmal ihre Mutter kann ihr nun mit helfendem Rat beiseite stehen, denn der Nestflüchter war schon zu Kindertagen nicht Charlotte. So tingelt ihre Mutter gerade in den eisigen Gegenden in Grönland herum und hat - mal wieder - die Liebe ihres Lebens gefunden.
Und weil Charlotte noch nicht genug zu tun hat, erhält sie eines Tages eine SMS ihrer Mutter: Ich sitze in U-Haft und brauche 3.000,- EUR.
Wie bitte schön soll Charlotte ihr denn nun da wieder heraushelfen?

Pinguinwetter von Britta Sabbag hat es auf Grund des niedlichen Covers in mein Bücherregal geschafft. Natürlich klang die Story auch sehr unterhaltsam und für so einen gemütlichen Abend in den Federn war es genau das richtige. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und immer wieder mit kleinen Anekdoten gespickt. So erfährt man auch nach und nach wie das Verhältnis zwischen Charlotte und ihrer Mutter ist und wundert sich dann doch, wie Charlotte es schafft sich um Finn zu kümmern. Denn so richtig vorgelebt hat es ihre Mutter ihr nicht.
Das hin und her zwischen Eric und ihr führte bei mir so manches Mal zum Fremdschämen. Aber irgendwie ist es dann doch auch wieder lustig und in einigen Situationen denkt man sich Das hätte mir jetzt auch passieren können.
Was mich etwas gestört hat ist, dass einige Sachen immer mehrfach erwähnt worden sind. Beispielsweise, dass Charlotte gern eine normale Mutter gehabt hätte. Und auch die starke Anlehnung an Bridget Jones's Diary / Schokolade zum Frühstück (keine Rezension) von Helen Fielding - ob nun gewollt oder nicht. Aber alles in allem ein gelungenes Buch für Zwischendurch.

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Cover Pushing the Limits US

Der Tag, an dem sich Echos Leben endgültig und für immer verändern sollte, ist ausgerechnet der, an den sie sich nicht mehr erinnern kann. So sehr sie es auch versucht. Sie weiß nur noch, dass sie zwei Tage später im Krankenhaus aufgewacht ist, mit schrecklichen Schnittwunden an Armen und Rücken und dass sie ihre Mutter nicht mehr sehen darf.
Niemand will ihr verraten, was damals passiert ist, da die Ärzte und Therapeuten nicht genau wissen, wie ihr Verstand reagieren wird. Denn offensichtlich ist sie noch nicht bereit, sich zu erinnern. Die Folge ist allerdings, dass sie sich immer mehr zurückzieht. In der Schule ist sie der Freak mit den Narben, sie hat fast alle ihre Freunde verloren und die Spekulationen, wie Echo an die Narben gekommen ist, nehmen extreme Formen an.
Noah hat in den zweieinhalb Jahren, seit seine Eltern gestorben sind, schon vier Pflegefamilien durchgemacht und eine war schlimmer als die nächste. Sein einziges Ziel ist es, die High School hinter sich bringen und dann das Sorgerecht für seine beiden kleinen Brüder bekommen. Die leben nämlich ebenfalls bei Pflegeeltern und Noah ist sich sicher, dass sie nicht mehr Glück mit ihrer neuen Familie haben als er. Bis dahin aber vertreibt sich der einst vorbildliche Schüler und Sportler die Zeit mit Drogen und Mädchen und verbaut sich damit jede Chance auf einen einigermaßen vernünftigen Abschluss.
Noah und Echo wollen nur Eines: Ein normales Leben. Doch als sie gegenseitig in ihr Leben treten, scheint genau das unerreichbar.

Wenn es eines gibt, das Pushing The Limits / Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen von Katie McGarry nicht fehlt, dann ist es Drama. In wirklich jedem Bereich von Noahs und Echos Leben passiert im Laufe der Geschichte irgendetwas Schreckliches. Bisweilen war das zwar ein bisschen übertrieben. Viel schlimmer fand ich aber, dass sich viele Gespräche und Charaktere ziemlich flach angefühlt haben. So sind z.B. ein Großteil von Echos und Noahs Freunden sehr zweidimensional und oberflächlich geraten, was sie zumindest teilweise recht langweilig und unrealistisch gemacht hat. Zum Glück konnten das einige von ihnen - die Wichtigsten - im Laufe der Geschichte aber abschütteln und haben deutlich an Tiefe gewonnen. Ganz besonders gilt das für die Eltern und Erwachsenen in diesem Buch. Was am Anfang nur nach Schwarz und Weiß aussah, entwickelt sich doch noch relativ glaubwürdig und realistisch. Leider waren gerade Noah und Echo sehr festgefahren in dieser schwarz/weiß Sicht. Für sie gibt es nur Gut oder Böse und das hat sie beide stellenweise entweder nervenaufreibend stur oder aber schrecklich naiv wirken lassen. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass das genau einer der Punkte war, in denen beide gewachsen sind.

Cover Noah und Echo Deutsch

Auch wenn sich das alles nicht wirklich begeistert anhört, so hat mir Pushing The Limits / Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen von Katie McGarry doch ziemlich gut gefallen. Vor allem im letzten Drittel. Dort beginnen nämlich einzelne Stränge damit, sich aufzudröseln und die Figuren, allen voran natürlich Noah und Echo, entwickeln sich. Das Ende war dann fast das Beste am Buch. Realistisch, bewegend und relativ kitschfrei wird die Geschichte aufgelöst und macht eigentlich jetzt erst so richtig Lust auf mehr.

Und das bekommen wir zum Glück auch - zumindest indirekt. Echos und Noahs Geschichte ist zwar abgeschlossen, aber einige der Nebencharaktere haben ebenfalls viel zu erzählen. Und so bekommt Noahs Freundin Beth von Katie McGarry mit Dare You To ihr eigenes Buch. Die Veröffentlichung wird aber sicher noch einige Zeit in Anspruch nehmen und genauere Informationen sind ebenfalls noch nicht bekannt.

Pushing The Limits / Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen erscheint am 31. Juli 2012 in den USA. Die deutsche Ausgabe erscheint am 20. Februar 2014.

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Cover Geboren um Mitternacht deutsch

Im Leben der 16-jährigen Kylie geht gerade alles drunter und drüber. Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr Freund hat sich von ihr getrennt und vor nicht allzu langer Zeit ist ihre geliebte Großmutter gestorben. Als wäre das nicht alles schon schlimm genug, wird Kylie seit Kurzem auch noch von einem Geist verfolgt. Deswegen wird sie schon von einer Therapeutin behandelt. Als Kylie dann auf einer Party auch noch von der Polizei aufgegriffen wird, hat ihre Mutter die Nase voll. Sie schickt Kylie in ein Sommercamp. Das Camp mit dem Namen Shadow Falls ist angeblich für schwer erziehbare Teenager. Es entpuppt sich aber als etwas ganz anderes: nämlich ein Trainingslager für Jugendliche mit übernatürlichen Kräften. Kylie, die sich selbst für ziemlich normal hält - sieht man mal von dem nervigen Geist ab - landet ihrer Meinung nach unter lauter Freaks wie Feen, Hexen, Werwölfen, Gestaltwandlern und Vampiren.

Kylie selbst kann nicht glauben, dass sie auch besondere Fähigkeiten haben soll und so bekommt sie von ihrer Mentorin die Aufgabe, herauszufinden, ob sie ein normaler Mensch ist oder nicht und was dann ihre Fähigkeiten sein könnten. Nach einem etwas schwierigen Start lernt Kylie die Shadow Falls-Bewohner besser kennen und merkt, dass das Camp doch so einige positive Aspekte zu bieten hat. Da sind ihre neuen Mitbewohnerinnen, die Hexe Miranda und die Vampirin Della, der Halbfee Derek mit den betörenden grünen Augen und der Werwolf Lucas, der ihr aus einem ihr unerklärlichen Grund Herzklopfen bereitet. Und dann wird deutlich, dass irgendwer unter den übernatürlichen Bewohnern des Landes dem Camp nicht wohlgesonnen ist. Und ehe sie sich versieht, setzen Kylie und ihre neuen Freunde, alles Dran, den guten Ruf von Shadow Falls wiederherzustellen...

Born at Midnight / Geboren um Mitternacht ist der erste Band der Shadow Falls Novels / Shadow Falls Camp-Reihe von C. C. Hunter. Die Geschichte mutet auf den ersten Blick so an, als hätte man sie schon oft genug gelesen: Mädchen findet heraus, dass sie besondere Fähigkeiten hat und landet in einer Welt voller übernatürlicher Wesen. Auch die Wesen sind jetzt nicht unbedingt neu, weil Vampire, Werwölfe oder Feen sich doch in vielen Fantasybüchern tummeln. Und dann auch noch eine Dreiecksgeschichte. Da rollt der ein oder andere vermutlich gleich mit den Augen. Aber trotzdem solltet ihr euch von diesen Vorurteilen frei machen und Born at Midnight / Geboren um Mitternacht eine Chance geben. Das Buch hat nämlich drei wesentliche Pluspunkte, die es zu einem echten Lesegenuss machen:
1. Das Buch ist extrem lustig. Kylie lässt den Leser an ihrem Leben teilnehmen und man muss ständig grinsen. Sie hat einen klasse Sinn für Humor und nimmt sich - im Gegensatz zu vielen anderen Heldinnen in Jugendbüchern - auch selbst nicht so ernst. Alleine dadurch wird sie schnell extrem sympathisch.
2. C. C. Hunter schafft es, trotz der altbekannten Zutaten, in Born at Midnight / Geboren um Mitternacht eine völlig neues Konstrukt zu erschaffen. Alleine über die Lebensgewohnheiten der einzelnen Wesen zu lesen, hat schon so viel Spaß gemacht.
3. Die Lovestory ist zwar präsent, aber nicht dominant. Hinzu kommt, dass diese Entwicklungen der Protagonistin selbst nicht in den Kram passen. Und so darf sich der Leser zusammen mit Kylie darüber klar werden, was in ihrem Leben gerade die oberste Priorität hat. Für mich war das eine richtig herzerfrischende Idee.

Cover Born at Midnight englisch

Alles in allem kann ich Born at Midnight / Geboren um Mitternacht fast uneingeschränkt empfehlen. Kylie war mir zu Anfang manchmal etwas naiv und reift dann doch recht schnell über all den Enthüllungen und Erlebnissen heran. Aber da sie bis zu ihrem Eintreffen in Shadow Falls wirklich noch nicht viel erlebt hat, ist dies wirklich nur ein minimaler Kritikpunkt.
Die Reihe um das Shadow Falls Novels / Shadow Falls Camp umfasst bislang die drei weiteren englischen Bände Awake at Dawn (keine Rezension), Taken at Dusk (keine Rezension) und Whispers at Moonrise (keine Rezension). Wobei der 4. Band erst am 2. Oktober 2012 rauskommen soll. Zu den Erscheinungsterminen der weiteren Bände auf Deutsch ist mir noch nichts bekannt.

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich herzlich bei Blog dein Buch und beim Fischer FJB .

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