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Cover Strange Days2 deutsch

Enthält Spoiler zu Strange Days.

Alex und David haben sich aufgeteilt. David ist zurück auf der Erde, um mehr über Leuen und sein Firmenimperium herauszubekommen. Bei Davids eher stümperhaften Versuch, in den Firmensitz von Leuen einzubrechen, begegnet er der toughen Jess. Diese macht aus seinem eher verplanten Vorgehen einen (fast) erfolgreichen Coup, da Jess ein Händchen für Computer und ein sehr begabtes Frettchen Namens Murphy hat. Dennoch müssen die beiden danach ihre Beine in die Hand nehmen und vor der Polizei und übleren Dingen fliehen.
Auf der Parallelwelt flüchten Alex, Mojo und ihre Begleiter vor den Schergen des Großimperators Rakotu ins Innere des Planeten. Dort leben die zumeist blinden, hellhäutigen Innererden-Menschen und leben ein friedvolles Leben. Die oberste Schamanin der Innererden-Menschen hat nur auf Alex gewartet. Und plötzlich sieht sich Alex mit einer Unmenge an Wissen konfrontiert, dass sein bisheriges und künftiges Dasein völlig auf den Kopf stellen wird: Er soll die Klinge sein, mächtiges Werkzeug der Teiler und der Einzige, der sich den alten Göttern und ihrem Plan, die beiden Parallelwelten wieder zu verschmelzen und auszusaugen, entgegenstellen kann.

Auch wenn der erste Band der Strange Days-Reihe schon verrückt war, kann Fred Ink dies mit Strange Days 2 noch toppen. Die Abenteuer, die David und Alex jeweils erleben, sind zwar auch gefährlich und voller Anspielungen auf andere berühmte Fantasywerke, aber vor allem sind sie so richtig schön skurril. Auch dieses Mal bewegt sich der Leser mit den Protagonisten wieder vorwärts, rückwärts und seitwärts. Dabei werden auch schon eine Menge Geheimnisse gelüftet. So erfährt man nicht nur, was mit Alex Exfreundin schiefgelaufen ist, sondern auch, was eigentlich hinter der Jagd auf Alex und inzwischen auch auf David und Jess steht. Dabei bleiben aber immer noch genug offene Fäden und Handlungsstränge, die dann wohl im letzten Band aufgelöst werden und die Spannung bis zuletzt hoch halten.

Schade fand ich, dass Fred Ink diese Mal viel weniger Musikanspielung verwendet hat. Die haben mir im ersten Band immer ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Auch ist Davids Rolle um einiges gestiegen, was zwar immer wieder sehr lustig, aufgrund seiner lapidaren Wortwahl auf Dauer aber auch anstrengend ist. Hier hätte dem Leser - besonders am Anfang - der ein oder andere Sprung zu Alex sicher gut getan.

Dennoch freue ich mich schon sehr auf den letzten Band der Strange Days-Reihe und das große Finale um Alex und David. Ich hoffe, es dauert nicht mehr so lange, bis das Buch erscheint. Bis dahin werde ich mir den Rat des Autors zu Herzen nehmen und mich mal mit der Kurzgeschichte At the Mountains of Madness / Berge des Wahnsinns (keine Rezension) von Howard Phillips Lovecraft beschäftigen.
Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich ganz herzlich beim Autor Fred Ink und Books on Demand.

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Cover Mondscheintarif deutsch

Cora Hübsch ist 33, Single und wartet auf den Anruf eines Mannes. Nicht irgendeines Mannes, sondern auf den Anruf von Daniel - seines Zeichens Arzt und sehr gutaussehend. Besonders an ihm ist zudem, dass sein Humor und sein Weltbild so ziemlich auf einer Wellenlänge mit Coras liegen. Das Problem ist nur, seit ihrer letzten sehr besonderen Verabredung hat Cora nichts mehr von Daniel gehört. Wenn er sich heute nicht meldet, wird er das wohl gar nicht mehr tun. Meint jedenfalls ihr guter Kumpel Big Jim, der Cora zusammen mit zwei Freunden genau dargelegt hat, wann und wie lange Männer brauchen, um sich bei einer Frau, an der sie interessiert sind, auch zu melden.

Cora sitzt also Zuhause und versucht, dort das beste aus der Wartezeit vor dem Telefon zu machen. Dabei schwankt sie zwischen Optimismus und Wortwitz, Pessimismus und absurden Verzweiflungstaten. Mehr oder weniger minutiös Erzählt Ildikó von Kürthy in Mondscheintarif, was Cora so treibt, was sie denkt und wie sie Daniel überhaupt kennen gelernt hat.
Obwohl man Cora nur etwa sieben Stunden ihres Lebens begleitet, lernt man sie als Leser recht gut kennen. Ildikó von Kürthy schafft es, sie bildlich und stimmgewaltig in Szene zu setzen. Allerdings wird dabei mehr als nur ein Klischee bedient. Beispielsweise fühlt Cora sich so gut wie immer zu dick und ist trotz häufigen Fitnessstudiobesuchen nie so schlank wie sie es gerne wäre, weil sie einfach zu gerne ist - vermutlich trifft alleine diese Beschreibung auf gut die Hälfte aller weiblichen Wesen zwischen 15 und 75 zu. Außerdem steht sie auf Männer mit tollen Autos, liest lieber Frauenzeitschriften als Bücher, liebt es in Kosmetikprodukte zu kaufen und anzuwenden und wünscht sich, trotz ihres gutbezahlten Jobs klammheimlich lieber einen tollen Mann und 'Versorger'. Diese vielen Klischees haben es mir - trotz des Humors, in den sie verpackt sind - anfangs sehr schwer gemacht, der Geschichte und Cora etwas abzugewinnen. Doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und irgendwann kam mir Mondscheintarif dann selbst wie eine buchgewordene Frauenzeitschrift vor: humorvoll, nett und unterhaltsam, aber zu viel Geist darf man nicht erwarten.

Mit der Zeit hat mir Mondscheintarif doch noch besser gefallen, weil es ein einziges Déjà-vu-Erlebnis war. Nebenbei werden in diesem Buch, das 1999 erschienen ist, viele Dinge erwähnt, die eben Ende der 90er Jahre 'in' waren beziehungweise die zum Leben einfach dazugehört haben: etwa die Fußballsendung ran, die Nachmittagstalkshows mit Moderatoren wie Arabella Kiesbauer, Andreas Türk und Co. Oder der Beginn einer Soapschwemme, die heute längst nicht mehr so viele Menschen vor den Fernseher locken kann. Damals war das Gucken einer Wetten dass-Sendung noch keine Peinlichkeit und hat einem manchmal den Start in den Samstagabend geebnet...

Ich habe das Buch von der lieben Nanni von Fantasie und Träumerei geschenkt bekommen. Es war eines von 1 Millionen Büchern, die zum Welttag des Buches verschenkt wurden. Da ich Mondscheintarif noch nicht kannte und Ildikó von Kürthy mir eher als Kolumenschreiberin in Frauenzeitschriften ein Begriff ist, bin ich froh, jetzt doch mal ein Buch von ihr gelesen zu haben. Kaufen muss man dieses Buch nicht, aber wer es irgendwo im Regal stehen sieht und noch nicht kennt, kann ja mal einen Blick riskieren. Den ein oder anderen Lacher darf man erwarten.

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Cover Linksaufsteher deutsch

Montage sind einfach nicht seine Welt.

Wie jeden Montag, so auch an diesem, hat Oliver eine verdammt schlechte Laune. Jedes Mal plagen ihn Albträume in denen er von einer doppelten Gefahr verfolgt wird. Seien es nun zwei Schurken oder zwei Felsen, die unaufhaltsam näher kommen.
Seit er nicht mehr in der WG, sondern alleine wohnt, fällt ihm mehr und mehr die Decke auf den Kopf. Aber so langsam muss auch er mal etwas Eigenes auf die Beine stellen und sein Job als Radiowerbespot-Sprecher bringt kein schlechtes Geld nach Hause.
Wie also jeden Montagmorgen macht er sich auch an diesem auf den Weg ins Studio um seine Woche mit Elvin und Adrian, den Produktionsteam der Werbeagentur, zu beginnen.
Ausgerechnet heute stapft ihm eine Frau im schicken Businesskostüm mit ihren High Heels auf die Füße. Aus seiner miesen Laune heraus schreit und beschimpft er sie auf offener Straße, was ihm weitere Schmerzen bereitet, weil sie ihm aus Reflex auch noch ihre Tasche in die Weichteile schwingt.
So ein Tag kann ja nur toll werden. In der Agentur angekommen, verbringt er Stunden damit den Werbespot einzusprechen und ist am Ende noch mieser gelaunt. Der übliche Treff mit seinem Kumpel aus WG-Zeiten Tobi, kann ihn auch nicht so recht in die Spur bringen. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund kriegt er die Bürotrine nicht mehr aus dem Kopf. Ihre schönen braunen Mandelaugen, die Grübchen und das schöne Lächeln. Nun gut, viel gelächelt hat sie freilich nicht am Morgen, aber sie hat bestimmt ein schönes Lächeln.

Jeden Donnerstag trifft er sich im gleichen Café mit dem 7jährigen Anton. Dieser wird dort von seinem Vater zwischengeparkt, bis seine Mutter ihn nach der Arbeit abholt. Während dieser Zeit sitzen die beiden gemütlich beieinander und reden. Heute erzählt Oliver ihm von der Frau und Anton trifft den Nagel auf den Kopf, als er ihm direkt sagt, dass er verliebt sei in diese Frau. Oliver stutzt. Kann es wirklich so einfach sein? Aber wie trifft er sie denn dann wieder? Nun muss man ja auch sagen, dass ihr Start jetzt nicht der Beste war. Wird sie denn je noch mal ein Wort mit ihm reden?
Ihm fällt ein, dass er sie ins Coffee & Bytes hat gehen sehen und beschließt dort sein Glück zu versuchen. Mit warmen Getränken, seinem Rechner und nerv tötender Cafébeschallung beginnt er seine Observation. Als sie dann tatsächlich im Café auftaucht, ist er so überrumpelt, dass er nur dussliges Zeug spricht, seinen Rechner runter schmeißt und schleunigst die Lokalität verlässt.
Mist, das lief nicht gut. Was nun? Guter Rat ist teuer und so berät er sich weiterhin mit Anton, der in Liebesdingen den Durchblick zu haben scheint.

Als ich Ende letzten Jahres das E-Book zu Linksaufsteher: Ein Montagsroman gesehen habe, hätte ich nicht erwartet, dass es wirklich so lustig ist. Olivers Charakter springt von einem Fettnäpfchen ins nächste und das mit soviel Humor, dass ich es wirklich schade fand, als das Buch beendet war.
Matthias Sachau kann schreiben, gar keine Frage. Zwar habe ich feststellen müssen, dass sich in jedem E-Book irgendwo ein Rechtschreibfehler versteckt, aber in diesem hielt es sich immerhin in Grenzen.
Ich glaub jedem von uns ist am Montag schon einmal durch den Kopf gegangen 'Kann heute nicht schon Dienstag sein?', aber bei keinem wäre es so wichtig gewesen, wie bei Oliver.

Dieses Buch kann ich wärmstens empfehlen - und es muss auch nicht zwingend montags gelesen werden ;)

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Cover Ruf der Toten Deutsch

Enthält Spoiler für Magic Bites / Die Nacht der Magie, Magic Burns / Die dunkle Flut, Magic Strikes / Duell der Schatten und Magic Bleeds / Magisches Blut.

Seit Kate sich ganz offiziell zu ihrer Beziehung mit Curran bekannt hat, hat sich ihr Leben komplett auf den Kopf gestellt. Denn als weiblicher Alpha des gesamten Rudels hat sie jede Menge Pflichten zu erfüllen, über die sie sich vorher noch nicht wirklich im Klaren war.
Wenigstens beruflich ist sie nun aber ihr eigener Chef. Sie hat ihre eigene Firma und kann die Dinge so handhaben wie sie es möchte. Doch leider versucht ihr alter Boss beim Orden alles, um ihren Ruf zu zerstören und so hat Kate bisher noch keinen einzigen Auftrag an Land ziehen können.
Doch als sowohl Ghastek, einer der obersten Nekromanten von Atlanta, als auch Rene, eine alte Bekannte von den Midnight Games, Kate um ihre Hilfe bitten, scheint sich das Blatt zu wenden. Der Einsatz entpuppt sich allerdings als noch heikler als erwartet: Ein Wissenschaftler wurde entführt, inklusive seiner perfiden Erfindung. Und in den falschen Händen hat diese Maschine die Macht, die ganze Welt für immer zu verändern und unzählige Leben zu fordern.

Im fünften Abenteuer von Ilona Andrews Kate Daniels / Stadt der Finsternis-Reihe Magic Slays / Ruf der Toten muss sich unsere Heldin also erst einmal mit ihrem neuen Leben arrangieren, in dem definitiv nicht alles nach ihrer Nase läuft. Kate wäre aber nicht Kate, wenn sie das einfach so über sich ergehen lassen würde und so gibt es vor allem in der Anfangsphase wieder einige wirklich lustige und amüsante Szenen, die den anderen Büchern gerecht werden, was Kates Schlagfertigkeit angeht.
Trotzdem hat mir dieser Teil nicht ganz so gut gefallen, wie die meisten seiner Vorgänger. Die Geschichte fühlt sich nicht so stimmig an und manche Entwicklungen wirkten etwas erzwungen. Diesmal bedient sich das Autorenduo an der slawischen Mythologie. Da auch Kates Wurzeln aus dieser Richtung stammen, bietet dieser Teil der Geschichte bis zu einem gewissen Grad natürlich jede Menge Spannung und auch weitere Einblicke in ihre Vergangenheit. Trotzdem wirkten die Handlungsstränge nicht so schlüssig und detailliert, wie ich es aus den anderen Büchern gewohnt war. Vor allem am Ende wird das klar, denn hier fühlt es sich an, als würde einfach immer mehr passieren ohne wirklich Sinn zu ergeben, was schlussendlich dann etwas zusammenhangslos wirkt.

Cover Magic Slays Englisch

Dennoch ist Magic Slays / Ruf der Toten auf gar keinen Fall ein schlechtes Buch. Wie gesagt bietet Kates neue Stellung beiden Gestaltwandlern jede Menge Entwicklungsmöglichkeiten. Auch die Nebenstränge um Andrea, Julie und einige der anderen Charaktere haben wieder ihren Platz, auch wenn sie ein wenig kürzer treten als sonst. Und im Notfall wäre da immer noch Currans und Kates Beziehung, die die Bücher sowieso immer lohnenswert machen.

Komplett konnte mich Magic Slays / Ruf der Toten von Ilona Andrews also nicht überzeugen. Trotzdem ist es wie seine Vorgänger extrem lesenswert. Auch wenn Kates Abenteuer diesmal nicht ganz so spannend und durchdacht wirken, so sind sie doch unterhaltsam und schüren die Lust, auf das nächste Buch.

Das erscheint allerdings erst im Februar 2013 in den USA und ist bisher noch unbetitelt. Bis dahin kann man sich die Wartezeit mit diversen Kurzgeschichten und Novellen versüßen. Am 31. Juli erscheint außerdem das Buch Gunmetal Magic (keine Rezension), in dem Andrea die Hauptrolle spielt und das mit der bereits erschienen Novelle Magic Gifts überschneidet.

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Cover The Assassin's Curse englisch

Ananna weiß aus Erfahrung: Schönen Menschen ist nicht zu trauen. Deshalb hasst die Tochter eines berüchtigten Piratenpaars ihren Verlobten Tarrin, den sie vorher noch nie gesehen hat, auch auf anhieb. Ihre Eltern haben ihre Vermählung mit dem bildschönen jungen Mann arrangiert, denn seine einflussreiche Familie macht ihn zu einer guten Partie in Piratenkreisen.
Doch Ananna will nichts weniger als verheiratet werden und damit jede Chance zu verlieren, irgendwann ein eigenes Schiff zu haben und selbst einmal Captain zu werden. Also flieht sie kurzerhand und versteckt sich in den Straßen der geschäftigen Hafenstadt Lisirran. Doch Tarrins Familie kann so eine Beleidigung nicht auf sich sitzen lassen und sendet einen der gefährlichsten Attentäter der Welt aus, um sie aufzuspüren und zu töten.
Anannas einzige Chance scheint eine mysteriöse Frau zu sein, die sie auf einem Markt trifft und die ihr einen Zauberspruch zusammenstellt, der sie vor dem Attentäter beschützen soll. Doch irgendetwas geht schief und anstatt ihren Angreifer loszuwerden, rettet sie ihm das Leben und löst damit einen mächtigen Fluch aus. Doch es ist nicht nur irgendein Fluch, angeblich ist er nicht zu brechen. Von nun an muss der Attentäter, von dem Ananna mittlerweile weiß, dass er Naji heißt, sie vor jeder Gefahr beschützen, die ihr droht.
Doch Ananna und Naji wollen nichts anderes, als den Fluch wieder loswerden und ihrer eigenen Wege gehen. Und so machen sie sich auf eine verzweifelte Reise durch Wüsten, Meere und jede Menge Gefahren auf der Suche nach einem Heilmittel, dass es nicht zu geben scheint.

Gleich als ich die Beschreibung zu The Assassin's Curse von Cassandra Rose Clarke gelesen habe wusste ich, dass mir dieses Buch gefallen wird. Schon als man auf den ersten Seite Ananna in ihrer gesamten großmäuligen Pracht kennenlernt, wurde der erste Eindruck bestätigt. Ananna lässt sich nicht viel gefallen und tut das, was sie für richtig hält. Eine echte Piratin eben. Sie war mir von Anfang an richtig sympathisch und das hat sich im Laufe des Buches nur noch gesteigert. Bei Naji auf der anderen Seite bin ich mir allerdings immer noch nicht so sicher. Er ist um einiges mysteriöser und wir erfahren nur sehr wenig über ihn im Verlauf der Geschichte. Bei ihm ist alles möglich und er ist definitiv die undurchschaubarste der Figuren. Eines ist allerding klar, Naji ist nicht nur eine einfache Tötungsmaschine. Es steckt viel mehr in ihm, als es zunächst den Anschein macht. Manchmal hat seine Geheimniskrämerei und das Trübsal blasen zwar ein wenig genervt, zum Glück ging es Ananna aber genauso und sie hat ihm mehr als einmal den Kopf gewaschen.
Die Abenteuer, die die beiden miteinander erlebten, haben großen Spaß gemacht. Die Magie in dieser Welt hat mir dabei besonders gut gefallen. Sie war mächtig und wie eine Naturgewalt und dadurch unberechenbar. Ananna begegnen die verschiedensten Charaktere, manchen liebenswürdig, andere alles andere als das, unterhaltsam waren aber alle. Auch die Szenerie ist wirklich gut gerlungen. Mit Attentätern und Piraten als Protagonisten treiben wir uns dieses Mal offensichtlich eher auf der anderen Seite des Gesetzes herum und gemeinsam mit den leicht orientalisch anmutenden Schauplätzen war das eine erfrischende Abwechslung.
Allerdings habe ich auch ein paar Kritikpunkte. Zum einen gab es so viele verschiedene Sprachen, Städte, Inseln, Länder und sonstige Eigennamen, dass ich manchmal ein bisschen den Überblick verloren habe. Eine erhebliche Erleichterung wäre da z.B. eine Landkarte im Buchdeckel. Im ersten Buch wird allerdings leider keine sein, Cassandra Rose Clarke hat mir aber verraten, dass sie vorhat, eine Karte und ein paar andere Kleinigkeiten auf ihrer Homepage bereit zu stellen.
Desweiteren hätte ich mir gewünscht, dass Naji ein bisschen mehr von sich preisgeben würde. So wie es momentan steht mag ich ihn, insgesamt ist er mir aber noch zu unnahbar, vor allem auch, weil sein Verhalten nicht immer sympathisch war.

Ich habe allerdings keinerlei Zweifel daran, dass das sich das im nächsten Teil ändern wird. Denn The Assassin's Curse von Cassandra Rose Clarke ist der erste Teil einer Duologie, die weiterhin jede Menge Spannung, Magie und Abenteuer verspricht, denn das Ende dieses ersten Buchs bietet beste Voraussetzungen dafür.
The Assassin's Curse erscheint am 2. Oktober 2012 in den USA, der zweite Teil The Pirate's Wish folgt 2013. Eine deutsche Veröffentlichung ist bisher noch nicht in Planung.

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