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Cover Anders Die tote Stadt deutsch

Anders hat seinen Namen passend zum Wesen bekommen. Während seine Mitschüler im Internat alles andere im Kopf haben als zu pauken, verbringt er seine Zeit viel lieber mit Büchern und Lehrmitteln. Die einzige Abwechslung auf die er sich immer wieder freut ist die zweiwöchige Urlaubszeit auf der Yacht seines Vaters. Auch in diesem Jahr holt ihn sein Freund Jannik von der Schule ab um ihn zu dem kleinen Flugplatz zu bringen, von dem die viersitzige Cessna starten soll.
Praktischerweise erscheint Jannik genau in dem Moment, in dem Anders von den Internatsrowdies abgefangen und eingekreist wird. Somit kommt er dieses Mal um eine Abreibung drum herum.
Obwohl das Internat nur für übermäßig intelligente Schüler gedacht ist, befinden sich hier ebenfalls genug Jugendliche bei denen die Eltern mit genug Geld über das fehlen eben dieser Grundvoraussetzung hinweghelfen. Nick und seine Freunde zählen natürlich zu eben jenen Jugendlichen.

Jannik scheint heute mit den Gedanken ganz woanders zu sein. Er verhält sich sehr merkwürdig und sieht sich viel um. Erwartet er etwa einen Überfall?
Als die Zwei endlich am Flughafen ankommen wird es sogar noch komischer, Jannik springt aus dem Wagen und sichert mit der Waffe in der Hand die Umgebung. Anders wundert sich sehr, doch Jannik rückt nicht mit der Sprache raus. Er schickt ihn in die Maschine, und es stellt sich heraus, dass seine Angst nicht unbegründet ist. Denn kurz nachdem Anders im Flugzeug sitzt hat er ein Messer am Hals und einen Mann hinter sich sitzen. Jannik kann nichts anderes tun als ebenfalls einzusteigen. Zwei Ganster haben es auf den reichen Jungen abgesehen und zwingen Jannik loszufliegen. Was sie aber nicht bedacht haben ist, dass die angepeilte Richtung durch eine Militärzone führt und sie nach kurzer Zeit von einem Polizeiflugzeug umkreist werden. Sie werden abgedrängt und können nur noch in ein nahes Gewitter ausweichen, das die kleine Cessna beinahe zerlegt. Jannik gelingt in der Dunkelheit das Unfassbare: Er landet die Maschine, bevor sie mit ihren Insassen in Flammen aufgehen kann. Jannik und Anders überleben, ebenso einer der Gangster. Sein Kumpel hat nicht soviel Glück, wenn man das denn so nennen kann.
Doch die Gegend in der sie sich nun befinden ist ganz anders als alles, was Anders bisher gesehen hat. Sämtliche Gebäude sind ausgebrannt, der Himmel ist dunkel und schon nach kurzer Zeit werden sie von Gestalten in schwarzen Anzügen und merkwürdig anmutenden Waffen verfolgt. Was sind das nur für Wesen und wo zum Henker befinden sie sich hier?

Der erste Teil der Anders-Reihe beginnt gut und ohne viele Umschweife. Man lernt Anders und seine Umgebung kennen und kann sich gleich prima in den Jungen hineinversetzen.
Das er kaum bis gar keine Freunde hat, ist irgendwie normal. Wie oft hat man schon einen jungen Helden, der wohlbehütet aufwächst, intelligent ist und auch noch total beliebt? Genau, nie.
Als einzigen Freund hat Anders den jungen Erwachsenen Jannik, der bei seinem Vater angestellt ist und sich immer um Anders kümmert, sobald es sich irgendwe ergibt. Jannik ist ein ganz anderer Typ Mensch als Anders und trotzdem verstehen sie sich super.

Ich habe schon einige Bücher vom Ehepaar Hohlbein gelesen und finde sie viel angenehmer zu lesen als die Werke von Wolfgang Hohlbein alleine. Was allerdings auch hier wieder aufgefallen ist das Stilmittel des kursiven Wortes. Immer wieder wird ein Wort hervorgehoben und nach dem vierten Wort auf einer Seite geht es einem dann auch leicht auf den Senkel.
Nichts desto trotz ist die Geschichte gut aufgebaut und durchdacht. Ab und an ging mir Anders allerdings ziemlich auf den Keks. Er scheint es nicht gut zu finden, wenn er von anderen abhängig ist und reibt sich daran schnell auf.

Die Reihe besteht aus drei weiteren Bänden die sich hoffentlich genauso schnell und gut weglesen lassen.

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