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Cover secrets and shadows englisch

Enthält Spoiler für den ersten Teil der Reihe 13 to Life / Die Nächte des Wolfs.

Nachdem Pietr sich am Abend seines 17. Geburtstags zum ersten Mal in einen Wolf verwandelt hat und durch Alexis Verrat von der russischen Mafia angegriffen wurde, hat sich für die Familie Rusakova alles verändert. Ihre Mutter ist noch am Leben und in den Händen des CIA und sie müssen alles daran setzen, sie zu befreien. Um überhaupt eine Chance zu haben sie wiederzusehen, sind sie gezwungen mit dem CIA zusammen zu arbeiten, das aber natürlich eine Gegenleistung will. Die Einzige, die zwischen den Parteien vermitteln kann, ist Jess und sie ist auch bereit alles zu tun, um der Familie zu helfen, gerät dabei aber immer öfter selbst in Gefahr verletzt zu werden.
Das würde sie aber alles in Kauf nehmen, wenn sich Pietr seit seiner ersten Verwandlung nicht so merkwürdig benehmen würde. Er berührt sie kaum noch und weicht ihr aus und seine Beziehung zu Sarah, die er eigentlich schon lange beenden wollte, scheint plötzlich wirklich ernst zu werden. Immer wieder stößt er Jess weg, die aber nicht daran denkt aufzugeben. Doch auch Pietr gibt nicht nach und als Derek sich immer mehr um sie bemüht, lässt Jess sich schließlich von ihm ablenken.
Aber eigentlich haben die Wölfe und Jess ganz andere Probleme. Der wackelige Frieden mit dem CIA droht schon bald zu zerbrechen und auch in der High School und eigentlich der ganzen Stadt gehen merkwürdige Dinge vor sich. Mit dem Mensaessen stimmt etwas nicht, was aber nur Werwolfnasen zu spüren scheinen und es gibt immer wieder Selbstmordfälle von Jugendlichen auf den Bahngleisen. Außerdem scheinen viele Menschen, die Jess schon lange kennt, plötzlich ihre ganz eigenen Geheimnisse zu haben. Und alles führt immer wieder zurück zu den Rusakovas.

Es ist mir sehr schwer gefallen, alles in Worte zu fassen, was in Secrets and Shadows / Zwischen Mond und Verderben von Shannon Delany geschieht. Es gibt sehr viele einzelne Erzählstränge, die alle für sich eine Bedeutung haben und die sich immer wieder zu neuen Ereignissen zusammenschließen. Im Nachhinein fällt es zwar ein bisschen schwer, das alles noch zu überblicken, während des Lesens hat es aber kein bisschen gestört.
Im Gegenteil. Die Geschichte war spannend und zu keiner Sekunde langweilig. Jede Seite bietet etwas Neues und die Autorin hat es geschickt geschafft, nie zu lange an einer Szene zu verweilen. Gleichzeitig wird in allen Situation auch auf das Gefühlsleben der Beteiligten eingegangen und trotz des hohen Tempos kommt dieses niemals zu kurz. Auch an Überraschungen mangelt es nicht und das Buch kann mit der ein oder anderen verblüffenden Wendung aufwarten.
Bei den Charakteren ist eine starke Entwicklung zu erkennen gewesen. Jessica, die mir schon im ersten Teil sehr sympathisch war, hat sich zusammen gerissen und lügt kaum noch. Das und ihr Altruismus, waren das Einzige, das mich in 13 to Life / Zwischen Mond und Versprechen ein wenig gestört hat und jetzt, wo sie das abelegt hat, mag ich sie wirklich gern. Pietr hat nach wie vor große Probleme mit seinem Dasein als Werwolf und seine Zerrissenheit kommt gut rüber. Viele der Nebencharaktere treten dank ebenjener vielen Erzählstränge, deutlicher in Erscheinung. Vor allem Max, Amy und Cat haben deutlich präsentere Rollen als noch im ersten Teil.
Allerdings gab es auch ein paar wenige Kritikpunkte. Zum Einen hat sich Shannon Delany in einem bestimmten Detail (was ich jetzt nicht näher beschreiben möchte ;) ) sehr an Stephenie Meyers Büchern orientiert. Das gibt sie zwar ganz offen zu und wird auch in der Geschichte deutlich erwähnt, allerdings hatte mir dieser Aspekt schon in den Biss-Büchern nicht besonders gefallen.
Außerdem wurden ein paar Gedanken nicht komplett bis zu Ende gebracht. Es passierte so viel, dass es zwei oder drei Situationen gab, bei denen ich das Gefühl hatte, dass noch etwas fehlte und dass es unrealistisch war, diese Dinge nicht gleich auszudiskutieren. Nun kann das zwar noch in den Folgebänden passieren, allerdings waren das teilweise eher Details, bei denen fraglich ist, ob sie noch einmal aufgegriffen werden. Trotz allem aber hat mir auch dieser zweite Teil unglaublich gut gefallen. Jessicas Geschichte ist nach wie vor sehr witzig geschrieben, hat sympathische Charaktere und kann mit einem schnellen, abwechslungsreichen Plot überzeugen, auch wenn nicht alle Szenen konsequent zu Ende gedacht wurden.

Nach 13 to Life / Zwischen Mond und Versprechen ist Secrets and Shadows / Zwischen Mond und Verderben nun also das zweite Buch in Shannon Delanys Reihe. Im August folgt Bargains and Betrayals (keine Rezension). Die letzten beiden Bände (Destiny and Deception (keine Rezension) und Rivals and Retribution (keine Rezension)) werden dann im Frühjahr und Sommer 2012 erscheinen.
Mittlerweile sind auch endlich die deutschen Rechte an den Mann gebracht. Wann und wo die Reihe endgültig erscheinen wird, ist mir allerdings noch nicht bekannt.

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